Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

Märchen, Fabeln, Kindergeschichten

Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Nachdem sie sich gestärkt hatten, räumte Lovrix den Tisch ab. Der Einsiedler wusch das Geschirr und der Elfenjunge betätigte sich mit dem Wischtuch, um abzutrocknen. Als sich alles wieder auf seinem Platz befand, meinte der Einsiedler: "Zur Drachenerzhöhle können bei dem Regen nicht gehen. Darum erzähle ich dir jetzt von deinem Uropa und zeige dir alles, was er für dich zu mir gebracht hat."
Man konnte Lovrix´ Herz vor Aufregung klopfen hören. Einsiedler verschwand im hinteren Teil der Höhle und kam mit einer kleinen Holztruhe zurück. Die Spannung stieg, denn er öffnete sie nicht. Stellte sie neben den Tisch, setzte sich und begann zu erzählen: "Du musst wissen, dein Urgroßvater und ich waren Freunde. Er war zwar älter als ich aber das schadete unserer Freundschaft absolut nicht. Im Gegenteil. Er war wie ein lieber Vater zu mir. Wir haben viel gemeinsam unternommen. Er erklärte mir wie die Pilze und Beeren heißen. Vor den Giftigen warnte er mich.
Spannend war es, als er mir von den Heilkräften der vielen Kräuter erzählte. Alles, was er darüber wusste hat er in ein Buch geschrieben. In ihm sind auch die Krankheiten bei Menschen, Tieren und der anderen Waldbewohner aufgezählt. Dein Uropa war ein weiser Mann, dem alle vertrauten. Man nannte ihn überall den Elfenvater. Er war wie ein König über das Volk im Elfenwald Immergrün.
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Du wirst auch schon gemerkt haben, dass die Elfen viel und gerne singen. Die meisten Lieder hat er gedichtet und Melodien dazu gefunden. Er hat sie alle in ein dickes Buch geschrieben. Mir hat er das Dichten beigebracht, ich kann nur keine Melodien erfinden.
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Nun sehe ich es dir an der Nasenspitze an, dass du gern wissen möchtest was in der Truhe ist. Einiges erzählte ich dir ja schon."
"Hat er dir die Bücher mit den Rezepten und den Liedern für mich gegeben?"
"Ja Lovrix, so ist es und noch ein paar andere wertvolle Sachen." Der Einsiedler öffnete die kleine Truhe und Lovrix staunte. Andächtig nahm er die Bücher heraus. So schöne alte Bücher hatte er noch nie in der Hand. Gesehen hatte er vorher auch noch keine. Das Liederbuch war in Leder gebunden und das mit den Rezepten in roten Samt. Es hatte goldene Verzierungen. Aber da waren noch mehr in der Truhe. Ein unscheinbarer Stein und etwas Eingewickeltes. Doch das interessierte ihn erst einmal nicht weiter.
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Ein kleines silbernes Kästchen zog seinen Blick magisch an. Vorsichtig nahm er es heraus. Es wog schwer in seinen Händen. Als er es geöffnet hatte wusste Lovrix: Das war wirklich ein Schatz. Das Kästchen aus Silber, fein verziert und mit Edelsteinen besetzt. In ihm lagen geschliffene Edelsteine, einer schöner als der andere. Lovrix wusste vor Freude und Staunen gar nicht, was er sagen sollte. Ihm blieb die Spucke weg, wie die Menschen in so einer Situation sagen würden.

von Einsiedler

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Hi Einsiedler,
so es geht weiter!

Nachdem ihnen Lovrix Lieblingsessen wunderherrlich geschmeckt hatte, räumten sie den Tisch ab.

Lovrix'

Der Einsiedler wusch das Geschirr ab und Lovrix betätigte sich mit dem Wischtuch, um es abzutrocknen.

"es" könnte sich auch auf das Wischtuch beziehen, das verwirrt!

Als es aufgeräumt war meinte der Einsiedler: "Da hast du aber Glück, dass es immer noch regnet.

"Aufgeräumt" passt nicht!

Wir könnten ja jeder einen Regenschirm nehmen und zur Drachenerzhöhle laufen. Doch wir lassen es, ich werde dir jetzt von deinem Urahnen erzählen und zeigen, was er für dich zu mir gebracht hat."

Komsich, dass er es sofort selbst widerlegt, oder ich irre mich.


Man konnte Lovrix Herz vor Aufregung bis zu den Ohren klopfen hören.

Lovrix'

Rap Opi ging in den hinteren Teil der Höhle und kam mit einer kleinen Holztruhe zurück.

"ging" klingt nicht so schön, wie wäre es mit "schlurfte" oder "verschwand"?

Die Spannung stieg, denn er öffnete sie nicht, stellte sie neben den Tisch, setzte sich und begann zu erzählen. "Du musst wissen, dein Urahne und ich waren gute Freunde.

...begann zu erzählen: "Du must wissen...

Er hat mir beigebracht was man aus dem Wald und von den Wiesen alles nutzen kann.

1. er hat mir beigebracht, was...
2. alles nutzen kann klingt doof, mir fällt nichts besseres ein, außer vielleicht "so alle nutzen kann"

Er erklärte mir auch alle Krankheiten bei Menschen, Tieren und auch der anderen Waldbewohner.

alle hattest du im satz davor schon geschrieben, lass das also lieber weg

Dein Urahne war ein weiser Mann, dem alle vertrauten, denn er hat auch nie jemand etwas böses getan.

Böses

Man nannte ihn überall den Elfenvater, er war wie ein König über das Volk im Elfenwald. Du wirst auch schon gemerkt haben, dass die Elfen viel und gerne singen. Die meisten Lieder sind von ihm, er hat sie in ein dickes Buch geschrieben und mir hat er das dichten beigebracht.

das Dichten

Nun sehe ich es dir an der Nasenspitze an, dass du gern wissen willst, was in der Truhe ist.

Besser: dass du gerne wissen möchtest

Der Einsiedler wird mir schon was dazu sagen, dacht er.

"Der Einsiedler wird mir schon etwas dazu sagen", dachte er.


Ein kleines silbernes Kästchen zog seinen Blick magisch an. Vorsichtig nahm er es heraus. Es war schwer, ging aber leicht zu öffnen.

Es war schwer, aber leicht zu öffnen

Lovrix hielt wirklich ein Schatz in der Hand.

1. einen Schatz
2. in den Händen

Das Kästchen aus Silber mit feinen Verzierungen und mit Edelsteinen besetzt.

Was soll dieser Satz nun schon wieder? :| Oder meinst du war mit Edelsteinen besetzt

Lovrix wusste vor Freude und vor Staunen gar nicht, was er sagen sollte.

vor Freude und Staunen...

Ihm blieb die Spucke weg, wie die Menschen in so einer Situation sagen.

sagen würden oder sagten
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Gibt es noch einen Schatz? Dieser war irgendwie recht unspektakulär, muss ich sagen! :mrgreen:

Schönes Wochendene

von Tintenkiller

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Hallo Tintenkiller,

wieder großen Dank für deine Mühe. Manchmal denke ich du hast sowas wie einen Fehlerdedektor und das ist gut so, ein Buch mit Fehlern soll es nicht werden.

Auch von mir ein Wort zum Schatz. Wie groß und was ein Schatz ist, liegt doch auch mit daran, was ich mir unter einem Schatz vorstelle.
Das Kästchen aus massiv Silber, mit Edelsteinen gefüllt, so wie es hier vor mir steht und
ca. 100 Jahre alt ist, kann schon ein Schatz sein, es kommen noch Faustkeil und Steinzeitmesser dazu, wer hätte soetwas nicht gerne?

Liebe Grüße vom Einsiedler

von Einsiedler

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Langsam lüftet sich der Schleier um den Schatz der Uropas Teil 9 ist verwandelt.

Liebe Grüße vom Einsiedler

von Einsiedler

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Lovrix 9.Teil

Hier meine Korrekturen und Vorschläge:

Nachdem sie sich gestärkt hatten, räumte Lovrix den Tisch ab. Der Einsiedler wusch das Geschirr und der Elfenjunge betätigte sich mit dem Wischtuch, um abzutrocknen.
(Ich würde die Sätze abkürzen: Nach dem Essen räumte Lovrix das Geschirr vom Tisch, der Einsiedler wusch es ab und Lovrix trocknete es.)
Als sich alles wieder auf seinem Platz befand, meinte der Einsiedler: "Zur Drachenerzhöhle können (wir) bei dem Regen nicht gehen. Darum erzähle ich dir jetzt von deinem Uropa und zeige dir alles, was er für dich zu mir gebracht hat."
Man konnte Lovrix´ Herz vor Aufregung klopfen hören. Einsiedler verschwand im hinteren Teil der Höhle und kam mit einer kleinen Holztruhe zurück. Die Spannung stieg, denn er öffnete sie nicht. (Stattdessen stellte er sie....) Stellte sie neben den Tisch, setzte sich und begann zu erzählen: "Du musst wissen, dein Urgroßvater und ich waren Freunde. Er war zwar älter als ich aber das schadete unserer Freundschaft absolut nicht. (Im Gegenteil. – würde ich weglassen, ist stilistisch nicht gut.) Er war wie ein lieber Vater zu mir. Wir haben viel gemeinsam unternommen. Er erklärte mir (,) wie die Pilze und Beeren heißen (und vor den giftigen warnte er mich.) Vor den Giftigen warnte er mich.
Spannend war es, als er mir von den Heilkräften der vielen Kräuter erzählte. Alles, was er darüber wusste (,) hat er in ein(em) Buch (nieder)geschrieben. In ihm (dort/ in diesem) sind auch die Krankheiten bei (von) Menschen, Tieren und der (den) anderen Waldbewohner aufgezählt. Dein Uropa war ein weiser Mann, dem alle vertrauten. Man nannte ihn überall den Elfenvater. Er war wie ein König über das Volk im Elfenwald Immergrün. (Vorschlag: Er war überall als der Elfenvater bekannt und herrschte wie ein König über das Volk im Elfenwald Immergrün.)

Du wirst (auch schon --- Füllwörter, weglassen) ge(be)merkt haben, dass die Elfen (viel und – weglassen) gerne singen. Die meisten Lieder hat er gedichtet und Melodien dazu gefunden. Er hat sie alle in ein dickes Buch geschrieben. (Die meisten Lieder hat dein Uropa gedichtet und die Melodien dazu komponiert. Sie stehen alle in diesem dicken Buch.“ Der Einsiedler zeigte auf das wunderschön verzierte Gesangbuch.)
Mir hat er das Dichten beigebracht, ich kann nur keine Melodien erfinden. (Die beiden Sätze finde ich überflüssig, denn sie sind für die eigentliche Geschichte unerheblich, oder?)

Nun sehe ich (es) dir an der Nasenspitze an, dass du gern wissen möchtest (,) was in der Truhe ist. Einiges erzählte ich dir ja schon." (Hier würde ich das Perfekt benutzen, denn in der gesprochenen Sprache wird oft das Perfekt an Stelle von Präteritum benutzt: Einiges habe ich dir schon erzählt.“)
"Hat er dir die Bücher mit den Rezepten und den Liedern für mich gegeben?" (, fragte Lovrix neugierig/wissbegierig/gespannt.)
"Ja Lovrix, (so ist es) und (außerdem) noch ein paar andere wertvolle Sachen."
Der Einsiedler öffnete die kleine Truhe und Lovrix staunte (riss vor Staunen die Augen weit auf.) Andächtig nahm er die Bücher heraus. So schöne alte Bücher hatte er (vorher weder in der Hand gehabt noch gesehen) nie in der Hand und gesehen hatte er vorher auch noch keine. Das Liederbuch war in Leder gebunden und das mit den Rezepten (Kochbuch) in rote(m)n Samt (mit goldenen Verzierungen) Es hatte goldene Verzierungen.
Aber da waren noch mehr in der Truhe. Ein unscheinbarer Stein und etwas Eingewickeltes.
(Die beiden Sätze würde ich miteinander verbinden: In der Truhe lag noch ein unscheinbar aussehender Stein und ein in Papier? eingewickelter Gegenstand.)
Doch das interessierte ihn erst einmal nicht weiter. (Warum eigentlich nicht?)

Ein kleines (,) silbernes Kästchen zog seinen Blick magisch an. Vorsichtig nahm er es heraus. Es wog schwer in seinen Händen. Als er es geöffnet hatte (,) wusste Lovrix: Das war wirklich ein Schatz.( ...wusste Lovrix, dass ein wirklicher Schatz vor ihm lag.)
Das Kästchen (war) aus Silber, fein verziert und mit Edelsteinen besetzt. In ihm lagen geschliffene Edelsteine, einer schöner als der andere. Lovrix wusste vor Freude und Staunen gar nicht, was er sagen sollte. Ihm blieb die Spucke weg, wie die Menschen in so einer Situation sagen würden. (Ihm fehlten die Worte/ es verschlug ihm die Sprache angesichts ....)

Langsam kommt ein bisschen mehr Spannung auf durch den Hinweis auf den Uropa und einen eventuellen Schatz. Die Beschreibung der alten Bücher und der wertvollen Edelsteine ist dir gut gelungen.
Liebe Grüße
von Ibelieve

von Ibelieve

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Danke Ibelieve,

du hast die sehr viel Mühe gemacht und besonders auch die Kommas aufgespürt, die mich wie lustige Gnome immer wieder ärgern :roll:
Viele deiner Anregungen möchte ich übernehmen und ein paar Kleinigkeiten, die meinen Stil irgendwie ausmachen, auch lassen. Wie den Anfang, dort wollte ich zweimal "es" vermeiden.

(Vorschlag: Er war überall als der Elfenvater bekannt und herrschte wie ein König über das Volk im Elfenwald Immergrün.)
Herrschen möchte ich ihn nicht schreiben. Meine Intension ist, dass er wie ein König war, im Blick auf Vertrauen und Fürsorge - herrschen hat für mich auch einen negativern Beigschmack.
Ja und die Rezepte sind keine Kochrezepte, darum ist es auch kein Kochbuch - da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Es sind die Rezepte für Tinkturen und Salben. Und die Beschreib ung der Heilpflanzen mit ihren Wirkungen.
Auf alle Fälle hast du mich darauf hingewiesen, dass ich dies besser erklären muss.

Doch das interessierte ihn erst einmal nicht weiter. (Warum eigentlich nicht?)

Es intressierte nicht weil, wie im nächsten Satz gesagt wírd, das silberne Kästchen wichtiger war.
meinst du, dass Kinder den Ausdruck - ihm bleibt die Spucke weg - nicht kennen?
Ich kenne ihn seit meiner Kindheit.

Liebe Grüße vom dankbaren Einsiedler

von Einsiedler

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Hallo lieber Einsiedler,
meine Vorschläge sind doch nur Vorschläge!! Was du dann übernimmst, ist deine Entscheidung. Es soll ja auch noch deine Geschichte bleiben.
Wenn das Wort herrschen für dich so einen negativen Beigeschmack hat, dann ist es auch nicht das richtige Verb hier in diesem Zusammenhang.
Ich dachte, es sei ein Kochbuch. Wie würde denn „Heilbuch“ passen?
„Die Spucke wegbleiben“ werden Kinder schon kennen, aber es ist Umgangssprache und da es keine Wörtliche Rede ist, sollte man damit sparsam umgehen, meine ich.
Liebe Grüße
von Ibelieve

von Ibelieve

Re: Lovrix beim Einsiedler - ein Elfenmärchen 9/17

 
Hallo liebe Ibelieve,

alles klar, ich sehe es auch so und bin dier immer dankbarer, dass du dir so viel Mühe mit den Geschichten machst. Wollte nur erklären, wieso ich manches anders denke und dass mir auch hier der Schalk im Nacken sitzt, drum bleibt mir manchmal die Spucke weg.

Liebe Grüße vom Einsiedler

von Einsiedler