(Gelöst) Charakter für mich ein Rätsel

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(Gelöst) Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Bastet » 10.07.2015, 10:58

Guten Tag liebe Mitschreiber,
ich habe gerade ein kleines Problem, das für mich neu ist. Normalerweise weiß ich, was meine Charaktere machen sollen und wie sie sein sollen. Jetzt bin ich allerdings an einem Punkt, an dem ich eigentlich eine Person vorstellen möchte, die bisher noch nicht aufgetreten ist und später eine Schlüsselrolle bekommt.
Sie ist zwar in einem Kloster aufgewachsen, aber eine Nonne im eigentlichen Sinne ist sie nicht, denn sie ist in der Jugend abgehauen und führt eher ein Leben, das zu Steckbriefen führt. :twisted: :wink:
Sie soll allerdings eher unauffällig sein, sodass sie keiner mit den Steckbriefen in Verbindung bringt. Allerdings habe ich mir ein Aussehen für sie überlegt, mit dem sie zu 100 % auffällt. :(
Das ist jedoch nicht das einzige Problem, denn ich habe keine Ahnung, warum sie so handelt wie sie es eben tut. Diese Frau ist für mich ein Rätsel. :?
Hat jemand einen Vorschlag, wie ich mich der Dame nähern und ihr Rätsel zumindest für mich lösen kann, damit ich es dem Leser erklären kann?

LG bastet
Zuletzt geändert von Bastet am 27.09.2015, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Valdis » 10.07.2015, 11:03

Bastet hat geschrieben:Sie soll allerdings eher unauffällig sein, sodass sie keiner mit den Steckbriefen in Verbindung bringt. Allerdings habe ich mir ein Aussehen für sie überlegt, mit dem sie zu 100 % auffällt. :(
Das ist jedoch nicht das einzige Problem, denn ich habe keine Ahnung, warum sie so handelt wie sie es eben tut. Diese Frau ist für mich ein Rätsel. :?


Das klingt alles sehr interessant, aber nähere Informationen betreffs deiner problematischen Dame wäre hilfreich.
In wie fern fällt sie so sehr auf? Was tut sie? :oops:

Liebe Grüße
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Maggi1417 » 10.07.2015, 11:10

Wichtig um einen konsistenten Charakter zu konstruieren, ist, dass man sich bei allen, was man sich zu dieser Figur überlegt, immer wieder die folgenden zwei Dinge prüft:

a) woher kommt das? b) wozu führt das?

Ich habe mittlerweile einen recht effektiven Algorithmus entwickelt, um den Kern meiner Figuren zu entwickeln. Da er auch bei anderen Usern ganz gut angekommen ist, kopiere ich ihn hier noch mal rein. Ich hoffe, das hilft dir weiter.

Spoiler: Anzeigen
Schritt1:
Es beginnt damit, dass man darüber nachdenkt, welche Wunden die Figur hat. Welches Ereignis (oder Ereignisse) in der Vergangenheit hat bleibende Narben in der Psyche des Charakters hinterlassen.
Der writershelpingwriters-blog zählt sieben Kategorien auf: Physische Verletzungen oder Behinderungen, Opfer von Ungerechtigkeit, Verbrechen, etc. , Fehler oder Versagen der Figur selbst, Verrat und Enttäuschung, Isolation und Ausgrenzung, Im Stich gelassen- oder Abgelehnt werden, Desillusionierung.
(Es muss sich nicht immer um die obligatorische tragische Vergangenheit handeln. Nicht jede Figuren brauchen tote Eltern oder Misshandlungen in der Kindheit. Aber niemand geht auf Wolken durchs Leben. Narben trägt eigentlich fast jeder ab einem bestimmten Alter. Kreativität ist angesagt.)

