Fingerübung: Morgenseiten

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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Königskind » 01.02.2013, 14:00

Hallo zusammen.
Ich bin gestern abend auf diese schöne Fingerübung gestoßen und da ich auf den heutigen Tag überhaupt keine Lust hatte, dachte ich: probierst es einfach mal aus! Kann ja nicht schaden.

Hab mir also meinen Wecker ne halbe Stunde früher gestellt und schon im Hinterkopf ein bisschen damit gerechnet, dass der am nächsten Morgen eh wieder einfach ausgemacht wird. Also auch noch ein "Nachwecken" zu meiner normalen Zeit eingestellt...
Tja, und dann gings heute morgen los! bin beim Weckerklingeln noch ganz verschlafen und mit nur halb offenen Augen aufgestanden und zu meinem Schreibtisch getaumelt. Hab dort den Wecker stehen. Den also erst mal ausgemacht, Collegeblock und Kuli geschnappt und losgeschrieben. Ich war noch halb im Traum, aber das hat nicht geschadet. Und dann hab ich wirklich fast ohne abzusetzen durchgeschrieben, bis die drei Seiten voll waren.
Es ist wirklich erstaunlich zu lesen, was ich da heute morgen so geschrieben habe. Auch wenn alles mit "Tja, also eigentlich bin ich doch völlig verrückt..." anfing! :lol:

Es hat mir so einen Spaß gemacht und mir fiel es gar nicht schwer, drei Seiten zu schreiben. Ich glaube fast, das mache ich jetzt öfter! :)

Nur eines darf man nicht. Gegen Ende der 30 Minuten, als ich fast fertig war mit den drei Seiten, begann das Bett zu rufen. Es hat mich so magisch angezogen, dass ich einfach nicht widerstehen konnte. Zehn Minuten hatte ich noch übrig, da wollte ich mich noch mal ganz kurz ins Bett kuscheln. So kam es, dass ich trotz frühem, diszipliniertem Aufstehen heute morgen verschlafen habe. :oops:

Also: wenn ihr das macht, dann passt auf, dass ihr eurer inneren Stimme nicht allzu sehr den Lauf lasst. Auf dem Papier ja, aber in Wirklichkeit nicht! :wink:

So viel zu meiner ersten Erfahrung mit den Morgenseiten!
Lieben Gruß, Königskind.
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 06.06.2013, 15:33

Ich finde die Übung toll und werde sie sicher ausprobieren. Ich schreibe zwar morgens, direkt nach dem Aufstehen, an meinem Projekt ein Stück, aber auf dem Laptop (Achtung, Sauklaue!!) und eben nicht das, was mir gerade durch den Kopf geht. Aber vielen Dank für den Tipp, ich werd's mal probieren, ob ich das durchhalte ;)
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Malemmy » 07.06.2013, 09:18

EnglishBreakfast98 hat geschrieben:Aber vielen Dank für den Tipp, ich werd's mal probieren, ob ich das durchhalte

Ich drücke dir die Daumen.
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Königskind » 07.06.2013, 10:07

Bei mir klappts mittlerweile ganz gut, wenn auch nicht ganz regelmäßig. Ich bin ziemlich begeistert und habs auch schon weiterempfohlen... :D
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Daisy » 07.06.2013, 12:55

Ich bin derzeit leider ein bisschen gehemmt, was das Schreiben betrifft. Es mangelt mir nicht an Ideen, ich komme nur nicht weiter. Ich müsste noch Charaktere entwerfen, Plot strukturieren, Szenen mit Leben füllen... Vieles davon existiert in meinem Kopf und gedanklich setze ich mich auch gerne damit auseinander. Nur das Aufschreiben funktioniert einfach nicht... :sigh:

Da ich noch überhaupt nicht weiß, was mich hemmt, habe ich überlegt, ob ich's nicht mal mit den Morgenseiten probieren soll - in der Hoffnung, dass das irgendwie meinen Kopf etwas lockert und enthemmt. Außerdem würde das meinem anderen Wunsch des geordneteren morgendlichen Ablaufs mit einem Morgenritual auch entgegen kommen. Ich stehe momentan immer erst kurz vor knapp auf und eh schon immer später, als ich eigentlich geplant hatte. Der Wecker klingelt gewöhnlich um 05:00 Uhr, aber ich komm nicht raus und schließlich steh ich dann erst um 06:20 Uhr auf - dafür muss ich dann aber auch bis 17:30 Uhr arbeiten... Von daher wäre ein besser organisierter Morgen da schon schöner und wenn ich dann auch noch ein Ergebnis sehe (geschriebene Seiten), dann könnte das vielleicht auch Motivation zum Weitermachen sein.

