Musik umschreiben oder beschreiben

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Musik umschreiben oder beschreiben

 
Hallöchen allerseits,
nicht nur, dass ich niegelnagelneu hier bin, sondern ich breche auch schon gleich eine Frage vom Zaum :wink: .

Es geht hier um das Problem, Musik sozusagen in Schriftform darzustellen. Das Szenario ist, dass beispielsweise ein Sänger gerade sein Lied vorträgt, das kann reichen vom mittelalterlich angehauchten Fantasy-Bardensänger bis hin zu modernen Popgruppen, ich jedoch nicht genau weiß, wie man das ganze so beschreiben könnte, dass der Leser es in seinen Gedanken sozusagen "hören" kann.
Klar gibt es verschiedene Ansätze, so zum einen den Text des Liedes durch den Charakter interpretieren lassen, und eventuell die Melodie á la "laut", "schrill", "mit leichten Tönen" oder etwas derart zu umschreiben. Allerdings scheint es, dass dies nicht genug ist, um einen tieferen Eindruck des gerade vorgetragenen Liedes beim Leser zu erzeugen. Sollte man das ins kleinste Detail erläutern, oder die Instrumente dazu auflisten?

Deshalb wollte ich einfach mal dieses Problemchen in die Runde werfen und bin für jede Antwort oder einen Hilfsansatz sehr dankbar.

von Kuroi

 
Hallo Kuroi,

man könnte beschreiben, was die Musik bei den Hörenden bewirkt, was es sie fühlen/denken läßt. Wie sie sie aufnehmen, ob es sich in ihren Handlungen beeinflußt und wenn ja "wie".

Spontanidee. : )

von Sten

 
Hallo Sten,

vielen dank für deinen Ratschlag, den werde ich sogleich in die Tat umsetzen, wenn ich auch noch nicht zu hundert Prozent genau weiß, wie ich es angehen könnte.
Ich denke da so zuerst an eine Beschreibung der Musizierenden im Verlauf der Geschichte mit einer kurzen "Zusammenfassung" welche Instrumente da mitspielen. Dann könnte das Lied als solches kommen, beschrieben nach dem Muster, welches du mir geraten hast. Wo ich den Liedtext unterbringe, muss ich mal schauen.

Ob das so im Großen und Ganzen gehen könnte?

Gruß, Kuroi.

von Kuroi

 
Hi Kuroi,

die Musik muss in Deiner Geschichte ja ein sehr tragender Punkt sein.

Vielleicht möchtest Du ein wenig mehr dazu erzählen. Vielleicht gibt es dann ein paar mehr Tips und Hinweise.

Liebe Grüße
Mutav

von Mutav

 
Also in der Geschichte geht es um zwei Charaktere, und einer davon spielt in einer Rockband, die sich schon seit der Schulzeit her kennt. Musik ist seine Passion. Die Truppe ist regional nur in mittlerem Maße bekannt und hat einmal im Monat oder so einen Auftritt im JUZ oder auch mal privater Natur. Soviel schonmal zu den Musikmachern.

Die Szene ist folgendermaßen geplant:
die beiden Charaktere stehen kurz vor einer Beziehung zueinander, und bei einem dieser Konzerte soll es so kommen, dass der eine Charakter A von der Band extra ein Lied für Charakter B geschrieben hat, wovon B nichts weiß (Überraschung) und somit A die Zuneigung gestehen möchte. Höhepunkt soll sein, dass A den B auf die Bühne holt und dann Arm in Arm weitersingt...

Da diese Beziehung etwas schwierig sich darstellt (Die Eltern von B sind absolut dagegen), würde das ganze eine doppelte Bedeutung haben, das Lied selbst nämlich ist sowohl eine Erklärung von A an B, als auch eine Aufforderung, sozusagen den Käfig endlich zu verlassen.

Ich sage deshalb mal "geplant", da ich am Wochenende mich damit beschäftige und noch nichts dazu steht außer einem kurzen Umriss auf meinem "Notizbrett".

Einen schönen Abend noch,
Kuroi

von Kuroi

 
Hallo Kuroi,

da hast Du doch schon selbst die Antwort gegeben! Alleine bei der kurzen Beschreibung von Dir hat's schon gekribbelt bei mir.

