[Nachdenk]Fünf nach Drei (1/2)

Gesellschaft, Kritik, Philosophisches

[Nachdenk]Fünf nach Drei (1/2)

Beitragvon beatrice » 05.06.2015, 00:57

Was haben ein Computer, ein Kaktus und eine Büroklammer gemeinsam?
Nichts! Außer, dass sie alle rechts von mir liegen.
Morgen ist Weihnachten und ich habe wirklich genug von der Hitze. Überall überhitzte Gemüter, ein überhitztes Arbeitszimmer und überhitzter Glühwein, der weh tut, wenn man ihn umschüttet. Meine Hand schmerzt immer noch, dabei war es nicht einmal eigene Ungeschicklichkeit. Ich schalte die Heizung aus.
Eigentlich bin ich ganz froh mal einen Moment für mich zu haben, aber anstatt zu entspannen, komme ich ins Grübeln.
Besorg noch ein Weihnachtsgeschenk für Pepe. Du hast den Artikel noch nicht geschrieben. Jackie wollte, dass du ihre Bewerbung für sie Probe liest, am liebsten schon vorgestern.
Dazu spukt ein Ohrwurm von Last Christmas in meinem Kopf herum. Ich könnte kotzen.
Mein Blick fällt auf die Wanduhr. Fünf nach drei. War es nicht schon vorhin fünf nach drei gewesen? Ich kontrolliere meine Armbanduhr. Sie zeigt ebenfalls fünf nach drei an.
Der Artikel würde sich leider nicht von alleine schreiben, also beschließe ich damit anzufangen und öffne meinen Computer. Während ich ein Plätzchen aus der Schale nehme, kratze ich das letzte bisschen Motivation zusammen. Plätzchen sind was Tolles, meinetwegen könnten die das gesamte Jahr gebacken werden.
Ich drücke auf den Einschaltknopf. Nichts passiert. Ich drücke erneut, halte den Knopf, zähle bis drei und lasse wieder los. Gähnende Schwärze erfüllt den Bildschirm. Seufzend drücke ich einmal kurz. Zweimal. Schließlich hämmere ich auf die Tasten ein, versuche es mit diversen anderen Kombinationen, doch nichts tut sich. Fast kann ich ihn über mich spotten hören.
Dann eben kein Artikel. Frustriert angle ich mir mein Smartphone aus der Aktentasche. Vielleicht hebt ja eine Runde Angry Birds meine Laune.
Als ich es anmachen will, erlebe ich die nächste Überraschung. Auch dieses Gerät bleibt dunkel, nicht einmal der Entsperrungscode wird angezeigt.
Es kann doch nicht sein, dass sich Computer und Smartphone zur gleichen Zeit aufhängen, oder? Will mir die digitale Welt ihre Liebe entziehen?
Die Wanduhr und auch meine Armbanduhr stehen immer noch auf fünf nach drei
Um die Plätzchenschale aufzufüllen, verlasse ich den Raum. Auf dem Weg zur Küche, wundere ich mich, wie still es ist. Seltsam, ich meinte, ich hätte Pepe vorhin darin noch werkeln hören. Als ich die Tür öffne, steht er mit dem Rücken zu mir vor der Spüle.
„Hey Schatz, sag mal, sind noch Plätzchen da?“
Keine Antwort.
„Schatz? Hörst du mich?“
Hat er Kopfhörer auf? Sieht nicht so aus.
„Erde an Pepe, ich habe Hunger auf Plätzchen!“
Kurzerhand durchquere ich den Raum, um meine Arme um ihn zu schlingen, doch ich stocke im letzten Moment.
Wie eine Wachsfigur steht er da, seine Hände in das Wasser getaucht, mit einem Teller zum Spülen in der Hand.
Was beschäftigt ihn denn bitte so sehr?
Er scheint in irgendeiner anderen Welt zu sein. Um ihn nicht zu erschrecken, streiche ich ihm vorsichtig über den Rücken.
Obwohl der Pullover ganz normal aussieht, fühlt sich die Wolle viel zu steif an, als hätte sie die Waschmaschine verfilzt. Meine Finger ertasten eine Falte, die sich allerdings nicht glätten lässt. Eigentlich ist verfilzt der falsche Ausdruck, der Stoff ist fest und unnachgiebig wie Plastik. Wirklich seltsam, dass er so etwas trägt.
Noch immer regt Pepe sich nicht, nicht einmal das Heben und Senken seines Brustkorbs ist zu sehen, als hätte er den Atem angehalten.
Ein Grinsen schleicht sich in mein Gesicht.
Plant er etwa mich zu erschrecken und mit dem Spülwasser vollzuspritzen?
Wie automatisch wandern meine Finger hoch, bereit seinen Nacken entlang zu kitzeln und ihn aus seiner Starre zu holen.
Sobald ich seine Haut berühre, zucke ich zusammen.
Was war das denn?
Ungläubig fahre ich erneut seinen Nacken entlang. Das fühlt sich nicht nach Haut an, sondern ebenfalls nach Plastik.
Das ist ja widerlich.
„Könntest du mal mit dem Getue aufhören und mir antworten? Und du solltest besser die Finger von Cremes lassen, deine Haut fühlt sich an wie Kunststoff.“
Er antwortet immer noch nicht. Langsam bin ich genervt.
Dann suche ich eben alleine nach den Plätzchen.
Leider entdecke ich sie nicht auf Anhieb. Selbst in allen Schubladen und Schränken nicht, ich schaue sogar im Gefrierfach nach.
Weihnachten ohne Plätzchennachschub.
Schmollend begebe ich mich wieder zu Pepe und umarme ihn diesmal wirklich.
„Sagst du mir wenigstens wo die…“
Moment, er steht immer noch genauso da?
Seine gesamte Haut hat diese seltsam harte Konsistenz. Unnachgiebig und künstlich. Ohne Körperwärme. Das kann doch nicht nur von einer Creme kommen.
Verwirrt taste ich sein Gesicht ab. Weder kann ich ihm in die Wange kneifen, noch seine Mundwinkel hochziehen. Vor mir steht kein Mensch, sondern eine Wachsfigur, eine Plastikpuppe. Ken von Barbie in Echtgröße.
Was ist das hier für eine Freakshow? Bin ich vor dem Computer eingeschlafen und träume?
Ich zwicke mir in den Arm, doch es tut weh. Kneife die Augen zusammen, schüttele den Kopf, Pepe bewegt sich nicht.
Während ich ihn mustere, spüre ich, wie Angst vom Bauch nach oben kriecht, bis sie meine Kehle zugeschnürt hat. Tränen schießen mir in die Augen. Wie in Trance taumele ich von Pepe weg.
Ich muss hier raus.
Rückwärts stolpere ich aus dem Raum, dabei fällt mein Blick auf die Küchenuhr.

