Huhu Jacky,
erstmal bin ich froh, dass du deinen Blog wieder herstellen konntest. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie schweißtreibend dieser Schock war.
Den Statusbericht finde ich sehr gelungen, denn es braucht gar nicht immer unheimlich lange Artikel, um sich zwischendurch mal über einige Dinge des Schreibens Gedanken zu machen. Ein Anstoß - wie hier - ist da schon gut. (Was auf keinen Fall heißt, dass ich auf lange Artikel verzichten möchte, ich lese sie immer mit Freude

)
Zum Statusbericht:War es das, was du dir vorgestellt hast? Ja, absolut.
Wie hat es dir gefallen? Sehr gut, da ich mal wieder meine eigenen Knackpunkte dort wiedergefunden habe.
Was gibt es zu verbessern?Da fällt mir spontan nichts ein, es ist in meinen Augen prima so.
Zum Thema:
Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht? Längere Werke plotte ich komplett durch, Kurzgeschichten überhaupt nicht. Bei langen Werken brauche ich die Sicherheit eines fertigen Plotts - wenngleich der auch manchmal noch verändert wird - damit ich mich voll und ganz der Ausarbeitung widmen kann. Plotte ich nicht oder nur unzureichend, bin ich mit den Gedanken immer woanders und kann mich nicht auf gescheite Formulierungen konzentrieren.
Lässt du Lücken? Nur ungern, manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden. Bei meinem NaNo-Werk war es so, dass mir wichtige Recherche-Punkte fehlten. Ich hatte eine Mail mit Fragen an die Pressstelle der Polizei geschrieben, die mir auch sehr ausführlich und bereitwillig beantwortet wurden, jedoch dauerte diese Antwort eine ganze Zeit. So lange musste ich den Plot, sofern er diese Aspekte betraf, offenlassen und umschiffen.
Wie gehst du mit ihnen um? Ich verankere an den entsprechenden Stellen virtuelle Post-its (im Papyrus Autor) und vermerke darauf, was noch fehlt, wie es ungefähr einzuflechten ist, wenn die Infos vorliegen.
Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?Hm, das ist schwer. Zum einen hab ich gelernt, dass ein
zu ausführlicher Plot manchmal auch behindern kann. Geschichten und Figuren entwickeln während des Schreibprozesses manchmal auch ein Eigenleben, wie auch bei mir geschehen. Ich wollte diese neue Entwicklung zunächst einfach verdrängen und unbeachtet lassen, jedoch bekam ich sie nicht aus dem Kopf und musste mich irgendwann fügen. Das hatte zur Folge, dass ich zwei Tage lang damit beschäftigt war, den Plot und die Kapitelstichpunkte anzugleichen, was mich zunächst sehr frustriert hat.
Desweiteren habe ich gelernt, dass es wichtig ist, Veränderungen am Plot, die sich während des Schreibens ergeben - und wenn sie noch so gering erscheinen - , direkt auch im Plot zu verändern, denn oft stehen sie im Zusammenhang mit einer späteren Szene, wo man die Änderung im Eifer des Gefechts oft wieder vergessen hat. Wenn man sich an die Überarbeitung macht, kann es zu Verwirrungen und extremer Sucherei in den Notizen führen.

Zu guter Letzt habe ich gelernt, Ruhe zu bewahren. Wenn ein Punkt in der Geschichte unschlüssig war oder noch nicht wirklich zufrieden machte, bringt es einfach nichts, sich unter Druck zu setzen und womöglich noch schlechte Laune dabei zu bekommen. Das schmälert nur insgesamt die Freude am Schreiben. An irgendeinem Punkt der Geschichte - während des Schreibens, oder auch, wenn man gerade etwas ganz anderes macht - kommt plötzlich die zündende Idee und alles fügt sich bestens zusammen. Einfach nur Geduld und Vertrauen in die eigene Kreativität wahren, dann wird alles gut.
So, das war´s erstmal von mir

LG
Jennifer