[SciFi]Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

[SciFi]Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

Beitragvon Celevra » 26.04.2014, 16:40

So, Teil Zwei ist nun auch geschrieben.

Vorheriger Teil 1
----------------------------------------------------

"Gut, ich erkläre es euch. Es ist einem Team unserer Ingenieuren gelungen, die MT-6 mit einem auswerfbaren Munitionslager auszustatten und aufzurüsten. Das heißt, sobald einer der MT-7 von einem vernichtetenden Treffer erwischt wird, schleudert ein Katapult das Munitionslager mit den verbliebenen Trinatium-Geschossen mehr als siebenhundert Meter in die Luft. Ein Computer sucht den nächsten intakten MT-7 auf dem Schlachtfeld und versucht das Munitionslager in unmittelbarer Reichweite des betreffenden Panzers zu landen. Wird der ausgesuchte Panzer zerstört, sucht der Computer einen neuen Panzer in Reichweite. Die Reichweite ist stark von der Höhe des Lagers abhängig. Je tiefer das Munitionslager sinkt, desto geringer wird die Reichweite. Findet der Computer keinen intakten Panzer in Reichweite, wird die Trinatium-Munition automatisch vernichtet", führte John aus.
"Was passiert mit Munition, die bereits bei einem Panzer gelandet ist, der Panzer dann aber zerstört wird, bevor die Munition geborgen werden kann?" harkte Bekka nach.
"Der Computer überwacht den ausgewählten Panzer ständig. Wird er zerstört, zerstört sich die Munition ebenfalls. Solange wir also kampftaugliche MT-7 haben, haben wir Munition, bis die letzte Kugel verschossen und das letzte Geschütz erkaltet ist", beendete John seine Ausführungen. "Und nun an die Arbeit. Tom, du kontrollierst noch einmal das Hauptgeschütz und sorgst dafür, dass das MG bereit ist."

Zweiundzwanzig nahezu ereignislose Stunden waren so zäh vergangen, das Tom schon fast geglaubt hatte, die Zeit würde stillstehen. Nachdem Bekka und Matthew die befohlenen Stellen möglichst unauffällig markiert hatten, hatte John Toms Position am Hauptgeschütz eingenommen und befohlen, dass sich immer zwei von ihnen ausruhten und wenn möglich schliefen, während die anderen beiden Wache hielten. So hatten sie alle jeweils etwa sieben Stunden Schlaf bekommen, bevor das Kommunikationsgerät wieder plärrte und die Ankunft der Vorhut ankündigte. Die MT-7 der Vorhut von Division Foxtrott waren schneller gewesen als erwartet, aber John schien sich nicht daran zu stören, also tat Tom es ebenfalls nicht. Nun standen vierundzwanzig weitere Panzer an ihren Positionen und die Besatzungen begannen ihre Fahrzeuge ebenfalls einzugraben. der fünf Kilometer breite Streifen wuchs mit jeder Stunde zu einer immer besser befestigten Stellung.
Zehn Stunden brauchten die fast hundert Soldaten, um die Befestigungen so weit auszubauen, dass auch die heran rollende Hauptstreitkraft ausreichend Deckungsmöglichkeiten finden würde. In vier Stunden würde es soweit sein, dann würden auch die letzten Panzer ihre Stellungen beziehen und auf das Eintreffen des Feindes warten.

Tom wurde mit jeder Stunde nervöser. Er wusste, dass der Feind mittlerweile seit mehr als sechs Stunden unterwegs waren. Waren die Informationen des Geheimdienstes korrekt, würde der Feind erst lange nach der Division Foxtrott eintreffen, doch was, wenn die Informationen nicht korrekt waren?
"John?" wandte sich Tom an seinen Kommandanten.
"Ja?" John saß hinter dem Panzer und blickte sich in den ausgehobenen Stellungen Zigarette rauchend um.
"Was tun wir, wenn der Feind hier ist, bevor Foxtrott in Stellung ist?" Tom versuchte keine Angst in seiner Stimme durchklingen zu lassen.
"Du hast Angst, oder?" fragte John ohne ihn anzusehen.
"Ja", sagte Tom ohne Umschweife. John verstand es schon immer, seine Untergebenen zu lesen, wie offene Bücher, hatte er andere Kameraden reden hören. "Du denn nicht?"
"Natürlich. Angst ist etwas ganz normales." Jetzt sah John ihn an und reichte ihm eine Zigarette aus der Schachtel, die neben seinen Beinen lag.
"Danke." Tom nahm die Zigarette und griff nach dem Feuerzeug, das er immer in seiner Tasche hatte. Er rauchte fast nie. Eigentlich nur, wenn er getrunken hatte. Doch diesmal brauchte er etwas, um seine geschundenen Nerven zu beruhigen. "Angst ist etwas natürliches", wiederholte er nachdenklich, als er die Zigarette in den Mund steckte und das Feuerzeug anhob.
"Angst weist uns in vielerlei Hinsicht den Weg." Johns Stimme war selbst bei diesen Worten eiskalt und ohne Gefühlsregungen.
"Tom?" rief Bekka aus dem Inneren des Panzers. "Komm mal. Das solltest du dir ansehen."
Er ließ das Feuerzeug sinken und nahm seufzend die Zigarette wieder aus dem Mund. "Sofort." Tom kletterte durch die Heckluke in den MT-7. Ihm fiel sofort die blinkende Warnleuchte neben dem Hauptgeschütz auf. "Scheiße", fluchte er laut. Ausgerechnet jetzt musste die Überwachungsautomatik einen Fehler feststellen. Genervt wandte er sich an Bekka. "Lass mich mal bitte dahin." Er deutete auf den Fahrersitz.
Bekka nickte und kletterte von dem Sitz herunter und an Tom vorbei.
"Diese verfluchte Technik", schimpfte Tom, während er den Werkzeugkasten unter dem Fahrersitz hervor holte. "John!"
"Ja", rief der Kommandant des Panzers.
"Wir haben Probleme mit Bettys Automatik!" Tom nannte das Geschütz immer bei dem Namen, den die Vier ausgesucht hatten, als sie einmal etwas zu viel getrunken hatten.
"Wie lange brauchst du?" Johns Stimme hatte einen genervten Unterton.
"Keine Ahnung", gab Tom zurück. "Vorerst können wir jedenfalls nicht mehr feuern." Er öffnete den Werkzeugkasten, holte den Schraubenschlüssel heraus und machte sich daran, die Serviceluke für die Waffenautomatik abzumontieren. Glücklicherweise waren die meisten Schrauben im MT-7 einheitlich groß. So konnte der Werkzeugkasten auch eine gewisse Menge an Ersatzteilen enthalten. Bei Toms Glück jedoch war das benötigte Teil nicht darin, wenn er eine brauchte.
Mit zehn Schrauben war die Luke am Elektronikkasten montiert. Jede einzelne wanderte in Toms Taschen. Er konnte hören, wie John das Kommunikationsgerät benutzte, um mit den restlichen Panzern Kontakt aufzunehmen, auch wenn er nicht verstand, was gesprochen wurde.
Endlich fiel die Serviceklappe scheppernd zu Boden und gab die Sicht auf zwanzig Steckkarten frei. Jede Karte bestand aus einer Platine und erfüllte eine andere Aufgabe. Zu Toms Verdruss war keine der Karten benannt und alle sahen äußerlich gleich aus.
"Matthew!" brüllte Tom, der mit dem Kopf halb im Elektronikkasten hing. "Welche Karte ist für die Waffenautomatik?"
Matthew war der Einzige der Vier, der einen Lehrgang auf die neuen MT-7-Panzer hatte. Tom war zwar der Richtschütze und damit auch für die Technik des Geschützes zuständig, aber den Kasten kannte er nicht. Die MT-6 hatte noch einen völlig anderen Schaltschrank für die ganze Elektronik besessen.
"Zweite Reihe, Dritte von links", gab Matthew zurück. "Aber die Karten sind alle festgeschraubt. Leider haben wir dafür keinen Schraubendreher."
"Na toll", blaffte Tom. Wie sollte man ohne das passende Werkzeug den diese Kiste wieder instandsetzen?!
"Schlechte Nachrichten, Leute", fuhr John dazwischen.
Zuletzt geändert von Celevra am 01.05.2014, 06:58, insgesamt 1-mal geändert.
„Mag sein, aber dieser Krieg wird blutig“, konterte Jack.
„Welcher Krieg ist das nicht?“ Mit diesen Worten verließ auch Drake die Messe und Jack blieb allein zurück.
Celevra
 
Beiträge: 15
Registriert: 14.04.2014, 04:22
Wohnort: Wilhelmshaven, NDS / Angelbachtal, BW

Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

Beitragvon Kleckser » 28.04.2014, 04:36

Hallo Celevra!

Ich wage mich mal an deinen Schützengraben. :wink:

Deine Geschichte erinnert mich an die Taschenbücher aus dem Battle-Tech Universum. Zwar ging es dort hauptsächlich um die Piloten von Kampfrobotern (Battlemechs), aber Panzer gab es ja auch.

Ich schreibe jetzt einfach mal querbeet, was mir im Text so aufgefallen ist. Da wären zu einem die Typenbezeichnungen MT-6 und MT-7. Für mich persönlich klingt das nicht so gut. Ich bin zwar kein Militärexperte, aber die gängigen Panzernamen, die mir so spontan einfallen, klingen etwas gefährlicher, wie: Tiger, Panther, Marder, Leopard, usw. (Raubtiere). Oder andere martialische Bezeichnungen, wie z.B. „Banshee“, den ich schon mal im Zusammenhang mit Military-SF gelesen habe.
Meiner Meinung nach wäre es besser, ausgeschriebene und furchterregende Panzernamen zu wählen.

Dann wäre da noch der Begriff: "Divison Foxtrott". Das klingt für mich erstmal nichtssagend. Zur Verständlichung wähle ich ein Beispiel aus dem Weltkrieg. Man könnte schreiben, die Allierten wurden in Nordafrika von der XYZ Armee der Wehrmacht verfolgt. In den Nachrichten las man eher: "Der Wüstenfuchs lag ihnen dicht auf den Fersen..."
Mir persönlich wäre es lieber, es gäbe eine emotionale Bindung zur Divison Foxtrott. Ist das z.B eine Elite-Truppe, die deiner Panzerbesatzung Hoffnung und Vertrauen verspricht oder sind es eher Graupen, wo die Besatzung sich am liebsten gleich selbst in die Leichensäcke eintüten würde.
Ich empfehle, die Divison Foxtrott in spe lebendiger zu gestalten. Mir wäre es subjektiv lieber, du entscheidest dich für eine andere Bezeichnung, z.B. ganz banal wie Tiger Force, Lucky Jacks Truppe, die Panzerbrigade von General Superduper, die Hartgummilutscher von Genosse Strelnikov , Panzerknackerbande, ect....Lass deiner Phantasie freien Lauf.

Nun zum ersten Absatz. Dort erzählst du, dass von der technischen Seite aus betrachtet, das Überleben der Spezialmunition bei einem Treffer strategisch wichtiger ist, als die Panzerbesatzung selbst. Ob das aus militärischer Sicht sinnvoll ist, will ich nicht anzweifeln. Aber mir fehlt ein kritischer Kommentar der Besatzung. Sowas wie: „Hauptsache der Panzer spukt nach der richtigen Röstung die Munition aus, wie ein Toaster eine Scheibe verkohltes Brot. Aber wo zum Teufel ist mein verdammter Schleudersessel, wenn‘s mal brennt?"

Wo wir schon beim Thema sind, mir gefällt dein Soldatenjargon nicht so wirklich. Sie sprechen mir zu vorbildhaft. Im Funkverkehr oder offiziell zum Vorgesetzten geht das für mich in Ordnung, aber untereinander im Panzer, wäre mir z.T. eine privatere und freiere Konversation lieber; einfach mal frei von der Leber reden.
Benutze von mir aus klischeehafte und bekannte Floskeln aus Kriegsfilmen, das ist mir lieber, als dass sich die Figuren gegenseitig gediegen und vorbildhaft unterhalten, wie in einem Lehrfilm der Bundeswehr.

Was mir noch fehlt, sind gewisse andere Details. Warum handelt es sich um die entscheidende Schlacht. Wer ist eigentlich genau der Gegner? Warum lohnt es sich überhaupt zu kämpfen?
Es kann sein, dass du später auf die Fragen eingehen wirst. Aber es ist meiner Ansicht nach wichtig, die Fragen nach dem „Wer? Wie? Warum? - Gegen wen und vor allem weshalb“ sehr früh zu beantworten. Man muss nicht gleich alles beantworten. Aber man sollte die Fronten klären. Der Leser will wissen, warum es sich lohnt, die Geschichte zu lesen.

Meine "Kritik" ist rein subjektiv, und ich habe auch keine Ahnung, ob sie dir weiterhelfen wird oder ob sie berechtigt war.
Lass dich nicht groß beirren, schreib einfach weiter!
Kleckser
 
Beiträge: 65
Registriert: 24.03.2011, 15:19
Wohnort: Im Land der Moosbüffel

Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

Beitragvon Celevra » 28.04.2014, 20:29

Hallo,

danke für deine Kritik, aber lass mich zu deinen Anführungen etwas sagen:

Kleckser hat geschrieben:Ich schreibe jetzt einfach mal querbeet, was mir im Text so aufgefallen ist. Da wären zu einem die Typenbezeichnungen MT-6 und MT-7. Für mich persönlich klingt das nicht so gut. Ich bin zwar kein Militärexperte, aber die gängigen Panzernamen, die mir so spontan einfallen, klingen etwas gefährlicher, wie: Tiger, Panther, Marder, Leopard, usw. (Raubtiere). Oder andere martialische Bezeichnungen, wie z.B. „Banshee“, den ich schon mal im Zusammenhang mit Military-SF gelesen habe.
Meiner Meinung nach wäre es besser, ausgeschriebene und furchterregende Panzernamen zu wählen.


Es stimmt, dass es gängige Panzerbezeichnungen wie Leopard, Tiger, Panther, etc. gibt, aber diese werden hauptsächlich von Deutschen verwendet. Die Amerikaner z.B. haben auch fast nur Kurzbezeichnungen wie T49 oder dergleichen verwendet. Oder wenn ich von einer F-14 rede, wissen die meisten gleich, dass ich ein Kampfflugzeug meine. Sage ich hingegen "Tomcat", also der offizielle Beiname, weiß kaum einer, dass es sich um ein Düsenstrahl getriebenes Mehrzweckkampfflugzeug handelt. Des Weiteren habe ich die Bezeichnung MT-7 vorerst nur stehen, um selbst zu wissen, wovon ich rede. Eventuell wird es später noch geändert, aber das ist noch nicht sicher.

Dann wäre da noch der Begriff: "Divison Foxtrott". Das klingt für mich erstmal nichtssagend. Zur Verständlichung wähle ich ein Beispiel aus dem Weltkrieg. Man könnte schreiben, die Allierten wurden in Nordafrika von der XYZ Armee der Wehrmacht verfolgt. In den Nachrichten las man eher: "Der Wüstenfuchs lag ihnen dicht auf den Fersen..."
Mir persönlich wäre es lieber, es gäbe eine emotionale Bindung zur Divison Foxtrott. Ist das z.B eine Elite-Truppe, die deiner Panzerbesatzung Hoffnung und Vertrauen verspricht oder sind es eher Graupen, wo die Besatzung sich am liebsten gleich selbst in die Leichensäcke eintüten würde.
Ich empfehle, die Divison Foxtrott in spe lebendiger zu gestalten. Mir wäre es subjektiv lieber, du entscheidest dich für eine andere Bezeichnung, z.B. ganz banal wie Tiger Force, Lucky Jacks Truppe, die Panzerbrigade von General Superduper, die Hartgummilutscher von Genosse Strelnikov , Panzerknackerbande, ect....Lass deiner Phantasie freien Lauf.


Ja, du hast Recht. Allerdings handelt es sich bei dieser Division um die Einheit, der mein Prota und sein Team angehören. Auch in diesem Falle handelt es sich um etwas, dass später noch geändert werden soll und sehr wahrscheinlich auch wird.

Nun zum ersten Absatz. Dort erzählst du, dass von der technischen Seite aus betrachtet, das Überleben der Spezialmunition bei einem Treffer strategisch wichtiger ist, als die Panzerbesatzung selbst. Ob das aus militärischer Sicht sinnvoll ist, will ich nicht anzweifeln. Aber mir fehlt ein kritischer Kommentar der Besatzung. Sowas wie: „Hauptsache der Panzer spukt nach der richtigen Röstung die Munition aus, wie ein Toaster eine Scheibe verkohltes Brot. Aber wo zum Teufel ist mein verdammter Schleudersessel, wenn‘s mal brennt?"

Wo wir schon beim Thema sind, mir gefällt dein Soldatenjargon nicht so wirklich. Sie sprechen mir zu vorbildhaft. Im Funkverkehr oder offiziell zum Vorgesetzten geht das für mich in Ordnung, aber untereinander im Panzer, wäre mir z.T. eine privatere und freiere Konversation lieber; einfach mal frei von der Leber reden.
Benutze von mir aus klischeehafte und bekannte Floskeln aus Kriegsfilmen, das ist mir lieber, als dass sich die Figuren gegenseitig gediegen und vorbildhaft unterhalten, wie in einem Lehrfilm der Bundeswehr.

Ich schreibe eigentlich immer frei Schnauze. Solche Feinheiten spielen bei meinen ersten Entwürfen meist keine Rolle und werden erst während der Überarbeitung geändert. Die Dialoge sind etwas, dass in meinen Geschichten eigentlich den größten Wandel durchlebt.

Was mir noch fehlt, sind gewisse andere Details. Warum handelt es sich um die entscheidende Schlacht. Wer ist eigentlich genau der Gegner? Warum lohnt es sich überhaupt zu kämpfen?
Es kann sein, dass du später auf die Fragen eingehen wirst. Aber es ist meiner Ansicht nach wichtig, die Fragen nach dem „Wer? Wie? Warum? - Gegen wen und vor allem weshalb“ sehr früh zu beantworten. Man muss nicht gleich alles beantworten. Aber man sollte die Fronten klären. Der Leser will wissen, warum es sich lohnt, die Geschichte zu lesen.

Hier sieht man ganz klar - und nimm mir das jetzt bitte nicht übel - dass du den ersten Teil nicht gelesen hast. Dort wird zwar nicht genau geklärt, wer der eigentliche Feind ist, aber es wird das "Warum" geklärt ebenso, wieso ein Sieg so wichtig ist. Wer der eigentliche Feind ist, will ich nicht gleich auf den ersten Seiten vollkommen offenbaren, schließlich braucht der Leser auch noch etwas, worauf er sich freuen kann und was seine Phantasie anregt.

Grundsätzlich hilft mir jede Kritik weiter, und wenn sie mich nur dazu bringt, noch mal einzelne Stellen meines Textes erneut zu lesen. Allerdings habe ich auch meine Eigenheiten, die mit manch einer Kritik nicht vereinbar sind. Würde ich mich in diesen Fällen rein von der Kritik leiten lassen, würde die Geschichte bald dort landen, wo schon unzählige andere Geschichtsanfänge auf mich warten: In der Ablage "Vielleicht irgendwann einmal..."
Ich hoffe du bist mir nicht böse, dass ich hier deine Kritik so auseinander nehme.

Liebe Grüße
Celevra
„Mag sein, aber dieser Krieg wird blutig“, konterte Jack.
„Welcher Krieg ist das nicht?“ Mit diesen Worten verließ auch Drake die Messe und Jack blieb allein zurück.
Celevra
 
Beiträge: 15
Registriert: 14.04.2014, 04:22
Wohnort: Wilhelmshaven, NDS / Angelbachtal, BW

Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

Beitragvon Kleckser » 30.04.2014, 13:05

Ich hoffe du bist mir nicht böse, dass ich hier deine Kritik so auseinander nehme.


Nein, ich bin dir nicht böse. Du hast ja recht, ich sollte lieber auf den geschriebenen Text eingehen und nicht wie ich es gerne gelesen hätte.
Kleckser
 
Beiträge: 65
Registriert: 24.03.2011, 15:19
Wohnort: Im Land der Moosbüffel

Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

Beitragvon AnTBensOr » 04.05.2014, 16:24

Jo Celevra,

habe mir deinen zweiten Teil vorgenommen. Gehört ja anscheinend alles noch zu der
Einleitung und die richtige "Action" wird wohl im nächsten Teil beginnen (warauf ich mich schon
freue).

John verstand es schon immer, seine Untergebenen zu lesen, wie offene Bücher, hatte er andere Kameraden reden hören.

Der Satz aus dem Zusammenhang gerissen lässt Probleme entstehen, da das "er" hier auf John bezogen sein
könnte. Soll sich aber im Zusammehang auf Tom beziehen. Deswegen wäre es womöglich angebracht,
den Satz umzuformulieren:
"Er hatte andere Kameraden reden hören, dass John es schon immer verstand, seine Untergebenen wie
offene Bücher zu lesen."
Willst du dene Satz nicht umstellen, dann musst du "er" einfach mit "Tom" austauschen, dann kommt
es nicht so schnell zu einem Verständnisfehler.
Andererseits weiß ich nicht, wie "konform" die Bezeichnung "jemanden wie ein offenes Buch zu lesen"
ist. Ich kenne nur, dass "jemand wie ein offenes Buch für jemanden ist".

Bei Toms Glück jedoch war das benötigte Teil nicht darin, wenn er eine brauchte.

Kleiner Fehler am Rande, soll nur erwähnt sein. Gehört zu einem der Rutscher, die man schnell mal
überliest, deswegen erwähne ich es.


Mehr habe ich jedoch nicht auszusetzen, was ich nicht schon zum ersten Kapitel geschrieben hätte.
Allerdings möchte ich den anderen Kritiker in einer Sache verteidigen:
Was mir noch fehlt, sind gewisse andere Details. Warum handelt es sich um die entscheidende Schlacht. Wer ist eigentlich genau der Gegner? Warum lohnt es sich überhaupt zu kämpfen?
Es kann sein, dass du später auf die Fragen eingehen wirst. Aber es ist meiner Ansicht nach wichtig, die Fragen nach dem „Wer? Wie? Warum? - Gegen wen und vor allem weshalb“ sehr früh zu beantworten. Man muss nicht gleich alles beantworten. Aber man sollte die Fronten klären. Der Leser will wissen, warum es sich lohnt, die Geschichte zu lesen.

Hier sieht man ganz klar - und nimm mir das jetzt bitte nicht übel - dass du den ersten Teil nicht gelesen hast. Dort wird zwar nicht genau geklärt, wer der eigentliche Feind ist, aber es wird das "Warum" geklärt ebenso, wieso ein Sieg so wichtig ist.

Das "Warum" wird erklärt, also warum der Feind angreift? Und ebenso warum der Sieg so wichtig ist?
Für das "Warum" habe ich nur diese kleine Passage gefunden:
Hellfire musste erfolgreich verlaufen. Nur dann würde die Menschheit eine Chance auf eine Zukunft haben. Schlug die Operation jedoch fehl, war das Ende dieses Krieges und damit das Schicksal der Menschen besiegelt. Der Feind war mächtig und hatte dies bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Alle Hoffnungen ruhten nun in den zweihundertdreiundsiebzig Panzern, die sich auf dieser Ebene einem übermächtigem Feind stellen würden.

Sollte dies das "Warum" sein (ich habe den Teil 1 extra noch mal gelesen), so finde ich es ein wenig
dürftig. Und wie gesagt: ich musste noch einmal nachlesen, weil ich mich nicht an ein "Warum" erinnern
konnte.
Im Grunde ist es nicht schlimm, wenn du das alles noch vorenthalten möchtest - hast du ja selber auch
geschrieben - doch diese Beschreibung wirft eigentlich noch mehr "Warum"-Fragen auf, als dass es
aufklärt.
Um den Punkt zu verifizieren:
Warum ist das Schicksal der Menschheit besiegelt, wenn diese eine Operation fehlschlägt?
Warum werden nur 270 Panzer auf genau dieser Ebene dem Feind entgegengesetzt?

Natürlich entscheidest du selbst, was du preis gibst und was nicht. Und in diesen beiden Kapiteln
kannst du gar nicht zum dem Punkt kommen, wo es richtig interessant wird - und auch das "Warum"
gelüftet wird. Mir geht es nur darum, Kleckser in dieser Hinsicht zu verteidigen, weil ich schon glaube,
dass er Teil 1 gelesen hat.


Ansonsten: ich warte auf Teil 3. Und Kritik ist nun mal etwas, was gegen die persönlichen "Eigenheiten"
geht. Mich regt so etwas auch immer auf! Deswegen: pick dir das aus der Kritik heraus, was dir gefällt,
den Rest ignorier oder gib darauf deine Antwort mit Begründung, aber schieb eine Idee nicht einfach
in die Ablage. Ideen können nichts für ihre Umsetzung! Und mit der Zeit wird die Umsetzung aufgrund
von Beharrlichkeit auch Fortschritte machen.
Und niemals sollte man in diesem Forum vergessen, dass die Ausschnitte einfach zu klein sind, um sich
als Kritiker ein Gesamtbild zu machen.

Grüße,
AnTBensOr
AnTBensOr
 
Beiträge: 47
Registriert: 20.03.2013, 20:06
Wohnort: NRW

Re: Hellfire beginnt (AT) [Teil 2/s10]

Beitragvon Azareon29 » 27.05.2014, 21:27

"Gut, ich erkläre es euch. Es ist einem Team unserer Ingenieuren gelungen, die MT-6 mit einem auswerfbaren Munitionslager auszustatten und aufzurüsten. Das heißt, sobald einer der MT-7 von einem vernichtetenden Treffer erwischt wird, schleudert ein Katapult das Munitionslager mit den verbliebenen Trinatium-Geschossen mehr als siebenhundert Meter in die Luft. Ein Computer sucht den nächsten intakten MT-7 auf dem Schlachtfeld und versucht das Munitionslager in unmittelbarer Reichweite des betreffenden Panzers zu landen. Wird der ausgesuchte Panzer zerstört, sucht der Computer einen neuen Panzer in Reichweite. Die Reichweite ist stark von der Höhe des Lagers abhängig. Je tiefer das Munitionslager sinkt, desto geringer wird die Reichweite. Findet der Computer keinen intakten Panzer in Reichweite, wird die Trinatium-Munition automatisch vernichtet", führte John aus.
"Was passiert mit Munition, die bereits bei einem Panzer gelandet ist, der Panzer dann aber zerstört wird, bevor die Munition geborgen werden kann?" harkte Bekka nach.
"Der Computer überwacht den ausgewählten Panzer ständig. Wird er zerstört, zerstört sich die Munition ebenfalls. Solange wir also kampftaugliche MT-7 haben, haben wir Munition, bis die letzte Kugel verschossen und das letzte Geschütz erkaltet ist", beendete John seine Ausführungen. "Und nun an die Arbeit. Tom, du kontrollierst noch einmal das Hauptgeschütz und sorgst dafür, dass das MG bereit ist."

Das ist eine gute Art und Weise, Dinge zu erklären. Der Dialog macht es lebendig.

Zweiundzwanzig nahezu ereignislose Stunden waren so zäh vergangen, das Tom schon fast geglaubt hatte, die Zeit würde stillstehen. Nachdem Bekka und Matthew die befohlenen Stellen möglichst unauffällig markiert hatten, hatte John Toms Position am Hauptgeschütz eingenommen und befohlen, dass sich immer zwei von ihnen ausruhten und wenn möglich schliefen, während die anderen beiden Wache hielten. So hatten sie alle jeweils etwa sieben Stunden Schlaf bekommen, bevor das Kommunikationsgerät wieder plärrte und die Ankunft der Vorhut ankündigte. Die MT-7 der Vorhut von Division Foxtrott waren schneller gewesen als erwartet, aber John schien sich nicht daran zu stören, also tat Tom es ebenfalls nicht. Nun standen vierundzwanzig weitere Panzer an ihren Positionen und die Besatzungen begannen ihre Fahrzeuge ebenfalls einzugraben. der fünf Kilometer breite Streifen wuchs mit jeder Stunde zu einer immer besser befestigten Stellung.
Und hier erklärst du wieder zuviel. Mein Vorschlag: Zweiundzwanzig nahezu ereignislose Stunden waren so zäh vergangen, das Tom schon fast geglaubt hatte, die Zeit würde stillstehen. Nach der Rückkehr von Bekka und Matthew hatten sie sich in Zweier-Schichten am Geschütz abgewechselt. Irgendwann plärrte das Kommunikationsgerät wieder. DIe Vorhut war im Anmarsch. Schneller als erwartet, aber John schien sich nicht daran zu stören, also tat Tom es auch nicht. Nun standen vierundzwanzig weitere Panzer an ihren Positionen und die Besatzungen waren mit der vorschriftsmäßigen Befestigung des fünf Klicks breiten Streifen beschäftigt.

Tom wurde mit jeder Stunde nervöser. Er wusste, dass der Feind mittlerweile seit mehr als sechs Stunden unterwegs waren. Waren die Informationen des Geheimdienstes korrekt, würde der Feind erst lange nach der Division Foxtrott eintreffen, doch was, wenn die Informationen nicht korrekt waren?
"John?" wandte sich Tom an seinen Kommandanten.
"Ja?" John saß hinter dem Panzer und blickte sich in den ausgehobenen Stellungen Zigarette rauchend um.
"Was tun wir, wenn der Feind hier ist, bevor Foxtrott in Stellung ist?" Tom versuchte keine Angst in seiner Stimme durchklingen zu lassen.
"Du hast Angst, oder?" fragte John ohne ihn anzusehen.
"Ja", sagte Tom ohne Umschweife. John verstand es schon immer, seine Untergebenen zu lesen, wie offene Bücher, hatte er andere Kameraden reden hören. "Du denn nicht?"
"Natürlich. Angst ist etwas ganz normales." Jetzt sah John ihn an und reichte ihm eine Zigarette aus der Schachtel, die neben seinen Beinen lag.
"Danke." Tom nahm die Zigarette und griff nach dem Feuerzeug, das er immer in seiner Tasche hatte. Er rauchte fast nie. Eigentlich nur, wenn er getrunken hatte. Doch diesmal brauchte er etwas, um seine geschundenen Nerven zu beruhigen. "Angst ist etwas natürliches", wiederholte er nachdenklich, als er die Zigarette in den Mund steckte und das Feuerzeug anhob.
"Angst weist uns in vielerlei Hinsicht den Weg." Johns Stimme war selbst bei diesen Worten eiskalt und ohne Gefühlsregungen.
"Tom?" rief Bekka aus dem Inneren des Panzers. "Komm mal. Das solltest du dir ansehen."
Er ließ das Feuerzeug sinken und nahm seufzend die Zigarette wieder aus dem Mund. "Sofort." Tom kletterte durch die Heckluke in den MT-7. Ihm fiel sofort die blinkende Warnleuchte neben dem Hauptgeschütz auf. "Scheiße", fluchte er laut. Ausgerechnet jetzt musste die Überwachungsautomatik einen Fehler feststellen. Genervt wandte er sich an Bekka. "Lass mich mal bitte dahin." Er deutete auf den Fahrersitz.
Vorschlag für den ersten Abschnitt: Tom wurde mit jeder Stunde nervöser. Das Warten war - wie immer - das schlimmste an dieser Aktion. Er hatte zuviel Zeit nachzugrübeln, sodass ihm die Informationen des Geheimdienstes immer suspekter erschienen. Schließlich hielt er es nicht mehr aus und wandte sich an den Kommandanten.
Also ehrlich, die Umgangsformen dieser Soldaten sind mir etwas schleierhaft. Der Kommandant wird geduzt, es gibt keine Rangordnung. Die wirken auf mich eher wie Klassenkameraden frisch aus der Grundausbildung (falls sie das sind, sehr gut rübergebracht).

"Matthew!" brüllte Tom, der mit dem Kopf halb im Elektronikkasten hing. "Welche Karte ist für die Waffenautomatik?"
Matthew war der Einzige der Vier, der einen Lehrgang auf die neuen MT-7-Panzer hatte. Tom war zwar der Richtschütze und damit auch für die Technik des Geschützes zuständig, aber den Kasten kannte er nicht. Die MT-6 hatte noch einen völlig anderen Schaltschrank für die ganze Elektronik besessen.
"Zweite Reihe, Dritte von links", gab Matthew zurück. "Aber die Karten sind alle festgeschraubt. Leider haben wir dafür keinen Schraubendreher."
"Na toll", blaffte Tom. Wie sollte man ohne das passende Werkzeug den diese Kiste wieder instandsetzen?!
"Schlechte Nachrichten, Leute", fuhr John dazwischen.

:? Okay... warum hat der für die Technik zuständige Soldat keinen Lehrgang für diese Mechanik erhalten? Das scheint mir sehr unlogisch. Und was heißt hier keinen Schraubendreher? Sofern die Schrauben nicht mikroskopisch klein sind, sollte das mit jedem Standard-Kampfmesser möglich sein.


Bis auf die Sachen, die ich angesprochen habe, eine anständige Darstellung der Ruhe vor dem Sturm. Den Dialog zwischen Tom und John könntest du vielleicht in eine aufputschende Ansprache des Kommandanten an seinen Trupp umwandeln. Was mich rauswirft ist dieser Anflug von Murphys Kriegsgesetz am Ende. Das wirkt extrem gekünstelt. Wie wichtig ist es für den weiteren Verlauf der Geschichte, dass der Panzer kaputt geht? Falls du das nur benutzt um schnell Spannung zu erzeugen, dann lass es lieber raus.

Bin mal gespannt wie es im dritten Teil weitergeht.
Man muss sich ins Leben fallen lassen - was wäre die Alternative?
- Gilly the perky goth
Benutzeravatar
Azareon29
 
Beiträge: 236
Registriert: 09.10.2011, 18:05
Wohnort: Modautal


Zurück zu Science Fiction

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste