Meine Idee-Eure Meinung

Tipps, Ratschläge und Hilfen zum Schreiben. Wie machst du das? Hilfe bei Blockaden, Hemmungen und Anfangsschwierigkeiten

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Ketzer » 15.09.2015, 21:46

Wenn ich dich richtig verstehe, willst du deinen Charakter regelmäßig die Vierte Wand durchbrechen lassen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Wand
Im Grunde ein bisschen so wie "Deadpool" oder "Macolm mittendrin" (wenn dir die was sagen)?

Vielleicht wäre es hilfreich dir mal anzusehen, wie andere Bücher bzw Filme Brüche in der Vierten Wand dargestellt haben. In deinem Fall stelle ich es mir nämlich schwierig vor, da der Protagonist Widerrede mit dem Erzähler hält. Der Erzähler hat aber keine echte Dialogstimme, da er ja dem Leser die Geschichte erzählt. Hier wendet sich der Erzähler aber sowohl an den Protagonisten, als auch den Leser. Ich kann mir vorstellen, dass es handwerklich schwierig ist das in eine ansprechende Form zu bringen. Man könnte es vielleicht so gestalten, dass der Erzähler non-verbal mit dem Protagonisten interagiert.

(Sehr schlechtes) Beispiel:
Der Ermittler trug eine schwarze Schirmmütze.
Ermittler: "Ich will keine Schirmmütze tragen!"
Auf der Schirmmütze war das Logo seiner Lieblings-Baseball-Mannschaft abgebildet.
Ermittler: "Was redest du da? Ich steh doch überhaupt nicht auf Sport."
Er trug sie täglich seit seinem zehnten Gebutstag, an dem er sie von seinem Vater geschenkt bekam.
Ermittler: "Hallo? Hörst du mir überhaupt zu?"
Obwohl es draußen regnete, hatte der Ermittler keinen Hut auf.
Ermittler: "Danke, warum nicht gleich so?"

Wie bereits gesagt, ich kann mir schwer vorstellen, wie man die Widerrede zwischen Erzähler und Protagonist darstellen soll. Im Prinzip erzählt die Erzählstimme ja, wie der Protagonist ihm widerspricht. Knifflig könnte hier auch die Zeitform werden, wenn der Erzähler die Geschichte zB im Präteritum erzählt, aber der Protagonist unterbricht ihn während dem Erzählen, also in der Gegenwart. Vorallem: Was machst du, wenn der Erzähler den Ermittler etwas sagen lässt, was der Ermittler nicht sagen will? Wie schreibst du das auf, dass man differenzieren kann, was der Ermittler freiwillig sagt und was er unfreiwillig sagt?

Ganz einfach gesagt: Du machst den Erzähler selbst zu einem weiteren Protagonisten in deiner Geschichte. Vielleicht wäre es besser, wenn du einen auktorialen Erzähler hast, der über einen Erzähler berichtet, der Widerrede mit seinem Protagonisten hält. Vielleicht kannst du auch eine kleine Rahmenhandlung daraus machen, um es dir leichter zu machen.

Beispiel: Der Autor Max Mustermann hat eine sehr lebhafte Fantasie. Er schreibt einen Krimi über einen Ermittler und hält während dem Schreiben in seiner Fantasie Wiederrede mit dem Ermittler und ändert dann immer seine Textpassagen. Dadurch bleibt die Erzählstimme des Romans selbst unangetastet und du hast tatsächlich zwei Protagonsiten - den Autor und die Romanfigur, über die der Autor schreibt. Das wäre für den Anfang vielleicht leichter dazustellen.

mfg
Ketzer
Ketzer
 
Beiträge: 426
Registriert: 19.09.2010, 20:06

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Ankh » 15.09.2015, 22:05

Ketzer hat geschrieben:Wie bereits gesagt, ich kann mir schwer vorstellen, wie man die Widerrede zwischen Erzähler und Protagonist darstellen soll. Im Prinzip erzählt die Erzählstimme ja, wie der Protagonist ihm widerspricht. Knifflig könnte hier auch die Zeitform werden, wenn der Erzähler die Geschichte zB im Präteritum erzählt, aber der Protagonist unterbricht ihn während dem Erzählen, also in der Gegenwart.


