[SciFi]Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

[SciFi]Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon Celevra » 25.04.2014, 22:41

Hallo zusammen,

ich habe mich mal wieder an einer neuen SciFi-Story versucht. Der Text geht mir recht gut von der Hand und ich hoffe, es sind nicht allzu viele Rechtschreibfehler drin. Würde mich freuen, wenn ihr mir dazu eure Meinungen und Verbesserungsvorschläge mitteilen könntet.

Nächster Teil 2
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Der Panzer rollte auf die Ebene, die sich auf dem Berg ersteckte, den sie seit drei Stunden erklommen. Das weite Grasland gab hier und da sanfte Hügel und kleinere Seen preis. Tom konnte auch kleinere Ansammlungen von Bäumen erblicken, die alles in allem jedoch kaum als Wald bezeichnet werden konnten.
"Wunderschön", kommentierte Bekka vom Sitz des Fahrers aus.
"Schade das wir nicht hier sind, um die Landschaft zu bewundern." Die Stimme des Kommandanten klang eisig, wie Tom und seine Kameraden es von John gewohnt war.
Aus den Augenwinkeln sah er Matthew, den Ladeschützen, zustimmend nicken.
Das Feuer des Krieges wird hier alles verbrennen, dachte Tom und malte sich aus, wie hier eine ganze Division von modernsten Kampfpanzern und Panzerwagen entlang rollte. Sie waren lediglich ein Späher. Ihr Auftrag war schon fast abgeschlossen und doch wurde er das Gefühl nicht los, dass sie etwas übersehen hatten. Es sah alles so trügerisch ruhig aus.

John hatte befohlen, dass sie den MT-7 mit einem Tarnnetz bedeckten, um eine Aufklärung ihrer Position durch Satelliten oder feindliche Patrouillen zu erschweren.
Die Vier packten anschließend die Schaufeln aus und begannen das Fahrzeug einzugraben, wie es in der Vorschrift stand. Drei Stunden benötigten sie dazu und hatten es schließlich geschafft eine etwa vier Meter breite, zweieinhalb Meter lange und eineinhalb Meter hohe Erdschicht vor dem MT-7 anzuhäufen. Damit war der Panzer von vorne nahezu einerseits kaum zu sehen, konnte seinerseits aber uneingeschränkt auf den Feind feuern. Andererseits würde der Erdwall feindliche Geschosse hoffentlich daran hindern, die Panzerung des MT-7 zu durchschlagen. Doch es war mehr von Glück und Zufall abhängig, ob der Erdhaufen ausreichte, um die vier Soldaten und ihren Panzer zu schützen. Tom wusste, dass der MT-7 eine exzellente Panzerung hatte, doch war er nicht dafür gemacht, hinter irgendwelchen improvisierten Barrikaden eine Schlacht auszuharren.
Hinter dem Panzer hatten sie einen provisorischen Unterstand von etwa vier Quatratmetern Größe aus Stahlplatten errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen. Tom bedauerte es jetzt schon, das in weniger als fünfzig Stunden tonnenweise Altmetall herumstehen würde. Die Einschläge der Trinatium-Geschosse würden nicht nur die feindlichen Panzer vernichten, sondern auch die Natur verbrennen. Die Tiere, die hier lebten, würden für eine scheinbare Ewigkeit nicht mehr an diesen Ort zurück kehren können. Es wäre nur das Erste von unzähligen Schlachtfeldern; aufgewühlt von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer. Tom ahnte, dass Städte brennen und Dörfer niedergewalzt werden würden. Doch sie kämpften nicht gegen einen menschlichen Feind.
Das Kommunikationsgerät begann zu piepsen. John schaltete das es ein und gleich darauf erschien das Gesicht eines Offiziers, den Tom noch nie zuvor gesehen hatte.
"Lieutenant O'Hara, Captain Boill hier", begann der fremde Offizier zu sprechen.
John nahm Haltung an und sprach mit wohl bedachten Worten: "Captain Boill. Melde, dass die Stellung Eins-Alpha in Gefechtsbereitschaft befindet. Bisher keine Vorkommnisse." Mit diesem Satz fasste er zusammen, dass sie ihre vorbestimmte Position erreicht, sich versteckt und das Hauptgeschütz geladen hatten. Damit war allen klar, dass die Operation Hellfire angelaufen war.
"Sehr gut, Lieutenant", kommentierte der Captain. "Die Vorhut wird ihre Position binnen vierundzwanzig Stunden erreichen. in sechsunddreißig Stunden wird die komplette Division Foxtrott Stellung bezogen haben. Erster Feindkontakt wird in achtundvierzig Stunden erwartet."
"Verstanden, Captain", und begann den Satz des Captains zu wiederholen. Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren. Er verstand aber die Notwendigkeit. Unklare oder falsch verstandene Befehle konnten den Untergang jedes Einsatzes bedeuten. Daher war es zur Vorschrift geworden, Befehle und Anweisungen wörtlich zu wiederholen.
Captain Boill befahl weiter: "Lieutenant, sobald die Vorhut eingetroffen ist, werden Sie helfen, eine Gefechtslinie aufzubauen, in welche der Rest der Division sich einreihen kann."
John wiederholte auch dies.
Tom tauschte einen vielsagenden Blick mit Bekka und Matthew aus. Der Befehl würde für alle viel Arbeit bedeuten, ausgenommen Tom. Jeder wusste das, doch niemand sprach es laut aus. Man beklagte sich eben nicht über Befehle, sondern führte sie nach bestem Wissen und Gewissen aus.
Als Richtschütze war Tom dazu verdonnert, im MT-7 zu bleiben und den Horizont nach dem Feind abzusuchen. Er sollte Alarm schlagen, sobald er Gefahr aufziehen sah.
John schaltete das Kommunikationsgerät ab und drehte sich zu Matthew, Bekka und Tom um. "Ihr habt den Captain gehört. Bekka, Matthew, ihr werdet markieren, wo sich die Vorhut postieren soll." Während er sprach, kniete er nieder und zeichnete einen Plan der Ebene auf den staubigen Boden. "Hier, hier und hier werden sich die drei Gruppen der Vorhut einfinden. Markiert die Stellen so natürlich wie möglich, damit die Satelliten, die uns alle drei Stunden überfliegen, nichts Verdächtiges entdecken können. Der Feind weiß um den strategischen Schwachpunkt dieser Ebene, doch er rechnet nicht mit einem Angriff, meldet der Geheimdienst."
"Richtig", warf Matthew ein. "Sobald die Vorhut eingetroffen ist, wird der Feind wissen, dass hier eine Schlacht in der Luft liegt."
"So sieht der Plan aus", fuhr John fort. "Der nächste Verband motorisierter Kavallerie ist sechsunddreißig Stunden nordwestlich." Dabei deutete John genau in die Richtung, in die das Geschütz ihres MT-7 zeigte.
"Wird der Feind nicht damit rechnen, dass hinter der Vorhut noch eine weit größere Streitmacht anrollt?" fragte Bekka.
"Auch das gehört zum Plan", bemerkte Tom, ohne den ganzen Plan jedoch wirklich zu kennen.
"Der Verband des Feindes ist nicht stark genug um es mit einer ganzen Division aufzunehmen. Er soll nur Zeit schinden, bis weitere feindliche Kräfte eintreffen können", sprach John unbeirrt weiter. "Es ist gewollt, dass wir hier auf den besagten Verband warten und diesen dann zerschlagen. Bevor jedoch die nächsten Feinde eintreffen können, sollen wir weiter vorrücken. An Checkpoint Sierra-Hotel sollen wir uns mit der Division Foxtrott neu formieren. Weiter geht es dann zum Kontrollpunkt Sierra-Golf. Dort werden wir dann endlich Luftunterstützung bekommen können."
"Unterwegs wird aber sicherlich ein Feindverband von Panzern versuchen, uns abzufangen", warf Bekka ein. Sie hatte keine Angst, dass konnte Tom in ihren Augen sehen. Sie machte sich die gleichen Sorgen, die auch Tom sich machte. Hellfire musste erfolgreich verlaufen. Nur dann würde die Menschheit eine Chance auf eine Zukunft haben. Schlug die Operation jedoch fehl, war das Ende dieses Krieges und damit das Schicksal der Menschen besiegelt. Der Feind war mächtig und hatte dies bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Alle Hoffnungen ruhten nun in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene einem übermächtigem Feind stellen würden. Die neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschosse waren aus reiner Notwendigkeit heraus entstanden, aber bisher noch nie unter Gefechtsbedingungen getestet. Fünfunddreißig 122mm-Geschosse warteten in den Munitionslagern der über zweihundertfünfzig MT-7 darauf, dem Feind ins Gesicht zu Grinsen. Auf jedes einzelne Geschoss hatten die Soldaten der Division Foxtrott spottende Grimassen gemalt.
"Die Nachversorgung mit Trinatium-Mumpeln wird nicht einfach", stellte Matthew fest.
"Richtig, aber auch dafür haben unsere Ingenieure eine Lösung gefunden", berichtete John. "Ihr habt euch sicher auch schon gefragt, warum die MT-6 nun MT-7 heißt, obwohl sie sich von der Leistung her nicht von ihrem Vorgänger unterscheidet."
Einstimmiges Nicken.

Version 25.04.14: (Zum Lesen bitte scrollen)
Der Panzer rollte an den Hang und eine weite Ebene tat sich vor ihnen auf. Hier und da konnte Tom sanfte Hügel und kleinere Seen erblicken.
"Wunderschön", kommentierte Bekka vom Sitz des Fahrers aus.
"Schade das wir nicht hier sind, um die Landschaft zu bewundern." Johns Stimme klang eisig, wie er es von seinem Kommandanten gewohnt war.
Tom konnte aus den Augenwinkeln den Ladeschützen Matthew nicken sehen.
Das Feuer des Krieges wird hier alles verbrennen, dachte Tom und malte sich aus, wie hier eine ganze Division von modernsten Kampfpanzern und Panzerwagen entlang rollte. Sie waren lediglich ein Späher. Ihr Auftrag war schon fast abgeschlossen und doch wurde er das Gefühl nicht los, dass sie etwas übersehen hatten. Es sah alles so trügerisch ruhig aus.

John hatte befohlen, dass sie den MT-7 mit einem Tarnnetz bedeckten, um eine Entdeckung durch Satelliten oder feindliche Patrouillen zu minimieren.
Die Vier hatten anschließend die Schaufeln ausgepackt und begonnen den Panzer einzugraben.
Drei Stunden waren sie nun dabei und hatten mittlerweile eine etwa vier Meter breite, zweieinhalb Meter lange und eineinhalb Meter hohe Erdschicht vor dem MT-7 angehäuft. Damit war der Panzer von vorne nahezu unangreifbar und konnte seinerseits uneingeschränkt auf den Feind feuern. Hinter dem Panzer hatten sie einen provisorischen Unterstand von etwa vier Quatratmetern Größe aus am Panzer verstauten Stahlplatten errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen. Tom bedauerte es jetzt schon, das in weniger als fünfzig Stunden hier tonnenweise Altmetall rumstehen würde. Die Einschläge der Trinatium-Geschosse würde nicht nur die feindlichen Panzer vernichten, sondern auch die Natur verbrennen. Die Tiere, die hier lebten, würden für eine scheinbare Ewigkeit nicht mehr an diesen Ort zurück kehren. Und dies würde nur das Erste von unzähligen weiteren Schlachtfeldern sein, die von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer aufgewühlt werden würden. Tom wusste, dass Städte brennen und Dörfer niedergewalzt werden würden. Doch sie kämpften nicht gegen einen menschlichen Feind.
Das Kommunikationsgerät begann zu quäken. John schaltete das Gerät ein und gleich darauf erschien das Gesicht eines Offiziers, den Tom noch nie zuvor gesehen hatte.
"Lieutenant O'Hara, Captain Boill hier", begann der fremde Offizier zu sprechen.
John nahm Haltung an und sprach mit wohl bedachten Worten: "Captain, Lieutenant O'Hara. Melde, dass die Stellung Eins-Alpha in Gefechtsbereitschaft befindet. Bisher keine Vorkommnisse." Mit diesem Satz hatte er zusammengefasst, dass sie ihre vorbestimmte Position erreicht, sich versteckt und das Hauptgeschütz geladen hatten. Desweiteren war damit allen klar, dass die Operation Hellfire angelaufen war.
"Sehr gut, Lieutenant", kommentierte der Captain das Gesagte. "Die Vorhut wird ihre Position binnen vierundzwanzig Stunden erreichen. in sechsunddreißig Stunden wird die komplette Division Foxtrott Stellung bezogen haben. Erster Feindkontakt wird in achtundvierzig Stunden erwartet."
"Verstanden, Captain", begann John den Satz des Captains zu wiederholen. Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren, doch er verstand auch, dass es ebenso notwendig wie unabdingbar war, dass jeder genau wusste, wie die Befehle lauteten. Um das zu prüfen war es zur Pflicht geworden, Befehle und Anweisungen wörtlich zu wiederholen.
"Lieutenant, sobald die Vorhut eingetroffen ist, werden Sie helfen, eine Gefechtslinie aufzubauen, in welche der Rest der Division sich einreihen kann."
John wiederholte auch dies.
Tom tauschte einen vielsagenden Blick mit Bekka und Matthew aus. Jeder wusste, dass dieser Befehl für alle Arbeit bedeuten würde, ausgenommen Tom. Er war als Richtschütze dazu verdonnert, im MT-7 zu bleiben und den Horizont nach dem Feind abzusuchen und bei Bedarf den ersten Schuss abzufeuern. John schaltete das Kommunikationsgerät ab und drehte sich zu Matthew, Bekka und Tom um. "Ihr habt den Captain gehört. Bekka, Matthew. Ihr werdet die Stellen markieren, an denen sich die Vorhut postieren soll." Während John sprach, kniete er sich hin und zeichnete einen Plan des Hanges und der Ebene auf den staubigen Boden. "Hier, hier und hier werden sich die drei Gruppen der Vorhut einfinden. Markiert die Stellen so natürlich, wie möglich, damit die Satelliten, die uns alle drei Stunden überfliegen, nichts verdächtiges entdecken können. Der Feind weiß um den strategischen Schwachpunkt dieser Ebene, doch er rechnet nicht wirklich mit einem Angriff, meldet der Geheimdienst."
"Richtig", meldete Matthew sich zu Wort. "Sobald jedoch die Vorhut eingetroffen ist, wird der Feind wissen, dass hier eine Schlacht in der Luft liegt."
"Und eben das ist der Plan", fuhr John fort. "Der nächste Verband motorisierter Kavallerie ist sechsunddreißig Stunden nordwestlich." Dabei deutete John genau in die Richtung, in die das Geschütz ihres MT-7 zeigte.
"Wird der Feind nicht damit rechnen, dass hinter der Vorhut noch eine weit größere Streitmacht anrollt?" fragte Bekka.
"Auch das gehört zum Plan", bemerkte Tom, ohne den ganzen Plan jedoch wirklich zu kennen.
"Der Verband des Feindes soll nur Zeit schinden, bis weitere feindliche Kräfte eintreffen", sprach John unbeirrt weiter. "Es ist gewollt, dass wir hier auf den ersten Verband warten und diesen dann zerschlagen. Bevor jedoch die nächsten Feinde eintreffen können, sollen wir uns mit der Division Foxtrott neu formieren und weiter vorrücken auf den Kontrollpunkt Sierra-Golf. Dort werden wir dann endlich Luftunterstützung bekommen können."
"Unterwegs wird aber sicherlich ein Feindverband von Panzern versuchen, uns abzufangen", warf Bekka ein. Sie hatte keine Angst, dass konnte Tom in ihren Augen sehen, doch sie machte sich Sorgen. Sorgen die sich auch Tom sich machte. Hellfire musste ein Erfolg werden, wenn sie wollten, dass die Menschheit eine Chance auf eine Zukunft haben würde. Schlug die Operation jedoch fehl, war das Ende dieses Krieges und damit das Schicksal der Menschen besiegelt. Der Feind war mächtig und hatte dies bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Alle Hoffnungen der Offiziere, die Operation Hellfire geplant hatten, lagen in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene sich einem übermächtigem Feind stellen würden. Die neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschosse waren aus reiner Notwendigkeit heraus entstanden, aber bisher noch nicht unter Gefechtsbedingungen getestet. Fünfunddreißig 122mm-Geschosse warteten in den Munitionslagern der über zweihundertfünfzig MT-7 darauf, dem Feind ins Gesicht zu Grinsen. Auf jedes einzelne Geschoss hatten die Soldaten der Division Foxtrott grinsende Grimassen gemalt.
"Die Nachversorgung mit Trinatium-Mumpeln wird nicht einfach", stellte Matthew fest.
"Richtig, aber auch dafür haben unsere Ingenieure eine Lösung gefunden", berichtete John. "Ihr habt euch sicher auch schon gefragt, warum die MT-6 nun MT-7 heißt, obwohl sie sich von der Leistung her nicht von ihrem Vorgänger unterscheidet."
Einstimmiges Nicken.

Zuletzt geändert von Celevra am 01.05.2014, 06:53, insgesamt 4-mal geändert.
„Mag sein, aber dieser Krieg wird blutig“, konterte Jack.
„Welcher Krieg ist das nicht?“ Mit diesen Worten verließ auch Drake die Messe und Jack blieb allein zurück.
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon ESchen » 26.04.2014, 00:49

Hallo Celevra!

Dann mache ich mich gleich ran:

Der Panzer rollte an den Hang und eine weite Ebene tat sich vor ihnen auf. Hier und da konnte Tom sanfte Hügel und kleinere Seen erblicken.


Wie meinst du 'an den Hang rollen'? Steht er vor einem Abgrund und kann die Ebene überblicken? Oder steht er in einer Schräge? Das ist nicht ganz so klar.

"Wunderschön", kommentierte Bekka vom Sitz des Fahrers aus.
"Schade das wir nicht hier sind, um die Landschaft zu bewundern." Johns Stimme klang eisig, wie er es von seinem Kommandanten gewohnt war.


Ist er Kommandant? dann würde es heissen: wie er es als Kommandant gewohnt war
Ist es irgendein Kommandant?: wie von einem Kommandanten.
Weil 'seinen' Kommandanten haben wir bis jetzt noch nicht kennengelernt, bzw. ich kann mir noch kein Bild machen, wer das sein soll.

Tom konnte aus den Augenwinkeln den Ladeschützen Matthew nicken sehen.


Würde ich umstellen: Aus den Augenwinkeln konnte Tom den Ladenschützen Matthew nicken sehen.
Liest sich flüssiger.

Das Feuer des Krieges wird hier alles verbrennen, dachte Tom und malte sich aus, wie hier eine ganze Division von modernsten Kampfpanzern und Panzerwagen entlang rollte. Sie waren lediglich ein Späher. Ihr Auftrag war schon fast abgeschlossen und doch wurde er das Gefühl nicht los, dass sie etwas übersehen hatten. Es sah alles so trügerisch ruhig aus.


Der gesamte erste Abschnitt gefällt mir sehr gut. Rund, schön formuliert, ich kann es mir bildlich gut vorstellen. Nach meinem Geschmack nicht zu viel Beschreibungen, aber trotzdem etwas. Du gibst bereits etwas Einblick in deinen Protagonisten Tom (ich vermute mal dass es Tom sein wird.)

John hatte befohlen, dass sie den MT-7 mit einem Tarnnetz bedeckten, um eine Entdeckung durch Satelliten oder feindliche Patrouillen zu minimieren.


bei bedeckten und Entdeckung stolpere ich, da diese Worte hintereinander zu ähnlich klingen. Du kannst z. Bsp. für bedeckten Synonyme suchen, oder umformulieren: unter einem Tarnnetz verbergen

Die Vier hatten anschließend die Schaufeln ausgepackt und begonnen den Panzer einzugraben.


Warum wechselst du ab hier ins Plusquamperfekt? Klar, es ist eine Tätigkeit, die sie bereits gemacht haben. Warum gehst du aber nicht der Reihe nach und lässt sie es tun, anstatt etwas Vergangenes zu beschreiben? Weisst du wie ich meine?
Plusquamperfekt wird manchmal schwierig im Satzbau und das führt zu Schwerfälligkeit oder gehemmten Lesefluss.

Drei Stunden waren sie nun dabei und hatten mittlerweile eine etwa vier Meter breite, zweieinhalb Meter lange und eineinhalb Meter hohe Erdschicht vor dem MT-7 angehäuft. Damit war der Panzer von vorne nahezu unangreifbar und konnte seinerseits uneingeschränkt auf den Feind feuern.


Meinst du solche Abmasse reichen, um ein anderes Panzergeschoss abzuhalten? Vorallem wenn es händisch aufgeschüttet wurde und nicht verdichtet. Aber ich bin kein Experte, ist mir nur durch den Kopf gegangen.

Hinter dem Panzer hatten sie einen provisorischen Unterstand von etwa vier Quatratmetern Größe aus am Panzer verstauten Stahlplatten errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen.


das blaue würde ich weglassen. Macht den Satz leichter

Tom bedauerte es jetzt schon, dass in weniger als fünfzig Stunden hier tonnenweise Altmetall herumstehen würde.


dass hier in weniger ....

Die Einschläge der Trinatium-Geschosse würden nicht nur die feindlichen Panzer vernichten, sondern auch die Natur verbrennen.


Die Tiere, die hier lebten, würden für eine scheinbare Ewigkeit nicht mehr an diesen Ort zurück kehren.


da würde ich sogar noch ein 'können' hinten anhängen.

Und dies würde nur das Erste von unzähligen weiteren Schlachtfeldern sein, die von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer aufgewühlt werden würden.


Uuhh, Konditionalform mit würde und werden. Kommst fast nicht Drumherum. Wenn du es nicht vermeiden kannst, dann würde ( :mrgreen: ) ich zumindest die Sätze möglichst einfach halten. Sonst kommt man nicht mehr gut mit.
Habe einen Vorschlag -> Es wäre das Erste von unzähligen Schlachtfeldern; aufgewühlt von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer.


Tom wusste, dass Städte brennen und Dörfer niedergewalzt werden würden. Doch sie kämpften nicht gegen einen menschlichen Feind.


sehr schön, die erste Erwähnung des Feindes! :2thumbs:

Das Kommunikationsgerät begann zu quäken. John schaltete das Gerät ein und gleich darauf erschien das Gesicht eines Offiziers, den Tom noch nie zuvor gesehen hatte.


Quäken? find ich jetzt nicht so toll. Klingt nicht nach Technik.
John schaltete es ein

"Lieutenant O'Hara, Captain Boill hier", begann der fremde Offizier zu sprechen.


Hierzu kommt mir Uhura in den Sinn...
Ist doof, ich weiss, vorallem wenn man sich Mühe gegeben hat, coole Namen zu finden. Entweder entscheidet man sich, damit zu Leben und mutet es dem Leser zu, der vielleicht nur die ersten 50 Seiten darüber stolpert, oder man ändert.
Meiner Ansicht nach, kannst du's lassen.

ist Captain = Offizier??? :thinking:

John nahm Haltung an und sprach mit wohl bedachten Worten: "Captain, Lieutenant O'Hara. Melde, dass SICH die Stellung Eins-Alpha in Gefechtsbereitschaft befindet. Bisher keine Vorkommnisse."


Dieses Aufeinanderfolgen von Rängen und Namen mit Kommas dazwischen gefällt mir gar nicht. Am Ende vom Satz weiss ich jeweils nicht mehr, wer spricht. Du könntest es elegant umgehen, in dem du einen Einschub machst.
-> John nahm Haltung an und sprach mit wohl bedachten Worten: "Captain", er hob salutierend die Hand an die Stirn, "Lieutenant O'Hara. Melde,....


Mit diesem Satz hatte er zusammengefasst, dass sie ihre vorbestimmte Position erreicht, sich versteckt und das Hauptgeschütz geladen hatten.


Komm vom Plusquamperfekt weg: Mit diesem Satz fasste er zusammen, dass

Desweiteren war damit allen klar, dass die Operation Hellfire angelaufen war.

-> Allen war damit klar, dass

"Sehr gut, Lieutenant", kommentierte der Captain das Gesagte.


das Gesagte kannst du weglassen.

"Die Vorhut wird ihre Position binnen vierundzwanzig Stunden erreichen. In sechsunddreißig Stunden wird die komplette Division Foxtrott Stellung bezogen haben. Erster Feindkontakt wird in achtundvierzig Stunden erwartet."


"Verstanden, Captain", und begann John den Satz des Captains zu wiederholen.

ich würde dort ein 'und' reinsetzen und 'John' weglassen.

Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren, doch er verstand auch, dass es ebenso notwendig wie unabdingbar war, dass jeder genau wusste, wie die Befehle lauten. Um das zu prüfen war es zur Pflicht geworden, Befehle und Anweisungen wörtlich zu wiederholen.


ich würde das etwas vereinfachen, sehr verschachtelt und kompliziert. Evt.unterteilst du in mehrere Sätze.
-> Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren. Er verstand aber die Notwendigkeit. Die Befehle und Anweisungen mussten klar verstanden werden und daher wurde es zur Pflicht, sie wörtlich zu wiederholen.

Im Grunde aber gut umgesetzt. Einerseits gibst du etwas von Tom preis, indem du sagst, was er nicht mag und gleichzeitig erklärst du etwas für den Leser.

"Lieutenant, sobald die Vorhut eingetroffen ist, werden Sie helfen, eine Gefechtslinie aufzubauen, in welche der Rest der Division sich einreihen kann."


Hier würde ich etwas voransetzen: 'Der Captain befahl weiter:'
Somit ist klar, wer spricht
Kannst du es auch direkt formulieren, oder sind noch Andere beteiligt?
-> Lieutenant, sobald die Vorhut eingetroffen ist, werden sie eine Gefechtslinie aufbauen, in....

Tom tauschte einen vielsagenden Blick mit Bekka und Matthew aus. Jeder wusste, dass dieser Befehl für alle Arbeit bedeuten würde, ausgenommen Tom.


du benutzt oft das Wort 'dass' um die Sätze zu verbinden, ist mir aufgefallen. Den Satz würde ich etwas umbauen:
-> Der Befehl würde für alle Arbeit bedeuten, ausgenommen Tom. Jeder wusste das.

Er war als Richtschütze dazu verdonnert, im MT-7 zu bleiben und den Horizont nach dem Feind abzusuchen und bei Bedarf den ersten Schuss abzufeuern.


Um zu vereinfachen würde ich da auch 2 Sätze draus machen.

"Ihr habt den Captain gehört. Bekka, Matthew Komma ihr werdet die Stellen markieren, an denen sich die Vorhut postieren soll." Während er sprach, kniete er sich hin und zeichnete einen Plan des Hanges und der Ebene auf den staubigen Boden.


'die Stellen' streichen, statt 'an denen' -> wo

"Hier, hier und hier werden sich die drei Gruppen der Vorhut einfinden. Markiert die Stellen so natürlich kein Komma wie möglich, damit die Satelliten, die uns alle drei Stunden überfliegen, nichts Verdächtiges entdecken können.

Der Feind weiß um den strategischen Schwachpunkt dieser Ebene, doch er rechnet nicht wirklich mit einem Angriff, meldet der Geheimdienst."
"Richtig", meldete Matthew sich zu Wort. "Sobald jedoch die Vorhut eingetroffen ist, wird der Feind wissen, dass hier eine Schlacht in der Luft liegt."


wirklich würde ich streichen
Wiederholung von melden (kannst auch sagen, 'bemerkte Matthew.'
jedoch würde ich streichen
wie ich auch, tendierst du zu Füllworten :wink:

"
Und eben das ist der Plan",


nur -> Das ist der Plan.


"Auch das gehört zum Plan", bemerkte Tom, ohne den ganzen Plan jedoch wirklich zu kennen.
"Der Verband des Feindes soll nur Zeit schinden, bis weitere feindliche Kräfte eintreffen", sprach John unbeirrt weiter. "Es ist gewollt, dass wir hier auf den ersten Verband warten und diesen dann zerschlagen. Bevor jedoch die nächsten Feinde eintreffen können, sollen wir uns mit der Division Foxtrott neu formieren und weiter vorrücken auf den Kontrollpunkt Sierra-Golf. Dort werden wir dann endlich Luftunterstützung bekommen können."


sorry, ab hier steig ich aus. Ich komme nicht mehr mit, bzw. ich verstehe es nicht. Solltest kurze Sätze machen.

"Unterwegs wird aber sicherlich ein Feindverband von Panzern versuchen, uns abzufangen", warf Bekka ein. Sie hatte keine Angst, das konnte Tom in ihren Augen sehen Punkt Sie machte sich Sorgen. Sorgen die sich auch Tom sich machte.


das erkannte Tom in ihren Augen
Das mit den Sorgen könntest du in einen Satz nehmen: Sie machte sich die gleichen Sorgen, die sich auch Tom machte.

Hellfire musste ein Erfolg werden, wenn sie wollten, dass die Menschheit eine Chance auf eine Zukunft haben würde.

Liest sich schwerfällig, umformulieren
-> Hellfire musste Erfolg haben. Nur dann hatte die Menschheit eine Change auf eine Zukunft.

Alle Hoffnungen der Offiziere, die Operation Hellfire geplant hatten, lagen in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene sich einem übermächtigem Feind stellen würden.


das Rote würde ich weglassen

dem Feind ins Gesicht zu Grinsen. Auf jedes einzelne Geschoss hatten die Soldaten der Division Foxtrott grinsende Grimassen gemalt.


Wiederholung von grinsen

Inhalt / Logik

Guter einstieg. Du erzählst bildlich. Die Zusammenhänge stimmen. Die Erwähnung des Feindes macht die Sache interessant. Du könntest evt. ein bisschen mehr auf die Charaktere eingehen und innere Konflikte, Ängste, Befürchtungen aufzeigen. Die Beschreibungen der Landschaft und so fort ist genau richtig. Ich mag es nicht, wenn zu viel beschrieben wird. Aber das ist Geschmacksache.

Stil / Grammatik

Du hast ein paar Gross/Klein Schreibfehler und Kommafehler. Generell würde ich darauf achten, dass du die Sätze nicht zu sehr verknüpfst und verschachtelst. Sci-Fi ist vom Technischen her oftmals schwierig und da braucht es nicht noch zusätzlich komplizierte Formulierungen.
Du rutschst ab und zu mal ins Plusquamperfekt, was du vermeiden solltest, wo es nicht wirklich angebracht/zeitlich gefordert ist.
Dein Schreibstil ist flüssig und interessant. Du hältst die Spannung und baust sie weiter auf.

Auch wenn ich viel angemerkt habe, finde ich deinen Text sehr gut. Aber nur aus positiven Bemerkungen würdest du weniger lernen als aus Verbesserungsvorschlägen :wink: Also lass dich nicht demotivieren. Du schreibst gut.

In dem Sinne freue ich mich auf einen weiteren Teil und auf die Aliens :mrgreen:

Liebe Grüsse
ESchen
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon Celevra » 26.04.2014, 13:00

Hallo,
freut mich, dass dir die Geschichte gefällt. Deine Verbesserungsvorschläge werde ich gleich umsetzen, auch wenn ich sie nicht Wort für Wort übernehmen werde. Außerdem bin ich erleichtert, dass es Leute gibt, die mit meiner Schreibweise gut zurecht kommen und sich vorstellen können was ich versuche zu vermitteln.
Du hast Recht, Tom ist der Protagonist. Der Kommandant, von dem ich in den ersten Zeilen spreche ist John. Aber ich werde das überarbeiten, damit man es einfacher heraus liest.
Namen entstehen bei mir eigentlich meist durch Zufall und bei O'Hara habe ich nicht an Uhura gedacht, aber das ist nicht weiter schlimm, denn solange ich mit vorwiegend mit den Vornamen arbeite, ist es mir egal, ob ich den Nachnamen drei oder vier Mal ändern muss.
Was das Thema "Plusquamperfekt" anbelangt, habe ich schon immer Schwierigkeiten gehabt, in einer Zeitform zu bleiben. Aber da ich mich daran gewöhnt habe, macht es mir mittlerweile nichts mehr aus, diese Stellen entsprechend zu überarbeiten.
Ja, Captain ist ein Offizierdienstgrad, der weit über dem Lieutenant steht. Allerdings wird im Feld nicht salutiert, da man damit dem feindlichen Scharfschützen einen Vorgesetzten quasi auf dem Silbertablett serviert. In diesem Falle recht unwahrscheinlich, aber Vorschriften sind eben Vorschriften.
Kommen wir zu dem angehäuften Erdwall, hinter dem sich der Panzer verschanzt: Natürlich wird dieser einen feindlichen Beschuss nicht vollständig aufhalten und da habe ich mich definitiv falsch ausgedrückt. Aber dieser Erdwall reicht zumindest, um die Geschwindigkeit eines Projektils soweit zu vermindern, dass die Wahrscheinlichkeit einen Durchschuss der Frontalpanzerung des MT-7 möglichst minimiert wird. Abhängig ist das unter anderem von Schussentfernung, Winkel, Austrittsgeschwindigkeit des Projektils aus der Geschützmündung, Luftwiederstand, Beschaffenheit des Projektils dicke der Panzerung des Beschossenen und Aufschlaggeschwindigkeit.
Was den Dialog zwischen John und Captain Boill anbelangt, sind die anderen drei (Tom, Bekka und Matthew) nur Zuhörer und haben hier nichts zu suchen, denn man unterbricht einen Vorgesetzten nicht, wenn er mit einem ranghöheren Offizier spricht.
Mit den Kommata habe ich so meine Probleme, wie du ja bereits angemerkt hast. Unter anderem hoffe ich, hier es zu lernen. Denn meine Schulzeit liegt schon etwa sechs Jahre zurück und war den ständigen Änderungen der Rechtschreibung unterworfen, so dass ich mittlerweile nicht mehr wirklich weiß was eigentlich nun aktuell ist.
Fehler in der Groß-/Kleinschreibung unterlaufen mir immer wieder wenn ich schreibe und anfangs kümmere ich mich kaum darum. Fällt es mir auf, behebe ich sie natürlich gleich, aber oft überlese ich sie auch einfach. Gerade wenn es um einige Wörter geht (z.B. ranghöherer Offizier) komme ich oft ins Stocken, was nun richtig ist. Häufig dürfte man also solche Fehler an eben diesen Stellen finden, fürchte ich.
Das aufeinanderfolgen von Namen und Dienstgraden habe ich aus dem wörtlichen Sprachgebrauch nur 1:1 kopiert. Wenn ich mich bei meinem Vorgesetzten melde, dann sage ich auch "Herr Kapitän, Obermaat xy. Melde mich wie befohlen." Und wenn man mit mehreren Vorgesetzten unterschiedlicher Dienstgrade in einem Raum ist, verwendet man den Namen desjenigen, den man sprechen will. Allerdings kann ich verstehen, dass es für jemanden, der diesen Sprachgebrauch nicht kennt, schwierig ist einem Gespräch zu folgen. Auch hier werde ich entsprechend versuchen, darauf zu achten.
Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass der Feind ein anderer ist, als es nach diesem Teil der Geschichte den Anschein hat. Aber mehr will ich nicht vorweg nehmen.

Liebe Grüße
Celevra
„Mag sein, aber dieser Krieg wird blutig“, konterte Jack.
„Welcher Krieg ist das nicht?“ Mit diesen Worten verließ auch Drake die Messe und Jack blieb allein zurück.
Celevra
 
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon Marko8891 » 29.04.2014, 13:15

Hi, hier meine Kommentare für dein Werk:

Der Panzer rollte auf die Ebene, die sich auf dem Berg ersteckte, den sie seit drei Stunden erklommen


Ich finde das etwas zu kompliziert, vor allem als Einleitung. Ich würde einen Satz mit weniger oder keinen Kommas daraus machen, um das Lesen flüssiger zu gestalten. (nur als Beispiel Nach drei Stunden erreichte der Panzer die Ebene auf dem Berg, den sie mit Mühe erklommen hatten) FInde ich etwas flüssiger.

Tom konnte auch kleinere Ansammlungen von Bäumen erblicken, die alles in allem jedoch kaum als Wald bezeichnet werden konnten.


Dieser Satz ist auch etwas holprig. Das ist doch egal, wenn das nicht als Wald bezeichnet werden kann. Wenn du einfach sagst er sah hier und da eine Ansammlung von Bäumen, wird sich der Leser auch keinen Wald darunter vorstellen.

Das Feuer des Krieges wird hier alles verbrennen, dachte Tom und malte sich aus, wie hier eine ganze Division von modernsten Kampfpanzern und Panzerwagen entlang rollte. Sie waren lediglich ein Späher. Ihr Auftrag war schon fast abgeschlossen und doch wurde er das Gefühl nicht los, dass sie etwas übersehen hatten.


Schön beschrieben!

John hatte befohlen, dass sie den MT-7 mit einem Tarnnetz bedeckten,


Was ist der MT-7? Ist das der Panzer in dem sie sind? Eine kurze Erklärung wäre gut (evtl sofort am Anfang des Textes, in dem du sagst: Der Panzer MT-7 ... )

Damit war der Panzer von vorne nahezu einerseits kaum zu sehen, konnte seinerseits aber uneingeschränkt auf den Feind feuern.


Vielleicht einfach: Damit war der Panzer von vorne kaum zu sehen, konnte seinerseits aber uneingeschränkt auf den Feind feuern.

Hinter dem Panzer hatten sie einen provisorischen Unterstand von etwa vier Quatratmetern Größe aus Stahlplatten errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen.


Vielleicht besser: Hinter dem Panzer hatten sie aus Stahlplatten einen provisorischen Unterstand errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen.
Ich glaube die genaue Größe des Unterstandes ist nicht so wichtig, auch wenn sie bei der bildlichen Vorstellung hilft.

Die Einschläge der Trinatium-Geschosse würden nicht nur die feindlichen Panzer vernichten, sondern auch die Natur verbrennen. Die Tiere, die hier lebten, würden für eine scheinbare Ewigkeit nicht mehr an diesen Ort zurück kehren können. Es wäre nur das Erste von unzähligen Schlachtfeldern; aufgewühlt von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer.


Finde ich auch gut. Solche Beschreibungen steigern die Spannung auf das bevorstehende.

Das war viel Kritik, aber insgesamt finde ich deinen Text sehr gut! Du steigerst die Spannung, in dem du immer wieder ein paar Neuigkeiten einwirfst (kein menschlicher Feind, die Zukunft der Menschheit usw.), ohne das noch aufgeklärt zu haben. Das macht Lust auf mehr. Insgesamt hast du aber einige Stellen, die zu kompliziert beschrieben sind für einen Sci-Fi Kriegsroman. Etwas weniger würde den Lesefluss verbessern.


VG Ivan
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon AnTBensOr » 04.05.2014, 01:16

Jo Celevra,

da du schon detaillierte Kritik zu deinem Stil bekamst, möchte ich primär auf Logikfehler eingehen, die
mir - dem Standpunkt meiner eigenen Logik entsprechend - auffielen.

Der Panzer rollte auf die Ebene, die sich auf dem Berg ersteckte, den sie seit drei Stunden erklommen. Das weite Grasland gab hier und da sanfte Hügel und kleinere Seen preis. Tom konnte auch kleinere Ansammlungen von Bäumen erblicken, die alles in allem jedoch kaum als Wald bezeichnet werden konnten.

Hier frage ich mich folgendes: es liegt eine Ebene vor, auf der sich hauptsächlich Grasland erstreckt, nur
sanfte Hügel und kleine Seen. Aber es hat ganze drei Stunden gebraucht, um den Berg - hier ist von Berg
die Rede - zu erklimmen, und dies mit einem Panzer.
Demnach ist der Berg entweder nur ein langgezogener Hügel, bei dem es ewig dauert, um nach oben zu
kommen. Oder aber, es handelt sich um einen extrem stielen Berg, weswegen der Panzer nur langsam
voran kommt - vielleicht auch wegen Geröll oder anderen Unwegsamkeiten. Oder aber der Panzer ist
eine Schrottkiste (was jedoch im Text eher gegenteilig ausgelegt ist).
Was ich damit sagen möchte ist, dass ich den Berg für extrem steil halte und deswegen direkt beim ersten
Lesen keine Ebene auf der Spitze erwartet habe. Besonders kein Grasland, geschweige denn Bäume, eher
endloses, nacktes Gestein.
Natürlich passt Graslandschaft eher zum folgenden Kontext, weswegen ich persönlich die drei Stunden
"Klimm-Zeit" runter kürzen würde. Damit wäre mein persönliches Logikproblem gelöst.

Oftmals redest du von "neuartigen Waffen" - und dies viel zu oft. Gut, du hast keinen Ich-Erzähler, aber
all diese "neuartigen Waffen" sind aus deiner, persönlichen und aktuellen Situation "neuartig". Einmal
ist der Begriff besonders für das Genre Sci-Fi ungeschickt gewählt, andererseits ist er viel zu wage.
"Trinatium-Geschoss" ist ein wunderbarer Begriff, mit dem du "neuartig" ersetzen kannst. Beschreib einfach,
was vorliegt. Mir persönlich wäre es lieber, wenn du von Z-923 Pneumatik-Solo-Higgs redest, als von
irgendwelchen "neuartigen Waffen" - egal ob du die Waffe später erklärst oder völlig offen lässt.
Mich persönlich würde außerdem interessieren, ob der Panzer Räder, Ketten oder sonstwas hat. Schließlich
ist er aus der Zukunft! (und kann Berge erklimmen, was Panzer der heutigen Zeit nicht können, da wir
sonst keine Gebirgsjäger hätten)
Im Zusammenhang von "neuartig" noch zwei Dinge, die ich nicht weiter kommentiere:
1. Sie müssen von Hand buddeln? (dazu noch auf einem Berg mit Graslandschaft, wo jedoch noch genug
Erde vorhanden ist)
2. Der Boss muss von Hand in die Erde zeichnen? (er hat also noch nicht einmal eine Karte auf Papier
von der Umgebung - könnte schlechte Vorbereitung sein oder aber John ist ein Ass mit photographischem
Gedächtnis)

Der Protagonist ist Teil einer Spähereinheit. Ich antizipiere mit ihm jemanden, der gezwungnermaßen
in den Krieg zieht, eigentlich einen Durchschnittsmenschen. Einmal, weil die Zukunft der Menschheit in
den Händen dieser Operation liegt. Zusätzlich, dass Tom zu seiner Aufgabe im Panzer "verdonnert" wurde.
Aber dennoch macht sich Tom um die Fauna - die ja eigentlich auf der Ebene sehr gering ist - und Flora -
die aufgrund der Berglandschaft noch geringer sein sollte - Gedanken, völlig unabhängig davon, ob er
selber wieder nach Hause kommt. Er ist Späher, die, die als erstes vernichtet werden. Und dann noch
von einem Gegner, der nicht menschlich ist, der ihnen trotz ihrer fortgeschrittenen Technologie
überlegen ist.
Mich persönlich machen diese Informationen in Kombination stutzig über die Gedankenwelt des
Protagonisten. Denn er wirkt nicht wie ein Schwarzenegger im Dschungel von Süd-Amerika, der den
Predator jagt.

Noch zwei Dinge zum Stil, die glaube ich noch nicht erwähnt wurden:
"Verstanden, Captain", und begann den Satz des Captains zu wiederholen.

Ich finde diese Kombo aus wörtlicher Rede und weiterführenden Halbsatz ungeschickt. Mach entwender
zwei Sätze draus, oder füg ein kleines "...", sagte er und..." ein.
Die neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschosse waren aus rei...

Dieser Satz kommt relativ weit am Ende und wie du dir sicher denken kannst, geht es um das "Neuartige".
Falls du gedenken solltest, diesen Begriff weiter zu verwenden, dann lass ihn bitte jetzt weg, denn
mittlerweile weiß der Leser, dass es Trinatium-Geschosse (mir gefällt der Begriff wirklich gut, obwohl
ich mir nichts darunter vorstellen kann!) in der Gegenwart nicht gibt.


Genug der vernichtenden Kritik. Würde ich nichts positives in deiner Idee finden, dann würde ich dies
aus Anstand nicht kommentieren (da es eher nicht meiner Thematik entspricht, als ein schlechter
Text zu sein).
Zu deinem Schreibstil: du bist kein Analphabet, machst dein Ding aber scheinst von deinem Stil selber noch
nicht überzeugt zu sein. Aber mach dir darum keine Sorgen, schreib weiter, wie du kannst, nur versuche,
den Fortschritt nicht aus den Augen zu verlieren. Und umso mehr du schreibst, umso eher wirst du ihn
spüren bzw. aus deinen "Altlasten" - aka deinen alten Texten - lernen. Dies ist als Ermutigung gemeint!
Jedoch ist der kleine Hinweis dahinter versteckt, dass ich der Auffassung bin, dass du noch viel Raum
nach oben hast - falls es dich beruhigt: dasselbe gilt für mich ebenfalls.

Zur Thematik: Gefällt mir! Hört sich an wie ein klassisches "Erde-wird-von-Aliens-attackiert"-Szenario
an. Dabei ist kein negativer Unterton inbegriffen. Viel eher interessiert mich, was weiterhin passiert.
Im Allgemeinen finde ich, dass es besonders an Filmen nicht genug gibt, die den kriegerischen Invasions-
Charakter beschreiben.
Auch die Geschichte aus der Sicht eines einfachen - ich sag mal - "Panzer-Kadetts" ist interessant.
Ist ein wenig anders als bei Starship-Troppers, wo es um Kanonenfutter bzw. Bug-Futter geht.
Auf jedenfalls hast du einen Hang zum Detail, wobei ich die Fratzen auf den Geschossen hervorhebe.
Dies ist sinnbildlich für einen animalischen, aus dem Ruder gelaufenen und verzweifelten Krieg -
anders gesagt: gefällt mir.
Doch du brauchst mehr solcher Details! Die ganze "Foxtrott" und "Sierra-Hotel" Schose ist interessant,
doch hört sie sich ebenfalls ein wenig abgedroschen an. Wobei mir dazu einfällt, dass du nicht definiert
hast, in welcher Zeit dies spielt. Wäre es einer unserer Gegenwart nahen Zukunft - oder wmgl. eines
alternativen Universums und in naher Vergangenheit - dann würden die Begriffe natürlich Sinn machen!
Dann würde ich sogar respektieren, dass du von "neuartigen Waffen" redest, wenn tatsächlich ein
enorm schneller Entwicklungsschritt vonstatten ging!

Aber dies kommt in diesem kurzen Textausschnitt nicht zur Geltung, du kannst dir demnach gewiss sein,
dass meine Kritik dein Gesamtbild nicht einmal im Ansatz ankratzen kann.
Deswegen: schreib schön weiter! Mich interessiert eher das nächste Kapitel, als dass du diesen Abschnitt
wieder und wieder korrigierst. Denn Korrigieren kannst du, wenn du alles niedergeschrieben hast.

Grüße,
AnTBensOr

PS: es ist spät und ich muss gestehen, keine Korrektur gelesen zu haben. Wer gravierende Fehler findet, der darf sich ein Bezeichnung für mich ausdenken, die er mir an den Kopf werfen kann, bis er in eine ähnliche Situation kommt, die ich realisiere. Viel Spaß!
AnTBensOr
 
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon PeterTreeps » 05.05.2014, 18:44

Hallo Celevra,

zu den ausführlichen Anregungen, die Du bereits bekommen hast, kann ich gar nicht mehr viel hinzufügen. Vieles teile ich, besonders die Ermutigungen. Ich habe den Text gerne gelesen, und finde es auch spannend, die von John O'Hara referierten strategischen Überlegungen mitzudenken und zu hinterfragen.

An einer Stelle hakt die Logik bei mir ein. Am Anfang errichten die vier Panzerfahrer einen Schutzwall für ihr eigenes Gefährt, und da ist die Kanone drei Stunden lang unbesetzt. Aber aufgrund des Befehls vom Captain müssen später nur noch drei ran, während Tom im Panzer bleiben soll, schussbereit, um bei Feindsicht unverzüglich losballern zu können. Mir erschließt sich nicht, wieso er diese Position nicht umso mehr beim Errichten des Schutzwalls hätte einnehmen müssen. Allerdings bin ich mit militärischen Dingen auch nur sehr wenig vertraut.

Anregung: entweder Du erklärst, wieso Tom zunächst die Schaufel schwingen muss. Oder er muss von Anfang an an der Kanone sitzen bleiben.

Ich bin ein Zahlenmensch, und deswegen komme ich bei der folgenden Passage ins Stolpern:

Alle Hoffnungen ruhten nun in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene einem übermächtigem Feind stellen würden. Die neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschosse waren aus reiner Notwendigkeit heraus entstanden, aber bisher noch nie unter Gefechtsbedingungen getestet. Fünfunddreißig 122mm-Geschosse warteten in den Munitionslagern der über zweihundertfünfzig MT-7 darauf, dem Feind ins Gesicht zu Grinsen.


Zahlen, die größer als Zwölf sind, darf man meines Wissens in Ziffern schreiben, und das liest sich auch leichter. Also: 273 Panzer. Ich nehme an, dass Entwickler von Waffensystemen diese immer für notwendig halten, daher bedarf dies keiner besonderen Erwähnung; die geschilderte Situation lässt mich vermuten: Die neuartigen Trinatium-Geschosse war unter hohem Zeitdruck entwickelt worden. Da ferner nicht anzunehmen ist, dass die Division insgesamt nur über 35 Geschosse verfügt, ist wohl gemeint: "Je 35 Geschosse pro Panzer", aber das liest sich ja nicht flüssig. Mein Versuch: "Im Munitionslager eines jeden der neu entwickelten MT-7-Panzer warteten 35 122mm-Geschosse, bereit, dem Feind ins Gesicht zu grinsen." (Die grinsende Munition passt übrigens gut zur Szene!) Dass es "über 250" MT-7 sind, würde ich nicht nochmal schreiben, denn dies ergibt sich ja schon daraus, dass es sich um 273 Exemplare handelt. Ich habe sie zu "neu entwickelten" Panzern umgedichtet, wohl wissend, dass es sich eigentlich um umgerüstete MT-6 handelt. "in aller Eile umgerüstete" Panzer könnten dagegen auch zur Steigerung der Dramatik beitragen.

Alle Hoffnungen ruhten nun in den 273 Panzern, die sich auf dieser Ebene einem übermächtigem Feind stellen würden. Die neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschosse waren unter hohem Zeitdruck entwickelt worden, aber bisher noch nie unter Gefechtsbedingungen erprobt. Im Munitionslager eines jeden der in aller Eile umgerüsteten MT-6-Panzer warteten 35 122mm-Geschosse, bereit, dem Feind ins Gesicht zu grinsen.


Viel ist es nicht, aber ich hoffe, es kommt bei Dir an, wie's gemeint ist: hilfreiche und konstruktive Kritik.

Schöne Grüße,
Peter
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon Saftkeks » 08.05.2014, 19:09

Huhu,

dann probier ich mich wohl mal an einem kleinen Kommentar :D Nach dem Lesen ist mir aufgefallen, dass er teilweise etwas harsch klingt, das ist keinesfalls so gemeint. Manchmal fällt es mir schwer, meinen Besserwissertonfall auszuschalten -__-

Der Panzer rollte auf die Ebene, die sich auf dem Berg ersteckte, den sie seit drei Stunden erklommen. Das weite Grasland gab hier und da sanfte Hügel und kleinere Seen preis. Tom konnte auch kleinere Ansammlungen von Bäumen erblicken, die alles in allem jedoch kaum als Wald bezeichnet werden konnten.
[...] Es sah alles so trügerisch ruhig aus.


Puh. Also wenn ich ehrlich sein soll wollte ich nach dem ersten Absatz erstmal wieder aufhören. Wir sehen eine nette Landschaft, einen Panzer, mit ein paar Leuten drin, die die Landschaft nett finden, und einen Kommandanten, der kommandaten-typisch agiert und rummotzt. Tom findet es schade, dass die Natur Krieg weichen wird. Er hat ein ungutes Gefühl. Ende.
Als Käufer im Buchladen hättest du mich an dieser Stelle schon verloren, und zwar allein deshalb, weil an keiner Stelle (außer vom Kommandanten auf sehr klischeehafte Weise) Flagge gezeigt wird. Alles wirkt viel zu konfliktfrei und harmlos. Sie sind auf einer Spähmission, aber irgendwie kommt es einem mehr vor wie ein Picknickausflug. Warum rollt ein Panzer den Berg hoch, wenn man drüberfliegen könnte? Und wieso wirken die Charaktere wie Teenager, wenn sie bei einer extrem wichtigen Spähmission sind? Und nicht zuletzt: warum muss diese Schlacht auf der Hochebene geschlagen werden? Inwiefern ist es sinnvoll, Panzer einen Berg hochzuschicken? Ist der Berg strategisch wichtig?

Die Vier packten anschließend die Schaufeln aus und begannen das Fahrzeug einzugraben, wie es in der Vorschrift stand. Drei Stunden benötigten sie dazu und hatten es schließlich geschafft eine etwa vier Meter breite, zweieinhalb Meter lange und eineinhalb Meter hohe Erdschicht vor dem MT-7 anzuhäufen.

Ich hab mal einen Gartenteich gegraben. Bei mir hat das länger gedauert. Aber vielleicht haben die einfach bessere Schaufeln. O_o

Andererseits würde der Erdwall feindliche Geschosse hoffentlich daran hindern, die Panzerung des MT-7 zu durchschlagen.

Ich muss ehrlich sagen, ich kenn mich mit der Panzerung von Panzern nicht aus, aber wenn die Geschosse eher von Erde als von der Verkleidung abgehalten werden frag ich mich als Laie (und Leser) - was ist das für eine Schrottmühle?

Tom bedauerte es jetzt schon, das in weniger als fünfzig Stunden tonnenweise Altmetall herumstehen würde. Die Einschläge der Trinatium-Geschosse würden nicht nur die feindlichen Panzer vernichten, sondern auch die Natur verbrennen.

Und was ist mit den menschlichen Opfern, die so ein Krieg fordert? Man bekommt an dieser Stelle den Eindruck, der Protagonist ist ein Hardcore-Öko-Vertreter, der sogar menschenfeindlich ist - und dann fragt man sich, warum er beim Militär ist.

Das Kommunikationsgerät begann zu piepsen. John schaltete das es ein und gleich darauf erschien das Gesicht eines Offiziers, den Tom noch nie zuvor gesehen hatte.
"Lieutenant O'Hara, Captain Boill hier", begann der fremde Offizier zu sprechen.
[...]
John wiederholte auch dies.

Ein Ratschlag: Vermeide 'Konversation', schaffe 'Dialog' oder 'Debatten'. Sicher, es ist wichtig, dass die Jungs (und Mädels) ihre Befehle bekommen, aber den Leser interessiert nicht, wann welcher Panzer an welche Koordinaten rückt. Er will Konflikte, Probleme, Menschlichkeit! Er wird sich nicht merken, wann genau die Vorhut eintrifft. So einen Abschnitt kannst du kürzen, indem du mit dem Dialog beginnst, und dann so etwas schreibst wie "Die Frau klärte John über das weitere Vorgehen auf. In zwei Tagen erwarteten sie Feindkontakt (Ja! denkt sich der Leser. Konflikte!), und die Gruppe erhielt die Anweisung, mit den nachfolgenden Panzern eine Gefechtslinie aufzubauen." Oder so ähnlich, schöne Prosa sieht auch anders aus ;D

die Satelliten, die uns alle drei Stunden überfliegen

Moment, haben sie nicht drei Stunden gebraucht, um auf den Hügel raufzukommen? Sind sie mit Tarnnetz gefahren oder warum wurden sie nicht entdeckt?

Der Feind weiß um den strategischen Schwachpunkt dieser Ebene, doch er rechnet nicht mit einem Angriff...

Okay, WARUM ist das ein strategischer Schwachpunkt? Ich weiß, dass du deinen Leser hinhalten willst, dass du ihm noch nicht verraten möchtest, wer der nichtmenschliche Feind ist, aber ab und zu musst du ihm eine Goldmünze auf den Weg legen, damit er weiterliest, in der Hoffnung, noch eine zu finden. Wenn du ihn die ganze Zeit frustrierst und nicht mit der Sprache rausrückst, wird er missmutig, und dein Buch landet erst auf dem Nachttisch, und dann im Regal, mit dem Lesezeichen an derselben Stelle.

Der Feind.

Wird ziemlich oft wiederholt. Ich als Schütze würde meine Gegner beim Namen nennen, es wird ziemlich deutlich, dass du deinen Leser an der Nase herumführst.

Dort werden wir dann endlich Luftunterstützung bekommen können.

Warum nicht früher?

Hellfire musste erfolgreich verlaufen. Nur dann würde die Menschheit eine Chance auf eine Zukunft haben. Schlug die Operation jedoch fehl, war das Ende dieses Krieges und damit das Schicksal der Menschen besiegelt. Der Feind war mächtig und hatte dies bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Alle Hoffnungen ruhten nun in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene einem übermächtigem Feind stellen würden.

Okay, endlich, Konflikt, Drama! Warum nicht früher? Um Spannung zu erzeugen, muss der Leser schon ein bisschen wissen, um was es geht, freiwillig leidet niemand mit einem Unbekannten, dessen Probleme er nichteinmal kennt.
Dann: wenn die Lage so dramatisch ist, warum sind dann alle so entspannt (ich verweise auf den Picknickausflug)?
Außerdem: "zweihundertdreiundsiebzig Panzer" ... und die Luftunterstützung?

Anmerkungen, die über konkrete Textstellen hinaus gehen:
Die Charaktere... kommen hier meiner Meinung nach zu kurz. Du vertiefst dich in strategische Planspiele und lässt dabei die Leute außen vor. People care about people. Skizzier die Leute, die in der Szene sind, zumindest ein wenig, damit der Leser sie sich vorstellen kann. Ist Bekka eine kleine, pummelige Brünette mit Vaterkomplex oder eine langbeinige, männermordende Emanze? Keine Ahnung. Selbes Phänomen bei den anderen Charakteren.
Konflikte... sind auch etwas mager gestreut. Du musst keinen Streit oder eine Schlägerei vom Zaun berechen, es reicht, Meinungsverschiedenheiten einzustreuen oder Konflikte aufzuzeigen, die schon vor Beginn der Handlung entstanden sind - und sei es, dass Matthew Bekkas Dosenbohnen geklaut hat und die beiden jetzt knapp angebunden sind. Wenn du Charaktere in Konflikte bringst zeigen sie Flagge und der Leser kriegt eine Vorstellung davon, mit wem er es zu tun hat - mit einer toleranten, liebenswerten Schmolltrulla oder einer nachtragenden Megazicke.

Vielleicht regt ja der eine oder andere meiner Kommentare an und hilft ein bisschen weiter ;)
LG, Saftkeks.
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon Aradir » 22.05.2014, 18:42

Hallo,
als begeisterter Leser von Military SF gebe ich auch mal meinen Senf dazu. :D

Die Vier packten anschließend die Schaufeln aus und begannen das Fahrzeug einzugraben, wie es in der Vorschrift stand. Drei Stunden benötigten sie dazu und hatten es schließlich geschafft eine etwa vier Meter breite, zweieinhalb Meter lange und eineinhalb Meter hohe Erdschicht vor dem MT-7 anzuhäufen.

Ich kapiere nicht so ganz, warum sich ein Spähtrupp eingräbt. Sollte er nicht eher beweglich bleiben, um vor überlgenden Kräften flüchten zu können?

Ihr Auftrag war schon fast abgeschlossen und doch wurde er das Gefühl nicht los, dass sie etwas übersehen hatten. Es sah alles so trügerisch ruhig aus.

Sehr schön! Was wäre eine Offensive ohne Vorahnung :) Vielleicht solltest du noch ein bisschen beschreiben, wie Tom sich fühlt. Hat er eine Gänsehaut? Zittert er vielleicht?

Hinter dem Panzer hatten sie einen provisorischen Unterstand von etwa vier Quatratmetern Größe aus Stahlplatten errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen.

Warum genau bauen die einen Unterstand, wo sie eine Panzerbesatzung sind? Müssen die nicht im Kampf den Panzer bemannen?
Es wäre nur das Erste von unzähligen Schlachtfeldern; aufgewühlt von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer. Tom ahnte, dass Städte brennen und Dörfer niedergewalzt werden würden.

Wieder ergibt das für mich keinen Sinn. Wenn sie gegen einen mächtigen Gegner kämpfen, wird er wohl auch schon menschliches Militär attackiert haben. Wenn nicht, woher wissen sie dann von der Macht des Feindes?

"Sehr gut, Lieutenant", kommentierte der Captain. "Die Vorhut wird ihre Position binnen vierundzwanzig Stunden erreichen. in sechsunddreißig Stunden wird die komplette Division Foxtrott Stellung bezogen haben. Erster Feindkontakt wird in achtundvierzig Stunden erwartet."

Welche Armee schickt Spähtrupps Tage vor dem eigentlichen Angriff in Richtung Feind? Damit verspielt man doch den Überraschungseffekt.

Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren. Er verstand aber die Notwendigkeit. Unklare oder falsch verstandene Befehle konnten den Untergang jedes Einsatzes bedeuten. Daher war es zur Vorschrift geworden, Befehle und Anweisungen wörtlich zu wiederholen.

Das ist eine Sache die mich echt stutzig macht. Jeder Befehl muss also wortwörtlich wiederholt werden? Wie genau soll das dann auf Kompanieebene ablaufen, wenn man mitten im Gefecht fünf, sechs Leuten Befehle gibt? Da sitzen die ja übermorgen noch da, weil der erste den Befehl : "Feind auf der linken Flanke angreifen. Zunächst geräuschlos annähern und dann Punkt 1300 Feuer eröffnen. Wenn Flankenangriff geglückt, nach eigenem Ermessen Angriff fortsetzen oder Stellung halten. Rückzug ist keine Option.", noch nicht fertig wiederholt hat.

"Auch das gehört zum Plan", bemerkte Tom, ohne den ganzen Plan jedoch wirklich zu kennen.

Verstehe diesen Satz nicht wirklich. Wenn er keine Ahnung hat und nur angeben will, solltest du das deutlicher machen. Wenn er keine Ahnugn vom Plan hat, warum sagt er dann, dass das zum Plan gehört?

"Unterwegs wird aber sicherlich ein Feindverband von Panzern versuchen, uns abzufangen", warf Bekka ein. Sie hatte keine Angst, dass konnte Tom in ihren Augen sehen. Sie machte sich die gleichen Sorgen, die auch Tom sich machte.

Die Frau hat keine Angst sich mit überlegenden Kräften anzulegen? Wow. Ok vielleicht ist sie einfach hardcore. Aber insbesondere in Anbetracht der Tatsache dass die Protas (und die ganze Menschheit) dem Tod ins Auge blickt, finde ich dass "sich Sorgen machen" ein wenig understatement ist.

Ich finde das Szenario großartig und auch deine Beschreibungen und dein Stil sind gut (auch wenn es teilweise etwas holprig wirkt :wink:). Um das Ganze für mich lesenswert zu machen, brauche ich mehr "Blut und Dreck". Soll heißen, bring mehr Leben in die Bude!
Dein Tom ist seit Stunden auf Position im Panzer. Bestimmt ist er verdammt angespannt, weil er an der vordersten Front operiert. Er wird geschwitzt haben und durfte danach noch buddeln. Mir würde alles wehtun, ich würde stinken und mich Scheiße fühlen. Momentan wirkt das Ganze einfach sehr steril und das ist nicht gut.
Hoffe meine Tipps konnten die ein bisschen helfen. :)
Aradir
 
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Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 1/s10]

Beitragvon Azareon29 » 27.05.2014, 21:05

Der Panzer rollte auf die Ebene, die sich auf dem Berg ersteckte, den sie seit drei Stunden erklommen. Das weite Grasland gab hier und da sanfte Hügel und kleinere Seen preis. Tom konnte auch kleinere Ansammlungen von Bäumen erblicken, die alles in allem jedoch kaum als Wald bezeichnet werden konnten.

Der Einstieg erscheint mir etwas ungelenk. Mein Vorschlag: Nach dreistündiger Kletterpartie erreichte der Panzer endlich das Hochplateau. Vor seinen Insassen erstreckte sich weites Grasland mit leichten Hügeln und Tümpeln. Hier und da erblickte Tom auch kleinere Grüppchen von Bäumen.

"Wunderschön", kommentierte Bekka vom Sitz des Fahrers aus.
"Schade das wir nicht hier sind, um die Landschaft zu bewundern." Die Stimme des Kommandanten klang eisig, wie Tom und seine Kameraden es von John gewohnt war.

Hm, wie ist dieser Panzer aufgebaut? Hat er ziemlich große Sichtluken, so das Bekka dies so genau erkennen kann?
Die Stimme des Kommandanten kla
ng eisig, wie Tom und seine Kameraden es von John gewohnt waren.
Ist es in diesem Setting Usus seinen Kommandanten mit Vornamen anzureden? Da würde ich eher sowas erwarten: Die Stimme des Kommandanten klang so eisig, wie Tom und seine Kameraden es von Commander O'Murphy McIrish gewöhnt waren.

Das Feuer des Krieges wird hier alles verbrennen, dachte Tom und malte sich aus, wie hier eine ganze Division von modernsten Kampfpanzern und Panzerwagen entlang rollte.

Auch wieder etwas ungelenk. Mein Vorschlag: Das Feuer des Krieges wird hier alles verbrennen, dachte Tom. Vor seinem geistigen Auge rollte eine ganze Division von modernsten Kampfpanzern und Panzerwagen durch das Gras und hinterließ tiefe Furchen in dem Grün.

Die Vier packten anschließend die Schaufeln aus und begannen das Fahrzeug einzugraben, wie es in der Vorschrift stand. Drei Stunden benötigten sie dazu und hatten es schließlich geschafft eine etwa vier Meter breite, zweieinhalb Meter lange und eineinhalb Meter hohe Erdschicht vor dem MT-7 anzuhäufen. Damit war der Panzer von vorne nahezu einerseits kaum zu sehen, konnte seinerseits aber uneingeschränkt auf den Feind feuern. Andererseits würde der Erdwall feindliche Geschosse hoffentlich daran hindern, die Panzerung des MT-7 zu durchschlagen. Doch es war mehr von Glück und Zufall abhängig, ob der Erdhaufen ausreichte, um die vier Soldaten und ihren Panzer zu schützen. Tom wusste, dass der MT-7 eine exzellente Panzerung hatte, doch war er nicht dafür gemacht, hinter irgendwelchen improvisierten Barrikaden eine Schlacht auszuharren.
Hinter dem Panzer hatten sie einen provisorischen Unterstand von etwa vier Quatratmetern Größe aus Stahlplatten errichtet und das Tarnnetz ebenfalls darüber gezogen. Tom bedauerte es jetzt schon, das in weniger als fünfzig Stunden tonnenweise Altmetall herumstehen würde. Die Einschläge der Trinatium-Geschosse würden nicht nur die feindlichen Panzer vernichten, sondern auch die Natur verbrennen. Die Tiere, die hier lebten, würden für eine scheinbare Ewigkeit nicht mehr an diesen Ort zurück kehren können. Es wäre nur das Erste von unzähligen Schlachtfeldern; aufgewühlt von der neuartigen Munition und den Ketten der Panzer. Tom ahnte, dass Städte brennen und Dörfer niedergewalzt werden würden. Doch sie kämpften nicht gegen einen menschlichen Feind.
Das Kommunikationsgerät begann zu piepsen. John schaltete das es ein und gleich darauf erschien das Gesicht eines Offiziers, den Tom noch nie zuvor gesehen hatte.

Das... ist eine ziemliche Menge an Infodump. Das müsste eigentlich besser gehen. Mein Vorschlag: Nachdem sie ihren Zielpunkt im Planquadrat X7 erreicht hatten, zogen sie ein Tarnnetz über den Panzer und gruben ihn vorschriftsgemäß ein. Eine dieser Arbeiten, bei denen Tom bedauerte, dass sie trotz all der modernen Technik noch mit Muskelkraft erledigt werden musste. Nach drei schweißtreibenden Stunden hatten die vier Soldaten einen großen Erdwall vor dem Panzer aufgehäuft. Vier M breit, zwohalb M lang und anderhalb M hoch, wie aus dem Handbuch.
Leider war das nur die halbe Miete. Hinter dem Panzer zogen sie einen Armee-Norm-konformen provisorischen Unterstand aus für diesen Zweck mitgeführten Stahlplatten in die Höhe. Auch dieser verschwand unter dem Tarnnetz. Das nötigte dem Trupp eine weitere Stunde ab.
Endlich war die Arbeit geschafft. Tom lehnte sich gegen den Panzer, nahm einen Schluck aus seiner Feldflasche und betrachtete die Umgebung. Bald würde die ganze Natur hier in Flammen stehen, in Stücke gerissen von Trinatium-Geschossen.
Doch der unmenschliche Feind, gegen den sie kämpften ließ nichts anderes zu.


Das Kommunikationsgerät begann zu piepsen. John schaltete das es ein und gleich darauf erschien das Gesicht eines Offiziers, den Tom noch nie zuvor gesehen hatte.
"Lieutenant O'Hara, Captain Boill hier", begann der fremde Offizier zu sprechen.
John nahm Haltung an und sprach mit wohl bedachten Worten: "Captain Boill. Melde, dass die Stellung Eins-Alpha in Gefechtsbereitschaft befindet. Bisher keine Vorkommnisse." Mit diesem Satz fasste er zusammen, dass sie ihre vorbestimmte Position erreicht, sich versteckt und das Hauptgeschütz geladen hatten. Damit war allen klar, dass die Operation Hellfire angelaufen war.
"Sehr gut, Lieutenant", kommentierte der Captain. "Die Vorhut wird ihre Position binnen vierundzwanzig Stunden erreichen. in sechsunddreißig Stunden wird die komplette Division Foxtrott Stellung bezogen haben. Erster Feindkontakt wird in achtundvierzig Stunden erwartet."
"Verstanden, Captain", und begann den Satz des Captains zu wiederholen. Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren. Er verstand aber die Notwendigkeit. Unklare oder falsch verstandene Befehle konnten den Untergang jedes Einsatzes bedeuten. Daher war es zur Vorschrift geworden, Befehle und Anweisungen wörtlich zu wiederholen.
Captain Boill befahl weiter: "Lieutenant, sobald die Vorhut eingetroffen ist, werden Sie helfen, eine Gefechtslinie aufzubauen, in welche der Rest der Division sich einreihen kann."
John wiederholte auch dies.

Wie groß ist dieses Kommunikationsgerät, wenn die anderen Soldaten im Trupp alles mitbekommen? Was passiert bei Dingen, die der Geheimhaltung unterliegen? Stopfen sie sich freiwillig die Finger in die Ohren?

Mit diesem Satz fasste er zusammen, dass sie ihre vorbestimmte Position erreicht, sich versteckt und das Hauptgeschütz geladen hatten. Damit war allen klar, dass die Operation Hellfire angelaufen war.
Wem erklärt Tom das? Da reicht ein Satz: Operation Hellfire war hiermit offiziell angelaufen.

Tom hasste die Befehls- und Meldesprache, der sie im Gefecht unterworfen waren. Er verstand aber die Notwendigkeit. Unklare oder falsch verstandene Befehle konnten den Untergang jedes Einsatzes bedeuten. Daher war es zur Vorschrift geworden, Befehle und Anweisungen wörtlich zu wiederholen.
Erneut: wem erklärt Tom das und warum? Sollte eigentlich aus dem Kontext klarwerden. Und warum hasst er das? Das müsstest du besser erklären. Beißt sich die militärische Redeweise mit seiner poetischen Seele?

Tom tauschte einen vielsagenden Blick mit Bekka und Matthew aus. Der Befehl würde für alle viel Arbeit bedeuten, ausgenommen Tom. Jeder wusste das, doch niemand sprach es laut aus. Man beklagte sich eben nicht über Befehle, sondern führte sie nach bestem Wissen und Gewissen aus.
Als Richtschütze war Tom dazu verdonnert, im MT-7 zu bleiben und den Horizont nach dem Feind abzusuchen. Er sollte Alarm schlagen, sobald er Gefahr aufziehen sah.
Das klingt für mich jetzt nach einem ebenso knochenharten Job. Er darf ja schließlich in seiner Aufmerksamkeit nicht eine Sekunde lang nachlassen.

John schaltete das Kommunikationsgerät ab und drehte sich zu Matthew, Bekka und Tom um. "Ihr habt den Captain gehört. Bekka, Matthew, ihr werdet markieren, wo sich die Vorhut postieren soll." Während er sprach, kniete er nieder und zeichnete einen Plan der Ebene auf den staubigen Boden. "Hier, hier und hier werden sich die drei Gruppen der Vorhut einfinden. Markiert die Stellen so natürlich wie möglich, damit die Satelliten, die uns alle drei Stunden überfliegen, nichts Verdächtiges entdecken können. Der Feind weiß um den strategischen Schwachpunkt dieser Ebene, doch er rechnet nicht mit einem Angriff, meldet der Geheimdienst."
"Richtig", warf Matthew ein. "Sobald die Vorhut eingetroffen ist, wird der Feind wissen, dass hier eine Schlacht in der Luft liegt."

Warum zeichnet er einen Plan der Ebene in den Staub? Haben die keine Karte mitgenommen?

[...]Markiert die Stellen so natürlich wie möglich, damit die Satelliten, die uns alle drei Stunden überfliegen, nichts Verdächtiges entdecken können. Der Feind weiß um den strategischen Schwachpunkt dieser Ebene, doch er rechnet nicht mit einem Angriff, meldet der Geheimdienst."

Die natürliche Markierung der Stellen müsste aus Toms Sicht erklärt werden. Der strategische Schwachpunkt und dass der Feind nicht mit einem Angriff rechnet ist eine überflüssige Erklärung.

"Richtig", warf Matthew ein. "Sobald die Vorhut eingetroffen ist, wird der Feind wissen, dass hier eine Schlacht in der Luft liegt."
Und zum dritten: wem erklärt er das? Haben einer von denen das Briefing verschlafen?

"Unterwegs wird aber sicherlich ein Feindverband von Panzern versuchen, uns abzufangen", warf Bekka ein. Sie hatte keine Angst, dass konnte Tom in ihren Augen sehen. Sie machte sich die gleichen Sorgen, die auch Tom sich machte. Hellfire musste erfolgreich verlaufen. Nur dann würde die Menschheit eine Chance auf eine Zukunft haben. Schlug die Operation jedoch fehl, war das Ende dieses Krieges und damit das Schicksal der Menschen besiegelt. Der Feind war mächtig und hatte dies bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Alle Hoffnungen ruhten nun in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene einem übermächtigem Feind stellen würden. Die neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschosse waren aus reiner Notwendigkeit heraus entstanden, aber bisher noch nie unter Gefechtsbedingungen getestet. Fünfunddreißig 122mm-Geschosse warteten in den Munitionslagern der über zweihundertfünfzig MT-7 darauf, dem Feind ins Gesicht zu Grinsen. Auf jedes einzelne Geschoss hatten die Soldaten der Division Foxtrott spottende Grimassen gemalt.

Das ist schon wieder ein Infodump, den man eigentlich kürzer und knackiger halten könnte. Mein Vorschlag:
"Feindkontakt werden wir haben, darauf kannst du einen lassen", sagte Bekka. Sie versuchte damit nicht, irgendwelche Angst zu überspielen, denn Tom sah ihr an, dass sie keine hatte.
Bekka sah die Dinge einfach realistisch. Es stand eine Menge auf dem Spiel. Auf der anderen Seite der Ebene lauerte ein schier übermächtiger Feind. Alle Hoffnungen ruhten nun in zweihundertdreiundsiebzig Panzern, geladen mit neuartigen und noch experimentellen Trinatium-Geschossen (auf jedes einzelne von denen die Soldaten der Division Foxtrott spottende Grimassen gemalt hatten). Sieg oder Niederlage, in Hellfire würde sich alles entscheiden.


"Die Nachversorgung mit Trinatium-Mumpeln wird nicht einfach", stellte Matthew fest.

... äh, was? Was zum Geier sind Mumpeln?


Fazit: Interessanter Ansatz, bei dem es leider in der Umsetzung hapert. Aus meiner Sicht müsstest du dringend an deinen Dialogen feilen, denn die erscheinen mir noch etwas gekünstelt. Die meiste Zeit habe ich den Eindruck, Akteuren bei einem Bühnenstück zuzuschauen. Und ganz dringend: lass diesen Infodump weg. Wenn es nicht wirklich der Handlung dient, hat es im Text auch nichts zu suchen.
Ein gewisses Potential hat die Story durchaus und ich würde es schade finden, wenn sich das nicht zur Geltung bringen ließe. Mal sehen wie es im nächsten Teil weitergeht.
Man muss sich ins Leben fallen lassen - was wäre die Alternative?
- Gilly the perky goth
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