[SciFi]Kind der Liebe (2/3)

[SciFi]Kind der Liebe (2/3)

Beitragvon Azareon29 » 29.05.2014, 00:31

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Dearborn nippt an seinem Glas. „Sie wundern sich bestimmt, warum ich Sie hergebeten habe.“
„Da haben Sie völlig recht“, sage ich. „Genauer gesagt, ich wundere mich, warum Sie, Darius Dearborn, der reichste und erfolgreichste Großindustrielle der Erde, nach all den Jahren Funkstille plötzlich zu einem Interview bereit sind. Und ich wundere mich, warum Sie ausgerechnet darauf bestanden haben, dass ich das mache.“
Er grinst. „Erstens, weil es an der Zeit ist. Es ist an der Zeit, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und zweitens, nun, nennen wir es Sentimentalität. Ihre Mutter hat schon für das WNC gearbeitet, nicht wahr?“
Es überrascht mich wenig, dass er das weiß. Es ist ja nicht wirklich ein Geheimnis. „Stimmt.“
Dearborn nimmt einen Schluck. Er wirkt verträumt. „Ihre Mutter war ein hartnäckiges Miststück. Und sie würde das von mir als Kompliment ansehen.“
Dass er das weiß überrascht mich schon eher, aber ich lasse es mir nicht anmerken. „Stimmt auch.“
„Ich erinnere mich da an die Pressekonferenz bezüglich des Diebstahls der Dearborn Combat Armor. Ihre Mutter, Colin, war der festen Überzeugung, ich hätte den Diebstahl arrangiert, um gleich zweimal zu kassieren. Wie geht es ihr, übrigens?“
Ich senke den Blick. „Sie ist tot.“
„Bedauerlich.“ Er sagt es in einem Tonfall, als müsste er einen Besuch beim Zahnarzt absagen. „Die Zeit macht vor niemandem halt. Aber sie hat Ihnen ja einiges an guten Anlagen hinterlassen. Herausragender Schulabschluss, das Studium Summa cum abgeschlossen...“
„Ich dachte, wir reden über Sie“, sage ich pointiert.
Dearborn nickt heftig. „Natürlich, natürlich. Aber vorher will ich wissen, ob Sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Wer bin ich?“
„Sie sind Darius Dearborn“, sage ich ohne zu zögern. „Sie wuchsen als Waisenkind bei einer Pflegefamilie in den Slums am Hafen von Pacific City auf. Bereits mit sechzehn Jahren erlangten sie ihre erste Million Dollar durch harte Arbeit und geschicktes Investieren. Mit neunzehn hatten sie bereits zwei Doktortitel in Harvard erhalten, ein dritter war in Arbeit. Mit 21 gründeten sie Dearborn Industries, und bauten diese innerhalb von fünf Jahren zu einer regelrechten Großmacht im technologischen Sektor aus. Heute ist Dearborn Industries marktführend in allen wirtschaftlichen Bereichen, sowohl ziviler als auch militärischer Natur. Und sie selber haben mehrere Nobelpreise erhalten.“
Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.
Dearborn setzt sein Glas ab und applaudiert mir. „Wundervoll. Hervorragend. Ihre selige Mutter hätte es nicht besser machen können.“
„Danke, aber das erklärt immer noch nicht, warum Sie sich zu diesem Interview bereiterklärt haben.“
Er lehnt sich zurück und faltet die Hände. „Was ist das wichtigste und prägendste Ereignis unseres Jahrhunderts? Ich werde es ihnen sagen. Triumph, der Mann von den Sternen. Genauer gesagt, sein erstes Auftreten vor fünfzehn Jahren, als er die Geiselnahme im Eiffelturm in weniger als zwei Minuten beendete. Aber was sage ich da, Sie kennen die Geschichte ja, Colin.“
Wer kennt diese Geschichte nicht? Dem Untergang geweihter Planet. Letzter Überlebender. Gütige Adoptiveltern. Größter Held.
Triumph. Ein Held. Ein Superheld. Obwohl äußerlich nicht von einem Menschen zu unterscheiden, verlieh ihm das Magnetfeld der Erde dank seiner einzigartigen Physiologie Fähigkeiten, die selbst der bornierteste Mensch als Superkräfte anerkennen musste. Volle Kontrolle über das elektromagnetische Spektrum, 360° Rundum Wahrnehmung, ebenso das Wahrnehmen von Radiosignalen sämtlicher Bandbreiten, Flugfähigkeit, relative Unverwundbarkeit, die Fähigkeit magnetische und elektrische Felder zu erzeugen.
„Am Anfang waren die Menschen noch misstrauisch, viele waren sogar ängstlich“, sagt Dearborn. „Und das völlig zu recht. Ein unbekanntes, fast gottgleiches Wesen, dass sich ungefragt in unsere Angelegenheiten einmischt. Wer hätte da keine Angst?“
Es ist eine rhetorische Frage, aber ich kann mir die Antwort nicht verkneifen. „Sie.“
Dearborn nickt. „Natürlich, aber das steht ohnehin außer Frage. Das Militär hat mich seinerzeit sogar damit beauftragt, eine Möglichkeit zu finden, wie Triumph im Ernstfall ausgeschaltet werden kann. Falls er eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen sollte.“
Sein Gesicht verfinstert sich. „Doch mit jeder weiteren Heldentat – pah! - ist das Misstrauen der Menschheit geschwunden, bis er sogar den härtesten Säbelrassler von seinen lauteren Absicht überzeugt hat. Der Auftrag wurde mir entzogen. Und da wusste ich, was ich zu tun hatte.“
„Wie habe ich das zu verstehen?“
„Das werde ich ihnen erklären, mein Junge.“ Dearborn legt die Fingerspitzen aneinander. „Seit der erste Mensch den aufrechten Gang meisterte, seit dem ersten Mal, an dem ein Mensch Feuer entzündete oder ein Werkzeug herstellte, seither werden wir von der Vorstellung beherrscht, dass es höhere Mächte gibt, die unser Handeln beurteilen. Und diese Vorstellung jagt uns eine solche Angst ein, dass wir uns selber im Weg stehen. Unsere gesamte Entwicklung wird von der Vorstellung gehemmt, dass wir durch unser Handeln möglicherweise eine Gottheit erzürnen könnten. Erst im letzten Jahrhundert haben wir begonnen, uns zaghaft von dieser Vorstellung zu lösen.“
Er schlägt mit der flachen Hand auf die Couch. „Und dann erscheint Triumph auf der Bildfläche. Falls das Universum einen Sinn für Humor hat, dann ist es ein sehr hämischer. Wir hatten gerade Fortschritte gemacht, nur um dann wieder zurückgestoßen zu werden. Das Schlimmste daran – der Rest der Menschheit hat diesen Rückschritt sogar begrüßt. Wir haben diese Vorstellung von einem leicht reizbaren Gott zu lange mit uns herumgetragen, Colin. Ich sah, dass es an der Zeit war, uns davon zu befreien.“
Mir gefällt nicht, in welche Richtung sich dieses Gespräch entwickelt. Aber ich halte mich zurück.
„Wissen Sie“, sagt Dearborn, „ich habe nie erfahren, ob Triumph wirklich die Wahrheit sagte, dass er der letzte Überlebende eines untergegangen Planeten menschenähnlicher Aliens sei. Vielleicht war er auch nur die Vorhut einer Invasionsstreitmacht und seine angeblichen Heldentaten sollten unsere Wachsamkeit schwächen. In beiden Fällen war die Wirkung verheerend. Wir wurden von ihm abhängig. Er eroberte uns, ohne dass er auch nur einen einzigen harten Schlag vollführen musste. Ich alleine erkannte diese Gefahr. Also war ich es auch, der etwas dagegen unternehmen musste. Ich musste Triumph vernichten.“

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Re: Kind der Liebe (2/3)

Beitragvon WindupBird » 29.05.2014, 10:10

Hallo Azareon29,

mir gefällt die Fortsetzung sehr gut. Ich versuche mich jetzt einfach mal an einem Kommentar mit der Bitte, etwas nachsichtig zu sein, ich bin ein Neuling hier und muss mich erst einmal einfinden :)
Alles was ich schreibe ist selbstverständlich nur meine subjektive Meinung und daher auch einfach Geschmackssache.


Azareon29 hat geschrieben:Dearborn nippt an seinem Glas. „Sie wundern sich bestimmt, warum ich Sie hergebeten habe.“
„Da haben Sie völlig recht“, sage ich. „Genauer gesagt, ich wundere mich, warum Sie, Darius Dearborn, der reichste und erfolgreichste Großindustrielle der Erde, nach all den Jahren Funkstille plötzlich zu einem Interview bereit sind. Und ich wundere mich, warum Sie ausgerechnet darauf bestanden haben, dass ich das mache.“


Ich würde das so schreiben: "Und ich wundere mich, warum Sie darauf bestanden haben, dass ausgerechnet ich das mache." Um hervorzuheben, dass die Auswahl der Person, nämlich "ausgerechnet ICH", das verwunderliche ist.


Azareon29 hat geschrieben:Dass er das weiß überrascht mich schon eher, aber ich lasse es mir nicht anmerken. „Stimmt auch.“
„Ich erinnere mich da an die Pressekonferenz bezüglich des Diebstahls der Dearborn Combat Armor. Ihre Mutter, Colin, war der festen Überzeugung, ich hätte den Diebstahl arrangiert, um gleich zweimal zu kassieren. Wie geht es ihr, übrigens?“
Ich senke den Blick. „Sie ist tot.“


Der Teil gefällt mir sehr gut, die Todesursache wird nicht erwähnt was Raum lässt für Spekulationen und Dearborn dadurch noch mehr ins Zwielicht rückt.


Azareon29 hat geschrieben:„Bedauerlich.“ Er sagt es in einem Tonfall, als müsste er einen Besuch beim Zahnarzt absagen.


Du hast es mit dem Zahnarzt ;)
Ich finde es hier sehr gut, aber wie wäre es wenn du dafür im ersten Teil die "Zahnarztmusik" mit "Kaufhausmusik" oder "unterschwelliger Fahrstuhlmusik" ersetzen würdest?


Azareon29 hat geschrieben:Dearborn nickt heftig. „Natürlich, natürlich. Aber vorher will ich wissen, ob Sie ihre Hausaufgaben gemacht haben. Wer bin ich?“


Insgesamt finde ich die Situation nicht so ganz stimmig. Das heftige Nicken wirkt als wollte er es dem Reporter unterwürfig recht machen, aber es handelt sich hier doch um den einflussreichsten Mann der Erde, oder etwa nicht?


Azareon29 hat geschrieben:„Sie sind Darius Dearborn“, sage ich ohne zu zögern. „Sie wuchsen als Waisenkind bei einer Pflegefamilie in den Slums am Hafen von Pacific City auf. Bereits mit sechzehn Jahren erlangten sie ihre erste Million Dollar durch harte Arbeit und geschicktes Investieren. Mit neunzehn hatten sie bereits zwei Doktortitel in Harvard erhalten, ein dritter war in Arbeit. Mit 21 gründeten sie Dearborn Industries, und bauten diese innerhalb von fünf Jahren zu einer regelrechten Großmacht im technologischen Sektor aus. Heute ist Dearborn Industries marktführend in allen wirtschaftlichen Bereichen, sowohl ziviler als auch militärischer Natur. Und sie selber haben mehrere Nobelpreise erhalten.“


Ich würde das zweite bereits durch ein Synonym ersetzen.
Der Abschnitt ist mir insgesamt viel zu dick aufgetragen. Dass er es in den Slums schafft durch sehr harte Arbeit genug Geld zusammen zu bekommen um zu Spekulieren, ist schon eine herausragende Leistung, aber dann noch 2 Doktortitel in 3 Jahren.. mit welcher Basis denn? Der Tag hat auch für Dearborn nur 24h, da frage ich mich wie er den ganzen Tag hart arbeiten, gleichzeitig die Börse im Blick halten und nebenher noch ein Doppelstudium meistern soll. Ich kann es mir auch nicht so recht vorstellen, dass Dearborn tagsüber im Labor steht um alleine bahnbrechende Meilensteine der Naturwissenschaft und damit gleich mehrere Nobelpreise einzufahren.
Ist aber wie gesagt nur meine Meinung ;)
Im letzten Satz würde ich schreiben: "Und sie selbst haben mehrere Nobelpreise erhalten."
siehe: http://www.canoo.net/services/OnlineGra ... elbst.html



Azareon29 hat geschrieben:Triumph. Ein Held. Ein Superheld. Obwohl äußerlich nicht von einem Menschen zu unterscheiden, verlieh ihm das Magnetfeld der Erde dank seiner einzigartigen Physiologie Fähigkeiten, die selbst der bornierteste Mensch als Superkräfte anerkennen musste. Volle Kontrolle über das elektromagnetische Spektrum, 360° Rundum Wahrnehmung, ebenso das Wahrnehmen von Radiosignalen sämtlicher Bandbreiten, Flugfähigkeit, relative Unverwundbarkeit, die Fähigkeit magnetische und elektrische Felder zu erzeugen.


Coole Beschreibung, bin gespannt was er mit diesen Fähigkeiten so anstellt ;)
Oder sollte es Dearborn wirklich gelungen sein ihn zu vernichten?

Azareon29 hat geschrieben:„Das werde ich ihnen erklären, mein Junge.“ Dearborn legt die Fingerspitzen aneinander. „Seit der erste Mensch den aufrechten Gang meisterte, seit dem ersten Mal, an dem ein Mensch Feuer entzündete oder ein Werkzeug herstellte, seither werden wir von der Vorstellung beherrscht, dass es höhere Mächte gibt, die unser Handeln beurteilen.


Ich glaube ich würde das "seither" streichen..

Wie gesagt, mir gefällt deine Fortsetzung sehr gut und ich werde auf jeden Fall auch weiterlesen, aber ich kann mich nicht so ganz mit der Stimmung während der gesamten Unterhaltung anfreunden.. ich weiß nicht genau wie ich das beschreiben soll, aber dafür, dass für den Reporter sehr viel auf dem Spiel steht (wie in Teil 1 beschrieben) und Dearborn als absoluter Übermensch dargestellt wird, sind mir persönlich die beiden zu sehr auf einer Ebene.. ich hätte mir einen respekteinflößenden Boss vorgestellt, auch wenn der Reporter, ganz nach seiner Mutter kommend, natürlich auch schlagfertig sein darf.
Soviel erstmal von mir :)
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Re: Kind der Liebe (2/3)

Beitragvon AnTBensOr » 29.05.2014, 14:27

Jo,

dann mal an Teil 2:

„Da haben Sie völlig recht“, sage ich. „Genauer gesagt, ich wundere mich, warum Sie, Darius Dearborn, der reichste und erfolgreichste Großindustrielle der Erde, nach all den Jahren Funkstille plötzlich zu einem Interview bereit sind. Und ich wundere mich, warum Sie ausgerechnet darauf bestanden haben, dass ich das mache.“

Bei dem Markierten willst du Dearborn umschreiben, jedoch denke ich, dass es sehr ungeschickt von einem professionellen Journalisten ist, wenn man ihn so anspricht - egal, ob man ihm damit indirekt auf die Füße tritt oder Honig um den Mund schmieren will. Damit rückt er dem Mann sehr nahe, erklärt ihm etwas, was dieser eigentlich wissen wollte und demnach überflüssig ist - vielleicht sogar als Beleidigung aufgefasst werden kann. Reporter müssen immer vorsichtig mit ihren Worten sein, denn der kleinste Fehler kann einen schlechten Anfang bedeuten und die Nummer in einer Katastrophe enden lassen.
Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=c0Efhz8jxNI

"Erstens, weil es an der Zeit ist. Es ist an der Zeit, dass die Wahrheit ans Licht kommt.[...]"

So redet niemand mit Weitsicht.
Entweder: "Erstens, weil es an der Zeit ist. An der Zeit, dass [...]"
Oder: "Erstens, weil es an der Zeit ist, dass [...]"

„Ihre Mutter war ein hartnäckiges Miststück. Und sie würde das von mir als Kompliment ansehen.“

Ich weiß nicht genug über die Welt, in dem diese Geschichte spielt, nur mach dir Gedanken darüber, ob Dearborn es sich wirklich leisten kann, vor laufendem Rekorder die Mutter des Journalisten als Miststück zu bezeichnen.
Andererseits: Dearborn kommt aus der Gosse, irgendeine alte Gewohntheit bleibt immer.
Das Gespräch kommt im allgemeinen aber rüber, als würden zwei alte Saufkumpanen miteinander über die alten Zeiten diskutieren. Vielleicht solltest du die Nervosität Colins im Gespräch ein bisschen mehr hervor heben, besonders, weil sein Interview Partner auf einmal den Spieß umdreht und ihm Fragen stellt, die sehr persönlich werden.

Ihre Mutter, Colin, war der festen Überzeugung, ich hätte den Diebstahl arrangiert, um gleich zweimal zu kassieren.

Dachte kurzfristig, dass Colin der Name der Mutter wäre, bis mir einffiel, dass der Journalist so heißt. Der Name des Protagonisten wird nicht oft genannt, weswegen du genau an dieser Stelle vielleicht darauf verzichten solltest.

"[...] Herausragender Schulabschluss, das Studium Summa cum abgeschlossen...“

Ich spreche kein Latein, aber soweit ich weiß, heißt "summa cum" "mit größer" (zumindest nach Google Translate). Andererseits habe ich keine Ahnung, wie das richtig heißt, ich glaub "summa cum laude" oder "lauda" oder "laudum", frag lieber die Neo-Lateiner.

„Ich dachte, wir reden über Sie(?)“, sage ich pointiert.

Hier vielleicht die Nervosität heraus heben!

„Sie sind Darius Dearborn(.)“, sage ich ohne zu zögern.


Bereits mit sechzehn Jahren erlangten sie ihre erste Million(en) Dollar durch harte Arbeit und geschicktes Investieren.

"Sie" im ganzen Absatz mal überprüfen!
Zitat von WindupBird:
Der Abschnitt ist mir insgesamt viel zu dick aufgetragen. Dass er es in den Slums schafft durch sehr harte Arbeit genug Geld zusammen zu bekommen um zu Spekulieren, ist schon eine herausragende Leistung, aber dann noch 2 Doktortitel in 3 Jahren.. mit welcher Basis denn? Der Tag hat auch für Dearborn nur 24h, da frage ich mich wie er den ganzen Tag hart arbeiten, gleichzeitig die Börse im Blick halten und nebenher noch ein Doppelstudium meistern soll. Ich kann es mir auch nicht so recht vorstellen, dass Dearborn tagsüber im Labor steht um alleine bahnbrechende Meilensteine der Naturwissenschaft und damit gleich mehrere Nobelpreise einzufahren.

Naja, ich denke nicht, dass es zu dick aufgetragen ist. Allerdings würde ich nicht Gift drauf nehmen, dass er durch ehrliche Arbeit an Geld gekommen ist - Drogen, Prostitution, die richtigen Kontakte, dies waren sicher seine Mittel, von denen ihm man heutzutage aber nichts mehr nachhängen kann. Natürlich kann der Journalist das so nicht sagen, aber hier wäre vielleicht interessant, wenn die Mutter diese Leichen in Dearborns Keller ausgegraben hätte.
Was aber kritischer ist: 3 Doktortitel. Hier würde man gerne wissen, was für Doktoren. Besonders Dearborn wird das Wissen wollen, denn seine Frage lautet, ob Colin ihn kennt - und dies tut er nicht, wenn er nicht weiß, was er studiert hat, denn dies sagt eine Menge über einen Menschen aus. Auch wenn er es einfach nicht erwähnt, weil ein Journalist das natürlich weiß: der Leser weiß es nicht.

Obwohl äußerlich nicht von einem Menschen zu unterscheiden, verlieh ihm das Magnetfeld der Erde dank seiner einzigartigen Physiologie Fähigkeiten, die selbst der bornierteste Mensch als Superkräfte anerkennen musste.

Bei diesem Satz und den Worten bin ich ein wenig ins Stolpern gekommen. Einmal: handelt es sich um Fähigkeiten, also aktiv einsetzbare Methoden, oder um Eigenschaften, also passive Attribute? Vielleicht würde es sich auch runder anhören, wenn du von seinen "physischen Fähigkeiten/Eigenschaften/Attributen" oder gar nur von seiner "Physis" redest.

„Bedauerlich.“ Er sagt es in einem Tonfall, als müsste er einen Besuch beim Zahnarzt absagen.
Du hast es mit dem Zahnarzt ;)

Jop, er hats mit dem Zahnarzt!


Ich les erstmal Teil 3, bevor ich eine weitere, inhaltliche Wertung formuliere. Jedoch sag ich das schon einmal jetzt, bevor ich es vergesse: Triumph hört sich stark nach eine Abklatsch von Superman an, der von einem anderen Planeten kommt, wo die Bedingungen ungünstiger sind und er deswegen auf der Erde aufblüht.
Muss nicht negativ sein, wirst du auch so gewollt haben, nur merke, dass diese Assoziation auftritt - und ich bin kein großer Superman Fan, weswegen ich kein Einzelfall sein werde.

Grüße,
AnTBensOr
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