Mein Anti-Lieblingsbuch

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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon ESchen » 19.04.2014, 21:10

Nie wieder:

Anne Rice - Chronik der Vampire Band 5: Memnoch der Teufel

Vor der ganzen Hysterie habe ich Vampirbücher en masse verschlungen. Nach den ersten 3 Bänden der Chronik der Vampire, die, wie ich finde, nicht ganz gut, aber auch nicht ganz schlecht waren, habe ich mich durch den 4. gekämpft und war dann doch noch mutig genug, den 5. Band anzufangen. Ich habe echt gekämpft. Meine Liebe zu Lestat und die rosa Brille, die ich auf hatte, hat mich hunderte von nichtssagenden Seiten lesen lassen. Ein Gespräch zwischen Vampir und Teufel über Gott und die Welt und den Glauben. Es war so langweilig, dass ich, kaum angefangen, keine zwei Seiten am Stück lesen konnte, ohne dass meine Augen schwer wurden. Ich hab das über Monate mit herumgeschleppt. Das war keine vorüberziehende Grippe. Nein. Ich habe mich ertappt, wie ich nach vorn geblättert habe, um nachzuschauen, wie lange dieses Gespräch denn noch andauert.

Ich habe es nicht zu Ende gelesen.

Ausserdem wurde Lestat von Band zu Band immer dünner und seine Handlungen und Denkweisen bei den Haaren herbeigezogen.
Hinfallen... Aufstehen... Krone richten... Weitergehen...
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Dingelchen » 20.04.2014, 03:12

1. Die Geschichte der O
(Ich fand schon das Vorwort irgendwie ... naja ... gewöhnungsbedürftig. Und bald hatte ich es dann aufgegeben, irgendeinen der Charaktere ansatzweise sympathisch oder interessant zu finden.)

2.) Shades of Grey
(Klischees bis zum Abwinken, eigenartiger Stil und dabei stinklangweilig - außer die Baumarktszene am Anfang, die ist wirklich zu lustig!!! xD)

3.) Antigone
(Nichts gegen die Gattung Drama, aber dieses Buch konnte ich keine 3 Seiten zu lesen, ohne dabei fast einzuschlafen oO.)

So, zu ner ausführlicheren Begründung schaff ich es um die Uhrzeit auch nicht mehr.
Ansonsten fällt mir jetzt kein so schlimmes Hassbuch ein. Vielleicht weil ich meistens eh so wählerisch bin, dass ich gar nicht erst was lese, wo ich glaube, dass es mir nicht gefällt (okay, bis auf SoG). Oder weil ich die schlechten Sachen so gut verdrängt habe ;)

LG
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Nur die Vernunft tanzte nicht mit."

(Horváth - Jugend ohne Gott)
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon zickzack » 20.04.2014, 12:45

Mir ist gerade noch Franz Kafka - Der Prozess eingefallen.
Davon mal abgesehen, dass ich mich mit seinem Schreibstil nicht wirklich anfreunden konnte, fand ich das Buch total langweilig. Zumindest habe ich darauf gewartet, dass endlich was passiert, warum er überhaupt in die Sache hineingerutscht ist... aber nichts... nada. Und wenn das der Clou sein sollte... na danke. Da nützt mir dann auch kein Wissen über Franz Kafka, wenn in diesem Buch einfach nichts passiert. Und das Ende erst....
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Aus dem Nichts wird der plötzlich abgestochen, einfach so. Zumindest kam es mir so vor. Ich dachte, jetzt klärt sich das Ganze endlich auf und dann wird der einfach ermordet. Ich kam mir schon veräppekt vor. :shock:

Da rettet auch die Parabel das Buch nicht.
Und diese abstrusen Idee fand ich auch nicht lustig.
Spoiler: Anzeigen
Ein Gericht, dass im Dachgeschoss seine Geschäfte macht und überhaupt, dass man da nicht wirklich durchgesehen hat und den armen Leuten es da oben viel zu stickig war... haha, wie witzig /ironie aus
:nano: is back: Bleibt auf dem Laufendem was die Ausbreitung angeht!
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Averia » 20.04.2014, 14:04

Die Drachenkämpferin eigentlich eine ziemlich gute Trilogie, nur zieht sie sich am Ende zu sehr wie Kaugummi und zwischen durch fragt man sich, ob man die Hälfte nicht hätte weg lassen können. Interessant daran ist nur, das die Autorin Licia Troisi ursprünglich ein Buch und keine Trilogie schreiben wollten und der Verlag schlussendlich gesagt hat: Machen wir lieber eine Trilogie. Verständlich da es sich um ein Fantasy Buch handelt und Trilogien weggehen wie warme Semmel, aber auch unverständlich weil ein einziges Buch viel besser geworden wäre. Zudem merkt man das die Autorin durch Manga/Anime geprägt wurde, was gar nicht schlecht sein muss, allerdings wird später die Elfen-Magical-Girl-Shojo-Anime/Manga-Logik so auf ihre Bücher übertragen, das man glaubt gleich springt einem der japanische Kitsch in die Augen. Schade, hätte man besser mischen können.

Flavia de Luce davon habe ich nur das erste Buch Mord im Gurkenbeet gelesen, klang schließlich echt witzig der Titel und wenn die Hauptfigur dann noch einen Hauch von Wednesday Addams und Verrückter Wissenschaftlerin hat, sollte da doch eine schöne skurrile Mischung herauskommen! Fehlanzeige. Der Autor Alan Bradley versucht es; zum Lachen oder sonstigen Emotionen, außer Resignation, hat es mich aber leider nicht gebracht.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Kunstmelodie » 20.04.2014, 16:52

Ich bin ehrlich gesagt überrascht, hier ein paar mal "Neunzehn Minuten" von Jodi Picoult gelesen zu haben!
Ich habe das Buch geliebt, obwohl es wahrlich ein schreckliches Thema ist und das Ende fande ich einfach nur spektakulär, aber logisch! naja, so sind Geschmäcker verschieden ;)

Auch "Der Richter und sein Henker" von Friedrich Dürrenmatt habe ich z.B. geliebt! Musste dazu eine Mappe von 10 Seiten anfertigen (Texte/Mind Maps/Vergleiche/Kreuzworträtsel/Interviews all so was zum Buch ausdenken)-es sind 100 geworden, ich denke, das sagt alles :lol:

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Mein absolutes Hassbuch ist Tagebuch einer Lügnerin von Patry Francis!
Da geht es das ganze Buch darüber, wer ihre Freundin umgebracht hat. Sie versucht den Mörder zu finden, lässt sogar zu, das man andere Leute verdächtigt, damit man ihre Familie nicht verdächtigt, tut wirklich alles, man ist total gespannt usw. Und was ist das Ende??!!

Spoiler: Anzeigen
Sie selbst hat ihre Freundin umgebracht, ist schizophren oder was, konnte sich nicht mehr dran erinnern und wandert dann in Knast, ihre eh schon zerbrechliche Familie ist dementsprechend hinüber.


Und ich dachte mir nur so What?! Nicht ernsthaft oder? Will die mich verarschen?! :evil:
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon magico » 22.04.2014, 10:33

Und was ist das Ende??!!


Ich beziehe mich jetzt mal auf den Spoiler. Das Ende erinnert mich ziemlich an Der Monddiamant von Wilkie Collins. Der erste Roman der Geschichte, in dem ein klassischer Detektiv á la Sherlock Holmes vorkam. Allerdings ist das kein Hassbuch von mir. Es ist nicht wahnsinnig toll, aber irgendwie interessant, da es die britische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts so authentisch darstellt.

@Kunstmelodie: Wieso ist das dein Hassbuch? Du hast doch geschrieben, dass du total gespannt warst. Das muss ein Buch erstmal erreichen...! War das Ende so mies? :|
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Kunstmelodie » 22.04.2014, 11:12

@magico: ja spannend wars aber gerade deswegen habe ich mich durch das ende noch mehr verarscht gefühlt. Das komplette buch war durch das ende meiner Meinung nach hinfällig.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon magico » 22.04.2014, 11:46

@Kunstmelodie: Das ist natürlich doof. Ich habe zwar auch schon Bücher gelesen, in denen ich das Ende ziemlich ernüchternd oder unbefriedigend empfand, aber deswegen fand ich die Bücher nicht gleich Schrott. Wenn es allerdings ein so gravierender Punkt war, dann ist es nachvollziehbar.
Wie gesagt: Dann lies bloß nicht "Der Monddiamant"! :mrgreen:
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Kunstmelodie » 22.04.2014, 21:05

Ja, gravierender geht schon gar nicht mehr! Jaaa DANKE für die Warnung, ich werde einen Bogen drum machen! :D
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Bonaventura » 23.04.2014, 01:55

Hm, sind ja doch viele hochliterarische Sachen dabei. Ich füge mal zwei an, die ich beide mit großen Erwartungen angefangen habe, aber bei bestem Willen nicht zu Ende lesen konnte:

"Die Entdeckung des Himmels", von Harry Mulisch. Nach 50 Seiten schon waren mir seine auserwählten, zu Höherem auserkorenen Hauptcharaktere mit ihrer betulichen und nicht die Spur ironisch gebrochenen Arroganz so derart unsympathisch, dass mir ihr und ihrer Welt weiteres Schicksal aber auch sowas von sch...egal war, dass ich beschloss, es gut sein zu lassen. Mögen die den Himmel ohne mich entdeckt haben, ich verzichte dankend.

Und, von einer ganz anderen Seite, "Die Kinder der Toten" von Elfriede Jellinek. Mein Gott, ich liebe wahnsinnige und böse und verzweifelte Bücher. Und ich hab wirklich schon viel in der Richtung gelesen. Schwere, fast unverdauliche Kost schreckt mich nicht ab. Aber die Frau ist ernsthaft krank. Bin tatsächlich fast bis zur Hälfte gekommen, bevor mich das immer noch vollständige Fehlen einer wie auch immer gearteten Erzählstruktur so derart verwirrte und die, wenn man so will, "Handlung" so anwiderte, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, warum, zum Teufel, ich mir sowas in meiner Freizeit antun sollte. Das war nicht luzide, nicht grausam, nicht surreal, sondern einfach nur abstoßend und chaotisch.
Im Gegensatz zum Mulisch werd ichs wohl irgendwann noch mal mit ihr versuchen. Wurmt mich, dass sich mir das so völlig entzieht. Aber, sorry, im Grunde tut sie mir einfach nur leid. Keine guten Voraussetzungen, um ein Buch von jemandem mit Genuss und Gewinn zu lesen.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Helfstyna » 24.04.2014, 23:58

King - The Stand

Ja ich weiß es hat Kultstatus, aber ich habe selten einen so fetten und gleichzeitig so langweiligen Wälzer in Händen gehalten.
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And the stars winked back, for Peter's smile is a most contagious thing"
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Mayhem » 06.05.2014, 18:16

Auch bei mir ist es fast alle sogenannte Schulliteratur.
Warum ließt man da auch immer Bücher von Autoren, die seit mindestens einem halben Jahrhundert tot sind?
Deren Rechtschreibung schlimmer ist als die eines Drittklässlers (an heutigem Maßstab, könnte man das nicht ma aktualisieren)?
Und die Elefantöse Sätze schreiben, die bei uns als schlechter Stil behandelt werden, bei den Autoren allerdings als Stil?
Meine Antiliste bei den Schulsachen:
-Schimmelreiter (Null handlung, erst als das Pferd irgendwann mal auftaucht wirds halbwegs interessant. aber schrecklich geschrieben!)
-Schwarze Spinne (auf eine Seite kommen, wenn man glück hat 3-5 Sätze. Also bitte!)
"... Die nie ein Mensch zuvor gesehen hat." ^^
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon IsaJohanna » 13.05.2014, 14:35

Zu dem Thema fällt mir ein Buch aus meiner früheren Kindheit ein:
Thomas Brezina - No Jungs! Zutritt nur für Hexen (aus dieser Reihe gibt es unheimlich viele Bücher, welches davon es genau war, weiß ich gar nicht mehr so genau...)
Auf jeden Fall scheint diese Reihe genau das zu sein, was Verwandte und Co. besonders gern schenken. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich diese Bücher verabscheue. Wenn ich einmal nicht wusste, was ich mir zu einem Fest wünschen sollte, und jemand mich gefragt hat, habe ich manchmal sogar geantwortet: "Alles, nur nicht Thomas Brezina... :)
Hic rhodos, hic salta.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Felynja » 12.07.2014, 11:01

Das einzige Buch, das ich wirklich beim Lesen verabscheute ist "Nichts" (so heißt es wirklich). Ich hasse es, da ich ständig das Gefühl hatte, es wolle mich auf eine hochtrabende Art belehren und dabei völlig unrealistische Situationen nutzte. Für mich war es schlicht und einfach abscheulich, die Auszeichnung als ich weiß nicht was, tat ihr übriges.
Der Autor spendet den Körper mit allen Organen, der Leser den Lebensatem.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Curiosus » 12.07.2014, 12:11

Ahhhhh das kenn ich! :D
Haben es in der Schule gelesen und es ist einfach nur grauenvoll. :D
"Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz ."
(Cornelia Funke) / im Original von Sir Francis Bacon
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