[SciFi]Kind der Liebe (3/3)

[SciFi]Kind der Liebe (3/3)

Beitragvon Azareon29 » 29.05.2014, 00:39

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Ich falle fast von der Couch. „Was? Sie?“
Dearborn nickt. „Genau. Offensichtlich konnte ich mich ihm nicht offen stellen, das hätte nur zu meiner Niederlage geführt. Stattdessen ließ ich ihn auf anderem Weg attackieren, von Ganoven und Terroristengruppen, die ich über geheime Kanäle mit meiner Waffentechnik ausstattete. Natürlich niemals ohne hundertprozentiges Dementi.“
Ich weiß fast nicht, was ich sagen soll. „Die Rainbow Raiders? Die Bruderschaft für Anarchie und Geheimen Terror? Megaton? Das waren Sie, Mister Dearborn? Die stammten von Ihnen?“
Er lächelt. „Richtig in jedem Fall. Es überrascht sie bestimmt, aber ich rechnete mir für keine dieser Witzfiguren große Chancen aus.“
Das stimmte. Triumph hatte sie letztendlich alle besiegt. „Aber warum haben Sie sie dann... verheizt?“
„Auch aus einer verlorenen Schlacht kann man etwas lernen“, sagt Dearborn. „Und ich habe sehr viel über Triumphs Fähigkeiten gelernt. Und über seine Grenzen. Genug, um meinen Plan in seine zweite Phase übergehen zu lassen. Wissen Sie, Colin, Triumph hatte eine Schwachstelle. Ein kleiner Meteorit, der aus einem hochradioaktiven Material bestand. Für Menschen ungefährlich, zumindest auf kurze Sicht, für Triumph absolut tödlich. Die Strahlung des Meteoriten wurde seinen Zellen aufgesogen wie ein Schwamm. Sie störte seine Verbindung zum elektromagnetischen Spektrum und ließ sie zusammenbrechen. Das Problem war nur, dass er diese Strahlung wahrnehmen konnte, bevor sie für ihn tödliche Ausmaße annahm, was ihm genug Gelegenheit zur Flucht verschaffte.“
„Aber das Problem haben Sie auch gelöst?“, sage ich.
„Wieder richtig geraten, mein Junge. Meine zweite Phase bestand darin, ihn soweit zu schwächen, dass er nicht mehr einfach fliehen konnte. Sie können sich bestimmt denken, wie ich das geschafft habe.“
Ich gehe kurz mein Wissen über die letzten Jahre durch – und reiße die Augen auf, als mir die Tragweite seiner Worte bewusst wird. „Wollen Sie mir ernsthaft sagen, die Kaiju, die vor drei Jahren auftauchten und überall wüteten, stammten auch von Ihnen?“
„Genau das möchte ich ihnen sagen, Colin. Alles Produkte vom biochemischen Corps von Dearborn Industries. Auch hier rechnete ich mir anfangs keine großen Chancen aus, wusste aber, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis ich genug Daten gesammelt hatte, um einen ultimativen Kaiju zu erschaffen. Einen der Triumph bis an seine Grenzen bringen würde. Und es war mir gelungen. Sie haben es ja selbst gesehen. Sie sind auf Weg hierher durch seinen Schädel marschiert.“
„Die Armageddon-Bestie“, sage ich tonlos. „Sie hat über hunderttausend Menschen getötet, bis Triumph sie aufhalten konnte.“
Dearborn zuckt mit den Achseln. „Jeder Krieg fordert seine Opfer, Colin. Und solange das Ziel es wert war, starb keiner von ihnen umsonst.“
Mir fehlen die Worte. Was Dearborn mir hier erzählt... das ist einfach ungeheuerlich. „Man fand Triumph nach seinem Kampf mit der Bestie“, sage ich. „Bisher gingen alle davon aus, dass ihn der Kampf sein Leben gekostet hatte.“ Meine Stimme klingt tonlos und mechanisch. In mir tobt ein Wirbelsturm aus widersprüchlichen Gefühlen, aber ich halte ihn im Zaum.
„Ich werde ihnen erzählen, was sich wirklich zugetragen hat“, sagt Dearborn altväterlich. „In den Kellergeschossen des Towers arbeitet ein Kalte-Fusion-Reaktor, auch ein Patent von Dearborn Industries. Er versorgt ganz Pacific City mit Energie. Die Armageddon-Bestie war darauf geeicht, nach genau der spezifischen Energiesignatur des Reaktors zu suchen. Nur so konnte ich sicherstellen, dass Triumph in meine Nähe geraten wurde.“
Er steht auf, bedeutet mir, ihm zu folgen, und stellt sich vor ein großes Panoramafenster. „Von hier aus beobachtete ich die Schlacht. Ein Kampf der Titanen. Wieder und wieder ließ Triumph eine wahre Kaskade aus elektromagnetischen Gewittern auf die Bestie niederprasseln und sie schüttelte sie ein ums andere Mal ab. Letztendlich konnte er sie doch noch bezwingen, aber es kostete ihn seine letzte Kraft und er sank ermattet hernieder inmitten des Gerölls, dass der Kampf hinterlassen hatte. Und in diesem Moment trat ich in Aktion.“
Dearborn nähert sich einem Schaukasten, in dem ein unscheinbarer kleiner Stein liegt. „Ich konnte in seinen Augen sehen, dass er meine Absicht erkannt hatte, aber er war zu schwach, sich dagegen zu wehren. Und so tat ich das, was getan werden musste. Ich stopfte ihm den Meteoriten in den Rachen und blieb an seiner Seite, bis die Strahlung ihr Werk getan hatte.“
„Und dann?“, frage ich.
„Nun, ich wusste natürlich, das es für mich politischem Selbstmord gleichkam, meine Tat gleich zu verkünden. Also spielte ich den Unschuldigen und ließt Triumph wie einen Helden begraben. Was mir die Gelegenheit gab, seinen Körper zu stehlen. Meine Bioingenieure versuchen auch jetzt, ihm seine letzten Geheimnisse zu entreißen. Und ich bekam den Meteoriten zurück.“ Dearborn klopft auf den Schaukasten.
Ich gehe bis auf Haaresbreite an das Glas heran. Kaum zu glauben, dass dieser kleine Stein so eine Wirkung hat. „Ist das ein besonderes Glas?“
Dearborn schüttelt den Kopf. „Der Stein ist energetisch tot. Triumphs Körper hat die ganze Strahlung aufgesogen.“
„Aha.“ Ich richte mich auf. „Das war aber ein sehr riskanter Plan, die Armageddon-Bestie auf ihren Tower zu hetzen. Was, wenn es schiefgelaufen wäre?“
Er macht eine unwirsche Handbewegung. „Im Notfall hätte ich mich in einem Gleiter abgesetzt und eine Totmannschaltung in dem Kaiju ausgelöst. Aber ich habe alles genau berechnet und jede Eventualität vorausgesehen. So habe ich, Darius Dearborn, die Welt von der Tyrannei des Triumph befreit und dabei nicht einen Fehler begangen.“
„Oh doch, das haben Sie“, sage ich.
Dearborns Kopf ruckt herum. „Was? Lächerlich.“
„Sie sagen, Triumph hätte versucht, die Welt mit seinen Heldentaten zu erobern. Ist ihnen nie in den Sinn gekommen, dass er einfach nur gute Taten vollbringen wollte?“
„Seien Sie bitte nicht naiv, Colin“, sagt Dearborn. „Absolute Macht korrumpiert absolut und Triumph war keine Ausnahme. Sein Machtpotential hat jeden altruistischen Impuls im Keim erstickt. Er wollte uns erobern. Welchen anderen Grund konnte es für seine Taten geben.“
Es ist wieder eine rhetorische Frage, aber erneut kann ich mir die Antwort nicht verkneifen. „Liebe.“
Die Luft um mich herum knistert. Elmsfeuer umspielen meine Fingerspitzen. Dearborns abfällige Antwort bleibt ihm im Hals stecken.
„Mein Vater hat meine Mutter geliebt. Mein Vater hat diesen Planeten geliebt. Als er starb, ging sie an der Trauer zugrunde und nahm sich das Leben“, sage ich und mache einen Schritt auf Dearborn zu. „All seine Heldentaten waren ein Ausdruck für diese Liebe. Er hätte seine gesamte Macht von jetzt auf gleich aufgegeben, falls diese einen Keil zwischen ihn und meine Mutter getrieben hätte.“
Dearborns Glas gleitet ihm aus den Händen und zerspringt klirrend zwischen uns auf dem Boden. Es stört mich nicht, denn ich schwebe bereits einige Zentimeter darüber. Meine normalerweise schwarzen Haare sind strahlend blond und stehen ab wie Igelstacheln. Ein regelrechtes Gewitter tobt zwischen ihnen. Ich spüre die Kraft, wie sie in mir tobt, aber noch kann ich sie zurückhalten.
„Sie vergrätzter, eifersüchtiger Narr“, sage ich und meine Stimme ist pure Kakophonie. „Sie können sich einreden, dass Sie die Menschheit befreit haben, so oft Sie das wollen, aber letzten Endes sind Sie nichts weiter als ein Mörder.“
Ich sehe wie Dearborn kurz zu dem Schaukasten blickt. „Ihr Meteorit kann ihnen nicht helfen. Sie sagten es selbst, er hat seine Strahlung verloren. Sie können gerne Ihr Sicherheitspersonal rufen, aber auch die haben gegen mich keine Chance. Haben Sie noch etwas zu sagen?“
„Das... Sie... wie konnte ich das nur übersehen?“, stammelt Dearborn. Seine Augen sind wirr. „Sie sind...“
„Richtig“, sage ich. „Ich bin Triumphs Sohn.“
Dann gebe ich die Kraft frei und atomisiere das Penthouse mitsamt Darius Dearborn in einem grellen, meilenweit sichtbaren Blitz.
Zuletzt geändert von Azareon29 am 13.06.2014, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kind der Liebe (3/3)

Beitragvon AnTBensOr » 29.05.2014, 15:31

Jo!

Und nun Teil 3:

Stattdessen ließ ich ihn auf anderem Weg attackieren, von Ganoven und Terroristengruppen, die ich über geheime Kanäle mit meiner Waffentechnik ausstattete.

Ganoven passen eher zu Schurken und Strauchdieben, ein besserer, moderner Begriff wäre vielleicht Gesetzloser, Krimineller oder Verbrecher.

Ein kleiner Meteorit, der aus einem hochradioaktiven Material bestand.

Klingt wieder stark nach Superman.

Die Strahlung des Meteoriten wurde (von) seinen Zellen aufgesogen wie ein Schwamm.


„Aber das Problem haben Sie auch gelöst?“, sage (frage?) ich.


Sie sind auf Weg hierher durch seinen Schädel marschiert.“

Bei dem Satz fehlt etwas, was mich daran hindert, durchzublicken.

„Die Armageddon-Bestie“, sage ich tonlos.

Dein Protagonist "sagt" zu viel. Du brauchst ein paar mehr synonyme, die zusätzlich auch beschreibender wirken.

„Man fand Triumph nach seinem Kampf mit der Bestie(.)“, sage ich.


In den Kellergeschossen des Towers arbeitet ein Kalte(r)-Fusion(s)-Reaktor, auch ein Patent von Dearborn Industries.


Nur so konnte ich sicherstellen, dass Triumph in meine Nähe geraten w(ü)rde.“


[...] aber es kostete ihn seine letzte Kraft und er sank ermattet hernieder inmitten des Gerölls, dass der Kampf hinterlassen hatte. [...]

"Hernieder" ist zu gestelzt, selbst für einen gebildeten Wirtschaftsmagnaten und Politiker - vielleicht nicht vor einigen Jahrhunderten, aber definitiv reicht für dich in diesem Fall schlicht und einfach "nieder".

„Ich konnte in seinen Augen sehen, dass er meine Absicht erkannt hatte, aber er war zu schwach, sich dagegen zu wehren. Und so tat ich das, was getan werden musste. Ich stopfte ihm den Meteoriten in den Rachen und blieb an seiner Seite, bis die Strahlung ihr Werk getan hatte.“

Kann mir nicht vorstellen, dass er ihn selbst getötet hat, wenn er noch Schergen in Reserve hat. Außerdem fürchtet er um seinen politischen Selbstmord und nicht zuletzt müsste er doch die Treppen runter gehen...

„Nun, ich wusste natürlich, das es für mich politischem Selbstmord gleichkam, meine Tat gleich zu verkünden.[...]"

Es ist politischer Selbstmord, die Tat eines geliebten Helden auch Jahre später zu verkünden. Da er aber dieses Opfer, einen Helden zu töten, auf sich genommen hat, sollte er wissen, dass er dies sein Leben lang für sich behalten muss, immerhin hat er auch sichergestellt, dass Triumph wie ein Held beerdigt wurde.
Natürlich könnte man sagen: er hat sich eines Besseren besonnen und will seine Sünden beichten, aber dies tut er nicht, immerhin ist Colin nicht wegen einem spontanen Gedanken von Dearborn vorgeladen worden. So wie ich das verstanden habe, will Dearborn sich verkaufen, die Wahrheit ans Licht bringen, selber ein Held sein!


"[...] So habe ich, Darius Dearborn, die Welt von der Tyrannei des Triumph befreit und dabei nicht einen Fehler begangen.“

Affen, Könige und Affenkönige nennen sich selber beim Namen, wenn sie sich davor noch mit "Ich" addressierten. Da er aber auch Politiker und Person der Öffentlichkeit ist, sollte er sich hüten, dies vor einem Aufnahmegerät zu verkünden - dies lernt jeder Prominenter früh, oder aber er wird ewig ein Objekt des Spottes für die Klatschpresse sein, und dies ist Dearborn nicht.

Dearborns Kopf ruckt herum.

"Fährt herum" ist vielleicht ein weniger ruckelig. Du kannst "rucken" gerne benutzen, aber es ist ein seltsames Verb...

"[...] Welchen anderen Grund konnte es für seine Taten geben(?)“

Auch rhetorische Fragen haben ein Recht auf ein Fragezeichen.

Elmsfeuer umspielen meine Fingerspitzen.

Wasn ein Elmsfeuer?

Meine ansonsten schwarzen Haare sind strahlend blond und stehen ab wie Igelstacheln.

"Sonst" statt "ansonsten". Ansonsten würde es bedeuten, dass einige Haare strahlend blond sind, der Rest aber noch schwarz.
Und hey, du hast meine Superman Hypothese gerade zunichte gemacht! Werde ab nun nur noch von Son-Goku reden!

„Sie vergrätzter, eifersüchtiger Narr“, sage ich und meine Stimme ist ein pures Crescendo.

Wie gesagt, er "sagt" zu viel. Hier wäre vielleicht ein "knurren", "schimpfen", "giften" oder "fauchen" angebracht.
Zum Crescendo: den Begriff hast du sicher aus der Musik übernommen. Dort bedeutet es: "lauter werdend". Deswegen kann eine Stimme sich in einem Crescendo entfalten, aber nicht ein Crescendo sein.

Dann gebe ich die Kraft frei und atomisiere das Penthouse mitsamt Darius Dearborn in einem grellen, meilenweit sichtbaren Blitz.

Statt "frei geben" ist "entfesseln" ein schöner Begriff.
Hier möchte ich noch einmal zu deinem Ich-Erzähler kommen: Ich-Erzähler beschreiben normalerweise nicht, was sie selber tun, deswegen ist dieser Satz eigentlich ein No-Go. Andererseits könnte ich dir auch nicht sagen, wie du es besser machen kannst - höchstens, vielleicht in der Vergangenheit zu schreiben und dir noch einmal ans Herz zu legen: denk darüber nach, ob du dir wirklich ein Ich-Erzähler für dieses Genre antun möchtest.


Nun denn, damit hast du meiner Auffassung nach einen schönen Überblick über deine Story gegeben. Mir gefällt, dass der vorher "uninteressante" Journalist nun auf einmal ein Super-Sayajin ist und von seiner Power gerne auch mal gebrauch macht. Kann mir schon vorstellen, in welche Richtung das geht, dass er damit das Andenken an seinen Vater zerstört hat, in Ungnade fällt und nun wahrscheinlich gejagt wird, sich also zu einem Antihelden entwickelt. Die Story kann damit viele Enden entwickeln, von einem Guten bis zu einem Tragischen. Auf jedenfall hast du mit diesen 3000 Worten den Plot direkt auf den Punkt gebracht, warum nicht, kann man machen. Schön ist, dass der Titel nun einen Sinn macht, dumm ist, dass der Titel sehr irreführend sein kann, wenn man nur den Cover sieht. Bin definitiv gespannt, wie es weitergeht.
Sei nur vorsichtig, dass sich die Superkräfte nicht zu sehr nach Superman und Sayajin anhören und mach dir besonders Gedanken darüber, wie du die Kampfhandlungen beschreibst - wovon sicher noch eine Menge kommen werden.

Ich frage mich nur, wie der eigentlich sehr kalkulierend wirkende Dearborn nie darauf gekommen ist, dass Triumph womöglich mit der Reporterin ein Kind gezeugt haben könnte. Nagut, dies wird keiner der beiden an die große Glocke gehangen haben, aber da war defintiv eine große Informationslücke vorhanden. Entweder, dies ist ein Story-Element, oder aber du musst nochmal drüber nachdenken.

Schreib schön weiter, die einleitende Idee ist gut, die Umsetzung wird sich mit jeder Seite um ein Stück verbessern. Nur ich kann es nicht oft genug wiederholen: mach dir Gedanken über deinen Erzähler.

Viele Grüße,
AnTBensOr
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Re: Kind der Liebe (3/3)

Beitragvon Azareon29 » 29.05.2014, 19:35

@ AnTBensOr

Bei dem Satz fehlt etwas, was mich daran hindert, durchzublicken.

Der Schädel dieser Armageddon-Bestie wurde von Dearborn in die unteren Stockwerke des Towers eingebaut.

Kann mir nicht vorstellen, dass er ihn selbst getötet hat, wenn er noch Schergen in Reserve hat. Außerdem fürchtet er um seinen politischen Selbstmord und nicht zuletzt müsste er doch die Treppen runter gehen...

Triumph zu töten war eine Tat, die Dearborn unbedingt selbst ausführen wollte. Hätte einer seiner Schergen es per Zufall geschafft, dann wäre Dearborn zwar verärgert gewesen, aber er hätte das bald überwunden. Und er hätte den Aufzug genommen.

Es ist politischer Selbstmord, die Tat eines geliebten Helden auch Jahre später zu verkünden. Da er aber dieses Opfer, einen Helden zu töten, auf sich genommen hat, sollte er wissen, dass er dies sein Leben lang für sich behalten muss, immerhin hat er auch sichergestellt, dass Triumph wie ein Held beerdigt wurde.
Natürlich könnte man sagen: er hat sich eines Besseren besonnen und will seine Sünden beichten, aber dies tut er nicht, immerhin ist Colin nicht wegen einem spontanen Gedanken von Dearborn vorgeladen worden. So wie ich das verstanden habe, will Dearborn sich verkaufen, die Wahrheit ans Licht bringen, selber ein Held sein!

Dearborn hat eine seltsame Vorstellung davon, was ein Held ist. Er ist intelligent, aber auch skrupellos und - was er nie zugeben würde - sehr arrogant und neidisch. Natürlich hätte es einen Aufschrei gegeben, falls diese Wahrheit so ans Licht gekommen wäre, aber die wenigsten hätten es gewagt, was dagegen zu unternehmen, denn wer würde sich freiwillig mit jemandem anlegen wollen, der einen Superhelden getötet hat?

Wasn ein Elmsfeuer?

Das ist ein Elmsfeuer.

Und hey, du hast meine Superman Hypothese gerade zunichte gemacht! Werde ab nun nur noch von Son-Goku reden!

Nun denn, damit hast du meiner Auffassung nach einen schönen Überblick über deine Story gegeben. Mir gefällt, dass der vorher "uninteressante" Journalist nun auf einmal ein Super-Sayajin ist und von seiner Power gerne auch mal gebrauch macht. Kann mir schon vorstellen, in welche Richtung das geht, dass er damit das Andenken an seinen Vater zerstört hat, in Ungnade fällt und nun wahrscheinlich gejagt wird, sich also zu einem Antihelden entwickelt. Die Story kann damit viele Enden entwickeln, von einem Guten bis zu einem Tragischen. Auf jedenfall hast du mit diesen 3000 Worten den Plot direkt auf den Punkt gebracht, warum nicht, kann man machen. Schön ist, dass der Titel nun einen Sinn macht, dumm ist, dass der Titel sehr irreführend sein kann, wenn man nur den Cover sieht. Bin definitiv gespannt, wie es weitergeht.
Sei nur vorsichtig, dass sich die Superkräfte nicht zu sehr nach Superman und Sayajin anhören und mach dir besonders Gedanken darüber, wie du die Kampfhandlungen beschreibst - wovon sicher noch eine Menge kommen werden.

Ich frage mich nur, wie der eigentlich sehr kalkulierend wirkende Dearborn nie darauf gekommen ist, dass Triumph womöglich mit der Reporterin ein Kind gezeugt haben könnte. Nagut, dies wird keiner der beiden an die große Glocke gehangen haben, aber da war defintiv eine große Informationslücke vorhanden. Entweder, dies ist ein Story-Element, oder aber du musst nochmal drüber nachdenken.


Colin ist kein Super-Sayajin, ich hab mir nur die Optik der Verwandlung ausgeborgt. Er und sein Vater Triumph basieren auf einem gleichnamigen Charakter aus dem DC-Universum.
Beim Titel habe ich lange überlegt, aber da tue ich mich immer schwer.
Dearborn ist ein intelligenter Soziopath, der eine Motivation wie Liebe nicht nachvollziehen kann. Nein, Triumph und die Reporterin haben das nicht an die große Glocke gehängt, dass aus ihrer Beziehung Nachwuchs hervorgegangen ist.
Weiterschreiben werde ich da erstmal nicht; das war nur eine Story, die mir die letzten Wochen im Kopf herumspukte.
Davon abgesehen, vielen Dank fürs Lesen und die Kommentare.

MfG
Azareon
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Re: Kind der Liebe (3/3)

Beitragvon AnTBensOr » 30.05.2014, 00:11

Dearborn hat eine seltsame Vorstellung davon, was ein Held ist. Er ist intelligent, aber auch skrupellos und - was er nie zugeben würde - sehr arrogant und neidisch. Natürlich hätte es einen Aufschrei gegeben, falls diese Wahrheit so ans Licht gekommen wäre, aber die wenigsten hätten es gewagt, was dagegen zu unternehmen, denn wer würde sich freiwillig mit jemandem anlegen wollen, der einen Superhelden getötet hat?

So kann man es natürlich interpretieren. Intelligenz, Skrupellosigkeit und Neid kommen durch, doch der Arroganz könntest du vielleicht noch ein wenig Pepp verleihen.

Das ist ein Elmsfeuer.

Mir ging es nicht darum zu wissen, was ein Elmsfeuer ist, es war eine Anspielung darauf, dass du manchmal mit hochgestochenen Begriffen hantierst, die womöglich einer Erklärung bedürfen.

Colin ist kein Super-Sayajin, ich hab mir nur die Optik der Verwandlung ausgeborgt. Er und sein Vater Triumph basieren auf einem gleichnamigen Charakter aus dem DC-Universum.

Ich hoffe dass ich dir mit dem Super-Sayajin und Superman nicht zu nahe getreten bin, wie du dir sicher denken kannst, kenne ich diesen Triumph aus dem DC-Universum nicht.

Weiterschreiben werde ich da erstmal nicht; das war nur eine Story, die mir die letzten Wochen im Kopf herumspukte.

Ja, kenne ich. Meine letzte Idee ist von einem Mann, der gegen Brother klagt, weil der Toner seines Laser-Druckers eigentlich noch voll ist, jedoch der Zähler nur mit zwei Einzelteilen einer neuen Kartusche zurück gesetzt werden kann, welche sich nur in diesem kleinen Detail von der beim Drucker mitgelieferten unterscheidet. Schreibübungen sind immer gut!
Habs gerne gelesen.

Grüße,
AnTBensOr
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