...Fortsetzung folgt....
Teil 2: http://www.schreibwerkstatt.de/funf-nach-drei-2-2-t54290.html

Hey, also ich habe den ersten Teil der Geschichte mittlerweile ein drittes Mal überarbeitet. Mich würden zwei Dinge interessieren. Erstens: Ist die Reaktion meiner Protagonistin realistisch? Zweitens: Passt der Übergang zum zweiten Teil?
Vielen Dank schonmal!
Liebe Grüße,
Bea
Zuletzt geändert von beatrice am 22.06.2015, 22:33, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Fünf nach Drei (1/2)

Beitragvon Diavolo » 12.06.2015, 09:19

Hallo Bea

Ich wage mich mal an deine erste Kurzgeschichte, wenn es recht ist. Ich fange dann auch gleich mal an.

beatrice hat geschrieben:Vielen Dank schon einmal im Vorraus für die Kritik,


Kleiner Schreibfehler: im voraus

beatrice hat geschrieben:Was haben ein Computer, ein Kaktus und eine aufgeklemmte Büroklammer gemeinsam? Nichts. Außer dass sie alle rechts von mir liegen.


Hier würde ich nach der Frage einen Absatz einschieben, denn dein ganzer Text ist ein bisschen zu kompakt.

Nichts, entweder danach ein Ausrufezeichen oder ein Komma einschieben.

Nach Außer fehlt ein Komma.

'Die aufgeklemmte Büroklammer' macht mich stutzig und ich komme aus dem Lesefluss, denn es ist ein Zungenbrecher. Würde da nicht einfach Büroklammer reichen?

Danach erneut einen Absatz, denn es geht mit Weihnachten weiter.

beatrice hat geschrieben:Überall überhitzte Gemüter, überhitzter Glühwein, der weh tut, wenn man ihn umschüttet - meine Hand schmerzt immer noch, dabei war es nicht einmal eigene Ungeschicklichkeit - und ein überhitztes Arbeitszimmer.


Finde ich gut, speziell weil die Hitze ja an Weihnachten zu spüren ist.