Schritt 2:
Als nächstes macht man sich Gedanken darüber, wie diese Erlebnisse das Denken der Figur geprägt haben. Einige Autoren nennen das "die Lüge, die die Figur glaubt". Es handelt sich dabei um verallgemeinerte (falsche) Annahmen über sich selbst, Menschen, die Welt, etc. Eine Figur, die von der Gesellschaft immer wieder ausgegrenzt wird, kommt vermutlich irgendwann zu dem Schluss "Ich bin anders. Ich gehöre nicht dazu". Eine Figur, die einmal schwer betrogen wurde, kommt zu dem Schluss "Man darf niemandem trauen, außer sich selbst". Je nach Figur kann das ganze auch ganz unterschiedliche Wege nehmen. Eine Figur, der Gewalt angetan wurde kommt eventuell zu dem Schluss "Es ist am beste unauffällig und unterwürfig zu bleiben, dann ist man sicher." Genauso gut könnte sie aber auch anfangen zu glauben "Du musst härter sein, als alle anderen. Dann bist du sicher."
Wenn man sich klar gemacht hat, welche Lügen die Figur glaubt, dann hat man schon einen ziemlich guten Kompass zur Hand um zu entscheiden, wie sie in bestimmten Situationen fühlt und handelt.

Schritt 3:
Ängste. Das ist ja so ein Punkt der eigentlich immer in diesen Profilen auftaucht. Man muss sich da nichts aus den Fingern saugen. Die Antwort findet man in Schritt 1. Die Figur hat Angst davor, die Erfahrungen aus Schritt 1 in der selben oder einer anderen Form noch einmal zu erleben. Auch hier kann man daraus wieder gut ableiten, wie ein Charakter fühlt und handelt.
Eine Figur, die einmal im Stich gelassen wurde, wird Angst haben, dass es noch mal passiert und sich gar nicht erst auf andere verlassen. Jemand der immer ausgegrenzt wurde, wird gar nicht erst versuchen, dazuzugehören, um die Erfahrung nicht noch einmal machen zu müssen. Eine Figur, die einmal einen großen Fehler gemacht hat, wird versuchen, sich verantwortungsvollen Aufgaben zu entziehen, weil sie nicht noch einmal versagen will.

Schritt 4:
Schwächen.Nach den ersten drei Schritten springen die einem eigentlich fast ins Gesicht. Es sind die Ansichten, die sich aus der Lüge ableiten, die die Figur glaubt. Die Verhaltensweisen und Mechanismen, die die Figur davor schützen sollen, die selben Schmerzhaften Erfahrungen noch einmal zu machen.
Natürlich funktioniert das nicht (wo wäre da der Spaß?). Diese Schwäche/Schwächen wird der Figur immer wieder im Weg stehen und sie daran hindern, ihre Ziele zu erreichen. Der sogenannte fatal flaw. Erst wenn der Charakter die Lüge enttarnt und seine Schwäche überwindet, kann das Ziel erreicht werden (mehr dazu unten).

Das ganze funktioniert übrigens auch rückwärts: Wenn ich zum Beispiel gerne einen Charakter hätte der Arrogant, Feige oder Selbstsüchtig ist, dann muss ich mir nur die Frage stellen "Welche schmerzhaften Gefühle versucht meine Figur durch dieses Verhalten zu vermeiden?" Und dann noch einen Schritt zurück "Bei welchem traumatischen Ereignis hat die Figur diese Gefühle zum ersten Mal erlebt?" Voilà.

Entwicklung: Wenn man einen Charakter möchte, der sich entwickelt (und wer möchte das nicht), dann orientiert man sich an der Lüge aus Schritt 2. Die Figur beginnt diese Annahme in frage zu stellen, stellt fest das sie falsch ist, und schafft es, die erlernten Verteidigungsmechanismen (aka Schwächen) zu überwinden. Zum Beispiel: Der Protagonist, der in seiner Kindheit verlassen wurde und sich deshalb nur auf sich selbst verlässt. Das schadet ihm. Es kommt ihm bei der Lösung von Problemen immer wieder in die Quere. Doch dann, im Laufe der Handlung, findet er Leute, die ihm zu Seite stehen. Er beginnt die Annahme "ich kann mich nur auf mich selbst verlassen" in Frage zu stellen,schafft es letztendlich seine Schwäche (nicht vertrauen können) zu überwinden und kann sein Problem lösen.


