[Fanty]Mysticgirl666

Die ganze Bandbreite phantastischer Literatur: High Fantasy, Low Fantasy, Urban Fantasy, Dark Fantasy

[Fanty]Mysticgirl666

Beitragvon sandelholz » 02.02.2014, 13:37

Hallo SWS’ler,

hier eine Art Genre-Übung für mich,
über ein Feedback würde ich mich sehr freuen!

Danke,
San.




Mysticgirl666


„Mona? Mona! Moooooonaaaa?!“

Unglaublich, es hatte funktioniert.
Am Rande der Hysterie lief Sylvia auf und ab. Diesmal ohne dabei darauf zu achten ob sie die Linien des am Boden aufgezeichneten Pentagons berührte oder die kunstvoll, im Kreis tradierten Kerzen umschmiss. Erst als die Bodenvase mit lautstarkem Getöse umkippte und sich ein Schwall aus Wasser, inklusive 66 langstieligen Rosen über den Boden ergoss hielt sie inne.
Was für eine Aktion, Mona war tatsächlich weg, dachte Silvia vollkommen erstaunt und fassungslos.


„Silvia? Sylie! Ähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“

Was war das für ein Boden unter ihr und wieso war es plötzlich so kühl?
Noch bevor sie weiter denken konnte drangen unverständliche Stimmen zu ihr und sie spürte einen äusserst unsanften Tritt in ihre linke Seite. Nicht genug damit, im nächsten Augenblick wurde sie noch viel unsanfter, an ihren Haaren, nach oben gezogen. Genauso grob wurden ihr die Arme auf den Rücken gedreht und dort Festgebunden, zumindest fühlte es sich so an. Ein weiterer Tritt, diesmal in die Kniekehlen brachte sie dazu schleunigst nach vorne zu stolpern.
Das nächste was sie wahrnahm war ein heftiger Schlag auf ihren Hinterkopf. Dann jedoch nichts mehr.

Das Geräusch eines monoton fallenden Wassertropfens lies sie wieder zu sich kommen, zumindestens war es das erste was wieder in Monas Bewusstsein vordrang. War es wirklich Wasser? Die Luft war geschwängert von süsslichem, leicht metallisch wirkendem Geruch. Bei dem Versuch sich zu Bewegen und die Augen zu öffnen stellte sich sofort ein ungeahntes Schmerzempfinden in ihr ein. Sie hatte das Gefühl all ihre Nervenfaser auf einmal zu spüren. Doch warum nur spürte sie die der rechten Hand nicht? Mit alle ihrer Kraft versuchte sie sich aufzurichten.
Und wieder Schwärze.


Von einem Augenblick zum nächsten materialisierte sich Mona wieder im Pentagon.
Der panische Schrei den Sylvia von sich gab, schwoll zu einem irrisinigen Geheule an und nur an der abrupt höher werdenden Tonlage ihrer Stimme lies sich erkennen das sie genau in diesem Augenblick den Verstand verlor.
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Re: Mysticgirl666

Beitragvon Aeint » 03.02.2014, 18:35

Hallo sandelholz,
ich hoffe du erlaubst mir, dass ich mich ein bisschen mit deinem Werk auseinandersetze.

Zum Titel
Ich bin generell kein Fan von englischen Überschriften, aber wenn sie einen Sinn ergeben und gut zum Text passen... Naja... Ich mach halt keine wilden Begeisterungssprünge. Aber woher kommt das "666"? Ich habe überhaupt keine Ahnung.

Zum Text/Sprachlichen
Die Luft war geschwängert von süsslichem, leicht metallisch wirkendem Geruch.

Wieso schreibst du nicht einfach
Die Luft schmeckte süsslich. Obwohl nein. Eher metallisch.


Die Story lässt sich am Anfang nur schwer und mit viel Fantasie erahnen. Wie kommen sie in das Pentagon? Woher kommt die Bodenvase? Wie sieht der Raum aus? Sind die Mädchen attraktiv? Dumm? Korpulent? Hässlich?

Rechtschreibung/Grammatik
Sie hatte das Gefühl all ihre Nervenfaser auf einmal zu spüren.

Es heißt Nervenfasern :lol:

Genauso grob wurden ihr die Arme auf den Rücken gedreht und dort Festgebunden, zumindest fühlte es sich so an.

Festgebunden ist in dieser Verwendung ein Verb-> festgebunden.


Der panische Schrei den Sylvia von sich gab, schwoll zu einem irrisinigen Geheule an und nur an der abrupt höher werdenden Tonlage ihrer Stimme lies sich erkennen das sie genau in diesem Augenblick den Verstand verlor.

"ließ sich erkennen , dass

Fazit:
Deine Genreübung lässt sich sehr gut lesen, bis auf einige Grammatik- und Rechtschreibfehler, die aber erst beim genaueren Hinschauen auffallen. Die Überschrift würde ich ändern, was aber Geschmackssache ist.
Also: Weiter so. :D

LG,
Aeint
Manchmal ist ein Dolch in der Nacht wertvoller als hunderte Schwerter am Morgen.
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Re: Mysticgirl666

Beitragvon Lykos » 05.02.2014, 16:08

Hi :D
Dein Text lässt mich in Verwirrung zurück. Die Geschichte wirkt auf mich sehr surreal, ich verstehe nicht so recht, was da vor sich geht. Ich bin mir nicht einmal sicher aus welcher Perspektive der Text geschrieben ist, ob aus der von Silvia, oder aus Monas.
Ich kann es dir vielleicht gleich am Text deutlicher zeigen, aber alles der Reihe nach:

„Mona? Mona! Moooooonaaaa?!"

Unglaublich, es hatte funktioniert.
Am Rande der Hysterie lief Sylvia auf und ab.

"Am Rande der Hysterie" heißt doch, dass sie panisch ist. Aber warum? Wenn "es funktioniert" hatte, heißt dass doch, dass es Absicht war! Was macht sie dann so panisch?

Diesmal, ohne dabei darauf zu achten ob sie die Linien des am Boden aufgezeichneten Pentagons berührte oder die kunstvoll, im Kreis tradierten Kerzen umschmiss.

Meinst du wirklich Pentagon? Das ist ein normales Fünfeck. Oder halt das Verteidigungsministerium der USA.
Das klassische Magiesymbol ist das Pentagramm. Ich weiß nicht, welches du meinst, wollte es aber erwähnt haben, denn mein erster Gedanke war das Verteidigungsministerium :XD:
Zweitens fällt mir, nicht nur hier, auf, dass du überall Fremdwörter verwendest. Das kann man auch anders sehen, aber ich persönlich mag Fremdwörter nicht. Warum "Hysterie" und nicht "Wahnsinn" oder "Panik"? Warum "Pentagon", und nicht "Fünfeck"? Warum "tradieren"? Ich muss gestehen, dass Wort kenne ich gar nicht :oops:
Google sagt aber, dass "tradieren" so viel wie "überliefern" heißt.
Abgesehen davon, dass meiner Ansicht nach Fremdwörter immer weniger Wirkung erzielen als gleichbedeutende deutsche Wörter - weil diese nämlich gebräuchlicher und daher intuitiv verstandener sind-, wäre es dann sogar falsch verwendet. Is nich böse gemeint, aber warum Fremdwörter?

Erst als die Bodenvase mit lautstarkem Getöse umkippte und sich ein Schwall aus Wasser, inklusive 66 langstieligen Rosen über den Boden ergoss, hielt sie inne.

Ach ja, da haben wir es schon wieder: inklusive. Warum nicht "samt langstieligen Rosen"? Fände ich schöner, denn da fällt die 0815-Formulierung nicht so auf :P

Was war das für ein Boden unter ihr und wieso war es plötzlich so kühl?

Völlig andere Situation, ohne Abgrenzung. Warum musst du die Perspektive mitten im Kapitel und ohne Vorwarnung wechseln? Mich persönlich hat das rausgehauen aus dem Text.

