Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

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Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Memo an mich: alles komplett durchplotten!

Zum Statusbericht:
War es das, was du dir vorgestellt hast?
Wie hat es dir gefallen?
Was gibt es zu verbessern?

Zum Thema:
Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?
Lässt du Lücken?
Wie gehst du mit ihnen um?
Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?

Die Umfrage lasse ich voraussichtlich noch bis zum zweiten Märzwochenende laufen.

von Jacky

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Huhu Jacky,

erstmal bin ich froh, dass du deinen Blog wieder herstellen konntest. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie schweißtreibend dieser Schock war.

Den Statusbericht finde ich sehr gelungen, denn es braucht gar nicht immer unheimlich lange Artikel, um sich zwischendurch mal über einige Dinge des Schreibens Gedanken zu machen. Ein Anstoß - wie hier - ist da schon gut. (Was auf keinen Fall heißt, dass ich auf lange Artikel verzichten möchte, ich lese sie immer mit Freude :) )


Zum Statusbericht:

War es das, was du dir vorgestellt hast?
Ja, absolut.

Wie hat es dir gefallen?
Sehr gut, da ich mal wieder meine eigenen Knackpunkte dort wiedergefunden habe.

Was gibt es zu verbessern?
Da fällt mir spontan nichts ein, es ist in meinen Augen prima so.

Zum Thema:

Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?


Längere Werke plotte ich komplett durch, Kurzgeschichten überhaupt nicht. Bei langen Werken brauche ich die Sicherheit eines fertigen Plotts - wenngleich der auch manchmal noch verändert wird - damit ich mich voll und ganz der Ausarbeitung widmen kann. Plotte ich nicht oder nur unzureichend, bin ich mit den Gedanken immer woanders und kann mich nicht auf gescheite Formulierungen konzentrieren.

Lässt du Lücken?
Nur ungern, manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden. Bei meinem NaNo-Werk war es so, dass mir wichtige Recherche-Punkte fehlten. Ich hatte eine Mail mit Fragen an die Pressstelle der Polizei geschrieben, die mir auch sehr ausführlich und bereitwillig beantwortet wurden, jedoch dauerte diese Antwort eine ganze Zeit. So lange musste ich den Plot, sofern er diese Aspekte betraf, offenlassen und umschiffen.

Wie gehst du mit ihnen um?

Ich verankere an den entsprechenden Stellen virtuelle Post-its (im Papyrus Autor) und vermerke darauf, was noch fehlt, wie es ungefähr einzuflechten ist, wenn die Infos vorliegen.

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?

Hm, das ist schwer. Zum einen hab ich gelernt, dass ein zu ausführlicher Plot manchmal auch behindern kann. Geschichten und Figuren entwickeln während des Schreibprozesses manchmal auch ein Eigenleben, wie auch bei mir geschehen. Ich wollte diese neue Entwicklung zunächst einfach verdrängen und unbeachtet lassen, jedoch bekam ich sie nicht aus dem Kopf und musste mich irgendwann fügen. Das hatte zur Folge, dass ich zwei Tage lang damit beschäftigt war, den Plot und die Kapitelstichpunkte anzugleichen, was mich zunächst sehr frustriert hat.

Desweiteren habe ich gelernt, dass es wichtig ist, Veränderungen am Plot, die sich während des Schreibens ergeben - und wenn sie noch so gering erscheinen - , direkt auch im Plot zu verändern, denn oft stehen sie im Zusammenhang mit einer späteren Szene, wo man die Änderung im Eifer des Gefechts oft wieder vergessen hat. Wenn man sich an die Überarbeitung macht, kann es zu Verwirrungen und extremer Sucherei in den Notizen führen. :roll:

Zu guter Letzt habe ich gelernt, Ruhe zu bewahren. Wenn ein Punkt in der Geschichte unschlüssig war oder noch nicht wirklich zufrieden machte, bringt es einfach nichts, sich unter Druck zu setzen und womöglich noch schlechte Laune dabei zu bekommen. Das schmälert nur insgesamt die Freude am Schreiben. An irgendeinem Punkt der Geschichte - während des Schreibens, oder auch, wenn man gerade etwas ganz anderes macht - kommt plötzlich die zündende Idee und alles fügt sich bestens zusammen. Einfach nur Geduld und Vertrauen in die eigene Kreativität wahren, dann wird alles gut.

So, das war´s erstmal von mir :)

LG
Jennifer

von JenLi

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Zum Statusbericht:

War es das, was du dir vorgestellt hast?
Jep, genau so, du regst mich zum nachmachen an, so einen kurzen Bericht könnte ich durchaus auch für meinen Blog erstellen.