Hier ist die Quelle, auf der diese Technik basiert.
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Bastet » 10.07.2015, 11:45

Hallo,
@ Maggi: das ist ein sehr guter Leitfaden, ich konnte mir beim Durchlesen schon einige Fragen erleichtern. Vielen Dank. :D manchmal stellt man bloß nicht die richtigen Fragen, nicht wahr?

@ Valdis: ich habe zwei Versionen für die Geschichte der Dame. Eins ist sicher, ich möchte ihr eine dunkle Haut geben, was im europäisch angehauchten Mittelalter recht auffällig sein dürfte und Tatsache ist auch, dass sie ein uneheliches Kind der obersten Nonne ist, weswegen sie als Findelkind im Kloster aufwächst.
Die erste Überlegung: sie wurde als Hexe angeklagt wegen ihres exotischen Aussehens, sie überlebt den Scheiterhaufen, weil sie von einem Freund befreit wird, allerdings hat sie sich die eine Gesichtshälfte verbrannt, die seit dem durch Narben gezeichnet ist. In dieser Version ist sie "nur" eine Diebin.
Die zweite Idee: sie wurde von einem Adligen missbraucht, da er sie aufgrund ihres äußeren für Freiwild hielt. Sie hat ihn umgebracht, weswegen sie als Mörderin gesucht wird. In dieser Version ist sie auch eine Diebin, um zu überleben.
Was sie nun machen soll: sie soll einen Mönch aus dem Exil befreien, da er ihr dank seiner medizinischen Kenntnisse das Leben gerettet hat und sie sich revanchieren möchte.

Was findet ihr besser?
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Valdis » 10.07.2015, 12:04

Eins ist sicher, ich möchte ihr eine dunkle Haut geben, was im europäisch angehauchten Mittelalter recht auffällig sein dürfte und Tatsache ist auch, dass sie ein uneheliches Kind der obersten Nonne ist, weswegen sie als Findelkind im Kloster aufwächst.

Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt entwickelte sich im Mittelalter die Vorstellung das einer "Der Drei Heiligen" ein Schwarzer war. Wodurch sich einige Adelshäuser und Kaufleute "Kammermohren" hielten, dadurch sollte deine Prota nicht so sehr auffallen.
Das mit dem unehelichen Kind kann man zum Glück keinem Menschen ansehen, wodurch das wohl eher nebensächlich wäre.

Überzeugen würde mich persönlich deine zweite Version, sie klingt realistischer.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen :oops:

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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Bastet » 10.07.2015, 12:21

Valdis hat geschrieben:
Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt entwickelte sich im Mittelalter die Vorstellung das einer "Der Drei Heiligen" ein Schwarzer war. Wodurch sich einige Adelshäuser und Kaufleute "Kammermohren" hielten, dadurch sollte deine Prota nicht so sehr auffallen.


Stimmt, du hast Recht. Danke, das war mir völlig entfallen. :D
Juhuu, meine Dame, die nicht ganz so damenhaft ist, hat eine Zukunft. Danke Maggi, danke valdis.
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Lautin » 10.07.2015, 14:05

also, wenn sie das Kind der obersten Nonne ist, bleibt die Frage nach dem Vater. Wenn sie jetzt nicht grad typisch afrikanisch oder arabische Erscheinungsmerkmale aufweist, dann bleiben noch immer die dunkleren Hauttypen der südeuropäischen Länder, die nicht direkt auffällig waren. Dazu kommt, das sie ein "Mischling" ist, die Noone jetzt nicht gerade auch dunklere Haut hat?

Wie "dunkel" soll ihre Hautfarbe denn sein? Wie sieht sie aus? Eine Halb-Afrikanerin fällt natürlich schon an den unterschiedlichen Gesichtsmerkmalen mehr auf, als eine arabische exotische Schönheit, die man auch für eine Vollblut-Italienerin halten könnte.


Von deinen zwei Varianten finde ich auch die zweite die bessere Wahl. Allerdings ist sie durch diese Tat nicht nur eine gesuchte, sondern tatsächlich eine Mörderin. Dazu eine Diebin. Basierend darauf würde ich jetzt nicht behaupten, das es zu ihr passt, sich rein aus Dankbarkeit bei jemanden revanchieren zu wollen.

Es sind einschneidende Erlebnisse, die jetzt nicht auf einen gutmütigen und gerechten Charakter schließen lassen, außer es gab auch hierzu Begründungen in der Denkweise der Person. Vielleicht hat sie ihn nicht ermordet, sie war sich darüber 100% sicher, er war nur verletzt, jemand anderes schiebt ihr die Tat unter oder vielleicht starb er an der Verletzung, weil sie sich entzündete. Weshalb sie an sich zweifelt, sie war keine Mörderin, es war Selbstschutz usw, sie hatte ihn nicht töten wollen. Oder sie tötete ihn aus voller Überzeugung und steht bis heute hinter der Tat.

Ich schreibe "einschneidende Erlebnisse" wie solche erst als Stichpunkte als Zeittafel und wirklich Einflussreiche bei meinen Charakteren aus, forme sie zu einer kleinen eigenen Geschichte, auch wenn sie zwangsläufig nichts mit dem Roman zu tun haben. Aber durch ihre Vergangenheit werden die Charaktere erst Lebhaft und man kann daran festsetzen "Wie passt der Charakter in die Geschichte" und "was musste in seiner Vergangenheit geschehen um so zu werden', gerade wenn sie ein Schlüsselcharakter werden sollen.


Oft hilft auch, wie war sie als Kind, was hat sie im Kloster erlebt. Wie war sie als junges Mädchen, was hat sie wann gelernt. Was hat sie gelernt und bei wem, mit wem. Was hat sie gestohlen, bei wem, warum, wurde sie fast erwischt? Was hat sie dann getan um besser zu werden usw.

Hoffe das hilft einwenig und verwirrt nicht noch mehr :)

LG
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Mefla » 22.09.2015, 21:27

Hallo Bastet,

ich hätte spontan an eine dritte Variante gedacht:
Durch ihre (was auch immer) kriminellen Aktivitäten hat sie einmal jemand Nahestehenden in Gefahr gebracht (oder ins Gefängnis, wenn nicht noch schlimmer). Das hat sie schwer getroffen, sodass sie sich in ein Kloster zurückgezogen hat um zum Einen Buße zu tun und sich zum Anderen verstecken.

Zu ihrer Hautfarbe: Ist ja nicht so, dass es nicht schon sehr früh Schminke (bzw Puder) gab. So etwas könnte sie doch verwenden.
Oder sie verlässt selten das Kloster und wenn, dann nur in Gemeinschaft mit andren vertrauten Nonnen und ziemlich verhüllt/vermummt

LG Mefla
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Re: Charakter für mich ein Rätsel

Beitragvon Bastet » 24.09.2015, 19:58

Sie ist eher der afrikanisch aussehende Typ, denn aufgrund von Valdis' Idee habe ich ihren Vater zum Geliebten einer Adligen ernannt, die Oberschwester, also ihre Mutter, traf ihn bei einer Messe. Sie verliebten sich ineinander. :wink:
Das junge Mädchen selbst weiß, wer ihre Eltern sind, aber da die Nonne ja eigentlich keuch sein müsste, wächst sie in dem Kloster ihrer Mutter als Findelkind auf.
Nachdem sie den Adligen getötet hat, der sie, ein vierzehnjähriges Mädchen, vergewaltigen wollte, ist sie geflohen und als sie halb erfroren an einem See zusammen brach, fand ein Mann sie und kümmerte sich um sie, bis er starb. Sie hatten ein Verhältnis wie Vater und Tochter zueiander. Er war ein Dieb und ein Meuchelmörder.
Warum sie dem Mönch hilft, war mir persönlich eindeutig, denn wenn man sein ganzes Leben behandelt wird wie minderwertig, ist man dann nicht dankbar, wenn plötzlich ein Mensche gut zu dir ist?

Ich danke euch für eure Ideen.
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