[Tragik]Fingerübung: Sterbeszene

Tragödien, Tragisches

[Tragik]Fingerübung: Sterbeszene

Beitragvon Yllen07 » 03.08.2014, 01:00

Hallo zusammen,

anbei mal mein erster kreativer Beitrag. Hoffe, ich bin in der richtigen Kategorie gelandet. Habe mir, als Start, die Fingerübung zum Thema Sterbeszene herausgesucht. Entstand spontan, der Aufwand war nicht allzu groß und es ist, meiner eigenen Einschätzung nach, nicht das Non-Plus-Ultra. Dennoch würde ich mich über Kritik natürlich freuen.

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Sanfte Klänge hatten den Raum erfüllt. Er hielt seine Arme fest um mich geschlungen und drehte mich langsam zu Joe Cocker im Kreis. „Ich bin so glücklich.“, hatte er mir wieder und wieder ins Ohr geflüstert, bevor er meine Hand nahm und mich durch das riesige Wohnzimmer führte. Dieser eine Moment, der alles verändert. Und wir standen so kurz davor.
Das Fenster zerschepperte. Millionen Splitter stürzten in Sekundenbruchteilen herab und landeten mit einem klirrenden Geräusch auf dem schwarzen Marmorboden. Ich hatte vor Schreck seine Hand ganz fest gekniffen. Sekunden vergingen. Während ich völlig regungslos in meiner Pose verharrte, sank er schmerzerfüllt zu Boden. Nie zuvor hatte ich ihn so hilflos gesehen. Seine Augen waren weit aufgerissen und seine vollen Lippen formten ein lautloses Stöhnen. Sein weißes Flanellhemd tränkte sich purpurfarben von dem klebrigen, dickflüssigen Saft, der ihn am Leben hielt. Ein eiskalter Schauer überrannte meinen Körper. Ich zitterte, als ich begriff, dass eine Kugel seine Brust durchbohrt hatte. Ehe ich mich versah, kniete ich neben ihm, hielt seine Hand und drückte die andere fest auf die klaffende Wunde. „Liebling.“ Mir schossen Tränen in die Augen und tropften sogleich auf die rosige Haut seines engelsgleichen Gesichts. „Wir brauchen einen Arzt.“, schnellte es mir unwiderruflich durch den Kopf. Noch immer war ich gelähmt, aber würde ich nicht reagieren, wäre er dem Tode geweiht. „Lass mich nicht allein.“ Eine schwache Hand berührte meine Wange. Ich legte sie ihm zurück auf die Brust, auf dieselbe Stelle, auf der gerade eben noch meine Hand gelegen und das Blut aufzuhalten versucht hatte. „Drück ganz fest. Ich bin sofort wieder bei dir.“ Hastig eilte ich zum Telefon und wählte, meine Blicke fest auf ihn gerichtet.

Es schien, als wäre eine halbe Ewigkeit vergangen, bis ich aus der Ferne die Sirene hörte. „Sie sind gleich hier. Alles wird wieder gut. Alles wird gut.“, schluchzte ich. Sein Kopf ruhte in meinem Schoss. Ich presste eine Hand immer noch fest auf die Schussverletzung in seiner Brust, während die andere zärtlich sein Gesicht streichelte. Seine Augen waren zugefallen, das Herz pochte nur noch schwach. „Du musst wach bleiben. Bitte bleib wach.“ Ein letztes Mal öffnete er seine Augen. „Ich liebe dich.“, brachte er kaum hörbar über seine inzwischen blassen Lippen hevor. „Bleib bei mir.“, wimmerte ich leise. Ein sanfter Windhauch zog über meine nackten Arme, als er die Augen schloss und den Kopf sinken ließ. Er war für immer von uns gegangen.
Wo wir am tiefsten lieben, sind wir am leichtesten verwundbar;
wo wir am tiefsten fühlen, sind wir in größter Gefahr. (Fröhlich)
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Re: Fingerübung: Sterbeszene

Beitragvon brehb » 03.08.2014, 22:18

Hallo Ylien07,

ich habe mich mit deinem Text beschäftigt. Meine Eindrücke:

Inhalt:
Eine Ich beginnt mit einem Rückblick auf die Momente vor der Sterbeszene. Sie hatten getanzt und sie meinte "kurz vor dem alles verändernden Moment gestanden zu haben". Dann traf ihn von außen ein Schuss in die Brust. Sie tat, was man in solchen Situationen tut, doch als sie den Krankenwagen endlich hörte, starb er.