Hier würde ich vielleicht umstellen, vielleicht so:

Überall überhitzte Gemüter, ein überhitztes Arbeitszimmer und überhitzter Glühwein, der weh tut, wenn man ihn umschüttet. Meine Hand schmerzt immer noch, dabei war es nicht einmal meine Ungeschicklichkeit.

beatrice hat geschrieben:Ich drehe die Heizung hinunter.


Danach wieder einen Absatz.

beatrice hat geschrieben:Aber anstatt zu entspannen, drängen sich andauernd Gedanken in meinen Kopf


Ich denke, dass sich die Gedanken drehen und nicht drängen und kommen vielleicht auch wieder

Das andauernd würde ich streichen. Es ist überflüssig.

Also: Aber anstatt zu entspannen, drehen sich Gedanken in meinem Kopf.

Den Doppelpunkt würde ich weglassen, anstelle davon einen Punkt und einen Absatz.

beatrice hat geschrieben:am besten VOR den Feiertagen. Dafür war es mittlerweile schon zu spät.


Das vor würde ich hier klein schreiben, denn es ist so und so schon klar, weil du ja danach schreibst, dass es schon zu spät ist.

Oder Du kannst es auch anders formulieren, vielleicht so:

am liebsten schon vorgestern.

beatrice hat geschrieben:. Dazu spukt ein Ohrwurmquälgeist von Last Christmas in meinem Kopf herum. Ich könnte kotzen.


Ohrwurmquälgeist, finde ich nicht so gelungen, denn das spuken beinhaltet schon den Geist. Einfach nur Ohrwurm würde reichen.

Danach wieder einen Absatz.

beatrice hat geschrieben:Der Artikel würde sich leider nicht von alleine schreiben, also beschließe ich damit anzufangen und öffne meinen Computer. Währenddessen kratze ich das letzte bisschen Motivation zusammen und nehme mir ein Plätzchen aus der Schale neben mir.


Währenddessen würde ich streichen, das ganze ein bisschen zusammenfassen und einfach so weiterschreiben:
Während ich ein Plätzchen aus der Schale nehme, kratze ich das letzte bisschen Motivation zusammen.

beatrice hat geschrieben:Plätzchen sind was Tolles. Die könnten meinetwegen das gesamte Jahr gebacken werden.


Dann kommen auch die Plätzchen besser zur Geltung, denn sie helfen dir dich zu motivieren.

Danach würde ich erneut einen Absatz einschieben.

beatrice hat geschrieben:Ich drücke auf den Einschaltknopf meines Computers


Könnte man hier 'meines Computers nicht weglassen, den hast du vor den Plätzchen ja aufgeklappt.

beatrice hat geschrieben:Also drücke ich erneut, halte den Knopf, zähle bis drei und lasse wieder los.


Hier würde ich schreiben. Ich drücke erneut, halte den Knopf, zähle bis drei und lasse wieder los.

Das 'also' ist überflüssig.

beatrice hat geschrieben:Gähnende Schwärze des Bildschirms.


Vielleicht so oder ähnlich: Gähnende Schwärze erfüllt den Bildschirm.

beatrice hat geschrieben: Ich seufze und drücke einmal kurz. Zweimal.


Hier vielleicht so: ich seufze drücke noch mal und noch mal.

beatrice hat geschrieben: Schließlich hämmere ich auf die Einschalttaste, versuche es dann mit diversen anderen Tastenkombinationen, bis ich den Computer fast schon über mich spotten höre.


Es hat mir zu viele Einschalt….., was auch immer.

Hier vielleicht: Schließlich hämmere ich auf die Tastatur ein, versuche andere Tastenkombination. Keine Reaktion.

bis ich den Computer schon über mich spotten höre, würde ich weglassen

beatrice hat geschrieben:Noch so eine Weihnachtsüberraschung.


Was gab es denn noch für eine Überraschung? Das wenn überhaupt würde ich nach dem nicht funktionierenden Smartphone schreiben. Auch den nächsten Satz.

beatrice hat geschrieben:Frustriert angle ich mir mein Smartphone aus der Aktentasche. Dann eben kein Artikel


Hier würde ich umstellen. Dann eben kein Artikel zuerst. So ist der Ablauf logischer.

beatrice hat geschrieben:Ich tippe auf den Einschaltbutton in der Hoffnung meinen Code zeichnen zu können, aber auch mein Handy reagiert darauf nicht.


Schon wieder der Einschalt….

Hier vielleicht so oder ähnlich: Ich will einschalten, aber auch mein Handy reagiert nicht.

beatrice hat geschrieben:Es kann doch nicht sein, dass sich Computer und Handy zur gleichen Zeit aufhängen?


Das ist kein Fragesatz, entweder zum Schluss: aufhängen, oder?

Oder: Wie kann es sein, dass sich Computer und Handy zur gleichen Zeit aufhängen?

Oder ähnlich :oops:

beatrice hat geschrieben:Und anscheinend auch nur mir allein.


Wieso nur dir allein?

Ich würde das weglassen und dafür das mit der Weihnachtsüberraschung bringen.

Danach wieder einen Absatz.

beatrice hat geschrieben:Ich stehe auf und verlasse den Raum, um die Plätzchenschale aufzufüllen. Auf dem Weg zur Küche, bemerke ich, wie still es ist.


Hier würde ich das ganze auch ein bisschen zusammenfassen, es liest sich wie eine Aufreihung von Dingen.

Um die Plätzchenschale aufzufüllen, verlasse ich den Raum.

Statt bemerke ich, vielleicht besser wundere ich mich.

beatrice hat geschrieben:Er hatte vor, irgendeine Spezialität zu backen.


Würde ich weglassen, ist nicht wirklich spannend oder die Spezialität beim Namen nennen.

beatrice hat geschrieben:Als ich die Tür öffne, steht er mit dem Rücken zu mir vor der Spüle, aber dreht sich nicht einmal um.


nicht einmal würde ich streichen.

Dann wieder einen Absatz, denn eine Frage steht an.

beatrice hat geschrieben:„Hey Schatz, sag mal, sind noch Plätzchen da?“, frage ich ihn.


fragte ich ihn, kann man auch weglassen, es ist logisch, da ja auch niemand anderes im Raum ist und sie ja Plätzchen haben will.

Dann wieder einen Absatz

beatrice hat geschrieben:Hat er Kopfhörer auf? Sieht nicht so aus


kursiv, denn es sind Gedanken.

Dann wieder einen Absatz

beatrice hat geschrieben:Er steht da wie eine Wachsfigur, reagiert nicht. Als ich ihn von der Seite aus betrachte, sehe ich, dass seine Hände in das Wasser eingetaucht sind, gerade dabei einen Teller zu spülen.


Hier ist mir das eher wieder wie eine Aufreihung, vielleicht so:

Wie eine Wachsfigur steht er da, seine Hände in das Wasser getaut, einen Teller zum Spülen in der Hand und reagiert nicht.

beatrice hat geschrieben: Ich lege ihm eine Hand auf den Arm und zucke zurück. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Felsen angefasst


Wie fühlt sich ein Fels an? Auch hier wieder die zwei Sätze zu einem verbinden. Liest sich einfach besser.

Vielleicht so: Als ich ihm eine Hand auf den Arm lege, zuckte ich vor der Kälte (oder was auch immer) zurück.

beatrice hat geschrieben:Mein Blick fällt auf die Küchenuhr und mir wird schlecht.


Warum, schon wieder schlecht? Etwa schwanger :oops:

Hier wäre vielleicht besser, ich kann es nicht fassen.

Es sind nur Anregungen zu deinem ersten Text und ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen. An den zweiten Teil werde ich mich dann auch noch machen, habe ihn schon gelesen. Vielleicht muss man mal das Ganze noch einmal am Stück korrigieren, wenn alle Teile beisammen sind.

Liebe Grüße
Diavolo
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Re: Fünf nach Drei (1/2)

Beitragvon beatrice » 17.06.2015, 19:54

Lieber Diavolo,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Er hat mir sehr geholfen und einen großen Teil der Änderungen habe ich übernommen. Die neue Version habe ich eben hochgeladen.

Ich denke, dass sich die Gedanken drehen und nicht drängen und kommen vielleicht auch wieder


Du hast recht, entweder drängt sich ein Gedanke auf oder Gedanken drehen sich im Kreis. Ich habe es jetzt durch "komme ins Grübeln" ersetzt.

Ohrwurmquälgeist, finde ich nicht so gelungen, denn das spuken beinhaltet schon den Geist. Einfach nur Ohrwurm würde reichen.


Tatsächlich hast du mir bei vielen Sachen eine Vereinfachung vorgeschlagen, danke dafür! Übrigens finde ich es klasse, dass du gleich auch immer einen Verbesserungsvorschlag zur Hand hattest, das hat mir sehr geholfen, deine Sichtweise zu verstehen und den Text umzuändern!

Es hat mir zu viele Einschalt….., was auch immer.

Stimmt, habe ich geändert, ich hoffe jetzt ist es abwechslungsreicher.

bis ich den Computer schon über mich spotten höre, würde ich weglassen


Ich persönlich mochte das Bild vom spottenden Computer, weshalb ich den Vergleich drinnen gelassen habe, aber den Absatz umgestellt habe. Übrigens war dein Tipp, mehr Abschnitte zu machen, sehr hilfreich, ich konnte den Text damit übersichtlicher gliedern.

Hier würde ich umstellen. Dann eben kein Artikel zuerst. So ist der Ablauf logischer.


Tja, durch deine Verbesserung habe ich einen ganz anderen Blick auf den Text bekommen und realisiert, dass an mehreren Stellen die Reihenfolge nicht ganz logisch war. Danke!

Hier würde ich das ganze auch ein bisschen zusammenfassen, es liest sich wie eine Aufreihung von Dingen.


Den Fehler habe ich mehrmals gemacht, danke für den Hinweis! Das kommt wohl vom herunterschreiben, ist aber der Spannung abträglich. Darauf werde ich in Zukunft achten, super, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, vielen Dank!

Statt bemerke ich, vielleicht besser wundere ich mich.


Schönes Synonym, habe ich gleich übernommen!

kursiv, denn es sind Gedanken.


Gedanken kursiv zu markieren, hilft auch den Text übersichtlicher zu gestalten. Super Tipp!

Kleiner Schreibfehler: im voraus


Oje, und der erste Fehler war gleich im Beitext. Haha, danke dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. :oops:

Du hast mir wirklich weitergeholfen! Ich bin mit der Geschichte einige Zeit nicht weitergekommen und hatte sie erst einmal abgeschlossen. Mein Schreibstil war noch auf zu niedrigem Niveau, um die Geschichte mit genügend Abstand zu betrachten und auf die Fehler aufmerksam zu werden. Mit den Punkten konntest du mir die Augen dafür öffnen! Von mir auch ein :flowers:!

Lass es dir gut gehen,

Bea
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Re: Fünf nach Drei (1/2)

Beitragvon Diavolo » 18.06.2015, 06:01

Liebe Bea

Ich habe mich darüber gefreut, dass ich dir weiterhelfen konnte. Ich habe deine Änderungen gelesen und wenn es dir recht ist, mache ich mich noch mal darüber her. :)

beatrice hat geschrieben:Ich drehe die Heizung aus.


Das hört sich an, wie wenn du ihr den Hals umdrehst :oops:

Vielleicht hier entweder Ich drehe die Heizung ab oder Ich stelle die Heizung ab

beatrice hat geschrieben:. Aber anstatt zu entspannen, komme ich ins Grübeln.


Das hast Du gut gelöst. :D

beatrice hat geschrieben:Schließlich hämmere ich auf den Schalter, versuche es mit diversen anderen Tastenkombinationen, doch bekomme keine Reaktion.


Hier gefällt mir der Schalter nicht wirklich, könnte ja auch der Lichtschalter gemeint sein. :oops:

Vielleicht statt Schalter: auf die Tasten ein und danach statt Tastenkombinationen einfach Kombinationen schreiben.

beatrice hat geschrieben:doch bekomme keine Reaktion.


Wäre hier nicht besser?: nichts tut sich oder funktioniert nicht oder einfach nichts

beatrice hat geschrieben:Als ich es anmachen will, erlebe ich die nächste Überraschung. Auch dieses Gerät bleibt dunkel, nicht einmal der Entsperrungscode wird angezeigt. Es kann doch nicht sein, dass sich Computer und Smartphone zur gleichen Zeit aufhängen, oder? Will mir die digitale Welt ihre Liebe entziehen? Die Wanduhr und auch meine Armbanduhr zeigen immer noch fünf nach drei an.


Hier würde ich noch zwei Absätze machen, den ersten wenn die Gedanken beginnen und den zweiten, wenn der Text normal weiter geht.

beatrice hat geschrieben:Die Wanduhr und auch meine Armbanduhr zeigen immer noch fünf nach drei an.


Hier wiederholst du das anzeigen Vielleicht hier: Die Zeiger stehen immer noch auf fünf nach drei

beatrice hat geschrieben:Keine Antwort. „Schatz? Hörst du mich?“ Hat er Kopfhörer auf? Sieht nicht so aus.


Hier erneut wieder zwei Absätze mehr, der erste nach Keine Antwort. Der zweite bevor die Gedanken wieder anfangen.

beatrice hat geschrieben:Kurzerhand durchquere ich den Raum, um meine Arme um ihn zu schlingen, doch ich zucke zurück


Hier ist etwas unklar. Hast Du jetzt die Arme um ihn geschlungen, so wie es danach weiter geht oder bist du zurückgezuckt und hast es nicht getan?

beatrice hat geschrieben:Unnachgiebig wie Stein fühlt sich sein Körper an.


Das würde ich hier an dieser Stelle auslassen. Dann kannst du das zurückzucken auch stehen lassen, da du ihn ja nachher noch anfasst.

beatrice hat geschrieben:Ungläubig tastet meine Hand seinen Rücken entlang. Ich spüre dieselbe Kühle, wie wenn ich einen Felsen berührt hätte.


Vorher sprichst Du von einer Wachsfigur, dann kommst du mit der Kühle von Felsen und vorher der Stein. Irgendwie gefällt mir das nicht, es passt nicht wirklich zusammen. Wenn es eine Wachsfigur sein soll, etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen, hat das wenig mit Stein zu tun. Aber vielleicht befinde ich mich ja auf dem Holzweg. Oder ist er schon tot, aber dann würde er sicher nicht mehr stehen, oder?

beatrice hat geschrieben:Selbst sein Pullover scheint aus Stein zu bestehen. Ich ertaste eine Falte, doch sie lässt sich nicht glätten, sticht in die Innenfläche meiner Hand


Hier würde ich schreiben: Ich ertaste eine Falte seines Pullovers. (Denn es hat mir zuviel Felsen und Steine)

Keine Falten auch wenn nicht aus Stoff stechen, oder?

beatrice hat geschrieben:Meine Finger verkrampfen sich, krallen sich in seine Schulter, bis es schmerzt.


Hier ist wieder etwas unstimmig. Wenn du schreibst es ist Stein, können die Finger sich nicht nicht hinein krallen.

beatrice hat geschrieben:Schließlich rutschen sie ab.


Festgekrallt und irgendwann abgerutscht?

beatrice hat geschrieben:Panisch sehe ich mich um, reiße eine Schublade auf. Obwohl sie sich nach Holz anfühlt, bin ich nicht darüber erleichtert. Ich greife nach Messern und Gabeln, lasse sie fallen, weil das Metall so kühl ist. Wie Pepe.


Hier geht es zu schnell und ich frage mich, warum panisch.

beatrice hat geschrieben:Obwohl sie sich nach Holz anfühlt, bin ich nicht darüber erleichtert.


Das würde ich streichen, es unterbricht den Lesefluss.

beatrice hat geschrieben:Ich greife nach Messern und Gabeln, lasse sie fallen, weil das Metall so kühl ist. Wie Pepe.


Hier kommt ein Komma, vor wie Pepe.

Aber ich frage mich, warum du nach Messern und Gabeln greifst. Du wolltest doch Plätzchen holen und nicht zu Mittag essen.

beatrice hat geschrieben:Mein Blick bleibt wieder an ihm hängen, doch seine Gestalt lässt in mir die Angst hochsteigen und meine Kehle zuschnüren.


Hier würde ich einfach so oder ähnlich schreiben: Der Anblick von Pepe lässt in mir die Angst hochsteigen. Meine Kehle schnürt sich zu.

______

So das wäre geschafft. Den letzten Absatz und das mit dem Felsen und Stein und der Kälte aller Dinge würde ich noch mal überdenken und ändern. Dir fällt sicher etwas ein.

Es sind meine Gedanken zu deinem Text, vielleicht kannst du auch von meinen Bemerkungen etwas gebrauchen, ansonsten ab in den Großen Kübel.

beatrice hat geschrieben:Hey, also ich habe den ersten Teil der Geschichte mittlerweile überarbeitet. Mich würden zwei Dinge interessieren. Erstens: Ist die Reaktion meiner Protagonistin realistisch? Zweitens: Passt der Übergang zum zweiten Teil oder ist das zu krass? Wenn ja, was könnte ich einfügen?


Die Reaktion deiner Protagonistin könntest du auch noch ein bisschen dramatischer gestalten und vielleicht das Warum? ein wenig reduzieren und damit ein bisschen mehr Spannung aufbauen.

Jetzt mache ich mich an den zweiten Teil und gebe Dir auf deine weiteren Fragen eine Antwort.

Bleib am Ball, es wird schon.

Liebe Grüße

Diavolo
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