Das erinnert mich an das PC Spiel "the Bard's Tale" wo sich Erzähler und Held nicht ganz grün sind und öfter anfangen zu diskutieren, z.B. hier ab 22:20 (leider nur auf Englisch).
Benutzeravatar
Ankh
 
Beiträge: 461
Registriert: 05.07.2015, 12:27

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Ketzer » 15.09.2015, 22:24

Ankh hat geschrieben:
Ketzer hat geschrieben:Wie bereits gesagt, ich kann mir schwer vorstellen, wie man die Widerrede zwischen Erzähler und Protagonist darstellen soll. Im Prinzip erzählt die Erzählstimme ja, wie der Protagonist ihm widerspricht. Knifflig könnte hier auch die Zeitform werden, wenn der Erzähler die Geschichte zB im Präteritum erzählt, aber der Protagonist unterbricht ihn während dem Erzählen, also in der Gegenwart.


Das erinnert mich an das PC Spiel "the Bard's Tale" wo sich Erzähler und Held nicht ganz grün sind und öfter anfangen zu diskutieren, z.B. hier ab 22:20 (leider nur auf Englisch).

Oder "The Stanley Parable" - daran erinnert mich gerade dein "Bard's Tale" Beispiel.
Ketzer
 
Beiträge: 426
Registriert: 19.09.2010, 20:06

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Nigromantia » 15.09.2015, 23:11

ketzer hat geschrieben:Der Ermittler trug eine schwarze Schirmmütze.
Ermittler: "Ich will keine Schirmmütze tragen!"
Auf der Schirmmütze war das Logo seiner Lieblings-Baseball-Mannschaft abgebildet.
Ermittler: "Was redest du da? Ich steh doch überhaupt nicht auf Sport."
Er trug sie täglich seit seinem zehnten Gebutstag, an dem er sie von seinem Vater geschenkt bekam.
Ermittler: "Hallo? Hörst du mir überhaupt zu?"
Obwohl es draußen regnete, hatte der Ermittler keinen Hut auf.
Ermittler: "Danke, warum nicht gleich so? - Nee, halt warte, ich werd ja nass!"


:XD:

Tsaphyre hat geschrieben:
Maggi1417 hat geschrieben: Außerdem schließe ich mich Milch an: Einen "normalen" Roman zu schreiben ist schwer genug. Ich würde dir erst einmal raten ein paar Bücher ohne solche Dekoration fertig zu stellen, bis du dein Handwerk im Schlaf beherrscht. Dann kannst dich ja immer noch an solchen Kunstgriffen probieren. Aber erst mal sollte man die Basics verinnerlichen...


das sehe ich gänzlich anders. Jeder sollte mit dem Roman beginnen, der ihm am meisten unter den Nägeln brennt. Wenn man seinen ersten Roman schreibt, braucht man vor allem eins: Durchhaltevermögen. Und das, so glaube ich, ist gerad für das Erstlingswerk am besten durch Begeisterung zu haben.


Ich muss mich Maggis Beitrag anschließen. Klar, es brennt einem unter den Nägeln und niemandem soll der kreative Wind aus den Segeln genommen werden - aber würde letzteres nicht vielleicht auch passieren, wenn Kimmy sich viel zu viel vornimmt und nach dem Scheitern keine Lust mehr aufs Schreiben hat? Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen muss, und niemand würde auf die Idee kommen, am ersten Tag der Schreinerlehre ein feinziseliertes Holzkästchen mit Blattgold-Applikationen zu machen. Als (von vornherein kurz angelegte) Übung fand ich es aber auch gut. Und vielleicht findet Kimmy ja auch über diesen Gedanken zur Traumgeschichte. Vielleicht ist es ja auch nur eine "Zwischenidee". ;-)

