[Humor]Liebe zur Technik

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Liebe zur Technik

Beitragvon KatieScarlett » 09.07.2015, 13:19

Ich traue mich jetzt auch mal und stelle eine Kurzgeschichte von mir ein, die mir eines Abends spontan eingefallen ist.
Ich wusste nicht genau in welches Genre ich es am besten einordne, und habe mich jetzt einfach mal für dieses hier entschieden.
Bin schon nervös und gespannt zugleich auf eure Meinungen. Ich bin über jede Anregung dankbar. Und jetzt wünsch ich euch hoffentlich viel Spaß beim Auseinandernehmen des Textes ;)




„Willkommen zu Hause Robert.“ Sobald der Mann den Flur betritt, ertönt die computergenerierte Frauenstimme.
„Wie war dein Tag?“ fragt sie weiter. Der Angesprochene hängt derweil seinen Mantel an den Garderobenhaken.
„Mmpf.“ murmelt er lediglich. Wie sein Tag war?, denkt er bei sich. Beschissen. Bus verpasst. Vom neuen Kollegen genervt. Vom Chef gerügt. Was könnte es Schöneres geben? Robert freut sich auf sein kühles Feierabendbier und die Glotze. Endlich Entspannung.
„Es ist nicht gesund seinen Ärger zu unterdrücken.“ informiert ihn die Frauenstimme.
„Ich habe fünf Psychotherapeuten in deiner Nähe gefunden.“
„Ich brauche keinen Psychotherapeuten. Nur meine Ruhe.“
Und ein Bier. In der chromenen Küche glänzt ihm der Kühlschrank einladend entgegen. Er legt seine Hand auf den Griff und…
Nichts. Der Kühlschrank will sich nicht öffnen.
„Du hast deinen Kalorienbedarf für heute bereits gesättigt. Sport kann diesen erhöhen.“
Verdammt! Robert schlägt mit seiner Faust auf das polierte Ding und zuckt leicht zusammen, als ihn der Schmerz durchfährt.
„Ich will mein Bier.“ mault er den Computer an. Da hört sich doch alles auf. Dass eine Maschine ihm sein wohlverdientes Feierabendgetränk verbieten will. Lächerlich!
„Um weitere Nahrung zu dir zu nehmen, musst du dich sportlich betätigen.“
„Hast du sie noch alle?“ Roberts Gesicht hat inzwischen eine ungesunde, rote Färbung angenommen. Nach diesem Scheiß-Tag will er sich nicht auch noch abstrampeln.
„Schon eine halbe Stunde Spazieren gehen verbraucht bei deinem Körpergewicht 132 Kalorien. Damit kannst du zum Beispiel 100g Hühnerfilet, eine Semmel ohne Belag, ein hartgekochtes Ei, 10 Chips oder ein Glas Wein zu dir nehmen. Für die vollständige Liste beachte den Bildschirm.“
Auf dem integrierten Bildschirm des Kühlschrankes wird nun tatsächlich eine Liste mit Lebensmitteln angezeigt. Es sind lediglich Dinge dabei, auf die Robert getrost verzichten kann. Und was das Allerwichtigste ist: kein Bier!
Dämlicher Computer. Der Mann rüttelt an der Tür. Es kann doch nicht sein, dass er sie nicht wieder aufbekommt. Geh. Schon. Auf. Mit aller Macht stemmt sich Robert dagegen. Das Blut schießt ihm in den Kopf und die Adern auf seinem Arm treten deutlich hervor.
„Öffne dich, du verdammtes Ding!“
„Es tut mir leid Robert. Aber für heute ist der Kühlschrank nicht mehr zugänglich. Probiere es morgen noch einmal.“
„Ah!“ Mit einem lauten Wutschrei kickt der Mann gegen den Stahl. Augenblicklich schießt ein heftiger Schmerz in seinen Fuß.
„Scheiße!“ Robert hüpft auf und ab, lässt sich dann auf einen Stuhl fallen und hält sich das wunde Körperteil.
„Gottverdammte Scheiße!“ schickt er gleich einen weiteren Fluch hinterher.
„Robert, bitte mäßige deine Ausdrucksweise. Ich habe Synonyme gefunden: Wie ärgerlich, oh nein, schade,…“
„Halt dein verfluchtes Maul du blöde Kuh! Das ist mein Haus und da sage ich, was ich will! Verdammt nochmal!“
Wie war das noch gleich gewesen? Hatte sein Kumpel Mark nicht davon gesprochen welche Bereicherung das Homesystem wäre? Fick dich Mark! Das Computersystem, das sein gesamtes Haus vernetzt und ihn auch als Smart-Watch begleitet, war schweine-teuer. Und nun will es ihm Vorschriften machen!
Mit einem mürrischen Grunzen erhebt der Mann sich und geht hinüber ins Wohnzimmer. Der Schmerz im Fuß ist inzwischen schon etwas abgeklungen.
Die schwarze Ledercouch vor dem großen Plasma-Fernseher scheint ihn förmlich zu sich zu winken.
„Ah!“ Erleichtert lässt sich Robert fallen und legt die Beine auf das Möbelstück.
„Fernseher an. Kanal 5“ gibt er den Befehl an das Heimsystem.
Nichts passiert.
Was zum?
„Fernseher an. Kanal 5.“ probiert er es nochmal lauter.
„Aufgrund deines vorherigen Betragens wird das Gerät für dich heute nicht zugänglich sein.“ informiert ihn die Frauenstimme.
„Was?“ Mit einem Schlag ist Robert wieder auf den Beinen.
„Du schaltest mir jetzt SOFORT den Fernseher an! Na warte, dir wird ich’s schon zeigen!“
Robert hetzt die Treppe hinauf in den ersten Stock und in sein Arbeitszimmer. Schränke mit Aktenordnern säumen die Wände. Auf dem Schreibtisch stapeln sich die Papiere. Auch der neueste Computer mit durchsichtigem Monitor steht darauf. Diesem schenkt der Mann nun jedoch keine Beachtung. Stattdessen wendet er sich dem kleinen weißen Bildschirm mit den zahlreichen Tasten zu, welcher gleich neben der Tür angebracht ist. Die Bedienung des Heimsystems.
„Gleich haben wir’s. Dann kannst du dir deine schlauen Sprüche sonst wohin stecken.“ Robert sucht nach dem Ausschaltknopf. Hm. Lautestärkeregelung, Einstellungen, Statistiken, Verbrauch, Datum, Uhrzeit, Wetter. Aber keine rote Taste oder Ähnliches. Robert rauft sich sein bereits schütter werdendes Haar. Er öffnet die Einstellungen: Spracheinstellung, Stimmeinstellung, Farbeinstellung, WLAN, Interneteinstellung, Sicherheit,… Robert scrollt sich durch die Möglichkeiten. Aber nichts. Kein Zurücksetzen, kein Ausschalten. Langsam wird er nervös. Es muss doch hier irgendwo sein. Vielleicht hat er es nur übersehen. Er geht nochmal alles durch. Nichts. Wahllos beginnt er immer hektischer irgendwelche Knöpfe zu drücken. Wo war dieser verfluchte Ausschalter bloß?
„Bitte unterlasse das willkürliche Drücken der Tasten. Um die gewünschte Funktion zu suchen, sprich `suchen‘ und ergänze dies mit der jeweiligen Funktion.“
„Duu…“ Robert hält drohend die Faust vor den Display, ehe ihm in den Kopf schießt, wie lächerlich dies eigentlich ist. Versucht er gerade wirklich einem Computer Gewalt anzudrohen? Er atmet einmal tief durch.
„Suchen Herunterfahren“
„Kein Ergebnis“
„Was?“
„Suchen Ausschalten“. Mit lauterer Stimme.
„Kein Ergebnis.“
„Suchen Abbrechen“ Noch lauter.
„Kein Ergebnis“
„Suchen Ausschalten!“
„Kein Ergebnis“
„Suchen Ausschalten!!“
„Kein Ergebnis.“
„Verdammt noch mal! SUCHEN AUSSCHALTEN!!!“
„Kein Ergebnis.“
„Ahhhh!!“ Robert stürzt sich auf den Bildschirm, schlägt mit den Fäusten danach, zerrt und ruckelt daran, spuckt ihn an und tritt danach. Sein Puls rast, Schweißperlen bilden sich auf seiner Stirn, er atmet heftiger. Wie von Sinnen tobt er bis seine Haare nass sind und seine Muskeln protestieren.
Erschöpft lässt er sich auf den Boden sinken und birgt das Gesicht in seine Hände. Das System hat nicht einmal einen Kratzer abbekommen. Was soll er nur machen? Er muss dieses Ding loswerden, koste es, was es wolle. Der Händler, der es ihm verkauft hat, muss es wieder zurücknehmen. Er kann sich doch nicht von einer Maschine sein ganzes Leben diktieren lassen.
„Herzlichen Glückwunsch Robert. Du hast gerade genug Kalorien für eine Halbe Bier verbrannt. Der Kühlschrank steht dir nun wieder offen.“
" Oh there's more to life than books you know, but not much more, not much more..."
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Re: Liebe zur Technik

