[Spannung]Fred Jenkins (Kapitel 1, Szene 2 Anfang)

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[Spannung]Fred Jenkins (Kapitel 1, Szene 2 Anfang)

Beitragvon AlexB » 20.08.2015, 22:50

Und weiter geht es mit Kapitel 1 :-)

Wir erinnern uns: Fred ist auf der Isolierstation aufgewacht, und der verrückte Arzt Dr. Thomson hat gerade das Zimmer verlassen.

Vorheriger

     Frederic Jenkins legte Wert auf sein Aussehen. Er war einer von jenen jungen Männern, die jeden Morgen mindestens 20 Minuten im Bad verbringen, bis sie so zufrieden mit ihrem Äußeren sind, dass sie sich der Welt präsentieren können. Vielleicht waren seine Arme ein wenig lang, und sein Gesicht nicht markant genug. Bis auf die vielleicht etwas zu spitze Nase. Vielleicht sollte er mehr trainieren, damit seine Schultern etwas breiter wirkten? Solche Zweifel kamen ihm zwar häufiger, aber im Grunde war er doch ganz mit sich zufrieden: Er war schlank, seine Körpergröße reichte aus, um die meisten Frauen etwas zu überragen, und seine braunen Augen kamen im Allgemeinen beim anderen Geschlecht gut an.
     Aber heute sah alles ganz anders aus: Er lag in diesem Bett und trug ein unmodisches, seltsam geschnittenes, weißes Krankenhemd. Seine braunen, leicht gewellten Haare waren völlig durcheinander, gar nicht so perfekt modisch in Form gebracht, wie er es liebte. Und dort, wo sein Kinn sonst immer völlig glatt rasiert war, konnte er heute raue Stoppeln fühlen. Als ob das alles noch nicht genug war, er vermisste den Geruch seines Deos
     Die Pest! Ich habe die Pest! Kurz flackerte seine Panik wieder auf. Was, wenn Dr. Thomson ihn nur beruhigen wollte, was wenn es doch noch sehr schlecht um ihn stand? Er dachte nach. Vermutlich musste es einen Grund geben, warum man heutzutage so wenig von der Pest oder Pesttoten hörte. Vielleicht hatte man die Krankheit mit der modernen Medizin sehr gut im Griff. Er beruhigte er sich wieder und entschied, dass er tatsächlich außer Lebensgefahr war. Es blieb nur eine wesentliche Frage:
     Wo um Himmels willen habe ich mir diese elende Seuche eingefangen? Fred grübelte.
     Langsam kam seine Erinnerung zurück: Jack und Snoopy, die zwei durchgeknallten Freunde vom College hatten ihn zu einer Campingtour überredet. Nicht in einem, so Jack, langweiligen Nationalpark, sondern richtig draußen im Wald in der Wildnis, mit Kanu und kleinen Zelten.
     »Bald sitzen wir alle in öden Büros und machen Karriere, jeder von uns in einem anderen Bundesstaat«, meinte Jack damals, »Dann werden wir alle irgendwann kleine, reiche Spießer, die jeden Samstag den Rasen mähen und die sich immer gut benehmen müssen«, er verzog das Gesicht albern zu einer Grimasse. »Da müssen wir es vorher noch einmal krachen lassen. Jungs, das ist unsere letzte Chance für eine richtige Männertour!«
     Jacks Onkel besaß inmitten eines weit verzweigten Seengebietes irgendwo in Michigan eine kleine Jagd- und Angelhütte, und von dort starteten sie. Schon beim Beladen der Kanus war schnell klar, was Snoopy unter ›krachen lassen‹ verstand: Er schaffte es nur mit Mühe, all seine Bierdosen und einige Whiskyflaschen in seinem Kanu unterzubringen.
     Snoopy hieß in Wirklichkeit Michael Bradshaw und war Brite. Spät nachts auf irgendeiner Party stolperte einmal ein ziemlich betrunkenes Mädchen auf ihn zu, starrte ihn eine Weile an, und lallte dann »Oh mein Gott bist du süß! Du siehst aus wie Snoopy!« Direkt danach wollte sie ihn offenbar küssen, aber zog es dann doch vor, sich einfach mitten zwischen seinen Füßen auf den Boden zu übergeben. Seitdem hieß er bei allen am College nur noch Snoopy, oft gefolgt von einem »Uargh«, um das Würgen anzudeuten.
     Fred grinste, Jack und Snoopy waren schon zwei schräge Vögel. Morgens im Zelt hatten sie oft ihren Kater ausschlafen müssen, weshalb die drei mit dem Kanu nicht so viel Strecke zurücklegten, wie ursprünglich geplant. Aber es war die ganze Zeit warm und sonnig, fast etwas zu warm für Mitte Juni. Sie hatten viel Spaß.
     Direkt nach der Tour entdeckte Fred in seiner linken Kniekehle eine schmerzhafte Beule. Erst dachte er, es sei ein Insektenstich, aber das Ding wurde bald größer. Jack meinte, das sähe schon irgendwie anders aus, als ein einfacher Stich, und es wäre bestimmt besser, das jemandem zu zeigen, der sich wirklich damit auskennt. In der Klinik in Michigan wurden die Ärzte dann plötzlich sichtbar nervös: Man müsse den Laborbefund abwarten, und er dürfe in der Zeit das Haus nicht verlassen. Fred erinnerte sich, wie er sich kurz drauf fiebrig gefühlt hatte.
     Jetzt passte alles zusammen: eine Pestbeule! Von der Beulenpest hatte er schon gehört. Er schauderte und griff reflexartig an sein linkes Knie. Dort spürte er einen dicken Verband. In der Kniekehle konnte er keine Beule mehr ertasten, aber es schmerzte ein wenig. Gott sei Dank, das Ding war weg. Und offenbar war es schon halbwegs verheilt. Wie lange war er schon in diesem Krankenhaus? Er hatte doch eben noch irgendwo eine Uhr gesehen. Richtig, am Fußgestell seines Bettes schimmerte ein Display in blauer Farbe, in etwa so groß wie ein kleiner Laptop und direkt auf Fred ausgerichtet. Darauf stand groß in weißen Buchstaben sein Name, Frederic Jenkins, dahinter die Zahl 135 und darunter die Uhrzeit: , 11:16. Wiederum darunter das Datum in kleiner Schrift. Fred musste sich sehr anstrengen. Er glaubte, 03 und 07 zu erkennen. Das konnte nicht sein. Er traute seinen Augen nicht. Der dritte Juli? War er so lange außer Gefecht gewesen?
     Am fünften Juli sollte sein erster Tag bei Allwood International in Manhattan sein, in der Sparte Investment und Bankwesen. Und er lag jetzt hier in diesem Krankenhaus. Das könnte ihn seine Stelle kosten, bevor er überhaupt dort begonnen hatte! Allwood International war dafür bekannt, nicht besonders zimperlich mit ihren Angestellten umzugehen. Sie hatten wenig Verständnis für persönliche Belange ihrer Mitabeiter. Aber wenn man es geschafft hatte, und man bleiben durfte, war man auf der Überholspur zum ganz großen Geld. Fred hatte sich drei Jahre am College genau dafür abgerackert. Er konnte nicht hier bleiben und so alles aufs Spiel setzen. Er musste einen Weg finden, dieses Krankenhaus zu verlassen. So schnell wie möglich! Nun hieß es Ruhe bewahren, die Situation analysieren, und eine Lösung finden.
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Re: [Spannung]Fred Jenkins (Kapitel 1, Szene 2 Anfang)

Beitragvon Diavolo » 21.08.2015, 15:13

Hallo AlexB

Da mein Kommentar und deine Antwort in Teil 1 ja gelöscht wurden, versuche ich es hier erneut, denn dein Schreibstil gefällt mir und ich lese deine Texte gerne.

AlexB hat geschrieben: Frederic Jenkins legte Wert auf sein Aussehen.


Hier würde ich vielleicht 'immer' einfügen, dann kommt, dass er momentan nicht so gut aussieht besser zur Geltung.

AlexB hat geschrieben:Vielleicht waren seine Arme ein wenig lang, und sein Gesicht nicht markant genug. Bis auf die vielleicht etwas zu spitze Nase. Vielleicht sollte er mehr trainieren, damit seine Schultern etwas breiter wirkten?


Hier würde ich die Äusserlichkeiten an denen er sich selber stört und die er in Fragen stellt, vielleicht in einem Satz schreiben.

Vielleicht so oder ähnlich: Vielleicht waren seine Arme ein wenig lang, sein Gesicht nicht markant genug, bis auf die zu spitze Nase.

AlexB hat geschrieben:Solche Zweifel kamen ihm zwar häufiger, aber im Grunde war er doch ganz mit sich zufrieden: Er war schlank, seine Körpergröße reichte aus, um die meisten Frauen etwas zu überragen, und seine braunen Augen kamen im Allgemeinen beim anderen Geschlecht gut an.


Hier würde ich den Doppelpunkt weglassen oder den Satz danach in kursiv schreiben, wenn es seine Gedanken sind.

Auch würde ich den ersten Satz etwas umstellen, etwa so:

Solche Zweifel kamen ihm zwar häufiger, aber im Grunde war er doch ganz zufrieden mit sich selbst.

'im Allgemeinen' würde ich streichen, denn ich frage mich bei wem nicht.

AlexB hat geschrieben:Aber heute sah alles ganz anders aus: Er lag in diesem Bett und trug ein unmodisches, seltsam geschnittenes, weißes Krankenhemd.


Auch hier würde ich einen Punkt statt dem Doppelpunkt setzen.

Im zweiten Satz hat es mir zu viele Adjektive und das Krankenhemd kann ich mir zwar vorstellen, aber vielleicht deutlicher darauf eingehen, dass es hinten offen ist, wie es Krankenhemden an sich haben. Ich habe die auch immer gehasst.

AlexB hat geschrieben:Seine braunen, leicht gewellten Haare waren völlig durcheinander, gar nicht so perfekt modisch in Form gebracht, wie er es liebte.


Vielleicht auch fettig, da schon lange nicht mehr gewaschen?

AlexB hat geschrieben:Als ob das alles noch nicht genug war, er vermisste den Geruch seines Deos


Hier fehlt ein Punkt am Satzende.

Auch würde ich hier wieder ein bisschen anders formulieren: Als ob das alles nicht nicht genug war, vermisste er auch noch den Geruch seines Deos.

Vielleicht riecht es nach Moschus?

AlexB hat geschrieben:Die Pest! Ich habe die Pest!


Danach würde ich einen Absatz machen.

oder so weiterfahren: Die Pest! Ich habe die Pest!, seine Panik flackerte erneut auf.

AlexB hat geschrieben:Was, wenn Dr. Thomson ihn nur beruhigen wollte, was wenn es doch noch sehr schlecht um ihn stand?


Würde ich kursiv schreiben, denn das denkt er doch.

doch noch sehr schlecht

hier würde ich, das 'doch noch' stört mich, schreiben: schlechter

AlexB hat geschrieben: Er beruhigte er sich wieder und entschied, dass er tatsächlich außer Lebensgefahr war.


Hier ist ein 'er' zuviel.

entschied, finde ich hier auch nicht so gelungen, vielleicht 'glaubte, hoffte' oder ähnliches

AlexB hat geschrieben:Es blieb nur eine wesentliche Frage: Wo um Himmels willen habe ich mir diese elende Seuche eingefangen? Fred grübelte.


Hier würde ich das Ganze, wenn du schon einen Doppelpunkt setzt, mit Anführungszeichen versehen und nicht kursiv schreiben und vor 'Fred grübelte' einen Absatz machen.

     
AlexB hat geschrieben:Langsam kam seine Erinnerung zurück: Jack und Snoopy, die zwei durchgeknallten Freunde vom College hatten ihn zu einer Campingtour überredet.


Hier stört mich erneut der Doppelpunkt, sorry. Ein einfacher Punkt reicht vollkommen aus.

AlexB hat geschrieben:Nicht in einem, so Jack, langweiligen Nationalpark, sondern richtig draußen im Wald in der Wildnis, mit Kanu und kleinen Zelten.


Sind Nationalparks in den USA oder Canada so langweilig? Ich war auch schon dort, hatte eher nicht das Gefühl, sondern für mich war es Wildnis pur. Aber das ist sicher Ansichtssache.

AlexB hat geschrieben: er verzog das Gesicht albern zu einer Grimasse.


Hier würde ich davor einen Punkt nach der wörtlichen Rede setzen und dann vielleicht so:

Er verzog sein Gesicht zu einer albernen Grimasse.

So soweit mein Kommentar zu deinem Text, ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen. Wenn du diesen Text überarbeitest, vielleicht achtest du dann speziell auch auf Gedanken und wörtliche Rede.

Den Text habe ich wieder gerne gelesen und vielleicht darf ich auch an deiner Geschichte weiterlesen.

Liebe Grüße
Diavolo
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Re: [Spannung]Fred Jenkins (Kapitel 1, Szene 2 Anfang)

Beitragvon AlexB » 25.08.2015, 18:49

Diavolo hat geschrieben:Hallo AlexB

Da mein Kommentar und deine Antwort in Teil 1 ja gelöscht wurden, versuche ich es hier erneut, denn dein Schreibstil gefällt mir und ich lese deine Texte gerne.


Danke :-) .. ich kommentier mal nicht alles, was aber nicht heisst, dass ich das unkommentierte deswegen für unsinnig halte ;-)

AlexB hat geschrieben:Vielleicht waren seine Arme ein wenig lang, und sein Gesicht nicht markant genug. Bis auf die vielleicht etwas zu spitze Nase. Vielleicht sollte er mehr trainieren, damit seine Schultern etwas breiter wirkten?


Hier würde ich die Äusserlichkeiten an denen er sich selber stört und die er in Fragen stellt, vielleicht in einem Satz schreiben.

Vielleicht so oder ähnlich: Vielleicht waren seine Arme ein wenig lang, sein Gesicht nicht markant genug, bis auf die zu spitze Nase.


Hast recht, klingt noch nicht ganz rund irgendwie ...

AlexB hat geschrieben:Solche Zweifel kamen ihm zwar häufiger, aber im Grunde war er doch ganz mit sich zufrieden: Er war schlank, seine Körpergröße reichte aus, um die meisten Frauen etwas zu überragen, und seine braunen Augen kamen im Allgemeinen beim anderen Geschlecht gut an.


Hier würde ich den Doppelpunkt weglassen oder den Satz danach in kursiv schreiben, wenn es seine Gedanken sind.


"Wörtliche Gedankenrede" habe ich konsequent kursiv geschrieben. Wenn ich aber nur beschreibe was er denkt, dann nicht. Soll heissen, Ich bin schlank, meine Körpergröße reicht aus, ... gehört, zumindest in meiner Konvention, kursiv. Das oben aber eben nicht.

AlexB hat geschrieben:Seine braunen, leicht gewellten Haare waren völlig durcheinander, gar nicht so perfekt modisch in Form gebracht, wie er es liebte.


Vielleicht auch fettig, da schon lange nicht mehr gewaschen?


Gute Idee!

AlexB hat geschrieben:Als ob das alles noch nicht genug war, er vermisste den Geruch seines Deos


Hier fehlt ein Punkt am Satzende.


Seltsam, im Original ist er da ... offenbar ein Übertragungsfehler beim Formatieren für das Forum ...

doch noch sehr schlecht

hier würde ich, das 'doch noch' stört mich, schreiben: schlechter


Ja, hab da noch die ein oder andere umgangssprachliche Formulierung drin.

AlexB hat geschrieben: Er beruhigte er sich wieder und entschied, dass er tatsächlich außer Lebensgefahr war.


Hier ist ein 'er' zuviel.

entschied, finde ich hier auch nicht so gelungen, vielleicht 'glaubte, hoffte' oder ähnliches


Hmm, kennst Du nicht die Formulierung 'sich für etwas entscheiden' im Sinne von 'man beschließt, etwas zu glauben, weil man sich dann besser fühlt'? Ich benutze das häufiger mal, aber kann sein, dass es für viele doch sehr ungewöhnlich ist?

AlexB hat geschrieben:Langsam kam seine Erinnerung zurück: Jack und Snoopy, die zwei durchgeknallten Freunde vom College hatten ihn zu einer Campingtour überredet.


Hier stört mich erneut der Doppelpunkt, sorry. Ein einfacher Punkt reicht vollkommen aus.


Es gibt auch die Meinung/Schule, dass im Allgemeinen die Vielfalt der Satzzeichen von deutschen Autoren nicht genug ausgenutzt wird. Nicht nur , . ? sondern auch ; : !

Ich mache das in diesem Text bewusst, und zum ersten Mal. Ob es so bleiben wird, weiss ich noch nicht. Habe mir noch keine Meinung gebildet, ob es für Belletristik vielleicht etwas zuviel ist.

AlexB hat geschrieben:Nicht in einem, so Jack, langweiligen Nationalpark, sondern richtig draußen im Wald in der Wildnis, mit Kanu und kleinen Zelten.


Sind Nationalparks in den USA oder Canada so langweilig? Ich war auch schon dort, hatte eher nicht das Gefühl, sondern für mich war es Wildnis pur. Aber das ist sicher Ansichtssache.


Es ist halt Jacks Meinung, vielleicht sollte ich die aber dann noch kurz erläutern.

(Übrigens ist das auch meine Meinung, die meisten NPs in den USA, aber auch in vielen anderen Ländern, sind stark reguliert. Übernachtungsplätze, man muss sich anmelden, sollte nicht von der Route abweichen, zum Teil muss man sogar Zeitpläne einhalten. Es ist zum Teil gut zum Schutz solcher Gebiete, gerade wenn sie extrem frequentiert werden, aber mir gefällt es nicht, dort zu wandern. Ich bin lieber in absoluter Freiheit unterwegs, und niemand weiss, wo ich gerade bin ;-)
Wo ich gerade an dem Roman schreibe, ist in der Hinsicht mehr Wildnis als in den meisten NPs ;-) ... )

So soweit mein Kommentar zu deinem Text, ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen. Wenn du diesen Text überarbeitest, vielleicht achtest du dann speziell auch auf Gedanken und wörtliche Rede.


Klar konnte ich damit was anfangen. Danke!

Bei der Interpunktion bei der Wörtlichen Rede schlampe ich manchmal. Bei den kursiven Gedanken habe ich eine andere Konvention. Bisher hat sich niemand der Testleser darüber beschwert. Aber ich recherchier irgendwann nochmal, ob es da eine übliche Konvention gibt, oder ob es vielleicht einfach viele stört so wie dich.

Den Text habe ich wieder gerne gelesen und vielleicht darf ich auch an deiner Geschichte weiterlesen.


Mal sehen, wieviel Rohfassung ich dem Forum noch zumuten kann ;-) Muss dann auch selbst erstmal wieder nen paar Texte kommentieren. Ist von hier in der Wildnis halt nicht ganz einfach. Mit etwas Glück alle paar Tage mal ein instabiles 2G-Signal.
Heute bin ich mal in der nächsten Siedlung, da geht es schneller ...
AlexB
 
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Re: [Spannung]Fred Jenkins (Kapitel 1, Szene 2 Anfang)

Beitragvon Oragon » 25.08.2015, 22:13

Hallöle lieber Alex, dann mach ich mich mal an den zweiten Teil deines Romans! :)

Supi, nun erfährt man mal etwas mehr über den Protagonisten, was ich super finde. Du beschreibst ihn wirklich gut (was ich im Folgenden noch ein wenig genauer beschreibe) und ich fange an mir das erste Bild von ihm zu malen. Ich persönlich sehe den Bruder von Mark Ruffalo, falls er einen hätte! :D

So nun etwas genauere Details:

Vielleicht sollte er mehr trainieren, damit seine Schultern etwas breiter wirkten?


Hier finde ich das Fragezeichen falsch. Die vorherigen Sätze, die auch mit "Vielleicht" beginnen und sein Aussehen beschreiben, haben auch kein Fragezeichen am Ende :shock:

Seine braunen, leicht gewellten Haare waren völlig durcheinander, gar nicht so perfekt modisch in Form gebracht, wie er es liebte. Und dort, wo sein Kinn sonst immer völlig glatt rasiert war, konnte er heute raue Stoppeln fühlen.


Hier eine kleine Wiederholen. Ein "völlig" vielleicht durch "komplett" oder "ganz" ersetzen.

Als ob das alles noch nicht genug war, er vermisste den Geruch seines Deos


Der Satz klingt nicht wirklich schön. Vielleicht mit einem "Und" beginnen und ein wenig umstellen. -> »Und als ob das alles noch nicht genug war, vermisste er den Geruch seines Deos.«

Die Pest! Ich habe die Pest!


Hier schon wieder was ich letztes mal angemerkt habe. Hier hat er die Pest wieder und später merkt er, dass die Pestbeule nicht mehr da ist und er sie nicht mehr hat. Das wechselt immer alles von "Oh nein, er hat die Pest" zu "Zum Glück ist die Pest schon weg".

sondern richtig draußen im Wald in der Wildnis,


Ich finde Wildnis und Wald könnten Synonyme sein. Versuch eins von beiden wegzulassen, lässt sich sehr viel schöner lesen. -> »Sondern richtig draußen in der Wildnis ...«

die jeden Samstag den Rasen mähen und die sich immer gut benehmen müssen«,


Das zweite "die" weglassen ;)

Er traute seinen Augen nicht. Der dritte Juli? War er so lange außer Gefecht gewesen?


Wäre ziemlich schön zu wissen, wie lange es denn nun war. Vielleicht sagst du bei der Erzählung der Campingtour, wann diese stattgefunden hat, damit die Leser etwas mehr wissen!


Das wars dann auch schon wieder. Ich hoffe, ich konnte dir auch mit diesem kurzen Kommentar ein wenig weiterhelfen. Viel Spaß noch beim Weiterschreiben, ich freue mich auf mehr! :D

Viele liebe Grüße,
Oragon
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Re: [Spannung]Fred Jenkins (Kapitel 1, Szene 2 Anfang)

Beitragvon AlexB » 26.08.2015, 20:42

Oragon hat geschrieben:Hallöle lieber Alex, dann mach ich mich mal an den zweiten Teil deines Romans! :)


'Zweiter Teil' klingt schon so groß :-) Dabei ist es nur die Hälfte einer Szene ;-)

Ich persönlich sehe den Bruder von Mark Ruffalo, falls er einen hätte! :D


Man soll seinen Lesern nicht widersprechen ;-)

Werde jetzt nicht auf alles Details eingehen ... bei vielem sehe ich das auch so, wie du kritisierst.

Die Pest! Ich habe die Pest!


Hier schon wieder was ich letztes mal angemerkt habe. Hier hat er die Pest wieder und später merkt er, dass die Pestbeule nicht mehr da ist und er sie nicht mehr hat. Das wechselt immer alles von "Oh nein, er hat die Pest" zu "Zum Glück ist die Pest schon weg".


Hier muss ich nochmal ran, zumindest an eine der Stellen. Ein Aufflackern der Angst hier finde ich OK. Und er kommt schnell wieder runter. Aber beim ersten Mal muss ich dem Ganzen etwas mehr Zeit geben.

Ich finde Wildnis und Wald könnten Synonyme sein. Versuch eins von beiden wegzulassen, lässt sich sehr viel schöner lesen. -> »Sondern richtig draußen in der Wildnis ...«


Nicht in Meiner Welt ;-) Für mich sind Wildnis und Wald beliebig verschieden. über 90% des Waldes auf dieser Welt sind bewirtschaftete Holzplantagen oder Jagdreviere oder beides. Eben alles, nur keine Wildnis. Und das bisschen Wildnis was es noch gibt, verschwindet rasant.

Umgekehrt gibt es auch Wildnis, die eben kein Wald ist.

Aber ich gebe Dir recht, dass ich es umformulieren könnte, richtig draussen in der Wildnis, im tiefen Wald oder so. Mal sehen.

Wäre ziemlich schön zu wissen, wie lange es denn nun war. Vielleicht sagst du bei der Erzählung der Campingtour, wann diese stattgefunden hat, damit die Leser etwas mehr wissen!


'Mitte Juni' steht da :-P

Das wars dann auch schon wieder. Ich hoffe, ich konnte dir auch mit diesem kurzen Kommentar ein wenig weiterhelfen. Viel Spaß noch beim Weiterschreiben, ich freue mich auf mehr! :D


Na klar, jedes Feedback hilft ! :)

Alex
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