In Gottes Namen ...

Hier können Weltenbastler ihre eigene Welt erschaffen. Wenn du beim Welten bauen Unterstützung brauchst z.B. Namen für Charaktere, Orte, Wesen etc. suchst, ist hier der richtige Ort.

In Gottes Namen ...

Beitragvon ThetaHelion » 05.05.2015, 22:10

Hallo liebe Freunde des geschriebenen Wortes. Ich hoffe mein erster echter Beitrag ist nicht gleich ein bereits ausführlich erörtertes Thema, dass ich eigentlich hätte finden müssen und bitte daher vorsorglich um Nachsicht und ggf. den ein oder anderen Link zu geeigneterer Stelle. :)

Einer wenn nicht gar DER Hauptgrund für meine Registrierung hier in der Schreibwerkstatt ist ein Problem genereller Natur mit dem ich seit langem kämpfe, zu dem ich selbst aber keine rechte Lösung finde. Für gewöhnlich fallen mir Namen für Charaktere ziemlich schnell ein. Ich habe meist eine klare Vorstellung, welchen Klang ein Name haben soll und welche Vokale / Konsonanten oder typische Prä- oder Suffixe ich verwenden will, um eine bestimmte Assoziation zu erreichen.

Für mein vielversprechendstes Konzept habe ich mich dazu entschieden, einen Götterhimmel nach antikem / nordischen Vorbild aufzubauen, allerdings an die entsprechenden Lebensumstände und täglichen Erfahrungen und Erlebnisse der Menschen angepasst, was Attribute und "Aufgabenfelder" der jeweiligen Gottheit betrifft. Die Bedeutung göttlicher bzw. religiöser Namen ist enorm weitreichend, betrachtet man sich allein unsere Namen mit den vielen Variationen von Christ-, Engelsnamen (die mit dem -ael hinten an), Thor (> Torsten), Donar (> Donnerstag) usw. Der Name von Gottheiten ist für mich essentieller Bestandteil des Backgrounds und nachträglich kaum zu ändern. Ich weiß ziemlich genau, wofür die Götter in meiner Hintergrundwelt stehen, in welcher Beziehung sie sich zueinander befinden (im Sinne von Konflikten und weiteren erzählerischen Möglichkeiten), wie sie durch ihre Gläubigen charakterisiert werden und wie ich diese Details in meine Beschreibungen einfließen lassen könnte.

Das Einzige woran es wirklich scheitert sind tatsächlich die Namen selbst und das obwohl ich mir dabei recht viel Freiraum versucht habe zu lassen, da die Prämisse eigentlich nur ein nordisch/germanisch/deutsch anmutender Klang sein soll mit einer guten Portion Fantasy (Lateinische Entlehnungen wären sicher auch okay). "Modernere" Bezeichnungen bestehen in meiner Hintergrundwelt vorwiegend aus deutschen Zusammensetzungen, es sei denn ich hatte eine für meinen Geschmack besonders tolle Idee, wo mir ein deu-tastischer Name angemessen erscheint. Je weniger sich ein Name unmittelbar herleiten lässt, desto "vorzeitlicher" kann er in der Hintergrundwelt eingestuft werden. Als Beispiele möchte ich einfach mal Eisenhag nennen, eine schmutzige und laute Stadt, geprägt von den zahllosen Schloten ihrer Schmieden, die für die nahe Hochfeste Nordwehr Waffen fertigt, gelegen am Irasin dem altehrwürdigen und längsten Fluss des Reiches, dessen Wasser sich nahe Wallbruch in die Tiefe stürzen, um nach einer beschaulichen Reise durch die Nebelauen nahe Lichtfels ins Kesselmeer zu münden. Wo wir schon bei den Gewässern sind, sei dabei nicht die Weile vergessen, ein langes, langsam fließendes Gewässer, das den Flussschiffern als die Lange Weile ins Sprichwörtliche übergangen und in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen wurde.

Möglicherweise sind die Ansprüche, die ich daran stelle zu hoch gesetzt, von daher möchte ich hier meine Kriterien kurz aufzählen:

1. der Name sollte möglichst kurz und prägnant sein, damit er sich in den allgemeinen Sprachgebrauch der Welt gut integrieren lässt und sich einfache Ableitungen erzeugen lassen - Problem hier, kurze Begriffe sind mittlerweile so gut wie alle irgendwie belegt und leicht fremd assoziiert (siehe 2.)
2. der Name sollte keine falschen Assoziationen durch Ähnlichkeiten mit "irdischen" Begriffen provozieren und noch wichtiger in einer anderen Sprache eine schlimmstenfalls abwertende oder kuriose Bedeutung haben
3. der Name sollte möglichst wenige Treffer ergeben, wenn ich ihn bei Google suchen lasse (an dieser Stelle sitzt wahrscheinlich der Hase im Pfeffer, nämlich ab wie vielen Treffern und Treffern welcher Natur ich den Namen verwerfen oder die Ergebnisse einfach ignorieren sollte)

Ich schätze, ich habe in dieser Beziehung eine kleine Macke, nach der ich befürchte im Falle einer erfolgreichen Veröffentlichung (in welcher Form auch immer), dass irgendwo jemand daherkommt und mir unterstellt, ich hätte geklaut - da hilft es nicht einmal zu wissen, dass man sogar mit einem Titelhelden namens Harald Töpfer durchstarten kann oder wie einfach es sich manche Spieleschmieden machen.

Um mein Anliegen zusammenzufassen: Mir geht es nicht um Vorschläge für Namen - die muss ich wohl oder übel selbst finden, sonst kann ich mich niemals damit anfreunden - sondern darum, welche Ansprüche ihr an besonders wichtige Namen für eure Werke stellt und wie wichtig euch eine möglichst große Einzigartigkeit ist (was für eine blöde Wendung, aber ich kann es gerade nicht anders beschreiben) bzw. wie ihr diese zu erreichen versucht oder gar erreicht.

Gedanken jeglicher Art dazu sind mir sehr willkommen und ich möchte mich schon im Voraus für jede Rückantwort bedanken.

Grüße,
Theta
Zuletzt geändert von Julestrel am 07.05.2015, 08:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon schreiberling » 05.05.2015, 22:32

Ich denke da wäre es sinnvoll zu schauen wie denn die Namengebung der diversen europäischen Götterpantheons zustandegekommen ist.

Ich vermute mal, dass die jeweils aus einer älteren Version der selben Sprache übernommen wurden oder aber durch Wander- und Vermischungsbewegungen aus einem anderen Sprachraum importiert wurden. Und wenn dein Fantasievolk eine indogermanisch angehauchte Sprache spricht würde ich mir ganz einfach mal Lexika mit alten indogermanischen Vokabeln vornehmen, wenn das ans Deutsche angelehnt ist auch althochdeutsche Wörter, die du dann ja abwandeln kannst
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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon Curiosus » 05.05.2015, 22:46

Hey Theta :)

Das Problem mit Namen ist, dass man sie sich nicht aussuchen kann.
Eigentlich ...
Zum Glück haben wir Schriftsteller da andere Sorgen. Klingt der Name gut, ist er langweilig oder zu extravagant?
Im Prinzip ärgere ich mich nicht über einen "Max" als Protagonist und auch ein "Elralorumnaklorta" ist legitim. Ich als Leser brauche nur einen sinnvollen Grund für diese Namensgebung.
Spätestens nach fünf Seiten ist "Max" einfach der Name des Protas, und "Elra ... was auch immer." wird einfach überlesen (obwohl eine Abkürzung ganz nett wäre :P).
Ansonsten bin ich im Zwiespalt. Bedeutsame Namen können durchaus verwendet werden, aber die Eltern wussten bei der Namensgebung (im Prinzip) nicht, was die Person für einer ist.
Deswegen hieß Tom Riddle ja auch Tom Riddle und nicht Voldemort. Ganz normal eben.

Wir als Autoren wissen es nun aber, und wenn wir einen logischen, klanglichen, adäquaten Grund für einen bedeutsamen Namen haben, dann bin ich dafür durchaus offen. Besonders in Fantasy.

