[Humor]Mähpeppel, DÜ

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Mähpeppel, DÜ

Beitragvon Diemen » 17.06.2015, 09:50

Bitte die Angabe der DÜ zu beachten:
http://www.schreibwerkstatt.de/viewtopic.php?f=62&t=11275&view=unread#unread :D

Der Mähpeppel (süd- und altdeutsch auch Krautdögel) ist ein altes Werkzeug, welches im Mittelalter, von Süditalien ausgehend, in ganz Europa Verbreitung und Anwendung fand und durch die Einführung der Buchpresse allmählich in Vergessenheit geraten ist. Peppel ist ein romanisches Lehnwort (von latein. papellum) und vermutlich aus dem Römischen Reich in den germanischen Sprachraum gelangt.

Der Mähpeppel besteht aus drei bis zehn mittel- bis langlänglichen Holzstäben, die zu einem Bündel geschnürt oder offen getragen an der Fußsohle mit einem Schraubenzieherartigen Kassettenstahl befestigt wurden. Um ihn von den damals üblichen Schuhtafeln zu unterscheiden, wurde der Mähpeppel blau gefärbt und mit den namensgebenden Schneiden aus geschärftem Stahlblech versehen, weshalb der Mähpeppel wohl nur von begüterten Rittern und seltener von reichen Kaufläuten in den größeren Städten verwendet wurde.

Anwendung:
Es wird angenommen, dass der Mähpeppel ursprünglich in den Wüstenregionen Nordafrikas eingesetzt wurde, um Elefanten aus den Höfen zu vertreiben. Als die römischen Besatzer diesen Brauch nach Italien brachten, wurde, mangels Elefanten, dieser an die vorherrschenden Bedingungen angepasst und zur Erziehung von jungen Patriziern eingesetzt. Da die Anwendung mit den Füßen eine erhebliche Erleichterung zu der bisherigen Erziehung mit Bleigewichten darstellte, die mühevoll mit den kleinen Fingern zu ziehen waren, erfreute sich der Mähpeppel in vereinfachter Form auch bei den unteren Bevölkerungsschichten großer Beliebtheit.

Wie kürzlich entdeckte archäologische Funde bestätigen, ist der Mähpeppel im frühen 11. Jahrhundert in der vereinfachten Form durch Priester in weiten Teilen Europas verbreitet worden, die diesen zur Vermittlung christlicher Lehren einsetzten. Als der Mähpeppel seine Wandlung zu seiner späteren Bauweise vollzog, hat er den Begriff „etwas einbläuen“ geprägt.

Der Mähpeppel als Waffe:
Obwohl der Einsatz des Mähpeppels als Waffe offensichtlich erscheint und dies in vielen Filmen in der Vergangenheit öfters fälschlich so dargestellt wurde, gibt es keine Belege für den tatsächlichen Einsatz des Mähpeppels in kriegerischen Auseinandersetzungen. Vielmehr wurde der Mähpeppel als Symbol für ritterliche Zurückhaltung und friedfertige Züchtigung verstanden.

Der Begriff Mähpeppel im weiteren Sinn:
Mit dem Aufkommen der Buchpresse geriet der Mähpeppel allmählich in Vergessenheit, da gedruckte Bücher besser geeignet waren, um unfolgsamen oder lernfaulen Menschen eine Kopfnuss zu verpassen. Seine Spuren sind aber noch im heutigen Sprachgebrauch durch den Ausdruck „Aufpäppeln“ zu sehen.

Literatur:
Ruprech Kaltschnäuzler: Knüppel, Prügel, Rutenbündel: Segensreiche Argumentationshilfen der Vergangenheit. 3. Auflage WBG Darmstadt, 2003 ISBN 3-6664-6665-6
Gunther von Heubeck: Zum Behufe des Berufes: Erläuterung nutzbringender Behelfe und Apparaturen, welche erneut dem Wohle der Menschheit dienlich zu sein haben. Verlag Dompresse, 1823
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Re: Mähpeppel, DÜ

Beitragvon Diavolo » 20.06.2015, 15:02

Hallo Diemen

Gerade bin ich auf deinen Text aus der Dienstagsübung gestossen. Es liest sich wirklich fast, wie wenn er in der Wipideka erscheinen könnte.

Trotzdem hier ein paar Anmerkungen, falls es Recht ist.

Diemen hat geschrieben:Der Mähpeppel (süd- und altdeutsch auch Krautdögel) ist ein altes Werkzeug, welches im Mittelalter, von Süditalien ausgehend, in ganz Europa Verbreitung und Anwendung fand und durch die Einführung der Buchpresse allmählich in Vergessenheit geraten ist.


Der Satz ist mir zu lang.

Könnte man nach Anwendung fand einen Punkt machen und dann das und weglassen.

Danach vielleicht so: Durch die Einführung der Buchpresse geriet er allmählich in Vergessenheit.

Diemen hat geschrieben:Der Mähpeppel besteht aus drei bis zehn mittel- bis langlänglichen Holzstäben, die zu einem Bündel geschnürt oder offen getragen an der Fußsohle mit einem Schraubenzieherartigen Kassettenstahl befestigt wurden


mittel- bis langlänglichen Holzstäben

Hier bekomme ich einen Zungenbrecher :oops:

Vielleicht so: mittel bis langen, länglichen Holzstäben

Schraubenzieherartigen das wird glaube ich klein geschrieben.

Dann noch eine Frage unter Kasettenstahl kann ich mir leider nichts vorstellen.

Aber auch der Satz ist für mich zu lang, vielleicht geht es in zwei Sätzen.

Auch frage ich mich, warum der an der Fusssohle befestigt wurde. Ist das ein besonderer Schuh?

Diemen hat geschrieben:Um ihn von den damals üblichen Schuhtafeln zu unterscheiden, wurde der Mähpeppel blau gefärbt und mit den namensgebenden Schneiden aus geschärftem Stahlblech versehen, weshalb der Mähpeppel wohl nur von begüterten Rittern und seltener von reichen Kaufläuten in den größeren Städten verwendet wurde.


Auch dieser Satz ist ein Bandwurm.

Hier blicke ich gar nicht mehr durch. Es ist von Holz und Stahlblech die Rede :oops:

Für was wurde der Mähpeppel denn nun verwendet?

Diemen hat geschrieben:Es wird angenommen, dass der Mähpeppel ursprünglich in den Wüstenregionen Nordafrikas eingesetzt wurde, um Elefanten aus den Höfen zu vertreiben.


Wurden die Elefanten mit den Fußsohlen und diesen Mähpeppeln vertrieben? Trat man den Elefanten damit auf die Füsse?

Diemen hat geschrieben:Da die Anwendung mit den Füßen eine erhebliche Erleichterung zu der bisherigen Erziehung mit Bleigewichten darstellte, die mühevoll mit den kleinen Fingern zu ziehen waren, erfreute sich der Mähpeppel in vereinfachter Form auch bei den unteren Bevölkerungsschichten großer Beliebtheit.


Auch dieser Satz wieder zu lange und jetzt blicke ich dann wirklich nicht mehr durch,

vielleicht meintest du hier: die mühevoll mit den kleinen Fingern zu ziehen waren,, dass die Bleigewichte an den Fingern zogen oder kannst du mich aufklären?

Diemen hat geschrieben:Obwohl der Einsatz des Mähpeppels als Waffe offensichtlich erscheint und dies in vielen Filmen in der Vergangenheit öfters fälschlich so dargestellt wurde, gibt es keine Belege für den tatsächlichen Einsatz des Mähpeppels in kriegerischen Auseinandersetzungen. Vielmehr wurde der Mähpeppel als Symbol für ritterliche Zurückhaltung und friedfertige Züchtigung verstanden.


Der erste Satz ist wieder ein Bandwurm.

Den zweiten Satz kann ich jetzt einigermassen verstehen, nachdem ich im Absatz zuvor gelesen habe:
Diemen hat geschrieben:Als der Mähpeppel seine Wandlung zu seiner späteren Bauweise vollzog, hat er den Begriff „etwas einbläuen“ geprägt.


Es war nicht einfach hier einen Kommentar zu schreiben, denn es ist doch eher verwirrend. Aber vielleicht kannst du meine Bemerkungen ja als Denkanstoss sehen und wenn nicht gibt es da noch eine Runde Tonne.
Aber wenigstens ein Versuch über einen Mähpeppel in der Dienstagsübung zu schreiben.

Liebe Grüße

Diavolo
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