Mein Anti-Lieblingsbuch

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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Kelpie » 12.07.2014, 13:05

@Mayhem
Die Schwarze Spinne?
Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich versuche immer noch, meine Schwester (die panische Angst vor Krabbeltieren hat) zu überreden, das zu lesen :D

Mein Hass-Buch ist "Zwei Mädchen" von Perihan Magden. Ich habe nie mehr danach (oder davor) so ein zwanghaft perverses, psychisches, idiotisches Buch gelesen.
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Vicioussoul » 25.08.2014, 10:32

Ich habe mir jetzt alle Beiträge hier durchgelesen und ich glaube, dass manche davon besser sind als die Bücher, von denen sie handeln.

Anti-Lieblingsbücher habe ich so gesehen eigentlich kaum (zumindest nicht von denen, die ich privat so lese), aber die Bücher, die in der Schule gelesen werden mussten, scheinen ja nicht so beliebt zu sein und da kann ich mich nur anschließen.

Wobei ich erwähnen möchte, dass ich noch froh gewesen wäre, hätte ich mir Goethe und Konsorten reinziehen müssen. Meine Deutschlehrer aus Schulzeiten haben es immer wahnsinnig gut gemeint und haben uns Bücher vorgesetzt, die in ihren Augen irgendeine Moral für Jugendliche enthalten sollten. Ich kann's nicht bestätigen.

In der Hauptschule waren das ja noch so Bücher wie "Superhenne Hanna" oder "Rennschwein Rudi Rüssel" (wobei ich mich da schon frage, wie ein Lehrer auf die Idee kommt, dass 14-Jährige sowas interessiert, aber egal).

Zu meinen absoluten Anti-Lieblingsbüchern aus der Oberstufe zählen auf jeden Fall drei Werke, die ich im Deutschunterricht lesen musste:

[*]"Nur einer kehrt zurück", den Namen des Autors habe ich erfolgreich verdrängt. Meine Erinnerungen mögen vielleicht lückenhaft sein, also bitte nicht beleidigt sein, falls einer von euch das Buch kennt und mag. Ich war 14 Jahre alt zu der Zeit und dieses Werk hat mir überhaupt nicht gefallen.
Die Geschichte fand ich einfach nur furchtbar. Ich konnte mich kein Stück mit der Protagonistin identifizieren, sie ging mir das ganze Buch hindurch einfach nur auf die Nerven. Dann treiben alle auf irgendeiner Eisscholle, es wird makaber und etwas eklig und zum Schluss gibt's die große Liebe mit Happy End - nein danke!

[*]"Wie im Rausch" von Diane Tullson. Was habe ich dieses Buch gehasst! Das war alles so typisch amerikanisch, dass ich am liebsten gekotzt hätte. Der erhobene Moralapostel-Zeigefinger das ganze Buch hindurch - hätte ich diesen Schund nicht für die Schule lesen müssen, ich hätte es nur noch als Kaffeeuntersetzer benutzt.
Spoiler: Anzeigen
Zwei 17-jährige Freundinnen (Truth und Skye) arbeiten in den Ferien bei einem Pizzalieferdienst. Truth ist total in einen Mitschüler verknallt, der auch dort arbeitet. Der ist einfach nur perfekt, genauso wie Skye. Die beiden sind so perfekt, dass man am liebsten Regenbögen kotzen möchte. Ein anderer Arbeitskollege ist etwas doof, hat aber ein Auto und ist schon alt genug, um Alkohol zu kaufen. Alle gemeinsam sind die zweimal besoffen. ZWEI MAL. Und schon geht es los: Sie wissen noch gar nicht, dass sie schwerste Alkoholiker sind blablabla. Zweimal beschwipst sein (die haben ein paar Bier getrunken...) mit SIEBZEHN! Gott bewahre, lauter Alkoholiker.

Irgendwann sind die dann mal auf einer Strandparty und Skye knutscht vor den Augen ihrer angeblich besten Freundin mit dem Typen rum, auf den diese schon ewig steht. Und dann wird das alles noch so hingestellt, als bräuchte Truth sich gar nicht aufregen und Skye und der Typ passen eh viel besser zusammen und überhaupt ist Skye doch so perfekt und hat keine Fehler. Truth rennt davon, kippt sich ein paar Shots rein und fährt mit irgendwelchen Typen nachhause. Ihre "Freunde" fahren ihr besoffen hinterher und haben einen Unfall. Der Typ stirbt und Skye ist verstümmelt und am Ende wird alles so hingedreht, dass Truth die Schuldige ist und ein schlechtes Gewissen haben sollte, weil sie das alles verbockt hat. Also mal ehrlich, wenn die besoffen mit dem Auto hinter ihr her rasen, dann sind die selber schuld. Ende Gelände.


Ganz ehrlich, die Moral in dem Buch ist so verbogen, dass ich es echt nicht mehr ausgehalten habe. Es kommt jetzt bestimmt nicht so schlimm rüber, aber es war so schlimm.

[*]"Die Liebhaberinnen" von Elfriede Jelinek.
Ja, was soll ich zu diesem Werk sagen? Ich habe von hinten bis vorne nur Bahnhof verstanden.
Die Rechtschreibung, Zeichensetzung sowie Satzbau möchte ich mal vorsichtig als abenteuerlich bezeichnen. Es wird prinzipiell alles klein geschrieben, die Sätze sind komplett abgehackt und einfach furchtbar zu lesen. Der ganze Text ist wie von einem Grundschüler geschrieben.
Auch die Figuren, das ist alles so... surreal irgendwie. So stelle ich mir einen Pilztrip vor.

Erst mal wird eine von den Frauen irgendwann mal ne Weile mit dem Namen des Typen bezeichnet, auf den sie steht. Dann wird auf komplett uninteressante Details eingegangen. Erst wird was über die Frau erzählt, nur um sich dann im Grundschüler-Stil zwei Seiten lang auf eine ausführlichste Beschreibung der BHs, die die Gute näht, einzuschießen. Dass das gesellschaftskritisch sein soll, musste ich googeln. Also das ist einfach nur furchtbar, mir ist schleierhaft, wie die gute Frau einen Literaturnobelpreis gewinnen konnte. :roll:
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Luftmensch » 25.08.2014, 13:29

Kelpie hat geschrieben:Mein Hass-Buch ist "Zwei Mädchen" von Perihan Magden. Ich habe nie mehr danach (oder davor) so ein zwanghaft perverses, psychisches, idiotisches Buch gelesen.


Boah, stimmt. Das Buch habe ich ganz aus meinem Gedächtnis verdrängt. Der Schreibstil hat mir eigentlich gefallen, sehr flüssig, sehr metaphorisch, aber nicht übertrieben. Nur dann ging es komplett den Bach runter.


@Topic:
Wo soll ich da nur anfangen :roll:
Einer meiner Anti-Lieblingsbücher ist "Die alltägliche Physik des Unglücks" von Marisha Pessl.
Die Protagonistin ist dermaßen arrogant und pseudo intelligent, dass einem schier das Essen hoch kommt. Dann wird ständig irgendetwas aus irgendeinem (Fach)Buch zittiert, was das Besondere des Buches ausmachen soll, aber mich hat es einfach nur genervt.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Shepkey » 25.08.2014, 21:11

Luftmensch hat geschrieben: Der Schreibstil hat mir eigentlich gefallen, sehr flüssig, sehr metaphorisch, aber nicht übertrieben. Nur dann ging es komplett den Bach runter.


:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ich hatte mal einen Murakami-Overkill, und zwar bei dem Kurzgeschichtenband Blinde Weide, schlafende Frau, den ich zugebenermaßen nicht zu Ende gelesen habe. Ich hätte sonst geweint oder sehr schnell und erfolgreich vergessen, wie gut mir der "Das Ende der Welt"-Teil aus Hardboiled Wonderland und das Ende der Welt gefallen hat; es war ein bisschen, als sei ich gefangen gewesen in der prätentiösen und leider auch endlosen Welt einer asiatischen Amélie: alles etwas schräg (aber erträglich!), alles etwas tief (in etwa bis zu den Fußknöcheln!) und werbespotmäßig weichzeichnende Sprache --- ich habe aufgehört, als ich beinahe schon geglaubt hatte, die Bevölkerung Japans bestehe zu zwei Dritteln aus Jazzpianisten.

Das war vielleicht ungerecht, aber es hat Spaß gemacht. Trärä.
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Re. Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon summerize » 29.12.2014, 16:31

Hi :)

Bestimmt kennen einige von die Trilogie von Veronica Roth "Die Bestimmung".
Ich bin zuerst auf den Film aufmerksam geworden, als ich dann alle drei Bände zu Weihnachten bekommen habe.
Band 1 und 2 habe ich geliebt und so gesuchtet, doch dann kam Band 3 und somit die pure Enttäuschung.
Ich werde nichts verraten, was passiert ist, nur wie es auf mich gewirkt hat. Will ja nicht spoilern ;)

Normalerweise empfinde ich für Charaktere nur Symphatie und Fieber natürlich immer mit denen mit. Das ist das erste Mal, das ich mich in den beiden Hauptcharakteren (ein Paar) so verliebt habe, das ich nicht nur mit gefühlt habe und mich in ihnen heinein versetzen konnte, sondern auch deren Schmerz spüren konnte und das war im Band drei dann ganz enorm. In der Trilogie sterben meiner Meining nach zu viele Leute, wo man sich dann denkt wieso und erwartet als Leser ein Happy End, damit es nicht nur von Leid handelt. (Okay ein bisschen doch gespoilert... sorry ^^).Aber Pusteblume! Die Autorin hat mit dem dritten Band alles in den Schmutz gezogen und meine ins Herz geschlossenen Lieblinge zerstört.
Ich kenne das nicht von mir. Es hat mich sehr mitgnommen und mich runtergezogen, dass ich das Gefühl hatte, jemanden verloren zu haben. Noch nie habe ich so um Chataktere geweint.

Eigentlich bin kein Fan davon, wenn die Filmindustrie die Geschichte anders darstellt, als es im Buche steht, doch hier verlange ich es und hoffe man kann sich auf sie verlassen.
Für mich hat die Autorin versagt und ihren Charakteren schreckliches an getan und den Lesern auch, das musste nicht sein und da bin ich nicht die einzige, die so denkt.


Habt ihr auch schon mal so gefühlt?


Freu mich auf eure Erfahrungen und Kommentare :)
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Re: Welches Buch hat euch am meisten enttäucht?

Beitragvon zickzack » 29.12.2014, 22:00

So wie du das beschreibst, scheint mir eigentlich eher, dass die Autorin ziemlich fiel richtig gemacht hat. Gerade das mitleiden bei den Charas macht ja gute Bücher aus und (ich kenn die Bücher nicht) gerade wenn die Bücher schon die ganze Zeit von Leid geplagt sind, dann ist wohl ein Happy End nicht immer das passende. Gerade dann erwartet man ein Happy End und vielleicht hat sie sich einfach getraut keines zu schreiben.
Aber gut, kann schon verstehen, dass das bei dir Enttäuschung und vielleicht auch Frust ausgelöst hat. :wink:
Zuletzt geändert von Einsiedler am 30.12.2014, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ist in den empfohlenen Tread geparkt.
:nano: is back: Bleibt auf dem Laufendem was die Ausbreitung angeht!
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon orangelunar » 01.01.2015, 19:02

"Homo faber" von Max Frisch. Das schlimmste Buch, das ich je gelesen habe. War Schullektüre. Ab Seite 173 habe ich gestreikt.
Ansonsten: das erste Buch der Black-Dagger-Reihe. Mann, was für ein (sorry) verschwurbelter Käse. Schwere Logikfehler kann ich gar nicht vertragen.
Spoiler: Anzeigen
Madame wird abends von einem Mann in einer dunklen Gasse überfallen, kann aber durch Flucht entkommen. Ein, zwei Nächte später bricht derselbe Typ in ihre Wohnung ein und sie überrascht ihn, als sie nach Hause kommt. Und was tut Madame? Nein, nimmt nicht die Beine in die Hand, sondern landet mit dem Typen im Bett und er wird ihre große Liebe. Nebenbei wird aus der einst selbstständigen Frau im Laufe des restlichen Buches ein liebestolles Anhängsel. Von Selbstständigkeit keine Spur mehr, ihr Denken kreist nur noch um Monsieur.
Was Monsieur betrifft, der hat sehr schlechte Augen und ist in einer schummrigen Disko so gut wie blind. Läuft dort aber mit Sonnenbrille herum. Und trifft natürlich trotz schlechter Augen mit seinen Wurfsternen so gut wie jedes Mal. Na sicher.
Usw. usw.

Das war mein zweites Vampirbuch (nach "Bis(s) zum Morgengrauen"), seitdem sind Vampirliebesromane bei mir gänzlich abgehakt. (Klassische Vampire wunderbar, aber nicht diese weichgespülte Version.)
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Desira » 27.02.2015, 17:42

Hmmmm, Homo Faber fand ich am Schluss eigentlich ganz gut, hab halt ein bisschen Zeit gebraucht, um damit warm zu werden.

Agnes. Hat schon mal jemand Agnes genannt? Egal. Definitiv Agnes.
Die Geschichte an sich ist von der Idee her nicht mal schlecht (Ein Mann schreibt eine Geschichte über seine Geliebte, die sich wegen dieser Geschichte schließlich umbringt), auch wenn ich die Charaktere einfach nur ätzend fand. Aber wahrscheinlich ist das so gewollt. Ist ja auch egal. Aber was mich so sehr an diesem Buch aufregt, ist, dass es offenbar nur geschrieben wurde, damit es ein "anspruchsvolles" Buch ist. Und damit der Leser auch ja nicht aus den Augen verliert, wie anspruchsvoll dieses Buch ist und was für tiefgründige Themen es behandelt, muss in jedem einzelnen Kapitel mindestens einmal ein Leitmotiv oder ein Verweis auf ein Gedicht/Werk vorkommen. Aber nicht dezent wie bei Homo Faber, nein, man muss es nach der "Wink-mit-dem-Zaunpfahl"-Methode machen, damit auch ja jeder sieht, was für eine tolle Querverbindung der Autor sich da wieder hat einfallen lassen. Oft passen diese Motive oder Verweise gar nicht in die Szene oder man hat den Eindruck, dieses Kapitel sei nur geschrieben worden, um ein weiteres Motiv/einen weiteren Verweis in dem Buch unterzubringen. Und als wäre das alles noch nicht genug, werden wir auch noch dazu gezwungen, es in der Schule zu lesen. Als Abi-Thema.

Huui, ich kann mich immer wieder über dieses Buch aufregen... :lol:
Wer mit dem Strom schwimmt, läuft Gefahr, den Bach runter zu gehen...
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Jupiter » 19.03.2015, 22:44

Tja, jetzt kann ich mal meinen Senf dazugeben (hui, mein erster Kommentar überhaupt; bin ich aufgeregt :D )!
Zu meinem Glück muss ich sagen, dass ich bisher noch nicht so viele schlechte Erfahrungen mit Büchern gemacht habe ... aber ein paar (genau zwei) sind mir dann doch eingefallen:
1. "Fillory - Die Zauberer" von Lev Grossman; das Buch hat 600 Seiten; auf der Rückseite steht, dass Quentin (der Prota) nach Fillory reist und dort mit seinen Freunden eine gefährliche Reise erlebt ... naja ... in das Land sind sie in etwa auf Seite 400 gekommen und die Reise hat (gefühlte) 10 Seiten gedauert ... außerdem bin ich der Meinung, dass diese Gruppe an Protagonisten die erbärmlichste Heldentruppe überhaupt ist (tut mit leid, wenn sich Fillory-Fans angegriffen fühlen)
2. "Rabenschwarz" von Alexander Felden; mein erster und wahrscheinlich letzter Roman des Horror-Genre ... es hat mir klar gemacht, dass ich nicht geschaffen bin für dieses Horror-Psycho-Zeug

wie gesagt, viel ist es nicht, ich hatte ja bisher doch ziemlich viel Glück (auch mit Schullektüren, obwohl mir ("Kleider machen Leute" und "Wilhelm Tell" immer noch im Magen liegen ...)
"Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch nicht das Ende."
Oscar Wilde (Und das Motto meines ersten Protas)
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon LiseDeBaissac1905 » 20.03.2015, 00:00

Was ich überhaupt nicht mag sind Wanderhure Romane von Iny Lorentz, die betrachte ich irgendwie als Schmonzetten die nicht sehr authentisch sind, denn ich bezweifele, dass damals aus einer Wanderhure eine Burgherrin werden konnte, und in den Romanen wird ständig das Wort "Penis" benutzt und alle 40 Seiten gibt es Sex der auch noch ausführlich beschrieben wird.
Irgendwie langweilig...da gibts die ganz guten und die ganz ganz Bösen, am Ende sind die Ganz Ganz Bösen tot und die ganz Guten ein Paar, so ist das in jedem Lorentz Roman, irgendwie zu vorhersehbar und langweilig und die Handlung gibt auch nicht viel Spannung her.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Arynah » 09.09.2015, 10:42

Faserland Ich habe es gehasst. Faserland gehört zu den Büchern, die ich nie wieder anfassen werde. Musste es wegen meines Abiturs lesen (war auch noch in der Prüfung mit drin...) und war froh, es endlich los zu sein. Ich mochte es überhaupt nicht. Mir war es einfach zu oberflächlich und eklig. Natürlich kann man dort einen tieferen Sinn sehen, den haben wir im Unterricht schließlich auch gesucht, aber mir hat das Buch einfach nicht gefallen. Überall liefen angeblich Nazis herum, der Protagonist war dauerhaft betrunken und manche Beschreibungen hätte man sich einfach sparen können. Faserland nie wieder.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon SmilingSeth » 10.09.2015, 20:48

Mein Anti-Lieblingsbuch? Warum steht hier "Lieblings"?
schreiberling hat geschrieben:
SmilingSeth hat geschrieben:I
Dan Brown: unfassbar langweilig, unfassbar schwierig zu lesen. Und ich habe den Hype nie verstanden. Aber ich hab auch nur Sakrileg gelesen und bin seitdem schwer davon überzeugt nie wieder ein Buch von ihm zu lesen.



Ich fand bei Dan Brown Sakrileg eigentlich die unglaublich langweiligen Klischeecharaktere noch schlimmer als die wenig ansprechende Handlung. Ist bei mir auch das einzige Buch von ihm geblieben.

"Although not overly handsome in a classical sense, the forty-year-old Langdon had what his female colleagues referred to as an ‘erudite’ appeal — wisp of gray in his thick brown hair, probing blue eyes, an arrestingly deep voice, and the strong, carefree smile of a collegiate athlete."

"As a boy, Langdon had fallen down an abandoned well shaft and almost died treading water in the narrow space for hours before being rescued. Since then, he'd suffered a haunting phobia of enclosed spaces - elevators, subways, squash courts."
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Alesán » 11.09.2015, 12:40

Normalerweise nehme ich es nicht so streng mit Büchern. Solange die Story halbwegs okay ist, finde ich es nicht so schlimm, wenn manche Autoren einen seltsamen Stil haben oder ewig lange die Handlung hinauszögern.
Es gibt allerdings zwei Bücher, die ich tatsächlich verabscheue:

    "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse ist das einzige Buch, bei dem ich nicht über die ersten paar Kapitel hinausgekommen bin, weil es soooo langweilig war. Es passiert absolut nichts.
    Das zweite Buch hieß "Und wieder Winter". Die Protagonistin ist so melodramatisch und egoistisch, dass es nicht auszuhalten ist.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Vaerson » 11.09.2015, 14:02

"Die Zwerge" - Nicht weil die Reihe besonders schlecht war, sondern weil sie Mittelmaß war. Und wenn ich aufzählen müsste, was mir an heutiger Fantasy missfällt, dann könnte ich jeden einzelnen Punkt dieser Liste mit einem Beispiel aus Markus Heitzes Werken belegen.
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Re: Mein Anti-Lieblingsbuch

Beitragvon Amilyn » 21.09.2015, 11:51

Aus der Schulzeit habe ich auch noch so einige Ausreißer, obwohl wir uns später die Bücher selbst aussuchen durften. Aber auch, als ich mir nach der Schule die Bücher zum Lesen ausgesucht habe, hatte ich nicht immer ein goldenes Händchen...

Absolut katastrophal fand ich:

Die Verwandlung - Franz Kafka
Gregor Samsa (ich werde diesen Namen NIEMALS vergessen, und - alle Gregors dieser Welt mögen mir verzeihen - ich kann aufgrund dieses grässlichen Buches den Namen bis heute einfach nicht vertragen) wohnt noch bei Mama, wacht eines Morgens als menschgroßer Käfer auf, und sein Chef steht ständig vor seiner Tür und will wissen, wo er nun bleibt.
Mag ja sein, dass hinter dieser Geschichte eine wahnsinnig tiefgründige Bedeutung steckt, ich hab sie nirgends gefunden, diese Bedeutung. Und spätestens, als ein Apfel auf seinem Käferrücken verschimmelt ist, hab ich aufgehört zu lesen.

Die Wand - Marlen Haushofer
Frau fährt mit Freunden übers Wochenende auf eine Alm. Frau wacht morgens alleine auf. Freunde weg, unsichtbare Wand um die Alm. Alle anderen außerhalb der Wand sind erstarrt. Frau bleibt allein auf der Alm mit einer Kuh und einem Kälbchen.
Auch hier mag eine mordsmäßig tiefgründige Bedeutung dahinter stecken, die Geschichte an sich ist nur leider unfassbar langweilig, es gibt keinerlei wörtliche Rede, alles zieht sich wie Kaugummi... Mich hat's tierisch genervt...

Die beiden waren aus der Schulzeit. Dann gab's noch das vielgenannte Buch:

Illuminati - Dan Brown
Wie habe ich mich durch den Anfang gequält, wo dieser Robert Sowieso ewig lang im CERN rumgehangen ist, und da in allen Details durchgekaut wurde, was man da so macht und arbeitet und weiß-ich-was, gespickt mit irgendwelchen Pysik-Witzchen, die ich nun mal beim besten Willen nicht verstanden habe.
Dann wurde es plötzlich spannend mit dieser Schnitzeljagd durch Rom, nicht wirklich originell, aber ich fand's echt gut.
Und dann der Schluss... Ich hab gedacht, ich flippe aus. So einen Schwachsinn hab ich selten gelesen. Ich kann mich allerdings nur noch vage an irgendwas mit einem Hubschrauber erinnern, und daran, dass in der Verfilmung ausgerechnet Ewan McGregor sich zu der Rolle von diesem Typ herabgelassen hat, der den Hubschrauber geflogen hat. Oh, Ewan, mit wie viel Geld haben sie Dich nur gelockt?? :cry:

Krähenmädchen - Erik Axl Sund
Das war besonders fies, denn ich war schwanger und hatte während der gesamten Schwangerschaft gefühlte hundert Bücher angefangen, die ich alle nach den ersten Seiten weggelegt hatte, und für Krähenmädchen hatte ich dann irgendwann auch noch den vollen Preis bezahlt, also in einer Buchhandlung gekauft und nicht auf dem Flohmarkt oder dem Wühltisch und sagte noch zu meinem Mann: "Ich will mal wieder ein richtig gutes Buch lesen".
Nee, war nix. Da wird also irgendwer ermordet, und irgendeine muss das aufklären. Jetzt haben die Autoren wohl beschlossen, die Polizeiarbeit möglichst realistisch darzustellen, denn die Ermittlungen waren so zäh und langweilig, da passierte einfach gar nichts. Und diese Polizisten ermittelte auch noch ständig in irgendwelche Richtungen, die später überhaupt nichts mit der Lösung zu tun hatten. Musste aber alles genauestens durchgekaut werden.
Mit Thriller hatte das herzlich wenig zu tun, besonders, da man ab der Mitte des Buches schon weiß, wer-was-wo-wann-wie... Und als hätten es die Autoren gewusst, dass sie ein sehr durchschaubares Buch schreiben, haben sie noch allen möglichen Humbug in die Handlung gequetscht, den sie thrillermäßig finden konnten.

Tribute von Panem/letzter Band - Suzanne Collins
Ach, was habe ich die ersten beiden Bände verschlungen, die waren echt toll.
Der letzte hätte ja auch toll werden können, da war aber leider die Ich-und-Gegenwart-Perspektive im Weg, denn die liebe Katniss lag das halbe Buch über entweder im Koma oder im Medikamentenrausch oder in sonst einem Ich-kann-gerade-nicht-erzählen-was-passiert-tja-doof-gelaufen-liebe-Leser-Zustand.
Hat mir die ganze Reihe vermurkst, leider, leider :(

Jetzt mein absoluter Favorit. Ich hab's in meiner Vorstellung schon geschrieben, dass ich zu diesem Buch so wunderbare Negativ-Kritiken gelesen habe, dass ich es einfach auch mal lesen wollte. Rein aus Neugier. Und es ist wirklich soooooooooo schlecht:

Shades of Grey - EL James
1. Dämlich-Faktor: die Story wiederholt sich das ganze Buch über. Sie schreiben sich irgendwelche Doof-E-Mails, er fliegt/fährt/läuft per Privatjet/Limousine/Lackschühchen zu ihr, sie tun es. Des woars, mehr passiert nicht. Und das immer und immer wieder.
2. Dämlich-Faktor: sie sieht ja rattenscharf aus, ist witzig, liebenswert und hat zehn Millionen Verehrer, aber ist mit Anfang 20 noch völlig ungeküsst und -berührt. Außerdem hat sie gleich zwei innere Stimmen, mit denen sie sich die ganze Zeit unterhält - nerv...
3. Dämlich-Faktor: die ganze SM-Thematik, die als wild und aufregend auf dem Klappentext beschrieben wird, aber nur am Schluss mal kurz und relativ schmerzlos ausgeführt wird. Und daraus entsteht dann ein SM-Hype, und jeder wollte ja schon immer mal insgeheim mit der Peitsche... Ach nee...
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