[Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Hier können Weltenbastler ihre eigene Welt erschaffen. Wenn du beim Welten bauen Unterstützung brauchst z.B. Namen für Charaktere, Orte, Wesen etc. suchst, ist hier der richtige Ort.

Wo siedelst du deine Geschichten an?

An realen Orten
65
28%
An fiktiven Orten
79
34%
In eigenen Welten
86
37%
 
Abstimmungen insgesamt : 230

Re: Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon Tyra » 27.12.2012, 01:03

Tyra hat geschrieben:Ich tue mich recht schwer mit dem Handlungsort muss ich sagen. Zwar tendiere ich immer zu fiktiven Städten und Dörfern, aber dennoch zermartere ich mir das Hirn.

Wie soll die Stadt heißen? In welchem Land soll es überhaupt spielen? Nenne ich Namen oder lasse ich sie weg? Wie viel erwähne ich von dem Handlungsort?

Kann mir irgendwer bei diesem Problem helfen?

Ich tendiere eher zu den USA als Handlungsort. Man möge mich steinigen, aber irgendwas sagt mir, dass es besser passt. Es wird einen Handlungsstrang mit Waffen- und Drogenschmuggel geben und dort ist es leichter umzusetzen wie es mir scheint. Zumindest wenn ich mir die Gesetze angucke, die selbst Privatpersonen gestattet Waffen zu besitzen.


Hilfe? :mrgreen:
"Pack den Leser im ersten Absatz an der Kehle, ramm ihm deine Daumen in die Luftröhre beim Zweiten, und press ihn gegen die Wand bis zur letzten Zeile."

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Re: Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon Ketzer » 27.12.2012, 03:02

Tyra hat geschrieben:Ich tendiere eher zu den USA als Handlungsort. Man möge mich steinigen, aber irgendwas sagt mir, dass es besser passt. Es wird einen Handlungsstrang mit Waffen- und Drogenschmuggel geben und dort ist es leichter umzusetzen wie es mir scheint. Zumindest wenn ich mir die Gesetze angucke, die selbst Privatpersonen gestattet Waffen zu besitzen.

Das Thema ist in den Staaten vielleicht etwas wilder, aber in Deutschland zB auch gut umzusetzen. Natürlich ist Deutschland kleiner, die Verbechensrate ist niedriger und prinzipiell ist es in Deutschland schwieriger eine Waffe zu erwerben, aber das heißt nicht, dass Waffen- oder Drogenhandel in Deutschland unmöglich ist. Das "Gewerbe" ist aufgrund der unterschiedlichen Gesetzeslage und Polizeiarbeit halt anders organisiert. Es kommt bei diesem Thema auf deinen persönlichen Fokus an, um zu entscheiden, welcher Ort am geeignetsten ist. Dealer gibt es überall.

Wie soll die Stadt heißen? In welchem Land soll es überhaupt spielen? Nenne ich Namen oder lasse ich sie weg? Wie viel erwähne ich von dem Handlungsort?

Wenn der Handlungsort in der realen Welt liegt, jedoch selbst fiktiv ist, solltest du doch daran orientieren, wie andere Orte in dem Land/Gebiet heißen. Der Stadtname muss sich einfach in die reale Ortslandschaft einfügen, ansonsten zerstörst du die Glaubhaftigkeit.
Die Wahl des Handlungsortes hängt natürlich direkt davon ab, worum es in deiner Geschichte geht und was du erreichen willst. Wenn es für die Handlung wichtig ist, dass es lockere Waffengesetze gibt und sich jede Privatperson bewaffnen kann, wären die Staaten Deutschland als Handlungsort vorzuziehen. Ist dies jedoch nicht der Fall, könnte die Geschichte genauso gut in Deutschland spielen (und das wäre dann auch meine Empfehlung).
Vom Handlungsort solltest du alles erwähnen, was für die Geschichte notwendig ist oder den Ort besonders auszeichnet. Du solltest den Leser nicht mit Informationen erschlagen, sondern solltest sie ihm dann geben, wenn er sie braucht. Das gleiche gilt für Namen.
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Re: Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 21.05.2013, 15:59

Wo lasst ihr eure Geschichten spielen?

Meist in realen Welten.

In dem Ort in dem ihr aufgewachsen seid? Nebenan? In einer fremden Stadt oder gar einem fremden Land?

Die Orte an sich denke ich mir oft aus. Ich lege mich meist auf ein Land fest und eine Stadt und so weiter und recherchiere dann, damit es so aussieht, als würde ich die Orte real kennen. In Deutschland oder gar in der eigenen Stadt ist es ja recht einfach, weil man den Ort sehr genau kennt, aber meistens hat die Heimatstaft nicht das Image, das ein Ort in der Geschichte haben sollte (ich hoffe, das ist verständlich ^^)

Habt ihr die Orte besucht, in denen eure Handlung spielt oder informiert ihr euch nur über Sitten und Gebräuche?

Wenn sie weit weg liegen, muss ich mich mit guter Recherche begnügen. Aber wenn sie in Deutschland liegen, dann mag ich es schon, die Orte zu besuchen. Gute Inspiration für Orte geben auch Urlaubsreisen. Ich finde Kirchen besichtigen z.b. todlangweilig, aber einmal hatte ich so einen Geistesblitz, dass es für mich jedes Mal ein neuer Anreiz ist, in eine Kirche zu gehen: Dir könnte etwas geniales einfallen! ^^

Und wenn es in einem anderen Land oder einer anderen Stadt ist, gibt es diesen Ort wirklich oder erfindet ihr etwas?

Meist erfinde ich da etwas. Denn erstens wird ja wohl kaum jemand mit Argusaugen nachprüfen, ob es diesen Ort gibt und selbst wenn, na und? Und zweitens bekommt man es oft nur schlecht hin, Orte zu beschreiben, an denen man noch nie war.

LG, Riki
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Fiktionale UND reale Handlungsorte?

Beitragvon Zauberzunge » 05.06.2013, 17:40

Tja, was ist besser? Relativ...
Wichtig fände ich: Was bewirkt der Handlungsort tatsächlich? Ist es der Ort, wo der Großteil der Handlung spielt, sollte man die allgemeine Lebenseinstellung irgendwie rüberbringen. Geht es nur um eine Szene, kann man den Fokus auf den einzelnen Ort legen oder sich ganz mit Handlung und Charakteren auseinandersetzen.

Also fiktiv oder real?

Probleme mit realen Orten: Wie gesagt - sie könnten falsch dargestellt werden. Was Leser ärgern kann. Nun, das Problem hab ich nicht so. Ich war zwar schon am ein oderAndere Ort, aber nie "lange" genug, als dass mir Fehler auffallen würden. Ich finde es eher interessant, von neuen Orten zu hören. Und sei es nur ganz kurz ist wie in denArtemis Fowl Bänden von Eoin Colfer.

Und fiktive Orte? Mehr Freiheiten. Aber evtl. ohne Grundlage. Traut man es sich zu, eine Stadt komplett selbst zu erfinden, mit allem Drum und Dran? Vielleicht passt sie dann zur Handlung, hat aber eine Aufteilung/Struktur, die keinen Sinn ergibt (die Häuser zweier Figuren in einer großen Stadt liegen nah beieinander, aber eines davon ist eine Innenstadtwohnung und das andere eine Butze im Industriegebiet?)

Mein Problem: Beides in Einem müsste her oder würde passen. Ich schreibe (wohl urban) Fantasy. Verschiedene Arten, verschiedene Länder: klar Fantasiewelt.
Nein. Größtenteils soll es auch zur Realität passen. Warum keine Autos, Fernseher, warum keine "echten" Menschenreligionen wie das Christentum? Problem: Dafür gibt es Grundlagen, z.B. die Bibel. Und die Bibel setzt Orte wie Jerusalem und das Land Israel allgemein voraus.
Kann ich die echte Welt einfach "aufteilen"? Die Elfen nach Dänemark, die andere Art nach Spanien und die dritte bekommt Frankreich? Will ich eine Art Grundlage für Europa bieten oder "stört" mich vielleicht der italienische Stiefel? (Nix gegen Italien, die Frage ist nur, ob es geografisch zur Idee passt)

Fragen über Fragen.

Lg, Zauberzunge :shock:
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Re: Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon Blitzkaiser » 05.06.2013, 20:45

Mit fiktiven Orten in unserer Welt macht man es sich tatsächlich am einfachsten. Bei realen Orten ist Recherche vonnöten, bei eigenen Welten muss man auch viel erfinden, um es glaubhaft erscheinen zu lassen.
Nichtsdestotrotz hängt es auch immer von der Handlung ab, für was man sich entscheidet.
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon EndOfNovember » 12.08.2014, 12:21

Der Thread ist zwar schon seit über einem Jahr nicht mehr aktiv, aber ich hoffe trotzdem auf eine Antwort. Die Fragen passen hier, glaube ich, am Besten rein.

1. Kennt jemand schon veröffentlichte Urban Fantasy im deutschsprachigen Raum? Damit meine ich nicht von deutschsprachigen Autoren, sondern den Handlungsort des Buches.

2. Lässt jemand von euch sein Urban Fantasy (o. ä.) Werk im deutschsprachigen Raum handeln?

Ich hätte gerne eine Meinung zu Folgendem:

3. Welches Land/ welche Gegend (auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes) würdet ihr mit einem Geisterschloss in Verbindung bringen? Ganz spontan, was fällt euch da ein?

4. Würdet ihr ein Urban Fantasy Buch lieber lesen, wenn es in einer englischen/amerikanischen Stadt wie London oder New York spielen würde? Oder fändet ihr das Buch genauso interessant, wenn die Stadt in Deutschland oder Österreich (z.B. Wien) liegen würde?

5. Die letzte Frage richte ich vor allem an die Deutschen hier: Gibt es jemanden, der ein Buch (nicht nur Urban Fantasy) sofort wieder weglegen würde, wenn der Handlungsort in Österreich liegt? Bitte ganz ehrlich sein.

(Ich hoffe, ich mache mir mit der letzten Frage keine Feinde, aber die Hassliebe zwischen D und Ö ist nicht zu verleugnen :wink: )

Vielen Dank im Voraus an alle, die sich die Zeit nehmen, meine Fragen zu beantworten (:
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon LucretiaLancetta » 12.08.2014, 12:34

EndOfNovember hat geschrieben:1. Kennt jemand schon veröffentlichte Urban Fantasy im deutschsprachigen Raum? Damit meine ich nicht von deutschsprachigen Autoren, sondern den Handlungsort des Buches.

Markus Heitz lässt einige seiner Romane in Deutschland spielen. Sonst fällt mir auf Anhieb nichts ein.

EndOfNovember hat geschrieben:2. Lässt jemand von euch sein Urban Fantasy (o. ä.) Werk im deutschsprachigen Raum handeln?

Ich. Allerdings im ländlichen Raum. Da fühle ich mich mittlerweile sehr wohl, anfangs war es noch ein seltsames Gefühl. Es ist übrigens Contemporary Fantasy (Urban kann man ja nicht sagen, wenn die Figuren in Feld und Flur versacken).


EndOfNovember hat geschrieben:Ich hätte gerne eine Meinung zu Folgendem:

3. Welches Land/ welche Gegend (auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes) würdet ihr mit einem Geisterschloss in Verbindung bringen? Ganz spontan, was fällt euch da ein?

Ganz spontan England/Schottland. Gehören Geister da nicht zum Inventar? :wink:
In Deutschland vielleicht der Schwarzwald? Ich weiß nicht. Prinzipiell kann ich die Geister auch im verlassenen Mühlhaus bei mir um die Ecke akzeptieren, solange es mir entsprechend verkauft wird. Und, ganz ehrlich, die Mühle ist gruselig ... Da glaub ich das mit den Geistern sofort.


EndOfNovember hat geschrieben:4. Würdet ihr ein Urban Fantasy Buch lieber lesen, wenn es in einer englischen/amerikanischen Stadt wie London oder New York spielen würde? Oder fändet ihr das Buch genauso interessant, wenn die Stadt in Deutschland oder Österreich (z.B. Wien) liegen würde?

Solange es entsprechend vernünftig aufbereitet ist, wäre das für mich erst mal egal.


