[SciFi]Kapitel 1 meiner Geschichte

[SciFi]Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon AnnikaMeyer » 21.10.2013, 11:24

Hallo,
Vor kurzem habe ich eine Geschichte angefangen ( sie hat noch keinen Namen ). Leider komme ich nicht weiter, aber das ist eine andere Sache. Also habe ich mir gedacht, in der Zwischenzeit kann ich mein erstes Kapitel schon mal ins Internet stellen. Und so bin ich auf diese Seite gekommen. Ich muss hinzufügen, dass die Geschichte noch eine Rohfassung ist und wahrscheinlich voller Rechtschreibfehler.
Viel Spaß beim Lesen :D


1 Kapitel

Gestern hatte ich mir nie träumen lassen,das man sich so allein fühlen konnte. In der Ferne hörte ich das Jaulen eines Wolfes oder eines wilden Hundes.
Meine ganzer Körper war eingefroren und ich hatte mir noch nie so sehnlichst ein Feuer gewünscht.
Um meinen Körper etwas zu erwärmen joggte ich auf der Stelle und kreiste meine Arme. Es verlieh mir ein bisschen Wärme,aber trotzdem zitterten meine Lippen unablässig. In meinen Kopf schwirrten zu viele Gedanken um sie zusammenfassen zu können. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Aber ich hatte keine Zeit in Selbstmitleid zu versinken. Ich musste Nachdenken. Und handeln. Wie konnte es passieren das ich in so einer Lage war? Mama hätte das nie gewollt,sie wollte mich schützen. Aber nichts verlief hier nach Plan. Meine Gedanken schweiften weit weg von diesen Ort und die Erinnerungen übertrafen mich. Der gestrige Tag verfolge mich bis in meine Albträume und ich konnte mich an jedes kleine Detail erinnern.

>> Skye, du musst gehen.<< Meine Mutter schrie mich an, doch in meinen Ohren klang es nur wie ein leises Echo. In ihren Augen bildeten sich Tränen, die sich an ihrer Nasenspitze sammelten.
>>Skye, geh.<< Mein Kopf fühlte sich an wie benebelt und ich war unfähig zu denken. Obwohl meine Mutter weinte, schaute sie mir mit festen Blick in die Augen. Als ich ihr nicht antwortete und auch sonst keine Regung zeigte, schüttelte sie mich an den Schultern. >> Wenn das vorbei ist, komme ich. Dann werden wir uns wiedersehen. Alles wird gut, Schätzchen.<< In ihren Augen lag ein Schimmer von Hoffnung.
>> Komm mit mir.<< Endlich hatte ich es geschafft zu reden und den Kloß, der meinen Hals immer weiter herunter wanderte zu verscheuchen. Meine Stimme klang fester als ich es erwartet hätte, trotzdem war sie nur ein leises flüstern. >> Nein, das geht nicht und das weißt du auch. Ich muss für deinen Vater und deinen Bruder da sein. Ich kann sie nicht verlassen. << In der Nähe hörte ich eine weitere Bombe und dieses Geräusch verfolgte mich in meinen Albträumen. Meine Mutter zog mich Angsterfüllt um eine Ecke. Sie redete jetzt leise, als könnte uns jemand belauschen.
>> Camron wird sich um dich sorgen. Du wirst in Sicherheit sein und hier kann ich dir keine Sicherheit gewährleisten. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert.<< Ihre dunkelbraunen Augen durchbohrten mein Gehirn und ich musste an die Zeit zurückdenken, als sie vor Freude glühten und nicht vor Angst. Aber diese Zeiten waren vorbei.
Das Geräusch einer weiteren Bombe durchschnitt meine Gedanken und Mama sprach jetzt noch dringender. >> Ich werde Nino und deinen Vater retten. Versprochen. Aber ich würde es mir nie verzeihen wenn dir etwas zustößt. Camron erwartet dich in der Nähe des alten Marktes.<<
Dann umarmte sie mich und das erste Mal seid etlichen Jahren musste ich anfangen zu weinen. >>Du wirst zurückkommen, stimmts? Mit Vater und Nino. Ihr werdet mich finden und alles ist gut.<< Ich versuchte mir diesen Gedanken in mein Gehirn zu pflanzen,an nichts anderes zu denken. Dieser wunderschöner Gedanke, bei den ich anfing hysterisch zu weinen. Denn ich wusste er würde niemals wahr werden. Ein Wunschgedanke, mehr nicht. Und diese Erkenntnis ließ mich noch mehr frösteln als der Eiskalte,erbarmungslose Schnee, der sich in meine Haare webte.
>>Das verspreche ich.<< flüsterte meine Mutter und schaute mir mit ruhigen Blick in die Augen, obwohl sie genau wusste, dass sie das Versprechen nie einhalten könnte. >>Geh jetzt.<< Ihre Stimme hatte sich schlagartig geändert und sie durchschnitt mich wie ein Messer. Tief im Innersten wusste ich, dass sie das nur machte um mich zu beschützen. Wenn sie jetzt ausflippte,würde ich es auch tun. Meine braunen Augen blickten sie Verzweifelt an. Ich wollte etwas sagen, doch aus meinen Mund kam kein Wort.
>> Wo bleibt ihr denn?<< Meine Mutter drehte sich erschrocken um und an ihren Blick sah ich, dass sie alles tun würde um mich zu beschützen. Aber ihr Blick änderte sich schlagartig. >>Camron.<< entfuhr es ihr mit einen Seufzen. >>Ich bin so froh das du da bist.<< Ich hatte Camron noch nie gesehen, aber ich wusste das er ein Freund von meinen Vater war. Also konnte er ja gar nicht so schlimm sein und ich verdrängte das aufkommende Gefühl, ihn nicht trauen zu können. Aber wen konnte man das schon?
>>Ich habe auf euch gewartet. Komm mit.<< Seine Stimme klang stroff, geradezu verbittert. Ich mochte ihn von Anfang an nicht. Sein Aussehen machte es auch nicht besser. Seine dunkelbraune Hose steckte in abgenutzten Wildlederstiefeln und seine Haare gingen ungefähr bis zu seiner Schulter. Sein verschlissenes Hemd hatte etwas wildes. Auf seinen Gesicht sah ich nichts, als wäre es ausdruckslos. Gefühlslos.
Durch die schweren Zeiten, die wir alle erlebt hatten, sah keiner gepflegt und ausgeschlafen aus, doch bei Camron sah es anders aus. Ich konnte mein Gefühl einfach nicht beschreiben. Er hatte etwas an sich, was man einfach nicht mögen konnte.
Als ich keine Anstalten machte, mich von der Stelle zu bewegen, zerrte er mich hinter sich her. Jetzt fing ich richtig hysterisch an zu kreischen. >>Nein. Nein.<< Camron bewegte nicht einen Mundwinkel und ich fragte mich wie man so Gefühlslos sein konnte. >>Ich muss mich von meiner Mutter verabschieden. Lass mich los.<< Ich trat Camron gegen sein Schienbein, doch es schien in gar nicht zu interessieren. Meine Schreie vermischten sich mit denen der Menschen in meiner Nähe. Doch die nahm ich nicht war, ich nahm nicht war wie einer weiter Bombe in meiner Nähe zerplatzte und wie ein Kind tot zu Boden viel. Ich bekam nur mit wie Camron mich über den Boden zog und meine Mutter die mich mit Tränen in den Augen beobachtete. An ihren Lippen sah ich, das sie mir etwas zuschrie, doch das kreischen eines Babys machte es mir unmöglich sie zu verstehen. Camron ließ sich durch meine Tritte nicht beirren und zerrte mich in eine Holzkutsche, an der zwei wunderschöne, braune Stuten gespannt waren. Es kam mir unwirklich vor in einer schönen Kutsche zu sitzen, während um mir Kinder schrien und jede weitere Minute Bomben zerplatzen könnten. Die Kutsche fuhr los und das letzte was ich sah waren die tränen erfüllten Augen und das wütende und entschlossene Gesicht meiner Mutter.

Danke fürs Lesen :D

LG
Annika
" Ich werde ihnen erzählen, wie ich es überlebe. Ich werde ihnen sagen, dass es mir an schlechten Tagen unmöglich erscheint, mich an irgendetwas zu erfreuen, weil die Angst, es zu verlieren, übermächtig ist. " Zitat aus Tribute von Panem 3
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon Ardustar » 23.10.2013, 22:36

Hallo Annika,

ich möchte dann mal meine ganz subjektive Meinung zu Deinem ersten Kapitel loswerden.

Gestern hatte ich mir nie träumen lassen,das man sich so allein fühlen konnte.

Der Start liest sich recht holprig. Vielleicht besser: Bis Gestern hätte ich mir nie träumen lassen, ...

In der Ferne hörte ich das Jaulen eines Wolfes oder eines wilden Hundes.
Meine ganzer Körper war eingefroren und ich hatte mir noch nie so sehnlichst ein Feuer gewünscht.
Um meinen Körper etwas zu erwärmen joggte ich auf der Stelle und kreiste meine Arme. Es verlieh mir ein bisschen Wärme,aber trotzdem zitterten meine Lippen unablässig.

Hm, wo befinde ich mich hier eigentlich? Es scheint sich um eine kalte Nacht zu handeln. Vielleicht in der Wildnis unter Bäumen? Ich denke, ein kleiner Hinweis zu einer einer entsprechenden Ortsangabe würde der Phantasie des Lesers ein wenig weiterhelfen sich noch plastischer hinein zu versetzen.

Meine Gedanken schweiften weit weg von diesen Ort und die Erinnerungen übertrafen mich.

Es muss glaube ich: Meine Gedanken schweiften weit weg von dieseM Ort... heißen.
... und die Erinnerungen übertrafen mich.

Wie wäre es mit: ... und die Erinnerungen überwältigten mich. "Übertrafen" liest sich in diesem Zusammenhang für mich etwas befremdlich.

Der gestrige Tag verfolge mich bis in meine Albträume und ich konnte mich an jedes kleine Detail erinnern.

>> Skye, du musst gehen.<< Meine Mutter schrie mich an, doch in meinen Ohren klang es nur wie ein leises Echo. In ihren Augen bildeten sich Tränen, die sich an ihrer Nasenspitze sammelten.
>>Skye, geh.<< Mein Kopf fühlte sich an wie benebelt und ich war unfähig zu denken. Obwohl meine Mutter weinte, schaute sie mir mit festen Blick in die Augen. Als ich ihr nicht antwortete und auch sonst keine Regung zeigte, schüttelte sie mich an den Schultern. >> Wenn das vorbei ist, komme ich. Dann werden wir uns wiedersehen. Alles wird gut, Schätzchen.<< In ihren Augen lag ein Schimmer von Hoffnung.

3 x Augen kommt hier vor. Das ist für meinen Geschmack mindestens einmal zuviel. :wink:

>> Camron wird sich um dich sorgen. Du wirst in Sicherheit sein und hier kann ich dir keine Sicherheit gewährleisten.

2 x Sicherheit. Formuliere es besser so um, dass einmal reicht.

Dann umarmte sie mich und das erste Mal seid etlichen Jahren musste ich anfangen zu weinen. >>Du wirst zurückkommen, stimmts? Mit Vater und Nino. Ihr werdet mich finden und alles ist gut.<< Ich versuchte mir diesen Gedanken in mein Gehirn zu pflanzen,an nichts anderes zu denken. Dieser wunderschöner Gedanke, bei den ich anfing hysterisch zu weinen. Denn ich wusste er würde niemals wahr werden. Ein Wunschgedanke, mehr nicht. Und diese Erkenntnis ließ mich noch mehr frösteln als der Eiskalte,erbarmungslose Schnee, der sich in meine Haare webte. ]

Ja, huch. Bin ich jetzt wieder beim Anfang wo Skye irgendwo im Schnee steht oder noch in seiner Erinnerung vom gestrigen Tage? Anscheinend noch in der Erinnerung, so wie der nächsten Absatz es zeigt:
>>Das verspreche ich.<< flüsterte meine Mutter und schaute mir mit ruhigen Blick in die Augen, obwohl sie genau wusste, dass sie das Versprechen nie einhalten könnte. >>Geh jetzt.<< Ihre Stimme hatte sich schlagartig geändert und sie durchschnitt mich wie ein Messer. Tief im Innersten wusste ich, dass sie das nur machte um mich zu beschützen. Wenn sie jetzt ausflippte,würde ich es auch tun. Meine braunen Augen blickten sie Verzweifelt an. Ich wollte etwas sagen, doch aus meinen Mund kam kein Wort.
>> Wo bleibt ihr denn?<< Meine Mutter drehte sich erschrocken um und an ihren Blick sah ich, dass sie alles tun würde um mich zu beschützen. Aber ihr Blick änderte sich schlagartig. >>Camron.<< entfuhr es ihr mit einen Seufzen. >>Ich bin so froh das du da bist.<< Ich hatte Camron noch nie gesehen, aber ich wusste das er ein Freund von meinen Vater war. Also konnte er ja gar nicht so schlimm sein und ich verdrängte das aufkommende Gefühl, ihn nicht trauen zu können. Aber wen konnte man das schon?
>>Ich habe auf euch gewartet. Komm mit.<< Seine Stimme klang stroff, geradezu verbittert.

Stroff? Ich denke Du meinst "schroff" oder doch eher "steif"?

Auf seinen Gesicht sah ich nichts, als wäre es ausdruckslos. Gefühlslos.

Vielleicht besser: In seinem Gesicht sah ich keinerlei Gefühle. Es war vollkommen ausdruckslos.

Danke fürs Lesen :D

LG
Annika


Gerne doch und ich hoffe, Du kannst mit meinen Kommentaren etwas anfangen. Ist mein Erster. Bist sozusagen mein Versuchsobjekt :mrgreen:

Insgesamt gesehen macht Dein erstes Kapitel schon Neugierig darauf wie es weitergeht. Es fehlt nur ein wenig Schliff darin... und Du scheinst das Wort "Augen" zu mögen. So oft hab ich es gelesen. :wink:
VG
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 24.10.2013, 05:13

Hallo Annika! :)

Ich werde dir auch mal einen Kommentar da lassen. Einige Sachen wurden schon genannt, daher nur das, was ich dazu noch gefunden habe:

Erster Eindruck:

So wie es aussieht, befinden wir uns in einem Kriegsgebiet (in der Vergangenheit? Kutsche...)und die Tochter Skye (wie spricht man ihren Namen aus? Wie "sky?") muss von zu Hause weg.
Guter Grundgedanke, muss ich sagen, aus dem sich viel machen lässt. Auch, dass sie in die Gesellschaft eines hartherzigen, ältern Mannes gerät macht die Sache spannend.

Ich habe aber nur immer noch nicht genau verstanden, warum gerade sie von zu Hause weg muss.

Rechtschreibung:

Da hat sich tatsächlich einiges eingeschlichen, v.a. neigst du an einigen Stellen dazu, Adjektive großzuschreiben. Die werde ich dir jetzt nicht alle anzeigen, hier nur mal ein Beispiel:

AnnikaMeyer hat geschrieben:und ich fragte mich wie man so Gefühlslos sein konnte.


Ein paar andere Sachen wurden schon genannt, vielleicht lässt du einfach mal die Rechtschreibkorrektur drüberlaufen... die findet meistens die gröbsten Schnitzer und Tippfehler.

Weiteres:

AnnikaMeyer hat geschrieben:Durch die schweren Zeiten, die wir alle erlebt hatten, sah keiner gepflegt und ausgeschlafen aus, doch bei Camron sah es anders aus.


"aussehen" zweimal im gleichen Satz. Zwar in zwei unterschiedlichen Konstellationen, die allein beide nicht schlecht klingen würden, aber so zusammen klingt es nach einer Wortwiederholung.

AnnikaMeyer hat geschrieben:Gestern hatte ich mir nie träumen lassen,das man sich so allein fühlen konnte. In der Ferne hörte ich das Jaulen eines Wolfes oder eines wilden Hundes.
Meine ganzer Körper war eingefroren und ich hatte mir noch nie so sehnlichst ein Feuer gewünscht.
Um meinen Körper etwas zu erwärmen joggte ich auf der Stelle und kreiste meine Arme. Es verlieh mir ein bisschen Wärme,aber trotzdem zitterten meine Lippen unablässig. In meinen Kopf schwirrten zu viele Gedanken um sie zusammenfassen zu können. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Aber ich hatte keine Zeit in Selbstmitleid zu versinken. Ich musste Nachdenken. Und handeln. Wie konnte es passieren das ich in so einer Lage war? Mama hätte das nie gewollt,sie wollte mich schützen. Aber nichts verlief hier nach Plan. Meine Gedanken schweiften weit weg von diesen Ort und die Erinnerungen übertrafen mich. Der gestrige Tag verfolge mich bis in meine Albträume und ich konnte mich an jedes kleine Detail erinnern.


Hier in dem ersten Absatz stört mich ein bisschen, dass alles so abrupt kommt und in wenig Zusammenhang zu stehen scheint:

Sie fühlt sich allein. In der Nähe heult ein Tier. Ihr ist kalt. Gedanken schwirren in ihrem Kopf herum. Sie weint (fast zumindest). Sie will tapfer sein und nachdenken und handeln.

Ich würde das noch ein bisschen schöner verbinden und jedem der "Teilschritte" ein bisschen mehr Aufmerksamkeit scheinken.

z.B: Meine Augen füllten sich mit Tränen (der Anfang ist ja gut, aber mach doch da weiter!), und der Kloß in meinem Hals war wieder da. War er jemals richtig verschwunden? Ich wusste es nicht. Die Tränen machten meine Sicht verschwommen und ich versuchte krampfhaft, sie wegzublinzeln.
Aber ich durfte jetzt nicht in Selbstmitleid versinken! (das ist der nächste Schritt) Meine Mutter... sie würde wollen, dass ich stark war. Ich wusste nicht mal, ob sie überhaupt noch lebte.

Das ist jetzt natürlich sehr gesponnen, aber vielleicht weißt du ja was ich meine.
Ihre Gedanken schwirren umher, also lass sie auch mal ein wenig "durch die Gegend denken".

Fazit:

Es ist ein guter Anfang, er ist spannend und auch nicht schlecht geschrieben. Aber mein Vor-Kommentator hat schon ganz treffend gesagt: Da fehlt irgendwie noch der Schliff. Es liest sich noch nicht flüssig genug. Versuch, die Übergänge schöner zu gestalten und geh nicht ganz so strikt nach dem Plot.

Danke, dass wir es lesen durften,
LG, Riki
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon AnnikaMeyer » 24.10.2013, 09:13

Danke für deine Antwort.
Mir ist gar nicht aufgefallen,dass ich so oft " Augen " verwendet habe. Aber danke für den Hinweis und den anderen Verbesserungsvorschlägen.

Skye ist an der einen Stelle noch in der Erinnerung. Im ersten Kapitel kommt das noch gar nicht so richtig vor, aber die ganze Welt besteht aus Eis und Schnee. Es gibt einen blauen Mond der alles in so ein metallisches Licht wirft. Ich habe mir die Landschaft trostlos und kahl vorgestellt, mit fast keinen Wäldern und nur Bergen. In der Mitte soll das Eis schmilzen, warum und wie weiß ich noch nicht. :oops:
Zuletzt geändert von AnnikaMeyer am 24.10.2013, 09:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon AnnikaMeyer » 24.10.2013, 09:18

Vielen Dank,Riki. Mit deinen Vorschlägen konnte ich viel anfangen und jetzt wo du es sagst,fällt mir es auch auf.

( Ich habe gar keinen Plot. Ich weiß nicht mal was im nächsten Kapitel geschiet. Finde ich leicht problematisch aber nun gut... Ich kriege es einfach nicht hin zu planen. )

Also nochmal vielen Dank an alle die geant :lol: wortet haben.
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon AmelieJose » 24.10.2013, 11:57

Hallo Annika :)

Ich möchte dir auch gerne einen Kommentar da lassen.

Ich finde, dass deine Geschichte potenzial hat. Ich denke, dass man eine richtig gute Story aufbauen kann und eine fantastische Welt kreieren kann. :)

Besonders spannend finde ich die Frage, die mir beim Lesen aufkommt in welcher Lage sich dein Prota befindet.
Wie konnte es passieren das ich in so einer Lage war?

Und natürlich wo Skye ist, was ihr Charakter ist und was mit ihr geschehen wird. Aber das klärt sich ja wahrscheinlich in den nächsten Seiten.
Es lässt sich darauf schließen, dass gerade Krieg herrscht, doch mir ist noch nicht klar, warum ihre Mutter sie weg schickt, sich aber um ihren Mann und Sohn kümmern kann. Und wer ist Camron?
Also, wie du merkst kommen einem beim Lesen viiiiele Fragen auf, was auch sehr gut ist, denn dann möchte der Leser ja auch gerne weiter in die Welt eintauchen und erfahren wie es weiter geht. Vielleicht besitzt Skye besondere Fähigkeiten? Und Camron ist so etwas wie ein Lehrer für sie? ...

Ich übersehe selbt viele Grammatik oder Rechtschreibfehler etc., aber ich versuche trotzdem mal drüber zu schauen. ;) Ich hoffe, du verstehst meine Art zu korrigieren. :D

Gestern hatte ich mir nie träumen lassen,das man sich so allein fühlen konnte. In der Ferne hörte ich das Jaulen eines Wolfes oder eines wilden Hundes.


--> hätte ich mir nie träumen lassen,[ ]dass ...

Meine ganzer Körper war eingefroren und ich hatte mir noch nie so sehnlichst ein Feuer gewünscht.


--> Hier stelle ich mir vor, dass ihr Körper wie von einem Eiswürfel eingeschlossen ist. :D Vielleicht schreibst du lieber: Mein ganzer Körper war wie eingefroren oder war vor Kälte wie gefroren

Um meinen Körper etwas zu erwärmen[,] joggte ich auf der Stelle und kreiste meine Arme. Es verlieh mir ein bisschen Wärme,[]aber trotzdem zitterten meine Lippen unablässig. In meinen Kopf schwirrten zu viele Gedanken[,] um sie zusammenfassen zu können.


Mama hätte das nie gewollt,[ ]sie wollte mich schützen.


Meine Gedanken schweiften weit weg von diese[m] Ort und die Erinnerungen übertrafen mich. Der gestrige Tag verfolg[t]e mich bis in meine Albträume und ich konnte mich an jedes klein[st]e Detail erinnern.


Obwohl meine Mutter weinte, schaute sie mir mit feste[m] Blick in die Augen.

--> Mit dem Blick

Meine Stimme klang fester als ich es erwartet hätte, trotzdem war sie nur ein leises [F]lüstern.

---> Das Flüstern

Meine Mutter zog mich [a]ngsterfüllt um eine Ecke.

---> "angsterfüllt" ist ein Adjektiv, also klein. :wink:

Ich versuchte mir diesen Gedanken in mein Gehirn zu pflanzen,[ ]an nichts anderes zu denken. Dieser wunderschöner Gedanke, bei de[m] ich anfing hysterisch zu weinen. Denn ich wusste[,] er würde niemals wahr werden. Ein Wunschgedanke, mehr nicht. Und diese Erkenntnis ließ mich noch mehr frösteln als der Eiskalte,[ ]erbarmungslose Schnee, der sich in meine Haare webte.


---> Mir gefällt das Bild des Schnees, der sich in ihre Haare webt. Ein schönes Bild!

flüsterte meine Mutter und schaute mir mit ruhige[m] Blick in die Augen


Ihre Stimme hatte sich schlagartig geändert und sie durchschnitt mich wie ein Messer.

---> hier benutzt du das Wort "durchschnitt", was auch in Ordnung ist, aber du hast es zuvor glaube ich schon ein mal benutzt. Da es ein ziemlich starkes Wort ist, springt es einem förmlich entgegen. Vielleciht benutzt du hier oder zuvor ein anderes Wort, um die Wirkung an der einen oder anderen Stelle zu vergrößern.

Wenn sie jetzt ausflippte,[ ]würde ich es auch tun. Meine braunen Augen blickten sie [v]erzweifelt an.

---> Hier ist das Adjektiv wieder groß geschrieben. Ich mache das auch total oft, weil ich immer die wichtigen Wörter groß schreiben möchte irgendwie und Adjektive beschreiben etwas ziemlich gut und sind sehr wichtig. :D

>>Camron.<< entfuhr es ihr mit eine[m] [s]eufzen.

---> entweder "seufzen" klein oder "mit einem Seufzer" groß.
>>Ich bin so froh[, dass] du da bist.<< Ich hatte Camron noch nie gesehen, aber ich wusste[, dass] er ein Freund von meinen Vater war. Also konnte er ja gar nicht so schlimm sein und ich verdrängte das aufkommende Gefühl, ihn nicht trauen zu können. Aber we[m] konnte man das schon?


und seine Haare gingen ungefähr bis zu seine[n] Schulter[n].

---> Mehrzahl ist hier angebracht, denke ich. Sonst hätte Camron nur eine Schulter. :)

Auf seine[m] Gesicht sah ich nichts, als wäre es ausdruckslos.


Durch die schweren Zeiten, die wir alle erlebt hatten, sah keiner gepflegt und ausgeschlafen aus, doch bei Camron sah es anders aus.

---> Hier ist eine Dopplung von aussehen. Vielleicht nimmst du lieber: ... bei Cameron war es anders oder doch so war es nicht bei Cameron ...

Camron bewegte nicht einen Mundwinkel und ich fragte mich wie man so [g]efühlslos sein konnte.


---> Adjektiv: Wie ist er? Gefühlslos (klein).

Doch die nahm ich nicht war, ich nahm nicht war wie eine[] weiter Bombe in meiner Nähe zerplatzte und wie ein Kind tot zu Boden viel. Ich bekam nur mit wie Camron mich über den Boden zog und meine Mutter[,] die mich mit Tränen in den Augen beobachtete. An ihren Lippen sah ich, das[s] sie mir etwas zuschrie, doch das kreischen eines Babys machte es mir unmöglich sie zu verstehen.


Es kam mir unwirklich vor in einer schönen Kutsche zu sitzen, während um mir Kinder schrien und jede weitere Minute Bomben zerplatzen k[o]nnten. Die Kutsche fuhr los und das [L]etzte was ich sah waren die tränenerfüllten Augen und das wütende und entschlossene Gesicht meiner Mutter.

---> Du benutzt zweimal das Wort "zerplatzen". Vielleicht benutzt du ein anderes, was auch besser zu einer Bombe passt. Vielleicht zersprsprängen, explodieren.

Fazit:
Also wie schon zuvor gesagt, gefällt mir deine Geschichte und ich denke, dass man daraus wirklich etwas gutes schaffen kann. Pass aber mit der Groß- und Kleinschreibung von Adjektiven auf, sowie mit dem/den. Was ich jetzt nicht verbessert habe, waren die Kommasetzungen hinter der wörtlichen Rede. Das musst du glaube ich noch hinzufügen. :)
Ich habe deine Geschichte gerne gelesen und ich weiß nicht ob ich alle Fehler entdeckt habe, da ich selbst auch noch viele Fehler mache, also es wäre gut wenn noch jemand drüber liest!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Schrieben!

Liebe Grüße,
AmelieJose
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon AnnikaMeyer » 24.10.2013, 17:18

Danke für die Antwort AmelieJose :D
Ja, mit der Kommersetzung habe ich so meine Probleme...
Werde sie bestmöglich verbessern.
" Ich werde ihnen erzählen, wie ich es überlebe. Ich werde ihnen sagen, dass es mir an schlechten Tagen unmöglich erscheint, mich an irgendetwas zu erfreuen, weil die Angst, es zu verlieren, übermächtig ist. " Zitat aus Tribute von Panem 3
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon Fanny » 23.01.2014, 17:37

Hallo, das Kapitel Deiner Geschichte gefällt mir sehr, sehr gut! :!: Spannender Inhalt, interessante Personen und berührende Dialoge! Auf jeden Fall hoffe ich noch viel mehr davon lesen zu können. :) Bei meinen Kommentaren konzentriere ich mich natürlich in erster Linie auf die Schwachpunkte. Nicht das, was gut ist. Denn so macht man das halt ja meistens.
Also, dann mal los…
AnnikaMeyer hat geschrieben:Gestern hatte ich mir nie träumen lassen,das man sich so allein fühlen konnte. In der Ferne hörte ich das Jaulen eines Wolfes oder eines wilden Hundes.

Mein erstes Bild: das Mädchen ist in einer Hütte in Kanada/Alaska/Nord-Skandinavien. Halt irgendwo weit im Norden. Später lese ich, dass Bomben fallen (ist sie also doch ganz woanders?). Bombenhagel, den man meist mit dem mittleren Osten assoziiert, und ein heulender Wolf führen zu ganz unterschiedlichen Bildern im Kopf. Ich glaube, es wäre am besten den Bombenhagel am Anfang zu erwähnen. Und den heulenden Wolf zusätzlich einzufügen. Damit einem nicht als Erstes ein Bild von ruhiger, idyllischer Natur erscheint. Denn die Bomben wollen einen später in dieser vermeintlichen Idylle nicht mehr so richtig in den Kopf...
Also eben: wo ist Skye geographisch gesehen? Und was geht dort vor?
AnnikaMeyer hat geschrieben:Meine ganzer Körper war eingefroren und ich hatte mir noch nie so sehnlichst ein Feuer gewünscht.

Oder ist sie draußen?
AnnikaMeyer hat geschrieben:Um meinen Körper etwas zu erwärmen joggte ich auf der Stelle und kreiste meine Arme. Es verlieh mir ein bisschen Wärme,aber trotzdem zitterten meine Lippen unablässig.

Später schreibst Du, sie ist in einem Krisengebiet. Bomben fallen. Und gleichzeitig schneit es. Unter Krisengebieten mit Bomben stellt man sich meistens eher Städte im Mittleren Osten vor. Mit viel Sand und Sonne. Beim Lesen schwankte ich hin-und her zwischen Vorstellungen kanadischer Natur und mittelöstlichen Städten. Auch das Gebäude, in dem Skye ist, wechselt in meiner Vorstellung: nordische Hütte –gar kein Gebäude –Haus in krisengebeutelter Stadt (eher im Süden). Ich glaube, es wäre ganz gut, wenn Du am Anfang kurz anreißen würdest, wo sich Skye befindet. Ob in einer Stadt, auf dem Dorf, in der Natur, und ob sie drinnen ist oder draußen. Am Anfang einer Story möchte sich ein Leser gerne ein klares Bild darüber machen, wo die Protagonistin ist und –am besten auch- wie sie und andere wichtige Menschen aussehen. Zwei, drei Sätze genügen. Doch ohne sie ist man als Leser ein wenig verloren, finde ich.
AnnikaMeyer hat geschrieben:In meinen Kopf schwirrten zu viele Gedanken um sie zusammenfassen zu können. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Aber ich hatte keine Zeit in Selbstmitleid zu versinken. Ich musste Nachdenken. Und handeln. Wie konnte es passieren das ich in so einer Lage war? Mama hätte das nie gewollt,sie wollte mich schützen. Aber nichts verlief hier nach Plan. Meine Gedanken schweiften weit weg von diesen Ort und die Erinnerungen übertrafen mich. Der gestrige Tag verfolge mich bis in meine Albträume und ich konnte mich an jedes kleine Detail erinnern.

AnnikaMeyer hat geschrieben:>> Skye, du musst gehen.<< Meine Mutter schrie mich an, doch in meinen Ohren klang es nur wie ein leises Echo. In ihren Augen bildeten sich Tränen, die sich an ihrer Nasenspitze sammelten.

Skye ist also noch so unter Schock von gestern, dass sie ihre Umgebung nicht richtig wahrnimmt? Das mit den Tränen, die sich an der Nasenspitze sammeln, finde ich sehr plastisch. Man sieht sofort ein Bild von der Mutter. Einerseits ist das gut. Andererseits wird die Mutter –je nach Leser- anders aussehen. Und wenn man erst einmal ein Bild einer Person im Kopf hat, dann möchte man meistens nicht, dass es nach mehreren Seiten durch die Autorin wieder geändert wird. Deshalb würde ich vielleicht noch einen Satz über die Basics hinzufügen (Haarfarbe, Länge, hat sie eine optische Besonderheit..). (zB sie wischte sich eine schwarze Haarsträhne aus ihrem verweinten Gesicht <- ist jetzt vielleicht nicht sooo toll. Aber so würde man nicht zB das Bild einer Frau mit hellbraunen Locken in den Kopf bekommen, wenn Du sie vielleicht schwarz-oder rothaarig haben möchtest.)
AnnikaMeyer hat geschrieben:>> >>Skye, geh.<< Mein Kopf fühlte sich an wie benebelt und ich war unfähig zu denken. Obwohl meine Mutter weinte, schaute sie mir mit festen Blick in die Augen. Als ich ihr nicht antwortete und auch sonst keine Regung zeigte, schüttelte sie mich an den Schultern. >> Wenn das vorbei ist, komme ich. Dann werden wir uns wiedersehen. Alles wird gut, Schätzchen.<< In ihren Augen lag ein Schimmer von Hoffnung.

Die arme Skye. :cry: Die arme Mutter. Es ist traurig und spannend zugleich. Und Gefühle im Leser zu wecken ist bekanntlich gut. :)
AnnikaMeyer hat geschrieben:>> Komm mit mir.<< Endlich hatte ich es geschafft zu reden und den Kloß, der meinen Hals immer weiter herunter wanderte zu verscheuchen. Meine Stimme klang fester als ich es erwartet hätte, trotzdem war sie nur ein leises flüstern. >> Nein, das geht nicht und das weißt du auch. Ich muss für deinen Vater und deinen Bruder da sein. Ich kann sie nicht verlassen. << In der Nähe hörte ich eine weitere Bombe und dieses Geräusch verfolgte mich in meinen Albträumen. Meine Mutter zog mich Angsterfüllt um eine Ecke. Sie redete jetzt leise, als könnte uns jemand belauschen.

Sind der Vater und der Bruder dort, wo die Mutter ist. Oder muss sie zuerst irgendwo hin, um die beiden zu finden und dann zu retten?
AnnikaMeyer hat geschrieben:>> Camron wird sich um dich sorgen. Du wirst in Sicherheit sein und hier kann ich dir keine Sicherheit gewährleisten. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert.<< Ihre dunkelbraunen Augen durchbohrten mein Gehirn und ich musste an die Zeit zurückdenken, als sie vor Freude glühten und nicht vor Angst. Aber diese Zeiten waren vorbei.

Sehr schön formuliert. Berührend.
AnnikaMeyer hat geschrieben:Das Geräusch einer weiteren Bombe durchschnitt meine Gedanken und Mama sprach jetzt noch dringender. >> Ich werde Nino und deinen Vater retten. Versprochen. Aber ich würde es mir nie verzeihen wenn dir etwas zustößt. Camron erwartet dich in der Nähe des alten Marktes.<<

Nun wartet man natürlich gespannt auf eine Erklärung, warum die Mutter Nino und den Vater schützen kann, aber nicht Skye. Warum Skye zu Camron muss. Und was Skye gestern Traumatisches passiert ist. Geheimnisse sind gut. Allerdings fein dosiert. Es wäre schön, zumindest auf eine dieser Fragen bald eine Antwort zu haben. Ansonsten ist es etwas zuviel „secret and mystery“, finde ich.
AnnikaMeyer hat geschrieben:Dann umarmte sie mich und das erste Mal seid etlichen Jahren musste ich anfangen zu weinen. >>Du wirst zurückkommen, stimmts? Mit Vater und Nino. Ihr werdet mich finden und alles ist gut.<<

Wer sagt das jetzt? Skye ist ja die, die geht. Und sie lässt ihren Vater, ihre Mutter und ihren Bruder, Nino, zurück. Die Mutter kann ja nicht zurückkommen, wenn sie bleibt wo sie ist.
AnnikaMeyer hat geschrieben:Ich versuchte mir diesen Gedanken in mein Gehirn zu pflanzen,an nichts anderes zu denken. Dieser wunderschöner Gedanke, bei den ich anfing hysterisch zu weinen. Denn ich wusste er würde niemals wahr werden. Ein Wunschgedanke, mehr nicht.

Das zeigt so richtig schön den Horror, in dem sich Skye befindet.
Und diese Erkenntnis ließ mich noch mehr frösteln als der Eiskalte,erbarmungslose Schnee, der sich in meine Haare webte. [/quote]
AnnikaMeyer hat geschrieben:>>Das verspreche ich.<< flüsterte meine Mutter und schaute mir mit ruhigen Blick in die Augen, obwohl sie genau wusste, dass sie das Versprechen nie einhalten könnte. >>Geh jetzt.<< Ihre Stimme hatte sich schlagartig geändert und sie durchschnitt mich wie ein Messer. Tief im Innersten wusste ich, dass sie das nur machte um mich zu beschützen. Wenn sie jetzt ausflippte,würde ich es auch tun. Meine braunen Augen blickten sie Verzweifelt an. Ich wollte etwas sagen, doch aus meinen Mund kam kein Wort.

Sehr dramatisch und schön. Nur da Deine Story aus der Perspektive von Skye geschrieben ist: Skye sieht ihre braunen Augen ja nicht. Hier nimmst Du einen Perspektivenwechsel vor. Und braune Augen sind auch etwas wenig Info über ihr Erscheinungsbild. Allerdings ist es natürlich schwer, gerade das Aussehen der Protagonistin zu beschreiben. Manchmal hilft es Dinge zu schreiben wie „die Augen meiner Mutter waren fast so dunkel wie meine“ oder „ich hatte ihre kräftige Statur geerbt.“ Wenn am Anfang eines Romans der eine oder andere Satz über das Aussehen der Charaktere eingebaut wird, ist das gut, weil sich dann keine falschen Vorstellungen im Kopf des Lesers einnisten.
AnnikaMeyer hat geschrieben:>> Wo bleibt ihr denn?<< Meine Mutter drehte sich erschrocken um und an ihren Blick sah ich, dass sie alles tun würde um mich zu beschützen. Aber ihr Blick änderte sich schlagartig. >>Camron.<< entfuhr es ihr mit einen Seufzen. >>Ich bin so froh das du da bist.<< Ich hatte Camron noch nie gesehen, aber ich wusste das er ein Freund von meinen Vater war. Also konnte er ja gar nicht so schlimm sein und ich verdrängte das aufkommende Gefühl, ihn nicht trauen zu können. Aber wen konnte man das schon?

Arme Skye. Spannende Geschichte!
AnnikaMeyer hat geschrieben:>>Ich habe auf euch gewartet. Komm mit.<< Seine Stimme klang stroff, geradezu verbittert. Ich mochte ihn von Anfang an nicht. Sein Aussehen machte es auch nicht besser. Seine dunkelbraune Hose steckte in abgenutzten Wildlederstiefeln und seine Haare gingen ungefähr bis zu seiner Schulter. Sein verschlissenes Hemd hatte etwas wildes. Auf seinen Gesicht sah ich nichts, als wäre es ausdruckslos. Gefühlslos.

Sehr, sehr unheimlich, dieser Camron!
AnnikaMeyer hat geschrieben:Durch die schweren Zeiten, die wir alle erlebt hatten, sah keiner gepflegt und ausgeschlafen aus, doch bei Camron sah es anders aus. Ich konnte mein Gefühl einfach nicht beschreiben. Er hatte etwas an sich, was man einfach nicht mögen konnte.

AnnikaMeyer hat geschrieben:Als ich keine Anstalten machte, mich von der Stelle zu bewegen, zerrte er mich hinter sich her.

Dieser Typ ist ja schrecklich. :shock: Und das ist gut so! Vielleicht würde ich hier noch etwas ausführlicher schreiben. zB „er packte mich an meinem Handgelenk,… Sonst fragt man sich, wie er Skye hinter sich herzieht.
AnnikaMeyer hat geschrieben:Jetzt fing ich richtig hysterisch an zu kreischen. >>Nein. Nein.<< Camron bewegte nicht einen Mundwinkel und ich fragte mich wie man so Gefühlslos sein konnte.

Cameron schaut Skye also an? Was sieht sie von ihm? Tatsächlich sein Gesicht? Wenn man weggezerrt wird, sieht man ja das oft gerade nicht.
Es sei denn, jemand schaut einen gezielt an.
AnnikaMeyer hat geschrieben: >>Ich muss mich von meiner Mutter verabschieden. Lass mich los.<< Ich trat Camron gegen sein Schienbein, doch es schien in gar nicht zu interessieren. Meine Schreie vermischten sich mit denen der Menschen in meiner Nähe. Doch die nahm ich nicht war, ich nahm nicht war wie einer weiter Bombe in meiner Nähe zerplatzte und wie ein Kind tot zu Boden viel. Ich bekam nur mit wie Camron mich über den Boden zog und meine Mutter die mich mit Tränen in den Augen beobachtete. An ihren Lippen sah ich, das sie mir etwas zuschrie, doch das kreischen eines Babys machte es mir unmöglich sie zu verstehen.

Spannend! Nur fehlt ein Satz, dass Cameron Skye nach draußen gezogen hat. Es sei denn, Skye und ihre Mutter waren gar nicht in einem Haus oder Gebäude. Vielleicht bin ich gerade aber auch nur verpeilt.
AnnikaMeyer hat geschrieben: Camron ließ sich durch meine Tritte nicht beirren und zerrte mich in eine Holzkutsche, an der zwei wunderschöne, braune Stuten gespannt waren. Es kam mir unwirklich vor in einer schönen Kutsche zu sitzen, während um mir Kinder schrien und jede weitere Minute Bomben zerplatzen könnten. Die Kutsche fuhr los und das letzte was ich sah waren die tränen erfüllten Augen und das wütende und entschlossene Gesicht meiner Mutter.

Da bin ich echt gespannt, wie es weitergeht…! :) :reading:

P.S. Bombenhagel in einer nördlichen und/oder kalten Region ist in einem Science Fiction Roman natürlich okay. Nur dass als Erstes der heulende Wolf (ohne die Bomben) erwähnt wird, macht es einem schwer sich danach mit den Bomben "anzufreunden". ich glaube, es wäre am besten, gleich am Anfang zu zeigen, dass sich Skye in einer kalten Region befindet und Bomben dort fallen. Damit der Leser von Anfang an das richtige Bild im Kopf entwickelt.
Man hat halt seine Stereotype im Kopf, selbst wenn man Science Fiction liest. Und in unserer Welt fallen in Grönland, Nord-Norwegen oder Alaska eben keine Bomben.
Wie auch immer, Deine Story gefällt mir echt gut! :)
Zuletzt geändert von jschm am 24.01.2014, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zwei Beiträge für ein Werk! Die Beiträge wurden zusammengeführt!
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon Feindesland » 24.01.2014, 19:24

Hallo,
ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Da ich andere Kommentare nicht lese, kann es sein das ich Dinge anführe, die schon längst bekannt sind.

Gestern hatte ich mir nie träumen lassen

Das passt nicht zusammen. Warum nicht: Ich hatte mir nie träumen lassen.

das man sich so allein fühlen konnte

Ist vielleicht eine neig überzogen von mir. Aber ich finde das Wort "einsam" passt besser. Alleine ist ziemlich wertfrei. Ich bin sehr gerne alleine. Ich bin nicht gerne einsam. Kurzgesagt: Einsam ist das stärkere Wort.

In der Ferne hörte ich das Jaulen eines Wolfes oder eines wilden Hundes.

Das macht den Satz unnötig lang und stört den Lesefluss. Der Wolf ist doch ausreichend.

Um meinen Körper etwas zu erwärmen

Das empfinde ich als zu konstruiert. "Um mich warm zu halten" ist einfacher zu lesen.

kreiste meine Arme

Heißt es nicht: und kreiste mit meinen Armen?

>> Skye, du musst gehen.<<

Warum keine normale Anführungszeichen?

hier kann ich dir keine Sicherheit gewährleisten.

Das klingt nicht nach Mutter / Tochter. Eher nach Beamter.

Meine braunen Augen blickten sie Verzweifelt an

Man sollte sich nicht auf diese Art selber beschreiben. Das wirkt seltsam.

Meine Mutter drehte sich erschrocken um und an ihren Blick sah ich, dass sie alles tun würde um mich zu beschützen. Aber ihr Blick änderte sich schlagartig.

Wortwiederholung

Aber wen konnte man das schon?

Du meinst sicher: Wen konnte man schon vertrauen. Dein Satz stimmt nicht so ganz.

Seine Stimme klang stroff, geradezu verbittert

Meinst du schroff? Das "geradezu verbittert" würde ich weglassen.

Auf seinen Gesicht sah ich nichts, als wäre es ausdruckslos.

Warum nicht einfach: Sein Gesicht war ausdruckslos.
Das liest sich angenehmer.

Das war es im wesentlichen. Ich würde dir raten lieber einfache Sätze zu schreiben. Das ist klarer und einfacher zu lesen. Ich selber habe leider auch den Hang dazu krumme Satzgebilde zu Papier zu bringen. Unbewusst will man vermutlich besonders toll klingen. Meistens ist das Gegenteil der Fall.
Ob dein Plot funktioniert, kann ich nicht sagen. Dazu erfährt man zu wenig.
Ist das in eine Endzeit Geschichte? Ich meine wegen der Kutsche.

Ich wünsche dir noch viel Erfolg

Mfg
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon AnnikaMeyer » 25.01.2014, 18:16

Danke für eure beiden Antworten, über Kritik freue ich mich immer. :D

Erst mal an Fanny:


Alle Szenen finden draußen statt, auf der ganzen Welt schneit es. Die Mutter und der Vater wollen nicht weg, da der Bruder gefangen genommen wurde und sie nicht ohne ihn gehen wollen. Aber trotzdem wollen sie Skye schützen und schicken sie zu Camron.

An Feindesland:
Nein, dass ist keine Endzeitgeschichte. Ich habe das mit der Kutsche rausgenommen, da es mir jetzt unpassend erscheint und habe das mit Schlitten ersetzt, die von Hunden gezogen werden.


Ich habe die Geschichte noch einmal komplett überarbeitet, wenn ihr wollt kann ich sie hier mal reinstellen. Und wie findet ihr den Titel "Snow Shadow " ? Ich dachte er passt ganz gut.

Und schuldige das ich so spät antworte, mein Laptop war defekt. :? :D

LG
Annika
" Ich werde ihnen erzählen, wie ich es überlebe. Ich werde ihnen sagen, dass es mir an schlechten Tagen unmöglich erscheint, mich an irgendetwas zu erfreuen, weil die Angst, es zu verlieren, übermächtig ist. " Zitat aus Tribute von Panem 3
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon Fanny » 26.01.2014, 19:33

AnnikaMeyer hat geschrieben:Alle Szenen finden draußen statt, auf der ganzen Welt schneit es.

Das ist ja eine richtig schön ungemütliche Welt! :shock: :)
AnnikaMeyer hat geschrieben:Die Mutter und der Vater wollen nicht weg, da der Bruder gefangen genommen wurde und sie nicht ohne ihn gehen wollen. Aber trotzdem wollen sie Skye schützen und schicken sie zu Camron.

Echt gute Story!
AnnikaMeyer hat geschrieben:Ich habe die Geschichte noch einmal komplett überarbeitet, wenn ihr wollt kann ich sie hier mal reinstellen. Und wie findet ihr den Titel "Snow Shadow " ? Ich dachte er passt ganz gut.

Sehr, sehr gerne! :)
Zum Titel: ich finde Snow Shadow klingt cool.
Fanny
 
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Re: Kapitel 1 meiner Geschichte

Beitragvon HerrGesangsverein » 13.03.2014, 03:23

Zur Grammatik und Rechtschreibung hast du ja schon einige Ratschläge bekommen, deswegen werd ich mich da etwas zurück halten. Außerdem gab es da mal so einen Spruch das man nicht mit Steinen werfen sollte wenn man im Glashaus... also lassen wir das jetzt mal besser. :D

Das erste was mir an deiner Geschichte aufgefallen ist war die Stimmung.
Ohne beim ersten Lesen zu sehr auf Stilmittel und Formulierungen zu achten hab ich mir sofort einen Eindruck machen können. Und das ist für mich immer einer der wichtigsten Punkte. Mir sind direkt am Anfang, noch während des ersten Absatzes, Fragen gekommen und ich wollte wissen was los ist.
Ich hätte es aber gut gefunden wenn du dir etwas mehr Zeit für deine Einleitung nimmst als nur zehn Zeilen.

Der Szenenwechsel in die Erinnerung deiner Protagonistin gelingt dir euch recht gut. Oft passiert es bei Rückblicken das der Leser kurz den Faden verliert und nicht wirklich weiß was, wann, wo da jetzt wie passiert und wie viele er eigentlich ist. Dir gelingt es das, zumindest für mich, zu vermeiden. Der einzige Wermutstropfen hierbei wäre dass die Erwähnung der Bomben für meinen Geschmack etwas spät kommt.
Du baust auch im zweiten Absatz schnell eine Stimmung auf und als dann die Bomben dazu kommen wollten sie nicht so richtig in die Szenerie passen. Auch das die Bomben plötzlich einfach so auftauchen lässt sie eher wirken als wären sie irgendwie auf die Szene auf gepfropft worden und wollen nicht so wirklich in die Stimmung passen. Zumal deine erste Erwähnung schon "eine weitere" Bombe beinhaltet.

AnnikaMeyer hat geschrieben:In der Nähe hörte ich eine weitere Bombe und dieses Geräusch verfolgte mich in meinen Albträumen. Meine Mutter zog mich Angsterfüllt um eine Ecke. Sie redete jetzt leise, als könnte uns jemand belauschen.


Vielleicht könntest du früher im Text ein entferntes Donnern einfließen lassen, irgendetwas das den Leser darauf vorbereitet. Wenn ich mich vorher gefragt hätte warum da ein dumpfes Donnern in der Ferne rollt hätte mich die Bombe viel weniger überrascht.

Die Einführung der Figur Camron hat mir wiederum sehr gut gefallen.
Der Umstand das deine Protagonistin ihn auf Anhieb nicht ausstehen kann erzeugt eine willkommene Reibung zwischen den Figuren und erlaubt es dir Spannung aufzubauen. Reibereien zwischen Charakteren sind oft das Salz in der Suppe, ob sie nun das Hauptthema eines Textes sind, oder so wie hier ein Element dass die vorhandene Stimmung zusätzlich verstärkt.

Alles in allem hätte ich mir gewünscht dass du dir ein bisschen mehr Zeit lässt.
Bei einem Bombenabwurf auf einer Eiswelt kann man sehr schön mit den Kontrasten spielen um dem Leser ein Gefühl zu geben für das Universum in dem er sich befindet.
So bin ich zwar sehr interessiert was mit deinen Protagonisten passiert, aber die Welt in der es passiert interessiert mich noch nicht wirklich. Aber da es sich um eine frühe Fassung handelt kann es ja nur noch besser werden.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie du die vorhandene Stimmung verstärken kannst und natürlich wie es weiter geht.
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Henry Kissingers Kopf
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