[Liebe]McPherson-Saga (3/20) Higlander-Roman

Liebe, Romantik, Sehnsucht

[Liebe]McPherson-Saga (3/20) Higlander-Roman

Beitragvon TanjaMerz » 17.11.2014, 21:43

Emilie zuckte mit den Schultern. „Alles hat seine Grenzen.“
„Das sieht Duncan bestimmt genauso. Und schäumt vor Wut, vermute ich.“
„McKeith ist ein klapperiges Gespenst. Ich finde ihn abscheulich. Mein Vater hat mir zwar eine Frist gesetzt, aber ich werde -“
„Bis wann?“
„Ich werde es nicht einhalten, Iain. Ich -“
Bis wann, Em?“
„Hoghmanay.“
„Jahresende also“, und Iains Gesicht versteinerte. Wie sie es hasste, wenn er seine Gefühle vor ihr verbarg!
„Dein Vater sorgt sich um die Zukunft des Clans.“
Das sagte er so. Iain kannte sie, seit sie auf der Welt war. Würde er sie denn kein bisschen vermissen?
Als sie nicht antwortete, setzte er an um etwas zu sagen, schluckte seine Antwort jedoch hinunter. Stattdessen seufzte er und schüttelte den Kopf.
„Ich muss hart bleiben“, gab sie zurück. „Sonst gelingt es mir nicht, mich durchzusetzen.“
Früher oder später wird er dahinter kommen, dass wir uns treffen. Aber wenn er je entdecken sollte, dass ich dir das Kämpfen beibringe, dann Gnade uns Gott“, knurrte er.
Vor einem Jahr hatte Duncan ihr den Kampfunterricht verboten.
Sie hatte einen der Soldaten dazu angestiftet, seine Anweisungen zu missachten. Emilie war sich im Klaren, was ihnen blühte, wenn Duncan Wind davon bekam. „Dann sperrt er mich in den Turm und verdonnert alle Krieger zu drei Monaten Latrinendienst“, lachte sie.
Als sie Iains fassungslosen Blick auffing, schlug sie die Hand vor den Mund, doch ihre Schultern zuckten fröhlich weiter.
Iain verdrehte die Augen. „Na wunderbar.“
„Aber macht euch keine Sorgen, so viele Senkgruben hat Ballindalloch gar nicht!“
Iains Blick verhieß nichts Gutes.
„Aber möglicherweise hat mein Vater damit gar nicht so unrecht“, sprudelte sie hervor. „Und Latrinendienst wäre genau das richtige für euch Krieger.“
Er presste die Lippen aufeinander.
„Um euch beizubringen, was wahrlich harte Arbeit ist!“ Emilie stieß ihre Finger in Iains Rippen. Er hatte sich kaum gerührt, da hob sie ihre Röcke und flitzte auf die Wiese hinaus. Iain war schon auf den Beinen, um sie für diese Frechheit büßen zu lassen.
Sie schlug einen Haken und Iain fasste ins Leere.
Emilie huschte an ihm vorbei. „Und euch dabei zu helfen, eure Arbeitsmoral wiederzufinden!“ Sie entwischte ihm immer wieder, indem sie sich blitzschnell krümmte und seiner ausgestreckten Hand entkam.
„Ein kleines Mädchen zu beeindrucken -“ Ihr ging langsam die Puste aus. „... ist schließlich keine Kunst!“ Sie warf sich ins Gras.
Iain kam neben ihr zum Stehen, stemmte die Fäuste in die Hüften und sah auf sie hinab. Sein breiter Brustkorb hob und senkte sich und Emilie zwang sich dazu, ihn nicht anzustarren.
„Etwa schon erschöpft“, keuchte sie und lachte.
Iain schüttelte den Kopf. „Was soll das nur werden, Em?“
„Wieso denn?“
„Du hast ein Talent, die Menschen zur Weißglut zu treiben.“
„Meinst du Vater? Das tue ich doch nicht mit Absicht.“
Iain ging neben ihr in die Hocke. „Ich meine alle.“ Er schenkte ihr ein unergründliches Lächeln. „Duncan. Mich. Sogar deine Amme.“
„Es ist ja nicht meine Schuld, dass jeder über mich bestimmen will.“
„Ich will nicht über dich bestimmen, Em. Aber jeder beabsichtigte, soweit ich mich erinnere, immer nur Gutes.“
„Das mag ja sein“, murrte sie. „Aber heute bin ich erwachsen und kann alleine entscheiden.“
Iain streckte die Finger aus und schob eine verirrte Haarsträhne aus ihrem Gesicht, die sie immernoch japsend vor sich herpustete. Er war ihr Freund, seit er sie in ihrem vierten Lebensjahr auf ein Pony gesetzt hatte, um ihr das Reiten beizubringen. Aber heute war sie eine erwachsene Frau und seine Vertraulichkeiten bereiteten ihr Herzklopfen.
Zuletzt geändert von TanjaMerz am 21.12.2014, 14:53, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: McPherson-Saga (3/20) Higlander-Roman

Beitragvon Fafharad » 07.12.2014, 22:05

Hallo Tanja!

Teil 2 ist ja schon ausführlich besprochen worden, deshalb überspringe ich die Übung und mache gleich weiter bei Teil 3.

Wie gehabt: Streichungsvorschläge klammere ich grün ein.
Fehler markiere ich rot und die Korrekturen oder Vorschläge blau. Wortwiederholungen unterstreiche ich.

Emilie zuckte (die) mit den Schultern (und ließ ihren Blick über die Beerensträucher wandern, die die Lichtung säumten). „Alles hat seine Grenzen.“


„McKeith ist ein klapperiges Gespenst (längst vergangener Zeiten). Eine solche Verbindung wäre abscheulich. Mein Vater hat zwar ein Ultimatum gestellt, aber ich werde -“

"Eine solche Verbindung wäre abscheulich." - Klingt, als würde sie über jemand anderes sprechen. Persönlicher wäre: "Ich finde ihn abscheulich!"
Und "ein Ultimatum gestellt" passt einfach nicht ins romantische Fach :wink: . Wie findest du: "Mein Vater hat mir eine Frist gesetzt"?

„Jahresende also.“ (Und) Iains Gesicht nahm diesen versteinerten Ausdruck an, den Emilie hasste weil er damit jegliches Gefühl in sich verschloss.

Iains Gesicht versteinerte. (Gott,) wie Emilie es hasste, wenn er seine Gefühle vor ihr verschloss!

„Was die Zukunft des Clans angeht, wird Duncan eine Lösung suchen."

Klingt nach einer Binsenweisheit. Ich denke, was du ausdrücken wolltest, ist eher das hier:
"Du musst deinen Vater verstehen! Er sorgt sich um die Zukunft des Clans."

„Du könntest Duncan gegenüber wenigstens ein bißchen Reue zeigen, Em.“
„Ich muss meinem Vater gegenüber hart bleiben“, gab sie zurück. („Sonst gelingt es mir nicht, mich durchzusetzen.“)

:?: "Ein bisschen Reue": Wie meint Iain das? "Es tut mir sooo leid, Papa. Aber ich werde trotzdem meinen Bräutigam selbst aussuchen." :mrgreen:
Nein, so dumm ist Iain nicht. Er weiß, dass es in diesem Konflikt nur einen Sieger geben kann. Folglich müsste er Emilie auffordern, sich dem Willen ihres Vaters zu beugen - oder solche Vorschläge runterschlucken :wink: .

"(Grobschlächtige Krieger sind nunmal nicht der richtige Umgang für dich und er wird) Früher oder später wird er dahinterkommen, dass wir uns treffen. (Wenn das so weitergeht, bekommt er irgendwann einen Tobsuchtsanfall.) Aber wenn er je entdecken sollte, dass ich dir das Kämpfen beibringe, dann (gnade) Gnade uns Gott“, knurrte er.

Ach du Schande, jetzt habe ich den Text ins Unleserliche redigiert :oops: . Vielleicht ist das Punkt, wo es Sinn macht, die Informationen aufzulisten, die der Leser bis zu hierhin bekommen soll, und den Dialog komplett neu zu schreiben.

Emilie erinnerte sich an den Tag, als ihr Vater ihr vor einem Jahr den Kampfunterricht strikt verboten hatte, weil sie sich weigerte, den Gepflogenheiten des gesitteten Lebens nachzukommen. Duncan hatte gehofft, sie damit zur Vernunft zu bringen, dabei allerdings vergessen, dass sie aus dem gleichen Holz geschnitzt waren, denn in Sachen Sturheit standen sie sich in nichts nach.

Würde ich kürzen auf: Vor einem Jahr hatte Duncan ihr den Kampfunterricht verboten.
Alles andere ist hinlänglich bekannt - ich glaube, jeder Leser hat inzwischen begriffen, dass Emilie ein Dickschädel ist :lol: .

Sie hatte einen der Soldaten dazu angestiftet, seine Anweisungen (bewusst) zu missachten [Neuer Satz] Emilie war sich im Klaren, was ihnen blühte, wenn Duncan Wind davon bekam. „Dann sperrt er mich in den Turm und verdonnert alle Krieger zu drei Monaten Latrinendienst“, lachte sie.

Häh? Ich bin normalerweise nicht schwer von Begriff, aber um wessen Anweisungen geht es hier? Duncans?' Iains? Die des Soldaten?
Emilie antwortet auf einen gefühlt dreizehn Absätze zurückliegenden Satz Iains - muss der Exkurs über das Kampftraining dazwischen sein?

Als sie Iains (konsternierten) Blick auffing, schlug sie die Hand vor den Mund, konnte ihre Schultern aber nicht daran hindern, fröhlich weiterzuzucken.

"Konsterniert"? In einer Historical Romance? Wie wär's mit "fassungslos"?
Sonst echauffiert er sich als nächstes noch über die ostentative Bemerkung und prokrastiniert ( :wink: ) die Entscheidung, sich zu Emilie zu bekennen. :lol:
Und jetzt entschuldige ich mich für das gemeine Fremdwörter-bashing. Das ist schließlich nur meine ganz persönliche Meinung.
Ich habe auch nichts gegen Fremdwörter, die zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören. Aber wenn es eine Möglichkeit gibt, sie zu umgehen, nutze ich sie. Denn Fremdwörter versachlichen den Text und behindern die Unmittelbarkeit der Informationsaufnahme.

Ich würde den Satz übrigens umstellen: Als sie Iains fassungslosen Blick auffing, schlug sie die Hand vor den Mund, doch ihre Schultern zuckten fröhlich weiter.

Iain verdrehte die Augen. „Na wunderbar.“
„Aber macht euch keine Sorgen, so viele Fallgruben hat Ballindalloch gar nicht!“
Iain drehte den Kopf in ihre Richtung. Sein Blick verhieß nichts Gutes.

Fallgruben? Du meinst Senkgruben.
Da Iain bereits vorher mit Blicken kommuniziert, hat er in meiner Vorstellung den Kopf längst zu Emilie gedreht.

... da hob sie ihre Röcke und flitzte auf die Wiese hinaus.

Erbsenzähler-Alarm: Eine Wiese ist eine für die Heugewinnung regelmäßig gesenste Fläche, die sich normalerweise nicht auf einer Waldlichtung befindet.

Sie ergab sich der drohenden Strafe und warf sich ins Gras.

Sicher, dass sie sich der "drohenden Strafe" ergab und nicht Iain? Und eine Strafe droht ihr nur im übertragenen Sinne - im Gegensatz zu dem, was sie von ihrem Vater zu befürchten hat.
Ich finde, es wird langsam Zeit, die erotische Komponente dieses Spielchens zu betonen. Zum Beispiel so:
Sie warf sich ins Gras und nestelte am oberen Verschluss ihres Kleides, als litte sie an Atemnot. "Ich erwarte meine Strafe", japste sie, die Augen halb geschlossen. Ihr war heiß; aber noch heißer wurde ihr, als sie sich Iains Hände auf ihrem Körper vorstellte. Was ging in seinem Kopf vor, wenn er sie so hilflos am Boden liegen sah?

Emilie versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr sie seinen Anblick genoss.

Sie versucht es - aber gelingt es ihr auch? Es ist immer verführerisch, den Prota etwas "versuchen" zu lassen, aber es ist auch vage. Erzählerisch professioneller wäre es, Emilies Verhalten genauer zu schildern: Was tut sie eigentlich, damit Iain ihre lüsternen Blicke nicht bemerkt? Zieht sie einen Flunsch? Betrachtet sie ihn aus den Augenwinkeln?

(Mit dem markanten Kiefer, der geraden Nase mit dem eigenwilligen Höcker und den dichten Brauen unter der gefurchten, sonnengebräunten Stirn hätte man ihn für einen der alten Gottheiten halten können. Das lange, honigbraune Haar war etwas heller als der Bart, der seine herausfordernd kantigen Wangenknochen auch nicht verstecken konnte. Schultern und Arme wirkten selbst unter dem dicksten Umhang massiv und kräftig, wie sie wusste und Iains scharfer Blick durchdrang jeden bis auf den Boden seiner Seele, wenn es ihm beliebte, verborgene Absichten zu ergründen.
Es gab niemanden, der ihm gerne widersprach denn Iain war ein Mann, bei dem die Menschen die Luft anhielten und seine imposante Erscheinung vermochte Männer wie Frauen gleichermaßen einzuschüchtern.
Männer waren von seinem Anblick und der Autorität, die er ausstrahlte, irritiert und reagierten mit ungläubigem Neid. Und bei Frauen, erinnerte Emilie sich mit gewissem Unbehagen, rief er eine Art sinnliche Betörung hervor, wenn die Narbe, die sich von einem Mundwinkel bis über die Wange zog, auf das weibliche Geschlecht nicht einen zusätzlichen Reiz ausübte.
Frauen liebten es zu spielen. Und die Herausforderung des Unerreichbaren war eine allzu mächtige Verlockung für sie. Denn nichts lag ferner, als sich Iains Gunst zu erwerben. So sehr sich die Frauen von den Mägden bis zu den hochgestellten Besucherinnen auch bemühten: jede Taktik, von ihm wahrgenommen zu werden, blieb erfolglos.
Und Emilie musste sich erneut eingestehen, dass auch sie Iains fesselnder Wirkung vollkommen ausgeliefert war.
Sie schluckte schwer. Wenn sie an die Erzählungen über die schrecklichen víkingas dachte, hätte sie sich keinen furchteinflößenderen Seeräuber als Iain vorstellen können. Der beste Krieger des Clans war unerschütterlich wie ein Fels.
Ja, wenn die Welt um sie herum jemals zusammenstürzen, wenn die Sassenach ihr Land angreifen und sie alle in Not und Elend versinken sollten, dann wollte sie sich an Iain festhalten.)

:shock:
Dies ist der Absatz, an dem du wahrscheinlich am längsten gefeilt hast. Vielleicht (ich kann mich irren) ist dies für dich sogar das Kernstück der bisher hier geposteten Teile.
Und es ist leider auch der Abschnitt, der über den Unterschied zwischen Arztroman und ernstgemeinter Literatur entscheidet. Ich weiß, ich lehne mich hier weit aus dem Fenster, aber wenn es in der Schreibwerkstatt einen Konsens gibt, dann den über das sogenannte show, don't tell.
Damit ist gemeint, das Erleben und Beurteilen des Lesers nicht vorwegzunehmen, sondern ihn aus dem, was er über deine Reflektorfigur "sieht", eigene Schlüsse ziehen zu lassen. Das läuft im Idealfall ab wie im richtigen Leben: Wir beoabachten das Verhalten eines Menschen und wie andere auf ihn reagieren, deuten seine Mimik und Gestik und lesen zwischen den Zeilen, wenn wir mit ihm reden. Das Spannende ist aber die anfängliche Unsicherheit, wenn wir jemanden kennenlernen: Wir müssen viele Informationen über ihn sammeln, bis wir das Gefühl haben, ihn zu kennen. In der Grauzone zwischen dem ersten Blick und dem fertigen "Psychogramm" gibt es noch viel Interpretationsspielraum. Am Ende liegen wir mit unserem Urteil fast immer richtig.
Deshalb ist es gewissermaßen unsensibel, dem Leser diese Fähigkeit abzusprechen, indem wir ihm vorschreiben, welches Bild er sich von einem Protagonisten zu machen hat (nämlich das, welches wir als Autor haben :wink: ).
Wenn du schreibst: "Es gab niemanden, der ihm gerne widersprach", dann lieferst du dem Leser ein fertiges, aber statisches Bild, das er so hinnehmen muss.
Wenn du aber beschreibst, wie Alexander nach einem Rüffel von Iain die Augen niederschlägt, sein Adamsapfel sich hebt und senkt und er schließlich eine Entschuldigung murmelt, dann entsteht ein sehr viel lebendigeres Bild. Der Leser kann sich fragen, ob es zwischen Iain und Alexander einen unbewältigten Konflikt gibt, bevor er herausfindet, dass andere genau so auf Iain reagieren. Das hält das Interesse aufrecht.

Zur Beschreibung der Äußerlichkeiten: Die lieferst du als Infoblock ab. Ergebnis: Der Erzählfluss ist unterbrochen, der Leser schlimmstenfalls gelangweilt oder ermüdet.
Du hattest während des vorangeganene Dialogs ausreichend Zeit, um Einzelheiten über Iains Aussehen einzustreuen. Nicht nur das: Du hast mit dem Fangenspielen eine Szene, in der Iain wunderbar seinen gottgleichen Körper vorzeigen kann. Das ist eine Steilvorlage!
Die Reaktionen auf Iains Attraktivität und Ausstrahlung sind dann wieder ein Fall für show, don't tell.

Mit provozierend gesenkten Lidern funkelte sie trotzig zu ihm empor.

Ich glaube, du weißt bereits, was ich zu diesem Satz zu sagen habe *grins*.
Abgesehen von den Adjektiven habe ich Probleme, mir das bildlich vorzustellen. Heißt das, dass ihre Augen schmale Schlitze sind?

„Du scheinst ein Talent dafür zu haben, die Menschen zur Weißglut zu treiben.“

"Du hast ein Talent dafür, die Menschen zur Weißglut zu treiben.“

Iain streckte die Finger aus und schob eine verirrte Haarsträhne aus ihrem Gesicht, die sie immer[LEER]noch japsend vor sich her[LEER]pustete.
Er bemutterte sie immer[LEER]noch wie damals, als sie noch ein kleiner Tunichtgut war und er ihre Blessuren versorgen musste, denn jemand anderen hatte sie nicht an sich herangelassen.

Als Tunichtgut werden üblicherweise keine kleinen Kinder tituliert. Hier passt beispielsweise "Wirbelwind" besser.
Der zweite Satz wirkt sperrig und sollte lieber geteilt werden.

Er ahnte nicht, dass seine Zärtlichkeiten ihr Herz zum (rasen) Rasen brachten.

Ich habe nur eine Zärtlichkeit gezählt :wink: .

* * * * * * *

Abschließend würde ich noch anregen, nicht alle Informationen über Iain und die gemeinsame Vorgeschichte der beiden bereits in dieser (für den Leser) ersten Begegnung offenzulegen. Lass ihnen und den Lesern etwas Zeit - es war sicher nicht ihr letztes Zusammentreffen.
Was mich gewundert hat: Die beiden schlafen nicht miteinander. Sie knutschen nicht mal rum! Worüber machen sie sich denn eigentlich Sorgen?
"Er wird früher oder später dahinterkommen. Wenn das so weitergeht, bekommt er irgendwann einen Tobsuchtsanfall."
Hey, das sagt man in Schmonzetten, wenn man sich schweißüberströmt voneinander löst! Mehr Testosteron, bitte! Du willst das Buch schließlich verkaufen :wink: .

Liebe Grüße,
Thomas
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Re: McPherson-Saga (3/20) Higlander-Roman

Beitragvon TanjaMerz » 21.12.2014, 15:33

Hallo, Fafharad!
Danke für deinen ausführlichen Beitrag!
Endlich komme ich dazu, dir zu antworten.


Dies ist der Absatz, an dem du wahrscheinlich am längsten gefeilt hast. Vielleicht (ich kann mich irren) ist dies für dich sogar das Kernstück der bisher hier geposteten Teile.
Und es ist leider auch der Abschnitt, der über den Unterschied zwischen Arztroman und ernstgemeinter Literatur entscheidet. Ich weiß, ich lehne mich hier weit aus dem Fenster, aber wenn es in der Schreibwerkstatt einen Konsens gibt, dann den über das sogenannte show, don't tell.
Damit ist gemeint, das Erleben und Beurteilen des Lesers nicht vorwegzunehmen, sondern ihn aus dem, was er über deine Reflektorfigur "sieht", eigene Schlüsse ziehen zu lassen. Das läuft im Idealfall ab wie im richtigen Leben: Wir beoabachten das Verhalten eines Menschen und wie andere auf ihn reagieren, deuten seine Mimik und Gestik und lesen zwischen den Zeilen, wenn wir mit ihm reden. Das Spannende ist aber die anfängliche Unsicherheit, wenn wir jemanden kennenlernen: Wir müssen viele Informationen über ihn sammeln, bis wir das Gefühl haben, ihn zu kennen. In der Grauzone zwischen dem ersten Blick und dem fertigen "Psychogramm" gibt es noch viel Interpretationsspielraum. Am Ende liegen wir mit unserem Urteil fast immer richtig.
Deshalb ist es gewissermaßen unsensibel, dem Leser diese Fähigkeit abzusprechen, indem wir ihm vorschreiben, welches Bild er sich von einem Protagonisten zu machen hat (nämlich das, welches wir als Autor haben ).


Ja, das show, dont tell - ich werde mich also vor allem diesem Kardinalfehler widmen und so einiges verändern müssen.
Ich habe auch deine Streichungs- und und Verbesserungsvorschläge zum größten Teil so übernommen. Im Nachhinein kommt mir das alles auch sehr logisch vor...
Alle weiteren Veränderungen, die notwendig sind, wie das show, dont tell, erfordern umfangreichere Textveränderungen, die in diesem Teil hier unmöglich gepostet werden können.

Was mich gewundert hat: Die beiden schlafen nicht miteinander. Sie knutschen nicht mal rum! Worüber machen sie sich denn eigentlich Sorgen?
"Er wird früher oder später dahinterkommen. Wenn das so weitergeht, bekommt er irgendwann einen Tobsuchtsanfall."
Hey, das sagt man in Schmonzetten, wenn man sich schweißüberströmt voneinander löst! Mehr Testosteron, bitte! Du willst das Buch schließlich verkaufen.


Haha! Ja, da hast du recht. Wie heißt es doch so schön? Anfänger zieren sich, ihre Hauptfiguren, ihre “Lieblinge”, durch die Hölle zu schicken. Dabei ist es gerade das, was der Leser sich wünscht.
Ich werd mich zusammenreißen und mehr “Testosteron” einbauen. Die Lunte zünden, die Figuren den verlockendsten Versuchungen und ihren schlimmsten Ängsten aussetzen, sie zur Verzweiflung treiben und alles in die Luft jagen.
Klingt nach Überwindung. Aber auch nach Spaß. :XD:

Liebe Grüße
Tanja
:girl:
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