EndOfNovember hat geschrieben:5. Die letzte Frage richte ich vor allem an die Deutschen hier: Gibt es jemanden, der ein Buch (nicht nur Urban Fantasy) sofort wieder weglegen würde, wenn der Handlungsort in Österreich liegt? Bitte ganz ehrlich sein.

Nein, würde ich nicht. Das wäre zumindest kein ausschlaggebender Grund. Schreibstil und Story sind entscheidend, der Handlungsort nicht.

LG
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon RainerMann » 12.08.2014, 13:18

EndOfNovember hat geschrieben:1. Kennt jemand schon veröffentlichte Urban Fantasy im deutschsprachigen Raum? Damit meine ich nicht von deutschsprachigen Autoren, sondern den Handlungsort des Buches.


Z.B. Wolfgang Hohlbein mit seiner Azrael-Reihe und "Dunkel".

EndOfNovember hat geschrieben:3. Welches Land/ welche Gegend (auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes) würdet ihr mit einem Geisterschloss in Verbindung bringen? Ganz spontan, was fällt euch da ein?


Schottland wird so oft verwendet, gerade von amerikanischen Autoren. Als würden die nichts anderes kennen (und natürlich der Bundesstaat Maine...).

Ich denke bei alten Geisterschlössern als erstes an Böhmen/Tschechien oder auch Transsylvanien (ist aber bereits von einem anderen Themenkomplex abgedeckt...^^).

Aber warum nicht einmal komplett andere Orte wählen? Vielleicht italienische Renaissance-Paläste? Ein Lago di Garda im Nebel? Wär mal was anderes...

EndOfNovember hat geschrieben:4. Würdet ihr ein Urban Fantasy Buch lieber lesen, wenn es in einer englischen/amerikanischen Stadt wie London oder New York spielen würde? Oder fändet ihr das Buch genauso interessant, wenn die Stadt in Deutschland oder Österreich (z.B. Wien) liegen würde?


London und New York... macht ja jeder.

Lieber etwas außergewöhnliches, von mir aus auch in Deutschland. Und noch besser:
Eine verschlafene Kleinstadt, also keine Metropole.

EndOfNovember hat geschrieben:5. Die letzte Frage richte ich vor allem an die Deutschen hier: Gibt es jemanden, der ein Buch (nicht nur Urban Fantasy) sofort wieder weglegen würde, wenn der Handlungsort in Österreich liegt? Bitte ganz ehrlich sein.


Meine Meinung:
Mir egal. Hauptsache der Ort ist cool und stimmig.

Und generell:

Ich kann nicht für jeden sprechen, aber sicherlich haben manche Leser Vorurteile ggü. deutschen / österreichischen Handlungsorten:
piefig, borniert, uncool.

Dann gilt die Devise:
Entweder diese "Vorurteile" nutzen und in die Geschichte einbauen (gerade bei einem Thriller kann das nützlich sein, wenn alle einander "bespitzeln", keiner sich über den Weg traut und alle vllt. ein Geheimnis zu verbergen haben...) oder man kreiert das absolute Gegenteil:
ein flippige Welt, die überrascht und den Leser mit seinen Vorurteilen vor den "Kopf stößt" (natürlich mit Bedacht...der Leser soll nicht "vorgeführt" werden).

EndOfNovember hat geschrieben:(Ich hoffe, ich mache mir mit der letzten Frage keine Feinde, aber die Hassliebe zwischen D und Ö ist nicht zu verleugnen :wink: )


Jaja, die Österreicher denken, die Deutschen sind nur "Piefkes" , würden am liebsten mit Pickelhaube rumlaufen und am besten im Stechschritt am nächsten Tag irgendwo einmarschieren.

Und wir Deutschen denken, dass die Österreicher eh alle "Schluchtensch***" sind :wink:
und dass Österreich nur aus Braunau besteht.

Ach, alles dumme Vorurteile.

Ist ja am Ende eh egal, was zuerst als 17. Bundesland integriert wird:
Mallorca oder Österreich.
:lol:

Spaß beiseite, ich denke, dass auch die anderen dich nicht gleich deswegen zerreißen, weil du aus Österreich bist oder gerne dort deine Geschichte spielen lassen willst.

Ich mag's jedenfalls selbst gerne, wenn nicht jede Geschichte mal wieder in New York oder London spielt. Hauptsache was anderes.

Apropos was anderes:

Kannst ja die Geschichte auch in anderen Gebieten spielen lassen, die ehemals zu Österreich gehörten (Ungarn, Slowenien, Kroatien, Venetien usw.).

Vielleicht so ein Hin und Her zwischen den Handlungsorten:
Teil in Österreich, Teil woanders.
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon magico » 12.08.2014, 14:03

Hallo EndOfNovember,

Fragen 1 und 2 kann ich nicht beantworten, da ich Urban Fantasy überhaupt nicht mag.

3. Welches Land/ welche Gegend (auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes) würdet ihr mit einem Geisterschloss in Verbindung bringen?


Spontan Deutschland, Tschechien, Slowakei, Rumänien um mal nicht England, Schottland oder Irland zu nehmen.

Rainer hat bei amerikanischen Autoren "Maine" aufgeführt, was aber insofern Quatsch ist, da es dort keine Schlösser (im eigentlichen Sinne) gibt. Dafür wurde die USA zu spät von den Weißen besiedelt.

4. Würdet ihr ein Urban Fantasy Buch lieber lesen, wenn es in einer englischen/amerikanischen Stadt wie London oder New York spielen würde? Oder fändet ihr das Buch genauso interessant, wenn die Stadt in Deutschland oder Österreich (z.B. Wien) liegen würde?


Also ... ich streiche jetzt mal "Urban Fantasy" und beziehe mich nur auf "Buch". :mrgreen:
Der Handlungsort ist zweit-, wenn nicht sogar drittrangig. Moderne Übermetropolen wie London oder New York würden mich aber eher abstoßen, da sie schon so ausgelutscht sind.
Daher bin ich eher für Deutschland oder Österreich.

5. Die letzte Frage richte ich vor allem an die Deutschen hier: Gibt es jemanden, der ein Buch (nicht nur Urban Fantasy) sofort wieder weglegen würde, wenn der Handlungsort in Österreich liegt? Bitte ganz ehrlich sein.


Auf keinen Fall. Nicht bloß wegen dem Handlungsort. Ich stelle mir eine Handlung in Österreich sogar ganz witzig vor. Dummerweise ist es schwer, die direkten Reden im Dialekt zu schreiben. (schade)

Ich hoffe, ich mache mir mit der letzten Frage keine Feinde, aber die Hassliebe zwischen D und Ö ist nicht zu verleugnen


Ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe keine Abneigung gegen Österreicher, besonders die Sprache finde ich interessant. :mrgreen:


Grüße - magico
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon RainerMann » 12.08.2014, 16:34

@magico:

Ich bezog mich allgemein auf die Vorliebe amerikanischer Horror-/Mystery-/Thriller-Autoren auf Maine.

Bsp.: Stephen King

Zwar nimmt er nicht "Geisterschlösser" als Vorlage, aber Orte die verflucht sind oder einen "anderen Charme" besitzen.

Stichwort:
- Es
- Das Spiel

Außerdem: in Klammern gesetzt...
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon RocketJo » 12.08.2014, 17:21

Also, erstmal zur Umfrage:
Das kommt auf die Geschichte an. Für mein Urban Fantasy Projekt habe ich mir jetzt die Gegend um Cambridge rausgesucht, weil ich da die benötigten Orte einfach dicht beieinander habe (mit dem Motorrad des Protas ist nichts viel weiter als eine Stunde entfernt) und der Prota unbedingt Neil heißen muss (ehrlich, der funktioniert mit nem anderen Namen nicht, schon mehrfach dran gewerkelt). Der Hauptteil der Geschichte spielt in Newmarket. War etliches an Recherche, aber ich weiß jetzt, wo ich gerne ein verlängertes Wocheende mal verbringen würde ^^
Vorher werde ich vermutlich auch die Geschichte nicht abschließen.
Historisch angehauchte Sachen werden in einen wichtigen Ort zu dem jeweiligen Ereignis gelegt (Opiumkriege: China, Indien oder England zB)
Dann natürlich diverse Fantasyprojekte, die komplett fiktiv angelegt sind. Ich habe aber mal "fiktiver Ort" rausgesucht, weil die Handlungsorte bei mir zu allererst einmal fiktive Orte sind und ich mir im Nachhinein einen passenden realen Ort aussuche (wenn ich einen brauche). Würde ich auch bei einem Roman in Deutschland nicht anders machen ^^

