Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

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Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Gastbeitrag von freakingmuse aus meinem Blog zu diskutieren:
Plot- und planlos zum Roman

Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?
Was ist dabei herausgekommen?
Was hast du dabei gelernt?
Würdest du es wieder tun?
Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

von © Jacky

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Jacky hat geschrieben:Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?


Ich schreibe prinzipell nur ohne Plot, ohne Planung, etc... Denn, wenn ich plane, dann komme ich nie dorthin, wohin ich will, weil ich Szenen sehe, die jede Planung über den Haufen werfen.

Jacky hat geschrieben:Was ist dabei herausgekommen?


Eine noch nicht fertige Geschichte :D
Nein, jetzt im ernst: Wenn ich die Geschichte einfach laufen lassen, kommen Geschehnisse, die ich mir nie ausgedacht hätte, wenn ich geplottet hätte, und ich finde diese NEUEN Ereignisse prima....weil sich der Inhalt ändert, also zum Besten führt. Natürlich kommt es vor, dass dann die vorderen Teile angepasst werden oder auch ganz neu geschrieben werden müssen.

Jacky hat geschrieben:Was hast du dabei gelernt?


Dass ich es nie anders machen werde.

Jacky hat geschrieben:Würdest du es wieder tun?


Auf jedenfall.

Jacky hat geschrieben:Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?


Man braucht dadurch mehr Geduld und hartes Sitzfleisch, denn Willen, neu zu schreiben, wenn es die Situation erfordert.

Grüße

von © David

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Jacky hat geschrieben:Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?

Ja, fast immer.

Was ist dabei herausgekommen?

Alle drei Romane, die ich bisher fertiggeschrieben habe.

Was hast du dabei gelernt?

An einem Plot bleibe ich häufig hängen, eine Geschichte ohne Plot lässt die Charaktere selbstständiger handeln. Was aber dennoch nötig ist, sind ein Anfang, ein Ende und ein-zwei Angelpunkte der Geschichte.
Aber halt nichts, was so detailiert wäre wie ein Plot.

Würdest du es wieder tun?

Jederzeit.

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

Wichtig ist bei diesem Ansatz, ständig zu schreiben. Die Geschichte muss in einem relativ kurzen Zeitraum geschrieben werden, sonst gibt es Probleme, weil das Gedächtnis trügt. Deshalb sollte man mehrere Tage hintereinander, mehrere Stunden am Stück, schreiben.
Beim plotlosen Schreiben ist das Korrekturlesen auch viel wichtiger und aufwändiger als mit Plot, weil man stärker auf inhaltliche Fehler achten muss.
Und man sollte halt darauf achten, sich einen roten Faden zu erhalten und nicht in Nebenschauplätzen zu verlieren.
Oh, und plotloses Schreiben ist vermutlich nichts für Vollzeit-Berufstätige. Die brauchen die zeitliche Flexibilität, die ein Plot mit sich bringt.

von © shadaik

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?
Ja.

Was ist dabei herausgekommen?
Nicht sonderlich viel. Die Story ist nach fünf Kapitel „in den Müll“ gewandert. Später habe ich die Story noch einmal geschrieben und siehe da, sie ist fertig geworden.

Was hast du dabei gelernt?
Nie wieder ohne Plot! Ich verlier mich ohne Plot in Belanglosigkeiten.

Würdest du es wieder tun?
Nein. Den ich mag es ein Plot zu haben und während des Schreibens nicht mehr allzu viel über meine Geschichte nachdenken zu müssen. Ich habe auch das Gefühl, dass dadurch mein ganzen schreiben besser wird.

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?
Ich glaube ich würde ihn raten, es sein zu lassen. Da ich selbst keine guten Erfahrungen damit gemacht habe. Und wenn es jemand unbedingt machen will? Keine Ahnung was ich dieser Person raten würde, da bei mir selbst dieses planlose Schreiben total in die Hose gegangen ist. Ich wäre wohl nicht die richtige Person um einen Rat diesbezüglich zu erteilen.

von © Judicandus

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?

Ja, bisher nur ohne Plot.

Was ist dabei herausgekommen?

1 Kurzgeschichte (s. "eigene Werke"), die ich in einer halben Stunde fertig hatte; 1 Roman, dem noch ca. 2 von 20 Kapiteln fehlen. Außerdem etliche Romananfänge, darunter 1 Krimi, 1 Abenteuerbuch, 1 Fantasy-triologie, 2 Liebesromane, 1 Vampirroman, 1 historischer Roman (meine Güte). Die Anfänge bestehen jeweils aus wenigen Seiten und ein paar Stichworten.

Was hast du dabei gelernt?

Dass es bei Kurzgeschichten hervorragend funktioniert, bei längeren Sachen schwierig ist. Bei meinem derzeitigen Roman war es weniger ein Problem, da ich den sehr an einer eigenen Erfahrung orientiert habe. Dennoch fehlte und fehlt mir oft die Motivation zum Schreiben, wenn ich jetzt gar nicht weiß, was mein Protagonist als nächstes tun soll. Kaffee kochen? Aus dem Fenster springen? Allerdings ist aus einer dieser "Leerphasen" die Idee entstanden, dass eine der Hauptcharaktere sich als lesbisch herausstellt :D Und das wäre mit Plot evtl. schwierig geworden.

Würdest du es wieder tun?
Wahrscheinlich nicht. Ich habe nicht die Ausdauer, wirklich lange an einem Stück zu schreiben, und wie oben schon gesagt wurde, bei einem Projekt über 2 Jahre verliert man leicht den Überblick. Ich habe parallel jetzt angefangen, meine nächste Geschichte (eine meiner nächsten Geschichten) zu plotten, anhand von Jackys Blog.

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?
Viel Ausdauer mitbringen, ganz oft ganz viel schreiben, ausführliche Charakterbögen erstellen (mit Geburtstagen, sonst wundert sich der Leser, warum der Protagonist nach 3 Jahren immer noch nicht älter wird... und die Augenfarbe wechselt auch gerne mal :mrgreen: ).
Wie planlos ist planlos? Eine ungefähre Idee, wie das Ende aussehen könnte, sollte man schon haben. Die ist mir bei meiner jetzigen Geschichte erst in der Mitte gekommen, aber bei einem Liebesroman kann man das eher machen als bei einem Krimi oder einer in sich geschlossenen Fantasy-welt.

:!: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG!!!!!!!!!!!!!!! :!:

von © Angioletta

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?

Ja, alles. Ich habe lediglich versucht nachträglich einen Plot aufzustellen.
Wirklich was gebracht hat das allerdings nicht.

Was ist dabei herausgekommen?

EIn dreiteiliges Romanprojekt (an dessen Realisirung ich noch arbeite), viele Kurzgeschichten und Ideen für neue Romane.

Was hast du dabei gelernt?

Dass mein Kopf zu chaotisch für ein Ordnungsprinzip ist. :wink:
Ich schreibe wie Muse das beschrieben hat. Es kommt einfach.
Die Geschichte fühlt sich für mich viel lebendiger an, wenn ich nicht alles durchplane.
(Das passiert höchstens unterbewusst. Mit meiner ehem. Deutschlehrerin hatte ich deswegen sogar mal einen Streit. Ich hab im Unterricht eine meiner Geschichten vorgelesen und sie meinte, dass ich das Ende doch garantiert geplant hatte. Hatte ich aber nicht und das sagte ich auch. Sie konnte das nicht verstehen, weil sie selbst nur liest. Sie dachte wohl, ich wollte sie bloß ärgern. :wink: )
Ich lasse mich von meinen Charas leiten. Manchmal führen sie mich auf ganz anderen - viel besseren! - Wegen ans Ende einer Geschichte, als ich das könnte.
Und manchmal ist das Ende ein ganz anderes als zunächst erwartet.
Umso größer das Projekt, desto schwieriger wird das natürlich, aber es kann funktionieren.

Würdest du es wieder tun?

Ja. Ich kann einfach nicht anders.

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

Zieh es durch oder lass es ganz sein.

von © Holly

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
hey zusammen,

Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?


Ja, das mache ich eigtl. oft.

Was ist dabei herausgekommen?


Naja, ein paar Kaptiel lang ging es immer hervorragend, doch irgendwann gehen mir immer die Ideen aus. Deshalb habe ich mich jetzt entschlossen, es mal mit durchgeplanten Plot zu versuchen. Mal sehen, wie es dann funktioniert.

Was hast du dabei gelernt?

Manchmal ist es sehr gut einfach loszuschreiben, doch sobald die Geschichte etwas länger wird, kann es schwierig werden, ohne Plot. Man sollte also zumindestens einen groben
Plot haben, an dem man sich orientiert. Dann kann man innerhalb immer noch "frei" schreiben.

Würdest du es wieder tun?

