Ideen?

Tipps, Ratschläge und Hilfen zum Schreiben. Wie machst du das? Hilfe bei Blockaden, Hemmungen und Anfangsschwierigkeiten

Ideen?

Beitragvon SiMoLea » 11.07.2007, 13:05

Hallo!
Ich bin neu hier und schreibe unheimlich gerne, habe auch schon mit meinen Geschichten einige Preise gewonnen.
Aber immoment habe ich das Gefühl und das ist schon ziemlich lange so, das ich absolut keine Ideen habe. Mir fällt einfach nichts ein, was potenzial für einen Roman haben könnte.
Deshalb bitte helft mir und gebt mir ein paar anregungen und Ideen für eine neue Geschichte.
Liebe Grüße
Lea
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Beitragvon BlackRider » 11.07.2007, 18:23

Ich hab vor kurzem ne aehnliche Frage gestellt. Dann hab ich mir gedacht, dass es eigentlich bloedsinn ist, wenn mir jemand die Handlung einfluestert. Auf jeden Fall waers dann nicht mehr mein Werk. Da bin ich also froh, dass die Frage dann so ziemlich ignoriert wurde.
Was ich damit sagen will: Es ist deine Geschichte. Wenn du sie von jemand anderem haben willst, kannst du sie auch gleich von ihm schreiben lassen.
Oder: such dir dein lieblingsbuch aus und schreibe es neu.
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Beitragvon Jeane » 11.07.2007, 19:16

Hallo!^^

Ich stimme Black Rider im Großen und Ganzen zu - ohne dabei so zynisch wirken zu wollen ;o)
Also: Du solltest dich selbst nicht so unter Druck setzen! Dann bekommt man sowieso nix zustande! Leg doch einfach eine Pause vom Schreiben ein!? Ideen, Einfälle und Inspiration entstehen nicht, wenn du dich praktisch zwingst, etwas zu schreiben...
Dir werden in der nächsten Zeit sicherlich wieder Ideen in den Kopf schießen, solange du dich nicht wieder unter Druck setzt!!!
Viel Glück!!^^
Mögen hätt´ich schon wollen,
aber dürfen habe ich mich nicht getraut. (Karl Valentin)
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Beitragvon BlackRider » 12.07.2007, 03:14

Grins, bin ich zynisch?
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Beitragvon Chablis » 12.07.2007, 07:14

Jeane hat recht. Erzwingen sollte man nichts, die Schreibe wird - zumindest in meinem Fall - nicht gut. Was schonmal helfen kann ist, mit offenen Sinnen durch den Tag zu gehen. Manche Situation ist geeignet, daraus einen Stoff zu machen. Für diesen Fall habe ich entweder immer etwas zum Schreiben dabei für Notizen, oder ein Diktiergerät. Wenn ich das nicht mache, vergesse ich in meinem fortgeschrittenen Alter (*grins) alles schnell wieder.
Also, zwing Dich zu nichts.

Chablis
Hatte ein schlimmes Jahr 2008. Melde mich mal vorsichtig zurück, auch wenn ich immer noch wenig Zeit habe.
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Beitragvon Kim Possilbe » 12.07.2007, 07:50

Ich hab mal ein bisschen gestöbert, und ich meine, wir hatten das Thema irgendwann schonmal, aber ich hab's leider spontan nicht gefunden.
Vielleicht hilft dir ja "Was inspiriert euch", oder "Schlecht schreiben lernen" weiter ;)

Also ich hab noch nie aktiv nach Ideen gesucht, deshalb schließe ich mich den Anderen an, bloß nicht zwingen! Tu so als wäre es dir egal, und dann kommen sie schon wieder.

Meine Ideen kommen mir beim Fernsehen, wenn ich bei einem Film gerne hätte, dass er anders ausgeht, beim lesen, oder in der Straßenbahn wenn mir außergewöhnliche Charaktere auffallen (oder wenn sich Leute ungeniert in den Schritt greifen :P ), Cafés sind auch immer ein guter Ort um Leute zu beobachten, dann kommen Fragen auf wie "wo kommen sie her, was beschäftigt sie gerade, ..." und schwupps beginnen Geschichten zu wachsen.

Tja, und dann gibt es den Ultimativen Kreativitätsschocker: Lernen :shock:
Ja, ja, haltet mich ruhig für bekloppt, aber immer wenn ich da sitze und eigentlich lernen sollte (am besten Logikfächer, die die andere Gehirnhälfte beeinflussen), dann fängt meine Kreativität nur so an zu sprudeln. Das ist äußerst schlecht für Pfrüfungen oder ähnliches, aber sehr gut wenn man's weiß und gerade in einem Loch steckt 8)

@Blackrider: Ich hab gerade das Forum durchsucht, wo hast du denn diese Frage gestellt? (Deine Muse wäre dir doch sofort zu Hilfe geeilt ;))
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Beitragvon J.N.L.Galas » 12.07.2007, 09:04

Also Kim hat schon die richtigen Links geliefert. Kurze Zusammenfassung und ein kleiner Tipp von mir:
Wenn du eine echt unkreative Phase hast, solltest du dich einfach mal entspannen. Ich weiß, es klingt etwas bescheuert, aber hilft wirklich. Als nächsten Schritt könntest du dir einen Gegenstand aussuchen und anfangen darüber zu schreiben, ich in ihn zu versetzen. Das alles nicht auf einmal klappt ist klar. Wenn du Geschichten schreiben willst, nimm ein Thema, was dich beschäftigt als Grundlage.
An sonsten mach etwas Musik an. Bei manchen Liedern sind schöne Texte dabei, bei denen es sich lohnt darüber nachzudenken. Darüber kann man auch andere Gedichte, Kurzgeschichten etc. schreiben.

Ich hoffe, ich konnte wie die anderen helfen
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Beitragvon Blue_Sunshine » 12.07.2007, 10:43

Also mir kommen die meisten Ideen, gerade wenn ich mich zwinge. Also, wenn ich mich zwinge mich mal eine Stunde hinzusetzen und darüber nachzudenken, was mich im Moment bewegt, wie ich mich fühle, was ich gerne loswerden will. Das wirkt bei mir Wunder :D

Ich finde aber auch, dass jeder seine eigenen Ideen finden sollte, denn das macht doch einen richtigen Schriftsteller aus: dass er eigene Ideen hat und diese möglichst gut umsetzt.

Ich gebe dir aber trotzdem einen kleinen Denkanstoß:

Meiner Meinung nach kritisieren bisher viel zu wenige Autoren den Klimawandel, der ja durch die Menschen verursacht wird. Denk' mal drüber nach. Du könntest eine Kurzgeschichte darüber schreiben, wie die Welt in 50 Jahren aussieht, wenn wir nicht endlich reagieren.

Nur ein Vorschlag...

Blue_Sunshine :wink:
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Beitragvon BlackRider » 12.07.2007, 16:18

Hiyah Kim,

die Frage war bei den zwei linken Haenden. Mir hat der Schluss einfach nicht gefallen. Aber naja, ist mein Schluss.

Dann noch allgemein ... also nix zu schreiben waer eigentlich auch nicht gut, wennes grad an Ideen mangelt. Wenn sowas passiert, setzte ich mich dann meist an meine Reiseberichte (wenn ich ueberhaupt Zeit dazu hab).
Ich meine, dass man einfach ein bisschen fit bleiben sollte und weiterschreibt, auch wenn die Texte bohrend langweilig sind und man sie nachher wieder loescht. Ist eben ein Handwerk
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Beitragvon berwil » 18.07.2007, 14:55

Hallo,

ich hatte dieses Problem auch lange. Zwar wollte ich schreiben, aber mir fehlten gute Ideen. Ich hatte zwar ein paar vage Vorstellungen, was ich gerne schreiben würde, doch das betraf mich persönlich und war wohl nichts, was auch andere aufregend genug finden würden. Ich kann dich aber beruhigen: Das geht sicher vorüber, und du wirst Ideen finden, ganz sicher.

Meine Vorschläge:

1. Überleg dir ein Thema, über das du schreiben möchtest. Ein Problem, oder eine Tatsache. Z.B. Jemand erkrankt an einer psychischen Störung. Was erlebt er? Welche Probleme werden auftauchen? Wie gehen andere damit um? oder Eheprobleme (vielleicht hilft es, Talkshows zu schauen. Da kommen doch auch teilweise recht seltsame Probleme vor) ...
Zu einem solchen Thema kannst du auch ein Clustering erstellen, um auf Ideen zu kommen (soll die Kreativität anregen): Thema in die Mitte des Blattes schreiben und einkreisen, davon ausgehend: Was fällt dir dazu ein? Möglichst in einem Wort aufschreiben, einkreisen und mit dem Hauptthema verbinden. Jetzt immer so weiter: Was fällt dir zu dem neuen Begriff ein? Irgendwo unter den vielen Wörtern oder Verbindungen könnte sich eine Idee ergeben.

2. Was-wäre-wenn-Spielchen:
Globale Erwärmung => Das Meerwasser steigt => Millionen Flüchtlinge => Chaos => Wie wird das bei uns aussehen? Was wird alles nicht mehr funktionieren?

[edit: Sorry, Blue_Sunshine, habe deinen Vorschlag dazu überlesen.]

3. Vielleicht hilft es auch, sich mit einem guten Freund zusammenzusetzen und ein wenig zu quatschen, eventuell auch über bereits vorhandene Ideen. Wenn du ein bisschen darauf achtest, ergibt sich vielleicht was Interessantes aus dem Gespräch. Kann ganz spannend werden, wenn es unterschiedliche Ansichten zu einem Thema gibt.

Viel Spaß und alles Gute bei der Ideenfindung
lg, Berni
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Beitragvon Timbo » 18.07.2007, 15:37

Einen Science-Fiction-Thriller zu schreiben, habe ich auch schon überlegt; auch zum Thema Klimawandel. Mein Problem bestand bzw besteht immer noch darin, aus welches Sicht ich ihn schreiben soll. Es fehlt einfach die zündende Idee. Vielleicht aus der Perspektive eines Flüchtlings? Aber beschreibe ich dann nur, was mit ihm geschieht? Das wäre zu eintönig. Dann doch aus der Sicht eines Bewohners, in dessen Land es die Flüchtlinge zieht? Ebenfalls zu eintönig ...

Flüchtige Grüße
Timbo ;)
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Beitragvon J.N.L.Galas » 18.07.2007, 19:12

Nimm ein Horrorszenario, wenn du wirklich sowas schreiben willst, Timbo. Fange an, über eine niedrig gelegene Gegend zu schreiben. Das alltägliche Leben vielleicht. Als Wendepunkt nimmst du die Abbruch von großen Eisblöcken an den Polen. =>Fazit: Klimaerwärmung. Aus der Sicht eines Einwohners dieser Gegend kannst du das plötzliche Gefühl beschreiben, dass er die Gefahr erkennt. Interessant wäre es weiterhin, wenn er es als erstes bemerkt und die anderen warnen will, die nicht auf ihn hören. Dann bricht die Flut los und das natürliche Chaos entsteht. Vielleicht ein kleiner Vorschlag.
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Beitragvon Timbo » 18.07.2007, 19:18

Un dem ganzen geben wir dem Namen "The day after tomorrow" ;)
Danke für deinen Tipp und deinen investierten Gehirnschmalz :) Aber ich werde mir mal bei Gelegenheit Gedanken darüber machen.
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Beitragvon BlackRider » 19.07.2007, 03:08

Naja, das mit dem Roman ueber die Klimaerwaermung ... ist ne gefaehrliche Sache. Entweder kennst du dich wirklich damit aus und du lieferst solide wissenschaft mit ab, oder jeder der dein stueck liest und jede zweite seite bemangelt, wird es zerreissen und deinem namen nicht wieder nahe kommen ... grins, vielleicht nicht ganz so schlimm. Auf jeden fallw aere so ein Roman ein riessen prokjekt in sachen wissen. Ein liebesroman oder horrorgeschichte kann dagegen so gut wie jeder schreiben, der schreiben kann. Also wenns was wird, klasse.
Naja, the day after tomorrow? Wer haette gerne das Buch gelesen? Im Film wird die haarstreubende wissenschaft natuerlich durch sauteure special effects wieder einigermassen akzeptierbar. Aber die fehlen einem halt beim schreiben ...
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