[Humor]Frommholds Sammlung

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Frommholds Sammlung

Beitragvon Heribertpolta » 28.06.2014, 12:19

Hallo, hier ein Text, an dem ich über eine Woche gesessen habe. Rausstreichen, einfügen, wieder streichen. Ein Flickwerk also. In der Regel werden solche Texte nie gut. Entscheidet selbst.

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Frommholds Sammelleidenschaft war sprichwörtlich. Besuchte man ihn in seiner kleinen Wohnung, dann fiel einem sofort auf, dass hier leidenschaftlich gesammelt wurde. Da standen hunderte Millionen von Ordnern aneinandergereiht und gestapelt in den Regalen. In jeder Sammelmappe befanden sich Fotos, beschriebene Blätter und je eine Audiokassette: Maxell, TDK, Agfa, BASF.

Er sammelte Stimmen.

Durch einen Zufall ist Frommhold damals zu seinem Hobby gekommen. Fünfzehn Jahre alt will er gewesen sein, das behauptete er jedenfalls, als er das erste Mal ein Mädchen mit auf sein Zimmer nahm. Immer wieder und bei jeglicher Gelegenheit, hatte er die Anekdote erzählt und jedes Mal betont:

„Ohne die Ingrid hätte ich nie mit dem Sammeln angefangen!“.

Während er zum Kühlschrank gelaufen war, um Cola für sich und das Mädchen zu holen, hatte besagte Ingrid versucht, Frommholds Kassettenrekorder zum Laufen zu bringen. Jedoch hatte sie den falschen Schalter erwischt. Anstatt die Wiedergabetaste zu drücken, betätigte sie den Aufnahme-Knopf. Was Frommhold später auf dem Band zu hören fand, war das aufgeregte Hauchen und Seufzen der Siebzehnjährigen. Und als Zugabe hörte man das Schnalzen von Küssen und das Aneinander-Klatschen zweier nasser Unterkörper.

Was anfangs durch ein Zufall entstanden war, wurde zu Frommholds Gewohnheit. Zu seiner Passion. Der Recorder, es war ein tragbares Gerät von Panasonic, stand nun stets aufnahmebereit in der Nähe seines Bettes; und später, als er eine eigene Wohnung bezogen hatte, stellte er sich ein zusätzliches Gerät, einen Philips N2234, ins Badezimmer, während im Schlafzimmer ein Nordmende Idol mit externen Mikrophon auf Damenbesuch wartete.

In den Ordnern fand man genaueste Beschreibungen:

Kennenlern-Datum. Wo und wie man sich getroffen hatte. Der volle Name des Mädchens oder der Frau. Das Geburtsdatum, ihre Größe und die Körpermaße. Vorlieben und Hobbys. Lieblingsessen, Lieblingsmusik und Lieblingsdüfte. Zeitdauer der Beziehung und schließlich die Umstände, unter denen die Bekanntschaft beendet wurde. Und dabei natürlich die Fotos. Sauber in Folie abgeheftet. Als ich ihn vor Jahren einmal fragte, warum er die Mädchen nur von hinten fotografieren würde, antwortete er:

„Gesichter lügen. Ärsche nicht“

Frommhold war damals ein schöner Mann. Kaum ein anderer Kerl hätte sich ja ein solches Hobby leisten können. Wenn er nicht allein mit seinem Äußeren bestechen konnte, und das Weibchen zunächst gegen ihn resistent blieb, dann setzte er im nächsten Schritt gezielt auf seine schnurrende, sonore Stimme. Die Frequenz seines Basses wurde von den Flaumhärchen der Jeweiligen aufgenommen, und von da führten die Schwingungen über die Haut, direkt in den Schlüpfer des Mädchens.
„Dann wars um sie geschehen“, so er wörtlich.

Eines seiner wertvollsten Tonbänder übrigens, war eine Aufnahme vom Hausbesuch seiner Klassen-Lehrerin. Sie hoffte, ein Gespräch mit Frommholds Eltern führen zu können; aber sie begegnete lediglich dem Sohn und landete eingelullt von jugendlichem Scharm in dessen Bett. Unter der Koje stand indessen der Panasonic und zeichnete in Echtzeit das verzückte Quietschen der Paukerin auf.

Mein Freund Frommhold und ich haben duzende Abende vor dem Kassettendeck seiner Stereoanlage verbracht, um Stimmen durchzuhören. Begonnen hatten die Bänder meistens mit einer lockeren, anzüglichen Unterhaltung und in der Regel endeten sie unter hellem Gestöhne und Geschrei. Natürlich konnte man auf dem einen oder anderen Tape auch das Winseln und Wimmern der Verklemmten hören; weniger geübte Mädchen indessen, erkannte man meist an kurzen, abgehackten A-Lauten.

Frommhold erklärte oft, dass die Mädel mit offenem und heiterem Wesen, beim Vögeln besonders fröhlich geklungen hätten, während sich Weibsbilder mit schwerem Gemüt, im Bett eher freudlos und melancholisch gaben. Die Aufnahmen bewiesen das.
Aufgetakelte Quasselstrippen unterdessen, benähmen sich meist absolut preziös, also affektiert und gekünstelt, behauptete er und nannte sie in der Regel Mogelpackungen.
Dagegen aber hätten die Stillen - die Leisen mit den knisternden Flämmchen in den Augen - ihn häufig beim Akt fast zerfetzt. Sie beschrieb er als Überraschungspakete.

Wie wir schon gehört haben, hatte sich der Frommhold über die Jahre hinweg eine ganz stattliche Sammlung zusammengestellt. Darin waren schließlich nicht nur seine längeren Beziehungen und die kürzeren Mitternachts-Bekanntschaften zu finden, sondern da existierten auch Tonbandaufnahmen von zahlreichen Nutten. Ein- bis zweimal die Woche ist der Frommhold nämlich mit einem seiner Aufnahmegeräte ins Hurenhaus gelaufen, um seinen Geschlechtsverkehr aufzuzeichnen, und wenn er vereiste, dann klapperte er natürlich jeden möglichen Puff in der jeweiligen Gegend nach „Stimmen“ ab. Klar. Und nicht nur die Laute fing er ein; denn wie ich schon erwähnte, hatten sich über die Jahre ziemlich viele „Rücken-Fotos“ in seinen Ordnern angesammelt.

Da waren gebräunte Ärsche mit schneeweißem Bikini-Abdruck; große Hintern, aufgehängt an breiten Hüftknochen; schmale und kantige Gesäßteile; Popos in Birnenform, Popos in Apfelform; flache, breitgesessene Hinterteile; runde, muskulös ausgewölbte; honigfarbene, gräulich blasse mit roten Punkten; fette und verfallene mit geröteten Schweiß-Falten; Hintern in Orangenschale und weiches Sitzfleisch, verpackt in zarter Pfirsichhaut.
- Ärsche, Ärsche, Ärsche.

Nun, mit den Jahren fiel es Frommhold freilich nicht leichter, Material zum Sammeln zu finden. Durch seinen starken Alkoholkonsum und die verfluchte Kettenraucherei, sah er bald wie ein Käsekuchen aus: aufgedunsen, glasig, großporig und gelb. Demnach und deswegen veränderten sich schließlich auch die Stimmen seiner Sammelobjekte; klangen sie früher so rein, wie das silbrige Klingeln von Christbaum-Glöckchen, so wurde man nun mehr und mehr mit Grunzen und Keuchen auf den Bändern geschockt. Die Damen, die Frommhold nurmehr vermochte in sein speckiges Bett zu bekommen, klangen allesamt wie besoffene Wildsäue, wenn man das so sagen darf; und seine letzte „Bekanntschaft“, ein ziemlich verrottetes Weibsstück, auf dem Frommhold schließlich auch an einem Herzinfarkt eingegangen ist, erinnerte im Klang stark an das Röcheln eines Flaschen-Tauchgerätes.

Ja, es war vorbei mit Frommhold. Seine Sammlung hatte er mir vermacht. Er versprach sie mir für den Fall, wenn er bald stürbe. Ich denke, er sah sein Ende kommen. Zum Schluss hin war er emsig damit beschäftigt gewesen, alle Magnetkassetten zu digitalisieren; er schaffte es noch, einen kleinen Teil in den Rechner zu übertragen.
Was er mir aber nie erzählt hatte: Er war kurz vor seinem Herztod in einem Tonstudio gewesen, und hatte das Stöhnen seiner Lieblingsfrauen (oder das Lieblingsstöhnen seiner Frauen) mit einem Vierundzwanzig-Spur-Bandgerät bearbeiten lassen. Im Dreiviertel-Takt.
Zuletzt geändert von Heribertpolta am 20.12.2014, 08:52, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Frommholds Sammlung

Beitragvon DrJones » 01.07.2014, 08:58

Hallo Heribert,

Ich kann Dir hier eigentlich kaum Verbesserungsvorschläge machen,
da die Geschichte für mich nahezu perfekt ist. Du hast die seltsame
Leidenschaft eines Menschen eindrücklich beschrieben.
Mit ganz viel Humor, ungewöhnlichen Vergleichen, starken Bildern,
präzisen Figurenzeichnungen, usw. Das war ganz große Klasse!
Ein Bukowski/Poe (oder Po, wie man will :-)) Mashup.

Da standen hunderte Millionen von Ordnern aneinandergereiht und gestapelt in den Regalen. In jeder Sammelmappe befanden sich Fotos, beschriebene Blätter und je eine Audiokassette: Maxell, TDK, Agfa, BASF.


Ein starkes Bild mit den unzähligen Ordner! Das erinnerte mich an eine Bibliothek oder das Patentamt.
Zumal seine Wohnung so klein ist, wirkt die Atmosphäre bedrückend, einengend.
Wie ein Archivar seines Lebens verwaltet er diese Aufnahmen.

Maxell, TDK, Agfa, BASF.


Ein sehr genaues Detail. Ist der Erzähler vielleicht Frommhold selbst? Das ist er nicht, wie sich
später zeigt. Aber diese Frage stellte ich mir hier. Spannend ...

Während er zum Kühlschrank gelaufen war, um Cola für sich und das Mädchen zu holen, hatte besagte Ingrid versucht, Frommholds Kassettenrekorder zum Laufen zu bringen. Jedoch hatte sie den falschen Schalter erwischt. Anstatt die Wiedergabetaste zu drücken, betätigte sie den Aufnahme-Knopf. Was Frommhold später auf dem Band zu hören fand, war das aufgeregte Hauchen und Seufzen der Siebzehnjährigen. Und als Zugabe hörte man das Schnalzen von Küssen und das Aneinander-Klatschen zweier nasser Unterkörper.


Würde das "Schnalzen von Küssen" vor das "Hauchen und Seufzen" packen.
Ist aber nur ein Detail. Auf den Aufnahmen geht es wahrscheinlich ziemlich wild zu,
da kann es auch andersrum kommen. Ne, passt schon! :)

Was anfangs durch ein Zufall entstanden war, wurde zu Frommholds Gewohnheit. Zu seiner Passion. Der Recorder, es war ein tragbares Gerät von Panasonic, stand nun stets aufnahmebereit in der Nähe seines Bettes; und später, als er eine eigene Wohnung bezogen hatte, stellte er sich ein zusätzliches Gerät, einen Philips N2234, ins Badezimmer, während im Schlafzimmer ein Nordmende Idol mit externen Mikrophon auf Damenbesuch wartete.


Der Erzähler ist wohl auch ein Experte? Seltsam ... 8)

In den Ordnern fand man genaueste Beschreibungen:
Kennenlern-Datum. Wo und wie man sich getroffen hatte. Der volle Name des Mädchens oder der Frau. Das Geburtsdatum, ihre Größe und die Körpermaße. Vorlieben und Hobbys. Lieblingsessen, Lieblingsmusik und Lieblingsdüfte. Zeitdauer der Beziehung und schließlich die Umstände, unter denen die Bekanntschaft beendet wurde. Und dabei natürlich die Fotos. Sauber in Folie abgeheftet. Als ich ihn vor Jahren einmal fragte, warum er die Mädchen nur von hinten fotografieren würde, antwortete er:

„Gesichter lügen. Ärsche nicht“


Für mich einer der stärksten Absätze. Das mit den Fotos habe ich nicht verstanden. Macht er Fotos,
während sie schlafen? Sind sie mit dem Fotografieren einverstanden? Kann man aber auch offen lassen.
Nur etwas seltsam. :)

Wenn er nicht allein mit seinem Äußeren bestechen konnte, und das Weibchen zunächst gegen ihn resistent blieb, dann setzte er im nächsten Schritt gezielt auf seine schnurrende, sonore Stimme.
Die Frequenz seines Basses wurde von den Flaumhärchen der Jeweiligen aufgenommen, und von da führten die Schwingungen über die Haut, direkt in den Schlüpfer des Mädchens.
„Dann wars um sie geschehen“, so er wörtlich.


Auch wieder sehr gelungen. ich hatte durch die Beschreibung "schnurrende, sonore Stimme" das Bild
eines umtriebigen Katers vor mir. Auch wie Du beschrieben hast, wie seine Stimme durch ihren Körper ging, fand ich aufregend.

Eines seiner wertvollsten Tonbänder übrigens, war eine Aufnahme vom Hausbesuch seiner Klassen-Lehrerin. Sie hoffte, ein Gespräch mit Frommholds Eltern führen zu können; aber sie begegnete lediglich dem Sohn und landete eingelullt von jugendlichem Scharm in dessen Bett. Unter der Koje stand indessen der Panasonic und zeichnete in Echtzeit das verzückte Quietschen der Paukerin auf.


Jetzt geht es in den Bereich des leicht Grotesken, aber Möglichen! Ich habe hier sehr gelacht. Witzig! :lol:

Mein Freund Frommhold und ich haben dutzende Abende vor d ...

Begonnen hatten die Bänder meistens mit einer lockeren, anzüglichen Unterhaltung und in der Regel endeten sie unter hellem Gestöhne und Geschrei. Natürlich konnte man auf dem einen oder anderen Tape auch das Winseln und Wimmern der Verklemmten hören; weniger geübte Mädchen indessen, erkannte man meist an kurzen, abgehackten A-Lauten.


Finde ich plausibel, wie die Verführungen immer nach Frommholds Schema abliefen. Frommhold ist
ein sehr passender Name. "Fromm" "Hold" und dann die Doppeldeutigkeit zum Kondomhersteller. :lol:

Frommhold erklärte oft, dass die Mädel mit offenem und heiterem Wesen, beim Vögeln besonders fröhlich geklungen hätten, während sich Weibsbilder mit schwerem Gemüt, im Bett eher freudlos und melancholisch gaben. Die Aufnahmen bewiesen das.
Aufgetakelte Quasselstrippen unterdessen, benähmen sich meist absolut preziös, also affektiert und gekünstelt, behauptete er und nannte sie in der Regel Mogelpackungen.
Dagegen aber hätten die Stillen - die Leisen mit den knisternden Flämmchen in den Augen - ihn häufig beim Akt fast zerfetzt. Sie beschrieb er als Überraschungspakete.


Er hat eine Statistik zu den Frauen. Sehr plausibel und authentisch. Ich nehme Dir die Story zu 99%
ab.

Da waren dunkelhäutige Ärsche, breite, schmale und schneeweiße; flache, runde, fette und verfallene.

- Ärsche, Ärsche, Ärsche.


Dieses starke Bild kriege ich nicht mehr raus. 8)


sah er bald wie ein Käsekuchen aus: aufgedunsen, glasig, großporig und gelb.


Sehr schöner Vergleich! :D Vielleicht noch ein Adjektiv vor Käsekuchen? Ich z. B. mag Käsekuchen
gerne und assoziiere nicht unbedingt etwas Negatives damit. Vielleicht "verrotteter" Käsekuchen?

Demnach und deswegen veränderten sich schließlich auch die Stimmen seiner Sammelobjekte; klangen sie früher so rein, wie das silbrige Klingeln von Christbaum-Glöckchen, so wurde man nun mehr und mehr mit Grunzen und Keuchen auf den Bändern geschockt.


Du macht einen sehr schönen Vergleich mit den Christbaum-Kugeln und torpedierst das (positiv!!)
gleich wieder durch "Grunzen und Keuchen". Überraschend und effektvoll fand ich das! :D

Die Damen, die Frommhold nurmehr vermochte in sein speckiges Bett zu bekommen, klangen allesamt wie besoffene Wildsäue, wenn man das so sagen darf; und seine letzte „Bekanntschaft“, ein ziemlich verrottetes Weibsstück, auf dem Frommhold schließlich auch an einem Herzinfarkt eingegangen ist, erinnerte im Klang stark an das Röcheln eines Flaschen-Tauchgerätes.


Aaah okay, seine Leidenschaft brachte ihn um. Das wäre die Figurenprämisse? Find' ich gut. :P

Ich denke, er sah sein Ende kommen.


Das klang für mich wie eine zu genau beschriebene Doppelung zu:

Er versprach sie mir für den Fall, wenn er bald stürbe.


Ich denke, er sah sein Ende kommen. --> ??? (ggf. etwas witziger schreiben aus Sicht/mit Worten Frommholds)

Ja, es war vorbei mit Frommhold. Seine Sammlung hatte er mir vermacht. Er versprach sie mir für den Fall, wenn er bald stürbe. Ich denke, er sah sein Ende kommen. Zum Schluss hin war er emsig damit beschäftigt gewesen, alle Magnetkassetten zu digitalisieren; er schaffte es noch, einen kleinen Teil in den Rechner zu übertragen.


Es ist nur ... Frommhold schien mir eher ein Freund der analogen Aufnahmetechnik gewesen zu sein.
Ich sah ihn als etwa 65-jährigen, der keinen Bezug zu Digitaltechnik hat. Aber ist nur so mein Eindruck. :?

Was er mir aber nie erzählt hatte: Er war kurz vor seinem Herztod in einem Tonstudio gewesen, und hatte das Stöhnen seiner Lieblingsfrauen (oder das Lieblingsstöhnen seiner Frauen) mit einem Vierundzwanzig-Spur-Bandgerät bearbeiten lassen. Im Dreiviertel-Takt.


Ja, es ist eine absurde, groteske aber mögliche Geschichte, die ich Dir total abkaufe!

Auch wie Du die Erzählerfigur durch die Sicht auf seinen Freund charakterisiert hast, fand ich
gut gelungen. Es ist praktisch ein enger Freund Frommholds und könnte auch Frommholds "Alter Ego"
sein.

Also: Die paar Rechtschreibfehler konnten meine Freude
über diesen tollen Text nicht im Geringsten trüben. Vielleicht
sollten die besser drin bleiben, denn sie passen gut zum
Lokalkolorit!

Ich schwenke ehrfürchtig meinen Hut und ziehe einen
gezierten Halbkreis mit dem Fuß.

Gruß,

DrJones
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Re: Frommholds Sammlung

Beitragvon Heribertpolta » 13.07.2014, 18:54

Hallo Dr Jones. Habe hier lange nicht vorbeigesehen. Muss aber jetzt endlich mal antworten. Ich habe gesehen, dass bei meinen anderen Texten noch mehr Antworten ausstehen.

Schön, dass dir der Text gefallen hat. Scheinst einer von Wenigen zu sein, denn mehr Antworten bekomme ich nicht.

Macht mir aber nichts.

Danke!
Grüße,

Heribert Polta
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Re: Frommholds Sammlung

Beitragvon Gimric » 15.07.2014, 15:57

Hallo Heribertpolta,

ich hatte die Geschichte heute Vormittag zuerst so "en passant" gelesen und sie da bereits für gut befunden. Später am Tag habe ich noch ein paar mal daran gedacht und gemerkt, dass sie einige Saiten in mir zum Klingen gebracht hat. Also erst einmal großes Lob für die Geschichte, die, grotesk hin oder her, völlig glaubwürdig herüberkommt. Es gibt ja solche "Vögel" wie Frommhold durchaus...
„Gesichter lügen. Ärsche nicht“ - wunderbar!

Ich habe wirklich nur wenige Anmerkungen zu machen:
(1) Bei "hunderte(n) Millionen von Ordner(n)" denke ich an so etwas wie "sechs neunstöckige Lagerhäuser voll". Vielleicht ist hier etwas weniger mehr. Wie wär's mit "dutzende und aberdutzende" oder "hunderte"?
(2) Das Schlafzimmer-Gerät "Nordmende Idol" ist von 1973/74 (hab's gegooglet) und dürfte, da es kein Autoreverse hat, mit einer C90-Kassette auf eine Aufnahmezeit von 45 Minuten kommen. Ggf. ist so ein Womanizer wie Frommhold dann noch "mittendrin" und wird dann ja nicht hergehen, und die Kassette herumdrehen, was auch die anwesende Dame mehr als nur irritieren müsste. Nur bei den professionellen Damen gilt "time is money". Vielleicht ist hier ein Autoreverse-Gerät die sicherere Wahl.
(3) Erst fast ganz zum Schluss wird der "starke(n) Alkoholkonsum und die verfluchte Kettenraucherei" Frommholds erwähnt, was für mich als Leser etwas überraschend kam. Vielleicht würde es helfen, das weiter oben schon zu Beginn mal einzustreuen.

Lieber Heribertpolta, der Text ist gut. Ich freue mich darauf, mehr solcher Kleinode zum Lesen zu bekommen.
Ich hoffe ich konnte helfen.

Gimric (Henning)
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Re: Frommholds Sammlung

Beitragvon Heribertpolta » 15.08.2014, 16:00

Aber natürlich konntest du mir helfen, danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass du die Geschichte einen Tag lang im Kopf hattest. Hast dir bestimmt jede Frau auf deinem Weg näher betrachtet?
Grüße,

Heribert Polta
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