[UrFan] Golden Ratio

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[UrFan] Golden Ratio

Beitragvon Life » 07.10.2015, 17:54

Hallo ihr Lieben,

ich lese hier jetzt schon ziemlich lange mit und habe nun beschlossen, auch mal einen Text von mir hochzuladen.
Bei dem Ausschnitt handelt es sich um den Anfang meines (hoffentlich irgendwann mal) Romans. :D

Viel Spaß und ich freue mich auf Rückmeldungen.



Langsam kam ich zu Bewusstsein und sofort schoss ein stechender Schmerz durch meinen gesamten Körper. Ich versuchte, ein Stöhnen zu unterdrücken und blinzelte einige Male bis die vor meinen Augen tanzenden weißen Flecken verschwanden. Bemüht, mich möglichst wenig zu bewegen, versuchte ich mich umzuschauen. Der Boden unter mir war aus warmem und weichem Teppich, roch jedoch etwas muffig, und sein dunkler Rot-Ton harmonierte mit dem fast schwarzen Holz der Bücherregale, die den größten Teil der Wände ausfüllten. Der Raum war weitläufig und besaß zwei große bis zum Boden reichende Fenster, die den Blick auf die wenigen Lichter einer schlafenden Stadt freigaben.
Langsam kamen die Erinnerungen zurück. Die Männer, die nachts gekommen waren. Das Feuer und der Rauch, der mich zu ersticken drohte. Die Schreie meiner Eltern und meines Bruders. Mein Bruder, den ich verzweifelt versucht hatte zu finden in all dem Rauch und dem herabfallenden Geröll. Dann zwei Männer, die ihre Arme um mich schlangen und mich aus dem, in sich zusammenfallenden Haus zerrten, um mich zu einem Mann zu bringen, der einige Meter entfernt stand und das Feuer beobachtete. Ein Mann...
„Ich sehe, du bist endlich wach.“, sagte plötzlich eine dunkle, ruhige Stimme hinter mir und riss mich zurück in die Gegenwart. Diese Stimme, seine Stimme,…, der Mann vor dem Haus.
Ich drehte den Kopf, noch immer auf dem Boden liegend und verzog erneut das Gesicht aufgrund der Schmerzen. Er stand vor einem Kamin, in dem noch die Reste eines ehemaligen Feuers schwach glühten. Der Mann war etwa 1,90m groß und knapp dreißig Jahre alt. Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und er stand aufrecht an den Kaminsims gelehnt da. Seine Kleidung war ausnahmslos schwarz, was sein blondes, kurzes Haar nur noch heller erscheinen ließ. Jetzt ließ er die Arme fallen und durchquerte langsam den Raum. Je näher er mir kam, desto mehr spürte ich, wie die Angst mir die Kehle zuschnürte. Ich kannte diesen Mann, obwohl ich ihm bis zu dieser Nacht noch nicht persönlich begegnet war. Lord Anthony Divinius. Der mächtigste Magier in Silbertal, meiner Heimatstadt.
Ohne die Augen von ihm abzuwenden, kämpfte ich mich auf alle viere und zog mich dann an der Wand hoch, wobei mir augenblicklich schwindelig wurde und ich Mühe hatte, mich ob der Schmerzen nicht zu übergeben. Er stand jetzt nur noch wenige Meter vor mir und schaute mir mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht zu, wie ich verzweifelt versuchte, das Gleichgewicht zu halten. Ich mühte mich, mein Gesicht ausdruckslos wirken zu lassen. Ich wollte ihn mit meinem Schmerz nicht mehr amüsieren, als unbedingt nötig.
Einen Moment lang, starrte er mich lediglich mit seinen eisblauen Augen an, dann zuckte er mit den Schultern und grinste erneut.
„Ich werde dich mit meinem Symbol zeichnen“, sagte er, „und wenn die Zeit reif ist, wirst du mein sein.“ In meinem Kopf rasten die Gedanken. Ich? Eine Gezeichnete? Die Panik drohte, mich zu überschwemmen, doch mir blieb keine Zeit zum Nachdenken. Lord Anthony hob seine rechte Hand und drehte die Innenfläche nach oben, auf der ein goldener Funken erwachte, der sich wirbelnd vergrößerte. Das glühende Gold schien weder fest noch flüssig zu sein, sondern nahezu vollständig aus Licht zu bestehen und wirkte doch greifbar. Ich spürte die Hitze, die von der wirbelnden, pulsierenden Masse ausging. Magie, schoss es mir durch den Kopf. Es dauerte nur wenige Sekunden, dann hatte sich aus dem ehemaligen Funken ein kleiner Dolch geformt, den Lord Anthony nun aus der Luft über seiner Handfläche griff, um sich daraufhin wieder mir zuzuwenden. Mit schreckensgeweiteten Augen starrte ich auf den goldleuchtenden Dolch in seiner Hand und drückte mich an die Wand in meinem Rücken. Die Panik, die meinen Kopf nun vollständig auszufüllen schien, ließ keinen klaren Gedanken mehr zu. Wie durch einen Schleier sah ich zu, wie er den letzten Meter zwischen uns überwand und dann den Dolch nutzte, um mein mit Ruß und Staub bedecktes Shirt mit wenigen Schnitten zu Boden fallen zu lassen.
„Leg dich auf den Bauch.“, befahl er in ruhigem, aber absolut kaltem Ton. Zitternd ließ ich mich an der Wand zu Boden gleiten und streckte mich langsam auf dem Teppich aus. Ich hatte Angst, solche Angst. Das Bedürfnis, zu schreien, weg zu laufen, irgendetwas zu tun, war übermächtig.
Und dann spürte ich, wie sich die Spitze des magischen Dolches in mein Schulterblatt bohrte. Ich schrie. Ich schrie wie noch nie in meinem Leben. Die Klinge schnitt durch meine Haut und hinterließ ein schreckliches Brennen, als würde man unzählige glühende Eisen auf meinen Rücken pressen. Noch nie hatte ich etwas Derartiges ertragen müssen. Mein Fleisch, meine Knochen, mein ganzer Körper schien in Flammen zu stehen. Meine Schreie hallten von den Wänden wieder und langsam begann die angenehme Dunkelheit der Ohnmacht am Rande meines Bewusstseins empor zu kriechen.
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Re: [UrFan] Golden Ratio

Beitragvon FrozenBambi » 08.10.2015, 08:51

Hallo Life,

ich habe mal über deinen Text gelesen und mich entschieden, diesen nach einem ganz neuen Schema zu durchpflügen, da mir viele gängige stilistische "Fehler" aufgefallen sind.


Stilistische / storytechnische Änderungsvorschläge

Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und er stand aufrecht an den Kaminsims gelehnt da.


- Diese Konstruktion mit "und" würde ich einfach durch einen Punkt trennen. So klingt es gezwungen. Nebenbeibemerkt, wenn ich mich wo anlehne, schließt das eigentlich aus, aufrecht zu stehen ...

Der mächtigste Magier in Silbertal, meiner Heimatstadt.


- Diese Beifügung kann man auslassen. a) Infodump b) macht es es doch gerade spannender, wenn man nicht weiß, dass das ihre Heimat ist

Magie, schoss es mir durch den Kopf.


- Sie weiß doch, dass er der mächtigste Magier ist und offenbar sagt ihr es auch etwas, wenn man "gezeichnet" wird. Und jetzt tut sie "überrascht", dass er Magie nutzt? Ne.
- Außerdem kommt es doppelt komisch, wenn der Typ hier ohnehin schon nen magischen Aufwand treiben mus, statt nen Dolch aus der Lade zu kramen (nach x-Zeichnungen sollte er jetzt wohl schon einen ordentlichen Lagerbestand an Dolchen haben) und dann kommentiert sie das auch noch übertrieben

Es dauerte nur wenige Sekunden, dann hatte sich aus dem ehemaligen Funken ein kleiner Dolch geformt, den Lord Anthony nun aus der Luft über seiner Handfläche griff, um sich daraufhin wieder mir zuzuwenden.


- ehemaliger Funken überflüssig
- kleiner Dolch unnötig das zu sagen, schreib einfach Dolch oder präzisier es als Ritualdolch o.ä.
- nun ist ein Füllwort
- er ist ihr noch zugewandt, oder dreht er sich um, um den Dolch zu greifen?

Die Panik, die meinen Kopf nun vollständig auszufüllen schien, ließ keinen klaren Gedanken mehr zu.


- Leg dich fest. Dieses "es schien mir so" ist manches Mal angebracht, wenn man über eine externe Person schreibt. "Er schien mir sehr beunruhigt". Aber in der "Ich"-Perspektive, wirst du die Gefühle der Protagonistin wohl festlegen können?
-> Panik machte sich in meinem Kopf breit.

Wie durch einen Schleier sah ich zu, wie er den letzten Meter zwischen uns überwand und dann den Dolch nutzte, um mein mit Ruß und Staub bedecktes Shirt mit wenigen Schnitten zu Boden fallen zu lassen.


- dass er den Dolch nutzt ist klar, von einem Buttermesser in der anderen Hand war ja nie die Rede
- der letzte Teil klingt sehr umständlich:
* Dass das Shirt dreckig ist, ist völlig irrelevant
* formuliere simpel aber trefflich: "und mein Shirt zerschnitt/aufschnitt"


Zitternd ließ ich mich an der Wand zu Boden gleiten und streckte mich langsam auf dem Teppich aus.