Wie hat es dir gefallen?
Wunderprächtig, cooles kreatives Bild

Was gibt es zu verbessern?
Zurzeit fällt mir nichts auf was es zu verbessern gilt, wenn mir etwas auffällt, dann erfährst du es.

Zum Thema:

Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?
Ich tendiere eher in die Richtung "gar nicht", so chaotisch fallen meine Geschichten dann auch aus. Da ich gerade am Anfang einer Laufbahn stehe werde ich mir hoffentlich langsam aber sicher das Plotten aneignen. Beim Nano Projekt war ja Plotten nicht nötig, aber nun merke ich wie ich mich aufhalte weil kein Plot da ist. Danke für deinen Hinweis

Lässt du Lücken?
Jep, eine Große :-)

Wie gehst du mit ihnen um?
Ich lass sie größer werden :?: , sorry ich kann dir nichts gescheites als Antwort liefern :oops:

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?
  1. Lass dich nicht Ablenken
  2. Überhäufe dich nicht mit Arbeit, lieber kleine Stückchen abarbeiten.
  3. Glaube an dich, du kannst es kommst auch weiter wenn du nur damit anfängst.

Danke für Deinen Blog

lieben Gruß
Lemmy

PS:
dieser Spruch von dir gefällt mir:
Wie immer gilt: Nimm mit, was du gebrauchen kannst und vergiss den Rest ^^
habe so einen ähnlichen:
Nimm was du gebrauchen kannst, den Rest ab in die Gedankentonne

von Malemmy

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Hu, ein neuer Versuch.
Hab die Anregungen dazu nicht gelesen, gefällt mir aber. Interessiert ja schon, was die ratgebende Person hier so alles schon verzapft hat.
Zum Thema:
Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?
Ziemlich. Momentan sitz ich an Vorüberlegungen, wie der grobe Handlungsverlauf aussieht, Anmerkungen zu Charakteren blablabla. Ich mag vielschichtige Handlungen, das macht plotten unabdingbar für mich. Zumindest während ich noch in der Schule sitze und neben meiner Geschichte noch den Unterricht machen muss. Da sind Plots schon praktisch.

Lässt du Lücken?

Wenige. Nur was Ausführung, Art und Weise der Gespräche etc. betrifft. Da hab ich nur lose Ideen im Kopf.

Wie gehst du mit ihnen um?
Da das unzählige kleine, teils unwichtige, Löcher sind schließen die sich von selbst.


Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?

Keine Ahnung, bin noch nicht fertig. Lerne dauernd etwas, aber das ist ein andauernder Prozess. Den kann ich erst am Ende bewerten. :)

von HappyMephisto

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
War es das, was du dir vorgestellt hast?
Sogar besser :)

Wie hat es dir gefallen?
Sehr gut.

Was gibt es zu verbessern?
Nope.

Zum Thema:
Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?
Wie bekannt sein sollte: Gar nicht.

Lässt du Lücken?
Jap.

Wie gehst du mit ihnen um?
Ich fülle sie, wenn die Zeit gekommen ist. Ich habe festgestellt, dass es mir leichter fällt Lücken zu füllen, als Passagen vollständig umzuschreiben. Daher lasse ich lieber Lücken, wenn ich nicht weiter weiß und kehre später zu ihnen zurück, als einfach irgendwas zu schreiben und dann die doppelte Arbeit und den doppelten Ärger zu haben.

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?
Ich kann nicht planen. Gar nicht. Das funktioniert für mich und meine Geschichten einfach nicht. Jedes Mal, wenn ich es versucht habe, kam es mir so vor, als würde die Geschichte mich ansehen und sagen "Denkste!" und dann in eine andere Richtung laufen...
Ich korrigiere und schreibe gerade an meinem NaNoWriMo Projekt herum. Dieses habe ich ein paar Monate vorher angefangen zu planen, weil ich es ursprünglich für einen Workshop verwenden wollte und das die ersten Aufgaben waren.
Ich habe nicht viel geplant, nur einen groben Umriss der Story und die Charaktere.
Was ist passiert?
Ich habe angefangen zu schreiben und die Geschichte ist für mich erwacht. Sie hat mich in komplett andere Richtungen geführt, als ich es geplant hatte.
Es hat sich eine neue Hauptperson vorgestellt, von der ich nicht einmal wusste, dass sie existiert.
Dann brach da ganze Gerüst zusammen, weil ich feststellen musste, dass die Geschichte eigentlich ganz anders verläuft, als die, die ich geplottet hatte.
Sie war plötzlich eine andere Geschichte.

Plotten funktioniert nicht für mich. Ich schreibe und entdecke während des Schreibens. Es ist wie Lesen, nur dass ich die Buchstaben vorgebe und nicht einfach aufnehme.

Das höchste der Gefühle ist, dass ich mich, wenn es gerade mal etwas hakelt, hinsetze und mir ein paar Notizen mache, aber das war es auch schon.

Das Plotten und ich, wir gehören einfach nicht zusammen. Und damit kann ich gut leben.

Äh, das war nun nur ein Punkt, oder? Aber irgendwie kann ich dazu nichts weiter sagen. ich hab meine Schreibtechnik gefunden und bleibe dabei. Für mich funktioniert es und ich sehe nicht, dass ich etwas ändern müsste.

von freakingmuse

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Zum Statusbericht:
Also mir hat dieser kleine Statusbericht gut gefallen. Ein wenig teil deines Tages und deiner Arbeit zu werden ist gleich etwas ganz anderes als deine Tipps zu lesen. Auch das hilft irgendwie weiter, wie ich finde :) Es könnte für mich auch gerne noch etwas ausführlicher werden, auch wenn ich durchaus verstehen kann, wenn du nicht zu sehr ins Detail gehen möchtest *smile*

Zum Thema Plotten...

Ich plotte erst seit meinem derzeitigen Projekt so ausführlich und das auch eigentlich nur durch deine Artikel, die ich gelesen habe. Ganz raus habe ich den Dreh noch nicht, denn es passiert sehr häufig, dass ich einfach immer weiter schreibe, sich alles anders entwickelt und dann kaum mehr zum Plot passt.

Es stört mich absolut nicht, denn die Grundidee bleibt trotzdem. Mein Schwerpunkt liegt auf den Charakteren und deren Vorgeschichten und Verkettungen. Ich liebe es einfach, wenn alles irgendwie mit einander verbunden ist und das sind meist Dinge, die sich einfach ergeben, und die ich so direkt nicht planen kann. Meine Charaktere weisen mir den Weg...
Wenn ich einen Punkt beim Schreiben habe, der gar nicht mehr zum Plot passt und an dem ich mich irgendwie 'festgeschrieben' habe, dann lege ich meist eine Pause ein. Manchmal nur ein paar Stunden, manchmal ein paar Tage.

Dann öffne ich mein geliebtes Moleskine, nehme es quer und schreibe Mindemapartig die Situation in der ich mich gerade befinde in eine kleine Blase. Es wird solange weiter gestrickt und Möglichkeiten aufgeschrieben, bis ich schon wieder so weit in der Geshcichte vorgedrungen bin, dass ich mir sicher sein kann, dass ich damit ein paar Kapitel grob füllen kann.

Bleibt der Verletzte zurück oder schafft er es nach Hause?
Was könnte passieren wenn er zurückbleibt und was, wenn er nach Hause kommt?

Und zu jeder weiterführenden Möglichkeit gibt es noch zig andere. Meistens entscheide ich mich dann für den Weg, der am längsten weiter zu führen ist, mische ihn vielleicht mit anderen Möglichkeiten und füge noch weitere Handlungsstränge dazwischen (ich bin ein großer Fan davon an gewissen Stellen einfach abzubrechen und meine Leser damit zu ärgern, dass sie sich auf einmal an einem ganz anderen Ort befinden :twisted: ).
Diesen so neu entstandenen Teil des neuen Plots tippe ich in meinen Hauptplot (wenn ich nicht gerade zu faul dafür bin - wie gesagt, ich muss das mit dem 'richtig plotten' wirklich noch lernen).

von T.K.

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Ich bin jetzt am "Anfang vom Ende" meines NaNo-Projekts angekommen und in ein riesiges Plott-Loch gefallen. :cry: Also ich weiß schon wie die Geschichte ausgeht, aber ich habt total unterschätzt, wie viel es von dort wo ich jetzt bin bis zum letzten Satz noch ist. :shock:
Außerdem bin ich am Anfang öfters stark vom Plott abgewichen und hab deswegen meiner Meinung nach dort viel zu viel geschrieben.

Dh. für die Zukunft für mich, genau wie bei Jacky:
1. Alles plotten!
2. Am besten sogar die einzelnen Kapitel, sonst schleichen sich neue Kapitel unter
3. Bis zum Schluss plotten, egal wie gut ich den im Kopf habe.

Es ist echt ein Eiertanz gerade... eigentlich bin ich schon in Gedanken mit bei einem neuen Projekt, aber ich muss dieses erst fertig machen. Und das würdig. Nicht so: ach es fehlen noch 20.000 Wörter, zieh ich den Schluss doch mal vor, hab ja schon 100.000 Wörter, muss reichen, überspringe ich mal ein paar Monate in der Story, was solls? Was würde ich jetzt alles für einen kompletten Plott geben. :|

von Brianna

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Hallo Jacky!

Ich finde die Idee sehr gut, da ich finde, dass man durch einen wirklichen Bezug zum "Leben" und der "Wirklichkeit" manchmal mehr lernen kann als durch ein eher "abstrakten" normalen Beitrag. (Die mag ich aber auch sehr gerne :wink: )
Ich habe zumindest durch deinen Statusbericht wiedereinmal eigene Schwächen und Probleme entdeckt (eher aufgehört sie zu ignorieren) und werde jetzt auch daran arbeiten.
Insofern finde ich den Statusbericht äußerst gelungen und er entspricht auch meinen Vorstellungen!

So jetzt zum eigentlichen Thema des Berichts:
Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?
Anfangs habe ich gar nicht geplottet, musste dann aber feststellen, dass ich von dem was ich eigentlich erzählen wollte abwich und ich mich in irgendwelchen Nebenhandlungen verstrickte und riesige Plotlöcher auf mich warteten.
Dann entdeckte ich deinen Blog und langsam erkannte ich, dass das plotten wichtig ist und drauf losschreiben (wie meine Erfahrungen mich eigentlich schon gelehrte haben sollten :wink: ) ziemlich schnell ziemlich schief gehen kann.
Dann habe ich angefangen wenigstens grob die Geschichte zuverfassen, doch beim schreiben einer Geschichte stürzte ich in ein schwarzes Plotloch. Die Geschichte ruht erstmal, aber ich habe mir ab da an vorgenommen alles zu plotten und keine Plotlöcher zu lassen. Und ich muss sagen es funktioniert ziemlich gut.

Lässt du Lücken?
Ungern und ich hoffe selten, aber leider immer noch viel zu oft.

Wie gehst du mit ihnen um?
Wenn mir beim plotten partout nichts einfällt, dann fange ich irgendwann trotzdem an zu schreiben, weil mir die Geschichte sonst mein Hirn zermartern würde. Manchmal kommt dann auch beim schreiben die erlösende Idee.
(Wenn die Idee da nicht kommt, dann ja vielleicht beim überarbeiten... :roll: )

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?
1. Plotten :wink:
2. Chronologisch schreiben (Der andere Versuch kostet mich immer noch die Nerven und voraussichtlich viiiiiel Überarbeitunszeit)
3. ...Mir fällt leider nichts ein...

Ganz liebe Grüße!

lg moon

von moon

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Hallo Jacky,

ich bin ja noch ziemlich neu hier und beim Stöbern grade in dieser Beitragsreihe gelandet.

Wie sehr vieles hier, hat mir auch Dein Blogbeitrag weiter geholfen.

Zum Thema "Plotten":

Ich schreibe nie vorab einen Plot, habe mir aber für meine neueste Geschichte (sie Roman zu nennen fällt mir noch schwer) ein paar Personenbeschreibungen und einen groben Ablaufplan erstellt.

Meine Geschichten entstehen folgendermaßen: Irgendwie komme ich an eine Idee, ein inneres Bild, ein Erlebnis, das mich nicht mehr loslässt und quasi "schreit": "Schreib mich auf". Dann kommt entweder nichts mehr und diese kleine Szene bleibt ein Fragment oder ich habe eine Idee im Kopf wie es zu der Situation, die ich aufgeschrieben habe, kam oder wie sie weitergehen könnte. Dann probiere ich aus und schreibe daran herum, bis ich meine, dass die Geschichte rund ist. So kann die Szene, die ich als Erste geschrieben habe, letztlich irgendwo in der MItte oder am Schluss der Geschichte landen.
Wenn sich "Löcher" oder Fragen ergeben - was meistens erst im weiteren Verlauf der Geschichte geschieht - schreibe ich die in Klammern mit Fettdruck (weil ich meistens am PC schreibe) direkt an die Stelle zu der sie gehören. Wenn ich nicht gleich eine Antwort finde oder das Loch füllen kann warte ich ab, schreibe weiter und lese immer wieder meine eigenen Anmerkungen nach. Irgendwann kommt dann die "Erleuchtung" und ich weiß, wie ich mit der einen oder anderen Fragestellung umgehen muss.

Zur Zeit nervt mich allerdings, dass ich eine Geschichte, die ich für fertig hielt, wegen eines nicht richtig durchdachten Charakters und einiger Lücken, die ich übersehen habe, in großen Teilen umschreiben muss. Das ist mir erst durch die Hilfe eines Forenmitgliedes klar geworden, das mir alleine schon aus einer Inhaltsangabe einige Schwächen meiner Geschichte aufgezeigt hat... :oops:

Ich denke, ich werde weiterhin viel spontan einfach aufschreiben aber bei Bedarf durchaus auch mal eine Art Plot erstellen. Ich kann meine Geschichten gar nicht "ganz durchplotten", weil sie auch bei mir dazu neigen ein Eigenleben zu entwickeln.

Alles Gute,

Peter

von PeterB

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Hallo Jacky,

Gerne lese ich deine Memos, auch die bringen einen auf brauchbare Ideen.

War es das, was du dir vorgestellt hast?

Jein! Einerseits hat der Titel Memo bereits darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine Notiz handelt. Andererseits hat die Frage: „Alles durchplotten?“, neugierig gemacht. Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.

Wie hat es dir gefallen?

Es hat mir gezeigt, dass sich auch andere Schreiber mit den gleichen Problemen herumschlagen. Daher gefiel es mir sehr.

Was gibt es zu verbessern?

Wie vereinbarst du diese Aussage mit dem Thema Löcher im Plot. Widersprichst du dir da nicht selbst?

Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?

Mein aktuelles Projekt habe ich überhaupt nicht geplotet. Ich habe alles im Kopf entwickelt. Grob wusste ich, was ich wollte und wohin ich wollte. Doch wie dort hinkommen, hat sich erst im Laufe der Geschichte gezeigt. Dementsprechend ist auch der Überarbeitungs-Aufwand.

Lässt du Lücken?

Ja! Ich lasse Lücken. Für das Folgeprojekt habe ich nur den Startort (noch nicht geplotet) den groben Verlauf und das Ende festgelegt. Es hat noch einige Löcher.

Wie gehst du mit ihnen um?

Diesmal werde ich alles ploten. Bis ins kleinste Detail. Ich möchte Testen, wie das Ergebnis nachher aussieht. So kann ich herausfinden, welche Methode für mich am Idealsten ist.

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?

Besser machen? Möchte ich das? Ich habe einiges gelernt. Aber ob dadurch das Schreiben besser wird?

Das Schreiben empfinde ich als Abenteuer. So weiß ich nie, wo es mich hinführen wird. Ob ich mich beim nächsten Projekt stur an den vorgegebenen Fahrplan halten werde, bezweifle ich. Es kommt der Moment, wo sich die Figuren selbstständig machen. Auch wenn ich dann viel überarbeiten muss, ist es doch spannend, die Ideen der Figuren aufzunehmen und diesen nachzugehen. Der Plot kann immer noch dementsprechend geändert werden. Natürlich kann es geschehen, dass uns die Figuren in eine Sackgasse führen. Doch noch arbeite ich nicht unter Termindruck. So gehen wir halt bis zur letzten Abzweigung zurück und folgen einem anderen Weg.

Vielleicht sollte ich zwischendurch einmal das Projekt einfach sein lassen. Ein wenig mehr Schlafen wäre nicht schlecht. Doch erfahrungsgemäß liege ich dann hellwach und drehe mich ruhelos von einer Seite auf die Andere, während ich im Kopf weiter Schreibe. Da ist es konstruktiver, wenn ich die Nacht durchschreibe. Steht der Erst-Entwurf, kann ich immer noch schlafen.

Was war da noch? Ach ja! Am Besten in der Entwurfsphase die Familie in Urlaub schicken. Wenn ich am Schreiben bin, reagiere ich ein wenig unwirsch auf Störungen. Ich zeige es zwar nicht, aber wenn ich vom Schreiben fortgerissen werde (was ich generell nur der Familie erlaube), kann ich mich nicht ganz davon lösen. Am liebsten würde ich mich in dieser Zeit in eine abgelegene Berghütte zurückziehen, wo ich ungestört schreiben kann. Das einzige Problem, ich würde dabei verhungern, da ich kaum noch an solche Nebensächlichkeiten wie Nahrungsaufnahme denke. Daher brauche ich schon jemanden der mich daran erinnert, dass Essenszeit wäre.

Also was kann ich ändern? Eigentlich nichts. Mal schauen, was die anderen zu deinen Fragen meinen!

Arius

von Arius

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Arius hat geschrieben:War es das, was du dir vorgestellt hast?

Jein! Einerseits hat der Titel Memo bereits darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine Notiz handelt. Andererseits hat die Frage: „Alles durchplotten?“, neugierig gemacht. Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.

Das "Jein" hat mich ein wenig verwirrt. Ich meinte mit "vorgestellt", ob es das war, was du dir vorgestellt hast, als du an der Abstimmung teilgenommen hast ^^

Arius hat geschrieben:Was gibt es zu verbessern?

Wie vereinbarst du diese Aussage mit dem Thema Löcher im Plot. Widersprichst du dir da nicht selbst?

1. Nein 8)
2. Vielleicht doch :P

a. Denke ich, man kann so gut plotten wie man möchte, es entstehen immer irgendwo größere oder kleinere Löcher, deshalb behält eigentlich auch "Löcher im Plot" seine Gültigkeit. Die Frage ist eben, wie man damit umgehen soll, wenn man solche Löcher bemerkt (wie ich damit umgehe/gegangen bin) und das war die Antwort, für mein aktuelles Projekt.
b. Denn ich habe mein aktuelles Projekt eben nicht komplett vorher geplant, es gab gigantische Plotlöcher (die Mitte zum Beispiel und das Ende :P ). Mit diesem Memo will ich mich daran erinnern, dass ich das beim nächsten Projekt unbedingt anders machen möchte.

lg
Jacky ;)

von Jacky

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Hi Jacky,

Das "Jein" hat mich ein wenig verwirrt. Ich meinte mit "vorgestellt", ob es das war, was du dir vorgestellt hast, als du an der Abstimmung teilgenommen hast ^^

Dann ziehe ich mein Jein zurück. :D Von der Abstimmung habe ich gar nichts mitbekommen. :oops: So gesehen ist meine Antwort natürlich blöd :oops: Du wirst einem alten zerstreuten Mann hoffentlich verzeihen 8)

Arius

von Arius

Re: Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

 
Zum Thema:

Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht?

Ich nehme es mir zumindest vor. :? Das Chaos in meinem Kopf zu sortieren fällt mir schon sehr schwer. Zu dem Roman an dem ich im Moment schreibe, steht die Geschichte inzwischen schon seit 7-8 Jahren.

Seitdem hat sie sich weiterentwickelt, ist erwachsener geworden. Das alles aber nur im Kopf. Die Charaktere beispielsweise beschäftigen mich auf jeder Zugfahrt oder Autofahrt, unter der Dusche, beim Putzen, selbst während der Arbeit.

Mein Problem ist jetzt, das die Geschichte (/ Charaktere) immer komplexer geworden ist und ich zwar im Kopf genau weiß, was, warum und zu welcher Zeit passiert - nur kann ich es nicht aufschreiben. (Beim schreiben am Roman selbst ist das kein Problem)

Aber eine Zusammenfassung der ganzen Geschichte? Ich packs nicht.
Jedesmal rutsche ich ab in endlose Beschreibungen oder Erklärungen über den jeweiligen Charakter, einfach mal den Handlungsverlauf Stichpunktartig und mit dem Wichtigsten zusammenfassen, dafür bin ich anscheinend zu blöd.

Vielleicht brauch ich nur die richtige Methode?! Mein Wochenziel ist, tatsächlich mal den Plot aufzuschreiben, selbst wenn ich alles ganz genau im Kopf habe. Auch um das Ganze selbst nochmal zu hinterfragen.


Lässt du Lücken?


Das werd ich merken. Zwar weiss ich was passiert inziwschen sehr genau, und bezweifle daher das irgendwo noch eine Lücke ist, aber vielleicht fällt mir beim schreiben noch etwas auf. Ich werd mich am Wochenende wenn ich fertig bin nochmal dazu äußern.

Wie gehst du mit ihnen um?

Auch dazu nochmal was am Wochenende.

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?

Nur eines:
- von Anfang an Notizen machen (nicht erst dann wenn du dich 8 Jahre mit der Geschichte beschäfigt hast und gar nicht weißt wo du anfangen kannst)


Falls jemand eine Idee hat wie ich die Geschichte in zusammengefasster Form aufs Papier bekomme ohne dafür 30 Seiten und mehr vollzuschreiben, dem bin ich sehr dankbar.


lg, Majha

von Majha