Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

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Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Jacky » 07.04.2015, 12:44

Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?
Warum?
Und was würde passieren, wenn du die Prophezeiung weglassen würdest?
Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte erst so richtig gut gemacht hat?
Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte so richtig schlecht gemacht hat?
Was hältst du von Prophezeiungen?
Zuletzt geändert von Julestrel am 09.04.2015, 08:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link zu Blog-Beitrag eingefügt :)
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Rikai » 07.04.2015, 17:45

Den Artikel gerade gelesen und gebe gleich mein Senf ab~
(Ein paar Fragen habe ich ausgelassen, einfach weil ich sie nicht beantworten kann. :wink:)

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?
In meinem aktuellen Projekt kommt keine Prophezeiung vor.

Was hältst du von Prophezeiungen?
Aus Prinzip lege ich Bücher aus der Hand, die mit einer Prophezeiung beginnen, außer der Schreibstil des Autors gefällt mir.
Genau wie du bin ich der Meinung, dass sie einfach langweilig sind. Wer möchte schon auf Seite 1 wissen, was der Held alles erlebt und was aus ihm wird? Ich möchte meine Leser "überraschen", sie an die Hand nehmen und danach einfach ins kalte Wasser werfen. Meiner Meinung nach kann man dies mithilfe einer Prophezeiung nicht machen. (Vielleicht irre ich mich auch.)
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Hobbit » 07.04.2015, 21:19

Ich muss, wenn auch nicht vollständig, wiedersprechen.
Eine Prophezeiung kann die Story voranbringen, je nach dem wie der Autor sie rüberbringt.
Rowling macht das sehr geschickt. Sie hat diese Ultra Mystische Prophezeiung "Keiner kann Leben, während der ander überlebt."
Man weiß nur, dass mindestens einer Streben muss, und dass ist ab dem ersten Band eh klar. Und bei ihr wird auch klar, dass eine Prophezeiung sich nur erfüllt, wenn eine entsprechende Handlung erfolgt. Sie verdeutlicht immer wieder, dass kein kosmisches unglück geschieht, wenn die Menschen abseits der Prophezeihung handeln. Andere Faktoren ind einfach wichtiger.
Und sie war ein guter, in meinen AUgen spannender Weg die Bindung Harrys zu Voldemort zu erklären, und gleichzeitig neue Rätsel aufzutun.
Anders sieht es bei der ebenfalls Rowlingschen Prophezeiung "Der Mars scheint hell heute Nacht, es wird Krieg geben" o.ä. seitens eines Zentauren aus. Die ist aber, jedenfalls seh ich das so, dazu gedacht die Zentauren als Esoteriker abzutun, die irgendwie in anderen Sphären schweben. Auch das Ziel hat sie damit erreicht.

Nächstes Bispiel Star Wars: Die Prophezeihung dass Anakin derjenige sein wird, der das Geichgewicht bringt.
Hat sich indirekt erfüllt, ich finde auch die ist gelungen. Und sie rechtfertigt die Ausbildung des Jungen zum Jedi.

Summa Summarum: Eine gute Prophezeiung müsste Ein wichtiges Ereignis erklären, darf aber nicht die Handlung vorweg nehmen. Dabei muss die Erklärung schlüssig, mit der Welt in Einklang sein, es muss mehrere möglich Aus- oder Umwege geben, bei denen es keine inneren Logikfehler gibt.


Ich selber würde wahrscheinlich einen Bogen um Prophezeihungen machen.
(Vor allem, da ich derzeit kein Genre bediene wo das passen würde)
Man muss schon verdammt gut sein, um Prophezeihungn geschickt einzubringen.
Obwohl ne alte Hexe, die irgend einen mystischen Blödsinn von sich gibt, kann durchaus amüsant sein. (Ich stelle mir grade eine kleine dicke, alte Frau vor, die mit Lavendelblüten vor der Nase fuchtelt und zittrig "Dein Tod wird grausam sein" vor sich hin murmelt... Und dann stirbt der Held Jahre nach Ende der Geschichte an irgendwas fiesem :twisted: :D
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Ratsherr » 07.04.2015, 21:56

Schöner Artikel, Jacky!

Ich gebe dann auch mal meinen Senf dazu ab. :)

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?

Kurz und schmerzlos: nein. Da wird auch nie eine Prophezeiung vorkommen oder ich werde sie eigenhändig wieder rausschmeißen.

Warum?

Ich denke, dein Blog-Eintrag erklärt das schon ausführlich. :wink:

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte erst so richtig gut gemacht hat?

Es gibt einige Prophezeiungen im "Lied von Eis und Feuer", bei denen ich nicht behaupten würden, sie hätten die Qualität der Geschichte verbessert, aber die zumindest interessant eingebaut wurden, da man sich nie sicher sein kann, inwiefern sie tatsächlich eintreffen. Da gibt es beispielsweise Melisandre, die ins Feuer blickt und dabei in die Zukunft schauen kann - die Dinge aber auch gerne schon mal falsch deutet. Andererseits Cerseis Valonquar-Prophezeiung, die ich persönlich sehr ernüchternd finde, da wir auf diese Weise schon im Vornherein wissen, dass
Spoiler: Anzeigen
sie höchstwahrscheinlich eines Tages von Jaime oder Tyrion umgebracht wird.


Was hältst du von Prophezeiungen?

Wenn sie interessant eingebaut werden (s. Melisandre), sind sie in Ordnung. Aber nur dann. Und selbst würde ich nie welche verwenden, zumal ich auch keine Fantasy schreibe und sie sich in anderen Genres schwierig einfügen lassen.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Sasskia » 08.04.2015, 08:41

Hallo Ihr Lieben!

Grundsätzlich bin ich ein Gegner von Extremismus.
Die generelle Ablehnung, ebenso wie das bedingungslose "Anhimmeln", gewisser Ansichten, Taten etc. ist mir unheimlich.

Ich wage zu behaupten, dass die Menschheit ohne Prophezeiungen unglücklich wäre.
Sehen wir uns doch das Horoskop in den Tageszeitungen bzw. online an.
Die Unsummen, die eine gute Kartenlegerin/Wahrsagerin verdienen kann, weil die junge Frau unbedingt wissen will, wann ihr "Prinz Charming" auftaucht.
Oder die Mutter, die ihr Kind besorgt warnt: "Halt das Glas bloß fest, sonst fällt es dir aus der Hand."
Genau - rumms. Eine selbsterfüllende Prophezeiung par excellence.

"Wenn du mich verlässt, wird etwas Schlimmes geschehen!"
Kann nicht jede Drohung in weiterer Folge zu einer Prophezeiung werden?

Natürlich dient es nicht der Spannung, der Geschichte eine komplexe Prophezeiung voranzustellen.
Aber sie gänzlich aus einem Fantasy-Setting zu streichen, wäre keine so gute Idee.
Haben die Könige nicht vor jedem Feldzug ihre Ratgeber konsultiert? Wollten sie nicht wissen, ob die Sterne günstig stehen, oder welche Opfergaben ihnen den Sieg bescheren könnten?
"Wenn dir die Geister (Götter) nicht gewogen sind, kannst du nicht gewinnen!" Auch eine Art der Prophezeiung.

Was ich mit diesen Beispielen anführen will:

-Es gibt verschiedenste Varianten von Prophezeiungen
-Jede Warnung, jede Drohung, jede düstere Ahnung kann ebenso eine Prophezeiung sein
-Ist die Prophezeiung schuld, wenn der Autor zu fantasielos ist, was draus zu machen?

Eines möchte ich noch anmerken:

Jede Prophezeiung ist so stark, wie der Glaube daran.

Wie viele haben sich vor dem Jahr 2012 gefürchtet, an dem die Welt untergehen sollte?
Richtig, sie dreht sich noch ... aber was ist mit der Offenbarung? Armageddon?

Ich brauche also gar keine Fantasie-Geschichte, um mit Prophezeiungen konfrontiert zu werden.
Ich hab sogar ein Geburtshoroskop, als Heldin meiner eigenen Lebensgeschichte :XD:

Fazit:

Weshalb etwas absolut ablehnen und uns selbst beschränken?
Wer von uns kann wirklich voraussagen, welche Geschichte ein "Erfolg" wird?
Weshalb dem Leser vorschreiben, was er lesen soll?
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Kelpie » 08.04.2015, 09:31

Witzig, bevor ich den Artikel las, dachte ich: "Endlich sagt es mal jemand! Prophezeiungen sind total öde!" - Bis mir einfiel: Ich habe ja selbst eine benutzt :shock:


Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?
Ja.

Warum?
Ich habe sie eingebaut, um von Anfang an klarzustellen, dass ein Protagonist sterben wird. Nicht, weil ich glaube, das würde die Spannung erhöhen (vermutlich tut es das nur an einigen Stellen, verdirbt dafür aber den Tusch, wenn der Protagonist dann wirklich stirbt), sondern weil ich nicht wollte, dass der Leser auf die Idee kommt, im ganzen Roman gehe es nur um die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten. Da musste irgendwas dazwischen.

Und was würde passieren, wenn du die Prophezeiung weglassen würdest?
1. Wie oben gesagt, liefe ich Gefahr, dass der Leser sich auf eine lineare Liebesgeschichte versteift (kann gut oder schlecht sein, immerhin würde es eine Wendung bedeuten)
2. Bräuchte ich einen anderen Grund, warum die Protagonistin die Seherin kennenlernt (und müsste die zu einer Heilerin oder so umstrukturieren - zugegeben: machbar)
3. Einige Handlungen meiner Protagonistin stehen direkt mit dieser Prophezeiung im Zusammenhang. Sie würde ganz anders reagieren, würde sie nicht glauben, dass der andere Protagonist sterben wird. Eigentlich steht im Meta-Mittelpunkt des Romans ihr Umgang damit, wenn man etwas Unausweichliches weiß und nicht beeinflussen kann.
4. "Wyrd bið ful aræd" - Das Schicksal ist unausweichlich. Mein Roman ist eine kleine Ode an dieses mittelalterliche Statement.

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte erst so richtig gut gemacht hat?
Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte so richtig schlecht gemacht hat?
Schwer zu sagen, mir fällt auf Anhieb gerade nur eine einzige Geschichte mit Prophezeiung ein (Das Geheimnis der weißen Wölfin von Henri Loewenbruck). Es ist allerdings lange her, seit ich das las, aber ich glaube mich zu erinnern, dass das eine dieser Prophezeiungen war, die nur erklärt haben, warum alle Welt das kleine Mädchen als Schlüssel zur Rettung ansieht und nicht einfach darüber hinwegsieht.

Was hältst du von Prophezeiungen?
Wie gesagt, eigentlich finde ich sie richtig schnöde. Aber es fällt mir gerade etwas schwer, darüber herzuziehen, wenn ich selbst eine benutzt habe. Eigentlich haben Prophezeiungen ja etwas Mystisches, aber in meinen Augen ist das Problem, dass sie heutzutage immer nur für dasselbe gebraucht werden: In x Jahren wird ein junger Mann/eine junge Frau mit dem Namen Y kommen, was soviel wie Z heißt und er wird die Welt vor allem Dunkel bewahren.

Viele Grüße,
Kelpie
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Tädlz » 08.04.2015, 10:38

Ich finde es ja immer interessant, wie pünktlich Jacky's Beiträge zu bestimmten Themen auftauchen :D Ich habe vor drei Tagen ein neues Projekt begonnen, in dem es tatsächlich etwas gibt, dass man als Prophezeiung einstufen kann.

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?
Ja.

Warum?
Weil es in dieser Welt ein Ritual ist, dass man mit der Taufe vergleichen kann. Jedes Kind bekommt kurz nach der Geburt einen "Weg" von einem/einer Wahrsager/in oder anderen dazu befähigten Person. Jeder hat das Recht diesen vorgegebenen Weg zu übergehen und seinen eigenen Pfad zu schlagen, also weiß ich nicht inwieweit man es tatsächlich als Prophezeiung klassifizieren kann...

Und was würde passieren, wenn du die Prophezeiung weglassen würdest?
Dann müsste ich mir einen neuen Grund überlegen, wieso ein wichtiger Charakter von einem Nahestehenden beschützt werden sollte. Wäre jetzt auch nicht so tragisch, weil ich wie gesagt erst vor wenigen Tagen mit dem Projekt begonnen habe, aber bisher mag ich die Prophezeiung.

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte erst so richtig gut gemacht hat?
So richtig gut gemacht, hat sie die Geschichte nicht. Hätte garantiert auch ohne sie funktioniert. Aber ich musste beim Lesen des Artikels sofort an Harry Potter denken.

Welche Prophezeiung kennst du, die eine Geschichte so richtig schlecht gemacht hat?
Ich weiß nicht, ob die Prophezeiung ( a la "Es ist euer Schicksal, dass ihr ..." ) schuld war, aber "Das Orakel von Oonagh" hat die Geschichte nicht besser gemacht. Zugegebenermaßen hat mich dieses Buch vor über zehn Jahren überhaupt zum Schreiben gebracht, aber heute müsste ich es nicht nochmal lesen. Es hat lediglich die Erlaubnis in meinem Regal zu stehen :lol:

Was hältst du von Prophezeiungen?
Ich würde nicht grundsätzlich sagen, dass sie schlecht sind. Es ist mehr so wie das englische Wörtchen "just". Meine Lehrerin hat uns damals gesagt "Zu 90% wird es von Schülern falsch benutzt. Am besten ihr versucht es gar nicht erst.". Ich hab es trotzdem benutzt und wurde nie korrigiert, also war es wohl richtig angewandt. Daher sehe ich keinen Grund eine Prophezeiung zu meiden. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass es der Geschichte etwas gibt und nicht nimmt. So wie man jedes Adjektiv auf seinen Nutzen prüfen muss ;)
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon KleineLady1981 » 08.04.2015, 10:52

Hobbit hat geschrieben:Ich muss, wenn auch nicht vollständig, wiedersprechen.
Eine Prophezeiung kann die Story voranbringen, je nach dem wie der Autor sie rüberbringt.
Rowling macht das sehr geschickt. Sie hat diese Ultra Mystische Prophezeiung "Keiner kann Leben, während der ander überlebt."
Man weiß nur, dass mindestens einer Streben muss, und dass ist ab dem ersten Band eh klar. Und bei ihr wird auch klar, dass eine Prophezeiung sich nur erfüllt, wenn eine entsprechende Handlung erfolgt. Sie verdeutlicht immer wieder, dass kein kosmisches unglück geschieht, wenn die Menschen abseits der Prophezeihung handeln. Andere Faktoren ind einfach wichtiger.
Und sie war ein guter, in meinen AUgen spannender Weg die Bindung Harrys zu Voldemort zu erklären, und gleichzeitig neue Rätsel aufzutun.


Sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Was wäre denn, wenn sie die Prophezeiung weggelassen hätte? Den einzigen Effekt, den das gehabt hätte, wäre, dass einige spannende Szenen flöten gehen und sie sich etwas anderes hätte ausdenken müssen, weshalb Sirius draufgeht. Denn das eigentlich Aufregende ist doch die Jagd nach der Prophezeiung, Voldemort will sie, aber nur Harry kann sie anfassen.
Ohne diesen Satz "Keiner kann leben, währen der andere überlebt" würde die Geschichte trotzdem genauso weitergehen. Weil Harry später selber dahinter kommt, als die Sache mit den Horkruxen sich dem Ende neigt.

Hobbit hat geschrieben:Anders sieht es bei der ebenfalls Rowlingschen Prophezeiung "Der Mars scheint hell heute Nacht, es wird Krieg geben" o.ä. seitens eines Zentauren aus. Die ist aber, jedenfalls seh ich das so, dazu gedacht die Zentauren als Esoteriker abzutun, die irgendwie in anderen Sphären schweben. Auch das Ziel hat sie damit erreicht.


Diese Prophezeiung war auch mehr als überflüssig. Der Dunkle Lord ist dabei, wieder aufzusteigen. Er hat Anhänger, und er hat Gegner. Logisch, dass es dann zum Krieg kommt. Schnurzegal ob der Mars hell ist oder grün.

Für mich sind Prophezeiungen ebenso überflüssig wie Prologe.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon magico » 08.04.2015, 11:18

Was hältst du von Prophezeiungen?


Grundsätzlich denke ich, dass Prophezeiungen vermeidbar sind. Allerdings empfinde ich sie auch nicht als sooo störend, dass ich deswegen ein ganzen Buch verteufeln würde.

Kommt in deiner Geschichte eine Prophezeiung vor?


In einem Kinder-/Jugendfantasy-Buch, das schon älter (und auf Eis gelegt) ist, gibt es eine unausgesprochene Prophezeiung.

Warum?


Gute Frage. Wahrscheinlich als billigen Vorwand, weshalb der Protagonist nun eben derjenige ist, den das Böse zu fürchten hat.

Und was würde passieren, wenn du die Prophezeiung weglassen würdest?


Dann bräuchte ich einen anderen Vorwand. :lol:


Die Sache mit der unausgesprochenen Prophezeiung (sie existiert nur für mich als Autor) ist eventuell auch nochmal ein interessanter Aspekt. Der Leser kann sie sich anhand der Geschehnisse selbst zusammenreimen oder es eben sein lassen. Jeder wie er wünscht.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Avokado » 08.04.2015, 11:39

Dem Artikel würde ich im Großen und Ganzen zustimmen, wenn auch eher aus praktischen denn aus ideologischen Gründen; zu häufig schon hat eine Prophezeiung eine Geschichte verunstaltet. Ich denke, dass das oft der Tatsache geschuldet ist, dass sich Prophezeiungen entweder auf eine einzelne Person und/oder gleich auf das Schicksal der ganzen Welt beziehen und über der ganzen Handlung schweben, anstatt einfach nur ein Fantasyelement unter vielen zu sein. Dennoch sehe ich das ähnlich wie Sasskia:
Sasskia hat geschrieben:-Es gibt verschiedenste Varianten von Prophezeiungen
-Jede Warnung, jede Drohung, jede düstere Ahnung kann ebenso eine Prophezeiung sein
-Ist die Prophezeiung schuld, wenn der Autor zu fantasielos ist, was draus zu machen?

Die Unterteilung von Prophezeiungen im Artikel ist meiner Meinung nach in beiden Möglichkeiten unvollständig.
1. Unabwendbare Prophezeiungen müssen weder eindeutig noch ausführlich sein. Es wären Prophezeiungen denkbar, die einen interpretierbaren Rahmen feststecken, also z.B. eine Auflistung von möglichen Ausgängen oder eine Aussage, die sich auf verschiedene Aspekte beziehen kann, wie etwa der wirtschaftliche Untergang einer Stadt, wenn nur vom Untergang die Rede war.
Zugegebenermaßen stelle ich mir eine interessante Umsetzung davon relativ schwierig vor.
2. Dass eine Prophezeiung abgewendet werden kann, bedeutet nicht, dass sie gar keine Informationen beinhaltet. Wenn eine Prophezeiung vorhersagt, was kommen würde, wenn sie nicht verkündet worden wäre, ist dadurch schon viel gewonnen, und es kann sehr spannend sein, zu versuchen herauszufinden, welche Ereignisse zu der Vorhersage führen werden und wie man das verhindern kann.

Prophezeiungen in der üblichen Form will ich auch nicht mehr haben, Alternativen wären aber gerne willkommen.
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Badabumm » 08.04.2015, 17:12

Wo steht denn der Beitrag? Die Jahreszahl des Blogs, wo ich suchen kann, wäre schön, sonst suche ich ewig (obwohl: in Jackys Blog zu stöbern, ist immer wieder nett!)...

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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Arynah » 08.04.2015, 17:13

Neuster Beitrag von gestern :D
Neuer Blogartikel: [Wie schreibe ich mehr?]
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Badabumm » 08.04.2015, 17:49

???? Der letzte war:
Team-Konferenz #14 - Ergebnis

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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Hobbit » 08.04.2015, 17:58

Einfach "keine prophezeiungen mehr- bitte" bei Google eingeben. Der blogeintrag war bei mir das erste Ergebnis
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Re: Keine Prophezeiungen mehr – Bitte!

Beitragvon Badabumm » 08.04.2015, 18:08

Hm. Habe hier im Blog gesucht, bis ich auf Jackys Seite ging. Der Blog dort war gemeint... :-) Sorry.
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