Wow. Ein fast drei Jahre altes Thema in dem noch nie jemand auch nur ein Wort geschrieben hat und ich erlaube mir die Frechheit es einfach mal nach ganz vorne zu holen

Nicht nur weil ich neugierig war, was sich so auf der letzten Seite verbirgt, sondern auch, weil ich dieses Thema sehr interessant finde.
Wie also bekämpfe ICH meinen inneren Schweinehund?
Vorab ist wohl zu sagen, dass jeder Tipp leichter zu geben als anzunehmen ist, wenn man mal ein eine richtig schöne Blockade, Inspirationsmangel oder gar keine Motivation hat. Das sind meine drei Hauptprobleme, die mir oft im Wege stehen. Allerdings nicht in der Reihenfolge.
Fehlt mir die
Motivation, dann lass ich es manchmal einfach bleiben. Weiß ich aber genau, dass sie von alleine nicht wieder kommt. zwinge ich mich dazu weiter zumachen. Einfach weiter, dann geht es schon irgendwann. Überarbeitet werden muss es so oder so. Also ganz dem Titel dieses Threads entsprechend:
Klappe! Schreib jetzt!Wenn es allerdings mehr an
Inspiration und nicht an Motivation mangelt, habe ich ein paar kleine Tricks entwickelt, mit denen ich mich oft wieder raus haue. Meine persönliche Zauberformel lautet in diesem Punkt:
Die Charaktere sind ausschlaggebend!Ich beschäftige mich also mit meinen Charakteren. Entweder setzte ich mich an die
Steckbriefe (falls vorhanden) und überarbeite sie vollkommen oder aber ich setze mich an neue Steckbriefe, die ich bis lang vor mir hergeschoben habe. Wenn mir das nicht weiterhilft oder ich sämtliche Steckbriefe tatsächlich schon ausgereizt habe, habe ich noch zwei weitere kleine Tricks.
1) Ich schreibe Hintergrundgeschichten zu den CharakterenSei es nun eine ausschlaggebende Szene, die meinen Charakter sehr beeinflusst hat, oder einfach irgendwas, was mir zu ihm einmal in den Sinn gekommen ist. Vielleicht schreibe ich auch einfach nur, wie er spazieren geht, auf etwas wartet, nachdenkt, sich erinnert.
Das ganze macht a) Spaß, b) lerne ich meine Charaktere so besser kennen und c) liefert es mir eventuell sogar noch weiteren Stoff für die eigentliche Hauptgeschichte.
2) Ich unterhalte mich mit meinen ProtagonistenIm Gespräch mit den Protagonisten ist eine wundervolle Möglichkeit um seine Charaktere ganz nah zu sich zu holen. Dabei 'unterhalte' ich mich tatsächlich mit meinen Charakteren. In den meisten Fällen tue ich das schriftlich, weil ich mit dem Tippen einfach besser zurecht kommen und weil ich es vermeiden will, dass meine Familie mich mit mir selbst reden hört und mich wohl möglich für verrückt erklärt; aber das bleibt ja jedem selbst überlassen.
Das sind im Groben meine nennenswerten Bekämpfungsmethoden. Hin und wieder verlasse ich auch mal das Haus und mache einen Spaziergang, aber zu meinem Leidwesen - und dem meiner Ärztin - muss ich gestehen, dass das eher selten vorkommt. Ich bin das Ebenbild einer blassen, im Keller wohnenden Schriftstellerin, die am liebsten von morgens bis abends in ihrer eigenen Welt untertaucht. Spaziergänge passen da weniger rein

Nicht zu vergessen das heiße Bad! Entspannung ist ein wundervolles Gift gegen den inneren Schweinehund...