Kito (2/3)

Liebe, Hoffnung, Romantik

Kito (2/3)

 
Hier die Fortsetzung von „Kito“. In der letzten Zeit habe ich einiges für mein Studium tun müssen. So hat es etwas gedauert bis ich endlich den zweiten Teil verfasst habe. Ich wünsche allen eine schöne Lektüre und großen Dank im Voraus für konstruktive Kritik.


Folgen, ja, ihr folgen war sein Wunsch. Doch plötzlich stellte er fest dass nichts mehr zu sehen war. Besser gesagt nichts mehr davon was bis vor kurzem ihn umgab. Die Straßen, die Häuser, die Frau…Allein die Nacht war noch da. Es war so stockfinster, dass er zuerst dachte er wäre blind. Kalter Schweiß brach aus. Er machte einen Schritt und fiel ins Nichts.
Als er zu sich kam plagte ihn ein starker Kopfschmerz. Das Echo des Schreies, den er beim fallen ausstoß war noch in seinen Ohren. Er lag in einem Krater. Draußen, am Himmel leuchteten riesige helle Brocken, die Sterne. Nein, es waren keine Sterne die er üblich in seiner Stadt sah. Es waren riesige kalte Sonnen. Nach mehreren Versuchen, in denen die feucht-rutschigen Wände des Kraters als Sieger des Duells hervorgingen, gelang es ihm aus dem Erdloch raus zu kriechen. Völlig mit Dreck eingeschmiert ähnelte er einem Waldureinwohner in seiner Camouflage. Der Krater war von allen Seiten vom dichten Wald gesäumt. Riesige Baumstämme die in den Himmel schoßen ähnelten stummen Wächtern, die den Krater bewahrten. Vor was? Auf die Frage gab es keine Antwort. Es war auch momentan unwichtig. Den Ausweg, den hat er gesucht. Ja, er hatte Angst, und wären sie, lieber Leser, an seiner Stelle, wäre auch kein anderes Verhalten zu erwarten. Gemischt mit Angst staunte er der Ironie des Schicksals entgegen, die einen in ein nasses Loch wirft und dabei die Sterne so nah wie noch nie zuvor sind. Er machte sich auf den Weg.
Die Haut riss sich an den scharfen Ästen. Der Atem stockte. Es kam ihm vor jemand beobachte ihn. Von einem Moment auf den Anderen werden sich unbekannte Hände nach ihm strecken und…. Doch Minute nach Minute stürmte er durch die dichte Pflanzenwand und nichts desgleichen geschah. Es kam ihm endlos vor. Das war genau eine von den Lebenslagen in denen man die Zeit mit Haut und Knochen nach vorne schiebt und die Uhr anbetet. Doch er hatte keine Uhr. Er wusste weder wo er ist, noch welche Jahreszeit zugegen war. Er war allein und von imaginären Feinden umgeben.
Nach einer Ewigkeit fing das Gewächs weniger dicht zu werden. Es wurde einfacher. Die schwächer werdende Hoffnung kam wieder zu ihm. Das Gras wurde weicher. Seine, inzwischen an die Dunkelheit gewohnten Augen konnten sogar Blumen erkennen. Sein Herz trieb ihn mit einer gewaltigen Kraft nach vorne…
Plötzlich wurde das Blut kalt in seinen Adern. Ein Schrei aus dem Inneren des Waldes, genau aus der Richtung aus der er kam, ging durch seine Seele. Er fing an schneller zu laufen, bald rannte er schon so schnell er konnte. Ein schwaches Licht war in einer weiter Entfernung zu sehen. Er folgte ihm. Das Gefühl sagte ihm etwas verfolge ihn, er hatte etwas was ihm nicht gehörte. Das Geschehen entwickelte sich schneller als seine Gedanken. Und wichtiger noch, die Kontrolle schien ihm aus den Händen zu geraten. Er sprang durch das nächste Gebüsch und stand vor einem Haus.

von petroshchus

Re: Kito (2/3)

 
Hallo Petro,
auch der zweite Teil von Deiner Geschichte ist Dir gut gelungen, Deine Beschreibungen in dieser bildhaften gefühlsträchtigen Sprache nehmen mich als Leser in ihren Bann. Ich habe fieberhaft gesucht, aber jeder Verbesserungsvorschlag, der nur entfernt danach aussieht, einer sein zu können, würde das Ganze aus seiner Einheit reißen. Ich kann nichts verbessern, was Du schreibst, ist perfekt. Anders kann ichs nicht sagen.

Vom Inhalt her arbeitest Du im zweiten Teil der Geschichte eine schöne Steigerung hin zum Dritten heraus. Habe es gerne gelesen.

Liebe Grüße,
Bianka

von Bianka