[Brainstorming] Motiv für Antagonist

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[Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon scribere » 29.10.2015, 15:30

Hallo! :)

Ich stehe total auf dem Schlauch und würde mich über ein paar Denkanstöße freuen.

Momentan plotte ich Band 2 einer Trilogie, dafür muss ich aber für Band 3 den Antagonist kennen, weil ich ihn in Band 2 einführen will.

Nur kenne ich denn nicht :roll: :lol:

Ich weiß die Handlung, aber beim warum(und wer) stehe ich irgendwie auf dem Schlauch.

Die Motive Rache/Familie/Tod hat bereits meine Antagonistin in Band 1/2 und ich möchte nicht die gleichen Motive haben.

Und bei Motiven wie "Geldgier", "Anerkennung" und "Macht" hätte ich a) das Problem, das es sehr leicht in die Scheine "Der ist böse, weil der halt böse ist" Schiene geht und b) der Leser diese Motive vielleicht weniger nachvollziehen kann.
Mir ist aber wichtig, dass der Antagonist nicht "einfach so" der Gegner der Protagonisten ist, sondern dafür gute Gründe hat.

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Handlung des Antagonisten: Die Magie im Land zerstören
Ziel der Protagonisten: Frieden zwischen Magiern + magielosen Menschen, Respekt + Akzeptanz


Habt ihr allgemein Tipps oder Ideen?
Viele Grüße :)
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Re: [Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon DraconRa » 29.10.2015, 15:40

Wie wäre es hiermit?

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Ist dein Antagonist Magier?
Wenn nein, ist er vielleicht das einzige Nicht-Magische Kind einer alten, ehrwürdigen Familie von Magiern und fühlte sich sein Leben lang deswegen benachteiligt. Und wenn er sie nicht anwenden kann, dann auch niemand anderes.
Oder er sieht Magie als eine Bedrohung für das Land/die Menschen an. Der Antagonist ist schließlich der Held in seiner eigenen Geschichte ;-)
Letzteres könnte auch auf einen Magier passen, der vielleicht aus versehen einen zerstörerischen Zauber gewirkt hat und jetzt von Schuldgefühlen geplagt wird. Und von allen anderen als Böse angesehen wird, weil er z.B. ein Dorf ausgelöscht hat.
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Re: [Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon scribere » 29.10.2015, 17:26

Hallo DraconRa, danke für deine Antwort!

Ob der Antagonist Magier ist oder nicht, steht noch in den Sternen.
Oh man, ich bin so planlos :roll: :mrgreen:

Das Magie eine Bedrohung für die Nicht Magischen Menschen ist, ist ein Aspekt, der sich durch die Trilogie durchzieht. (Vorurteile, Angst, Rassismus) Das wäre also ein guter Ansatz.


Die letzte Idee finde ich ein sehr guter Ansatz, darüber werde ich mir mal Gedanken machen inwieweit das als Motivation in Verbindung mit der Handlung funktioniert.
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Re: [Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon Kari » 29.10.2015, 17:30

Warum kann dein Anta nicht auch Frieden zwischen Magiern und Nichtmagiern wollen?
Er kommt auf dem Weg dahin nur auf die Idee, dass dies am besten funktionierte, wenn er die Magie wegnähme. (Weil er nicht allen Menschen Magie geben kann und Magie eh sehr gefährlich ist.)
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Re: [Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon scribere » 29.10.2015, 17:34

Kari hat geschrieben:Warum kann dein Anta nicht auch Frieden zwischen Magiern und Nichtmagiern wollen?
Er kommt auf dem Weg dahin nur auf die Idee, dass dies am besten funktionierte, wenn er die Magie wegnähme. (Weil er nicht allen Menschen Magie geben kann und Magie eh sehr gefährlich ist.)

Das ist die Idee!
Ich wollte die ganze Zeit einen Interessenkonflikt haben, bin nur irgendwie nicht auf den grünen Zweig gekommen.
Aber das Prota und Anta das gleiche Ziel haben, aber unterschiedliche Ansätze/Wege etc. ist super für Band 3. Danke Kari :)

Ich werde die Sw echt vermissen :wink: Ich habe keine Freunde, die schreiben und hier findet man immer super Tipps oder wie hier gutes Brainstorming und Anregungen, um das Brett vom Kopf weg zu kriegen :seedaylight:
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Re: [Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon Ankh » 29.10.2015, 18:02

ich finde es auch am besten, wenn er eigentlich einen ganz vernünftigen Grund hat, nur seine Methoden sind vielleicht rabiat, was ihn eben zum Antagonisten macht. Dann ist der Konflikt eher hellgrau/dunkelgrau statt schwarz/weiß, und der Held könnte zweifeln und seine Position nochmal hinterfragen. Sowas verleiht einer Geschichte etwas mehr Tiefe.

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Der Antagonist könnte einen Magierkrieg miterlebt haben, bei dem jemand aus seiner Familie getötet wurde oder er einfach nur die schrecklichen Folgen mitansehen musste.
Vielleicht könnte Magie auch einen hohen Preis fordern, indem es zum Beispiel die Lebensenergie aus der Umwelt saugt, oder die Magier brauchen Spruchkomponenten wie Einhornhörner, was diese Rassen fast ausrottet.
Vielleicht unterdrücken die Magier im Land durch ihre Macht auch das einfache Volk zu sehr, das keine Mittel hat, sich zu wehren, oder einige Rassen können eben Magie benutzen und andere nicht, was zu einer Unterdrückung/ Vertreibung der Unmagischen führt.


Du könntest dich ja mal in Sofians Schreibstube unmschauen, ein paar von uns sind schon umgezogen :wink:
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Re: [Brainstorming] Motiv für Antagonist

Beitragvon Maggi1417 » 29.10.2015, 18:16

Ich habe auf Tumblre mal diese kurze aber gute Liste gefunden:

-They do bad things because they’re scared.
-They’re gullible or misinformed. Example: somebody who has been told the heroes are out to hurt them.
-They are desperate for interaction, validation, kindness, or attention, and the dark side gives them those things.
-They want to change their allegiance, but are pressured by people close to them to stay evil.
-They have an otherwise noble goal that they will do literally anything to achieve. Example: somebody who wants to protect their child, even if it means throwing other children into danger.


Außerdem für dich eventuell interessant:
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http://www.shesnovel.com/character-motivations/
http://lauraharrisbooks.tumblr.com/post/85614064894/what-motivates-your-characters
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