Liebe Jacky...
Also bis lang habe ich nur ganz wenig mit solchen Notizen gearbeitet.. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass ich mir das meistens alles ganz gut merken kann.. Zumindest während ich an dem Projekt schreibe ^^;
Bei der Überarbeitung sieht es dann leider schon wieder ganz anders aus... Aber bei mir ist es meistens so: Je weniger Notizen ich brauche, desto weniger Chaos muss ich beherrschen... Nach Wochen oder gar Monaten wieder durch meine Notizen hindurch zu steigen, ist meines Erachtens nach noch viel komplizierter...
Hinzukommt folgendes:
Ich habe den ersten Teil meines derzeitigen Projektes in Word 2007 geschrieben... Sehe ich einen Rechtschreibfehler, wird er sofort gekillt und da ich beim Schreiben meist auf den Monitor gucke, schleichen sich dank der Automatischen Korrektur und meines bescheidenen Wissens über die deutsche Sprach, doch eher weniger ein. Und Tippfehler im Normalfall gar keine. (Da ich ein Fabel für Fettnäpfchen habe, gehe ich davon aus, dass dieser Eintrag jetzt davon wimmelt - entschuldige bitte. Ich rede mich damit raus, dass ich krank bin und sich derzeit alles um mich her dreht

)
Ich schweife ab. Was ich damit nur einleiten wollte ist, dass bei mir einer deines Überarbeitungssteps grundlegend fehlt... Die Rechtschreibprüfung. Denn die erledige ich dann, wenn ich mein Projekt noch einmal komplett lese. Da fallen sie mir auch auf. Die Fehler, die mein Rechtschreibprogramm findet, werden gekillt, während ich sie mache, die anderen finde ich eh nur beim Lesen. Du weißt was ich sagen möchte, hoffe ich...
Den Punkt Plotlöcher stopfen, gibt es bei mir in diesem Sinne auch nicht direkt. Aus dem einfachen Grund, dass ich einfach nicht gut weiter schreiben KANN, wenn ich weiß, dass ich da ein Loch hinter mir gelassen habe. Das muss gestopft werden BEVOR es weiter geht. Manchmal tatsächlich nur notdürftig, aber es wird gestopft. Meistens ist das bei mir ein Nachdenken von einer Zigarettenlänge. Im schlimmsten Fall kommt es vor, dass ich erstmal darüber schlafen muss, bevor es weiter geht.
Löcher, die ich nur notdürftig gestopft habe, werden dann noch 'bereinigt' wenn ich meinen Text noch einmal lese. Ich merke, da ist eine Stelle, die funktioniert noch nicht so ganz. Dann erinnere ich mich 'Ah.. Da war doch dieses Problem, dass ich gelöst habe. Dann wollen wir mal ausbauen.'
Manchmal (eher selten) sind es auch meine erstleser, denen es auffällt. Obwohl die so prickelnd offenbar nicht sein können, denn ihnen ist nicht aufgefallen, dass die Geschichte, die sie lesen in New York begonnen hat und schließlich nach England verlegt wurde. Schon etwas frustrierend, oder?
Das sind allerdings Fehler, die finde ich selbste igentlich auch ganz gut und wahrscheinlich war es einfach nicht so eine gute Idee tatsächlich Erstleser für die rohste meiner Rohfassungen zu haben - es sind nur zwei Leserinnen.
Aber ich glaube ich schweife schon wieder ab. Ich sollte wieder ins Bett gehen und mich weiter auskurrieren. Aber das Schreiben fehlt mir so sehr, dass ich diesen Eintrag scheinbar einfach nicht beenden kann.
Die Notizen, die ich schreibe, kommen in mein Projektbezogenes Notizbuch.
Jetzt während des ersten Lesens meiner Geschichte, sind es Punkte die geändert werden müssen - meinstens nur jene, die auch noch auf den späteren Verlauf Einfluss nehmen, denn alle anderen ändere ich auf der Stelle, sodass keine notiz von Nöten ist - und das Brainstorming für den zweiten Teil. Dinge die noch kommen müssen. Dinge, die ich schon angesprochen, aber noch nicht aufgeklärt habe. Sowas eben. Das sind die Notizen, die ich mir momentan mache...
Mein gesamtes Notizenverhalten wird sich wahrscheinlich bald ziemlich ändern, da ich mir vorgenommen habe meinen zweiten Teil in yWriter zu schreiben. Und da sind die Parallelnotizen doch sehr viel einfacher und weniger chaotisch machbar, als in meinem Moleskine ^^; Außerdem wage ich es zu behaupten, dass deine im Artikel beschriebenen Taktiken, sich auch auf den yWriter beziehen und sich dort am besten ausprobieren lassen

Ich bin gespannt. Zumindest den Plot werde ich überwiegend im yWriter verfassen und schauen ob nicht eine angenehme Zusammenarbeit zwischen yWriter und Word machbar ist

So.. Schluss jetzt mit meinem fiebrigen Gefasel.. Ich gehe mich weiter 'schonen' oder besser gesagt: langweilen
Liebe Grüße...
TK