Noch bevor sie weiter denken konnte drangen unverständliche Stimmen zu ihr und sie spürte einen äusserst unsanften Tritt in ihre linke Seite. Nicht genug damit, im nächsten Augenblick wurde sie noch viel unsanfter, an ihren Haaren, nach oben gezogen. Genauso grob wurden ihr die Arme auf den Rücken gedreht und dort Festgebunden, zumindest fühlte es sich so an. Ein weiterer Tritt, diesmal in die Kniekehlen brachte sie dazu schleunigst nach vorne zu stolpern.

Jetzt wird jemand verprügelt?!? Ich glaube, genau hier hab ich den Text nicht mehr geblickt. Denn du verwendest die ganze Zeit den Passiv und nennst uns nie einen Täter. Erstens ist der Aktiv immer besser, weil er Action ausdrückt und direkter ist. Zweitens ist Aktiv verständlicher als Passiv.
Wer verprügelt sie (Vermutlich Mona, was ich hier noch nicht weiß, weil du immer "sie" schreibst)?

Das Geräusch eines monoton fallenden Wassertropfens lies sie wieder zu sich kommen, zumindestens war es das erste was wieder in Monas Bewusstsein vordrang.

Erst jetzt raffe ich, dass die Perspektive gewechselt hat.

War es wirklich Wasser? Die Luft war geschwängert von süsslichem, leicht metallisch wirkendem Geruch. Bei dem Versuch sich zu Bewegen und die Augen zu öffnen stellte sich sofort ein ungeahntes Schmerzempfinden in ihr ein.

1. Streich das "wirken". Ein Geruch ist metallisch, wenn sie findet, dass er metallisch ist. Du schreibst hier aus ihrer Perspektive, nicht aus der eines Allwissenden. "Leicht metallischer Geruch" finde ich besser.
2. Was ist ein ungeahntes Schmerzempfinden :shock:

Von einem Augenblick zum nächsten materialisierte sich Mona wieder im Pentagon.

Orientierung :2thumbs:

Der panische Schrei den Sylvia von sich gab, schwoll zu einem irrisinigen Geheule an und nur an der abrupt höher werdenden Tonlage ihrer Stimme ließ sich erkennen, dass sie genau in diesem Augenblick den Verstand verlor.

Beim zweiten lesen vermute ich, dass Mona sich verändert hat. Beim ersten Lesen war ich einfach nur verwirrt.
Zur Sprache: Wie kann ein Ton "aprupt höher werden"? Das ist schon wieder so ein gemeines Fremdwort, dass deinen Satz zu vergiften versucht :mrgreen:
Aprupt heißt ja schlagartig. Und entweder ist die Stimme von dem einen auf den anderen Moment höher, oder sie steigt langsam an. Sehe ich jedenfalls so.
Der Teil "nur an der höher werdenden Tonlage ließ sich erkennen, dass sie den Verstand verlor" - Hä?
Warum nur daran? Damit setzt du ja voraus, dass sie ansonsten völlig normal ist. Und dass sich nur an der Tonlage (!) ihrer Stimme der Wahnsinn erkennen lässt.

Mein Fazit: Der Text verwirrt mich sehr. Das kommt einerseits durch den plötzlichen Perspektivenwechsel, andererseits durch das Wort "sie" statt einem genauen Namen (immerhin über ein Viertel des Textes hinweg), zum Dritten durch die vielen überflüssigen Fremdwörter und viertens durch die Mangelnde Logik innerhalb der Sätze, von denen ich dir die deutlichsten ja schon gezeigt habe.
Alles in allem verstehe ich auch die Handlung nicht so ganz:
-Jemand wird fast wahnsinnig, jemand anderes ist verschwunden
-Jemand wird von jemandem verprügelt
-Jemand wird ohnmächtig, wacht auf, wird wieder ohnmächtig
-Jemand materialisiert sich in einem Pentagon
-Jemand anders verliert den Verstand.
Was aber negativ klingt, muss nicht negativ sein ;) Denn Rätsel sind ja im Prinzip nicht schlecht - nur musst du aufpassen, nicht von Rätseln zu Verwirrung abzudriften.
Wenn du ein wenig an den Formulierungen feilst und dem Leser den Überblick erleichterst, kannst du durchaus eine spannende Geschichte daraus machen: Der Grundgedanke der Geschichte bietet ja ausreichend Möglichkeiten dafür.
Lg,
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Re: Mysticgirl666

Beitragvon Titivillus » 08.02.2014, 04:34

Hey!