Form:
Du schreibst ordentliches Deutsch, kämpfst weder gegen RS noch zu sehr gegen die Grammatik. Prima.

Ausführung:
Du beginnst im Plusquamperfekt
Sanfte Klänge hatten den Raum erfüllt
um gleich im nächsten Satz ins Imperfekt zu wechseln
Er hielt seine Arme fest um mich geschlungen...
um dannn wieder ins PQF zu wechseln
...hatte er mir wieder und wieder ins Ohr geflüstert,
und wieder Imperfekt
...bevor er meine Hand nahm...

Das sollte man nicht machen, der Leser steht staunend davor und fragt sich: Was soll das denn?

Warum so kompliziert und (durch den PQF) so holperig? Das ganze ist doch eine einzige Szene, fang doch an mit:
Sanfte Klänge erfüllten den Raum...

Aber, gleich vorweg: Schon dieser erste Satz ist eine Floskel (eine oft benutzte, deshalb abgenutzte Wortreihe)
(Du benutzt viele davon, das passt in Trivia, weniger in ordentliche Literatur)
Also, besser:

Joe Cockers rauchiges "You are so beautyfull" schwebte durch den Raum...

Das Fenster zerschepperte. Millionen Splitter stürzten in Sekundenbruchteilen herab und landeten mit einem klirrenden Geräusch auf dem schwarzen Marmorboden.

Eigendlich scheint das ok. Du paarst einen kurzen Satz mit einem langen. Aber: Wenn Tempo angesagt ist (in Sekundenbruchteilen...) dann sollte man keine sechssilbigen Zungenbrecher (Sekundenbruchteile) keine schmückenden adjektive und keine lähmenden Ortsbeschreibungen verwenden... sondern Tempo machen!

Das Fenster zerschepperte. Millionen Splitter stürzten, klirrten auf Marmor.

Ich hatte vor Schreck seine Hand ganz fest gekniffen.

Dass du jetzt wieder ins holperige, langsame PQF wechselst ist fast schon ein Sakrileg an deinem guten Text. Das macht man nicht!

Ich schrie und krallte mich in seine Hand.

Während ich völlig regungslos in meiner Pose verharrte, sank er schmerzerfüllt zu Boden.

Das ist jetzt kompliziert zu erklären, aber wichtig. In diesem Satz veränderst du die Erzählperspektive. Der Hauptsatz lautet: Er sank schmerzerfüllt zu Boden. Die Ich-Erzählerin kann das aber nicht sagen. Sie kann nur annehmen, dass er "schmerzerfüllt" war. Wer also erzählt diesen Satz? In einer derart kurzen Szene würde man solch einen Erzählerwechsel nicht vornehmen (in einer Ich-Erzählung gar nicht)
Außerdem stört hier etwas deine Liebe für Adjektive. Wo liegt inhaltlich der Unterschied zwischen

Während ich völlig regungslos in meiner Pose verharrte... und
Während ich in meiner Pose verharrte...

Während ich regungslos in meiner Pose verharrte, sank er offensichtlich vor Schmerzen zu Boden.

Seine Augen waren weit aufgerissen und seine vollen Lippen formten ein lautloses Stöhnen. Sein weißes Flanellhemd tränFazit:kte sich purpurfarben von dem klebrigen, dickflüssigen Saft, der ihn am Leben hielt

Satz eins: Zwei saftige Verben (aufreißen, formen) zwei saftige Hauptwörter (Augen, Lippen) eine Substantisierung (Das Stöhnen) aber gleich drei Adverbien/Adjektive (weit, voll. lautlos) Im nächsten sind es dann sogar vier Eigenschaftswörter.
Unsere Sprache lebt von ihren Hauptwörtern, unsere Geschichten von den Verben. Eigenschaftswörter gehören nur dann dort hin, wenn man etwa vergleichen will, (sie trug ein blaues Kleid, obwohl rot angesagt worden war) oder wenn man etwas heraushben will (Das war der beste Film, den ich je zu dem Thema gesehen habe) Sonst sind Adjektive nur Krücken, mit denen man den Leser beeindrucken möchte.

Seine Augen waren weit aufgerissen und seinen Lippen formten ein lautloses Stöhnen. Sein weißes Flanellhemd tränkte sich purpurfarben von dem Saft, der ihn am Leben hielt.

Ein eiskalter Schauer überrannte meinen Körper. Ich zitterte, als ich begriff...

Das beginnt a) mit einer Floskel und ist b) tautologisch, denn wo liegt der Unterschied zwischen "einem Schauer, der ihren Körper überrannte" und "ich zitterte"?

Mir wurde schlagartig kalt und ich zitterte, als ich begriff...
Inhalt:
Ehe ich mich versah, kniete ich neben ihm...

Das ist (durch das floskelhafte "Ehe ich mich versah") eine Passivform. In einem Moment, wo sie zum ersten Mal (nach dem Schuss) richtig aktiv wird. Das würde ich vermeiden, passiv passt selten.

Hastig ging ich neben ihm auf die Knie.

Mir schossen Tränen in die Augen und tropften sogleich auf die rosige Haut seines engelsgleichen Gesichts.

Boah! Beginn mit Floskel, ein wertendes, ein willkürliches Adjektiv, eine unnötige Adverbiale der Zeit (sogleich)!

Ich beugte mich über ihn und meine Tränen tropften in sein Alabastergesicht.

Wir brauchen einen Arzt.“, schnellte es mir unwiderruflich durch den Kopf.

Quark! Da "schnellt" nichts und schon gar nicht "unwiderruflich", meine ich.

"Ein Arzt muss her.“, schoss es mir durch den Kopf.

Noch immer war ich gelähmt, aber würde ich nicht reagieren, wäre er dem Tode geweiht.

Nochmals: "Boah!" Gleich zwei Floskeln: Wie gelähmt sein/zum Tode geweiht sein. Und woher weiß sie das? Oder nimmt sie das nur an?

Noch lähmte mich der Schreck, aber er brauchte Hilfe, sonst würde er möglicherweise sterben.

Es schien, als wäre eine halbe Ewigkeit vergangen...

Floskel.
Es dauerte viel zu lange, bis ich...

Er war für immer von uns gegangen.

Nicht nur eine Floskel, sondern auch noch ein Wechsel von Singular nach Plural, oh, oh, oh.

Er war tot und ließ mich alleine.

Fazit:
Mit Verlaub, inhaltlich ist das nicht übel, obwohl Tränendrüsig. Sprachlich finde ich zu viele handwerkliche Mängel, als dass mich das berühren könnte.

LG brehb
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Re: Fingerübung: Sterbeszene

Beitragvon Yllen07 » 04.08.2014, 00:27

Hallo brehb,

wie bereits eingangs gesagt: Nicht das Non-Plus-Ultra und auch ohne jeglichen Aufwand. Dass ich keinen Blumentopf gewinne damit, war bereits im Vorfeld klar. Trotzdem bin ich dir natürlich für deine ausführliche Kritik sehr dankbar. Nur wer Fehler macht, hat die Möglichkeit, sich zu verbessern. Und letztendlich ist dafür ein solches Forum doch auch da - dass man seine Fehler erkennt (oder erkennen lässt) und daraus lernt. ;)

Boah! Beginn mit Floskel, ein wertendes, ein willkürliches Adjektiv, eine unnötige Adverbiale der Zeit (sogleich)!
Das werte ich zugleich als Kompliment und Kritik in höchstem Maße.
Ja, auch meine Lehrer fanden meine Neigung zu komplizierten Sätzen schon ... wie soll ich sagen ... interessant? Auch das Talent, unglaublich viele Sätze ineinander zu verschachteln, besitze ich. Etwas, an dem ich - das ist mir schon lang klar - definitiv arbeiten muss. Ich staune manchmal selbst über meine Sätze und schüttel mit dem Kopf. :)

Was die vielen Adjektive angeht: hmmm. irgendwie habe ich da wirklich einen Hang dazu. Ich versuch immer möglichst viel zu beschreiben - Emotionen, Gefühle, wie etwas aussieht oder riecht - das richtige Maß muss ich wohl noch lernen.

Zu meiner Verteidigung: Ich habe lange nicht geschrieben, weil die Zeit fehlte und Bücher eher überflogen als gelesen. Und oft ist der Kopf auch nicht so frei, wie er sein sollte.

Aber ich werde mir deine Anregungen nochmal in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen und schauen, was sich aus dem Text machen lässt.

Vielen Dank.
LG Yllen
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Re: Fingerübung: Sterbeszene

Beitragvon Der Zyniker » 13.08.2014, 16:25

Ich hab’s mal da umgeschrieben, wo ich es für richtig/besser hielt und versucht eine Zeit beizubehalten.

Sanfte Klänge erfüllten den Raum. Er hielt seine Arme fest um mich geschlungen und drehte mich langsam tänzelnd zu Joe Cocker.


Hiernach würde ich bereits den ersten Absatz setzten. Statusfeststellungen. Die Personen befinden sich in einem Raum und tanzen. Nun folgt die Geschichte….

„Ich bin so glücklich.“, flüsterte er wieder und wieder. Er nahm meine Hand und führte mich durch das riesige Wohnzimmer. Dieser eine Moment, der alles verändert. Wir standen so kurz davor.


Satz 1: i.d.R. flüstert man immer in ein Ohr und bei miteinander tanzenden Personen liegt der Schluss nahe, dass es ein „intimes“ Flüster ist. Weniger ist hier, denke ich, mehr. Der Leser kann sich das Bildhaft vorstellen und wenn er die Vorstellung von „ins Ohr flüster“ aus irgendwelchen Gründen nicht mögen sollte, kann er ja ein anderes Bild für sich wählen,
Satz 2: Gehört noch zu Satz 1. Ich würde zwei Sätze daraus machen.
Satz 3: Nicht sicher über die Zeit, weil ich den Rest der Gesichte noch nicht gelesen habe.
Satz 4: ohne „und“

Plötzlich zerschepperte des Fenster. Millionen Splitter stürzten in Sekundenbruchteilen herab und landeten klirrend auf dem schwarzen Marmorboden. Vor lauter Schreck hatte ich seine Hand fast zerquetscht.


Satz 1: Warum nicht plötzlich schreiben, wenn es plötzlich passiert? :P Erschien mir „dynamischer“
Satz 2: „klirrend“ statt „mit einem klirrenden Geräusch“ – gekürzt und einfacher
Satz 3: „Quetschen“ finde ich passender als „kneifen“. Bei Kneifen denke ich an mit den Finger zwicken. Oder sollte das Bild entstehen?

Sekunden vergingen.


Nicht sicher ob das beschreibt, dass es schnell passierte oder gefühlt ewig andauerte (?).

Während ich völlig regungslos in meiner Pose verharrte, sank er schmerzerfüllt zu Boden. Nie zuvor hatte ich ihn so hilflos gesehen. Die Augen weit aufgerissen, formte er mit seinen vollen Lippen ein lautloses Stöhnen.


Satz 3: Nur etwas umgestellt. Vielleicht Geschmackssache.


Das weiße Flanellhemd ertrank allmählich in dunklem, klebrigem Purpur.


Ich würde einfach nur „das“ statt dem Possessivpronomen nehmen. Die vorangegangenen Sätze machen klar, dass es sich um sein Hemd handelt. Ich mag ansonsten zwar das Bild, dass du erzeugst, aber ich finde das lässt sich kompakter und gezielter verpacken. „klebriger, dickflüssiger Saft“, bricht, meiner Meinung nach, zudem die Atmosphäre etwas und schafft ein Ekelgefühl. Daher würde ich es raus lassen.

Ein eiskalter Schauer überrannte mich, als ich begriff, dass eine Kugel seine Brust durchbohrt hatte.


Aus ein mach zwei. „Mich“ statt „mein Körper“ und der eiskalte Schauer passt als Reaktion besser als „nur“ Zitter.

Ehe ich mich versah, kniete ich neben ihm. Ich hielt seine Hand, als würde wir noch tanzen. Mit der anderen Hand tastete ich nach der klaffende Wunde und griff nach ihr, als könnte es mir helfen zu verstehen, was gerade gesehen war.


Satz 2: Passt doch mit dem Tanzen, oder?
Satz 3: Etwas ausgebaut. Muss nicht stimmig mit deiner Intension sein, aber warum drückt sie auf die Wunde? Versucht Sie ihn zu retten? Ist sie wütend? Traurig?

„Liebling.“ Mir schossen Tränen in die Augen. ( und tropften sogleich auf die rosige Haut seines engelsgleichen Gesichts.)


Schönes Bild aber nicht unbedingt wichtig.

„Wir brauchen einen Arzt.“, schnellte es mir unwiderruflich durch den Kopf. Noch immer war ich gelähmt, aber würde ich nicht reagieren, wäre er dem Tode geweiht. „Lass mich nicht allein.“ Eine schwache Hand berührte meine Wange. Ich legte sie ihm zurück auf die Brust, auf dieselbe Stelle, auf der gerade eben noch meine Hand gelegen und das Blut aufzuhalten versucht hatte. „ Ich bin sofort wieder bei dir.“ Hastig eilte ich zum Telefon und wählte die Nummer des Notrufs. meinen Blicke fest auf ihn gerichtet.


Satz 2: Es wird vorher nirgends beschrieben, dass lähmende Gefühle im Spiel sind. „Noch immer“ passt daher nicht.
Satz 3: Wer spricht?
Satz 5: Erst jetzt erfährt man warum auf die Wunde „gedrückt“ wurde
Satz 6: Ich würde keinem Angeschossenen raten seine eigene Wunde zuzudrücken. Weder aus medizinischen noch aus dramaturgischen Gründen.
Satz 7: Was wird gewählt? Welche Nummer? Vielleicht ist ein Verwandter oder Freund Arzt…

Bis ich aus der Ferne endlich die Sirene hörte, schien eine Ewigkeit vergangen zu sein. Sein Kopf ruhte in meinem Schoss. „Sie sind gleich hier. Alles wird wieder gut. Alles wird gut.“, schluchzte ich. Ich presste meine Hand immer noch fest auf die Schussverletzung in seiner Brust, während die andere zärtlich sein Gesicht streichelte. Seine Augen waren zugefallen, das Herz pochte nur noch schwach. „Du musst wach bleiben. Bitte. Bleib wach!“
Ein letztes Mal öffnete er seine Augen. Kaum hörbar formten die inzwischen blassen Lippen Worte: „Ich liebe dich.“
„Bleib bei mir.“, wimmerte ich leise. Ein sanfter Windhauch zog über meine nackten Arme, als er die Augen schloss. Sein Kopf sank kraftlos tiefer in meinen Schoss.


Bisschen umgestellt, Absätze eingebaut und den letzten Satz weggelassen. Show, don‘t tell.
"Jeder wünscht sich den Weltfrieden, wirft aber mit Steinen auf weiße Tauben, wenn Sie ihm ihn den Garten kacken."
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