Zum Thema:
Ich würde auch Romane lesen, die in Deutschland spielen. Bzw. habe ich schon getan. Die Felidae-Romane zum Beispiel. Oder generell im deutschsprachigen Raum. Ich mag Dürrenmatt zum Beispiel sehr, sehr gerne. Aber letzten Endes ist der Ort meiner Meinung nach zweitrangig (es sei denn, er ist durch die Ereignisse bedingt. Wenn ich über das Dresden im 2.Weltkrieg schreibe ist der Ort natürlich zentral ^^).

Zu End of November:
1. Dunkel von Hohlbein. Ist aber der Einzige, der mir einfällt (und das auch nur, weil er schon genannt wurde *lach*). Wobei Hohlbein glaube ich ein par Bücher geschrieben hat, die zum Teil in Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum spielen. Bevor er die Kelten für sich entdeckt hat.
Urban Fantasy ist alleridngs auch nur bedingt mein Genre.

2. Nein, zumindest im Moment nicht. Vielleicht ergibt sich mal was. Das erinnert mich an dieses gruselige Mädchen auf der Brücke ...
Das wär mal ein Aufhänger. Ich wollte auch mal darüber recherchieren, ob auf dieser Mühle an der Brücke nicht mal was vorgefallen ist. *notitz macht* Wobei das dann eher Mystery wäre, glaube ich (ich hasse Genre-Einteilungen -.-)

3. Ungarn, Rumänien, Bulgarien (generell Osteuropa halt). Oder eben England und Schottland. Und Süddeutschland. Wenn du dich über angebliche Spukorte informieren magst, guck doch mal auf gespensterweb ^^

4. Wär mir wurscht. Solange es passt, warum denn nicht? Wien hätte durchaus seinen Reiz. Ich stelle mir da grade Geister der sterbenden Monarchie vor. Wuuuhaa, Kronprinz Rudolf als Rachegeist *lach*

5. Siehe oben. Ich würds ganz cool finden, wenn denn die Story stimmt.
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon Badabumm » 12.08.2014, 18:09

EndOfNovember hat geschrieben:3. Welches Land/ welche Gegend (auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes) würdet ihr mit einem Geisterschloss in Verbindung bringen? Ganz spontan, was fällt euch da ein?

Frankreich. Frankreich ist mindestens genauso voll von Spukschlössern wie England, Irland und Schottland, die immer dafür herhalten müssen.
Und der zweite riesige Spukschlossbereich ist im Osten.

In der diversen Burgenliteratur werden in Deutschland und Österreich im Zeitraum von 1200 bis 1600 (ca.) ungefähr 14000 (!) Burgen gezählt. Davon sind heute die meisten natürlich nur noch Grundmauern, aber wenn nur die Hälfte noch erhalten sein sollte.... da findet sich bestimmt was zum Spuken!

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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon Zwielicht » 12.08.2014, 18:32

EndOfNovember hat geschrieben:3. Welches Land/ welche Gegend (auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes) würdet ihr mit einem Geisterschloss in Verbindung bringen? Ganz spontan, was fällt euch da ein?

4. Würdet ihr ein Urban Fantasy Buch lieber lesen, wenn es in einer englischen/amerikanischen Stadt wie London oder New York spielen würde? Oder fändet ihr das Buch genauso interessant, wenn die Stadt in Deutschland oder Österreich (z.B. Wien) liegen würde?

5. Die letzte Frage richte ich vor allem an die Deutschen hier: Gibt es jemanden, der ein Buch (nicht nur Urban Fantasy) sofort wieder weglegen würde, wenn der Handlungsort in Österreich liegt? Bitte ganz ehrlich sein.


3. Wurde zwar alles schon gesagt, aber: Schottland, Rumänien / Transsylvanien, England, Frankreich.

4. Auch wie die meisten anderen: Wenn die Geschichte cool ist, ist der Ort meistens sche*ßegal :mrgreen: Bzw. sind es oft gerade die auf den ersten Blick unpassenden Orte, die der Geschichte dann einen zusätzlichen Reiz geben.

5. Österreich für Urban Fantasy / ne Geisterschloss-Story finde ich ne Superidee! Geschichte, Kultur und Architektur geben da doch ne Menge her, frage mich, warum sich das nicht schon früher ein Autor zunutze gemacht hat ...

Und speziell zum deutsch-östrereichischen Verhältnis: meiner Erfahrung nach hat man* in Austria ein größeres Problem mit den Deutschen als umgekehrt. Kann mir nicht vorstellen, dass viele ein Buch WEGEN des Handlungsorts Ö. aus der Hand legen würden.

Also: machen! Hat dann durch den Ort auch Neuheitswert im Bereich U.F. Viel Erfolg! :D


*Gilt natürlich um Himmels Willen nicht für die ganze Nation! Aber ein paar sind mir schon begegnet ...
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Re: [Ort] Fiktionale oder reale Handlungsorte?

Beitragvon EndOfNovember » 12.08.2014, 22:29

Wow, erstmal Danke für die vielen Kommentare in der kurzen Zeit. Freue mich aber auch über mehr (:

LucretiaLancetta hat geschrieben:
EndOfNovember hat geschrieben:2. Lässt jemand von euch sein Urban Fantasy (o. ä.) Werk im deutschsprachigen Raum handeln?

Ich. Allerdings im ländlichen Raum. Da fühle ich mich mittlerweile sehr wohl, anfangs war es noch ein seltsames Gefühl. Es ist übrigens Contemporary Fantasy (Urban kann man ja nicht sagen, wenn die Figuren in Feld und Flur versacken).


Das klingt ja interessant! Hoffe, dass es das mal irgendwo zu lesen gibt. (:

RainerMann hat geschrieben:
EndOfNovember hat geschrieben:4. Würdet ihr ein Urban Fantasy Buch lieber lesen, wenn es in einer englischen/amerikanischen Stadt wie London oder New York spielen würde? Oder fändet ihr das Buch genauso interessant, wenn die Stadt in Deutschland oder Österreich (z.B. Wien) liegen würde?


London und New York... macht ja jeder.

Lieber etwas außergewöhnliches, von mir aus auch in Deutschland. Und noch besser:
Eine verschlafene Kleinstadt, also keine Metropole.


Hängt davon ab, ob man Wien als "Metropole" bezeichnen will :wink:

Zwielicht hat geschrieben:Und speziell zum deutsch-östrereichischen Verhältnis: meiner Erfahrung nach hat man* in Austria ein größeres Problem mit den Deutschen als umgekehrt. Kann mir nicht vorstellen, dass viele ein Buch WEGEN des Handlungsorts Ö. aus der Hand legen würden.


Ich glaube, das hängt davon ab, auf welcher Seite der Grenze man steht :wink: Ich hab's bei Urlauben schon erlebt, dass ich komisch angeschaut wurde, wenn ich gesagt habe, dass ich aus Ö komme oder die Leute haben sich über meinen Akzent lustig gemacht. Die Mehrheit findet meinen Akzent aber sympathisch und ich hab einige Freunde und Verwandte in D.

Trotzdem gibt es gewisse Vorurteile, die zwar die meisten hier nicht zu haben scheinen, aber sie sind da. Vielleicht kann ich aber durch mein Schreibprojekt die Leute von ihren Vorurteilen befreien und ihnen Lust auf Wien machen. (:
Es geht hier übrigens um zwei verschiedene Projekte, das eine ist Urban Fantasy, das andere ist die "Geistergeschichte", also vermutlich Mystery. Bei der "Geistergeschichte" gibt es noch viel mehr Schauplätze, die in Frage kämen, weil sie sich nur innerhalb der Schlossmauern abspielt (der Geist kann nicht aus dem Schloss). Ein Schloss zu finden wird nicht schwer (5min von mir entfernt ist sogar eines), die Schwierigkeit wird eher sein, eines auszuwählen. Vermutlich werde ich ein fiktives Schloss verwenden, ich will den Geist zB nicht durch Schönbrunn jagen. Das engt einen beim Schreiben dann doch sehr ein, auch wenn es ein weniger bekanntes Schloss ist. Trotzdem will ich eine ungefähre geografische und kulturelle Einordnung haben, am Ende steht noch ein zweites Neuschwanstein in San Francisco. :wink:
Eure Vorschläge werden mir eventuell helfen können (:
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[Ort] fiktiv oder real - was passt besser?

Beitragvon naph » 24.08.2014, 18:22

Ich stehe momentan vor einem kleinen, aber feinen Problem:
Ich habe ein neues Projekt angefangen und finde die Grundbausteine und den bisherigen Plot recht interessant, weshalb ich mich gerne weiter damit beschäftigen und natürlich auch zu Papier bringen würde.

Allerdings habe ich Probleme damit die ganze Geschichte in eine eigene Welt zu packen. Nicht weil ich nicht die Fantasie besitze mir eine eigene auszudenken, sondern weil ich die Geschichte kaputt planen würde. Wo steht welches Haus? Welche Politik? Eigene Sprache? Welche Kultur? Welche Kleidung etc. Alles Dinge die mich interessieren, keine Frage, mich jedoch vom eigentlichen Thema abbringen. Einfach weil ich dann zu viel Zeit in das Planen investiere und zu wenig schreibe…

Naja, jetzt habe ich also überlegt ob es möglich wäre den Plot samt Charaktere zu packen und in einen realen Handlungsort zu setzen. Bei J.K. Rowling, Derek Landy und Neil Gaiman hat das ja auch funktioniert…
Allerdings weiß ich nicht ob ein Haufen Magie, fliegende Schiffe und fliegende Wale gut in eine normale Welt zu packen sind.
- Wie ist es möglich, dass niemandem die fliegenden Wale auffallen?
- Was ist mit den fliegenden Schiffen?
- Die Magier könnten ja teilweise normale Berufe ausüben, jedoch dachte ich an einen „Feuerkönig“, weshalb es ein eigenes Königreich geben müsste, oder?

Mein bisheriger Plot sieht so aus (gaaanz grob. Erste Gedanken, die ich weiter wachsen lassen könnte sobald mein Handlungsort Problem geklärt ist):
Es geht um Kyran, ein Magier der Gattung Traumfänger. Diese Art der Magie konzentriert sich auf die Traumwelten der Menschen (Überraschung! :D), wobei sie oft gerufen werden, wenn jemand von Albträumen etc geplagt wird.
So, jetzt wird mein Prota von dem Gefolge des Feuerkönigs (Elementarmagie) gerufen, und er soll ihm helfen. Es kommt, wie es kommen muss: Der Feuerkönig verstirbt / wird umgebracht und Kyran bekommt die Schuld in die Schuhe geschoben. Eine Organisation (zusammengewürfelt von aller Art von Magiern) rettet ihn (aus bisher ungeklärten Gründen) und verstecken ihn, damit die Wachen des Königs ihn nicht finden können. Jetzt muss natürlich der wahre Mörder gefunden werden, sodass sich Kyran (und ein paar andere) auf den Weg machen. Da kommen dann die fliegenden Wale und die Piraten ins Spiel. Wohl auch noch Hexen, die ihm helfen oder auch nicht helfen.

Das Ende ist noch zu verschwommen in meinem Kopf, als das ich es ordentlich zu Papier bringen könnte. Aber ich hoffe, es reicht um euch einen groben Überblick zu geben.

Also, was denkt ihr? Würde ein fiktiver Handlungsort besser passen als ein realer? Oder ist es ebenso möglich da ganze nach bspw. England zu packen? Und wenn real, wie könnte man die magischen Aspekte abgrenzen/ geheim halten?

Für eure Hilfe wäre ich euch wahnsinnig dankbar. :)

- naph

_________
PS. Ich hoffe ich bin a) im richtigen Forum bin und b) alles andere auch richtig gemacht hab :D
Zuletzt geändert von Sofian am 24.08.2014, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: An bestehendes Thema angehangen
»If writers wrote as carelessly as some people talk, than ashasdh asdglaseuyt[bn[pasdlgkhasdfasdf.«
- Lemony Snicket
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