Ich fürchte, dass ich dir nicht wirklich helfen konnte. Mein einziger Rat besteht darin, dass du einen Mittelweg finden solltest. Passende Namen, aber keine Namen, die exakt den Charakter der Person wiederspiegeln. Ausgenommen natürlich selbst gegebene Namen. Oder Namen, die Göttern vom Volk gegeben wurden. Natürlich kannst du einen Donnergott "Fritz" nennen. Aber ... ganz im Ernst ... Thor hat einfach viel mehr Style. :P

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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon ThetaHelion » 05.05.2015, 23:37

schreiberling hat geschrieben:Ich denke da wäre es sinnvoll zu schauen wie denn die Namengebung der diversen europäischen Götterpantheons zustandegekommen ist.

Ich vermute mal, dass die jeweils aus einer älteren Version der selben Sprache übernommen wurden oder aber durch Wander- und Vermischungsbewegungen aus einem anderen Sprachraum importiert wurden. Und wenn dein Fantasievolk eine indogermanisch angehauchte Sprache spricht würde ich mir ganz einfach mal Lexika mit alten indogermanischen Vokabeln vornehmen, wenn das ans Deutsche angelehnt ist auch althochdeutsche Wörter, die du dann ja abwandeln kannst


Wenn ich dir jetzt sage, dass ich einen ähnlichen Weg schon einmal versucht habe, nämlich mittels etymologischen Wörterbuch über die gewünschte Wirkung fündig zu werden, dann aber aufgrund ausbleibendem Erfolges nicht dran geblieben bin - jetzt nach deinem Tipp wieder das Buch genommen habe und beim zweiten Versuch gleich gar nicht ganz unzufrieden bin, würde ich mir am liebsten die Zähne in meinen hinteren, unteren Bereich eingraben.

Die Idee mit den nah ans Deutsche angelegten Begrifflichkeiten entspringt vor allem der Idee herauszufinden, ob man (also in dem Fall ich) auch ohne Fantasy und Anglizismen stimmungsvolle Namen für ein fantastisches Setting zusammen bekommt und man sich als Leser so seine Gedanken machen kann, wie es denn zu diesem oder jenen Namen gekommen sein könnte. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich das bis zum Ende durchhalte. Eine zweite Idee habe ich versucht mit dem Beispiel der "langen Weile" anzuführen, wo ich hoffe, ebenfalls noch ein paar Umdeutungen gängiger Redewendungen zu integrieren, denn streng genommen müsste man sich bei vielen umgangssprachlichen Wendungen fragen, würden die in einer anderen Welt so überhaupt vorkommen?!

In jedem Fall aber danke für den Anstoß.

Curiosus hat geschrieben:Hey Theta :)

Das Problem mit Namen ist, dass man sie sich nicht aussuchen kann.
Eigentlich ...
Zum Glück haben wir Schriftsteller da andere Sorgen. Klingt der Name gut, ist er langweilig oder zu extravagant?
Im Prinzip ärgere ich mich nicht über einen "Max" als Protagonist und auch ein "Elralorumnaklorta" ist legitim. Ich als Leser brauche nur einen sinnvollen Grund für diese Namensgebung.
Spätestens nach fünf Seiten ist "Max" einfach der Name des Protas, und "Elra ... was auch immer." wird einfach überlesen (obwohl eine Abkürzung ganz nett wäre :P).
Ansonsten bin ich im Zwiespalt. Bedeutsame Namen können durchaus verwendet werden, aber die Eltern wussten bei der Namensgebung (im Prinzip) nicht, was die Person für einer ist.
Deswegen hieß Tom Riddle ja auch Tom Riddle und nicht Voldemort. Ganz normal eben.

Wir als Autoren wissen es nun aber, und wenn wir einen logischen, klanglichen, adäquaten Grund für einen bedeutsamen Namen haben, dann bin ich dafür durchaus offen. Besonders in Fantasy.

Ich fürchte, dass ich dir nicht wirklich helfen konnte. Mein einziger Rat besteht darin, dass du einen Mittelweg finden solltest. Passende Namen, aber keine Namen, die exakt den Charakter der Person wiederspiegeln. Ausgenommen natürlich selbst gegebene Namen. Oder Namen, die Göttern vom Volk gegeben wurden. Natürlich kannst du einen Donnergott "Fritz" nennen. Aber ... ganz im Ernst ... Thor hat einfach viel mehr Style. :P

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Im Gegenteil. Jeder Denkanstoß hilft. Der Wald, die Bäume und das Sehen ist manchmal nicht ganz so einfach und da können selbst auf dem ersten Blick Ratschläge die eigentlich auf der Hand liegen wahre Wunder bewirken.

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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon Anyya » 06.05.2015, 12:28

Hey :)

Vielleicht hilft dir mein Tipp. Ich benutzte oft den Googleübersetzer und irgendeine Sprache - am besten keine offensichtliche wie spanisch oder englisch.

Und dann lass ich die einfachsten Worte übersetzten. Zum Beispiel ins Russische.

Gras - Trava
Milch - Malako
Bett - Kravat
Tür - Dweer
Fenster - Akno

Mir persönlich bringt es ganz viel, weil es nicht zu "deutsch" klingt, aber kein russischer Leser würde da etwas wirklich ein russisches Wort "entdecken", weil es eigentlich eher Umlaute sind (so wie beim chinesischen).
Trotzdem kommen haufenweise kurze, exotisch klingende Namen bei raus.


Lg, Anyya
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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon ThetaHelion » 06.05.2015, 14:45

Anyya hat geschrieben:Hey :)

Vielleicht hilft dir mein Tipp. Ich benutzte oft den Googleübersetzer und irgendeine Sprache - am besten keine offensichtliche wie spanisch oder englisch.

Und dann lass ich die einfachsten Worte übersetzten. Zum Beispiel ins Russische.

Gras - Trava
Milch - Malako
Bett - Kravat
Tür - Dweer
Fenster - Akno

Mir persönlich bringt es ganz viel, weil es nicht zu "deutsch" klingt, aber kein russischer Leser würde da etwas wirklich ein russisches Wort "entdecken", weil es eigentlich eher Umlaute sind (so wie beim chinesischen).
Trotzdem kommen haufenweise kurze, exotisch klingende Namen bei raus.

Lg, Anyya


Als Inspirationsquelle könnte das vielleicht hilfreich sein.

Wie ich allerdings im Eingangsbeitrag geschrieben habe, möchte ich gerade mögliche Doppeldeutigkeiten vermeiden. Wenn jemand wie im Beispiel des Russischen mächtig ist (ein paar Vokabeln kenne ich auch noch) und der von den Taten des allmächtigen Gottes Malako liest (wird wohl im Russischen mit drei o geschrieben, von denen zwei wie a gesprochen werden) und das am Ende noch in seiner kyrillischen Ausgabe, dann lacht der sich schlapp.

Aber das soll nicht bedeuten, dass die Idee schlecht ist. Ich werde es in jedem Fall mal versuchen, aber mein Anliegen geht in eine andere Richtung, der Herleitung im Idealfall eine tiefgründigere Bedeutung zu geben.
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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon Kelpie » 06.05.2015, 15:31

Grüß dich ThetaHelion,

gerade, da du die Namen am germanischen Götterpantheon anlehnen möchtest, würde ich dir ebenfalls die Herkunft nahelegen. Odin ähnlich wie Odem? Thor nach dem Donner? Freyja und Freyr nach Frei? usw. Jetzt wäre es natürlich blöd, wenn du deine Götter Oden, Torr und Fraia nennen würdest; aber vielleicht liegen die Schwerpunkt deiner Götter auch woanders? Hast du vielleicht sogar eine eigene Sprache, an die du dich lehnen kannst?

Ansonsten vielleicht ein paar Vorschläge.

Ein Gott des Pferdes vom Altnordischen hestr: Hest?
Ein Gott des Krieges vom altnordischen Schwert gjallr: Gjall?
Ein Gott des Meeres vom altnordischen Meer brimi: Brimir?
Ein Gott des Feuers vom altnordischen Flamme leygr: Leygur?

Oder das ganze in einer anderen Sprache durchspielen; auf Gotisch z.B.: eyz, haírus, marei, blas

Vielleicht war ja was dabei.

Viele Grüße,
Kelpie
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon ThetaHelion » 06.05.2015, 15:48

Kelpie hat geschrieben:Grüß dich ThetaHelion,

gerade, da du die Namen am germanischen Götterpantheon anlehnen möchtest, würde ich dir ebenfalls die Herkunft nahelegen. Odin ähnlich wie Odem? Thor nach dem Donner? Freyja und Freyr nach Frei? usw. Jetzt wäre es natürlich blöd, wenn du deine Götter Oden, Torr und Fraia nennen würdest; aber vielleicht liegen die Schwerpunkt deiner Götter auch woanders? Hast du vielleicht sogar eine eigene Sprache, an die du dich lehnen kannst?

Ansonsten vielleicht ein paar Vorschläge.

Ein Gott des Pferdes vom Altnordischen hestr: Hest?
Ein Gott des Krieges vom altnordischen Schwert gjallr: Gjall?
Ein Gott des Meeres vom altnordischen Meer brimi: Brimir?
Ein Gott des Feuers vom altnordischen Flamme leygr: Leygur?

Oder das ganze in einer anderen Sprache durchspielen; auf Gotisch z.B.: eyz, haírus, marei, blas

Vielleicht war ja was dabei.

Viele Grüße,
Kelpie


Die Richtung stimmt. Mal schauen, wie viel Google davon schon kennt.
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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon Julestrel » 07.05.2015, 08:20

sondern darum, welche Ansprüche ihr an besonders wichtige Namen für eure Werke stellt und wie wichtig euch eine möglichst große Einzigartigkeit ist (was für eine blöde Wendung, aber ich kann es gerade nicht anders beschreiben) bzw. wie ihr diese zu erreichen versucht oder gar erreicht.

Einzigartigkeit habe ich vor langer Zeit aufgegeben. Wenn du einen beliebigen (erfundenen) Namen nimmst, wird erstens schon alleine der Name ein gewisses Bild imd Kopf schaffen und zweitens gibt es immer irgendwen, der eben diesen Namen kennt und mit etwas bestimmten verbindet.

Mir ist es wichtiger, dass die Namen gut zu merken und nicht zu lang sind, wodurch die Gefahr natürlich erhöht wird, dass jemand schonmal genau auf die gleiche Idee gekommen ist oder in irgendeinem anderen Land/Sprache das ein gängiger Name ist. Ich habe z.B. einen meiner Protas "Sora" genannt. Schöner kurzer Name, passt gut. Inzwischen weiß ich, dass der Held vom recht bekannten Spiel "Kingdom Hearts" so heißt. Und wahrscheinlich würde ich noch x andere Personen mit dem Namen finden, wenn ich danach suche.

Das andere ist, dass der Name in die Welt und zum Prota passen muss. Das geht nicht immer mit der Einzigartig zusammen. Siehe mein Beispiel oben. Der Name passt und ist mit dem Charakter verwachsen. En neuer Name wäre hier ein enormer Aufwand, der sich vermutlicht gar nicht lohnt, da ich früher oder später wieder herausfinde, dass der Name irgendwo sehr bekannt/beliebt ist.

Deswegen würde ich dir raten, das ganze etwas entspannter zu sehen. Wenn du deine Charakter gut ausarbeitest, dann ist dem Leser egal, ob die jetzt Max oder Èliantiélim oder Theta Helion heißen, denn dann wird er den Namen früher oder später mit dem Gelesenen verbinden und nicht mehr mit dem Nachbar/Blockbuster/Lieblingsspiel.


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Re: In Gottes Namen ...

Beitragvon ThetaHelion » 07.05.2015, 11:10

Sobald ich das verinnerlicht und mich damit abgefunden habe, hoffe ich, dass sich endlich diese schreckliche Blockade löst. Diese Tatsache aber nun auch einmal vor Augen geführt zu bekommen, könnte den erforderlichen Prozess vielleicht einleiten.

In jedem Fall vielen Dank für diese Aussagen. :)

PS: Gibt es irgendwo eine Richtlinie in der ich nachlesen könnte, in welches Unterforum ein Thema am besten passt oder nur die Foren-Beschreibungen selbst? Ich möchte nach Möglichkeit gleich an der richtigen Stelle starten.
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