Eher weniger. Da ich zwar immer super Ideen hatte, abe rnie weiter als über den Anfang gekommen bin. ^^

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie es für ihn geschickter ist. Aber ich rate unbedingt dazu, einen groben Plot zu erstellen mit Anfang, Ende und ein paar Hauptereignisse.

LG JulienDucraine

von © JulienDucraine

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?
Ja, das habe ich auch schon getan.

Was ist dabei herausgekommen?

Ich bin dabei eher unsicher und komme manchmal nicht so weiter, aber schlussendlich läuft es etwa aufs gleiche heraus. Ich kann so aber viel kreativer sein und Dinge, die mir erst spät einfallen, leichter einbauen.
Was hast du dabei gelernt?
Dass ein Plot ganz nützlich sein kann, es aber auch ohne geht und interessant ist.
Würdest du es wieder tun?
Ja, wieso auch nicht? Man lernt immer etwas dabei und es ist auch interessant. Auch wenn ich lieber einen Plot habe.
Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?
Er soll es einfach versuchen und nicht aufgeben, auch wenn er mal nicht weiterkommt. Und wenn es dann doch sehr schlecht herauskommen sollte, dann war es bestimmt eine gute Erfahrung und man hat wieder etwas gelernt.

von © Aiedail

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?
Ja.

Was ist dabei herausgekommen?
Eine längere Geschichte über 40 DIN A4 Seiten, an der ich ne halbe Ewigkeiten geschrieben hab, weil sie sich dank fehlendem Plott und Plan über mehrere Jahre hinweg einfach immer wieder verändert hat, bis ich endlich zufrieden war. Naja, es war ne Erfahrung. ^^
Und mehre Kurzgeschichten, die plotte ich eigentlich nie.

Was hast du dabei gelernt?
Erst mal gescheit nachdenken und größere Projekte planen, bevor ich anfange zu schreiben, sonst wirds nix. ;-)

Würdest du es wieder tun?
Bei was Größerem nicht, nur eben bei den Kurzgeschichten.

von © fairytale

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?


Ich schreibe fast ausschließlich ohne Plot. es gibt nichts, was einen mehr hemmt und was die Geschichte wie ein Pferd mit Scheuklappen, den schmalen Weg gehen lässt, den sie sieht.

Was ist dabei herausgekommen?


Himmel. 8 Bücher, 20 Kurzgeschichten

Was hast du dabei gelernt?

Es geht :-)

Würdest du es wieder tun?


Natürlich. Ich bin ein Mensch, der sich eine Geschichte oft jahrelang ausdenkt. Aber ich schreibe auch schon mal aus dem Ärmel heraus. Grundsätzlich schreibe ich fast alle Bücher in weniger wie drei Monate als Rohfassung. Oftmals verändern sie sich dabei und passen sich den Figuren an, oder die dem was ich schreibe. Es ist wie mit Lehm zu arbeiten. Ich habe einen Klotz davon vor mir stehen - nennen wir es man meine Kreativität und eine Idee, was ich machen will - einen Aschenbecher oder Krimi :-)
Dann geht’s auch schon los.
Wie schon gesagt entstehen die Bücher in meinem Kopf und wenn man ehrlich ist, könnte man meinen Kopf als Plot bezeichnen. Denn ich habe schon konkrete Vorstellungen, was und wie ich es schreiben will. Nur bin ich nicht an ein stupides Skript gebunden, das ich mir vorher habe ausdenken müssen.
Das wäre, wie mit Handschellen Tennis spielen. Es geht - aber wie?

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

Machen. Ehrlich. Fast alle meine Kurzgeschichten sind aus einem Funken entstanden. Eine kleine Idee und losgelegt.
Ein Mann rennt 48h lang - warum, keine Ahnung, aber ich lass ich mal laufen.
klar, man muss vieles anpassen und immer wieder zurück gehen, ändern etc. Aber hey, das ist doch okay so. Ich bin frei, flexibel und ungebunden :-)
Also machen, versuchen, wem es sein Ding ist, dabei bleiben, wer es nicht hinbekommt, soll seinen Plot schreiben.

von © mischroeder

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?
Ich habe früher nur ohne Plot geschrieben. Bin gar nicht auf die Idee gekommen, mir vorher schon Gedanken über die Geschichte zu machen :D

Was ist dabei herausgekommen?

Naja meine bisherige Lieblingsgeschichte entstand auch plotlos, aber ich hab mich oft genug irgendwo verrant, aufgegeben oder es ist kompletter Müll rausgekommen.

