Lebenserwartung von Hunden

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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Latika » 11.05.2015, 09:00

Julestrel hat geschrieben:Du könntest auch einen Mischling nehmen, die werden meines Wissens im Durchschnitt älter als Rassehunde, da bei ihnen die Gefahr für die rassespezifischen Krankheiten und Probleme deutlich geringer ist.


Das ist schon mal eine sehr gute Idee mit dem Mischling! Die Frage ist jetzt, ob Mischlingshunde um einiges länger leben oder lediglich 1-2 Jahre länger. Vielleicht wenn man zwei etwas kleinere Hunderassen kombiniert (muss ja nicht in der Größenordnung Chihuahua sein)? :thinking:


    - Hunde kleiner Rassen haben eine höhere Lebenserwartung als Hunde großer Rassen.
    - Mischlinge werden älter als Rassehunde vergleichbarer Größe.
    - Rüden und Hündinnen haben eine gleich hohe Lebenserwartung.
    - Kastrierte Hunde leben im Durchschnitt ein Jahr länger als nicht kastrierte Tiere.
    - Hunde, die in ländlichem Umfeld gehalten werden, haben eine höhere Lebenserwartung als Stadthunde.
    - Schlanke Hunde leben länger als Hunde mit Übergewicht.

http://www.tierarzt-raab.de/de/raab/content/animal/health/dog/26/
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Zwielicht » 11.05.2015, 10:19

Ich bin mit mehreren Generationen von Rauhaardackeln groß geworden, und die werden deutlich älter als andere. Auch als andere Dackel! Zwei wurden 20 Jahre alt, einer 19, und mehrere 16. Wenn du nen Rauhaardackel statt ner Dogge nimmst und ich krieg dein Buch in die Finger, sind für mich die 16 Jahre durchaus realistisch.

Aber natürlich haftet vielen Rassen ne ganze Menge an Konnotationen an, die nicht unbedingt zur Story passen. In diesem Fall Bayern, Hausmeister Krause, deutsches Spießertum ... macht den Dackel vielleicht nicht zum No-go, aber man sollte zumindest drüber nachdenken.
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon KeinMensch » 11.05.2015, 13:21

Das kommt drauf an. Die Durchschnittliche Lebenerwarung von Menschen liegt bei etwa 70 bis 80 Jahren.
Der älteste Mensch ist jedoch 128 geworden. Bei Hunden könnte das ja ähnlich sein.
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Kelpie » 11.05.2015, 15:39

Vielleicht kannst du ja auch einen seltsamen Grund einbauen, warum der Hund sich in dem Alter noch so gut hält? Eine Bekannte hatte ein Kaninchen, das anstelle von Wasser immer Kamillentee bekam und es wurde glatt 11 Jahre alt. Für ein Kaninchen ist das Meisterklasse.
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Uli2 » 11.05.2015, 19:58

In der Odyssee hat Argos, der Jagdhund des Protagonisten, ihn nach 20 Jahren Abwesenheit wiedererkannt. Er ist aber gleich darauf gestorben.
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Kari » 11.05.2015, 23:22

Hallo Latika,

auf die Gefahr hin, vollkommen am Thema vorbeizuschießen: Muss es unbedingt ein Hund sein oder nur allgemein ein Haustier? :oops:

Der Hintergrund ist, dass ich zwei Katzen im Bekanntenkreis habe, von denen eine 19 geworden und die andere momentan mit 20 noch ganz rüstig ist. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen liegt meines Wissens nach im Bereich von 12-15 Jahren und gängige Haustiere sind sie auch - vielleicht ist das auch eine Überlegung wert?
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Alys » 12.05.2015, 09:09

Den Hinweis von Kari finde ich gut. Wenn der Hinweis das Tier an sich ist, dann sollte es ein sehr langlebiges Tier sein. Muss es unbedingt ein Hund sein?

Wie wäre es mit einer Schildkröte oder einem Papageien? Schmuckschildkröten werden um die 40, und Kakadus so 60-70.
Oder ein besonders gemusterter Koi? Die können 70-80 werden, manche sogar über 100.

Es sind natürlich nicht sehr offensichtliche Haustiere, so wie ein Hund - damit meine ich, dass man den Hund Gassi führt und jeder Nachbar weiß, das man ihn hat. (Vielleicht ist es ja für Deine Geschichte wichtig, dass das Tier zufällig gesehen wird?)
Den Papagei kennen nur Leute, die man zu sich nach Hause einlädt. Die Schildkröte im heimischen Garten oder den Koi im Teich bemerkt nicht jeder Außenstehende, aber Nachbarn können schon von ihr wissen.
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Pusteblume » 12.05.2015, 11:12

Vielen dank für die zahlreichen Hinweise und Anregungen :girl:

Es kommt auch darauf an, in welcher Zeit deine Geschichte spielt.
Das stimmt. Ein Teil der Geschichte (also der mit dem Hund) spielt in den Neunziger Jahren. Wäre das eine Zeit, in der Hunde noch einigermaßen, wo Hunde noch eine höhere Lebenserwartung hatten als heute?

Du könntest auch einen Mischling nehmen, die werden meines Wissens im Durchschnitt älter als Rassehunde, da bei ihnen die Gefahr für die rassespezifischen Krankheiten und Probleme deutlich geringer ist.
Ich glaube genau das werde ich machen.
Wäre es glaubwürdig, wenn der Hund so viele Hunderassen in sich vereint, dass man sie nicht mehr (alle) benennen kann und er damit trotzdem eine gewisse Körpergröße hat und gleichermaßen 16 Jahre auf den Buckel hat?

Die Frage ist jetzt, ob Mischlingshunde um einiges länger leben oder lediglich 1-2 Jahre länger. Vielleicht wenn man zwei etwas kleinere Hunderassen kombiniert
Oder wäre die Mischung kleinerer Hunde doch die bessere Lösung?

Vielleicht kannst du ja auch einen seltsamen Grund einbauen, warum der Hund sich in dem Alter noch so gut hält? Eine Bekannte hatte ein Kaninchen, das anstelle von Wasser immer Kamillentee bekam und es wurde glatt 11 Jahre alt. Für ein Kaninchen ist das Meisterklasse.
:lol: Das ist auch eine gute Idee

In der Odyssee hat Argos, der Jagdhund des Protagonisten, ihn nach 20 Jahren Abwesenheit wiedererkannt. Er ist aber gleich darauf gestorben.
So ähnlich soll das bei mir auch ablaufen :wink:

auf die Gefahr hin, vollkommen am Thema vorbeizuschießen: Muss es unbedingt ein Hund sein oder nur allgemein ein Haustier? :oops:
Ganz ehrlich, daran habe ich noch gar nicht gedacht :lol:
Das wäre auf jedenfall ein Ausweg. Aber es wäre schon besser, wenn es ein Hund wäre - zum einen (ich weiß blöder Grund) aus persönlicher Vorliebe und zum anderen weil Hunde am ehesten so treuherzig sind, dass sie Menschen wiedererkennen und das gut zeigen können. (Oder?)
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Justin » 12.05.2015, 12:33

Ich habe einen sehr anhängigen Nymphensittich gehabt. Ich habe ihn aus einer Studentenwohnung gerettet und dann selber 22 Jahren gehalten.
You can observe a lot just by watching.
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Kari » 12.05.2015, 23:58

Danke, Alys.

Pusteblume hat geschrieben:Ich glaube genau das werde ich machen.
Wäre es glaubwürdig, wenn der Hund so viele Hunderassen in sich vereint, dass man sie nicht mehr (alle) benennen kann und er damit trotzdem eine gewisse Körpergröße hat und gleichermaßen 16 Jahre auf den Buckel hat?


Ich denke (das ist jetzt aber eher Bauchgefühl, als Erfahrung), dass etwas in Größe eines Australian Shepphard (das sind ca. 45-60 cm) schon möglich wäre. Ich empfinde einen Hund in der Größe nicht als "klein", aber wirklich "groß" sind sie auch nicht.
Allerdings habe ich keine eigenen Erfahrungen mit Hunden in dieser Größe.


Pusteblume hat geschrieben: Ganz ehrlich, daran habe ich noch gar nicht gedacht :lol:
Das wäre auf jedenfall ein Ausweg. Aber es wäre schon besser, wenn es ein Hund wäre - zum einen (ich weiß blöder Grund) aus persönlicher Vorliebe und zum anderen weil Hunde am ehesten so treuherzig sind, dass sie Menschen wiedererkennen und das gut zeigen können. (Oder?)


Ich finde, persönliche Vorlieben sind kein blöder Grund, solange sie machbar sind :wink:
Katzen können auch ausgesprochen treuherzig sein, man sagt es ihnen nur nicht so sehr nach.
Mal angenommen du würdest dir eine Katze aussuchen und sie wäre allgemein eher scheu oder zurückhaltend Fremden gegenüber, dann wäre es ein sehr deutliches Zeichen, wenn sie deinem Prota(?) um die Beine streicht und schnurrt :wink:
Also wiedererkennen und zeigen geht bei Katzen auf jeden Fall. Nach 15 Jahren finde ich das bei einer Katze auch nicht "merkwürdiger" als bei einem Hund (oder Menschen).
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Pusteblume » 14.05.2015, 17:26

Katzen können auch ausgesprochen treuherzig sein,
Ist das so? Dann wäre das ja auch noch eine Möglichkeit.

Mal angenommen du würdest dir eine Katze aussuchen und sie wäre allgemein eher scheu oder zurückhaltend Fremden gegenüber, dann wäre es ein sehr deutliches Zeichen, wenn sie deinem Prota(?) um die Beine streicht und schnurrt :wink:
Also wiedererkennen und zeigen geht bei Katzen auf jeden Fall. Nach 15 Jahren finde ich das bei einer Katze auch nicht "merkwürdiger" als bei einem Hund (oder Menschen).
Die Idee finde ich gut. Sollte ich mich für eine Katze entscheiden, werde ich es wohl so machen. Danke Kari :)

etwas in Größe eines Australian Shepphard (das sind ca. 45-60 cm) schon möglich wäre. Ich empfinde einen Hund in der Größe nicht als "klein", aber wirklich "groß" sind sie auch nicht.
ich empfinde Australian Shepherds schon als große Hunde. Es gibt eben nur noch größere^^
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Erotomania » 15.05.2015, 12:18

Ich habe mir nicht mehr alles genau durchgelesen, aber möchte trotzdem meine Hundeerfahrung teilen:

Der Hund meiner Tante war ein sehr großer Mischling und wurde 14 Jahre alt.
Meine Hündin ist jetzt 14, wird dieses Jahr 15 und hüpft umher wie 9 Jahre alt (klingt total bescheuert, aber sie ist wirklich sehr fit). Sie ist eine Mischung aus 4 Hunden und auch recht groß.
Der Hund eines bekannten (ich glaube ein Labrador-Mischling) wurde 17 Jahre alt und der Berner Senne von Verwandten ebenfalls 12.

Also, wie du siehst, es ist gar nicht so ungewöhnlich =) Ich würde es einfach schreiben und einen Mischling nehmen, denn da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Hund sehr alt wird. Meine Hündin hat bis jetzt 3 Tumore überlebt ;-)
"Das klagenswerte Leben schwindet schon im Zweifel. Ein Schwan gleich im Erleben,
vor Einsicht schwarzes Übel."
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Kari » 15.05.2015, 21:39

Pusteblume hat geschrieben:
Katzen können auch ausgesprochen treuherzig sein,
Ist das so? Dann wäre das ja auch noch eine Möglichkeit.

Nach meiner Erfahrung schon ;)
Stell dir eine feine Dame vor, die mit einem Zigarillo auf der Flügeltreppe in einer prunkvollen Eingangshalle lehnt und dir durch ihre Rauchschwaden entgegensäuselt, wie sehr sie sich freut, dich wiederzusehen :lol: Hunde sind in Bezug darauf eher die Freundin, die dir überschwänglich um den Hals fällt :roll:


Pusteblume hat geschrieben:ich empfinde Australian Shepherds schon als große Hunde. Es gibt eben nur noch größere^^

Ich bin mit etwas Größeren aufgewachsen, da ist ein Aussie schon eher "klein" :roll:
Du könntest den Hund in Relation zu deinem Prota beschreiben - ich denke da an "kniehoch" oder ähnliches. So könntest du dem Leser ganz gut klarmachen, wie groß der Hund wirklich ist.
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon abendsegler » 16.05.2015, 15:19

Hallo,
als lebenslanger totaler Hundefreak muss ich natürlich auch meinen Senf dazugeben. :D Dass große Hunde früh sterben, stimmt leider tatsächlich, das gilt dann aber auch für große Mischlinge (die nicht zwangsläufig gesünder sein müssen als Rassetiere; wenn sich zwei traurige Qualzüchtungen mit -- oder trotz -- Hüftproblemen, Gelenkschäden, Allergie-Haut und chronischer Augenentzündung paaren, kommt dabei logischerweise kein quietschfideler Fido heraus). In Sachen Alter würde ich am ehesten auf einen mittelgroßen Hund setzen, denn die ganz kleinen bringen schon wieder ihre eigenen gesundheitlichen Probleme mit. Wenn man sich Populationen verwilderter Haushunde anguckt (schlimmes Beispiel Rumänien :cry: ), sieht man ja auch, dass der vorherrschende Phänotyp eher mittelgroß ist als giga oder mikro.
Allerdings muss ich hier auch einen Stab für die Katzen brechen; meine ist mittlerweile fast 20 (toi toi toi) und sehr auf mich und eine Handvoll anderer enger Bezugspersonen fixiert. Würde sich für deine Geschichte also auch anbieten.
Oder der bereits genannte Papagei, z.B. Kakadu o.ä. -- der den Vorteil hätte, dass er nicht nur irrsinnig alt werden, sondern deinen Protagonisten evtl. sogar mit einem bekannten (in grauer Vorzeit aufgeschnappten) Satz begrüßen könnte.
Seltsam? Aber so steht es geschrieben...
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Re: Lebenserwartung von Hunden

Beitragvon Pusteblume » 21.05.2015, 09:36

Komme jetzt endlich auch dazu endlich zu antworten. Sry, für die Verzögerung. Und nochmal Danke ür die zahlreichen Antworten. Jetzt weiß ich gar nicht mehr was für ein Tier ich nehmen soll^^

Stell dir eine feine Dame vor, die mit einem Zigarillo auf der Flügeltreppe in einer prunkvollen Eingangshalle lehnt und dir durch ihre Rauchschwaden entgegensäuselt, wie sehr sie sich freut, dich wiederzusehen :lol: Hunde sind in Bezug darauf eher die Freundin, die dir überschwänglich um den Hals fällt :roll:
netter Vergleich :lol:


Oder der bereits genannte Papagei, z.B. Kakadu o.ä. -- der den Vorteil hätte, dass er nicht nur irrsinnig alt werden, sondern deinen Protagonisten evtl. sogar mit einem bekannten (in grauer Vorzeit aufgeschnappten) Satz begrüßen könnte.
Die Idee ist auch interessant. Aber ist das realisitsch? Zum einen, kann ich mir nicht vorstellen, dass (sprechende) Vögel bestimmte Sätze nur in Anwesenheit bestimmter Personen geben? Gibt es da Erfahrungen? Und zum anderen ist es ca. 15 Jahre her, seit das Haustier den Protagonisten das letzte Mal "gesehen" hat.

Meine Hündin ist jetzt 14, wird dieses Jahr 15 und hüpft umher wie 9 Jahre alt (klingt total bescheuert, aber sie ist wirklich sehr fit). (...) Meine Hündin hat bis jetzt 3 Tumore überlebt ;-)
:shock: Wow, was gibst du ihr zu fressen :) :wink:
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