Beitragvon Hurri » 09.07.2015, 15:22

So, ich habe die Ehre, den ersten Kommentar abzugeben :)


Erst mal ein großes Lob, mir hat deine Geschichte wirklich gut gefallen. Die Wut deines Protas kann wohl jeder bestens nachvollziehen und das Ende ist auch wirklich gelungen.

Ein paar Kleinigkeiten sind mir aufgefallen, aber nichts Gravierendes. Nimm einfach, was du brauchst:

Zunächst würde ich die Absätze überarbeiten. An manchen Stellen setzt du welche, wo keine notwendig wären, an anderen fehlen sie mir.

„Es ist nicht gesund seinen Ärger zu unterdrücken.“ informiert ihn die Frauenstimme.
„Ich habe fünf Psychotherapeuten in deiner Nähe gefunden.“

Hier z. B. ist kein Absatz nötig, da der Computer weiterredet. So könnte man denken, der Mann würde antworten.

Auch die Kommasetzung und die Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede solltest du nochmal prüfen.

Der Angesprochene hängt derweil seinen Mantel an den Garderobenhaken.

"Der Angesprochene" klingt meiner Meinung nach unschön. Wieso nicht einfach Robert?

„Schon eine halbe Stunde Spazieren gehen verbraucht bei deinem Körpergewicht 132 Kalorien. Damit kannst du zum Beispiel 100g Hühnerfilet, eine Semmel ohne Belag, ein hartgekochtes Ei, 10 Chips oder ein Glas Wein zu dir nehmen. Für die vollständige Liste beachte den Bildschirm.“

Großartig :D

Der Mann rüttelt an der Tür.

Da wir den Namen kennen, finde ich es komisch von dem Man zu sprechen.

„Gottverdammte Scheiße!“ schickt er gleich einen weiteren Fluch hinterher.

Den blau markierten Teil würde ich streichen. Er liefert keine neue Info.

„Robert, bitte mäßige deine Ausdrucksweise. Ich habe Synonyme gefunden: Wie ärgerlich, oh nein, schade,…“

Haha :XD:

Auch der neueste Computer mit durchsichtigem Monitor steht darauf. Diesem schenkt der Mann nun jedoch keine Beachtung

Brauchen wir diese Info? Ich würde die Sätze streichen.

Robert stürzt sich auf den Bildschirm, schlägt mit den Fäusten danach, zerrt und ruckelt daran, spuckt ihn an und tritt danach.

Zweimal "danach". Vielleicht kann man das erste durch "darauf ein" ersetzen.

Du hast gerade genug Kalorien für eine Halbe Bier verbrannt.

Da fehlt vermutlich das Wort Flasche. "Halbe" dann natürlich klein.


Kleiner Logikfehler noch: plötzlich ist der Kühlschrank ja doch zugänglich, obwohl der herrische Computer ja die Ansage gemacht hat, er soll es morgen wieder versuchen:
„Es tut mir leid Robert. Aber für heute ist der Kühlschrank nicht mehr zugänglich. Probiere es morgen noch einmal.“


Wie gesagt das sind hauptsächlich Kleinigkeiten. Insgesamt finde ich die Kurzgeschichte echt toll!
Hoffe ich konnte dir helfen.
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Re: Liebe zur Technik

Beitragvon Diavolo » 09.07.2015, 16:34

Hallo KatieScarlett

Auch ich habe deinen Text gelesen und fand ihn sehr gut, kann man sich doch hineinversetzen, wie aus Liebe zur Technik, langsam aber sicher Frust oder sogar Hass werden. Wenn es dir recht ist, werde ich jetzt meine persönliche Meinung äußern. Den ersten Kommentar habe ich nicht gelesen, so vielleicht manchmal doppelt gemoppelt.

KatieScarlett hat geschrieben:„Willkommen zu Hause Robert.“ Sobald der Mann den Flur betritt, ertönt die computergenerierte Frauenstimme.


Nach der wörtlichen Rede, würde ich auch in deinem weiteren Text einen Absatz machen.

Dass, es sich um einen Mann handelt, wird in der wörtlichen Rede schon klar, so würde ich der Mann einfach durch er ersetzen.

Und hier vielleicht umstellen: Die computergenerierte Frauenstimme ertönt, wenn er den Flur betritt.

KatieScarlett hat geschrieben:„Wie war dein Tag?“ fragt sie weiter. Der Angesprochene hängt derweil seinen Mantel an den Garderobenhaken.


Hier wieder einen Absatz oder den Satz mit während verbinden.

Also so: "Wie war dein Tag?" fragt sie, während er seinen Mantel an den Garderobenhaken hängt.

KatieScarlett hat geschrieben:„Mmpf.“ murmelt er lediglich.


Hier wieder einen Absatz.

KatieScarlett hat geschrieben:Wie sein Tag war?, denkt er bei sich. Beschissen. Bus verpasst. Vom neuen Kollegen genervt. Vom Chef gerügt.


Das würde ich kursiv schreiben, denn es sind seine Gedanken, die er sich über seinen Tag macht.

Also so: Wie sein Tag war?, denkt er bei sich. Beschissen. Bus verpasst. Vom neuen Kollegen genervt. Vom Chef gerügt.

Oder sagt er das laut? Dann würde ich es anders schreiben, er sollte seinen Frust rauslassen.

Aber vielleicht ahnt der Computer ja auch nur etwas im nächsten Satz.

KatieScarlett hat geschrieben:„Es ist nicht gesund seinen Ärger zu unterdrücken.“ informiert ihn die Frauenstimme.


Hier fehlt noch ein Komma vor informiert.

Hier würde ich statt 'informiert' besser schreiben, belehrt, denn sie hat ja schon Abhilfe mit den Psychotherapeuten gesucht.

KatieScarlett hat geschrieben:„Ich brauche keinen Psychotherapeuten. Nur meine Ruhe.“
Und ein Bier.


Hier würde ich das Bier hinter der Ruhe noch aufführen, so:

Nur meine Ruhe und ein Bier"

KatieScarlett hat geschrieben: In der chromenen Küche glänzt ihm der Kühlschrank einladend entgegen.


Bei der chromenen Küche verhaspelt sich meine Zunge, wäre es hier nicht einfacher: Chromküche

KatieScarlett hat geschrieben:Er legt seine Hand auf den Griff und…
Nichts. Der Kühlschrank will sich nicht öffnen.


Hier würde ich statt den … so schreiben: Er greift nach dem Griff und - Nichts - der Kühlschrank lässt sich nicht öffnen.
[
quote="KatieScarlett"]„Du hast deinen Kalorienbedarf für heute bereits gesättigt. Sport kann diesen erhöhen.“ [/quote]

Wie kann man einen Kalorienbedarf sättigen? Und Sport kann ihn dann erhöhen? Ein bisschen verwirrend für mich.

Meintest du hier: Dein Kalorienbedarf ist abgedeckt, mit Sport kannst du ihn erweitern.

Auch nicht das beste Beispiel, aber so ähnlich. Du schaffst das schon.

KatieScarlett hat geschrieben:Verdammt! Robert schlägt mit seiner Faust auf das polierte Ding und zuckt leicht zusammen, als ihn der Schmerz durchfährt.


Hier würde ich Verdammt! in Anführungszeichen schreiben und danach ein Komma machen.

Auf das polierte Ding, meint er jetzt das Gerät mit der Ansage oder den Kühlschrank.

Bei Schmerzen zuckt man sicher nicht nur leicht zusammen und so wie er zuschlägt, war das nicht gestreichelt. :oops:

KatieScarlett hat geschrieben:„Ich will mein Bier.“ mault er den Computer an.


Hier vielleicht besser: schnauzt er den Computer an.

Und nach dem Bier ein Ausführungszeichen, dann nach den Anführungszeichen fehlt noch ein Komma.

KatieScarlett hat geschrieben:Da hört sich doch alles auf. Dass eine Maschine ihm sein wohlverdientes Feierabendgetränk verbieten will. Lächerlich!


Vielleicht wieder kursiv, weil er das für sich denkt?

KatieScarlett hat geschrieben:Nach diesem Scheiß-Tag will er sich nicht auch noch abstrampeln.


Davor wieder einen Absatz.

Scheißtag würde ich zusammenschreiben, auch wenn hier dieses Wort rot unterstrichen wird.

KatieScarlett hat geschrieben:„Schon eine halbe Stunde Spazieren gehen verbraucht bei deinem Körpergewicht 132 Kalorien. Damit kannst du zum Beispiel 100g Hühnerfilet, eine Semmel ohne Belag, ein hartgekochtes Ei, 10 Chips oder ein Glas Wein zu dir nehmen. Für die vollständige Liste beachte den Bildschirm.“


Hier kann ich mich nicht dazu äußern, weil ich nichts mit Kalorienzählerei zu tun habe :oops: Aber es passt für mein Gespür.

KatieScarlett hat geschrieben: Und was das Allerwichtigste ist: kein Bier!


Wenn er auf alles andere auf dem Bildschirm verzichten kann, würde ich das hier ein bisschen aggressiver schreiben.

Vielleicht so: Aber kein Bier!, oder so ähnlich. Man sollte wirklich lesen können, dass er darüber sehr verärgert ist, denn zuvor, war er doch so scharf nur auf ein Bier und seine Ruhe.

KatieScarlett hat geschrieben:Dämlicher Computer. Der Mann rüttelt an der Tür. Es kann doch nicht sein, dass er sie nicht wieder aufbekommt. Geh. Schon. Auf. Mit aller Macht stemmt sich Robert dagegen. Das Blut schießt ihm in den Kopf und die Adern auf seinem Arm treten deutlich hervor.


Hier vielleicht so:

Dämlicher Computer!

Er rüttelt wieder und wieder an der Tür. Das kann doch nicht sein, dass sie nicht aufgeht.

Danach würde ich den Rest streichen. Ist ja auch eine körperliche Betätigung, die Kalorien verbraucht :oops:

KatieScarlett hat geschrieben:„Ah!“ Mit einem lauten Wutschrei kickt der Mann gegen den Stahl. Augenblicklich schießt ein heftiger Schmerz in seinen Fuß.


Das mit dem Schmerzen hattest du schon am ANFANG, zwar nicht mit dem Fuss sondern mit der Hand. Vielleicht hier die Wut ein bisschen anders ausdrücken.

KatieScarlett hat geschrieben:Scheiße!“ Robert hüpft auf und ab, lässt sich dann auf einen Stuhl fallen und hält sich das wunde Körperteil.
„Gottverdammte Scheiße!“ schickt er gleich einen weiteren Fluch hinterher.


Hier fehlen wieder Komma nach der wörtlichen Rede. Ich hoffe, ich muss das nicht jedes Mal erneut schreiben.

Finde diesen Abschnitt auch nicht besonders gut, vielleicht fällt dir dann noch etwas anderes ein.

KatieScarlett hat geschrieben:Wie war das noch gleich gewesen? Hatte sein Kumpel Mark nicht davon gesprochen welche Bereicherung das Homesystem wäre?


Sind das seine Gedanken, dann wieder kursiv.

KatieScarlett hat geschrieben:Fick dich Mark!


Finde ich ein bisschen unter Niveau. Sorry, aber da gibt es sicher einen besseren Ausdruck.

KatieScarlett hat geschrieben:Das Computersystem, das sein gesamtes Haus vernetzt und ihn auch als Smart-Watch begleitet, war schweine-teuer. Und nun will es ihm Vorschriften machen!


Auch das wieder kursiv.

KatieScarlett hat geschrieben:Mit einem mürrischen Grunzen erhebt der Mann sich und geht hinüber ins Wohnzimmer. Der Schmerz im Fuß ist inzwischen schon etwas abgeklungen.


Oh gut, dass du der Mann geschrieben hast, sonst hätte ich gemeint sein Schwein erhebt sich, wegen dem Grunzen :oops:

Hier genügt vielleicht einfach. Mürrisch erhebt er sich und geht ins Wohnzimmer.

KatieScarlett hat geschrieben:Die schwarze Ledercouch vor dem großen Plasma-Fernseher scheint ihn förmlich zu sich zu winken.


Vielleicht nicht die Couch winkt, sondern er fühlt sich von ihr angezogen. Ist ja eine 'die' :D


KatieScarlett hat geschrieben:„Ah!“ Erleichtert lässt sich Robert fallen und legt die Beine auf das Möbelstück.


Welches Möbelstück meinst du hier, den Tisch oder die Couch?

KatieScarlett hat geschrieben:„Fernseher an. Kanal 5“ gibt er den Befehl an das Heimsystem.


Hier fehlt wieder das Komma :!:

Hier würde ich schreiben: "Fernseher an! Kanal 5!", gibt er den Befehl

KatieScarlett hat geschrieben:Was zum?


Was zum Teufel? Was zum Henker? oder Was zum was?

So hiermit bin ich mit meinem Kommentar am Ende, das Ende ist übersichtlich, vielleicht hätte es noch das eine oder andere zu bemerken, aber vielleicht gibt es ja noch andere Teilnehmer für deine Geschichte. Auf jeden Fall, die Idee war gut und die Umsetzung außer ein paar Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind auch.

Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen und falls nicht, einfach in die Runde Tonne.

Liebe Grüße
Diavolo
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Re: Liebe zur Technik

Beitragvon KatieScarlett » 10.07.2015, 08:38

Hallo ihr drei :)

Herzlichen Dank für eure Kommentare. Ich fand sie allesamt sehr hilfreich. Ein paar Sachen fallen einem, dann halt doch immer erst auf, wenn es jemand anderes sagt.

Da fehlt vermutlich das Wort Flasche. "Halbe" dann natürlich klein.


Da zwei von euch das nicht verstanden haben, ist mir jetzt auch klar, dass man dies nicht so sagen kann. Auf bayerisch ist es eben: "A Hoibe", was eine "halbe Maß" ist. Ich war mir auch echt unsicher, wie es auf Hochdeutsch heißt. Jetzt weiß ich, dass es nicht einfach nur "Halbe" heißt. Also danke ;)
Eine halbe Flasche ist ein guter Vorschlag.

Kleiner Logikfehler noch: plötzlich ist der Kühlschrank ja doch zugänglich, obwohl der herrische Computer ja die Ansage gemacht hat, er soll es morgen wieder versuchen:


Das sollte ich wohl zuvor noch etwas deutlicher machen. Der Computer meint ohne Sport ist der Kühlschrank nicht mehr zugänglich. Das muss ich noch dazufügen. Danke für den Hinweis.

Wie stellt das Computersystem jetzt sicher, dass Robert lediglich nur ein halbes Bier trinkt?

Ja das ist natürlich eine sehr gute Frage. Ich hab mir das so vorgestellt, dass der Kühlschrank lauter seperate Fächer hat, nochmal mit kleinen Türen versehen. Das müsste ich dann natürlich noch erwähnen und aus der Flasche vielleicht einfach eine Dose machen :D

Und zweitens springst du häufig zwischen den verschienenen Erzählern hin und her

Das ist mir gar nicht aufgefallen, vielen Dank für den Hinweis. Das mit der kursiven Schrift ist auch eine gute Idee.

Nach der wörtlichen Rede, würde ich auch in deinem weiteren Text einen Absatz machen.

Alles klar. Das mit den Absätzen und den Kommas muss ich wohl nochmal gründlich überarbeiten.

Meintest du hier: Dein Kalorienbedarf ist abgedeckt, mit Sport kannst du ihn erweitern.

Ganz genau das meine ich. So in der Richtung hört es sich besser an, danke.

Das mit dem Schmerzen hattest du schon am ANFANG, zwar nicht mit dem Fuss sondern mit der Hand. Vielleicht hier die Wut ein bisschen anders ausdrücken.

Da hast du Recht, ich überleg mir was.


Auch eure anderen Anmerkungen, die ich hier jetzt nicht alle nochmal explizit aufgeführt habe, fand ich sehr hilfreich. Vielen Dank nochmal dafür.
Mich hat es gefreut, dass euch der Text im Großen und Ganzen doch ganz gut gefallen hat. Das ist ein großer Motivationsschub für mich. :)
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