Ich mag meinen Antagonisten ...

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Re: Ich mag meinen Antagonisten ...

Beitragvon Aridia » 23.05.2015, 21:53

Hallo Akirai,

ich finde es total spannend, eine Geschichte aus der Perspektive des Antagonisten zu lesen. Es gibt viel zu wenige davon. :twisted:

Dan Wells zum Beispiel schreibt in seiner "Serienkiller"-Triologie aus der Sicht eines potentiellen Serienkillers - in der ersten Person. :D

"Mein Name ist John Cleaver. Ich bin 16 Jahre alt und lebe in Clayton County. Ich habe eine Mutter, eine Schwester und eine Tante. Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun, um jeden Preis. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir. Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Anzeichen eines Serienkillers auf. Ich fantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Im Beisein von Toten fühle ich mich wohler als in der Nähe der Lebenden. Ich habe einen Dämon besiegt. Doch es gibt viele Dämonen da draußen. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten." (Buchrücken "Mr. Monster")

Der junge Mann kommt echt sympathisch rüber. Dumm nur, dass er den klassischen Weg zum Serienkiller beschreitet. Im zweiten Teil fängt er etwa an, Tiere zu quälen und zu töten. Es ist total spannend, da ich mich als Leser aufgrund der "Ich-Schreibweise" schon fast zwingend in John hineinversetze, obwohl ich im wahren Leben natürlich keinerlei Serienkiller-Ambitionen habe (die anderen Leser hoffentlich auch nicht :) ).

Irgendwann hab ich auch mal ein Buch gelesen (von wem fällt mir gerade leider nicht ein), in dem der Hauptprota sich zum Schluss als Mörder herausgestellt hat. Auch nett.

Liebe Grüße
Aridia
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Re: Ich mag meinen Antagonisten ...

Beitragvon Maggi1417 » 24.05.2015, 00:36

ich finde es total spannend, eine Geschichte aus der Perspektive des Antagonisten zu lesen. Es gibt viel zu wenige davon
Dan Wells zum Beispiel schreibt in seiner "Serienkiller"-Triologie aus der Sicht eines potentiellen Serienkillers - in der ersten Person

Nur um die Terminologie klar zu stellen. John Cleaver ist in diesem Buch trotzdem der Protagonist, nicht der Antagonist. Bösewicht und Antagonist sind nicht ein und das selbe. Die Worte Protagonist und Antagonist sagen etwas darüber aus, wie die Figuren zum Plot stehen und enthält keine moralische Bewertung.
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Re: Ich mag meinen Antagonisten ...

Beitragvon Aridia » 24.05.2015, 21:46

Huhu,

@Maggi: Das ist schon klar. ;) Ich hab das etwas unglücklich ausgedrückt. Es bezog sich auf schreiberlings Vorschlag:

schreiberling hat geschrieben:Dann dreh das ganze doch um. Schreib eine Geschichte über diesen Typen als Antiheld-Figur und kicke den Proagonisten als Hauptfigur raus.


Mein Beispiel sollte darlegen, dass auch ein "typischer" Antagonist als Protagonist funktioniert und es sehr spannend sein kann, ihn als "Bösen" in Protarolle zu erleben - vor allem in der ersten Person geschrieben.

Liebe Grüße
Aridia
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