Stell Dir vor, Du malst. Unwesentlich ob Du es kannst, oder nicht. Hier kannst Du eine Spannung aufbauen, die getragen wird von Farben, Wellen der Gefühle, abheben, schweben, Angstschweiß, aufgerissenen Augen vor Überraschung, Gänsehaut und nur Du weißt, was noch.
Schwierig finde ich, wenn man die Musik versucht an Hand eines Sängers, oder einer Band zu beschreiben. Ich liebe Barry White, das erzeugt bei anderen vielleicht eher Brechreiz :lol: . Nimm die Leser mit in das Gefühlskarusel. Ich würde mich freuen, wenn ich mal einen Ausschnitt zu lesen bekomme. Du machst mich neugierig.
Gerne helfe ich Dir auch beim feilen, wenn Du möchtest.

Vielleicht hat Dir der Kommentar ja auch gar nichts gebracht. Wenn doch tät's mich freuen.
LG
Mutav

von Mutav

 
Hallo Kuroi!

Tatsächlich gehören eigenen Werke, zu denen man Kommentare will in ein Werk-Forum. Ich habe deinen letzten Kommentar abgetrennt und ins Kurzgeschichten-Forum geschoben.

Der Link:
kurois-musikbeschreibung-t1749.html#12392

Der Titel ist noch "Kurois Musikbeschreibung". Du kannst noch den Titel und das Werk bearbeiten, damit deine Kommentare nicht zusammenhangslos im Raum stehen.

LG Liyah

von Liyah

 
Oh, alles klar.
Wusste in dem Fall nicht genau, ob es hier richtig war oder nicht, weil es ein "Schnippsel" darstellte.
Beim nächsten Mal dann auf Anhieb richtig ;)

Danke für den Hinweis.

Edit: So, und angepasst.

von Kuroi

 
Hallo miteinander,
als du diese Frage gestellt hast, habe ich angefangen ein bisschen nachzudenken und mir kamen ein paar ganz gute Ideen.

Ich wollte dir eigentlich gleich schreiben, aber die Antwort wurde immer länger und immer länger, da hab ich mich entschlossen einen größeren Beitrag zu verfassen.

Das Ergebnis findest du hier:
Wie du mit Worten Musik erschaffst

Diskussionen über den Beitrag selbst bitte hier.

Ich hoffe es hilft und ist nicht schon zu spät
lg
Jacky ;)

von Jacky

 
Hallo Jackie,

vielen herzlichen Dank für dieses tolle und ausführliche Tutorial. Da sind einige Punkte sogar, über die ich noch nicht nachgedacht habe und die nun Gold wert sind. Wunderbar, Danke.
Hätte nie gedacht, was meine Frage für Wellen in der Schreibwerkstatt schlägt. :wink:

Dann auf zum passenden Beitrag hier im Forum.

von Kuroi

 
Wie wäre es wenn du dir einfach mal eine Musikzeitschrift (Rolling Stone; Musikexpress; Visions...) kaufst und dir ansiehst wie es die Profis machen.

von huhu

 
Es wäre auch möglich, zu beschreiben, welche Stimmung das Lied wann erzeugt, wann die Töne höher sind und wann tiefer, ob es schnell oder langsam ist, Dur oder Moll, man könnte so etwas schreiben wie:

Die Melodie war zuerst ruhig wie das Meer an einem windstillen Tag, die Töne tief und wehmütig. Dann wurde das Tempo rasanter, leidenschaftlicher, das Acellerando in Kombination mit der tiefen Tonlage erzeugte leidenschaftliche Gefühle bei ihm/ihr...
oder so in der Art. Metaphern können auf jeden Fall nie schaden. Aber ehrlich gesagt habe ich mir darüber nie Gedanken gemacht.

von naemi

 
Hört sich zwar banal an, aber im Musikunterricht der Oberstufe mussten wir z.T. Stücke interpretieren, den 1. Eindruck schildern usw.
Dazu hat man uns ein Arbeitsblatt mit Hilfestellungen in die Hand gedrückt - ich denke das könnte Dir helfen.
Wenn Interesse besteht, schick mir einfach ne PN - ich werds dann einfach mal suchen, scannen und hochladen.


Mfg

von Maddin=)