- So ne Weichei Protagonistin taugt mir überhaupt nicht. Die Sache macht ihr höllische Angst, sie fürchtet diesen Mann - okay akzeptiert. Du hast nun zwei Möglichkeiten: Entweder sie erstarrt völlig, das wäre eine psychologische Reaktion, die mit großer Wahrscheinlichkeit eine anhaltende Traumatisierung auslöst, oder der Weg, der zu einer guten Protagonistin passt - sie wehrt sich! Das kannst du gleich zum Anlass nehmen, um zu zeigen, dass Herr Supermagier nen bisserl mehr kann, als Dolch zu beschwören.

Adjektivitis/ Adverbitis

Hier haben wir einen sehr beliebten Anfängerfehler, den man gerne aus Unsicherheit tut, da man fürchtet, der Leser würde sich nicht auskennen, wenn man ihn nicht mit Ausschmückungen verschlägt. Ich markiere im Folgenden die betreffenden Wörtchen und unterstreiche jene, die ich streichen würde.

Langsam kam ich zu Bewusstsein und sofort schoss ein stechender Schmerz durch meinen gesamten Körper. Ich versuchte, ein Stöhnen zu unterdrücken und blinzelte einige Male bis die vor meinen Augen tanzenden weißen Flecken verschwanden.


Der Boden unter mir war aus warmem und weichem Teppich, roch jedoch etwas muffig, und sein dunkler Rot-Ton harmonierte mit dem fast schwarzen Holz der Bücherregale, die den größten Teil der Wände ausfüllten. Der Raum war weitläufig und besaß zwei große bis zum Boden reichende Fenster, die den Blick auf die wenigen Lichter einer schlafenden Stadt freigaben.


Er stand vor einem Kamin, in dem noch die Reste eines ehemaligen Feuers schwach glühten.


Ich spürte die Hitze, die von der wirbelnden, pulsierenden Masse ausging.


Mit schreckensgeweiteten Augen starrte ich auf den goldleuchtenden Dolch in seiner Hand und drückte mich an die Wand in meinem Rücken.


Zitternd ließ ich mich an der Wand zu Boden gleiten und streckte mich langsam auf dem Teppich aus.


Die Klinge schnitt durch meine Haut und hinterließ ein schreckliches Brennen, als würde man unzählige glühende Eisen auf meinen Rücken pressen.


Interpunktionsfehler

„Ich sehe, du bist endlich wach.“, sagte plötzlich eine dunkle, ruhige Stimme hinter mir und riss mich zurück in die Gegenwart.


„Leg dich auf den Bauch.“, befahl er in ruhigem, aber absolut kaltem Ton.


Richtig wäre: "Wörtliche Rede", Beifügung (klein geschrieben, aber das hast du eh getan)

Diese Stimme, seine Stimme,…, der Mann vor dem Haus.


- ... ersetzen durch Bindestrich.



Parallelismus

Die Männer, die nachts gekommen waren. Das Feuer und der Rauch, der mich zu ersticken drohte.


- sehr auffällig diese zwei gleichartigen Konstruktion. Schreib beim zweiten Mal doch: Der Rauch drohte mich zu ersticken.

Ich mühte mich, mein Gesicht ausdruckslos wirken zu lassen. Ich wollte ihn mit meinem Schmerz nicht mehr amüsieren, als unbedingt nötig.


- Zweiten Satz wieder umbauen "Mein Schmerz sollte ihn nicht mehr amüsieren ..."


Wiederholung

Die Schreie meiner Eltern und meines Bruders. Mein Bruder, den ich verzweifelt versucht hatte zu finden in all dem Rauch und dem herabfallenden Geröll.


- Wenn du schreibst Ich suchte ihn verzweifelt ..., dann weiß jeder, wenn du meinst.

Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und er stand aufrecht an den Kaminsims gelehnt da. Seine Kleidung war ausnahmslos schwarz, was sein blondes, kurzes Haar nur noch heller erscheinen ließ.


- Detto zweiter Satz "Er war ausnahmslos schwarz gekleidet ..."


schwache Verben/Hilfsverben

Mein Bruder, den ich verzweifelt versucht hatte zu finden in all dem Rauch und dem herabfallenden Geröll.


- stärkeres Verb "suchte"

Er stand jetzt nur noch wenige Meter vor mir und schaute mir mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht zu, wie ich verzweifelt versuchte, das Gleichgewicht zu halten.


- um mein Gleichgewicht kämpfte

Ich mühte mich, mein Gesicht ausdruckslos wirken zu lassen.


- Ich sah ihn so ausdruckslos wie möglich an.

Bandwurmsätze

Dann zwei Männer, die ihre Arme um mich schlangen und mich aus dem, in sich zusammenfallenden Haus zerrten, um mich zu einem Mann zu bringen, der einige Meter entfernt stand und das Feuer beobachtete. Ein Mann...


- joar kürzen bitte

Füllwörter

Alles Wörter, die der Text entbehren kann und ihn unnötig aufblähen.


„Ich sehe, du bist endlich wach.“, sagte plötzlich eine dunkle, ruhige Stimme hinter mir und riss mich zurück in die Gegenwart.


Ohne die Augen von ihm abzuwenden, kämpfte ich mich auf alle viere und zog mich dann an der Wand hoch, wobei mir augenblicklich schwindelig wurde und ich Mühe hatte, mich ob der Schmerzen nicht zu übergeben.


Jetzt ließ er die Arme fallen und durchquerte langsam den Raum.


Passivkonstruktion

Wirken in 90% der Fälle gezwungen und aktiv klingt es tausendmal besser.
Ich drehte den Kopf, noch immer auf dem Boden liegend und verzog erneut das Gesicht aufgrund der Schmerzen.


- Hier kann man das sogar komplett auslassen, denn du hast nirgends gesagt, dass sie aufgestanden wäre. Alternativ kann man es auch andeuten, dass sie liegt "Ich drehte den Kopf zu ihm nach oben"


Gesamteindruck

Prinzipiell schreibst du besser, als der durchschnittliche Anfänger - soll heißen, du hast ein gutes Gefühl dafür, wie man schreibt. Die o.g. Aspekte sind zu 90% Handwerkszeug, für das man mit der Zeit einfach ein Gefühl bekommt.

Storytechnisch empfinde ich das als sehr gelungenen Anfang. Man wird sogleich in die Geschichte hineingerissen, es tauchen viele Fragen auf (bspw. was "Zeichnen" bedeutet) und ist entsprechend motiviert, weiterzulesen.

Am stärksten hat mich deine Tendenz, Sätze mit zuvielen Adjektiven und dergleichen anzuhäufen gestört, sonst war es prinzipiel flüssig zu lesen, gratuliere, mein erster Text war viel schlechter. :mrgreen:

Lg

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Re: [UrFan] Golden Ratio

Beitragvon Ankh » 08.10.2015, 13:33

Hi!

Zum Stil hat Bambi ja schon viel geschrieben, und da schließe ich mich vollumfänglich an. Da sind genau die Punkte, die auch mir aufgefallen sind. Und ich möchte betonen, dass nicht nur Anfängertexte solche Probleme haben. Ich als nichtmehrganzsoAnfänger neige auch zu Bandwurmsätzen, und die Waage zwischen trockener Beschreibung und blumiger Adjektivitis zu finden braucht Übung.

Da Bambi das Thema Stil also schon super behandelt hat, wende ich mich mal verstärkt dem Inhalt zu.

Langsam kam ich zu Bewusstsein und sofort schoss ein stechender Schmerz durch meinen gesamten Körper. Ich versuchte, ein Stöhnen zu unterdrücken und blinzelte einige Male bis die vor meinen Augen tanzenden weißen Flecken verschwanden. Bemüht, mich möglichst wenig zu bewegen, versuchte ich mich umzuschauen. Der Boden unter mir war aus warmem und weichem Teppich, roch jedoch etwas muffig, und sein dunkler Rot-Ton harmonierte mit dem fast schwarzen Holz der Bücherregale, die den größten Teil der Wände ausfüllten. Der Raum war weitläufig und besaß zwei große bis zum Boden reichende Fenster, die den Blick auf die wenigen Lichter einer schlafenden Stadt freigaben.


Bis zu "muffig" nehme ich dir das gut ab. Du wachst auf, alles tut weh, du versuchst dich wenig zu rühren, aber zu orientieren. Das erste, was du wahrnimmst, ist der Teppich, auf dem du liegst.
Dann schalten sich deine Innenarchitekten-Gene ein und beurteilen die Harmonie zwischen Teppichfarbe und Möbeln. Das ist ungewöhnlich, wenn ich es mal so ausdrücken darf. Wenn deine Protagonistin einen entsprechenden Beruf hat, von mir aus, dann ist das sogar eine nette Art zu beschreiben, wie sie die Welt betrachtet. Ansonsten würde ich das anders formulieren.

Da sie zuerst den Teppich wahrnimmt, nehme ich mal an, sie liegt auf dem Bauch. Wenn sie die Bücherregale oder die bis zur Decke reichenden Fenster begutachten will, dann müsste sie dazu mindestens den Kopf drehen. Bewegen tut aber weh. Wenn sie sich trotzdem zusammenreißt, um einen besseren Überblick zu bekommen, dann würde ich das erwähnen. Lass sie leiden für den Anblick der Lichter!

A propos Lichter, sie liegt am Boden, die Fenster reichen bis zum Boden. Die Häuser, deren Lichter sie von dort aus sehen kann müssen also mindestens so hoch gelegen sein wie der Raum, in dem sie sich befindet.

Langsam kamen die Erinnerungen zurück. Die Männer, die nachts gekommen waren. Das Feuer und der Rauch, der mich zu ersticken drohte. Die Schreie meiner Eltern und meines Bruders. Mein Bruder, den ich verzweifelt versucht hatte zu finden in all dem Rauch und dem herabfallenden Geröll. Dann zwei Männer, die ihre Arme um mich schlangen und mich aus dem, in sich zusammenfallenden Haus zerrten, um mich zu einem Mann zu bringen, der einige Meter entfernt stand und das Feuer beobachtete. Ein Mann...


Männer, Feuer, Schreie, Suche, zusammenstürzendes Gebäude, wieder Männer. Was davon hat sie tatsächlich zuerst wahrgenommen? Wenn die Männer das Haus angesteckt haben, sind sie bestimmt nicht drin rumgestanden, bis es anfing einzustürzen, bevor sie die Prota da rausgezerrt haben. Bis ein normales Gebäude von einem Feuer so beschädigt ist, dass die Wände einstürzen, ist die Familie darin schon längst an einer Rauchvergiftung gestorben. Für mich würde folgene Reihenfolge Sinn machen (angenommen, sie wacht mitten in der Nacht von den Geschehnissen auf): Rauch, Schreie, Suche, Feuer, Männer, zusammenstürzendes Gebäude.

„Ich sehe, du bist endlich wach.“, sagte plötzlich eine dunkle, ruhige Stimme hinter mir und riss mich zurück in die Gegenwart. Diese Stimme, seine Stimme,…, der Mann vor dem Haus.
Ich drehte den Kopf, noch immer auf dem Boden liegend und verzog erneut das Gesicht aufgrund der Schmerzen. Er stand vor einem Kamin, in dem noch die Reste eines ehemaligen Feuers schwach glühten. Der Mann war etwa 1,90m groß und knapp dreißig Jahre alt.


Sie liegt am Boden, in einem ihr unbekannten Haus. Wie genau kann man da die Größe eines stehenden Menschen schätzen? Ich würde die Zahlen weglassen und statt dessen "hochgewachsen" schreiben. Dann ist das "etwa" auch noch für das Alter verfügbar, es sei denn, sie weiß, wie alt er ist.

Und weil Bambi das nicht erwähnt hat: "Reste eines ehemaligen Feuers" klingt doppelt gemoppelt. "Reste eines Feuers" würde völlig reichen.

Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und er stand aufrecht an den Kaminsims gelehnt da. Seine Kleidung war ausnahmslos schwarz, was sein blondes, kurzes Haar nur noch heller erscheinen ließ.


Wenn du schonmal beim beschreiben bist, solltest du hier nicht aufhören. Schwarze Klamotten, nunja. Helle Haare, joah. Bis her nix, was mich beeindruckt. Warum beschreibst du nicht seine vom glimmenden Kaminfeuer beschatteten Gesichtszüge, seinen stechenden Blick, den kalten Zug um seinen Mund ...?
Jetzt ließ er die Arme fallen und durchquerte langsam den Raum.


Auch hier: Wie? Wir könnten schon einen super Eindruck davon kriegen, was für ein Typ das ist: Läuft er lässig oder steif? Fängt er an zu grinsen, als er auf sie zukommt? Bisher haben wir keinen Hinweis darauf, ob er sie retten oder vergewaltigen will. Okay, er hat sie auf seinem Teppich abgelegt, das sieht schonmal nicht so fürsorglich aus, aber sonst? Hier solltest du die Spannungsschraube anziehen, aufbauen, dass die Prota ihn als Bedrohung wahrnimmt, nicht neutral betrachten.

Je näher er mir kam, desto mehr spürte ich, wie die Angst mir die Kehle zuschnürte. Ich kannte diesen Mann, obwohl ich ihm bis zu dieser Nacht noch nicht persönlich begegnet war. Lord Anthony Divinius. Der mächtigste Magier in Silbertal, meiner Heimatstadt.


"Der mächtigste Magier" impliziert, dass es in der Stadt mehrere gibt. Hat sie Angst vor allen Magiern? Oder nur vor diesem im Speziellen? Wenn letzteres, warum? (Wenn ersteres, warum wohnt man da?)

Ohne die Augen von ihm abzuwenden, kämpfte ich mich auf alle viere und zog mich dann an der Wand hoch, wobei mir augenblicklich schwindelig wurde und ich Mühe hatte, mich ob der Schmerzen nicht zu übergeben.


Hier sind mir die Schmerzen ein bisschen zu vage. Am Anfang ist das okay, da gehe ich davon aus, dass ihr jeder Knochen im Leib weh tut. Jetzt aber zwingt sie sich entgegen aller Schmerzen aufzustehen, und da wäre es schön, ein paar Einzelheiten zu kriegen, z.B. wie:

"Ich versuchte aufzustehen, aber ein stechender Schmerz fuhr durch mein linkes Bein und ließ mich zurück auf den Teppich sinken. Wimmernd kroch ich zur Wand, ohne meine Augen von ihm wenden zu können. Ich verkrallte meine Finger in eines der Bücherregale und zog mich daran hoch. Schwindel breitete sich in meinem Kopf aus, Übelkeit in meinem Magen."

Er stand jetzt nur noch wenige Meter vor mir und schaute mir mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht zu, wie ich verzweifelt versuchte, das Gleichgewicht zu halten. Ich mühte mich, mein Gesicht ausdruckslos wirken zu lassen. Ich wollte ihn mit meinem Schmerz nicht mehr amüsieren, als unbedingt nötig.


"ausdruckslos" ist ein Wort, das die ganze Wirkung, die du aufgebaut hast, wieder verpuffen lässt. Alles auf null, alles neutral und leer. Und wie viel Amüsement ist denn "nötig"?

Wie wäre es mit "Ich versuchte, mir den Schmerz und die Angst nicht anmerken zu lassen. Ich wollte ihn nicht noch mehr amüsieren."

Einen Moment lang, starrte er mich lediglich mit seinen eisblauen Augen an, dann zuckte er mit den Schultern und grinste erneut.


Wann hat er denn aufgehört zu grinsen? Als sie eine tapfere Miene macht? Das musst du erwähnen! Ihr erster Triumpf gegen diesen Kerl!

„Ich werde dich mit meinem Symbol zeichnen“, sagte er, „und wenn die Zeit reif ist, wirst du mein sein.“ In meinem Kopf rasten die Gedanken. Ich? Eine Gezeichnete?


Anscheinend weiß sie, was das bedeutet. Ich finde es auch okay, dass es der Leser noch nicht erfährt, das würde an der Stelle zu sehr die Handlung unterbrechen. Aber ich finde es irgendwie niedlich, dass er ihr offenbar erstmal erklären will, wie das geht. Würde "ich werde dich zeichnen" nicht reichen?

Die Panik drohte, mich zu überschwemmen, doch mir blieb keine Zeit zum Nachdenken.


"Die Panik" ist mir hier zu abstrakt, wie oben die Schmerzen. Nimm lieber konkrete Wahrnehmungen statt einer Analyse:

"Ich versuchte zu denken, aber mein Kopf war wie leergefegt. Dafür spürte ich mein Herz bis in meinen Hals." oder so.

Lord Anthony hob seine rechte Hand und drehte die Innenfläche nach oben, auf der ein goldener Funken erwachte, der sich wirbelnd vergrößerte. Das glühende Gold schien weder fest noch flüssig zu sein, sondern nahezu vollständig aus Licht zu bestehen und wirkte doch greifbar. Ich spürte die Hitze, die von der wirbelnden, pulsierenden Masse ausging. Magie, schoss es mir durch den Kopf.


Ach nee.

Okay, sie ist in Panik, ihr Kopf ist leergefegt, aber die Erkenntnis ist dann doch ein bisschen stumpf. Vielleicht kannst du schreiben, dass sie noch nie gesehen hat, wie jemand Magie wirkt. Oder kurz einschieben, wie sie sich sonst gerade fühlt, wenn dir die Beschreibung dieser Dolcherschaffung zu lange dauert.

Es dauerte nur wenige Sekunden, dann hatte sich aus dem ehemaligen Funken ein kleiner Dolch geformt, den Lord Anthony nun aus der Luft über seiner Handfläche griff, um sich daraufhin wieder mir zuzuwenden.


Er steht doch direkt vor ihr, die Hand mit dem Dolch zwischen ihnen?

Mit schreckensgeweiteten Augen starrte ich auf den goldleuchtenden Dolch in seiner Hand und drückte mich an die Wand in meinem Rücken.


Wieso eigentlich Wand, ich dachte, da ist alles voller Bücherregale und Fenster? Wenn sie eine der wenigen Stellen erwischt hat, wo beides nicht ist, dann könnstest du schreiben "Ich drückte mich in die Nische zwischen zwei hohen Bücherregalen." Auf die Art hat man nicht den Eindruck, als hätte das Zimmer plötzlich seine vorher so ausführlich beschriebenen Möbel verloren.

Die Panik, die meinen Kopf nun vollständig auszufüllen schien, ließ keinen klaren Gedanken mehr zu. Wie durch einen Schleier sah ich zu, wie er den letzten Meter zwischen uns überwand und dann den Dolch nutzte, um mein mit Ruß und Staub bedecktes Shirt mit wenigen Schnitten zu Boden fallen zu lassen.


Das wirkt irgenwie sehr distanziert. "Er nutzte den Dolch, um mein dreckiges Shirt fallen zu lassen." Meine Güte, er dringt hier mit einer Waffe direkt in ihre Intimsphäre ein! Spürt sie die Spitze der Klinge auf ihrer Haut, hört sie das Reißen des Stoffs, hält sie die Luft an, fühlt sie sich nackt, wehrlos, hilflos, versucht sie die Fetzen festzuhalten oder ihre Brust mit den Händen zu bedecken? Der Kerl ist kein Chirurg, der nur mal eben an ihre Verletzungen ran muss, das Hemd wegzuschneiden ist eine Verletzung!

„Leg dich auf den Bauch.“, befahl er in ruhigem, aber absolut kaltem Ton. Zitternd ließ ich mich an der Wand zu Boden gleiten und streckte mich langsam auf dem Teppich aus. Ich hatte Angst, solche Angst. Das Bedürfnis, zu schreien, weg zu laufen, irgendetwas zu tun, war übermächtig.


Warum tut sie es dann nicht? Dass sie sofort gehorcht finde ich ziemlich schwach. Entweder hat sie so viel Angst, dass sie sich nicht rühren kann, oder sie fleht um Gnade, sie versucht zu fliehen, sie greift ins Bücherregal und haut ihm eine Bibel über den Schädel. Für eine Protagonistin ist sie viel zu passiv. Sollte ihr Gehorsam etwas mit Magie zu tun haben, musst du das andeuten "Mein Körper gehorchte gegen meinen Willen." oder so.

Und dann spürte ich, wie sich die Spitze des magischen Dolches in mein Schulterblatt bohrte. Ich schrie. Ich schrie wie noch nie in meinem Leben. Die Klinge schnitt durch meine Haut und hinterließ ein schreckliches Brennen, als würde man unzählige glühende Eisen auf meinen Rücken pressen. Noch nie hatte ich etwas Derartiges ertragen müssen. Mein Fleisch, meine Knochen, mein ganzer Körper schien in Flammen zu stehen. Meine Schreie hallten von den Wänden wieder und langsam begann die angenehme Dunkelheit der Ohnmacht am Rande meines Bewusstseins empor zu kriechen.


Das ist schön beschrieben. Nach der ganzen aufgebauten Spannung nun das Inferno. Nur der letzte Satz reißt mich schon wieder raus: Wenn sie so schreit, dann hört sie nicht denn Hall ihrer Stimme an den Wänden, dann füllt ihr Schrei schon komplett ihren Kopf von innen. Und "angenehm" ist in der Situation gar nichts. "bis mein Bewusstsein von Dunkelheit verschluckt wurde." würde da eher in den Themenkomplex passen.


Sodele, das wars. Ich hoffe, das klang nicht zu hart, aber falls doch denk daran: Es ist deine Geschichte. Die Stellen, die ich angemerkt habe, könnte man nochmal hinterfragen. Wenn du dabei aber feststellst, dass das was du geschrieben hast genau so sein soll, dann ist das okay.

lg,

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Re: [UrFan] Golden Ratio

Beitragvon Life » 09.10.2015, 13:43

Hey!

Erstmal vielen, vielen lieben Danke euch beiden für die ausführlichen Antworten!

Ich werde mich die Tage mit mehr Zeit mal hinsetzen, den gesamten Text durchgehen und eure Anmerkungen ein- bzw. eher ausarbeiten. :D

Liebe Grüße!
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Re: [UrFan] Golden Ratio

Beitragvon Rebirz » 09.10.2015, 16:32

Hallo Life!

Hab' hier schon lange nichts mehr geschrieben, aber Heute deucht es mich doch mal wieder :)
Ich lasse dir sämtliche Kommentare da, die mir als erstes in den Kopf schießen. Dabei kann es schon mal passieren, dass gewisse Dinge möglicherweise kurz darauf erklärt oder etwas dergleichen werden, aber ich finde es selbst immer interessant, was ein Leser als erstes bei meinem Text denkt.
Sämtliche "Korrekturen" bezüglich Kommas bitte nur als Anregung nutzen um selbst noch mal (oder auch jemand anderen, der Ahnung davon hat) drüberschauen zu lassen. Ich bin da wirklich kein Künstler und werde es auch nicht mehr lernen, aber manchmal ist mein Bauchgefühl gar nicht so verkehrt.
Sollte sich etwas mit vorherigen Kommentaren doppeln, hoffe ich du verzeihst mir das. :)

Langsam kam ich zu Bewusstsein und sofort schoss ein stechender Schmerz durch meinen gesamten Körper.

Ich würde den Satz drehen um "intensiver" in die Geschichte einzusteigen. Also z.B.: "Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Körper und langsam kam ich wieder zu Bewusstsein."
Persönlich finde ich "Ein stechender Schmerz" einfach als kräftiger.

Ich versuchte, ein Stöhnen zu unterdrücken

Das Komma gehört da glaube ich nicht hin.

