Fehlt meinem Antagonisten das Böse?

In diesem Unterforum findest du Hilfe bei jeglicher Art von Plot-Problemen.

Re: Fehlt meinem Antagonisten das Böse?

Beitragvon Mefla » 23.09.2015, 18:37

Um mal zurück zum Thema zu kommen :wink:

Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn ein Antagonist nicht wirklich böse ist, sondern schlüssige Motive hat. Tatsächlich mag ich es lieber, wenn man mit einem "Bösewicht" mitfühlen kann, weil man als Leser so eine "Zwischen-den-Fronten"-Position bekommt. Das Leben ist nunmal nicht schwarz-weiß. Natürlich ist es dann umso trauriger, wenn der Antagonist verliert, daher solltest du darauf achten, dass wenn er schon nicht besonders böse ist, wenigstens dein(e) Prota(s) noch ein Stückchen sympathischer sind. Oder aber du machst am Ende noch eine Enthüllung, die den Antagonisten zum eigentlichen Helden macht, wobei das nicht jedermanns Sache ist. Ich bevorzuge einen (zu) sympathischen Antagonisten, der dem Happy End noch eine nachdrückliche Stimmung verleiht gegenüber einem sturen abgrundtiefen Bösewicht, der eben der Feind aller ist. So wird man zwangsläufig zum Nachdenken angeregt, was denn diese Person zum Antagonisten gemacht hat und wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn er/sie sich in dieser Situation anders verhalten hätte.

Außerdem, wenn deinen Probelesern die Geschichte so schon gefallen hat, brauchst du sie doch nicht umzuschreiben. Never change a running system...

LG Mefla
Wörter wirken auf einer Ebene, die nichts anderes zu berühren vermag
Benutzeravatar
Mefla
 
Beiträge: 22
Registriert: 11.09.2015, 22:25
Wohnort: Irgendwo zwischen Zetteln und herumliegenden Klamotten

Vorherige

Zurück zu Plot-Hilfe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste