[SciFi] Habitatnacht (1/?)

[SciFi] Habitatnacht (1/?)

Beitragvon HerrGesangsverein » 28.11.2014, 03:08

Wenn so eine Festplatte, mit über 1000 Seiten Geschriebenem, über den Jordan geht und man keine Sicherheitskopie angefertigt hat ist das dumm. Aber da hilft nur weiter machen. Deswegen hier mal der erste Teil meines Neuanfangs.

DISCLAIMER:
Aufgrund der Thematik der Geschichte wird es später etwas derbe.
Da in unserer Medienkultur Gewalt allgegenwärtig ist, aber nur selten kritisch thematisiert wird, habe ich mich dazu entschieden mal etwas zu dem Thema zu schreiben.
Das heißt diese Geschichte enthält explizite Gewaltdarstellung und wenn ich explizit schreibe, meine ich EXPLIZIT. Sagt also nachher nicht ich hätte euch nicht gewarnt.
Also zumindest im nächsten Teil.


Spoiler: Anzeigen
Die Formen und Farben der Ruhrstadt verschwammen vor Kowalskis Augen, als er das Shuttle auf den allgemeinen Transitvektor brachte und beschleunigte. Sich vom künstlichen Schwerefeld der gewaltigen Station zu lösen bereitete den Triebwerken keine Mühe und so reihte es sich automatisch in den regen Verkehr ein. Zügig blieben die Aufbauten der orbitalen Stadt zurück.
Er ging sicher, dass die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte, bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte. Der Datenstrom, der den biotechnischen Implantaten in seinem Kopf den Zugriff, auf das gesammelte Wissen der Menschheit ermöglichte, brach jäh ab. Mit geschlossenen Augen wartete er ab, bis die einsetzende Desorientierung nachließ und übernahm dann selbst die Kontrolle. Mit ruhiger Hand führte er das Shuttle unbemerkt auf einen neuen Kurs. Sein Blick wandte sich hoch zu dem Planeten, der den Großteil seines Himmels einnahm. Keine Wolken verdarben ihm die Sicht auf das, was er für den atemberaubensten Anblick des Universums hielt. In klaren Blau und Grüntönen stand sie über ihm, die Wiege der Menschheit.
Nachdem sie durch Umweltverschmutzung und höllische Kriege nahezu unbewohnbar geworden war, hatte das bedeutsamste Projekt aller Zeiten damit begonnen der Erde wieder zu alter Schönheit zu verhelfen. Die umfassende Renaturierung Europas erlaubte einen Ausblick auf dass, was einmal sein würde.
An anderen Orten lebten noch einige Menschen auf der Oberfläche, doch der europäische Kontinent, der nun vor ihm lag, war seit mehr als zwei Jahrhunderten verlassen. Alle seine Bewohner waren auf die acht orbitalen Habitate umgezogen, von denen die Ruhrstadt das größte war.
Sollte jemand bei der Verkehrsüberwachung seinen letzten Kurs nachfragen, so würde er erfahren, dass sich das kleine Schiff auf dem Weg nach Supra Madrid befand. In Wahrheit aber führte ihn sein Kurs hinauf, direkt in den Schatten, den das Habitat auf die Oberfläche warf. An diesem Ort der ewigen Dunkelheit würde ihn niemand finden. Nur deshalb führte Kowalski sein Shuttle direkt in die Habitatnacht.
Oben wurde zu unten als er das Shuttle entlang seiner Längsachse rollen ließ und es auf einer Lichtung am Fuße eines Hügels landete. Für einen Moment überkam ihn ein Gefühl, das nur noch wenige Menschen kannten. Zum ersten Mal in seinem Leben war er Zuhause. Doch er ließ sich nicht davon einlullen. An seinem Besuch hier war nichts, aber auch rein gar nichts Schönes. Mit einem flauen Gefühl griff er in das Staufach unter seinem Sitz und holte zuerst das Halfter heraus und dann die Waffe. Seit sechs Jahren hatte er sie nicht mehr benutzt und er hatte gehofft, dass es nie wieder nötig sein würde. Aber das Leben hatte schon immer einen Scheiß auf seine Hoffnungen gegeben. Unwillig stemmte er sich aus dem Schalensitz, legte zuerst das Halfter an und wog die Waffe in seiner Hand. Sie war weder gut noch schlecht. Sie war ein Werkzeug, eine Tatsache war was sie war. Selbst nach so langer Zeit war ihm das Gewicht in seiner Hand vertraut.
Wieder schloss er die Augen. Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er sich darum sein hämmerndes Herz zu beruhigen, jetzt war nicht der Zeitpunkt für Zweifel. Das geringste Zögern könnte sein Scheitern bedeuten. Er legte den Kopf zur Seite bis seine Nackenwirbel knackten und richtete sich dann so weit auf, wie es im beengten Cockpit des Shuttles möglich war. Ein harter Blick trat in seine Augen, die Lippen kaum mehr als ein Strich.
Er trat an die Tür, die zum Wohnbereich des Shuttles führte. Seine Hand strich über das Touchpad und die Tür glitt zischend auf. In der festen Überzeugung das Richtige zu tun trat Kowalski in den Raum dahinter, zu dem Mann den er töten würde.

- - - - -

Dreihundert Jahre zuvor hatte eine Flotte automatisierter Kriegsschiffe die Menschheit beinahe ausgelöscht und die Überlebenden in die Isolation getrieben.
Niemand wusste, was mit den Kolonien geschehen war und die Admiralität, die de facto Militärdiktatur die seitdem geherrscht hatte, tat nichts um die Isolation zu beenden. Eine überwältigende Mehrheit der Menschen war damit einverstanden gewesen. Für eine lange Zeit war die Bevölkerung damit zufrieden, unter der Admiralität ihr behütetes Leben zu führen. Nicht zuletzt weil sie trotz allem, in relativer persönlicher Freiheit, den Wiederaufbau ihrer Heimat vorantreiben konnten. Doch schließlich wurden sie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft überdrüssig und die Diktatur der Admiräle endete blutig.
Eine neue Zivilgesellschaft entstand, ein anarchistisches Utopia sollte es sein, doch Kowalski hatte da seine Zweifel. Trotz allem hatte der ehemalige Karrieresoldat das Militär verlassen und war nach Hause zurückgekehrt.
Bald langweilte er sich furchtbar. Sein Zweck war ihm abhanden gekommen und es schien als würden seine Fähigkeiten nicht mehr gebraucht. Doch dann erfuhr er, dass eine junge Frau aus seiner Nachbarschaft verschwunden war und in den chaotischen Tagen des Umsturzes schien sich niemand dafür verantwortlich zu fühlen. Zu seinem Leidwesen hatte Kowalski einen neuen Zweck gefunden.

"Wahrscheinlich ist gar nichts Schlimmes passiert." Der Vater der jungen Frau lebte alleine in einem Apartment auf der Ruhrstadt, "Wir leben in einer verrückten Zeit."
Kowalski lehnte mit der Schulter am Küchenelement, während der Vater einen Kaffee zubereitete und der frische Duft den nur fünfzehn Quadratmeter großen Raum erfüllte. "Aber du hast keinen Kontakt mehr zu ihr?", fragte er.
"Nein.", der Vater hielt inne, seine stämmigen Schultern waren ein wenig nach vorne gesackt als laste ein unsichtbares Gewicht auf ihm, "Sie wollte in den Marsorbit ziehen. Sie ist Musikerin musst du wissen." Die Habitate um den Mars waren zu Zentren der Kultur geworden, schon unter der Admiralität waren mehr und mehr junge Leute dorthin umgesiedelt. Und jetzt brodelte es um den roten Planeten nur so vor Kreativität.
Kowalski sank in sich, die Implantate in seinem Kopf erwachten und speisten Bilder direkt in seinen Sehnerv. Wie ein Tagtraum, der die Realität überlagerte erstreckte sich die Konstruktwelt, das Internet, vor ihm. Er suchte und fand die Präsenz des älteren Mannes. Sein Argument hätte laut ausgesprochen nicht dieselbe Wirkung gehabt, also schickte er eine Nachricht, direkt in die Implantate seines Gegenüber: "Vergisst du nicht etwas?"
Die Augen des Vaters schienen kurz in die Ferne zu schweifen, sein Blick wurde glasig und klärte sich sofort wieder. Seine Schultern sackten weiter nach vorne und er starrte trübselig in seinen dampfenden Kaffee. "Meinst du das weiß ich nicht?", antwortete er, "Aber irgendwie muss man ja die Hoffnung behalten."
Der Mann tat Kowalski leid. Er legte die Hand auf dessen Schulter und führte ihn zum Sofa an der gegenüberliegenden Wand, während die Küchenzeile automatisch zurück in ihre Wandnische glitt. Für einen Moment tranken die beiden wortlos. Eigentlich hasste Kowalski Kaffee, aber er hatte es nicht übers Herz gebracht abzulehnen, als der Vater ihm einen angeboten hatte. Mit gehörigem Stolz in der Stimme hatte er erzählt, dass er die Kaffeebohnen selbst gezogen habe.
"Ich kann nichts versprechen.", sagte Kowalski, als er den Kaffee abstellte, "Aber ich werd versuchen Caren zu finden."


P.S. Der gute alte doppelte Cliffhanger. ^^
Zuletzt geändert von HerrGesangsverein am 09.12.2014, 19:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Habitatnacht (1/?)

Beitragvon ithiliel64 » 28.11.2014, 23:27

Wow :omg:

Nach deiner Ankündigung und Warnung hatte ich mit so ziemlich allem gerechnet, aber ganz sicher nicht DAMIT! :shock: ... ;-)

Deine Geschichte liest sich sehr schön und flüssig. Beim Lesen hatte ich gleich Bilder im Kopf. Manchmal schienen mir aber der ein und andere Satz etwas kompliziert und ich musste ihn nochmal lesen. Wie z. B.hier:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Er ging sicher das die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte, bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte
Er ging sicher ... ist ein Satzanfang, der in meinem Sprachgebrauch nicht geläufig ist. Darum hatte ich da ein wenig Schwierigkeiten. Ich weiß zwar, was gemeint ist, musste aber erst nochmal drüber lesen, bis es tatsächlich auch angekommen ist. Ich würde den Satz so schreiben: Er wartete bis er sicher war, dass die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte, bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte.

HerrGesangsverein hat geschrieben:Der Datenstrom, der den biotechnischen Implantaten in seinem Kopf den Zugriff, auf das gesammelte Wissen der Menschheit ermöglichte, brach jäh ab.

Tolle Idee! Sicher nicht die neueste aber absolut passend. Gefällt mir :-)

HerrGesangsverein hat geschrieben:Sie war ein Werkzeug, eine Tatsache war was sie wahr.
Hier hast dich anscheinend etwas verhaspelt. Da weiß ich jetzt nicht wirklich, was du meinst. Vielleicht = Sie war ein Werkzeug. Eine Tastsache. Eine Wahrheit. :?:

HerrGesangsverein hat geschrieben:Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er darum sein hämmerndes Herz zu beruhigen, ...
In dem Satz fehlt ein "sich".
Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er sich darum sein hämmerndes Herz zu beruhigen, ...

HerrGesangsverein hat geschrieben:Dreihundert Jahre zuvor hatte eine Flotte automatisierter Kriegsschiffe die Menschheit beinahe ausgelöscht und die Überlebenden in die Isolation getrieben.
Niemand wusste, was mit den Kolonien geschehen war ...

Hier war ich sehr irritiert, als ich nach diesem Absatz wieder den Namen Kowalski gelesen habe. Denn ich bin zuerst von einem Zeitsprung von 300 Jahren ausgegangen und dann war auf einem der Prota wieder da. Da musste ich erst einmal den Zusammenhang sortieren, um den Faden wieder aufnehmen zu können. Kann natürlich auch sein, dass nur ich darüber stolper ;-)

HerrGesangsverein hat geschrieben:Kowalski sank in sich, die Implantate in seinem Kopf erwachten und speisten Bilder direkt in seinen Sehnerv. ...
Deine Beschreibungen der Technik und besonders die Vernetzung mit dem Internet direkt in den Köpfen und Bewusstsein der Menschen, hast du richtig gut, weil sehr anschaulich und plastisch, heraus gestellt. Kann nur immer wieder betonen, dass ich davon sehr begeistert bin. Mir macht das Lesen der Geschichte viel Spaß und ich freue mich mehr!

Allerdings tut mir auch sehr leid für deinen Verlust der Daten :nodsad: Ist schon bitter sowas.

Ich hoffe, meine Anmerkungen waren ein wenig hilfreich für dich.
LG Ithiliel
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Re: Habitatnacht (1/?)

Beitragvon HerrGesangsverein » 29.11.2014, 23:24

Hallo, danke schon mal das du dir die Zeit genommen hast meine Story zu lesen.
Immer wenn ich etwas veröffentliche, gerade wenn es dabei darum geht die Geschichte kritisieren zu lassen, warte ich nervös auf die Reaktionen.

ithiliel64 hat geschrieben:Wow :omg:

Nach deiner Ankündigung und Warnung hatte ich mit so ziemlich allem gerechnet, aber ganz sicher nicht DAMIT! :shock: ... ;-)


Keine Sorge das kommt noch, aber das man etwas thematisiert heißt ja noch nicht das es nur das eine Element in einer Geschichte geht.

ithiliel64 hat geschrieben:Deine Geschichte liest sich sehr schön und flüssig. Beim Lesen hatte ich gleich Bilder im Kopf. Manchmal schienen mir aber der ein und andere Satz etwas kompliziert und ich musste ihn nochmal lesen. Wie z. B.hier:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Er ging sicher das die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte, bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte
Er ging sicher ... ist ein Satzanfang, der in meinem Sprachgebrauch nicht geläufig ist. Darum hatte ich da ein wenig Schwierigkeiten. Ich weiß zwar, was gemeint ist, musste aber erst nochmal drüber lesen, bis es tatsächlich auch angekommen ist. Ich würde den Satz so schreiben: Er wartete bis er sicher war, dass die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte, bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte.