Der Boden unter mir war aus warmem

N nicht M

Der Boden unter mir war aus warmem und weichem Teppich, roch jedoch etwas muffig, und sein dunkler Rot-Ton harmonierte mit dem fast schwarzen Holz der Bücherregale, die den größten Teil der Wände ausfüllten. Der Raum war weitläufig und besaß zwei große bis zum Boden reichende Fenster, die den Blick auf die wenigen Lichter einer schlafenden Stadt freigaben.

Diesen Teil finde ich etwas überladen und würde ein wenig "zurechtstuzen". Was ich machen würde, wäre die Sätze anders verbinden und evtl. kürzen. Ich versuche mal mein Glück:
"Der Boden unter mir war von einem weichen Teppich überzogen. Er war warm, roch jedoch etwas muffig. Sein dunkler Rot-Ton harmonierte mit dem fast schwarzen Holz der Bücherregale, welche entlang der Wände den größten Teil des weitläufigen Raumes ausfüllten. Zwei große, bis zum Boden reichende Fenster, gaben den Blick auf die wenigen Lichter einer schlafenden Stadt frei."
Du musst natürlich selbst entscheiden wie du am liebsten liest, aber ich finde es meist zu überladen, wenn in einem Text drinsteckt, dass z.B. eine Frau kurzgeschnittene, blonde, mit einer Klammer gehaltene Haare hat, die nach einem Mix aus Lavendel, Erdbeere, Ananas und weiß Gott noch was riechen. (Ich glaube dieser Geruch wäre echt wiederlich xD)
Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt :D

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Diese Stimme, seine Stimme,…,

Hier bin ich selbst neugierig, da ich nie weiß, wie man das mit den "..." handhaben soll. Ich glaube aber, dass hinter dem zweiten "Stimme" kein Komma mehr gehört und auch nach den Punkten nicht. Schaut auch komisch aus. :)

Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und er stand aufrecht an den Kaminsims gelehnt da.

Würde ich umbauen, da die Verbindung mit dem "und" hier störend ist: "Aufrecht stehend an den Kaminsims gelehnt, hatte er die Arme vor der Brust verschränkt"
Du kannst auch alternativ zwei Sätze draus machen, nur das "und" muss weg :)

Jetzt ließ er die Arme fallen

Durch das "Jetzt" stimmt mit der Zeitform etwas nicht. Ich blicke mit den Zeitformen in der Theorie nicht durch und kann dir das nicht einem komplizierten Textschwall erklären, aber auf jeden Fall ist hier was faul. Schreib doch einfach: "Er ließ die Arme fallen..."

Ohne die Augen von ihm abzuwenden, kämpfte ich mich auf alle viere und zog mich dann an der Wand hoch, wobei mir augenblicklich schwindelig wurde und ich Mühe hatte, mich ob der Schmerzen nicht zu übergeben.

Nur das rot markierte ich stört mich ein wenig. Der Satz ist lang und darüber bin ich auch nach mehrmaligem Lesen noch gestolpert. Ich glaube, ich würde es durch ein "größte" ersetzen. Also. "... und größte Mühe hatte, mich ..."

Er stand jetzt nur noch wenige Meter vor mir und schaute mir mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht zu, wie ich verzweifelt versuchte, das Gleichgewicht zu halten.

Auch hier wurmt mich wieder das "jetzt". Zeittechnisch passt mir das überhaupt nicht in meinen Lesefluss. Außerem hast du doppelt das "mir" drin.
"Er stand nur noch wenige Meter entfernt und schaute mir mit einem leichten..." So würde es mir zusagen :)

Einen Moment lang, starrte

Die Panik drohte, mich

Das Komma ist meiner, in dieser Hinsicht nicht ernstzunehmenden Meinung, falsch :D

Lord Anthony hob seine rechte Hand und drehte die Innenfläche nach oben, auf der ein goldener Funken erwachte, der sich wirbelnd vergrößerte.

Auch hier einfach wieder ein Beispiel was ich machen würde, damit es für mich flüssiger zum lesen wirkt.
"... die Innenfläche nach oben auf der ei goldener Funken erwachte und sich wirbelnd vergrößerte.

Meine Schreie hallten von den Wänden wieder und langsam begann die angenehme Dunkelheit der Ohnmacht am Rande meines Bewusstseins empor zu kriechen.

Der Satz gefällt mir super gut! :D

Ich hoffe ich zerfleddere dir deinen Text nicht zu sehr mit meinen eigenen Formulierungen. Nimm einfach mit was du für gut befindest, aber bitte verfluche mich nicht für meine Dummheiten. Ich will Abends noch ruhig schlafen können :P
Ich habe keine schlauen Sprüche, aber ich pfelge immer zu sagen: "Wenn's nicht rockt, isses fürn A..."
Rebirz
 
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Registriert: 10.02.2015, 16:42


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