Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

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Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Frydrun » 16.06.2015, 20:34

Hallo liebe Leute!


Ich habe ein kleines Problem:

Ich schreibe gerade an einer "Reiseerzählung" - à la Karl May; eben wie May hinterm Schreibtisch halt ... :-) Die Geschichte spielt im ersten Teil im Wilden Westen, anno 1869.

Nun ist dieser erste von voraussichtlich drei Teilen fertig und ich gab ihn mal zwei Freundinnen zum Probelesen. Nun, kurz und bündig, das Buch an sich gefiel ihnen sehr gut und jeder hatte auch einen Lieblingscharakter, was ja durchaus positiv ist. Doch MEINE Lieblingsfigur ist nicht allzu gut angekommen. Die eine fand ihn zu nett, die andere ganz akzeptabel.


Kurz zum Char:

Name: Itindé-jéé / Donnerherz
Alter: 18 Jahre (1. T.)
Rang / Stamm: Häuptling der Hoyero-Jicarilla-Apatschen
Aussehen (Zitat aus dem Buch):
Sein Gesicht hatten weiche, schöne Züge, seine Augen waren im Gegensatz zu der bronzefarbenen Hautfarbe von reinster hellblauer Farbe, welche einen sanften und friedfertigen Ausdruck hatten. Die langen schwarzen Haare, welche bis zur Gürtellinie auf den Rücken herabfielen, waren von einem dunkelblauen breiten Stoffband durchzogen. Gekleidet war der schlanke Jüngling in hohe Mokassins, welche bei den Apatschen getragen werden, weiß gegerbten Leggins und einem Jagdrock aus demselben Leder. Die Kleidungsstücke waren alle mit feinen blau-roten Zierstichen versehen. Um die Hüfte hatte der Apatsche einen aus dünnen Lederstreifen geflochtenen Gürtel geschlungen.

Sonstiges: Donnerherz ist der Bruder meiner Hauptfigur, hat beide Elternteile (Vater - Apatschenhäuptling, Mutter - österreichische Einwanderin) früh verloren und versucht, die Welt von der positiven Seite zu sehen


Nun, mit diesem Char identifiziere ich mich am meisten und ich habe mich echt bemüht, ihn sympathisch, am sympathischsten von allen Charakteren, wirken zu lassen. Seine "Welteinstellung" ist genau die meine - Friede und Freundlichkeit walten zu lassen und sich meist nur mit einem klitzekleinen Dank zufrieden zu geben, im Bewusstsein, andere glücklich gemacht zu haben.

Doch irgendwie kam dieser mein Char nicht so ganz an ... :-(


Meint ihr, seine Einstellung und Freundlichkeit sind der Grund, warum er nicht ankommt? Oder ists doch was andres? Oder ists ganz normal, dass der Lieblingschar eines Schriftstellers beim Großteil der Leserschaft eher nicht ankommt?

Wenn ihr noch weitere Infos benötigt, schreibe ich euch diese gerne ... :-)


Danke für eure Hilfe!

Freundlich grüßend,
Frydrun
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Maggi1417 » 16.06.2015, 21:02

Sagt dir der Begriff Gary Stu etwas?
Charaktere brauchen Ecken und Kanten (und damit meine ich echte Schwächen, nicht solche Pseudo-Hintertürchen wie "er setzt sich zu sehr für seine Freunde ein"). Warum? Weil auch echte Menschen Ecken und Kanten haben. Alle. In Figuren die unsere Schwächen, Fehler und Macken teilen erkennen wir uns wieder.
Mal ganz davon abgesehen ist "nett" auch irgendwie öde. Spannung entsteht aus Konflikten und zu einem Buch gehören auch immer ein Character-Arc mit einem saftigen inneren Konflikt. Es ist einfach viel interessanter, mit jemandem mitzufiebern der mit seinen inneren Dämonen kämpft, als jemanden dabei zuzuschauen wie er immer das richtige tut und denkt und ohne große Schwierigkeiten alle Probleme meistert.

Die drei großen Ks des Plottens: Konflikte, Komplikationen, Konsequenzen, sollte man auch bei der Charakterentwicklung im Hinterkopf behalten. Die Charaktere sind schließlich der Dreh- und Angelpunkt jedes Plots.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon DodoHH » 16.06.2015, 21:30

Ich sehe das ähnlich wie Maggi. Der junge Herr ist zu langweilig - und vielleicht auch zu gut für die Welt und dadurch unglaubwürdig. Ergibt sich denn vielleicht aus seiner Vorgeschichte ein konfliktfähiges Geschehen? Sehen ihn die anderen Indianer denn einstimmig als den besten möglichen Häuptling an? Oder ist er einigen doch zu kompromissbereit, zuviel Friede-Freude-Eierkuchen-Attitüde? Oder, mit aktuellen soziopolitischen Bezügen - eckt er als "Halbblut" an? Hadert er mit sich, seiner Identität, und könnte er das mit Schillerscher Erhabenheit überwinden? Warum will er denn immer nur Frieden, wie es klingt, ja beinahe um jeden Preis? Warum stellt er seine Bedürfnisse in den Hintergrund? Hat er etwas Prägendes erlebt? Man ist ja nicht grundlos Idealist :mrgreen: Rupf' ihn ein bisschen, hinterfrag' seine Beweggründe. Noch scheint er unmenschlich glatt.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon anby77 » 16.06.2015, 22:33

Ich weiß nicht, ob man der Figur gerecht wird, indem man einfach sagt: Mach ihn kantiger. Welche Funktion hat er in der Geschichte? Wie sieht seine Beziehung zu Deiner Hauptfigur aus? Wie kommt die Wahrnehmung zustande, die der Leser von ihm hat?
Vor allem letzteres ist ein wichtiger Punkt, weil es Wahrnehmungsverzerrungen durch die Figuren einbaut und auf den Leser überträgt. Wenn Du aus der Sicht von Itindé-Jéés Schwester schreibst und der Leser ihn nur durch ihre Augen sieht, kannst Du ihn dem Leser nur so präsentieren, wie sie ihn sieht. Und je nachdem, wie die Beziehung zwischen den beiden aussieht, kann das ein stark verzerrtes und idealisiertes Bild sein, vor allem, wenn sie deutlich jünger ist, er ihm sehr wichtig ist, was sie von ihm hält. Das im Verlauf der Geschichte durch eine realistischere und kritischere Wahrnehmung zu ersetzen, würde unterstreichen, dass Deine Hauptfigur sich weiter entwickelt. Es kann auch ein ein pespektisches Problem sein - er könnte sich im Beisein seiner Schwester ganz anders verhalten wenn er mit den Jungs durch die Prärie streift.

Ist Intindé-Jéé Deiner Hauptfigur ebenbürtig oder ist er eindeutig eine Nebenfigur? Wenn Letzteres der Fall ist, wird durch Beziehung zu seiner Schwester und seine Funktion für die Handlung definiert. Je nebensächlicher er ist, desto weniger muss er eine vollständige Figur sein. Wenn sein Job nur darin besteht, ab und an vorbei zu schauen, um seine heißspornige Schwester zu erden, damit sie keine Dummheiten macht, sind seine Beweggründe eigentlich nicht so wichtig.

Aber ein ganz, ganz großes ABER habe ich doch: Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit den Charakter-Eigenschaften die Du hier geschildert hast, das Zeug hat, Häuptling eines Indianerstammes zu werden. Schon gar in dem Alter und nachdem er früh die Eltern verloren hat. Dazu kommt, dass die Apachen soweit ich weiß ihre Abstammung matrilinear konstruieren - das heißt, sie wird nicht vom Vater sondern von der Mutter abhängig gemacht. Und da die Österreicherin ist, wäre er nach dem Tod des Vaters bestenfalls ein geduldeter Außenseiter gewesen, der es mindestens drei mal so schwer gehabt hätte, auch nur anerkannt zu werden. Mit der Kombo ist meine "suspension of disbelief" weit überstrapaziert.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Zytra » 17.06.2015, 10:25

Hallo Frydrun,

als ich dein Vorhaben gelesen habe, war ich begeistert von der Idee. Ich selbst war ein riesiger Karl-May-Fan und obwohl ich in den letzten Jahren nicht mehr viel Zeit mit seinen Büchern verbracht habe, schlägt mein Herz noch immer für ihn.

Ich möchte deshalb hier eine Lanze für dich brechen, dies allerdings mit einem Aber versehen.

Grundsätzlich glaube ich, dass man jemanden, der eine bestimmte Art von Buch schreiben möchte, nicht damit reinreden sollte, dass das doch eine andere Art Buch sein muss - in deinem Fall Charaktere ohne Ecken und Kanten zu "der Charakter muss aber Ecken und Kanten haben".
Jede Gattung und Form von Literatur hat seine speziellen Mittel der Darstellung (ich meine damit jetzt nicht Stil). Einer Fantasy-Geschichte darf man schließlich nicht sagen: Das ist alles nicht realistisch. Es gibt keine Orcs. (whatever)

Und Karl May Bücher sind - in meinen Augen und natürlich nicht offiziell so eingegliedert - eine gaaaanz besondere Art Fantasy. *lach*

Für Karl-May-Bücher (wobei ich mich mal auf die Wild-West-Sachen beschränke, da er auch eine Menge andere Bücher geschireben hat) ist es charakteristisch, dass es bei ihm nur recht wenige konflikt-tragende Personen gibt. Karl May betrieb Schwarz-Weiß-Malerei. Grau gab es nur selten, und wenn, dann immer mit der Frage der christlichen Reue am Ende. Christliche Reue, Erbarmen und Gnade etc. waren überhaupt zentrale Punkte.

Die Romane haben gelebt von Abenteuer, witzigen Dialogen, Moralkeulen und einer (vor allem damals) fremden Welt, die er uns beschrieben hat.

Und Winnetou - seien wir mal ehrlich - ist auch eine sehr glatte Persönlichkeit. Dennoch haben wir ihn geliebt. Natürlich hatte auch er Konflikte - immerhin wurden Vater und Schwester ermordet und er wollte Rache.
ABER Winnetou war ein Gary Stu. Punkt.

Und was die Frage der REalitätsnähe betrifft (ob nun ein Halb-Österreicher Häuptling werden konnte). Da sage ich ganz offen: Ist doch egal. Karl May hat so viel Schrott behauptet über Indianer. Willst du Karl May treu bleiben oder willst du es so schreiben, dass es kulturell und historisch wahr ist?

Insofern finde ich, dass du sehr wohl im Kanon bleibst mit deinem Donnerherz.

Aber jetzt kommt das Aber: Das Problem ist, dass die Leserschaft sich verändert hat. Die Geschmäcker und Ansprüche sind nicht mehr dieselben wie zu Karl Mays Zeiten. Damals hat man ihm lange Zeit alles geglaubt. Heute lesen wir und wissen, dass es nicht stimmt. Und genau deshalb kommst du in Konflikt mit Donnerherz und deinen Lesern. Denn heutzutage möchten die meisten lieber einen tiefgründigeren Charakter als einen Gary Stu. Sie wollen, dass der Autor keinen Unsinn über Indianer schreibt (siehe matrilineare Familien, was tatsächlich so ist).

Ich denke aber, du solltest dir überlegen, was dein Ziel ist: Wenn du weiterhin im Karl-May-Tenor schreiben willst, dann tue das. Und dann lass Donnerherz so, wie er ist. Du wirst ganz sicher Leserschaft finden, aber eben nicht mit derselben Breite, wie Karl May sie hatte.
Willst du aber viele Leser schnappen, dann bleibt dir wohl nichts andere übrig, als den Gary Stu zu eliminieren und dir Anbys Gedanken mal zu Gemüte zu führen.
Warnung vor der Fliege! Sie ist grausam und killt euren Monitor, wenn ihr sie erschlagen wollt!
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Milch » 17.06.2015, 12:24

Frydrun hat geschrieben:Hallo liebe Leute!


Ich habe ein kleines Problem:

Ich schreibe gerade an einer "Reiseerzählung" - à la Karl May; eben wie May hinterm Schreibtisch halt ... :-) Die Geschichte spielt im ersten Teil im Wilden Westen, anno 1869.

Nun ist dieser erste von voraussichtlich drei Teilen fertig und ich gab ihn mal zwei Freundinnen zum Probelesen. Nun, kurz und bündig, das Buch an sich gefiel ihnen sehr gut und jeder hatte auch einen Lieblingscharakter, was ja durchaus positiv ist. Doch MEINE Lieblingsfigur ist nicht allzu gut angekommen. Die eine fand ihn zu nett, die andere ganz akzeptabel.


Reicht das dir nicht aus? Man kann ja nicht erwarten, dass alle den gleichen Favoriten haben. Damit muss man als Autor leben können.
Das Buch scheint gut angekommen zu sein. Gut, es haben nur zwei gelesen. Wenn es funktioniert. würde ich es nicht ändern.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon IPatricia » 17.06.2015, 12:27

Hey!

Ich habe die Beiträge meiner Vorredner nicht gelesen, deshalb verzeih' mir, wenn ich etwas doppelt erwähne.

Für mich passt in erster Linie schon einmal der Name deines Charakters nicht zu seiner Persönlichkeit.
Mit "Donnerherz" (übrigens ein sehr schöner Name!) verbinde ich eine Person, die sehr leidenschaftlich, aber auch sehr aufbrausend sein kann. Eine mutige Person, vielleicht aber auch jähzornig.
Anhand deiner Beschreibung fällt es mir schwer, eine Verbindung zu dem Namen zu sehen. Er scheint sehr anmutige Züge zu besitzen, friedfertig, optimistisch und allen sympathisch. Das passt in meinen Augen nicht zu "Donner". Herz, sicherlich, aber nicht Donner.

Dann erwähnst du, dass seine Eltern früh gestorben sind, er aber trotzdem versucht, alles positiv zu sehen. Das ist durchaus möglich, aber ich tendiere eher dazu, zu sagen, dass jemand, der Verlust kennengelernt hat, kein gänzlich positiver Mensch sein kann. Klar, das kann trotzdem sein, schließlich ist jeder Mensch anders, aber ich persönlich sehe das nicht so. Derjenige, der weiß, wie sich Verlust anfühlt, sieht die Welt nicht bloß in freundlichen Tönen.

Mein Problem ist es, dass mir das zu glatt daherkommt. Das muss nichts Schlechtes sein, aber er ist ein Häuptling. Mit dem Anführer eines Stammes verbinde ich Strenge, Autorität, Durchsetzungsvermögen, Charisma, etc. Das sehe ich aber (zumindest in dieser Beschreibung) noch nicht. Natürlich kenne ich deinen Charakter nicht, da du nur ein paar Eckdaten zu ihm genannt hast. Es kann durchaus sein, dass er all diese Eigenschaften besitzt. Anhand deiner Beschreibung vermute ich aber eher so etwas wie einen Dichter, Musiker, künstlerisch begabten Mann - ich weiß nicht warum. Vielleicht würde ihm ein wenig mehr "Härte" deutlich besser zu Gesicht stehen.

Nun ja, das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Frydrun » 17.06.2015, 13:50

Ich danke allen für die Feedbacks!


Ich glaube, ich gebe euch einfach so der Reihe nach meine Antworten...

Also, liebe Maggi1417, Donnerherz ist zwar ein sehr wichtiger Charakter in meinem Buch, aber es gibt auch noch andere, die Donnerherzens Meinung und Ansicht nicht teilen. Somit entsteht auch Spannung dann ... ;-) Deine Plott-Ks werde ich mir merken. Ich danke dafür! Und auch über Gary Stu habe ich mich informiert - kannte ich zuvor noch nicht ...

Hallo DodoHH! Nun ja, seine Vorgeschichte wäre schon Anlass für ein konfliktfähiges Geschehen; sein Vater wurde vor seinen Augen erschossen, er selbst bei dieser Aktion schwer verwundet. Man sagt sich dann als normaler Mensch, Donnerherz müsste einen Hass auf diese Feinde haben. Den hat er auch und er sieht natürlich nichts Gutes in diesen Menschen. Doch mehr oder weniger sieht er sich nicht als Rächer, wenngleich er sich auch nicht versöhnen wird.
Da ich's ja mehr nach Karl May schreibe, wo, wenn du seine Bücher vielleicht kennst, dann nach dem Tod seines Vaters auch automatisch Winnetou Häuptling wird, da er zuvor einer der Unterhäuptlinge war, habe ich's genauso gemacht, auch wenn Donnerherz vielleicht etwas zu jung war, als er dieses Amt antrat. Aber durch Unterstützung einiger anderer schafft er es und die Hoyeros mögen ihn auch. Klar gibt's hie und da Kontrahenten, aber das ist ja in jeder Regierungsform so und es ist z.B. auch in Österreich oder Deutschland heutzutage nicht immer jeder mit allen Politikern einverstanden ...
Warum er immer Frieden will? Ja, würdest du gerne Krieg haben? Er versucht, das Beste aus der traurigen Situation der Indianer zu machen, versucht sich zu versöhnen und lieber alles friedlich als kriegerisch zu betrachten und lösen. Seit dem Tod seines Vaters spürt er den Wunsch für ein friedliches Miteinander noch mehr. Er will nicht einer deren sein, die Hass und Verderben bereiten, nein, im Gegenteil.
:-)

Servus anby77! Also: Die Geschichte ist aus der Sicht eines Außenstehenden in der Ich-Perspektive geschrieben (à la Karl May erzählt es Old Shatterhand). Dieser sieht ihn so, wie beschrieben, doch wird Donnerherz auch von anderen ähnlich wahrgenommen, wie man im Laufe der Geschichte erfährt.
Nur zur Info: Seine Schwester ist im 1. Teil 15/16 Jahre alt.
Meines Erachtens ist Donnerherz meiner Hauptfigur, seiner Schwester, ebenbürtig. Also so was wie eine zweite Hauptfigur. Er kommt aber halt erst später in die Erzählung hinein, seine Schwester war schon früher Teil der Handlung.
Ja, und mit den Apatschen habe ich mich auch sehr beschäftigt, mehrere (Auto-)Biographien gelesen (ua Geronimo) ... allerdings hatte ich vorgehabt, dieses Buch mehr im Stile Karl Mays zu schreiben und das nächste dann mehr historisch veranlagt. Darum muss da jetzt auch nicht alles gaaaaanz genau stimmen. ;-) Und deshalb ist mein Donnerherz nun auch kein Außenseiter, sondern Häuptling ... Aber natürlich hast du recht, soweit auch ich informiert bin.

Liebe Zytra! Freut mich, dass ich jemanden gefunden habe, der Karl May auch gelesen hat und diesen mag ... :-) Ich sag auch immer, Karl May habe "realistische Fantasy" geschrieben ... :-) Ein Teil seiner Bücher, speziell die Heimatgeschichten, beruht ja aber auch auf eigenen Erfahrungen, wo er den Personen andere Namen gibt und die Geschichten "schriftstellerfrei" ausbaute.
Und: Mit diesem Buch bleibe ich Karl May treu, das nächste wird, wie schon gesagt, "echter" und ich nehme nur historisch belegte Tatsachen hin.
Mich persönlich stört das ja irgendwie auch manchmal, meist bei Filmen, wenn Unsinn über Indianer oder deren Kultur gesagt oder gespielt wird. Aber in diesem Buch habe ich eben ein bisschen von Mays Stil und Wissen übernommen, während andere Sachen wieder genauestens recherchiert wurden und diese dann geschichtlich übereinstimmen. Ich sehe halt dann immer den Unterschied zwischen Erfundenem und Wahrem. Wenn ich ein Sachbuch lese, gehe ich davon aus, dass die Inhalte belegbar und wahr sind, während sich der Autor eines Buches (Roman oä) auch ein wenig dichterische Freiheit erlauben darf.
Und Anbys Gedanken werde ich mir trotzdem auf alle Fälle zu Gemüte führen ... Überhaupt alle Gedanken, die mir mitgeteilt wurden. ;-)

Grüß dich, Milch! Ja, ich glaube ich sollte damit leben ... :-)

Griaß di, IPatricia. Mein Donnerherz ist sehr mutig, wenn es darauf ankommt, was er auch unter Beweis stellt. Doch versucht er trotzdem immer, jeglichen Konflikt auf friedliche Weise zu lösen. Meines Erachtens schließen sich diese beiden Dinge nicht aus. Hast auch recht, dass seine Züge nicht sehr kriegerisch sein sollen. Da habe ich ja was richtig gemacht ... :-) "Donner" steht für mich in diesem Zusammenhang weniger für laut, rollend etc., sondern eher für Tapferkeit.
Er sieht die Welt auch nicht nur in freundlichen Tönen, doch er versucht es zumindest. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass dies sehr schwierig, aber machbar ist. Man verzeiht zwar nicht jedem alles und schon gar nicht denjenigen, die Unglück in die Familie gebracht haben, aber sonst kann man die Welt leicht mit freundlichen Augen sehen, ja, vielleicht sogar besser als jeder andere, weil man eben den Verlust kennt und nicht will, dass andere einen gleichen ertragen müssen.
Donnerherz kann sich auf alle Fälle als Führungsperson durchsetzen und sich Ansehen verschaffen, aber eben auch durch seine friedfertige Einstellung. Die Menschen, die seine Ansicht kennen und verstehen, achten und ehren ihn auch, ohne dass er hart sein muss.


Nochmal herzliches Dankeschön für eure Kommentare und Hilfestellungen!

Mit freundlichen Grüßen
Frydrun
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Oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.

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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Frydrun » 24.07.2015, 22:50

Servus liebe Leute!

Ich bin nun auch mal wieder, nach ziemlich langer Urlaubspause, anwesend. :-)


Ich will einige Sachen zum Thema Häuptling/Anführer und überhaupt die Stellung von Halbblütern bei den Apatschen ergänzen und dies in einer eigenen Antwort, da es teilweise mehrere Antwortgeber betrifft/betraf. :-) Habe nämlich gestern einen so richtigen Indianer-Profi getroffen und mich mit ihm über diese Themen unterhalten.

Aaaalso ... Häuptling oder Anführer eines Stammes kann eigentlich jeder werden. Egal ob Mann oder Frau, ob JünglingIn ( :-) ) oder GreisIn. Es wird halt immer nur der-/ diejenige AnführerIn, der/die die Voraussetzungen erfüllt und sich als der/die beste/r KriegerIn abzeichnet. Eigentlich wird dann auch kein Häuptling direkt "gewählt", sondern er/sie ist es einfach. So gab es auch Fälle bei den Dakotas z.B., wo 18-/19-jährige so was wie Häuptlinge waren. Also darf das mein Itindé-jéé auch. Punkt. Hau. :-)

Aber ja - mein Donnerherz ist ja nur ein halber Apatsche und das auch nur vom Vater her ... was ist da zu machen? Ich habe diesem Profi auch diese Frage gestellt und er verwies mich auf den mir schon zuvor bekannt gewesenen Komantschenhäuptling Quanah Parker. Dieser war ja, wie schon gesagt, Häuptling, obwohl seine Mutter Deutsche war und das indianische Blut also auch nur vom Vater herrührt. Und die Komantschen behaupten auch noch heute stolz, dieser Quanah sei einer ihrer besten Anführer gewesen. Und das, obwohl jeder wusste, dass er ein Halbblut war.
Die Apatschen und Komantschen sind sich ja in vielen Teilbereichen sehr und ua eben auch im Sinne der "Häuptlingswahl" ... Itindé-jéé muss deshalb durchaus kein Außenseiter sein, ja kann sogar das höchste "Amt" im Volke bekleiden, obwohl er kein Vollblut ist.

Fazit: Blauäugiger 18-jähriger Halbapatsche kann ohne Weiteres Apatschenhäuptling werden.


Schöne Grüße,
Frydrun
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon SmilingSeth » 25.07.2015, 09:22

Oh Freidrun, oh Frydrun

ich kann deinen Lesern nur beipflichten, und warum schreibe ich später, ich muss weiterschlafen.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon anby77 » 25.07.2015, 09:53

Aaaalso ... Häuptling oder Anführer eines Stammes kann eigentlich jeder werden. Egal ob Mann oder Frau, ob JünglingIn ( :-) ) oder GreisIn. Es wird halt immer nur der-/ diejenige AnführerIn, der/die die Voraussetzungen erfüllt und sich als der/die beste/r KriegerIn abzeichnet. Eigentlich wird dann auch kein Häuptling direkt "gewählt", sondern er/sie ist es einfach. So gab es auch Fälle bei den Dakotas z.B., wo 18-/19-jährige so was wie Häuptlinge waren. Also darf das mein Itindé-jéé auch. Punkt. Hau.

Der Knackpunkt ist weniger die als das mit "die Voraussetzungen erfüllen und sich als bester Krieger abzeichnen". Und dafür ist die von Dir beschriebene "Welteinstellung" ein ziemlich großes Handicap. Nach dem, was ich über die Apachen weiß, würden sie jemanden, der immer Friede und Freundlichkeit walten lässt und sich mit klitzekleinem Dank und dem Gefühl anderen geholfen zu haben zufrieden gibt, für einen rückgratlosen Schwächling halten. Die Herkunft ist in dem Fall eigentlich piepegal, so einer wird nicht Häuptling. Aber selbst wenn sie ihn für einen netten Kerl halten, als Häuptling wäre er mit diesen Charaktereigenschaften eine totale Fehlbesetzung. Häuptlinge müssen in der Lage sein, ihre Interessen (und noch viel wichtiger die des Stammes) auch dann durchzusetzen, wenn sie dafür jemandem auf die Füße treten müssen. Das traue ich Deinem Itindé-jéé nicht zu - zumindest nicht so, wie Du ihn geschildert hast. Und um als bester Krieger absehbar zu sein, muss man nicht nur seine kämpferischen Fähigkeiten sondern auch seine Streitbarkeit demonstrieren und das ziemlich genau das Gegenteil von "Friede und Freundlichkeit walten lassen".
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon Frydrun » 25.07.2015, 14:59

Hallo liebe Leute, Servus anby77!


Wikipedia:
Die Apachen-Krieger waren keinem Häuptling (Nantan) zum Gehorsam verpflichtet, sondern schlossen sich einflussreichen Männern (und gelegentlich Frauen) an, die aufgrund ihres Reichtums, ihrer Fähigkeiten, persönlichen Überzeugungskraft und ihrer Diyah (‘Kraft’) Prestige besaßen.


Auf das Thema Reichtum bin ich jetzt nicht genauer eingegangen, kann meinem Donnerherz aber leicht auch einige Placers (=Fundstellen von Edelmetallen) verpassen, wenns von großer Wichtigkeit ist.
Fähigkeiten (als hervorragender Krieger) hat er genug, die er auch immer wieder unter Beweis stellt.
Überzeugungskraft - in meinem Falle hat der Häuptling seinen Stamm davon überzeugt, dass Friede besser als jedweder Krieg oä ist und auch, wie weiter unten gezeigt, andere Stämme lassen sich von Itindé-jéés Ansicht überzeugen.
Nun wären wir bei Diyah. Diese Kraft, die es ermöglicht, einen Stamm zu führen, haben meist Schamanen. Deshalb waren auch viele Schamanen Häuptlinge und umgekehrt. Aber auch ein ganz gewöhnlicher Krieger konnte diese Diyah haben und darum zum Häuptling aufsteigen. Aber dieses Diyah-Thema wurde von May so gut wie gar nicht behandelt und darum ist es mir in dem Fall DIESES Buches nicht besonders wichtig.


Ausschnitt aus dem Anfang des 2. Teiles meines Buches:
Unterwegs erzählte mir Donnerherz, wie viel sich in den vergangenen neun Monaten ereignet hatte: Der nun knapp neunzehnjährige Apatschenhäuptling hatte sich bemüht, mit allen Nachbarstämmen in Frieden leben zu können – Winnetou war sein großes Vorbild gewesen. Bis auf einige wenige Stämme, von denen die Häuptlinge nicht einsahen, welch dramatische Folgen die Zerspaltung der Indianerstämme untereinander für die Zukunft bringen würde, konnte Donnerherz alle von den positiven Aspekten der Versöhnung überzeugen.
Weiters erzählte der Jüngling:
„Erst vor Kurzem machte ich mit meinem Freund Schosch’ntsch-kha in Fort Burgwin Rast, als ich von den Städten der Weißen zurückkehrte. Obwohl das Fort zum Schutz vor Apatschen errichtet wurde, habe ich dort aufgrund meiner Friedfertigkeit einen hohen Stellenwert. In Fort Burgwin lernte ich einen jungen Captain namens James Wilson kennen und er wurde einer meiner besten Freunde. Seine Einstellung gegenüber den Apatschen ist edelmütig, er achtet meinen Stamm und respektiert ihn auch. Solche Weißen findet man selten, darum ist meine Freude umso größer, wenn ich einem wie dem Captain oder natürlich auch dir, Old Shatterhand, begegne.“
„Mit der Zeit kommt der Wandel, Donnerherz! Irgendwann werden es alle Weißen verstehen, welch ein Unrecht dem roten Volke zugefügt wurde - dann allerdings wird man nichts mehr rückgängig machen können! Aber dann, erst dann wird vielleicht ein friedliches Zusammenleben zwischen den Weißen und Roten möglich sein.“
„Aoo‘. Old Shatterhand, du ahnst gar nicht, wie sehr es mich schmerzt, zu erkennen, dass, wo die Weißen den Schritt zum Frieden nicht machen können, es gleich wenig die Indianer können. Wie sehr bin ich über diese Unvernunft bekümmert!“
Ich konnte nicht anders, ich musste Itindé-jéé meine Hand reichen und ihm die seinige drücken. An Jahren zählte er noch so wenige, geistig aber war er über das Fassungsvermögen seiner Altersgruppe schon weit, weit hinausgewachsen. Auch begriff er als einer der wenigen Indianer, wie gut es für ihr Volk wäre, sich doch endlich zu vereinigen und nicht ständig zu bekriegen. Donnerherz tat für seinen Stamm, für die Indianer, ja, fast möchte ich sagen für die gesamte Bevölkerung der Vereinigten Staaten alles Menschenmögliche und war mehr auf das Wohl anderer als auf sein eigenes bedacht. Ich hatte den Häuptling von ganzem Herzen lieb gewonnen und freute mich darauf, die nächste Zeit mit ihm verbringen zu dürfen.


Und was das Thema Welteinstellung angeht, so war ja auch Winnetou, der Häuptling ALLER Apatschen (was es ja egtl nie gab) auch auf diesem Wege - Karl May machte ihn halt nicht ganz so konsequent wie ich meinen Char.


Ich habe aber sicherheitshalber mal ein kurzes Vorwort angehängt, meint ihr, das könnte so passen?

Vorwort


Liebe Leserinnen und Leser!

Da ihr sicherlich gleich in die Geschichte einsteigen wollt, anstatt euch lange mit dem Vorwort herumzuquälen, sei vorab nur kurz bemerkt, dass ich zwar bemüht war, auch historische Hintergründe in dieses Buch einfließen zu lassen, es aber mehr à la Karl May anpackte, sprich: Einige Dinge habe ich von Herrn May übernommen, sind demnach geschichtlich vielleicht nicht ganz korrekt.
Auch sind einige sprachliche Barrieren aufgetaucht, meist bei indianischen Dialekten, wo ich mir die schriftstellerische Freiheit nahm, einige Wörter aus anderen Dialekten einfließen zu lassen, wenn das passende Vokabular in der jeweiligen Sprache nicht vorhanden war.
Dieses Buch ist nicht dazu geschrieben, dass man alles genau nachprüft und –forscht, sondern auch einmal etwas hinnimmt, wie es dasteht. Es dient zum Nachdenken und zur Unterhaltung.

Nun aber will ich euch nicht länger mit diesem Vorwort plagen – stürzt euch hinein in eine vergangene Welt voller Abenteuer, bizarren und edlen Gestalten, Indianer und Orientalen.
Zuletzt geändert von Frydrun am 26.07.2015, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon grit » 25.07.2015, 17:28

Auf mich wirkt diese Art Vorwort eher abschreckend, es klingt mir persönlich ein bisschen zu sehr nach Entschuldigung und Rechtfertigung. Vor allem die letzten beiden Sätze würde ich weglassen, ebenso aber auch den Anfang. Man schreibt kein Vorwort, in dem man schreibt, man möchte den Leser nicht mit einem Vorwort langweilen. Eigentlich reicht ein einziger Satz aus:

Ich habe eine Abenteuergeschichte geschrieben, keinen historischen Roman, also habe ich mir zugunsten der Spannung die historischen Fakten ein wenig zurechtgebogen, was mir der geschätzte Leser, der ein Kenner der Historie Nordamerikas und der der gesprochenen indianischen Sprachen ist, nachsehen möge.

oder so ähnlich, wenn überhaupt

Wenn es dir darauf ankommt, den Leser wissen zu lassen, dass du die tatsächlichen Fakten durchaus kennst und dir daran gelegen ist, dem Leser dies mitzuteilen, dann passt so etwas besser in ein Nachwort.
Als Beispiel fällt mir gerade das Nachwort von Donna W. Cross aus "Die Päpstin" ein. Hier hat sie sehr genau dargelegt, wo Realität aufhört und dichterische Fiktion beginnt.
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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon DraconRa » 26.07.2015, 00:51

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Re: Meine Lieblingsfigur ist bei anderen nicht beliebt

Beitragvon VickieLinn » 27.07.2015, 14:26

grit hat geschrieben:Auf mich wirkt diese Art Vorwort eher abschreckend, [...] Eigentlich reicht ein einziger Satz aus:

Ich habe eine Abenteuergeschichte geschrieben, keinen historischen Roman, also habe ich mir zugunsten der Spannung die historischen Fakten ein wenig zurechtgebogen, was mir der geschätzte Leser, der ein Kenner der Historie Nordamerikas und der der gesprochenen indianischen Sprachen ist, nachsehen möge.

oder so ähnlich, wenn überhaupt


Dem stimme ich zu.
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