Ich sehe dass ich da etwas unpräzise formuliert habe, ich lass mir das mal durch den Kopf gehen und schau wie sich das verbessern lässt.

ithiliel64 hat geschrieben:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Der Datenstrom, der den biotechnischen Implantaten in seinem Kopf den Zugriff, auf das gesammelte Wissen der Menschheit ermöglichte, brach jäh ab.

Tolle Idee! Sicher nicht die neueste aber absolut passend. Gefällt mir :-)


Eindeutig, das ist keine neue Idee, aber in unserer heutigen Zeit ist die allgemeine Vernetzung bereits so weit fortgeschritten das eine Auseinandersetzung damit nur weiter an Aktualität gewinnt. Finde ich zumindest. ^^

ithiliel64 hat geschrieben:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Sie war ein Werkzeug, eine Tatsache war was sie wahr.
Hier hast dich anscheinend etwas verhaspelt. Da weiß ich jetzt nicht wirklich, was du meinst. Vielleicht = Sie war ein Werkzeug. Eine Tastsache. Eine Wahrheit. :?:


Bei dem Satz handelt es sich um ein wiederkehrendes Bild. Die etwas umständliche Formulierung soll dabei dazu beitragen, dass er im Gedächtniss bleibt. Ob das gelingt lässt sich erst sagen wenn ich die ganze Story hier veröffentlicht habe.

ithiliel64 hat geschrieben:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er darum sein hämmerndes Herz zu beruhigen, ...
In dem Satz fehlt ein "sich".
Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er sich darum sein hämmerndes Herz zu beruhigen, ...


Ich korrigiere ...

ithiliel64 hat geschrieben:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Dreihundert Jahre zuvor hatte eine Flotte automatisierter Kriegsschiffe die Menschheit beinahe ausgelöscht und die Überlebenden in die Isolation getrieben.
Niemand wusste, was mit den Kolonien geschehen war ...

Hier war ich sehr irritiert, als ich nach diesem Absatz wieder den Namen Kowalski gelesen habe. Denn ich bin zuerst von einem Zeitsprung von 300 Jahren ausgegangen und dann war auf einem der Prota wieder da. Da musste ich erst einmal den Zusammenhang sortieren, um den Faden wieder aufnehmen zu können. Kann natürlich auch sein, dass nur ich darüber stolper ;-)


Hierbei handelt es sich um einen Rückblick, der mit einem zweiten Rückblick beginnt. Das ist etwas unschön gelöst, aber notwendig um Kowalskis Bewegründe nachvollziehbar zu machen.
Ohne zu viel zu spoilern kann ich verraten das die Geschichte sich in zwei Zeitlinien abspielt, aber aus dramaturgischen Gründen kann ich das hier noch nicht präzisieren. Es soll den Leser aber auch etwas aus der Bahn werfen.

ithiliel64 hat geschrieben:
HerrGesangsverein hat geschrieben:Kowalski sank in sich, die Implantate in seinem Kopf erwachten und speisten Bilder direkt in seinen Sehnerv. ...
Deine Beschreibungen der Technik und besonders die Vernetzung mit dem Internet direkt in den Köpfen und Bewusstsein der Menschen, hast du richtig gut, weil sehr anschaulich und plastisch, heraus gestellt. Kann nur immer wieder betonen, dass ich davon sehr begeistert bin. Mir macht das Lesen der Geschichte viel Spaß und ich freue mich mehr!


Ich habe auch große Mühe auf die Beschreibung dieser zweiten Realitätsebene aufgewendet, es freut mich zu hören das es keine vergebene Mühe war. :D

ithiliel64 hat geschrieben:Allerdings tut mir auch sehr leid für deinen Verlust der Daten :nodsad: Ist schon bitter sowas.


Ja das hat schon weh getan, aber was will man machen. Ich hab nur dummer weise jetzt schon wieder Probleme mit meinem Rechner, sonst wäre der nächste Abschnitt schon längst online.

ithiliel64 hat geschrieben:Ich hoffe, meine Anmerkungen waren ein wenig hilfreich für dich.
LG Ithiliel


Jede Form der kritik ist ausdrücklich erwünscht und hilfreich. Es ist schwer in meinem Bekanntenkreis Leute zu finden die sich wirklich kritisch mit meinen Geschichten auseinander setzen und da bin ich froh dass ich diese großartige community gefunden habe.
Ich hoffe der Rest der Geschichte wird dir genauso gefallen wie der Anfang.

P.S.: Dass du deine Kritik mit "wow" anfängst geht übrigens runter wie Öl. :mrgreen:
Zuletzt geändert von HerrGesangsverein am 29.11.2014, 23:56, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Habitatnacht (1/?)

Beitragvon Avunculus » 07.12.2014, 17:19

Hallo HerrGesangsverein,

ich habe Herrn Kowalski ein Stück weit auf seiner Reise begleitet. Eine spannende, aber auch anstrengende Reise.

Es ist nicht immer leicht der Handlung zu folgen. Du packst doch recht viel Informationen in den Text und die Übergänge zwischen einzelnen Gedanken, Informationen etc. sind m.E. nicht immer fließend.
Im Folgenden stelle ich deshalb die eine oder andere Frage. Nicht um zu nerven, sondern um zu verstehen. :wink:

HerrGesangsverein, der Kommentar zeigt dir meine Sicht auf deinen Text. Wenn du Brauchbares darin findest, freut mich das, ansonsten, ab damit in die Tonne.




Die Formen und Farben der Ruhrstadt verschwammen vor Kowalskis Augen, als er das Shuttle auf den allgemeinen Transitvektor brachte und beschleunigte. Sich vom künstlichen Schwerefeld der gewaltigen Station zu lösen bereitete den Triebwerken keine Mühe und so reihte es sich automatisch in den regen Verkehr ein. Zügig blieben die Aufbauten der orbitalen Stadt zurück.
Zügig … bleiben
Ich weiß schon, was du meinst, aber es liest sich schräg.

Vorschlag:
Kowalski beobachtete, wie das Habitat Ruhrstadt schnell kleiner und kleiner wurde … oder so.



Er ging sicher das
Er ging sicher, dass ...



die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte,
Eher:
… registriert hatte …


bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte. Der Datenstrom, der den biotechnischen Implantaten in seinem Kopf den Zugriff, auf das gesammelte Wissen der Menschheit ermöglichte, brach jäh ab. Mit geschlossenen Augen wartete er ab, bis die einsetzende Desorientierung nachließ und übernahm dann selbst die Kontrolle. Mit ruhiger Hand führte er das Shuttle unbemerkt auf einen neuen Kurs. Sein Blick wandte sich hoch zu dem Planeten, der den Großteil seines Himmels einnahm.
'seines Himmels' klingt missverständlich.
Vorschlag:
… des Himmels …



Nur wenige Wolken verdarben ihm die Sicht auf das, was er für den atemberaubensten Anblick des Universums hielt.
Eher:
… den atemberaubendsten Anblick im Universum …

Pingelig:
Wenn Wolken die Sicht auf die Erde 'verderben', vermittelst du m.E. den Eindruck, der Blaue Planet ist schlecht oder überhaupt nicht zu sehen. (Ob es wenig oder viele Wolken sind, die die Sicht stören, ändert m.E. nichts an deiner Grundaussage: Wolken verderben die Sicht.) Im folgenden Satz jedoch zeichnest du ein 'klares' Bild der Erde. Das scheint mir nicht ganz logisch.

In klaren Blau und Grüntönen stand sie über ihm, die Wiege der Menschheit.




In Wahrheit aber führte ihn sein Kurs hinauf, direkt in den Schatten, den das Habitat auf die Oberfläche warf.
Es ist zwar naheliegend, dass du von der Oberfläche der Erde sprichst, aber so richtig klar und eindeutig ist es nicht. Für ein leichteres Leseverständnis wäre es vielleicht hilfreich, wenn du schreibst, welche Oberfläche hier gemeint ist.


An diesem Ort der ewigen Dunkelheit würde ihn niemand finden. Nur deshalb führte Kowalski sein Shuttle direkt in die Habitatnacht.
Der letzte Satz ist m.E. entbehrlich. Er fasst lediglich die Aussagen der beiden Sätze
'In Wahrheit … ihn niemand finden.'
zusammen.


Oben wurde zu unten als er das Shuttle entlang seiner Längsachse rollen lies
ließ
und es auf einer Lichtung am Fuße eines Hügels landete. Für einen Moment überkam ihn ein Gefühl, das nur noch wenige Menschen kannten. Zum ersten Mal in seinem Leben war er Zuhause. Doch er lies
ließ
sich nicht davon einlullen. An seinem Besuch hier war nichts, aber auch rein gar nichts Schönes. Mit einem flauen Gefühl griff er in das Staufach unter seinem Sitz und holte zuerst das Halfter heraus und dann die Waffe. Seit sechs Jahren hatte er sie nicht mehr benutzt und er hatte gehofft, dass es nie wieder nötig sein würde. Aber das Leben hatte schon immer einen Scheiß auf seine Hoffnungen gegeben. Unwillig stemmte er sich aus dem Schalensitz, legte zuerst das Halfter an und wog die Waffe in seiner Hand. Sie war weder gut noch schlecht. Sie war ein Werkzeug, eine Tatsache war was sie wahr.
… war was sie war.




Selbst nach so langer Zeit war ihm das Gewicht in seiner Hand vertraut.
Wieder schloss er die Augen. Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er darum
… bemühte er sich darum ...



sein hämmerndes Herz zu beruhigen, jetzt war nicht der Zeitpunkt für Zweifel. Das geringste Zögern könnte sein Scheitern bedeuten. Er legte den Kopf zur Seite bis seine Nackenwirbel knackten und richtete sich dann so weit auf, wie es im beengten Cockpit des Shuttles möglich war. Ein harter Blick trat in seine Augen, die Lippen kaum mehr als ein Strich.
Der letzte Satz ist auktorial.
Ich meine, du könntest problemlos personal weiter erzählen.
Zum Beispiel:
Er nickte entschlossen, prüfte die Waffe in seiner Hand und ging los … oder so.


Er trat an die Tür, die zum Wohnbereich des Shuttles führte. Seine Hand strich über das Touchpad und die Tür glitt zischend auf.
Hier könntest du noch sagen, wo sich das Touchpad befindet.
An der Wand neben der Tür ... an der Tür … oder sonst wo.


Dreihundert Jahre zuvor hatte eine Flotte automatisierter Kriegsschiffe die Menschheit beinahe ausgelöscht und die Überlebenden in die Isolation getrieben.
Fragen:
1. Wie hängen 'Beinahe-Ausrottung' und 'Isolation' zusammen?
2. Isolation bedeutet in etwa ein Absondern, Abtrennen, Unterbrechen. - Wovon wurden die Überlebenden isoliert?

Niemand wusste, was mit den Kolonien geschehen war
Ich meine, du erwähnst 'Kolonien' hier zum ersten Mal. Was hat es mit den Kolonien auf sich?
Oder möchtest du andeuten, dass diejenigen, die 'in die Isolation getrieben worden sind', Kolonien gegründet haben? - Falls ja, solltest du das m.E. ein wenig klarer zum Ausdruck bringen.



und die Admiralität, die de facto Militärdiktatur die seitdem geherrscht hatte,
Wo hat die Admiralität geherrscht?
Worüber hat die Admiralität geherrscht?
Geht es hier wieder um die Menschen, die in die Isolation getrieben worden sind? - Falls ja, solltest du m.E. sagen, dass sich in den Kolonien nach anfänglichem Chaos o.ä. eine Diktatur durchgesetzt hat.


tat nichts um die Isolation zu beenden.
Was könnte die Admiralität denn tun, um die Isolation (?) zu beenden?
Was bedeutet es überhaupt, eine Isolation zu beenden?




Für eine lange Zeit war die Bevölkerung damit zufrieden, unter der Admiralität ihr behütetes Leben zu führen. Nicht zuletzt weil sie trotz allem, in relativer persönlicher Freiheit, den Wiederaufbau ihrer Heimat vorantreiben konnten.
Wie kann die Bevölkerung ihre Heimat wiederaufbauen, wenn sie doch 'in die Isolation getrieben' worden ist? (Ich bin mir da nicht sicher, aber ich interpretiere 'In-die-Isolation-Treiben' als eine Flucht oder Vertreibung, die mit Migration einhergeht.)

Auch scheint es so, als ob die überlebende Bevölkerung die Probleme mit den automatisierten Kriegsschiffen gelöst hat?




Doch schließlich wurden sie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft überdrüssig und die Diktatur der Admiräle endete blutig.
Eine neue Zivilgesellschaft entstand, ein anarchistisches Utopia sollte es sein,
… und was ist es schlussendlich geworden?


doch Kowalski hatte da seine Zweifel.
Auf welcher Zeitebene bewegst du dich gerade?

Oben beginnst du eine Rückblende mit den Worten 'Dreihundert Jahre zuvor …' und plötzlich taucht Kowalski auf und 'hat Zweifel'.
Wenn du eine neue Zeitebene einspannst, solltest du sie markieren / kenntlich machen:
Mit einem neuen Absatz, einem erklärenden Satz, dem Plusquamperfekt – wie auch immer.




Bald langweilte er sich furchtbar. Sein Zweck war ihm abhanden gekommen und es schien als würden seine Fähigkeiten nicht mehr gebraucht.
Welche Fähigkeiten besitzt Kowalski? Beim Militar gibt es Fachleute für verschiedene Aufgaben:
Funker, IT-Spezialist, Kampftaucher, Sanitäter, …?


Doch dann erfuhr er das
… erfuhr er, dass …
eine junge Frau aus seiner Nachbarschaft verschwunden war und in den chaotischen Tagen des Umsturzes schien sich niemand dafür verantwortlich zu fühlen.
Logik:
Falls die junge Frau zum Beispiel einfach abgehaut ist, braucht sich niemand verantwortlich zu fühlen.
Falls die junge Frau zum Beispiel entführt worden ist, bräuchte sich m.E. lediglich der Entführer verantwortlich zu fühlen.
Logischer wäre es für mich, wenn du schreibst, dass scheinbar niemand sich die Mühe macht / niemand dafür zuständig ist, nach der jungen Frau zu suchen.



Sein Argument hätte laut ausgesprochen nicht dieselbe Wirkung gehabt, also schickte er eine Nachricht, direkt in die Implantate seines Gegenüber: "Vergisst du nicht etwas?"
"Vergisst du nicht etwas?"
Bei Lichte betrachtet, ist das kein Argument.

Die Augen des Vaters schienen kurz in die Ferne zu schweifen, sein Blick wurde glasig und klärte sich sofort wieder. Seine Schultern sackten weiter nach vorne und er starrte trübselig in seinen dampfenden Kaffee. "Meinst du das weiß ich nicht?", antwortete er, "Aber irgendwie muss man ja die Hoffnung behalten."
Hier blicke ich leider nicht durch.
Caren, eine Musikerin ist verschwunden. Kowalskis neuer (Lebens-) Zweck ist es, sie zu suchen. Er besucht Carens Vater …
Ich erfahre, dass Carens Vater keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter hat und sie in den Marsorbit ziehen wollte. Kowalski fragt den Vater:
„Vergisst du nicht etwas?“
Der Vater antwortet:
"Meinst du das weiß ich nicht? Aber irgendwie muss man ja die Hoffnung behalten."

Die beiden scheinen genau zu wissen, wovon sie sprechen. Ich aber, weiß es leider nicht.



Fazit:

Ich meine, deine Geschichte hat Potenzial und du hast hier genug Stoff für eine spannende Kurzgeschichte.

Auf der ersten Zeitebene steht Kowalski mit der Waffe in der Hand da, um jemanden zu töten.
Auf der zweiten Zeitebene erzählst du über die zurückliegenden 300 Jahre in der Welt deines Helden.
Auf der dritten Zeitebene sucht Kowalski nach einer verschwundenen Frau.

Mein Wunsch als Leser dieser Geschichte ist es, dass du dir beim Erzählen/Zeigen ein bisschen mehr Zeit lässt und so die ein oder andere kleine Lücke im Handlungsverlauf schließt, die ein oder andere Unschärfe genauer fokussierst. Dann bräuchte ich mir einzelne Abläufe nicht mehr zusammenzupuzzeln und könnte deine spannende Geschichte genießen.

Herr Gesangsverein, ich habe deinen Text gerne gelesen und bin neugierig, wie es weitergeht.

LG Avunculus
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Re: Habitatnacht (1/?)

Beitragvon HerrGesangsverein » 09.12.2014, 19:53

Hallo Avunculus,
ich freu mich immer, wenn jemand meine Texte liest und du hast mir genau die Art Kritik gegeben, wegen der ich meine Texte hier veröffentliche.

Ich habe mir angewöhnt, explizit auf alle Kritiken, die ich hier erhalte einzugehen. In erster Linie weil es mir hilft, die Kritik auch konstruktiv zur Anwendung zu bringen. Das heißt für dich, dass ich zu jedem deiner Punkte ausdrücklich sage ob ich ihn annehme, oder ablehne und warum ich das tue.

Avunculus hat geschrieben:Hallo HerrGesangsverein,

ich habe Herrn Kowalski ein Stück weit auf seiner Reise begleitet. Eine spannende, aber auch anstrengende Reise.

Es ist nicht immer leicht der Handlung zu folgen. Du packst doch recht viel Informationen in den Text und die Übergänge zwischen einzelnen Gedanken, Informationen etc. sind m.E. nicht immer fließend.
Im Folgenden stelle ich deshalb die eine oder andere Frage. Nicht um zu nerven, sondern um zu verstehen. :wink:

HerrGesangsverein, der Kommentar zeigt dir meine Sicht auf deinen Text. Wenn du Brauchbares darin findest, freut mich das, ansonsten, ab damit in die Tonne.

Es freut mich auf jeden Fall schon mal das ich es geschafft habe ein wenig Spannung zu erzeugen, das ist immer ein guter Anfang und ich hoffe, dass ich das ganze auch noch ein wenig übersichtlicher hin bekomme. :D

Avunculus hat geschrieben:Die Formen und Farben der Ruhrstadt verschwammen vor Kowalskis Augen, als er das Shuttle auf den allgemeinen Transitvektor brachte und beschleunigte. Sich vom künstlichen Schwerefeld der gewaltigen Station zu lösen bereitete den Triebwerken keine Mühe und so reihte es sich automatisch in den regen Verkehr ein. Zügig blieben die Aufbauten der orbitalen Stadt zurück.
Zügig … bleiben
Ich weiß schon, was du meinst, aber es liest sich schräg.

Vorschlag:
Kowalski beobachtete, wie das Habitat Ruhrstadt schnell kleiner und kleiner wurde … oder so.

Ich verstehe was du meinst, der Satz wird in der nächsten Version definitiv überarbeitet.

Avunculus hat geschrieben:Er ging sicher das
Er ging sicher, dass ...

Korrigiert

Avunculus hat geschrieben:die Verkehrsüberwachung seinen Kurs registrierte,
Eher:
… registriert hatte …

An sich richtig, "hatte" ist mir allerdings nicht zeitnah genug. Ich behalte es im Kopf und werd mal schauen was mir dazu einfällt.

Avunculus hat geschrieben:bevor er das Störfeld aufbaute und das Shuttle vom allgegenwärtigen Internet trennte. Der Datenstrom, der den biotechnischen Implantaten in seinem Kopf den Zugriff, auf das gesammelte Wissen der Menschheit ermöglichte, brach jäh ab. Mit geschlossenen Augen wartete er ab, bis die einsetzende Desorientierung nachließ und übernahm dann selbst die Kontrolle. Mit ruhiger Hand führte er das Shuttle unbemerkt auf einen neuen Kurs. Sein Blick wandte sich hoch zu dem Planeten, der den Großteil seines Himmels einnahm.
'seines Himmels' klingt missverständlich.
Vorschlag:
… des Himmels …

Auch hier verstehe ich deinen Punkt, allerdings geht es nicht um "den Himmel", sondern ganz ausdrücklich um Kowalskis persönlichen Himmel. Würde ich es als "den Himmel" beschreiben, würde ein Leser den Satz eventuell auf seinen eigenen Himmel, bzw. seine eigene Perspektive, beziehen. Dem ist aber nicht so, Kowalskis Perspektive unterscheidet sich grundlegend von unserer heutigen Perspektive. Eine gewisse Desorientierung des Lesers ist hier also gewollt.

Avunculus hat geschrieben:Nur wenige Wolken verdarben ihm die Sicht auf das, was er für den atemberaubensten Anblick des Universums hielt.
Eher:
… den atemberaubendsten Anblick im Universum …

Pingelig:
Wenn Wolken die Sicht auf die Erde 'verderben', vermittelst du m.E. den Eindruck, der Blaue Planet ist schlecht oder überhaupt nicht zu sehen. (Ob es wenig oder viele Wolken sind, die die Sicht stören, ändert m.E. nichts an deiner Grundaussage: Wolken verderben die Sicht.) Im folgenden Satz jedoch zeichnest du ein 'klares' Bild der Erde. Das scheint mir nicht ganz logisch.

In klaren Blau und Grüntönen stand sie über ihm, die Wiege der Menschheit.

Da hast du recht, ich änder dass jetzt erst mal in "keine Wolken", werde den Satz aber für die Überarbeitung im Kopf behalten.

Avunculus hat geschrieben:In Wahrheit aber führte ihn sein Kurs hinauf, direkt in den Schatten, den das Habitat auf die Oberfläche warf.
Es ist zwar naheliegend, dass du von der Oberfläche der Erde sprichst, aber so richtig klar und eindeutig ist es nicht. Für ein leichteres Leseverständnis wäre es vielleicht hilfreich, wenn du schreibst, welche Oberfläche hier gemeint ist.

Da du schon der zweite bist der das anspricht, mach ich da jetzt einfach Erdoberfläche draus.

Avunculus hat geschrieben:An diesem Ort der ewigen Dunkelheit würde ihn niemand finden. Nur deshalb führte Kowalski sein Shuttle direkt in die Habitatnacht.
Der letzte Satz ist m.E. entbehrlich. Er fasst lediglich die Aussagen der beiden Sätze
'In Wahrheit … ihn niemand finden.'
zusammen.

Grundsätzlich gebe ich dir da absolut Recht. Allerdings hat diese Habitatnacht, die der Geschichte ja ihren Namen gibt, in den ersten Entwürfen eine sehr viel größere Rolle gespielt, als sie es jetzt tut. Und ich würde nur sehr ungerne die letzte verbliebene Formulierung, die Bezug auf den Titel nimmt, aus dem Text löschen. Deswegen bleibt dass einfach da drin.

Avunculus hat geschrieben:Oben wurde zu unten als er das Shuttle entlang seiner Längsachse rollen ließ
ließ
und es auf einer Lichtung am Fuße eines Hügels landete. Für einen Moment überkam ihn ein Gefühl, das nur noch wenige Menschen kannten. Zum ersten Mal in seinem Leben war er Zuhause. Doch er lies
ließ
sich nicht davon einlullen. An seinem Besuch hier war nichts, aber auch rein gar nichts Schönes. Mit einem flauen Gefühl griff er in das Staufach unter seinem Sitz und holte zuerst das Halfter heraus und dann die Waffe. Seit sechs Jahren hatte er sie nicht mehr benutzt und er hatte gehofft, dass es nie wieder nötig sein würde. Aber das Leben hatte schon immer einen Scheiß auf seine Hoffnungen gegeben. Unwillig stemmte er sich aus dem Schalensitz, legte zuerst das Halfter an und wog die Waffe in seiner Hand. Sie war weder gut noch schlecht. Sie war ein Werkzeug, eine Tatsache war was sie wahr.
… war was sie war.

Selbst nach so langer Zeit war ihm das Gewicht in seiner Hand vertraut.
Wieder schloss er die Augen. Mit langsamen, tiefen Atemzügen bemühte er darum
… bemühte er sich darum ...

Geändert. Ich sollte wirklich wieder anfangen meine Texte auf Papier gegen zu lesen, das ist ja peinlich. ^^

Avunculus hat geschrieben:sein hämmerndes Herz zu beruhigen, jetzt war nicht der Zeitpunkt für Zweifel. Das geringste Zögern könnte sein Scheitern bedeuten. Er legte den Kopf zur Seite bis seine Nackenwirbel knackten und richtete sich dann so weit auf, wie es im beengten Cockpit des Shuttles möglich war. Ein harter Blick trat in seine Augen, die Lippen kaum mehr als ein Strich.
Der letzte Satz ist auktorial.
Ich meine, du könntest problemlos personal weiter erzählen.
Zum Beispiel:
Er nickte entschlossen, prüfte die Waffe in seiner Hand und ging los … oder so.

Sehr guter Punkt, ist im Kopf und bleibt im Kopf, bis zur Überarbeitung.

Avunculus hat geschrieben:Er trat an die Tür, die zum Wohnbereich des Shuttles führte. Seine Hand strich über das Touchpad und die Tür glitt zischend auf.
Hier könntest du noch sagen, wo sich das Touchpad befindet.
An der Wand neben der Tür ... an der Tür … oder sonst wo.

Ich sehe was du meinst, ja das könnte ich tun, werd ich wohl auch.

Avunculus hat geschrieben:Dreihundert Jahre zuvor hatte eine Flotte automatisierter Kriegsschiffe die Menschheit beinahe ausgelöscht und die Überlebenden in die Isolation getrieben.
Fragen:
1. Wie hängen 'Beinahe-Ausrottung' und 'Isolation' zusammen?
2. Isolation bedeutet in etwa ein Absondern, Abtrennen, Unterbrechen. - Wovon wurden die Überlebenden isoliert?

Niemand wusste, was mit den Kolonien geschehen war
Ich meine, du erwähnst 'Kolonien' hier zum ersten Mal. Was hat es mit den Kolonien auf sich?
Oder möchtest du andeuten, dass diejenigen, die 'in die Isolation getrieben worden sind', Kolonien gegründet haben? - Falls ja, solltest du das m.E. ein wenig klarer zum Ausdruck bringen.


und die Admiralität, die de facto Militärdiktatur die seitdem geherrscht hatte,
Wo hat die Admiralität geherrscht?
Worüber hat die Admiralität geherrscht?
Geht es hier wieder um die Menschen, die in die Isolation getrieben worden sind? - Falls ja, solltest du m.E. sagen, dass sich in den Kolonien nach anfänglichem Chaos o.ä. eine Diktatur durchgesetzt hat.


tat nichts um die Isolation zu beenden.
Was könnte die Admiralität denn tun, um die Isolation (?) zu beenden?
Was bedeutet es überhaupt, eine Isolation zu beenden?


Für eine lange Zeit war die Bevölkerung damit zufrieden, unter der Admiralität ihr behütetes Leben zu führen. Nicht zuletzt weil sie trotz allem, in relativer persönlicher Freiheit, den Wiederaufbau ihrer Heimat vorantreiben konnten.
Wie kann die Bevölkerung ihre Heimat wiederaufbauen, wenn sie doch 'in die Isolation getrieben' worden ist? (Ich bin mir da nicht sicher, aber ich interpretiere 'In-die-Isolation-Treiben' als eine Flucht oder Vertreibung, die mit Migration einhergeht.)

Auch scheint es so, als ob die überlebende Bevölkerung die Probleme mit den automatisierten Kriegsschiffen gelöst hat?


Doch schließlich wurden sie der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft überdrüssig und die Diktatur der Admiräle endete blutig.
Eine neue Zivilgesellschaft entstand, ein anarchistisches Utopia sollte es sein,
… und was ist es schlussendlich geworden?

Um so mehr Abstand ich zu diesem Part habe um so weniger gefällt er mir selbst.
Mein Problem ist hier folgendes, ich möchte den Leser dazu provozieren über das was Kowalski im späteren Verlauf der Story tut nach zu denken. Ich will das Kowalskis Tat bewertet wird. Dazu muss ich, in meinen Augen, vier Dinge in den Text bringen. Erstens muss ich die Tat beschreiben, zweitens die Gründe für die Tat, drittens den Protagonisten, Kowalski, und seine Gedanken und Empfindungen und viertens muss ich die Welt beschreiben in der Kowalski seine Tat begeht.
Ich habe ein recht komplexes und detailliertes Universum erdacht, dessen Geschichte sich über eine undefinierte aber zumindest zweistellige Anzahl an Jahrtausenden zurück bis in das Jahr 2022 erstreckt.
Das klingt zwar ein bisschen als wäre ich davon besessen, aber immerhin trage ich dieses Universum seit mehr als zehn Jahren in meinem Kopf mit mir herum.
Es gibt in diesem Universum, und dieser Zeitlinie, zwei menschliche Gesellschaften. Zum einen innerhalb unseres Sonnensystems eine extrem progressive Gesellschaft, eine vermeintliche Utopie. Und zum anderen, außerhalb des Sonnensystems, in den sogenannten zwölf Kolonien, eine Art hyperaktiven Kapitalismus auf Steroiden.
Aber beide hatten in den letzten dreihundert Jahren keinen Kontakt mehr miteinander. Die besagte Flotte von automatisierten Kriegsschiffen, bzw. Robotkreuzer (der Name ist original von Perry Rhodan geklaut), hat unser Sonnensystem angegriffen und fast alle Menschen dort ausgelöscht. Maßgeblich weil die Erbauer dieser Robotkreuzer furchtbare Angst vor den Menschen haben. Aber das war nur möglich weil die Kolonien sich aus dem Konflikt heraus gehalten haben.
Seitdem ist das System Isoliert, sprich es hat keinerlei Kontakt, zu niemandem außerhalb des Sonnensystems.
Der Grundgedanke hinter dem Ganzen ist dass, egal wie weit wir uns noch entwickeln, Gewalt immer ein Teil unseres Wesens bleiben wird. Letztendlich bin ich davon überzeugt das wir dem Primaten in uns nicht entkommen können und wohin immer wir gehen, die Gewalt wird uns folgen.
Ich sehe jetzt das ich diese Verortung in die gesellschaftlichen und geschichtlichen Hintergründe anders lösen muss.

Avunculus hat geschrieben:doch Kowalski hatte da seine Zweifel.
Auf welcher Zeitebene bewegst du dich gerade?

Oben beginnst du eine Rückblende mit den Worten 'Dreihundert Jahre zuvor …' und plötzlich taucht Kowalski auf und 'hat Zweifel'.
Wenn du eine neue Zeitebene einspannst, solltest du sie markieren / kenntlich machen:
Mit einem neuen Absatz, einem erklärenden Satz, dem Plusquamperfekt – wie auch immer.

Siehe den Schreiberguss oben, da muss ich noch mal bei.

Avunculus hat geschrieben:Bald langweilte er sich furchtbar. Sein Zweck war ihm abhanden gekommen und es schien als würden seine Fähigkeiten nicht mehr gebraucht.
Welche Fähigkeiten besitzt Kowalski? Beim Militar gibt es Fachleute für verschiedene Aufgaben:
Funker, IT-Spezialist, Kampftaucher, Sanitäter, …?

Das wird später im Text deutlich.

Avunculus hat geschrieben:Doch dann erfuhr er das
… erfuhr er, dass …

Korrigiert.

Avunculus hat geschrieben:eine junge Frau aus seiner Nachbarschaft verschwunden war und in den chaotischen Tagen des Umsturzes schien sich niemand dafür verantwortlich zu fühlen.
Logik:
Falls die junge Frau zum Beispiel einfach abgehaut ist, braucht sich niemand verantwortlich zu fühlen.
Falls die junge Frau zum Beispiel entführt worden ist, bräuchte sich m.E. lediglich der Entführer verantwortlich zu fühlen.
Logischer wäre es für mich, wenn du schreibst, dass scheinbar niemand sich die Mühe macht / niemand dafür zuständig ist, nach der jungen Frau zu suchen.

Leuchtet ein, merke ich für die Überarbeitung vor.

Avunculus hat geschrieben:Sein Argument hätte laut ausgesprochen nicht dieselbe Wirkung gehabt, also schickte er eine Nachricht, direkt in die Implantate seines Gegenüber: "Vergisst du nicht etwas?"
"Vergisst du nicht etwas?"
Bei Lichte betrachtet, ist das kein Argument.

Die Augen des Vaters schienen kurz in die Ferne zu schweifen, sein Blick wurde glasig und klärte sich sofort wieder. Seine Schultern sackten weiter nach vorne und er starrte trübselig in seinen dampfenden Kaffee. "Meinst du das weiß ich nicht?", antwortete er, "Aber irgendwie muss man ja die Hoffnung behalten."
Hier blicke ich leider nicht durch.
Caren, eine Musikerin ist verschwunden. Kowalskis neuer (Lebens-) Zweck ist es, sie zu suchen. Er besucht Carens Vater …
Ich erfahre, dass Carens Vater keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter hat und sie in den Marsorbit ziehen wollte. Kowalski fragt den Vater:
„Vergisst du nicht etwas?“
Der Vater antwortet:
"Meinst du das weiß ich nicht? Aber irgendwie muss man ja die Hoffnung behalten."

Die beiden scheinen genau zu wissen, wovon sie sprechen. Ich aber, weiß es leider nicht.

Das wird im Text erklärt. Das Argument das Kowalski macht, ist nicht die Frage selbst, sondern die Art auf die er die Frage stellt.
Bedenke, es ist eine Welt in der alle Menschen immer vernetzt sind, quasi wie heute nur ohne diesen ganzen klobigen Smartphone kram in der Hosentasche. Die Situation ist wie, wenn heute ein Ermitler den Vater fragt, ob er nicht versucht habe, seine vermisste Tochter auf dem Handy zu erreichen.


Avunculus hat geschrieben:Fazit:

Ich meine, deine Geschichte hat Potenzial und du hast hier genug Stoff für eine spannende Kurzgeschichte.

Auf der ersten Zeitebene steht Kowalski mit der Waffe in der Hand da, um jemanden zu töten.
Auf der zweiten Zeitebene erzählst du über die zurückliegenden 300 Jahre in der Welt deines Helden.
Auf der dritten Zeitebene sucht Kowalski nach einer verschwundenen Frau.

Mein Wunsch als Leser dieser Geschichte ist es, dass du dir beim Erzählen/Zeigen ein bisschen mehr Zeit lässt und so die ein oder andere kleine Lücke im Handlungsverlauf schließt, die ein oder andere Unschärfe genauer fokussierst. Dann bräuchte ich mir einzelne Abläufe nicht mehr zusammenzupuzzeln und könnte deine spannende Geschichte genießen.

Herr Gesangsverein, ich habe deinen Text gerne gelesen und bin neugierig, wie es weitergeht.

LG Avunculus

Ich freu mich auf jeden Fall schon mal, dass ich dich nicht vergrault habe. Viel mehr freue ich mich allerdings, über deine durchdachte Kritik.
Das mit den Zeitebenen ist so eine Sache, grundsätzlich sollen die so früh im Text noch etwas konfus sein. Um genau zu sein, habe ich für das Ende einen Plottwist geplant, der darauf basiert das der Leser die ganze Zeit nicht wirklich weiß, in welcher Art beide Zeitlinien miteinander zusammen hängen. Ursprünglich hatte ich sogar geplant, dass Kowalski in beiden Zeitlinien verschiedene Namen trägt, aber das wäre selbst mir, dann doch zu konfus geworden.
Mehr verrate ich jetzt aber nicht.

Allerdings werde ich den restlichen Text hier nicht komplett veröffentlichen können, ich hatte eine nette PM von den allmächtigen Moderatorenlords der Dunkelheit, die mir nahe brachte das mit der expliziten Gewaltdarstellung doch bitte sein zu lassen.
Ich werde das ganze also so handhaben, dass ich die ganze Geschichte überarbeite, den neuen Anfang hier herein setze und wer dann alles lesen will kann per PM den ganzen Text von mir bekommen. Auf die Weise kann ich auch ne pdf draus machen und ein bisschen mit dem Schriftbild rum spielen. :D
"Mein Junge, du riechst wie ein frischer Schinken an einem Sommermorgen!"
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Re: Habitatnacht (1/?)

Beitragvon Wickedz » 16.02.2015, 17:23

Hallo HerrGesangsverein,

Erstmal ein großes Lob für diesen Einstieg, er hat mich direkt in die Geschichte hineingesogen, er tut also genau das was er tun soll. Auch der Titel ist gut gewählt, zumindest hat er mich veranlasst diesen Thread anzuklicken und zu lesen.

Vieles wurde ja schon geschrieben, trotzdem versuche ich mal meinen Senf dazu zu geben, vielleicht kannst du ja Nutzen daraus ziehen.
Der folgende Abschnitt hat mich ein wenig verwirrt:

Mit einem flauen Gefühl griff er in das Staufach unter seinem Sitz und holte zuerst das Halfter heraus und dann die Waffe. Seit sechs Jahren hatte er sie nicht mehr benutzt und er hatte gehofft, dass es nie wieder nötig sein würde. Aber das Leben hatte schon immer einen Scheiß auf seine Hoffnungen gegeben. Unwillig stemmte er sich aus dem Schalensitz, legte zuerst das Halfter an und wog die Waffe in seiner Hand. Sie war weder gut noch schlecht. Sie war ein Werkzeug, eine Tatsache war was sie war. Selbst nach so langer Zeit war ihm das Gewicht in seiner Hand vertraut.


Die fett angezeigten Sätze gleichen sich ein wenig zu sehr im Inhalt, der Struktur und der Wortwahl. Ich würde einen streichen. Auf den kursiv gedruckten wurde ja weiter oben schon angesprochen, deswegen dazu nur noch eine kleine Anmerkung: Ich verstehe zwar worauf du hinauswillst, aber ich weiß nicht, ob der Hinweis an diesem Punkt der Geschichte richtig plaziert ist. Zumal der Protagonist ja anscheinend doch gewisse Emotionen mit der Waffe verbindet. Es ist ein wenig verwirrend erst von seiner persönlichen Beziehung zu den Ding zu lesen um direkt danach auf die Unschuld des Gegenstands an sich hingewiesen zu werden - wenn du verstehst was ich meine.

Das ist ja mal ein ganz gemeiner Cliffhanger den du da eingebaut hast (Bin schon gespannt wie es weiter geht!) :D Zumal du dem Leser dann erstmal einen dicken Batzen Hintergrundinformationen auftischst. Vielleicht würde ich den tatsächlich etwas später einbauen, möglicherweise lässt er sich auch etwas subtiler in die Handlung verweben.

als laste ein unsichtbares Gewicht auf ihm


Für den Leser ist das Gewicht - metaphorisch gesehen - klar und deutlich zu sehen. Ich würde diese Formulierung wegstreichen und etwas anderes verwenden.

Er suchte und fand die Präsenz des älteren Mannes. Sein Argument hätte laut ausgesprochen nicht dieselbe Wirkung gehabt, also schickte er eine Nachricht, direkt in die Implantate seines Gegenüber: "Vergisst du nicht etwas?"
Die Augen des Vaters schienen kurz in die Ferne zu schweifen, sein Blick wurde glasig und klärte sich sofort wieder. Seine Schultern sackten weiter nach vorne und er starrte trübselig in seinen dampfenden Kaffee. "Meinst du das weiß ich nicht?", antwortete er, "Aber irgendwie muss man ja die Hoffnung behalten."


Was passiert hier? Tut mir Leid, aber auch wenn ich mir ungefähr vorstellen kann worauf du hinaus willst, solltest du hier etwas deutlicher sein.

Eigentlich hasste Kowalski Kaffee, aber er hatte es nicht übers Herz gebracht abzulehnen, als der Vater ihm einen angeboten hatte.


Unwahrscheinlich, dass das den Mann in eine tiefere Sinneskrise stürzen würde ;) Ist vielleicht eleganter ihn den Kaffee einfach unberührt stehen zu lassen wenn er geht, wenn du das Detail drinnen lassen willst.

Alles in allem habe ich einen ganz guten ersten Eindruck von der Geschichte, allerdings würde ich vielleicht eine andere Methode wählen die Hintergrundinformationen zu vermitteln. Im ersten Teil des Textes fühlt es sich noch sehr natürlich an wie du Details einfließen lässt, im zweiten Teil stutzt man etwas. Ich würde mir auch überlegen die Szene mit dem Vater zu streichen, da sie eigentlich keine Funktion erfüllt außer den Leser über Kowalskis Aufgabe ins Bild zu setzen.

Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung! Der Cliffhanger hat auf jeden Fall gesessen!
Wickedz
 
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