Was hast du dabei gelernt?
Wenn ich plotte, wenigstens ein bisschen, dann verrenne ich mich nicht in Kleinigkeiten und die Geschichte kommt da raus, wo ich es anfangs geplant habe.

Würdest du es wieder tun?
Naja, da ich eigentlich nur aus Faulheit und nicht-besser-wissen ohne Plot geschrieben habe, würde ich es vermutlich so nicht wieder tun. Allerdings bin ich heute auch kein Mensch, der jede Szene von vorne bis hinten durchplant. Ich mache mir eine Art Checkliste an die ich mich halten sollte, damit die Geschichte nicht abdriftet. Aber in lasse mir trotzdem Freiräume.

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

Tus

Schaf

von © Schaf

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Hast du schon einmal ohne Plot geschrieben?

Ja. Ehrlich gesagt hab ich erst zweimal mit Plot geschrieben. Oder eher andernthalbmal, denn nur einmal, war es ein richtiger Plot, das andere nur so eine etwas gegliederte Abfolge der wichtigsten Ereignisse.

Was ist dabei herausgekommen?

Erstmal Chaos :lol:
Nein, also nicht pures Chaos. Der Anfang lief immer ganz gut, aber irgendwann ist es immer schwerer geworden, was zu schreiben. Bis ich irgendwann gar nichts mehr gefunden hab und festgestellt hab, dass alles nur noch irgendwie vor sich hingedümpelt ist. Da hab ich dann aufgehört. Mein derzeitiges Projekt ist auch mehr oder weniger plotlos (bis auf ein paar Stichpunket halt, die aber eigentlich nicht mehr übereinstimmen). Es ist das bis jetzt einzige, das ich vermutlich mal zu Ende bringen werde *freu* und das sogar nach relativ kurzer Zeit. :wink:

Was hast du dabei gelernt?

Das es (mir zumindest) nichts bringt, sich einfach hinzusetzten und loszuschreiben. Dann verliert man den Faden und die Geschichte "stirbt". Man bracuht ein paar Punkte, an die man sich halten kann, ein Gerüst.
Aber ich persönlich kann nicht plotten. (Oder besse gesagt mit Plots arbeiten) Einmal hab ich es versucht, mich hingehockt und gezwungen, alles bis ins kleinste Detail zu plotten. Dann hatte ich endlos viele Seiten Plot, wusste, wie die Geschichte ablaufen würde, hätte sie bloß noch schreiben müssen - und hab's nie getan. Irgendwie war es mir zu langweilig. Es stand schon alles fest und bloß noch schreiben - ich hab aufgegeben und den Plot auf meinem Rechner schlummern lassen.

Würdest du es wieder tun?

Ja, auf jeden Fall. Ich glaube nicht, dass ich noch mal plotten werde. Ist bei mir irgendwie in die falsche Richtung losgegangen :wink:

Was würdest du jemandem raten, der planlos schreiben möchte?

Nicht völlig planlos schreiben. Man braucht ein Gerüst. Und vor allem: Immer weiter schreiben. Nicht aufhören, wenn's mal nicht läuft, sondern dranbleiben und zur Not irgendeinen Schwachsinn schreiben. Kann man ja nachher umändern, wenn man weiß, wie die Geschichte dann weiter-/ausgeht!

von © Mara

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Ich war richtig froh darüber, dass es offensichtlich noch andere Menschen gibt, die das ganze einfach auf sich zukommen lassen, die einen groben Plan haben was so ungefähr alles passieren könnte - und dann immer wieder, irgendwie neue Ideen einfließen lassen und dann gar nicht mehr soo genau wissen wie das jetzt endet, dass alte Ziel immer mehr in die Ferne rückt und durch ein neues, vermeintlich besseres ersetzt wird, oder ergänzt.

Leider hab ich die Erfahrung von Schreibblockaden deswegen auch erleben müssen.
Mein Roman liegt schon seit gut 2 Jahren auf Eis und ich hab momentan überhaupt keine Muse irgendwie wieder anzufangen, zumal die Anfänge gut 5-6 Jahre alt sind und, entsprechend meinem Alter, so gut wie alles von vorne neu geschrieben werden müsste. :(

Da ich aber noch nie mit einer plotlosen Geschichte fertig wurde bzw. diese maximal eine Kurzgeschichte wurde, kann ich die gestellten Fragen nicht wirklich beantworten.

Ich üb mich hauptsächlich daran, Nachts ohne vorüberlegtes Thema einfach hinzusetzen und zu schreiben. Das läuft recht gut und hat neben Ausschussware auch einige sehr geniale Sachen zu Tage gebracht. Vor allem der Indikator des leichten und kontrollierten Alkoholgenusses hilft ungemein nicht ewig umherzugrübeln sondern einfach mal zu schreiben... *g*

Und ein Notizbuch brauch ich langsam auch unbedingt. Wären verloren gegangene Ideen Ruinen, man könnte meinen ich hätte ganze Städte schon in Schutt und Asche gelegt um übertrieben methaporisch zu antworten... :)

von © Amixor33

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
Und ein Notizbuch brauch ich langsam auch unbedingt. Wären verloren gegangene Ideen Ruinen, man könnte meinen ich hätte ganze Städte schon in Schutt und Asche gelegt um übertrieben methaporisch zu antworten... :)


Das mit dem Notizblock ist so ein Ding, das sich alle irgendwie aneignen. Ich weiß net. Ich habe nun auch eins gekauft und trage es mit mir rum, aber ich schreibe nur rein, lese nie daraus. Wenn ich eine Idee habe, dann bleibt die auch in meinem Kopf. Und zwar scheinbar für immer.

jedes Mal wenn ich Lust habe, mal wieder eine Kurzgeschichte zu schreiben, muss ich mich nur kurz in meinen Kopf umsehen und da reicht in der Regel aus. Würde ich alle meine Ideen aufschreiben, ich wüsste gar nicht, wie man die in dem Buch wieder findet.

Wie organisiert man so ein Notizbuch eigentlich. ich meine schreibt ihr das einfach irgendwie irgendwo hin oder gibt es da einen Teil für gute Sätze, gute Ideen oder Orte oder wie geht das?

Ehrliche Frage ...

von © mischroeder

Re: Gastbeitrag: Plot- und planlos zum Roman

 
mischroeder hat geschrieben:
Und ein Notizbuch brauch ich langsam auch unbedingt. Wären verloren gegangene Ideen Ruinen, man könnte meinen ich hätte ganze Städte schon in Schutt und Asche gelegt um übertrieben methaporisch zu antworten... :)


Das mit dem Notizblock ist so ein Ding, das sich alle irgendwie aneignen. Ich weiß net. Ich habe nun auch eins gekauft und trage es mit mir rum, aber ich schreibe nur rein, lese nie daraus. Wenn ich eine Idee habe, dann bleibt die auch in meinem Kopf. Und zwar scheinbar für immer.

jedes Mal wenn ich Lust habe, mal wieder eine Kurzgeschichte zu schreiben, muss ich mich nur kurz in meinen Kopf umsehen und da reicht in der Regel aus. Würde ich alle meine Ideen aufschreiben, ich wüsste gar nicht, wie man die in dem Buch wieder findet.

Wie organisiert man so ein Notizbuch eigentlich. ich meine schreibt ihr das einfach irgendwie irgendwo hin oder gibt es da einen Teil für gute Sätze, gute Ideen oder Orte oder wie geht das?

Ehrliche Frage ...

Nunja, da ich ja keines hab - kann ich schwerlich diesbezüglich antworten.

Es passiert nur leider allzu oft, dass mir just dann die besten Ideen einfallen, wenn ich 100%-ig nichts zu schreiben dabei hab und weit, weit von meinem Schreibtisch entfernt bin.

Und es ist nicht unbedingt die Idee die ich mir aufschreiben würde. Deren grober Rahmen bleibt in der Tat im Regelfall irgendwo hängen, doch oft sind es bestimmte Formulierungen die mir durch den Kopf schießen, die auch nicht mal unbedingt aufhören, noch kontrollierbar sind. Es fließt sozusagen aus mir herraus und ich kann es nicht auffangen und festhalten.

Zudem entstehen solche Gedankengüße meist in einer bestimmten atmosphärischen Stimmung und seelischer Verfassung, die es schwerlich auf Kommando zu simulieren macht, sodass das drum herum oft einzigartig ist; eine Neuauflage der gekommenen Ideen, sofern sie noch komplett erhalten sind, schwerlich 1:1 dem ursprünglichem entsprechen und mir oft verfremdet und nicht mehr so klar, ehrlich und aussagekräftig vorkommen wie einst.

Ob da ein Notizbuch hilft - ich hoffe es. ;)

von © Amixor33

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