Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Frydrun » 13.10.2015, 22:29

SmilingSeth hat geschrieben:Nein, ich meine Namen werden doch quasi willkürlich, völlig random vergeben und bei dir klingt es so, als würdest du mit dem Namen schon von vorherein aussagen, dass er der Held/Hauptfigur dieser Geschichte ist.


Well, auch bei uns in Europa wird der Name oft nach der Bedeutung oder dem Klang ausgesucht und Eltern versuchen ja immer eine gewisse Bindung zwischen Name und dem geliebten Kind herzustellen. Ich meine, bei unserer Familie jedenfalls war und ist es so, dass jeder Name eine schöne, positive Bedeutung hat. Der Name einer meiner Brüder hat die Bedeutung "kühn, mutig, tapfer" - mal sehen, wie mein Bruder sich entwickelt. Noch ist er sehr jung, still und brav, lernt Französisch und Englisch in der Grundschule und spielt Geige und Flöte. Eigentlich ein Musterkind, wenn man es so sehen mag. Somit passt der Name jedenfalls auch nicht zu seinem Charakter - aber er gibt, wenns sein soll, auch mal Kraft.


Ankh hat geschrieben:Das ist in unserem Kulturkreis so, weil Namen bei der Geburt vergeben werden, wenn man noch nicht viel von dem Charakter des Kindes, seinen Fähigkeiten, Vorlieben und seinem Temperament weiß.

Bei vielen Indianerstämmen bekommen die Kinder ihren (endgültigen) Namen aber erst mit bestimmten Initiationsriten auf dem Weg zum Erwachsenwerden, oder vielleicht auch durch begebenheiten in ihrem Leben, an die sich jeder im Stamm erinnert. Diese Namen haben durchaus eine Bedeutung, die zum Leben bzw. zum Charakter der Person passt. Auf der anderen Seite finde ich die Idee durchaus witzig, dass ein Kind hochtrabend "Donnerherz" genannt wird (ist ja schließlich der Häuptlingssohn), und sich dann als ein eher ruhiger, überlegter Mensch entpuppt.


Da schließe ich mich an. Itindé-jéé ist ja jetzt offiziell umbenannt, wenngleich mich deine Idee auch sehr anspricht, Ankh ... :-)
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