gibt's hier erfahrene Piloten?

Nachforschung, Untersuchung, Information. Hintergrundinformationen für deine Werke. Fragen bzgl. Geschichte, Gesellschaft, Technologie, etc.

Re: gibt's hier erfahrene Piloten?

Beitragvon Max S » 05.09.2015, 16:42

Theoretisch kann mit dem Rotor auch in der "Helikopter-Stellung" gebremst werden, der Pilot würde dafür knapp über der Landebahn/-zone den Rotor nutzen um die Sinkrate zu reduzieren.
Hierbei wäre allerdings das halten der Balance fast unmöglich.
Der Pilot würde eher mit den Antrieben in der 2. Flugstellung (schräg) bremsen, damit die Rotorblätter nicht abbrechen.
Die Verzögerung ist geringer als wenn er sie in Flugstellung lassen könnte (was ja nicht geht), aber doch weit größer als wenn er einfach ausrollen würde.

Eine dritte Möglichkeit gibt es, die aber die Maschine unbrauchbar machen würde.
Auf weicheren Untergründen (Schotterbahn, Wiese) den Flieger mit eingefahrenem Fahrwerk mit den Rotoren in Helikopter-Stellung auf den Boden drücken.
Das würde ziemlich schweren Schaden am Unterboden verursachen, abder der Flieger würde schnell stehen.

Max
Bei mir gibt es kein Fundbüro, Rechtschreib- und Gramatikfehler dürfen behalten und weiterverwendet werden.
Max S
 
Beiträge: 223
Registriert: 19.03.2013, 20:41
Wohnort: Hamburg

Re: gibt's hier erfahrene Piloten?

Beitragvon Ankh » 05.09.2015, 20:36

Max S hat geschrieben:Der Pilot würde eher mit den Antrieben in der 2. Flugstellung (schräg) bremsen, damit die Rotorblätter nicht abbrechen.
Die Verzögerung ist geringer als wenn er sie in Flugstellung lassen könnte (was ja nicht geht), aber doch weit größer als wenn er einfach ausrollen würde.


Kannst du mir beschreiben, wie das in etwa ablaufen würde? Er würde in Flugstellung einen geeigneten Platz suechen, dann 70° aufstellen, und dann mit den Seitenrudern abfangen, was der eine Rotor an Abweichung verursacht? Wie "bremst" man genau mit einem Rotor? Gegenschub?

Eine dritte Möglichkeit gibt es, die aber die Maschine unbrauchbar machen würde.
Auf weicheren Untergründen (Schotterbahn, Wiese) den Flieger mit eingefahrenem Fahrwerk mit den Rotoren in Helikopter-Stellung auf den Boden drücken.
Das würde ziemlich schweren Schaden am Unterboden verursachen, abder der Flieger würde schnell stehen.


Schäden sind sowieso nicht zu vermeiden, das macht auch nix, Hauptsache er kommt lebend da raus. Aber kann er mit einem Rotor auf diese Weise runtergehen? Er müsste ja erstmal seine Vorwärtsbewegung stark reduzieren, fällt er dann nicht einfach aus dem Himmel?
Benutzeravatar
Ankh
 
Beiträge: 461
Registriert: 05.07.2015, 12:27

Re: gibt's hier erfahrene Piloten?

Beitragvon Max S » 05.09.2015, 23:38

Ein V22 Osprey kann grundsätzlich nicht mit den Rotoren in Flugstellung landen, sie müssen immer mindestens gekippt.
Deswegen, und da er keine wirklichen Landeklappen besitzt, ist der Osprey immer recht langsam wenn er landet.
Es gab Fälle von zivilen Flugzeugen, die deutlich instabilere Rümpfe haben, die mit mehr als dreihundert Stundenkilometern "einschlugen" und wo alle ausgestiegen sind.
Die "Blechröhre" ist erstaunlich robust.

Die Landung mit dem schrägen Antrieb würde er (gegeben das genug Platz da ist) in einer leichten Kurve einfliegen, um den ungleichmäßigen Schub auszugleichen.
Die Ruder können gegenwirken, aber das Ungleichgewicht nicht ausbalancieren.

Sobald er aufsetzt könnte er mit den Rudern besser gegensteuern, da er nicht mehr um die Längsachse "abrollen" kann.
Er würde jedoch über die Landestrecke immernoch langsam auf die Seite des kaputten Antriebes "driften" (einen Bogen fahren, anstatt einer Linie).

Ich hoffe das war halbwegs verständlich,

Max
Bei mir gibt es kein Fundbüro, Rechtschreib- und Gramatikfehler dürfen behalten und weiterverwendet werden.
Max S
 
Beiträge: 223
Registriert: 19.03.2013, 20:41
Wohnort: Hamburg

Re: gibt's hier erfahrene Piloten?

Beitragvon Ankh » 06.09.2015, 11:13

Max S hat geschrieben:
Die Landung mit dem schrägen Antrieb würde er (gegeben das genug Platz da ist) in einer leichten Kurve einfliegen, um den ungleichmäßigen Schub auszugleichen.
Die Ruder können gegenwirken, aber das Ungleichgewicht nicht ausbalancieren.

Sobald er aufsetzt könnte er mit den Rudern besser gegensteuern, da er nicht mehr um die Längsachse "abrollen" kann.
Er würde jedoch über die Landestrecke immernoch langsam auf die Seite des kaputten Antriebes "driften" (einen Bogen fahren, anstatt einer Linie).



Leichte Kurven/Bögen geht nicht, weil er sich eine Straße zum Notlanden aussucht. Die Chance, eine passend gebogene Straße zu finden ist eher gering :|
Benutzeravatar
Ankh
 
Beiträge: 461
Registriert: 05.07.2015, 12:27

Re: gibt's hier erfahrene Piloten?

Beitragvon Max S » 07.09.2015, 00:20

Wenn die Straße nicht gerade mitten in der Innenstadt oder im Wald liegt könnte er ja über die Felder/Wiesen/etc anfliegen, aufsetzen, abbremsen, und auf den letzten Metern wieder von der Straße abkommen.

Max
Bei mir gibt es kein Fundbüro, Rechtschreib- und Gramatikfehler dürfen behalten und weiterverwendet werden.
Max S
 
Beiträge: 223
Registriert: 19.03.2013, 20:41
Wohnort: Hamburg

Vorherige

Zurück zu Recherche

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast