Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Badabumm » 08.04.2015, 18:15

Eigentlich wollte ich den Beitrag nur lesen, um folgende Frage zu stellen: sind denn Geschichten, die eine Rückblende darstellen, nicht auch Prophezeiungen? Und davon gibts ja einige, die dramaturgisch überzeugen können. Z.B. "Der englische Patient" oder "Lolita" uvm. Wie kommt der Prota dorthin, wo er schon ist?

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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Mohnmuffin » 09.04.2015, 02:10

Hallo, Jacky,
hallo, Community!

Prophezeihungen - gegen meine Philosophie

Eine kurze Rezension
Jacky, ich muss sagen, auch wenn ich ebenfalls kein Fanatiker von Prophezeiungen bin, muss ich doch Kritik üben an diesem Blogeintrag. Leider hat er mir nicht gefallen, da speziell dieser Post mir zu unprofessionell schien gegenüber deinen anderen Veröffentlichungen! Die Formulierungen waren umgangssprachlicher, ein paar (Tipp-)Fehler haben sich eingeschlichen, die Satzstruktur formte keine angenehme Satzmelodie, und allem voran: Sehr bewertend. Dabei ist nicht das Bewerten an sich ein negativer Punkt auf meiner Liste - immerhin beruht dein gesamter Blog auf deinen Ansichten -, es ist nur der Ton. Auf mich wirkte es fast hetzerisch. Als hättest du eine ganz massive Abneigung (fast schon Hass) gegenüber Prophezeiungen, und das wirkte auf mich schlicht unprofessionell. Eben ungewohnt, wenn du bewusst kaum Spielraum lässt für zweite Meinungen (zu Beginn mehr als gegen Ende). Gut finde ich allerdings deine Analyse von verschiedenen Arten der Prophezeiungen, deine ausführliche Begründung, warum sie auf dich nicht spannungsfördernd wirkt und das Aufzählen von Alternativen ("Was ist spannend?"), das war im Wesentlichen aufschlussreich - das letzte Drittel habe ich recht gern gelesen.

Meine Meinung zu Prophezeiungen
Prophezeiungen - zugegebenermaßen als Kind gern benutzt :mrgreen: - sind für mich ein Inbegriff von veralteter Literatur, eine Gegenbewegung zum sich fortwährend modernisierendem Schreiben. Wenn ich von Hobbyautoren höre, in ihrem Fantasy-Epos würde eine alte Prophezeiung in Erfüllung gehen, muss ich oft lächelnd den Kopf schütteln, eben weil ich das Prinzip totgemolken und veraltet finde. Auch mich reizt daran nichts, ganz im Gegenteil, eben weil es eine sehr stupide Art des Spoilerns ist.
Achtung, Spoiler zu Harry Potter.
Spoiler: Anzeigen
Bei Harry Potter war mir von Anfang an klar, dass Harry Voldemort besiegen würde, höchstwahrscheinlich, indem er ihn tötet oder Voldemort zumindest getötet wird von was oder wem auch immer. Eben weil die Prophezeiung einen mächtigen Zaunpfahl aus dieser Richtung schmiss und nun ja, JKR kann sehr überraschende Wendungen einbringen, doch ich traute ihr nicht zu, eine Prophezeiung zu brechen. Das einzig spannende daran war, nicht zu genau zu wissen, wann es passieren würde, doch wenn man weiß, dass es 7 Bücher gibt, erwartet man nicht, dass der Showdown im vierten Band stattfindet. Von daher war der Endkampf zwischen Harry und Voldemort nicht wirklich erinnerungswürdig und ich las ihn einfach runter. Ohne die Prophezeiung hätte ich als Leserin viel mehr Spielraum für eigene Gedanken, Wünsche und Ängste gehabt.


Ich möchte allerdings nicht sagen, dass ich eine Prophezeiung grundsätzlich verteufle. Auch eben erwähnte Hobbyautoren und dessen Geschichten sind für mich durch die Entscheidung zu Prophezeiungen nicht belächelnswert oder gar niveaulos. Ich sehe in diesen Weissagungen allerdings ein veraltetes Konzept, früher gern benutzt, heute... meh. Gerade deshalb hoffe ich immer wieder, dass mich jemand überraschen kann, denn das ist stets meine Hoffnung, wenn ich lese. Dass der Autor etwas erschafft, einen Wendepunkt, einen Klischeebruch, der mich vom Klavierstuhl schubst. Passiert leider viel zu selten xD
Klischeehaft ist übrigens auch, dass die Person, um die es im Rätsel geht, (also der Protagonist, der Gute, der Retter) in 99 von 19 Fällen ganz bescheiden ist und einfach nur seinen persönlichen Wünschen und Zielen folgt, gar wütend wird, wenn andere ihn in die Richtung drängen ("Du musst die Prophezeiung erfüllen!"), während die restlichen Figuren bzw. die Volksmasse, die auf Rettung wartet, ihn feiert als den zukünftigen Helden, der er ja noch gar nicht ist.
Am allerschlimmsten, da schließe ich mich Avokado an, finde ich die mit den Prophezeiungen verbundene Floskel "NUR DU als Auserwählter kannst uns und die ganze Welt erretten!" Leute, wirklich, die Auserwählten-Masche ist so abgebrüht. 7,3 Milliarden Menschen, aber NUR DU, der EINE, bist dazu befähigt!

Eigennutzung
Früher benutzte ich Prophezeiungen, um eine Person die Besonderheit einer Person zu begründen oder generell Abläufe in der Zukunft. Es war eben so vorausgesagt, das war der einzig richtige Weg. Wer eigentlich diese ominösen Weissagungen gemacht hat, ist ja auch oft so eine Sache... Am einfachsten ist es, das auf Götter zu schieben, die kann man nicht infrage stellen, aber oft genug sind diese Weissagungen einfach da. Stellt die eigentlich nie jemand infrage? Warum tut es kaum jemand?
Tädlz, ich mag deine Gedanken, ein Ritual daraus zu machen, dass die Taufe ersetzt - DAS wäre wirklich das erste Mal ein guter Grund für mich, einer Figur einen Namen mit Bedeutung zu geben, der etwas beschreibt, was auf seine Zukunft oder seinen Charakter schließen lässt (wie Katniss - von "Pfeilkraut" - gut im Bogenschießen"). Immerhin weiß man dann auch die Richtung, in die das Kind geht, und kann ihm/ihr mit einem bedeutsamen Namen so etwas wie eine Hilfestellung mitgeben ("Ich nenne dich so, weil das Hoffnung bedeutet und das wirst du brauchen können auf deinem beschwerlichen Weg, du sollst es verinnerlichen!").

Arten von Prophezeiungen: Das Rätsel
Ich möchte aber hier noch mal auf die für mich beste Art von Prophezeiungen eingehen, sofern sie wirklich benutzt werden müssen: Rätsel. Und das fehlt mir ein bisschen in Jackys Blogeintrag. Eine durchgehend metaphorische, uneindeutige Vorsehung ist für mich auf jeden Fall tolerierbar. Wenn eben nicht am Ende steht: "...dann wird er siegen und die Welt ist gerettet!", sondern völlig durchblickslose, möglichst stilistisch aufgepeppte Prophezeiung, an der die Figuren eine ganze Weile zu knabbern haben, am Ende vielleicht sogar falsch liegen könnten mit ihrer Entschlüsselung und dann "auf gut Glück" hoffen, den herausgehörten Weg zu gehen. So sitzt der Leser im gleichen Spannungsboot wie die Protagonisten. Vielleicht kann man es nicht direkt Rätsel nennen, denn es soll schon die Zukunft vorhersagen und keine Lebensweisheit oder wo man einen bestimmten Gegenstand findet, es ist eine Vision, aber eben sinnbildlich verfasst. Wenn jemand ein besseres Wort weiß, bitte Bescheid geben xD

Nun, das waren dann auch schon meine Gedanken zum Thema.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon grit » 09.04.2015, 21:15

Eine richtige Prophezeiung ist für mich so etwas wie: "Wenn du gegen die Perser ziehst ...", also etwas, was mehrdeutig ist und daher offen, auch wenn die handelnden Figuren sie auf die ein oder andere Art interpretieren.
Wer sagt eigentlich, dass Prophezeiungen auch eintreffen müssen?
Wer sagt, dass die Figuren in der Geschichte sie richtig verstanden haben?

Ich möchte sie nicht generell verteufeln, die prophetischen Träume, die Visionen ...
Die Kunst besteht darin, nicht zu viel zu verraten, dass es die Spannung nimmt.

Was wäre die Ödipus-Geschichte ohne die Prophezeiung?
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon ftranschel » 14.04.2015, 09:49

Puh, ich bin diesmal wohl leider etwas zu spät 'dran, viel von meinen Gedanken habt ihr schon ausgebreitet, Trotzdem noch zwei Gedanken dazu:

Erstens möchte ich mich noch weiter in die Niederungen der dunkleren Grauschattierungen begeben und Grenzfälle ausloten. Beispielsweise, indem ich frage, was für euch überhaupt eine Prophezeiung ist.

Ist es eine Prophezeiung, wenn ein Meteorologe Regen ansagt? Formalsemantisch sicherlich schon, aber wir würden natürlich sofort einwenden, dass er ja eine faktuelle Vorhersage macht und nicht ins Blaue schießt. (Das heißt, solange die Aussage substantieller ist als "Auf Regen folgt Sonnenschein")
Daraus folgt für mich, dass Prophezeiungen implizit mystisch und/oder vage sind, um nicht als Vorhersage zu gelten. Die Aussage "Wenn Du diese Immobilie kaufst, gehst Du pleite" ist vielleicht auch eine Prophezeiung, kann aber auch einfach anzeigen, dass die Absicht des Käufers mit mehr und anderen Informationen einfach dumm ist.

Wo ist dann aber die Grenze? Da, wo wir (als Leser) das Gefühl haben, dass nicht genügend Informationen vorhanden sind, um eine fundierte Aussage zu treffen? Damit könnte ich mich schon anfreunden, bringt mich aber zum zweiten Gedanken.

Mein zweiter Punkt besteht darin, mich zu fragen, ob es nicht sein kann, dass lediglich die nüchterne, rationale Perspektive des Naturwissenschaftlers mich dazu bringt, rundheraus Prophetie abzulehnen. Entlarvt als Taschenspielertrick des unkundigen (oder faulen!) Schriftstellers, kann eine andere Perspektive, nämlich die des Esoterikers auch sein, mystifizierte Determinismen zu begrüßen, gar als notwendigen Teil der Welt zu begreifen - mithin, als fundamentalen Teil einer Geschichte ähnlich kohärent zu finden, wie ich zum Beispiel eine lückenlose Aufklärung in Krimis fordere. (Und nebenbei gesagt ist für Leute ohne wissenschaftlichen Bezug mangels Bewertungsgrundlage die Wettervorhersage kaum von einer Messias-Prophezeiung zu unterscheiden.) Die Erkenntnis besteht dann darin, dass es unterschiedliche Zielgruppen für unterschiedliche Bücher gibt, und eine Prophezeiung schon funktionieren kann - wenn sie nicht zu plump präsentiert wird und den Nerv des Lesers trifft.

Was meinst ihr, ist der zweite Punkt zu dekonstruktivistisch gedacht oder kann man das gelten lassen?
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Avokado » 14.04.2015, 22:00

ftranschel hat geschrieben:Was meinst ihr, ist der zweite Punkt zu dekonstruktivistisch gedacht oder kann man das gelten lassen?

Da will ich mal meinen Senf dazu geben.
Mein zweiter Punkt besteht darin, mich zu fragen, ob es nicht sein kann, dass lediglich die nüchterne, rationale Perspektive des Naturwissenschaftlers mich dazu bringt, rundheraus Prophetie abzulehnen.

Hier finde ich bereits den Begriff der nüchternen, rationalen Perspektive problematisch. Man liest keine Unterhaltungsromane, um nüchtern und rational zu bleiben. Das soll nicht heißen, dass man keine rationalen Ansprüche an Romane stellen darf, wie etwa Konsistenz, sondern vielmehr, dass Romane ein schönes Beispiel dafür sind, dass Rationalität und Verstand niemals Zweck, sondern bloß Mittel sein können.
Einer wissenschaftlichen Haltung die Schuld für eine Abneigung ausgerechnet gegen Prophezeiungen zu geben, scheint mit unsinnig, gerade wenn es um Fantasy geht.
Wo ist dann aber die Grenze? Da, wo wir (als Leser) das Gefühl haben, dass nicht genügend Informationen vorhanden sind, um eine fundierte Aussage zu treffen?

Eine Vorhersage wird meines Ermessens dann zur Propehzeiung, wenn sie
a) sich aus Quellen ableitet, die der Person, die mit der Prophezeiung konfrontiert wird, nicht zugänglich sind und
b) zumindest mit einer signifikanten Wahrscheinlichkeit Wahrheiten über die Zukunft enthält,
also im Wesentlichen so, wie du es schreibst.

Eine Wettervorhersage mag auf Personen, die davon nichts wissen, prophetisch wirken, und somit auch zu einem interessanten Element einer Geschichte gemacht werden, aber eigentlich geht es doch darum, dass der Leser den Eindruck einer Prophezeiung bekommen soll. Das ist in unserer naturwissenschaftlich geprägten westlichen Welt kaum mit wissenschaftlichen Prognosen möglich, weshalb nur der Ausweg ins Übernatürliche, sprich Fantastische bleibt.
Der übernatürliche Ursprung des Wissens über die Zukunft ist da eher nebensächlich. Gerade bei Prophezeiungen kann es sehr spannend sein, sich mit den Konsequenzen der echten Vorhersehung auseinander zu setzen, und zwar auf rationaler Ebene (was in üblichen Büchern eben zu kurz kommt oder gar nicht stattfindet).
Die Erkenntnis besteht dann darin, dass es unterschiedliche Zielgruppen für unterschiedliche Bücher gibt, und eine Prophezeiung schon funktionieren kann - wenn sie nicht zu plump präsentiert wird und den Nerv des Lesers trifft.

An sich stimme ich dem zu, aber ich halte es doch für sehr gewagt, Esoterik, Prophezeiungen und einen daraus resultierenden speziellen Buchgeschmack direkt in Verbindung zu bringen. Ich halte Prophezeiungen für ein Fantasyelement unter vielen und würde ihnen keine gesonderte Rolle z.B. im Vergleich zu Magie zusprechen.
Was meinst ihr, ist der zweite Punkt zu dekonstruktivistisch gedacht oder kann man das gelten lassen?

Nicht dekonstruktiv, sondern zu pauschal und kurz gefasst und deshalb vermutlich fruchtlos.

:2cents: Avokado
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Fremdenlegionaer » 15.04.2015, 08:57

Prophezeiungen, uff-uff sprach der Indianer.
Prophezeiungen gehören zur Mythologie.
So können Propheten prophezeien, wer hätte das vermutet - da von Gott oder den Göttern gesandt.
Orakel, die mit der griechischen Götterwelt in Verbindung standen - Orakel von Delphi
oder Tempeldienerinnen: Kassandra, Sibylle.
Zu einer Prohezeiung gehören Sender (Gott) und Empfänger (Prophet)
und Gott kann sich irren, der Prophet will nicht prophezeien, siehe Jona im Bauch des Wals...oder der Prophet drückt sich unklar aus. Wir reden ja auch von Sybillinischer Rede - wenn alle Fragen offen bleiben.
Deshalb kann der studierte Meteorologe nichts prophezeien (nur umgangssprachlich), da er sich auf wissenschaftliche Beobachtungen und Geräte beruft. Er kann nur ankündigen oder vorhersagen.
Gruß
Fremdenlegionär
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Paisley » 16.04.2015, 00:56

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?
Japp.

Warum?
Gute Frage. Sie ist das erste Spannungselement im ersten Kapitel. Momentan bin ich beim 21sten von weiß der Teufel wievielen und es wurde noch nicht verraten, um was es darin geht. Abgesehen von mir ( :wink: ), meinem Protagonisten und 2-3 anderen Charakteren des Buchs, kennt noch niemand den Inhalt. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich ihn aber wohl aufdecken. Das ist für mich der entscheidende Punkt: Der Leser liest quasi wie andere sie lesen, erfährt selber aber nichts genaueres. Gleichzeitig baut aber nicht die ganze Geschichte auf diesem einen Pfeiler auf, sondern auf vielen weiteren. Sie ist einfach der initiale Funke.

Und was würde passieren, wenn du die Prophezeiung weglassen würdest?
Mein Protagonist hätte nicht die Chance, vieles zu verstehen, das ihn immer gewurmt hat. Und auch wenn er erst als Erwachsener von ihr erfährt und bis dahin (zumindest von ihr) unbeeinflusst war, ist es für seine Vergangenheit und Zukunft wichtig, all das zu erfahren. In der Prophezeiung dreht es sich um ihn, um das Wieso, Weshalb, Warum und ist von entscheidender Bedeutung für seinen weiteren Lebensweg (und meine Geschichte), sowie für das voranbringen der Story.

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte erst so richtig gut gemacht hat?
Muß ich HP nochmal erwähnen? Dazu käme noch die Eragon Quadrilogie. Wobei, ich mag lieber Happy Ends, insofern war die Prophezeiung doch nicht so gut. :mrgreen:

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte so richtig schlecht gemacht hat?
Eragon? Nee, deswegen ging nicht die ganze Geschichte den Bach runter. Mir fällt grad keine ein.

Schlecht fände ich eine Geschichte dann, wenn die Propheizung das große Schreckgespenst wär. Wenn sie alle naselang wie eine dunkle Gewitterwolke über allem hängend unken würde. Dann wär das Buch ein Fall für's Altpapier.

Da fällt mir grad ein: Diese Quasi-Prophezeiung in HP wegen dem Grimm. Das fand ich schon hart an der Schmerzgrenze. Auch wenn ich mir dessen bewusst bin, das J.K.Rowling sich etwas dabei dachte, als sie das Drumherum so penetrant gestaltete und die Leser (und HP) immer wieder mit der Nase draufgestoßen hat.

Was hältst du von Prophezeiungen?
Ich denke sie können entscheidend zur Geschichte beitragen, wenn sie raffiniert gemacht bzw eingebaut werden und nicht gleich am Anfang zuviel verraten wird.

Liebe Grüße,
Paisley
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Fremdenlegionaer » 16.04.2015, 06:29

Vielleicht meintest du nicht Prophezeiung, denn dazu gehört der von den Göttern gesandte Prophet, sondern Rätsel - Verwechslungen sind dabei durchaus gegeben. Die Sphyngen in der griechischen Mythologie gaben ja auch Rätsel auf - ohne zu prophezeien. Ansonsten sind Ankündigungen eher Vorhersagen oder Hellseherei.
Wo ist bei der Prophezeiung der Sender?
liebe Grüße
Franzi
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Paisley » 16.04.2015, 10:59

Hallo Franzi,
bei einer Frau (Heilerin und Hebamme), der sowas bis dahin nicht passiert ist.

Sie hat kurz vor der Geburt meines Protagonisten im Schlaf eine Vision. Ein Teil dessen was sie gesehen hat, tritt wenig später bei seiner Geburt ein und davon ausgehend, etwas umumkehrbares in Gang gesetzt zu haben, wird sie zur Prophezeiung.

Liebe Grüße,
Paisley
Zuletzt geändert von Paisley am 16.04.2015, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Kari » 16.04.2015, 11:02

Hallo allerseits,

Wo ist dann aber die Grenze? [Zwischen Vorhersage und Prophezeiung.]

Die Grenze liegt im Kontext. Beides sind Aussagen über die Zukunft, allerdings stützen sich (Wetter)Vorhersagen/Prognosen auf eine wissenschaftliche Grundlage. Laut Duden ist eine Prognose eine "[wissenschaftlich begründete] Voraussage einer künftigen Entwicklung, künftiger Zustände, des voraussichtlichen Verlaufs (z. B. einer Krankheit)" [Duden-Online, Stand: 16.4.15].
Eine Prophezeiung stammt im Gegensatz dazu aus dem religiösen Umfeld: "Als Prophezeiung – auch Weissagung oder Verheißung – bezeichnet man in religiösen Kontexten eine Prognose von Ereignissen in der Zukunft." [ Wiki, Stand 16.4.15].
Ich denke, dass man "religiös" für 'unsere Zwecke' auch als 'magisch' oder 'übernatürlich' verstehen kann - nicht jede Prophezeiung in einem Fantasyuniversum hat dort einen religiösen Hintergrund (siehe Harry Potter).
Ich werde es im Weitere so halten, dass ich mit einer Prophezeiung eine "mystisch begründete Aussage über die Zukunft" meine.

Mein zweiter Punkt besteht darin, mich zu fragen, ob es nicht sein kann, dass lediglich die nüchterne, rationale Perspektive des Naturwissenschaftlers mich dazu bringt, rundheraus Prophetie abzulehnen.

Ich stimme bezogen hierauf Avokado zu - ich glaube, in der fantastischen Literatur kann man das vernachlässigen. Wenn jemand so rational ist, dass er ein Problem mit Prophezeiungen hat, dann wird er vermutlich auch mit anderen 'klassischen fantastischen Elementen' Probleme haben und von vornherein keine fantastische Literatur lesen. (Zumindest so die Hoffnung...)
[...] kann eine andere Perspektive, nämlich die des Esoterikers auch sein, mystifizierte Determinismen zu begrüßen, gar als notwendigen Teil der Welt zu begreifen [...].

Naja, ich muss kein 'Esoteriker' sein, um Mystik für einen essentiellen Teil eines Fantasysettings zu halten :wink:
Ich persönliche bin der Meinung, dass Prophezeiungen in einem fantastischen Rahmen dazugehören können (aber nicht müssen). In einem 'realen' Setting finde ich es bei Weitem schwieriger, sie sensibel unterzubringen, allerdings schließe ich sie nicht von vornherein aus.

Was mich eigentlich schon zum nächsten Punkt bringt: Ich mag Prophezeiungen sehr gern, wenn sie gut gemacht sind.
Es ist vielleicht eine persönliche Sache, aber ich lese bestimmte Genres nicht unbedingt, um das Novum schlechthin zu lesen - ich kann mich auch daran erfreuen, wenn eine altbekannte Geschichte einfach gut erzählt wird. Und selbst wenn von Anfang an klar ist, dass Alice und Bob zusammenkommen, ist das interessante an der Gesichte für mich das "Wie" :wink:

Mein liebstes Positivbeispiel für eine Prophezeiung stammt aus dem Webcomic "Order of the Stick".
Der Spoiler bezieht sich auf Seite 331/332. Die "springende Punkt" wird auf Seite 332 aufgedeckt, falls ihr also über die Seite hinaus gelesen habt, sollte die hier beschriebene Prophezeiung euch nicht mehr spoilern.
Spoiler: Anzeigen
Der Hintergrund ist vereinfacht, dass es insgesamt fünf Portale gibt, durch die die Welt zerstört werden könnte. Die Helden wollen diese Portale schließen/ zerstören. Zu Zeitpunkt der Handlung sind zwei Portale schon zerstört, es bleiben drei.
Da es keine Anhaltspunkte gibt, zu welchem der drei Portale der Oberbösewicht als nächstes aufbrechen will und die Portale sehr weit auseinanderliegen, begeben sich die Helden zu einem Orakel.
Man muss anmerken, dass das Ganze so aufgesetzt ist, dass man sich nach dem Besuch des Orakels, nicht mehr an den Besuch und insbesondere nicht mehr an die gestellte Frage, sondern nur noch an die Antwort erinnert, sobald man sich weit genug vom Orakel entfernt hat. Man weiß aber durchaus noch, dass man sich vorher vorgenommenhat nach XY zu fragen.

Der Anführer der Gruppe geht davon aus, dass Portal A sicher ist und fragt das Orakel, welches der beiden anderen Portale B oder C der Oberbösewicht als nächstes aufsuchen wird. Die Antwort ist Portal B.
Derweil marschiert der Oberbösewicht aber schon auf Portal A zu, das nicht ganz so sicher war, wie die Helden dachten. Auf dem Rückweg fällt ihnen auf, dass sie einen Fehler bei der Fragestellung gemacht haben (und Portal A nicht mit eingeschlossen haben), allerdings laufen sie in diesem Moment aus der Zone heraus und vergessen die halbrichtige Frage.
"Auf zu Portal B!"


Diese Prophezeiung gefällt mir insbesondere deswegen so gut, weil sie die Grundlage für Handlungen ein paar hundert Seiten später legt, dabei den Leser aber erstmal trotzdem auf glühenden Kohlen sitzen lässt.
Außerdem fällt sie gerade nicht in die Kategorie "Es ist euch bestimmt den Oberbösewicht plattzumachen", das wissen die Helden und Leser schon selbst.


Ein Negativbeispiel für eine Prophezeiung fällt mir gerade nicht ein, allerdings eins für Charaktere:
Ich konnte Professor Trelawney nie sonderlich gut leiden, weil sie für mich immer als das Zerrbild der Esoterikerin, die "ein paar Kräuterchen zu viel im Tee" hatte rüberkam. Brrr. Ich habe ein bisschen was gegen Klischees, die hauptsächlich dazu da sind, bestimmte Personengruppen runterzuputzen und den Protagonisten besser dastehen zu lassen (der ist ja nicht "so ein Depp"). Zumindest ist das -leider- der Eindruck, den ich von vielen "weisen Frauen" in Büchern habe. Ich finde es echt schade, weil so sehr viel Potenzial für Figuren verschenkt wird. (Aber das führt an dieser Stelle wohl zu weit, der Thread dreht sich ja nicht um verschenkte Potenziale.)
Die schon zitierten Zentauren, sind mir im Übrigen weniger sauer aufgestoßen - sie haben zum Plot an besagter Stelle zwar kaum mehr beigetragen als "Ja, schön, dass ihr mir auch noch sagt, dass es Zoff geben wird. Das ist seit sechs Bänden klar.". Aber: Mir gefällt ihre Art esoterisch/mystisch zu sein. Weil sie selbst mystische Wesen sind und in Bezug auf ihre Mystik ernstzunehmende Charaktere. (Mögen muss man diese Art von Mystik ja nicht :wink:)


Fazit:
Ich mag Prophezeiungen, wenn sie ins Setting und zur Gesichte passen. Insbesondere, wenn sie plotrelevant sind und das Gefühl vermitteln "Das war eine elegante Lösung für das Problem, den Protas Wissen zukommen zu lassen, welches sie später brauchen werden".
Prophezeiungen enthalten so gut wie immer Spoiler, was ich aber nicht schlimm finde, weil mich der Weg meist mehr interessiert als das Ziel.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Fremdenlegionaer » 16.04.2015, 14:14

Hallo Paisley,
ja, schon eher eine Prophezeiung aber eigentlich fällt das unter dem Begriff der visionären Mystik. Da gibt es super Texte dazu. Zum Beispiel:
Mechthild von Magdeburg: Das fließende Licht der Gottheit.
oder Gertrud von Helfta oder Hildegard von Magdeburg. Es gibt noch mehr Mystíkerinnen. Mechthild von Magdeburg war eine Begine, die sich in Trance versetzte, um zu mystischen Erfahrungen (Visionen mit Gott zu kommen) Auch sie bekam, na, ja, nach ihrer Darstellung den Auftrag Gottes, Ereignisse zu verkünden.
Visionen, sind von Gott gesandte Verkündigungen im Traum oder in Trance.
Die Sphyngen stellen Rätsel
die Proheten prophezeien.
Ich weiß nicht, ob die Visionen der Mechthild von Magdeburg ins Neuhochdeutsche übersetzt wurde. Ich las sie nur in MHD - Mittelhochdeutsch.
Viel Spaß beim Recherchieren und viel Erfolg beim Schreiben. Leider alles nicht mein Themengebiet.
Das Fantasy Genre scheint eine Art Mischung aus Mythos, Legende, mittelalterlichem Epos und Märchen aus der Zeit der Romantik zu sein, inklusiver göttlicher Mythologie der Griechen, Perser und Inder, gewürzt mit einer Prise "gothic novel".
Definitiv nicht mein Genre - da bleibe ich doch lieber am Meer auf meiner Karavelle.
Ein literarisches Beispiel wie der Begriff "Prophezeiung" defintiv falsch verwendet wurde: In den achtziger Jahren schrieb die niederländische Autorin Tonke Dragt das Kinderbuch "De Zevensprong", in dem ein Vorfahre, "Ritter Grimbold Grauenstein" angeblich seinen Kindern Prophezeiungen hinterließ. Die Prophezeiungen waren schlicht und ergreifend schriftlich festgehaltene und zu lösende Rätsel.
Aber!!! Das Buch wurde verfilmt, erhielt den Jugendbuchpreis des Deutschen Buchhandels und verkaufte sich millionenfach. Der Autorin geht es finanziell gut. Und das nur wegen Verwendung eines fehlerhaften Begriffs - so what? Auf youtube kann man sich den Film ansehen - glaub ich.
liebe Grüße
Franzi
Zuletzt geändert von Fremdenlegionaer am 16.04.2015, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Paisley » 16.04.2015, 15:40

Ja, ein paar Götter haben da (möglicherweise) auch ihre Finger im Spiel. :mrgreen:

Danke Franzi.

Liebe Grüße,
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Averia » 16.04.2015, 18:19

Ach ja die lieben Prophezeiung. Für mich haben sie schon bevor ich mich wirklich mit dem Schreiben auseinandergesetzt habe gestört, wenn nicht gar genervt. Sie schienen mir völlig unnötig, schließlich wusste man bei manchen Büchern selbst ohne die Prophezeiung wie sie enden würden und die Prophezeiung machte dann alles noch langweiliger.
Wobei mich wohl an der Prophezeiung noch mehr die Begrifflichkeit und Definition des oder der Auserwählten gestört hat, sie kamen mir immer gleich unsympathischer vor als alle anderen Charaktere. (Ja, selbst Mr. Potter) Als wäre ihnen von vorneherein alles zugeschmissen worden und sie bräuchten weder Entwicklung noch Freunde, um ihr Ziel zu erreichen.
Dieses Abneigung gegen Prophezeiungen prägt mittlerweile auch mein momentanes Fantasy Werk, der Auserwählte und anscheinende Hauptcharakter muss nämlich feststellen, das es so etwas wie Prophezeiungen nicht gibt. Insgesamt wird er nicht so begeistert sein, wofür die Auserwählten wirklich stehen oder eher als was sie in seiner Welt benutzt werden.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Paisley » 16.04.2015, 18:35

Ich möcht jetzt nicht zu sehr vom Thema abweichen, aber - Prophezeiung ja oder nein mal beiseite - sind nicht Stereotypen bzw vorhersehbare Abläufe in Geschichten das eigentliche Problem?

Meinem Protagonist fällt zum Beispiel nix in den Schoß. Er macht eine heftige Entwicklung durch, erleidet Verluste und muß sich am Ende auch noch zu etwas durchringen, das er überhaupt nicht will.

Daher denke ich, das man die Qualität einer Geschichte nicht pauschal am vorhanden sein oder fehlen einer Prophezeiung festmachen kann.

Liebe Grüße,
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon SkyeFantasy » 17.04.2015, 10:36

Hilfe!
Da ist vielleicht was dran?

Ich würde sagen, es ist mit Prophezeiungen so wie mit allen anderen Utensilien, mit denen man seine Geschichten bestückt: man darf sie nicht plump und auch nicht unnötig anwenden. Bringen sie aber die Spannung voran, dann immer her damit.

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?

Ja.

Warum?
Sie lautet, dass der männliche Prota (der Gute) sterben wird. Sie steht anfangs nur als eine Bedrohung im Raum, bringt aber schliesslich meine weibliche Prota (die Böse, die in ihn verliebt ist) dazu, mit den Göttern einen Handel zu schliessen, um die Prophezeiung zu kippen. Dieser Handel beisst sich mit ihren eigentlichen Zielen und bringt ihr Stress ohne Ende.

Und was würde passieren, wenn du die Prophezeiung weglassen würdest?

Dann müsste ich eine andere Geschichte schreiben...

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte erst so richtig gut gemacht hat?

Die von Harry Potter gefiel mir sehr gut.
J Rowling geht auf ihre eigene Weise mit Gefühlen oder Gedanken um: sie macht Personen oder Gegenstände draus. Bei ihr kann man die Prophezeihung also anfassen. Das finde ich einfach klasse.
Sicherlich ist die Prophezeihung aber nicht der Kernpunkt der Bücher. Die hätten auch ohne funktioniert.

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte so richtig schlecht gemacht hat?

Fällt mir jetzt nicht ein.

Was hältst du von Prophezeiungen?

Ich bin der eher naive Typ Leser, der sowas faszinierend findet. Natürlich unter der Voraussetzung, dass es gut gemacht sein muss.

Liebe Grüsse
SkyeFantasy
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