Mein innerer "Zensor" ist leider auch sehr ausgeprägt. Manchmal fühle ich mich, als wären das schon eher Zwangshandlungen... Ich kann z. B. nicht unordentlich schreiben. Ich achte immer auf Rechtschreibung. Ich lese alles mehrfach durch und korrigiere ewig dran rum (und kann's nicht lassen). Ich hab es noch nie geschafft, einen Text nicht zu korrigieren (am PC geht das ja auch so schön leicht mit der Korrektur - hier noch mal ein Wörtchen austauschen und da die Satzstruktur ändern... :embarrassed: ). Das könnte also schon eine ziemlich große Herausforderung für mich werden.

Meint ihr, die ihr ja schon teilweise jahrelange Erfahrungen mit den Morgenseiten gesammelt habt, das könnte was für meine Umstände sein..? Oder sollte ich vielleicht lieber erst mal was Leichteres für den Start probieren?

Liebe Grüße und schon mal Danke für Eure Hilfe!

Daisy
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon ftranschel » 07.06.2013, 14:07

Daisy hat geschrieben:Meint ihr, die ihr ja schon teilweise jahrelange Erfahrungen mit den Morgenseiten gesammelt habt, das könnte was für meine Umstände sein..? Oder sollte ich vielleicht lieber erst mal was Leichteres für den Start probieren?


- Geh auf keinen Fall mit der Erwartung heran, dass es 'produktiv' oder irgendwie zielführend sein müsste. Für den Anfang ist es schwer genug, drei Seiten Blödsinn voll zu kritzeln. (Und es *muss* Blödsinn sein, denn der anfängliche Sinn der Morgenseiten ist ganz klar, Dich daran zu gewöhnen, einfach zu schreiben, was Dir in den Sinn kommt.)

- Setz Dir ein klares Ziel: Drei Din A4-Seiten, nicht einen Satz weniger. (Wenn Du weniger schreibst, dann verlierst du die Konsequenz, schreibst nächstes Mal noch weniger und lässt es dann schließlich ganz sein. Sei hart zu Dir, bis du weißt, wie es geht.)

- Setze nicht aus. Nie. (Zumindest in den ersten drei Monaten. Danach wirst du nicht mehr auf die Idee kommen, nicht zu schreiben.)

- Ja, es ist schwer, aber sonst würde es Dich auch nicht weiter bringen. Die Morgenseiten verändern dein Schreiben nicht sofort, sondern ganz allmählich. Der innere Zensor ist ein harter Brocken und man muss ihn langsam daran gewöhnen, still zu sein, nicht im Hauruck-Verfahren den Mund verbieten.

- Viel Erfolg!
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 07.06.2013, 21:38

Hab es heute früh (halb sechs aufgestanden dafür, GÄHN) mal probiert. Sogar mit der Kerze, über die ich dann leider fast eine Seite geschrieben hab, weil ich sie so faszienierend fand ^^ :mrgreen: Soviel zum Thema, man schreibt, was einem durch den Kopf geht. Ich hab teilweise eher über die Dinge vor meiner Nase geschrieben...

Mein Feedback zu der ganzen Sache ist bis jetzt: Es ist verdammt anstrengend, vor allem, weil ich mit Hand schreibe, was ich so gar nicht mehr gewöhnt bin, ich hoffe aber, dass das mit der Zeit ein bisschen besser wird. Ich werde es auf jeden Fall erst mal weiter so machen, weil ich sowieso an PC- Zeit ein wenig zurückschrauben sollte ^^ Wer kennt das nicht??

Was sind denn eure positiven (oder ggf. auch negativen) Folgen, nachdem man es eine Zeit lang durchgezogen hat? Mich würde interessieren, ob sich da irgendwas ändert.

LG, Riki

PS: @Malemmy: Mache ich schon ;) Wenn sich das auch erst seit heute morgen auf diese Fingerübung bezieht, ich war ganz stolz, um halb sieben morgens bereit fast tausend (wenn auch sinnfreie) Wörter fabriziert zu haben und meine Statistik ein wenig aufpeppen zu können. :mrgreen:
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon ftranschel » 09.06.2013, 23:19

EnglishBreakfast98 hat geschrieben:Was sind denn eure positiven (oder ggf. auch negativen) Folgen, nachdem man es eine Zeit lang durchgezogen hat? Mich würde interessieren, ob sich da irgendwas ändert.


- Schreiben ohne den inneren Zensor. Wenn man sich zwingt, wirklich einfach das zu schreiben, was man denkt, gelingt das früher oder später auch wenn man produktiv schreiben will.

- Man wird (gnadenlos) ehrlich zu sich selbst. Gerade Fehler zu sehen, die man sich sonst nicht eingestehen würde, *ist* hilfreich...

- Ich stehe morgens noch viel lieber auf, wenn ich weiß, dass die erste Halbe Stunde nicht von Gehetze geprägt ist, sondern nur dem papier und mir gehört.

- Übung, Übung, Übung. Es ist zwar nicht wahr, dass wer viel schreibt, automatisch gut schreibt, aber sicher ist, dass er gut schreiben will, viel schreiben muss. Und drei Seiten morgens sind ein prima Start. Oftmals nehme ich mir währenddessen etwas vor, was ich den Tag über ausprobieren will. Auf diese Weise ist nicht nur mein Durchsatz größer geworden, sondern auch die Anzahl an Tagen, an denen ich es nicht geschafft habe, über eine Blockade oder wie man es nenen mag, hinweg zu kommen, drastisch gesunken.

- Ich erlaube mir noch zwei letzte Anmerkungen:
i) Das alles ist natürlich subjektiv. Gerade am Anfang sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, dass es schmerzhaft und schwierig ist, dem Gehirn beizubringen, dass diese Gewohnheit notwendig und hilfreich ist. Rechne mit Widerstand.
ii) Über die Auswirkungen auf die Psyche und den Verstand kann man nur wenig sagen. Subjektiv fühle ich mich besser auf den Tag vorbereitet und schaffe es generell besser mit Stress und Problemen umzugehen. Aber das auf die Morgenseiten zurückzuführen ist natürlich in gewisser Weise wacklig. Deswegen: Ja, die meisten Leute, die es schaffen, wirklich lange am Ball zu bleiben, berichten davon, dass sie Veränderungen an Motivation oder Mindset, wie man neudeutsch sagen würde, spüren, aber das ist mit Vorsicht zu genießen, gerade *weil* es so esoterisch klingt.
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 10.06.2013, 14:32

ftranschel hat geschrieben:Gerade am Anfang sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, dass es schmerzhaft und schwierig ist, dem Gehirn beizubringen, dass diese Gewohnheit notwendig und hilfreich ist. Rechne mit Widerstand.


Ja, den spüre ich schon zuweilen :) . Wenn ich nicht weiß, woran ich denn gerade überhaupt denke, leergefegter Kopf eben. Und wenn ich mir denke: Verdammt, das ist doch verrückt, ich könnte auch einfach noch eine Stunde schlafen. Denn ich musste meinen Nachtschlaf dafür um einiges verkürzen, wobei erschwerend hinzukommt, dass ich für diese drei Seiten nicht etwa, wie alle hier sagen, eine halbe Stunde brauche, sondern eine dreiviertel. Aber ne, ich lass mich schon nicht abschrecken. ;)
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Drachenschwinge » 10.06.2013, 22:07

Riki, das mit dem leergefegte Kopf ist schon gemein. Geht mir auch so, habe auch gerade mit den Morgenseiten angefangen.
Ich habe hier aber gelesen, dass einige anfangs auch eine dreiviertel Stunde brauchten, dann aber mit der Zeit schneller geworden sind. Also besteht noch Hoffnung, dass es mehr Schlaf gibt.
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Malemmy » 11.06.2013, 06:42

Drachenschwinge hat geschrieben:Ich habe hier aber gelesen, dass einige anfangs auch eine dreiviertel Stunde brauchten, dann aber mit der Zeit schneller geworden sind.

Juo, ich bin selcher Welcher, der Anfangs eine dreiviertel Stunde für drei Seiten mit der Hand schreiben brauchte. Jedoch, schon nach wenigen Wochen bekam ich, nach ausgeklügeltem Schreibsystem, Rekorde um den 25 Minuten Bereich hin. :mrgreen:
Drachenschwinge hat geschrieben:Also besteht noch Hoffnung, dass es mehr Schlaf gibt.

Die länge des Schlafes ist nicht unbedingt auch für die Quallität zuständig.
Heute zum Beispiel habe ich erst um kurz nach 24:00 die Augen zu bekommen, um schon um 4:00 wieder aufzustehen um zu schreiben. Ich hätte die Chance gehabt noch eine halbe Stunde nachzuholen, war aber auch nicht müder als sonst, wenn ich 6-8 Stunden schlafe.
Habe die Kerze noch vor den Augen zum Leuchten gebracht und war schnell durch.

Zum Beispiel ist bei mir Alkohol dem Schlaf nicht förderlich. Ich meine zwar besser einschlafen zu können, doch ausgeruht bin ich nicht wirklich. Auch wirken zu viele Aktivitäten vor dem Schlaf unterschiedlich auf mich. Am besten, so habe ich herausgefunden, wirkt lesen.
Leider beamt mich auch ein Film in die Nachtruhe. Spaceballs, den ich mir nun schon zum 15-75. Mal angefangen habe anzuschauen schafft es immer wieder, dass ich wegdrifte.
Leider. Nur weil ich oft zu faul bin ein Buch zu halten. Eine eigene Erfindung, bei der das Buch, gespannt ist an einem Gummizug und einem Halter, an der Decke pendelnd, schlummert noch in meinem Kopfe.

Um was gehts eigentlich, ah, Morgenseiten.
Ein User fragte, was sind die Vor und die Nachteile sind von Morgenseiten.

Ganz klarer Vorteil: Der Zensor wird ausgeschaltet.
Nachteil ist (so wie hier, der sich nicht kurz fassen kann)
Es ist schwer ihn wieder zuzulassen. :oops:

Allen viel Erfolg bei ihrem Tun.

Lieben Gruß
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon ftranschel » 11.06.2013, 09:12

Malemmy hat geschrieben:Die länge des Schlafes ist nicht unbedingt auch für die Quallität zuständig.


Das finde ich eine sehr gefährliche Aussage. Tatsache ist, dass alles unter sieben Stunden für die meisten Menschen zu wenig ist. (Denn selbst wenn Du dich erholt fühlst, geht es auf Kosten der Regeneration im Tiefschlaf.) Das belegt beispielsweise die Beobachtung, dass Menschen, die starken Schlafentzug haben, überhaupt nicht müde sind, sondern bisweilen gar euphorisch. Ich finde euren Enthusiasmus ja super, aber bitte kürzt nicht euren Schlaf für die Morgenseiten! Wenn der Tagesablauf es erfordert, um halb sechs Uhr aufzustehen, dann müsst ihr halt auch "schon" um elf schlafen gehen, damit es auf lange Sicht gut geht.
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Malemmy » 11.06.2013, 10:44

ftranschel hat geschrieben:Das finde ich eine sehr gefährliche Aussage.

jup.
Ich meinte das ja auch nur so, dass ich, wenn ich 8 Stunden "geschlafen" habe, erst nicht einschlafe, mich dabei laufend nur herum wälze, 25 mal auf die Toilette schlafwandle, dies halt kein guter Schlaf ist. Von der Quallität her könnte man eben diesen sogar mit wirklichen 4 Stunden Schlaf übertrumpfen, wenn man eben diese erholsame REM-Phase erreicht.

Aber, klar gebe ich dir recht! Man sollte so früh wie es geht ins Bett gehen, um sich so lange wie möglich im Reich der Träume aufzuhalten. Jedoch ist das gar nicht so leicht, wie eben schon beschrieben.
Letztens war ich eisern, bin um 8:00 ins Bett gehüpft um mir meine 8 Stunden Schlaf zu holen. Mein Körper hat sich jedoch etwas anderes für die Nacht ausgedacht, er ließ mich um 24:00 wieder wach sein.
"Da hast du es, fertig lieber Lemmy", sprach er. So war ich also schon um 0:30 mit meinen Morgenseiten fertig.

Jedoch am Ende zählt nur eins:
Wer schreiben möchte sollte sich auch entscheiden und sollte seine Prioritäten dementsprechend ändern.
Letztens hat mich jemand gefragt ob ich doch tatsächlich "schreibe"!?
Ich bejahte und wunderte mich. Ich hatte meine Morgenseiten nicht mehr geschafft und eben in der Frühstückspause geschrieben. Anscheinend hatte er sich nicht vorstellen können, jemals noch in seinem Leben einen dabei zu beobachten, wie einer mit der Hand 3 Seiten schreibt. :mrgreen:

Lieben Gruß
Lemmy
Zuletzt geändert von Malemmy am 11.06.2013, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: RS verbessert
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 11.06.2013, 15:54

Malemmy hat geschrieben:"Da hast du es, fertig lieber Lemmy", sprach er. So war ich also schon um 0:30 mit meinen Morgenseiten ferig.


Also kann man den Ausdruck "Morgen" auch ein wenig dehnbar betrachten?

Malemmy hat geschrieben:Jedoch am Ende zählt nur eins:
Wer schreiben möchte sollte sich auch entscheiden und sollte seine Prioritäten dementsprechend ändern.


Ja, damit quäle ich mich auch 5:30 jeden Morgen aus dem Bett.
@Malemmy: Aber 4:00? Hilfe, wann müsstest du denn da aufstehen, wenn du KEINE Morgenseiten schreiben würdest?? Um mal grob zu rechnen... du brauchst etwa eine halbe Stunde. 4:30 finde ich aber trotzdem noch ziemlich brutal, und das sagt ein (eigentlicher) Frühaufsteher!

Malemmy hat geschrieben:Letzens hat mich jemand gefragt ob ich doch tatsächlich "schreibe"!?
Ich bejahte und wunderte mich. Ich hatte meine Morgenseiten nicht mehr geschafft und eben in der Frühstückspause geschrieben. Anscheinden hatte er sich nicht vorstellen können, jemals noch in seinem Leben einen dabei zu beobachten, wie einer mit der Hand 3 Seiten schreibt. :mrgreen:


Okay... ich meine, dem Himmel sei Dank, dass es so schlaue Geräte gibt, die dir in Sekundenbruchteilen die Wörter zählen, Dinge schnell kopieren, löschen, Wörter einfügen oder streichen können, DANKE Computer, aber ich wundere mich jetzt nicht, wenn ich Leute mit der Hand schreiben sehe. Ich meine, kann damit zusammenhängen, dass ich zur Schule gehe und tagtäglich Handschreibe, aber ich möchte mir das danach auch sicher nicht abgewöhnen!
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Re: Fingerübung: Morgenseiten

Beitragvon Kampfschreiber » 12.07.2013, 11:16

Huiuiui... die Morgenseiten fallen mir in den Ferien noch viel schwerer als sonst. Ich bin so eine, die nach dem Aufwachen noch lange im Bett liegt und "knuscheld". Jetzt habe ich ein paar mal die Morgenseiten vergessen ( :shock: ) und auch ausfallen lassen/ bzw. nach einer halben Seite aufgegeben ( :shock: :shock: ).
Ich bin ja noch nicht so lange beim Morgenseiten schreiben dabei und ich hoffe doch, dass ich mir die Disziplin, die ich mir in der Schulzeit mühsam aufgebaut habe, nicht wieder verloren geht.
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