LG Nigro
o~ You've been critisizing yourself for years and it has't worked. Try approving of yourself and see what happens. (Louise Hay) ~o

:nano:
Benutzeravatar
Nigromantia
 
Beiträge: 3189
Registriert: 11.09.2008, 14:26
Wohnort: Sol III

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Kimmy » 15.09.2015, 23:55

Nigromantia hat geschrieben:
ketzer hat geschrieben:Der Ermittler trug eine schwarze Schirmmütze.
Ermittler: "Ich will keine Schirmmütze tragen!"
Auf der Schirmmütze war das Logo seiner Lieblings-Baseball-Mannschaft abgebildet.
Ermittler: "Was redest du da? Ich steh doch überhaupt nicht auf Sport."
Er trug sie täglich seit seinem zehnten Gebutstag, an dem er sie von seinem Vater geschenkt bekam.
Ermittler: "Hallo? Hörst du mir überhaupt zu?"
Obwohl es draußen regnete, hatte der Ermittler keinen Hut auf.
Ermittler: "Danke, warum nicht gleich so? - Nee, halt warte, ich werd ja nass!"


:XD:

genauso hatte ich mir das vorgestellt, natürlich nicht durchgängig im ganzen Buch, aber schon an der ein oder anderen Stelle :D, sonst könnte ich gleich ein Buch wie der "Sturm des Jahrhunderts" in Drehbuchform schreiben ....

Tsaphyre hat geschrieben:
Maggi1417 hat geschrieben: Außerdem schließe ich mich Milch an: Einen "normalen" Roman zu schreiben ist schwer genug. Ich würde dir erst einmal raten ein paar Bücher ohne solche Dekoration fertig zu stellen, bis du dein Handwerk im Schlaf beherrscht. Dann kannst dich ja immer noch an solchen Kunstgriffen probieren. Aber erst mal sollte man die Basics verinnerlichen...


das sehe ich gänzlich anders. Jeder sollte mit dem Roman beginnen, der ihm am meisten unter den Nägeln brennt. Wenn man seinen ersten Roman schreibt, braucht man vor allem eins: Durchhaltevermögen. Und das, so glaube ich, ist gerad für das Erstlingswerk am besten durch Begeisterung zu haben.


Ich muss mich Maggis Beitrag anschließen. Klar, es brennt einem unter den Nägeln und niemandem soll der kreative Wind aus den Segeln genommen werden - aber würde letzteres nicht vielleicht auch passieren, wenn Kimmy sich viel zu viel vornimmt und nach dem Scheitern keine Lust mehr aufs Schreiben hat? Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen muss, und niemand würde auf die Idee kommen, am ersten Tag der Schreinerlehre ein feinziseliertes Holzkästchen mit Blattgold-Applikationen zu machen. Als (von vornherein kurz angelegte) Übung fand ich es aber auch gut. Und vielleicht findet Kimmy ja auch über diesen Gedanken zur Traumgeschichte. Vielleicht ist es ja auch nur eine "Zwischenidee". ;-)

LG Nigro


....aber wenn ich eure Gedanken dazu so lese und verinnerliche, dann sollte ich vielleicht erstmal ein paar Romane schreiben (kleiner Größenwahn-Scherz :wink: ), bevor ich diese Idee komplett in ein Buch übernehme. Spaß beiseite, das klingt doch komplizierter, als ich gedacht hatte.
Liebe Grüße
Kimmy
Benutzeravatar
Kimmy
 
Beiträge: 8
Registriert: 15.09.2015, 11:40
Wohnort: Leipzig

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Nigromantia » 16.09.2015, 08:20

Vielleicht könntest du auch erstmal ein paar Kurzgeschichten schreiben und sehen, ob es für dich klappt. Wenn nicht, ist es eine Übung, wenn ja, kannst du sie zu Romanszenen umarbeiten. ;-)
o~ You've been critisizing yourself for years and it has't worked. Try approving of yourself and see what happens. (Louise Hay) ~o

:nano:
Benutzeravatar
Nigromantia
 
Beiträge: 3189
Registriert: 11.09.2008, 14:26
Wohnort: Sol III

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Kimmy » 16.09.2015, 11:20

Nigromantia hat geschrieben:Vielleicht könntest du auch erstmal ein paar Kurzgeschichten schreiben und sehen, ob es für dich klappt. Wenn nicht, ist es eine Übung, wenn ja, kannst du sie zu Romanszenen umarbeiten. ;-)


gute Idee, danke Nigromantia. Das werde ich machen und schauen ob es funktioniert
Liebe Grüße
Kimmy
Benutzeravatar
Kimmy
 
Beiträge: 8
Registriert: 15.09.2015, 11:40
Wohnort: Leipzig

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Ankh » 16.09.2015, 12:08

Nigromantia hat geschrieben:Ich muss mich Maggis Beitrag anschließen. Klar, es brennt einem unter den Nägeln und niemandem soll der kreative Wind aus den Segeln genommen werden - aber würde letzteres nicht vielleicht auch passieren, wenn Kimmy sich viel zu viel vornimmt und nach dem Scheitern keine Lust mehr aufs Schreiben hat? Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen muss, und niemand würde auf die Idee kommen, am ersten Tag der Schreinerlehre ein feinziseliertes Holzkästchen mit Blattgold-Applikationen zu machen.


Ich will den Thread nicht kapern (vielleicht können wir ja einen neuen dafür aufmachen?), aber ich bin so ein Typ, der mit den Blattgoldschnitzereien anfängt, und das dann auch durchzieht. Ja, es ist ein viel größerer Berg, der vor einem liegt, aber es ist der Berg, wo ich raufwill, nicht irgendein anderer. Und das motiviert mich, alles zu lernen, was dafür nötig ist. Sonst macht man doch nur Kompromisse "ach, das Problem muss ich ja nicht unbedingt angehen, das hier ist doch nur eine Übung, lass ichs halt einfach weg und kümmer mich ein andermal drum."
Ich habe mich auf diese Weise z.B. in mehrere Spieleeditoren eingearbeitet und nach dem ersten Szenario/ der ersten Welt (die jeweils Jahre gebraucht haben) kannte ich wirklich *alle* Tricks. Und die habe ich mir nur angeeignet, weil ich wollte, das mein Traumwerk so wird, wie ich es mir vorstelle, und mich entsprechend reingekniet habe. Bei einem Werk, an dem mein Herzblut nicht gehangen hätte, hätte ich bestimmt nicht monatelang nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem gesucht. Entweder hätte ich meine Ansprüche runtergeschraubt oder das Projekt ganz aufgegeben.

Also, ist alles eine Typfrage :wink: Manche Leute wollen sich nicht mit kleinen Brötchen herumschlagen, wenn sie Lust haben, die perfekte Hochzeitstorte zu becken.
Benutzeravatar
Ankh
 
Beiträge: 461
Registriert: 05.07.2015, 12:27

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Maggi1417 » 16.09.2015, 16:57

Ja, es ist ein viel größerer Berg, der vor einem liegt, aber es ist der Berg, wo ich raufwill, nicht irgendein anderer
Hm... ich weiß ja nicht. Ich kenne nicht viele Autoren, die wirklich nur eine einzige Idee für einen Roman haben. Mir fallen oft mehrere "Ideen" pro Woche ein, aus denen man was machen könnte. So ein Roman-Projekt ist ein verdammt großes commitment. Klar sollte man mit Leidenschaft bei der Sache sein und nicht aus Vernunft ein Projekt zur Übungszwecken anfangen, aber mit ein bisschen Brainstorming fallen einem ja vielleicht auch noch coole Ideen ein, die einen handwerklich nicht gleich überfordern.
Wenn ich einen Roman beginne, möchte ich jedenfalls das er gut wird.
Nichts ist frustrierender, als ein bestimmtes Bild vor Augen zu haben und festzustellen, dass die eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen, um es so umzusetzen, wie man es sich vorstellt.
Benutzeravatar
Maggi1417
 
