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Beitragvon Mizuki » 28.03.2007, 14:14

Leise schmiegen Hände sacht
um den Körper zitternd klein
Leise haucht die Seele aus
in den Abendwind hinein
Leise schwindet zartes Wesen
ist zu schwach, das Leben mein
Zuletzt geändert von Mizuki am 28.03.2007, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Kim Possilbe » 28.03.2007, 14:29

Mir gefällt der Rhythmus sehr. Es klingt fast schon wie ein Lied.
Es wirkt sehr düster und irgendwie neblig.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht ganz verstanden habe, warum dein Leben am Ende zu schwach ist :oops:
Für mich hat sich die ganze Zeit ein Bild entwickelt, von einem Baby, das von irgend jemandem in Händen gehalten wird. Ein Neugeborenes, das gleich wieder stirbt.

Oder bist du das "kleine" Wesen?
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Beitragvon Mizuki » 28.03.2007, 14:32

Richtig, das kleine Wesen bin ich, aber der Eindruck eines Babys oder Vogels oder wasauchimmer ist beabsichtigt.
Hm...womöglich hatte ich im Hinterkopf, daß es (für mich) ein größeres Wesen gibt, das mich auch beim Sterben im Arm hält?

Übrigens: Ich schreibe recht oft ziemlich suizidale Gedichte, bitte bitte schickt nicht gleich die Polizei zu mir, ich bin nicht selbstmordgefährdet :wink:
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Beitragvon Pia » 28.03.2007, 14:40

Für mich hat es sich so angefühlt, dass eine Erwachsene Person, das "mich" tötet.
Was mich sofort an die vielen schrecklichen Geschichten über Kindermörder denken lässt, die Momentan durch die Medien geistern.
Mich hat lediglich die zweimalige Wiederholung des Wortes "Leise", und dann auch noch jeweils am Zeilenanfang, etwas aus dem Fluss geworfen.

Ansonsten finde ich dein Gedicht sehr anrührend

Ich denke so lange du hier kontinuierlich postest, müssen wir uns wegen dem Selbstmord keine Sorgen machen, schließlich beweißt jedes neue Wort, dass du noch lebst *zwinkert*
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Beitragvon Kim Possilbe » 28.03.2007, 14:42

Oh, dann macht das natürlich Sinn, wenn alles aus der Sicht des Sterbenden gemeint ist *sich vor den Kopf schlägt*
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Beitragvon Mizuki » 28.03.2007, 14:48

Pia hat geschrieben:Mich hat lediglich die zweimalige Wiederholung des Wortes "Leise", und dann auch noch jeweils am Zeilenanfang, etwas aus dem Fluss geworfen.

*ähem* 3 Zeilen fangen dait an, ist Absicht :wink:

Pia hat geschrieben:Ich denke so lange du hier kontinuierlich postest, müssen wir uns wegen dem Selbstmord keine Sorgen machen, schließlich beweißt jedes neue Wort, dass du noch lebst *zwinkert*


Gut, das erleichtert mich. Irgendwo will man ja hin mit seinen Gefühlen, ne?
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Beitragvon Pia » 28.03.2007, 14:56

Das finde ich jetzt sehr interessant. Das erste "Leise" habe ich tatsächlich überlesen, bzw. hat es sich so homogen eingefügt, dass ich es gar nicht bemerkt habe, und dann stolpere ich über die nächsten Beiden *grübelt*

Wenn ich so darüber nachenke, dann könnte es sein, dass es an dem Wort "klein" liegt.
Ich hatte von Anfang an das Gefühl, das es "zu hart" klingt, aber ich konnte mir nicht erklären warum. Als ich die zwei "Leise" entdeckte, dachte ich, ich hätte den Grund gefunden.
Aber eigentlich stimmt das nicht.
Mir fällt jetzt auch spontan nur "zart" ein, womit man das ersetzen könnte. Aber dann würdest du einen doppelreim am Anfang erzeugen, und den Reim mit den späteren Zeilen verlieren.

Ich weiß nicht ob das so ganz im Sinn des Erfinders liegen würde.
Vielleicht liegt es auch nur an mir, dass für mich "klein" so aneckt.
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Beitragvon Mizuki » 28.03.2007, 15:07

Pia hat geschrieben:Vielleicht liegt es auch nur an mir, dass für mich "klein" so aneckt.


wenn du wüsstest wo ich überall anecke...und wie lange ich gefeilt habe...neben der Rohfassung (grottenschlecht) hab ich noch 4 weitere...^^
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Beitragvon anna » 29.03.2007, 08:18

Wie traurig *drop* :cry:
Echt? Vier Versionen? Dann brauch ich wenigstens kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn's bei mir auch nicht beim ersten Mal klappt :oops:
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Beitragvon Kim Possilbe » 29.03.2007, 08:40

Eins meiner liebsten Gedichte, also das, was mir am Ende am besten gefallen hat, hat sogar 23 Versionen, also nichts, worüber man sich sorgen machen sollte.

Es sind schließlich Gedichte, man muss auf ganz kleinem Raum zusammenfassen, wofür Andere, tausend Wörter und mehr Zeit haben. Es soll Dichter geben, die an einem einzigen Gedicht Monatelang gefeilt haben. Ich finde, da dürfen wir das auch :wink:
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Beitragvon anna » 29.03.2007, 16:36

Kim Possible hat geschrieben:Es sind schließlich Gedichte, man muss auf ganz kleinem Raum zusammenfassen, wofür Andere, tausend Wörter und mehr Zeit haben. Es soll Dichter geben, die an einem einzigen Gedicht Monatelang gefeilt haben. Ich finde, da dürfen wir das auch

:idea: So hatte ich das noch gar nicht gesehen, puh, dann ist ja gut ;)

@Mizuki: Bist du eigentlich immer noch am feilen *neugierig schaut*
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Beitragvon Aleydis » 29.03.2007, 19:04

Ich finde das Gedicht sehr schön. Musste aber zu allererst an mein Baby denken :( ...Danach fand ich´s gut. Klingt einfach schön zusammen; ich kanns flüssig lesen, ohne dass mich was stört :)
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Beitragvon Mizuki » 29.03.2007, 19:23

@Anna: Nein, das Gedicht ist abgeschlossen. Endlich.
@Aleydis: Ich verstehe das smiley hinter deiner Aussage nicht, daß du an dein baby denken musstest. Ist das schlecht?
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Beitragvon Aleydis » 29.03.2007, 20:10

Naja, wenn ich ein Tod bezogenes Gedicht lese, dann passt meine Kleine da natürlich nicht rein. Aber im Mom bin ich einfach überempfindlich, was Tod etc angeht. Das war nur was persönliches - keine Kritik.
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Beitragvon Mizuki » 30.03.2007, 00:28

*lächel* ich hab das auch nicht als Kritik azfgefasst, sondern mir ein bisschen Sorgen gemacht daß dich das irgendwie runtergezogen hat oder so...ich weiß ja kaum was über dich bzw. dein Baby.
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