Hab deinen Text schon länger ins Auge gefasst, bin aber bis jetzt noch nicht zum Kommentieren gekommen. Also frisch ans Werk ;)

„Mona? Mona! Moooooonaaaa?!“

Eine direkte Rede als Einstieg für einen Text zu verwenden, ist gut um den Leser direkt ins Geschehen zu stürzen. Allerdings finde ich deinen Anfang hier ein wenig überzogen. Du willst dem Leser anscheinend klarmachen, dass diese Mona verschwunden ist/bzw. von jemandem gesucht wird und das schaffst du mit einem einzigen Ausruf . Kein Grund zu übertreiben (vor allem durch das langziehen des Namens) :wink:

Unglaublich, es hatte funktioniert.Am Rande der Hysterie lief Sylvia auf und ab.

Wenn etwas funktioniert, müsste Sylvia doch positiv gestimmt sein, oder? Warum ist sie hysterisch? Das passt meiner Meinung nach nicht.

Diesmal ohne dabei darauf zu achten, (Komma!) ob sie die Linien des am Boden aufgezeichneten Pentagons berührte oder die kunstvoll, im Kreis tradierten Kerzen umschmiss.

Du meinst bestimmt ein Pentagramm oder Hexagramm. :wink: Das Wort tradieren ist zu hochgestochen und um ehrlich zu sein, weiß ich ohne Kontext nicht was es bedeutet. Hier müsstest du dich etwas "einfacher" ausdrücken, damit es einen nicht aus dem Lesefluss reißt. Außerdem wäre es unverantwortlich, brennende Kerzen umzuschmeißen, ganz egal wie aufgewühlt Sylvia in diesem Moment ist. :?

Erst als die Bodenvase mit lautstarkem Getöse umkippte und sich ein Schwall aus Wasser, inklusive 66 langstieligen Rosen über den Boden ergoss, (Komma) hielt sie inne.

Das Umstürzen einer Vase kann meiner Ansicht nach, kein besonders lautes Getose von sich geben. Bei dieser Umschreibung denke ich eher an einen Ventilator oder Hubschrauber oder so :thinking: Das "inklusive" finde ich etwas unpassend, vielleicht wäre "samt" oder "mitsamt" hier leichter zu lesen.

Was für eine Aktion, Mona war tatsächlich weg, dachte Silvia vollkommen erstaunt und fassungslos.

Den Gedanken "was für eine Aktion" stelle ich mir grundsätzlich in Verbindung mit einem Überraschungseffekt vor, was dann noch doppelt und dreifach unterstrichen wird, indem du "fassungslos" und "erstaunt" verwendest. Aber im selben Atemzug schreibst du, "Mona war tatsächlich weg", was darauf schließen lässt, dass Sylvia bereits von ihrem Vorhaben wusste oder es sogar plante....Das finde ich ein wenig widersprüchlich und es verwirrt mich :|

„Silvia? Sylie! Ähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“

Hier genau wie bei meinem ersten Kritikpunkt, ein wenig überzogen. Speziell bei Schmerzen oder ausgestoßenen Lauten, finde ich es persönlich besser, wenn man dezent mit direkten Reden umgeht, aber das ist Geschmackssache.

Was war das für ein Boden unter ihr und wieso war es plötzlich so kühl?

Hier bist du zu unspezifisch. Wenn du beschreiben willst, dass sich etwas in diesem Raum (wo befinden sich deine Charaktere hier überhaupt??) auf einmal schlagartig etwas verändert, musst du genauer beschreiben. Als Leser habe ich hier zu wenige Informationen. Und dabei ist es gerade bei spannenden Situationen besonders wichtig, dass man den Überblick nicht verliert. Wie hat sich der Boden verändert? Hat sich der ganze Raum verändert? Hat Sylvie deshalb so laut geschrien?

Noch bevor sie weiter denken konnte, (Komma) drangen unverständliche Stimmen zu ihr und sie spürte einen äusserst unsanften Tritt in ihre linke Seite. Nicht genug damit, im nächsten Augenblick wurde sie noch viel unsanfter(Wortwiederholung), an ihren Haaren, nach oben gezogen. Genauso grob wurden ihr die Arme auf den Rücken gedreht und dort Festgebunden, zumindest fühlte es sich so an. Ein weiterer Tritt, diesmal in die Kniekehlen brachte sie dazu schleunigst (würde ich weglassen)nach vorne zu stolpern.

Hier versuchst du auf möglichst vage Art einen mysteriösen Angriff auf Sylvia zu umschreiben, aber leider schafft diese Textstelle erneut Unklarheit. Selbst wenn du die Leser vorerst noch im Dunkel lassen möchtest, was den "Angreifer" angeht, wäre es glaube ich hilfreich wenn du das ganze etwas deutlicher beschreibst. Du könntest ja solche Ausdrücke verwenden wie "wie durch eine unsichtbare Hand, wurde sie grob an den Haaren gepackt" oder so ähnlich. Denn Tritte, Schläge etc.. können normalerweise nur durch menschliche Hand ausgeführt werden, wenn es sich hier (es ist schließlich Fantasy ;)) um etwas anderes, wie eine dunkle Kraft oder so handeln, dann musst du näher darauf eingehen, sonst ist es schwer mitzukommen.

Das Nächste, was sie wahrnahm, war ein heftiger Schlag auf ihren Hinterkopf


Das Geräusch eines monoton fallenden Wassertropfens lies(ließ!) sie wieder zu sich kommen
:girl:

Bei dem Versuch sich zu Bewegen und die Augen zu öffnen, (komma) stellte sich sofort ein ungeahntes Schmerzempfinden in ihr ein


Doch warum nur spürte sie die der rechten Hand nicht?

Doch warum spürte sie ihre rechte Hand nicht, würde sich meiner Meinung nach besser lesen. :wink:

Mit alle ihrer Kraft versuchte sie sich aufzurichten.
Und wieder Schwärze.

Hier liest es sich glaube ich schöner wenn du die beiden Sätze miteinander verbinden könntest ;) So wie "gerade als sie sich mit letzter Kraft aufrichten wollte, überfiel sie erneut die Dunkelheit" oder so in der Art... Dann klingt das hier nicht so abgehackt.

Der panische Schrei den Sylvia von sich gab, schwoll zu einem irrisinigen Geheule an und nur an der abrupt höher werdenden Tonlage ihrer Stimme lies sich erkennen das sie genau in diesem Augenblick den Verstand verlor.

Aber Sylvia war gerade eben noch bewusstlos, oder etwa nicht? :?:
Und warum ist sie plötzlich so aufgeregt? Immerhin war das verschwinden doch geplant (denke ich mir jetzt einmal) und da ist es doch logisch, dass Mona auch irgendwann wieder zurückkommen würde, oder? Außerdem kann man nicht von einer Sekunde auf die nächste den Verstand verlieren, so etwas passiert meist auf längere Zeit hinweg... Sylvia war nicht so erschrocken, als sie von einer unsichtbaren/unbekannten Kraft verprügelt wurde, aber jetzt wo Mona (ihre Freundin??) zurückkommt, verliert sie plötzlich den Verstand?


Zusammenfassend fällt es mir sehr schwer, hier ein Urteil zu fällen. Dein Text hat stellenweise Potential, das definitiv ausbaufähig ist. Ich mag auch die düstere Stimmung (mit dem Pentagramm und den Kerzen etc...)
Leider fehlt mir ein bisschen der Kontext und an manchen Stellen mangelt es mir persönlich an grundlegenden Informationen, die für den Lesefluss entscheidend wären. Ich weiß zb. nicht in welchem Verhältnis die beiden Charaktere zu einander stehen. Ich weiß auch bis zum Schluss nicht, was sie vorhatten, oder ob die Dinge, die um sie herum geschehen, beabsichtigt waren. Obendrein fehlt es komplett an Beschreibungen der Umgebung, letztendlich weiß man weder ob sie draußen in der Natur, oder in einem verlassenen Herrenhaus, auf dem Friedhof oder im eigenen Schlafzimmer sind... Das alles erschwert den Lesefluss, denn ich persönlich bin dadurch ständig von neuen Fragen geplagt, die letztendlich nicht aufgeklärt werden. :(
Trotz allem finde ich aber wie gesagt, dass die Geschichte durchaus ausbaufähig ist und eine Stimmung erzeugt, die Interesse weckt. Mein Rat wäre, ein wenig mehr auf Zusammenhänge und den Feinschliff zu achten.
Aber natürlich ist das nur meine persönliche Meinung!

Ich hoffe ich konnte dir halbwegs weiterhelfen ;)
Liebe Grüße
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Re: Mysticgirl666

Beitragvon Jupiter » 27.05.2015, 22:20

Hallo, sandelholz!

ich bin nicht gut in langen Vorreden, also fang ich mal an:
inhaltlich liebe ich diesen Text:
-er ist spannend; wir werden einfach ins Geschehen geworfen, ohne zu wissen, worum es eigentlich geht
- es wird auch später nicht erklärt, was passiert ist (ich hoffe, irgendwann kommt die Aufklärung)
für mich reicht es, einen Text zu mögen und zu lesen :wink:
und der Titel: ein Name mit 666 ... die Zahl des Teufels! Das kann doch nicht ein netter Kindertext werden ...

aber es gibt ein paar Sachen, die mir doch aufgefallen sind:
1.
ob sie die Linien des am Boden aufgezeichneten Pentagons berührte

da bin ich gestolpert: ich glaube, du meinst ein Pentagramm; Pentagon ist der Hauptsitz des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums
2.
„Silvia? Sylie! Ähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“

Wie wär's, wenn du statt des "Ähhhhhhhh" ein "AHHHHHHH!!" nutzen würdest?
3.
Diesmal ohne dabei darauf zu achten ob sie die Linien

zwischen "achten" und "ob" muss ein Komma
4.
kunstvoll, im Kreis tradierten Kerzen umschmiss.

zwischen "Kerzen" und "umschmiss" muss auch eins
5.
und sich ein Schwall aus Wasser, inklusive 66 langstieligen Rosen über den Boden ergoss hielt sie inne.

zwischen "Rosen" und "über" auch
6.
Noch bevor sie weiter denken konnte drangen unverständliche Stimmen zu ihr

zwischen "konnte" und "drangen"
7.
unsanfter, an ihren Haaren, nach oben gezogen

da würde ich tatsächlich die Kommata weglassen. Eine Apposition passt nicht.
8.
und dort Festgebunden

"Festgebunden" klein
9.
brachte sie dazu schleunigst nach vorne zu stolpern.

zwischen "dazu" und "schleunigst"
10.
monoton fallenden Wassertropfens lies sie wieder zu

wird "lies" nicht in dem Fall mit ß geschrieben?
11.
zumindestens war es das erste was wieder in Monas Bewusstsein vordrang

zwischen "erste" und "was" ein Komma, bitte
12.
Sie hatte das Gefühl all ihre Nervenfaser auf einmal zu spüren.

ich meine, zwischen "das Gefühl" und "all". ach ja: und "Nervenfasern"
13.
Mit alle ihrer Kraft versuchte sie sich aufzurichten.

mit "aller Kraft"
14.
Der panische Schrei den Sylvia von sich gab, schwoll

vor "den" ein Komma
15.
ihrer Stimme lies sich erkennen

"lies" mit ß ?
Sooo, nun vielleicht die Wortwahl:
1.
Und wieder Schwärze.

Was hältst du von "Und wieder wurde alles Schwarz."
2.
und nur an der abrupt höher werdenden Tonlage

anstelle von "abrupt" könntest du vielleicht "jäh" oder "schlagartig" nehmen (okay, sind jetzt nicht die besten Synonyme ...)
3.
Das Geräusch eines monoton fallenden Wassertropfens lies sie wieder zu sich kommen, zumindestens war es das erste was wieder in Monas Bewusstsein vordrang. War es wirklich Wasser? Die Luft war geschwängert von süsslichem, leicht metallisch wirkendem Geruch. Bei dem Versuch sich zu Bewegen und die Augen zu öffnen stellte sich sofort ein ungeahntes Schmerzempfinden in ihr ein. Sie hatte das Gefühl all ihre Nervenfaser auf einmal zu spüren. Doch warum nur spürte sie die der rechten Hand nicht? Mit alle ihrer Kraft versuchte sie sich aufzurichten.

Inhaltlich nichts auszusetzen, aber ich finde, der Anfang passt nicht zu deinem sonstigen Schreibstil. Du könntest so beginnen:
Tropf. Tropf. Tropf. Das Geräusch [und so weiter und so fort]

öhm ... ja. irgendwie war es das auch. (ich bin kein Freund, großartiger Nachreden)
Ich hoffe, ich konnte die irgendwie behilflich sein :)

Bis neulich
Jupiter

P.S.: Geht 's eigentlich noch weiter?
"Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch nicht das Ende."
Oscar Wilde (Und das Motto meines ersten Protas)
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Re: [Fanty]Mysticgirl666

Beitragvon lunedai » 06.08.2015, 10:54

Hallo Sandelholz,

ich fang gleich an:

„Mona? Mona! Moooooonaaaa?!“

Ein ungewöhnlicher Einstieg. Finde ich gut :)
Diesmal ohne dabei darauf zu achten (Komma) ob sie die Linien des am Boden aufgezeichneten Pentagons berührte oder die kunstvoll, im Kreis tradierten Kerzen umschmiss.

Ist sie davor auch schon im Kreis gelaufen? Gehörte das zum Ritual?
"dabei" könntest du weglassen. Ist hier mMn nur ein Füllwort.
Das Wort tradierten kenne ich nicht. Laut Duden bedeutet es wohl "traditionell" oder "weitergegeben". Das finde ich nicht so passend. Du könntest stattdessen "aufgestellt" verwenden.
"Umwarf" statt "umschmiss" finde ich besser. Umschmeißen klingt etwas umgangssprachlich und passt mMn nur in direkte Reden.

Vorschlag:
Am Rande der Hysterie lief Sylvia auf und ab, ohne darauf zu achten, ob sie die Linien des am Boden aufgezeichneten Pentagons berührte oder die kunstvoll, im Kreis aufgestellten Kerzen umwarf.

Erst als die Bodenvase mit lautstarkem Getöse umkippte und sich ein Schwall aus Wasser, inklusive 66 langstieligen Rosen über den Boden ergoss (Komma) hielt sie inne.

Mit lautstarkem Getöse ist etwas übertrieben. Es ist doch nur eine Blumenvase.
Was für eine Aktion, Mona war tatsächlich weg, dachte Silvia vollkommen erstaunt und fassungslos.

Setzt man Gedanken nicht in Gänsefüßchen? Oder man setzt sie kursiv und lässt "dachte Silvia" weg.
Mona ist tatsächlich weg - passt besser, weil auch wenn man im Präteritum schreibt, sind die Gedanken und Dialoge im Präsens.
Vollkommen erstaunt und fassungslos: eines der beiden Adjektive würde ich weglassen. Beide haben eine ähnliche Bedeutung und mit dem "und" schwächen sie sich mMn gegenseitig. Leg dich auf eines fest.

Also entweder:
"Was für eine Aktion. Mona ist tatsächlich weg", dachte Silvia fassungslos.

Oder:
Was für eine Aktion. Mona ist tatsächlich weg. Silvia war fassungslos.

„Silvia? Sylie! Ähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“

Ok, damit willst du den Perspektivenwechsel ausdrücken. Das ähhhh verwirrt mich etwas. Ist das eher ein " ähhh, ok ich bin verschwunden was mach ich jetzt?" oder ein Schrei?
Was war das für ein Boden unter ihr und wieso war es plötzlich so kühl?

Das würde ich auch gerne wissen ;)
Sieht sie den Boden? Ist es hell oder dunkel? Oder spürt sie ihn nur? Was ist an dem Boden anders?
Das sind auch wieder Gedanken. Also Gänsefüßchen oder kursiv.
Noch bevor sie weiter denken konnte (Komma)drangen unverständliche Stimmen zu ihr und sie spürte einen äusserst (äußerst)unsanften Tritt in ihre linke Seite.

Ist es dunkel und sie sieht den Angreifer nicht oder ist der Angreifer ein Geist?
Ein weiterer Tritt, diesmal in die Kniekehlen (Komma)brachte sie dazu schleunigst nach vorne zu stolpern.

Das Geräusch eines monoton fallenden Wassertropfens lies sie wieder zu sich kommen, zumindestens war es das erste (Komma) was wieder in Monas Bewusstsein vordrang

Kann ein Wassertropfen monoton fallen? Vielleicht mehrere Wassertropfen hintereinander, die monoton fallen?
Die Luft war geschwängert von süsslichem, leicht metallisch wirkendem Geruch.

War geschwängert ist plötzlich etwas sehr blumig beschrieben für diese Geschichte....
Vorschlag: Die Luft roch süßlich und leicht metallisch.
wirkendem würde ich streichen. Es ist hier nur ein Füllwort.
Bei dem Versuch sich zu bewegen und die Augen zu öffnen (Komma)stellte sich sofort ein ungeahntes Schmerzempfinden in ihr ein.

Was ist ein ungeahntes Schmerzempfinden?
Vorschlag: Bei dem Versuch sich zu Bewegen und die Augen zu öffnen, spürte sie sofort einen Schmerz.
Und wieder Schwärze.

D.h. es war vorhin nicht total dunkel? Sie hätte einfach an sich heranschaffen können und sehen können, was mit ihrem Arm los ist? Ich bin verwirrt...
Der panische Schrei den Sylvia von sich gab, schwoll zu einem irrisinigen Geheule an und nur an der abrupt höher werdenden Tonlage ihrer Stimme lies sich erkennen (Komma) dass sie genau in diesem Augenblick den Verstand verlor.


Zusammenfassung: Die beiden Mädchen/Frauen (?) wollten Mona teleportieren. Es klappt. Mona ist weg und taucht wo anders wieder auf (wo auch immer...), wird angegriffen und ohnmächtig. Als sie wieder zu sich kommt ist ihr rechter Arm abgetrennt. Sie wird wieder zurück zu Sylvia teleportiert. Sylvia sieht, dass Mona ein Arm fehlt und wird Wahnsinnig.

Charaktere: über Mona und Sylvia erfährt man eigentlich nichts. Das ist aber völlig in Ordnung, bei so einer kurzen Geschichte. Mich interessiert nicht wie die beiden aussehen oder welche Hobbies sie hen. Gut gemacht :)

Die Idee deiner Geschichte gefällt mir sehr gut. Ich mag, wie du die Sache mit dem abgetrennten Arm subtil andeutest.
Aber ich finde, du könntest noch mehr aus der Geschichte herausholen. Durch Beschreibung der Umgebung könntest du noch mehr Atmosphäre schaffen. Im Moment habe ich gar keine Vorstellung, wo sich deine Charaktere befinden. Zeige doch wo das Ritual stattfindet und wo Mona hin teleportiert wird.
Die Perspektive wird etwas klarer, wenn du die Gedanken von Mona und Sylvia kennzeichnest. So wirkt es, als hättest du die auktoriale und personale Erzählperspektive gemischt. Vor allem beim letzten Absatz bin ich mir nicht sicher, ob das aus Monas oder Sylvias Sicht erzählt ist.

Im Großen und ganzen finde ich deine Geschichte gelungen, aber ausbaufähig.

LG Lunedai
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