Lea (Arbeitstitel) Teil 2

Tragödien, Tragisches

Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Vom ersten Moment an haben sie sich geliebt. Sie hatten nur Angst es sich einzugestehen und die
Konsequenzen zu tragen, die ihre Liebe mit sich brachte: Die Trennung von den Ehepartnern. Patrick hatte den Anfang gemacht. Lea hatte schon gedacht Patrick wolle sie nicht mehr. Tagelang hatte er nicht auf ihre SMS geantwortet, hatte ihre Anrufe ignoriert. Dann die erlösende Nachricht: „Ich habe mich von meiner Frau getrennt.“ In dieser Nacht, liebten sie sich, als gäbe es kein Morgen. „Okay, du musst den Test machen oder zum Arzt gehen, ich bin bei Dir.“ Sie sitzen noch lange auf der Bank, zwischendurch versorgt Jonas Lea mit Kuchen und Kakao, sie sitzt nur da und blickt ins Nichts. Ihr Handy piepst unaufhörlich, kündigt im Minutentackt eine neue Mitteilung an. Jonas nimmt ihr Telefon und sieht sie an. Lea nickt kaum merklich. „Er macht sich sorgen, will wissen wo du bist und ob es dir gut geht.“, sagt Jonas, als er alle Mitteilungen gelesen hat. „Du musst mit ihm sprechen, er liebt dich, mache nicht denselben Fehler wie in Deiner Ehe und schweige Probleme tot.“
Sie verbringt den Rest des Tages damit, Löcher in die Luft zu starren. Sie versucht sich mit Lesen abzulenken, schreibt auf, was sie Patrick sagen will. Aber es führte zu Nichts. Ihre Gedanken wollen sich einfach nicht ordnen.
Die Sonne steht schon tief am Himmel, als sie endlich ihr Handy in die Hand nimmt und ihn anruft. „Gott sei Dank. Wo bist du? Ich mache mir Sorgen“, meldet er sich. Kaum das sie seine vertraute, warme stimme hört,fängt sie an zu weinen und sagt ihm ängstlich was sie vermutet. „Ich bin bei Jonas, ich traue mich nicht den blöden Schwangerschaftstest zu machen, ich habe solche Angst. Ich weiß, nein ich bin mir sicher, dass ich schwanger bin und trotzdem traue ich mich nicht den Test zu machen.“, redet sie panisch auf ihn ein. „Süße, egal was der Test anzeigt, es ist okay und jetzt mach ihn, und melde dich.“ „Ja“, flüstert sie und legt auf.
Wie im Trance öffnet sie ihre Handtasche und holt den Test heraus. Öffnet ihn langsam, geht auf die Toilette und schafft es, ihn anzuwenden.
Das sind die längsten drei Minuten ihres Lebens. Sie schreibt eine SMS nach der anderen an Patrick: „noch zwei Minuten…“, „noch eine Minute, siebzehn Sekunden“, „noch vierzig Sekunden“. Immer wieder schaut sie auf die Uhr. Ihr Herz schlägt bis zum Hals, ihre Hände zittern. Noch niemals zu vor in ihrem Leben hat sie sich so verletzlich gefühlt.
Langsam dreht sie den Test um. Positiv. Sie bricht in Tränen aus, schreibt an Patrick „jetzt ist es wohl amtlich.“ Umgehend antwortet er: „Komm nach Hause, bitte.“ „Ja.“ schreibt sie.
Als sie die Tür zu Jonas Schlafzimmer öffnet, schläft er bereits. Sie hebt die Decke an und kuschelt sich an ihn. Er wird wach. „Positiv?“ fragt er, „positiv“ antwortet Lea. Er nimmt sie in den Arm und sie schläft ein. Am nächsten Morgen macht sie sich auf den Weg.
Die Strecke zieht sich, wie Kaugummi. Lea fährt von einem Stau in den nächsten. Sie will nach Hause, endlich in Patricks liebevolle Augen sehen und wissen, dass alles gut wird.


----
Ich danke euch fürs Lesen und den ein oder anderen Kommentar.
Lg Nicole
__________________________________________________________________
zu Teil drei
zurück zu Teil 1

von nicole7180

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
...bin schon da.

...geliebt. Hatten nur Angst es...

Geht ok, aber ich würde das Personalpronomen benutzen.
...geliebt. Sie hatten nur Angst es...

Lea hatte schon gedacht Patrick wollte sie nicht mehr.

Schwierig. Ich meine Konjunktiv Präsenz wäre Richtiger.
Lea hatte schon gedacht Patrick wolle sie nicht mehr.

Die Sonne steht schon tief am Himmel...

Zeitsprung? Das geht ok so, aber ganz so plötzlich von früh am Morgen bis zum Sonnenuntergang?

Lea fängt direkt an zu weinen und sagt ihm...

Auch das ist ok, Du möchtest ausdrücken, dass sie das Gespräch weinend beginnt. Ich hake nach, weil Du gerne Wörter benutzt, die zu den (oft überflüssigen) Füllwörtern zählen (nur, so, doch, eben, direkt...) Oft klingen diese Wörter nicht richtig gut und sie machen einen Text breit. Probier mal:
Lea weint los und sagt ihm...

sie wirkt fast panisch auf ihn.

Ganz ganz schwer zu erklären, aber wichtig. Überlege bitte, was Du hier ausdrücken möchtest. Sie übt (fast) eine Wirkung auf ihn aus. Jetzt frage Dich: Wer (von den Beiden) kann diesen Satz sagen/denken? Sie nicht, sie könnte nur vermuten, dass sie panisch auf ihn wirkt. Also: Du hast hier für einen halben Satz die Erzählperspektive gewechselt, weg von ihr, hin zu ihm. Das sollte man mittem im Text vermeiden. Leichte Lösung, weg lassen oder im Konjunktiv oder anders texten:

sie könnte fast panisch auf ihn wirken.
oder:
spricht sie panisch auf ihn ein.

„Ja“ wimmert sie und legt auf.

"Ja", wimmert sie...

...geht auf Toilette...

Bildzeitungsdeutsch: Er hat noch Vertrag...
Selbst wenn es in einigen Landstrichen so gesagt wird, geschrieben wird es
...geht auf die Toilette...

...längsten 3 Minuten...

Bis 12 schreibt man zwölf
...längsten drei Minuten...

„Ja.“ schreibt sie.

"Ja", schreibt sie

...von einem Stau in den nächsten

...von einem Stau in den Nächsten.

Summa summarum: Eine schön erzählte Geschichte mit kleinen Haken.

LG

von brehb

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Danke, dass hat mir schon viel geholfen.

Über den Zeitsprung hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Ich habe die Stelle nun nochmal überarbeitet, so dass er sinnig wird. Für die weitere Geschichte, ist das Telefonat am Abend nämlich Maßgebend.

Und ich wollte sie nicht mehr wimmern lassen, das klingt so *wiesollichsagen*: dümmlich? Und das ist sie nicht.

Auf jeden Fall erstmal 1000 Dank für Deinen Kommentar. Der war so wichtig für mich, weil ich heute echt an der Story gezweifelt habe.

Lg
Nicole

P.S. Ich bin die erste die motzt, wenn jemand mir schreibt: bring 3 Bananen mit! Pfffff wie peinlich :oops:

P.P.S "sie fährt von einem Stau in den nächsten (Stau)". Ist richtig, weil ich doch den Stau nicht nochmal erwähne ;-) *malrumklugscheißern*

von nicole7180

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Hallo Nicole

Ich hab ja schon in Teil eins gesagt, dass mir deine Geschichte gefällt.
Aber hier hast du wahrscheinlich nicht so sehr beim Schreiben aufgepasst, es sind einige Flüchtigkeitsfehler drin. Wenn dir aber meine Vorschläge nicht gefallen, kannst du sie gern in den Papierkorb werfen.

nicole7180 hat geschrieben:Vom ersten Moment an haben sie sich geliebt. Sie hatten nur Angst, es sich einzugestehen und die Konsequenzen zu tragen, die ihre Liebe mit sich brachte: Die Trennung von den Ehepartnern.
Ich nehm mal den Absatz raus - ich denke der war nicht geplant ;) Oh, und ein Komma schenke ich dir (ja ich bin heute penibel)

In dieser Nacht, liebten sie sich, als gäbe es kein Morgen.
Da muss das Komma weg.
Ihr Handy piepst unaufhörlich, kündigt im Minutentackt eine neue Mitteilung an.
Minutentakt, ohne "c".

„Er macht sich sorgen, will wissen, wo du bist und ob es dir gut geht.“, sagt Jonas, als er alle Mitteilungen gelesen hat. „Du musst mit ihm sprechen, er liebt dich, mache nicht denselben Fehler wie in Deiner Ehe, und schweige Probleme tot.“
Ich schreibe mal in blau was ich meine:
„Er macht sich Sorgen, will wissen, wo du bist und ob es dir gut geht.“, sagt Jonas, als er alle Mitteilungen gelesen hat. „Du musst mit ihm sprechen, er liebt dich. Mache nicht denselben Fehler wie in Deiner Ehe, und schweige Probleme tot.“ <= Sind aber nur meine Penibeligkeiten (wobei ich oft bei meinen eigenen Sachen ziemlich blind bin XD)

Sie verbringt den Rest des Tages damit, Löcher in die Luft zu starren. Sie versucht sich mit Lesen abzulenken, schreibt auf, was sie Patrick sagen will. Aber es führte zu Nichts. Ihre Gedanken wollen sich einfach nicht ordnen.
Das "e" in führte weg. Da bist du versehentlich in die verkehrte Zeitform gerauscht.

Kaum das sie seine vertraute, warme stimme hört,fängt sie an zu weinen und sagt ihm ängstlich, was sie vermutet.
Flüchtigkeitsfehler (glaub)
Kaum dass sie seine vertraute, warme Stimme hört, fängt sie an zu weinen und sagt ihm ängstlich, was sie vermutet.

„Ich bin bei Jonas, ich traue mich nicht den blöden Schwangerschaftstest zu machen, ich habe solche Angst. Ich weiß, nein ich bin mir sicher, dass ich schwanger bin und trotzdem traue ich mich nicht den Test zu machen.“, redet sie panisch auf ihn ein.
Ähm... ja... *grübel* Mich stört die Zeichensetzung (beziehungsweise fehlende Zeichensetzung) ein wenig. Aber in Panik redet frau nun mal ohne Punkt und Komma, von daher ist es in sich stimmig, obwohl es grammatikalisch falsch ist... Soll ich dir nun vorschlagen, welche einzusetzen, oder nicht? *grübel* Ich lasse es mal sein. :)
„Süße, egal was der Test anzeigt, es ist okay und jetzt mach ihn, und melde dich.“
Aber hier würde ich vorschlagen, den Satz zu trennen.
„Süße, egal was der Test anzeigt, es ist okay. Jetzt mach ihn, und melde dich.“ WIe wäre das?

„Positiv?“ fragt er, „positiv“ antwortet Lea.
Hier würde ich das in jeweils einen Satz packen. „Positiv?“ fragt er. „Positiv“ antwortet Lea.
Er nimmt sie in den Arm, und sie schläft ein. Am nächsten Morgen macht sie sich auf den Weg.
Die Strecke zieht sich, wie Kaugummi. Lea fährt von einem Stau in den nächsten. Sie will nach Hause, endlich in Patricks liebevolle Augen sehen, und wissen, dass alles gut wird.
Er nimmt sie in den Arm, und sie schläft ein. Am nächsten Morgen macht sie sich auf den Weg.
Die Strecke zieht sich wie Kaugummi. Lea fährt von einem Stau in den Nächsten. Sie will nach Hause, endlich in Patricks liebevolle Augen sehen, und wissen, dass alles gut wird.


Ich hab dich ja gewarnt: ich bin heute penibel :)
Aber trotzdem, die Geschichte IST klasse geschrieben, und stimmig. Wann kommt die Fortsetzung? :mrgreen:

von eighthdwarf

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Hab beide teile gelesen und bin total begeistert. Ich möchte auf jeden Fall mehr lesen. Stellst du noch was rein? die Kleinigkeiten, wie Kommas und Rechtschreibung wurden ja schon angemerkt, deshalb sag ich da mal nichts mehr zu. Das einzige, was ich anmerken wollen würde, ist, dass ich selbst nach den zwei teilen noch nicht wirklich sehen kann, wo du mit der geschichte hin willst. Weißt du das selbst schon? Am Anfang dachte ich, dass sie schwwanger ist und das ihre beziehung, die ja noch sehr frisch ist, schon in den Anfängen zerstört, aber ihr Schatz ist ja ganz lieb, verständnisvoll und gar nciht sauer. Nicht mal , dass sie leiber zu ihrem besten freund fährt, anstatt dieses thema mit ihm gemeinsam zu klären.
Also wo liegt der Konflikt in deiner geschichte? Sie ist schwanger und das unerwartet, aber was ist ihr eigentliches Problem? Was sind ihre weiteren Probleme?
Lg
Leonie

von lastella

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Und weiter…

Mir gefällt der Text immer noch super und ich finds auch spannend! Ich würde gerne mehr lesen. Wobei da es unter tragische Geschichten ist, hab ich ein wenig Angst, was denn so tragisch ist^^

kleinere Korrekturen von mir:

„Okay, du musst den Test machen oder zum Arzt gehen, ich bin bei Dir.“ Sie sitzen noch lange

Absatz!

„Aber es führte zu Nichts“

Zeit?

Und wieder muss ich auf Jonas zurück kommen. Im ersten Teil soll er angeblich ein Typ sein, der alles mit ihr bespricht und eine Lösung findet. Hier knallt er ihr hin, sie soll nichts totschweigen und lässt sie dann in Ruhe. Ich finde das widerspricht sich irgendwie.
Wird er nicht fragen warum sie solche Angst hat?
Was sie davon abhält?
Oder, wenn er sich all das schon denken kann, warum sagt er dann nicht wenigstens so was wie „ah, jetzt verstehe ich Dein Problem“.


Dann:
Wie im Trance öffnet sie ihre Handtasche und holt den Test heraus. Öffnet ihn langsam, geht auf die Toilette und schafft es, ihn anzuwenden.
Das sind die längsten drei Minuten ihres Lebens.

Ganz ehrlich? Das klingt wie ‚mühsam die genaue Beschreibung der Aktion umgangen’ *kicher*

Vielleicht schreibst du lieber noch kürzer, damit es wie Absicht klingt:
Wie in Trance öffnet sie ihre Handtasche, holt den Test heraus und verschwindet damit seufzend auf der Toilette.
3 Minuten muss man warten. Es sind die längsten drei Minuten ihres Lebens.

Aber das ist nur ein Vorschlag.

So, liebe Grüße
Susu

Ps: ich bin wirklich auf weitere Texte gespannt!!

von Susu

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Hallo Susu!

Hihi:
Ganz ehrlich? Das klingt wie ‚mühsam die genaue Beschreibung der Aktion umgangen’ *kicher*

Ganz ganz ehrlich jetzt: Ich bin noch nicht in den Genuss gekommen, einen Schwangerschaftstest machen zu müssen... deshalb schwächelt die Beschreibung und die Empfindung dabei wohl ein wenig. Werds aber dramatischer machen... *grins*
Oh, bevor das jetzt zu weiteren Verwirrungen führt: Mein oft zittierte Sohn in meinen Kommentaren zu Kindergeschichten, ist nicht mein leibliches Kind, sondern das Kind meines Mannes. Für mich ist es allerdings einfach "mein Sohn", ob selbst getestet oder nicht ;-)

Danke für die Anregungen... wie gesagt... erst Finja, dann mein Text :-)

Lg
Nicole

von nicole7180

Re: Lea (Arbeitstitel) Teil 2

 
Hallo Nicole,
ich lass das Vorgeplänkel und komm direkt zur Sache.

nicole7180 hat geschrieben:Sie sitzen noch lange auf der Bank

der Satz gefällt mir nicht. Ich kann damit nichts anfangen. Wenn dastehen würde schon lange oder noch immer... ok, aber noch lange irritiert mich. Kannst mir natürlich liebendgern das Brett vorm Kopf wegnehmen.

nicole7180 hat geschrieben:kündigt im Minutentackt eine neue Mitteilung an.
Ich bin sicher das ist nur ein Flüchtigkeitsfehler, dass du weißt wie man Takt schreibt.

nicole7180 hat geschrieben:er liebt dich, mache nicht denselben Fehler

statt dem Komma würde ich besser einen Punkt nehmen. Außerdem den selben trennen.

nicole7180 hat geschrieben:Aber es führte zu Nichts.

Die vorgehenden Sätze schreibst du im Präsens.

nicole7180 hat geschrieben:Kaum dass sie seine vertraute, warme stimme hört,

das ist bitte eine große Stimme :wink:

nicole7180 hat geschrieben:ch bin bei Jonas, ich traue mich nicht

Nach Jonas besser einen Punkt?

nicole7180 hat geschrieben:Wie im Trance öffnet

in... es ist ja nicht der, sondern die Trance.

nicole7180 hat geschrieben:Noch niemals zu vor in ihrem Leben

zuvor

Für den Schreibstil bekommst du von mir fünf Sterne, denn du weißt ja so langsam, dass ich es immer wieder genieße etwas von dir zu lesen. Ich hüpf jetzt zur Fortsetzung. Ich möchte ja schließlich wissen was es mit Lea und Patrick und der Schwangerschaft auf sich hat.


LG Charlie

von charlie26