Ich fühle mich geehrt, dass ich in einem deiner Artikel namentlich erwähnt werde
Im Prinzip gehe ich ähnlich vor wie im Artikel beschrieben, nur dass ich alles auf einmal mache und dabei sehr chaotisch vorgehe.
Ich habe jeweils nur einen Probeleser pro Textausschnitt, daher stellte sich mir das Problem der vielen Dateien nicht. Ich öffne beide Dateien nebeneinander - die mit den Korrekturen kleiner, denn da muss ich ja nur lesen, nicht schreiben - und dann vergleiche ich. Meistens bestätigen mir die Probeleserinnen in etwa das, was ich mir schon diffus überlegt hatte, aber noch nicht ausformuliert und aus Faulheit und Feigheit auch noch nicht umgesetzt. Wenn ich allerdings etwas lustig finde und meine Probeleser nicht, bin ich in einem Dilemma. Meist kommt es dann weg, weil erstens mein Humor unter Umständen sehr speziell ist und ich ja zweitens immer mein Autorwissen im Kopf habe, während die Szene unter Leseraspekten wahrscheinlich anders gesehen wird. Außerdem kann mein Manuskript auch ruhig noch ein bisschen kürzer werden.
Ich korrigiere alles in einem, Rechtschreibung, Grammatik, Szenen, Wörter, wie's eben kommt. Bevor das Werk szenenweise an die Probeleser geht, korrigiere ich dasselbe einmal für mich, wobei ich hier alles drinlasse, bei dem ich mir nicht sicher bin. Die erste Korrektur mache ich also selbst, die zweite erfolgt nach den Probeleser. Mit ganz viel Glück kann ich vielleicht noch jemanden finden, der sich dann die Endversion nochmal komplett als Leser durchliest... mal schauen.