Beiträge: 897
Registriert: 29.11.2013, 23:11

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon mareis » 21.09.2015, 19:00

Ich teile da die Meinung weiter oben. Wenn dir die Idee gefällt, dann zieh es durch. Ich habe mir für meine erste längere Geschichte ziemlich viel aufgebürdet, vor allem weil meine Vorstellung immer komplexer geworden ist. Dadurch glaube ich, habe ich aber unglaublich viel gelernt, weil ich meine grauen Zellen extrem beansprucht habe. Es kommt halt darauf an, ob du lernen willst oder einfach schnell eine druckbare Geschichte vorlegen willst.
If art is to nourish the roots of our culture, society must set the artist free to follow his vision wherever it takes him.
- John F Kennedy
Benutzeravatar
mareis
 
Beiträge: 15
Registriert: 19.09.2015, 13:23

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon BenP » 22.09.2015, 22:14

Mit dieser Idee hast du vor allem ein Problem: Sie ist keine Idee für eine Geschichte (zumindest nicht in dieser Form). Und es bringt dir überhaupt nichts, tolle Ideen zu haben, wenn du keine Geschichte zu erzählen hast.
Wenn du wirklich einen Roman schreiben willst, suche zuerst nach einer Geschichte. Einem Protagonisten oder einer Protagonistin, die ein Problem bekommt (Konflikt), das er/sie lösen muss, womit er/sie dann auch ein Ziel hat. Erst aus einer solchen Konstellation (Held*in -> Ziel <- antagonistische Kraft = Konflikt) ergibt sich eine (erzählenswerte) Geschichte.
Solchen Grundideen folgen dann natürlich weitere Ideen, die aber nun (hoffentlich) zielführend sind, indem sie deine Geschichte voranbringen, statt einfach nur um ihrer Selbst willen auf die Welt zu kommen.
Die Magiera, PersonalNovel, 2009
Kampf um jeden Meter, PersonalNovel, 2011
Benutzeravatar
BenP
 
Beiträge: 76
Registriert: 08.06.2010, 15:04
Wohnort: Rostock
Blog: Blog ansehen (8)

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Tsaphyre » 24.09.2015, 11:55

Hallo BenP,

auch da bin ich anderer Meinung. Geschichten entstehen auf unzählige und vielfältige Arten. Bei mir beginnen sie ganz oft mit einem Protagonisten, ohne dass ich irgendeine konkrete Geschichte im Kopf hätte. Einfach drauflosschreiben, witzig, blöd, ernst, langweilig - völlig egal. Meistens finde ich schon im allerersten Ansatz eine tolle Idee für den Inhalt der Geschichte... :wink:

Aus einer ersten Idee lässt sich mit Elan und etwas Geduld oft etwas machen. Genau das ist doch das Tolle an der Kreativität, dass man im ersten Samen noch gar nicht erkennt, was daraus wird, er aber schon so fasziniert, dass er einen nicht mehr loslässt.

Jeder Autor arbeitet anders. Vielleicht ist es sogar anfangs eine der schwierigsten Aufgaben, herauszufinden, welche Arbeitsweisen für einen selbst die besten sind. :girl:

Tsaphyre
Mein Blog: Musenselig Sirenenberauscht - Verborgene Gärten der Sehnenden Lust

Das kreative Chaos ist ein Trancezustand angenehmster innerer Verwirrung und seltsam zusammenhangloser Verwunderung. (Tsaphyre Ziegenfuß)
Benutzeravatar
Tsaphyre
NaNoWriMo 2015
NaNoWriMo 2015
 
Beiträge: 490
Registriert: 27.08.2014, 17:40

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon grit » 24.09.2015, 12:43

Es kann sehr erheiternd wirken, wenn das Selbstbild, das die Figur von sich hat, mit dem kollidiert, das der Erzähler zeichnet. Ich denke, um das mal auszuprobieren, wie es funktioniert und ob es dir gelingt, ist es am besten, diese beiden erst mal in einer kürzeren Geschichte agieren zu lassen. Dabei kannst du das ganz gut austesten und für dich selbst überprüfen, ob das so auch in einem Roman funktionieren würde.
Wenn dich die Idee gepackt hat - jetzt brauchst du "nur noch" einen knackigen Fall für deinen Ermittler - dann versuch es einfach. Wenn es nicht so klappt, wie du dir das vorgestellt hast, dann war es zumindest eine gute Übung.
Was zuerst da ist - die Figur oder die Geschichte - da wird es immer beide Varianten geben.
Das Durchbrechen der Vierten Wand hat durchaus seinen Reiz.
grit
 
Beiträge: 270
Registriert: 19.11.2011, 16:11

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Amilyn » 24.09.2015, 18:24

Ich finde die Grundidee auch sehr interessant, Kimmy, und wenn Du es in Kurzgeschichten oder einzelnen Szenen übst und zum Kommentieren hier rein stellst, kannst Du ja testen, wie es ankommt. Und beim Schreiben kannst Du natürlich auch testen, ob es Dir leicht von der Hand geht oder anstrengend ist.

Aber mal was anderes: Chief Inspector... soweit ich das als Fernsehgucker und Buchleser weiß, gibt es das nicht beim FBI. Chief Inspector schiebe ich als einer der höchsten Ränge bei der britischen Polizei. Beim FBI sind sie (Special) Agents.

Bitte korrigiere mich jemand, wenn er's besser weiß. Wie gesagt, ich glänze gerade nur mit Fernsehwissen :wink:

Edit: hätte hier was von http://www.helpster.de/fbi-raenge-wisse ... zei_139040

In der US-Bundespolizei gibt es, ähnlich wie bei der deutschen Polizei, unterschiedliche Ränge, die einer hierarchischen Ordnung unterstehen. Nach der Ausbildung bekleidet man den Rang eines "New Agents". Je nach Dienstzeit und Einsatzgebiet steigt man in den Rängen auf, und zwar nach folgender Reihenfolge: Special Agent, Supervisory Special Agent, Assistant Special Agent in Charge, Special Agent in Charge, Assistant Director, Deputy Director, Director. Die Dienstzeit eines Agents endet mit dem 55. Lebensjahr.
Benutzeravatar
Amilyn
 
Beiträge: 48
Registriert: 18.09.2015, 07:12
Blog: Blog ansehen (1)

Re: Meine Idee-Eure Meinung

Beitragvon Alys » 26.09.2015, 12:04

Ich finde die Grundidee sehr spannend und könnte es mir gut vorstellen, ein solches Buch zu lesen. Allerdings glaube ich auch, dass es wahnsinnig schwierig ist, so einen Dialog zwischen Protagonist und Erzähler (und Leser?) so aufrechtzuhalten, dass es nicht sehr anstrengend zum Lesen wird. Aber die Idee ist toll.

In einem stimme ich BenP aber zu: das ist keine Idee für eine Geschichte. Es ist die Idee für den Stil, in dem Du das Buch schreiben willst. Und ganz egal, wie toll der Stil eines Autors ist - wenn die Geschichte nicht interessant ist, dann wird man das Buch als Leser irgendwann weglegen.
Alys
 
Beiträge: 490
Registriert: 30.12.2014, 15:26

VorherigeNächste

Zurück zu Kreatives Schreiben

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste