[Liebe]Nie für immer Teil 3

Liebe, Romantik, Sehnsucht

[Liebe]Nie für immer Teil 3

Beitragvon LiaPetterson » 16.02.2014, 16:03

Zum Glück haben wir es unbeschadet bis zu meiner Wohnungstür geschafft, die ich verzweifelt versuche aufzuschließen. Der Typ nimmt mir den Schlüssel aus der Hand und schließt auf. Dabei schaut er mir in die Augen und grinst. Er schiebt mich in meine Wohnung und schließt die Tür beim reingehen mit seinem Fuß. Sofort ist er bei mir und nimmt mein Gesicht in seine riesigen, wunderschönen Hände. Wenn er wüsste das diese Geste bei mir alle Zweifel vergessen lässt.

Er riecht männlich, hart, rau, gefährlich, umwerfend. Er zieht meinen Kopf etwas zu sich und haucht mir einen Kuss auf die Oberlippe. "Ist es immer noch Okay? Bist du okay?“ Er sieht mich fragend an.
Wie soll ich jetzt noch klar denken können. Ich nicke, was er sofort als Aufforderung versteht. Ganz langsam küsst er mich,von der Oberlippe zur Unterlippe weiter zu meinem Schlüsselbein und wieder zurück. Vorsichtig tastet er sich mit seiner Zunge vor und bittet um Einlass. Er küsst mich wie mich noch nie ein Mann geküsst hat und das waren ja bekanntlich nicht gerade wenig. So ein großer, starker Mann und so einfühlsam. Mein Atem geht schnell und auch sein Brustkorb hebt und senkt sich in einem schnellen Rhythmus. Er drückt mich gegen die Außentür, ich spüre seine Hände überall auf meinem Körper. Ich kann mich kaum noch zurückhalten obwohl ich jede einzelne Sekunde so sehr genieße, dass ich es am liebsten stundenlang hinauszögern würde. Doch wenn ich jetzt nicht die Initiative ergreife, bin ich fertig bevor überhaupt etwas geschehen ist.

Schnell ziehe ich ihm sein T-Shirt über den Kopf und mache mich an seiner Jeans zu schaffen. Ich schiebe ihn in mein Schlafzimmer und bin plötzlich unsicher. Mich überrennt dieser Typ einfach total. Ich weiß nicht mal seinen Namen. "Wie heißt du", muss ich noch wissen bevor er mich ganz sanft aufs Bett legt. "Sam" kommt es rau aus seiner Kehle. "Bella" gebe ich zurück. Was jetzt folgt ist der beste Sex den ich je hatte. Keine Akrobatik, sondern einen sehr geschickten, einfühlsamen Mann, der genau weiß was er tut. Noch nie hat mich ein Mann so berührt, hinterher bin ich nicht in der Lage etwas zu sagen oder meinen Körper auch nur einen Millimeter zu bewegen.

Völlig erschöpft legt er sich neben mich. Er sieht mich bewundernd an und zieht mich in seine Arme. Irgendwie schafft er es die Decke unter uns herauszuwühlen. Fest aneinander gekuschelt schlafen wir augenblicklich ein.

 
Schon seit einigen Minuten starre ich den Mann in meinem Bett an. Er schläft noch und sieht dabei so unglaublich faszinierend aus. Sein Kinnbart ist etwas verstrubbelt was ihn noch interessanter aussehen lässt. Eigentlich hätte ich schon längst eine SMS an Mike schreiben sollen, aber ich will diesen Anblick noch ein bisschen genießen. Mit meinem Finger zeichne ich seine Unterlippe nach. Erschrocken fahre ich zurück als Sam seine Augen öffnet. Er sieht mir direkt in die Augen. "Machst du das öfter?", fragt er mit belegter Stimme. "Männern über die Lippen streichen? Nein das mache ich nur wenn die Lippen überaus anziehend sind“. Seine Augen werden ganz dunkel, er zieht mich an sich und dringt mit seinem Blick tief in mich. "Ich meinte eigentlich, ob du öfter Männern im Café eindeutige Angebote machst und sie in deine Höhle lockst."

Oh, ach das. Nein das mache ich in dieser Form nicht so oft. Nun ja eigentlich schon, aber noch nie aus einem Café heraus. Irgendwie schäme ich mich gerade dafür und damit kann ich überhaupt nicht umgehen. Er ist doch auch nur ein Mann und spätestens in einer halben Stunde verschwunden und vergessen.
Ohne eine Antwort bekommen zu haben geht er ins Bad, ich starre ihm auf seinen durchtrainierten Hintern. Vielleicht sollte ich um eine Zugabe betteln. Als hätte er meine Gedanken gelesen dreht er sich um, kommt zum Bett und zieht mich hoch. Mit einem frechen Grinsen zieht er mich mit ins Bad und unter die heiße Dusche. "Darf ich dir die Haare waschen?" Ich nicke und seine Stimme vibriert durch meinen Körper. Der Mann ist pure Lust. Nachdem er meine Haare eingeschäumt hat gleiten seine Hände an meinen Schultern hinab auf meine Pobacken. Sofort durchzuckt mich ein Stromschlag. Erschrocken sehe ich ihn an, doch er grinst immer noch frech.
Mein anfänglicher Widerstand ist nur halbherzig und schon nach den ersten, zarten Küssen auf mein Schlüsselbein gebe ich mich ihm hin. Sex unter der Dusche hatte ich bisher vernachlässigt, was ich ab sofort ändern werde.
Nachdem wir unsere Atmung wieder unter Kontrolle haben, stellt er mich auf meine Füße, wartet aber bis ich wieder sicher stehen kann schnappt sich dann ein Handtuch von der Ablage. Dieser Mann ist einfach unglaublich.  

Gerade steige ich aus der Dusche als ich aus dem Schlafzimmer höre, wie er seine Jeans anzieht. Eigentlich schade, das er jetzt geht. Vielleicht sollte ich ihm regelmäßigen Sex ohne weitere Verpflichtungen vorschlagen. Aber ich verwerfe diesen Gedanken wieder. So etwas ist viel zu kompliziert für Männer.
 
Ich habe mir etwas Bequemes angezogen und gehe gerade in die Küche da bemerke ich den Kaffeeduft. Ungläubig schaue ich in meine Küche und sehe Sam dort mit meinem Kaffeeautomaten hantieren. "Ich hoffe es macht dir nichts aus das ich dieses Wunderteil von einer Kaffeemaschine ausprobiert habe". Scheinbar hatte er sich mit der Technik schon vertraut gemacht denn er reicht mir eine Tasse frischen Kaffee.
Er sieht mich an, prüft meinen Gesichtsausdruck und stellt seine Tasse in die Spüle. "Ich sollte schon längst weg sein, stimmt´s?" Er sieht mir abwartend in die Augen und stößt sich dann von der Arbeitsplatte ab. "Ja, nein, ich weiß nicht" stammele ich und sehe ihn dabei unschlüssig an.

Hatte ich in meinem Leben schon mal so guten Sex? Auf keinen Fall kann ich dieses Prachtmännchen einfach so gehen lassen. Leider ist er aber doch nur ein Mann und die sind nicht für mehr als eine Nacht zu gebrauchen.

"Das war mit Abstand der beste Sex den ich je hatte und es wird mir wohl schon heute Abend Leid tun dich weggeschickt zu haben, aber ich bin nichts für eine ernste Beziehung", versuche ich eine Erklärung. Er sieht mich wissend an, kramt einen Zettel aus seiner Hosentasche und macht ihn mit dem kleinen Kuhmagneten, der eigentlich meinen Einkaufszettel hält, am Kühlschrank fest. Dann gibt er mir einen innigen Kuss auf den Mund und ist aus der Wohnung verschwunden. Mein Blick wandert zum Zettel.

Ruf mich an. 0177-67889xxxx . Du bist unglaublich.

Ich schmecke ihn noch Stunden später auf meinen Lippen und bereue sehr, dass ich so ein Beziehungskrüppel bin.

Teil 4 demnächst
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Re: Nie für immer Teil 3

Beitragvon Fafharad » 21.02.2014, 21:16

Hallo Lia!

Wie du mir, so ich dir ... :)

Teil 1 bis 3 habe ich gerade am Stück gelesen, und mein erster Eindruck ist, dass dein Stil sicherer und flüssiger wird, je länger du schreibst. Wenn du mit dem letzten Teil fertig bist, solltest du alles noch mal durchlesen und die Formulierungen der früheren Teile auf das jetztige Niveau heben.

Zum Inhalt kann ich mir ehrlich gesagt noch keine Meinung bilden, weil ich nicht weiß, worauf die Geschichte hinausläuft. Hält die Handlung eine überraschende Wendung bereit, oder wird sie in einem seichten Happy End auslaufen?
Gleiches gilt für die Protagonistin: Entwickelt sie noch Tiefgang, wird sie Gefühle zeigen, die über "Boah, guter Sex!" hinausgehen? Noch bin ich etwas abgeschreckt. Meine Güte, sie kann beim Frühstück kaum sitzen, weil sie die ganze Nacht hart rangenommen worden ist, und ein paar Stunden später hat sie den besten Sex ihres Lebens?! Gönn ihr doch zwei, drei Tage Pause! Und wo bleiben die Hinweise auf den verletzlichen Kern, die Ursache für die Bindungsangst und die Nymphomanie - die ganze psychologische Dimension?
Ich weiß, dass ich mich auf dünnes Eis begebe, wenn ich die Protagonistin kritisiere. In den erfolgreichen Schriftstellern mit viel Freizeit steckt oft ein bißchen vom angehenden Autor - so, wie der etablierte Autor gerne auf den Archetypen des Schriftstellers mit Schreibblockade zurückgreift :wink: . Aber keine Angst, ich vergleiche dich nicht mit deiner Prota, dafür ist zu überzeichnet. Ich wette, sie rockt auch nicht so wie du :D . Schau mal, wie du ihr Menschlichkeit einhauchen kannst.

Jetzt zum Text im Detail. Wenn ich ironisch werde, ist das nicht böse gemeint - manche Dinge sind mit einem Augenzwinkern einfach leichter zu erklären. Fehler markiere ich gleich rot, Korrekturen schlage ich in blau vor.

Er schiebt mich in meine Wohnung und schließt die Tür beim reingehen mit seinem Fuß.

:shock: Beim Reingehen? Das ist irgendwie kontraproduktiv und könnte zu blauen Flecken führen. :mrgreen:
:!: Eine Anmerkung zu den besitzanzeigenden Pronomen: Wo klar ist, um wessen Besitztümer und Körperteile es geht, sollten diese durch einfache Artikel ersetzt werden. Schau mal, wie der alternative Satz auf dich wirkt: "Er schiebt mich in die Wohnung und schließt die Tür beim Reingehen mit dem Fuß."
Das kommt öfter vor, aber ich beschränke mich mal auf dieses Beispiel. Beim Überarbeiten fallen dir bestimmt einige Stellen auf, wo du nachbessern kannst.

Sofort ist er bei mir ...

Er ist schon die ganze Zeit bei ihr. Hier würde ich konkreter werden: "Er dreht mich an den Schultern zu sich herum und nimmt mein Gesicht ..."

Wenn er wüsste(Komma) das (dass) diese Geste bei mir alle Zweifel vergessen lässt.

Das Halten ihres Gesichts ist zwar eine Art nonverbale Kommunikation, aber per definitionem keine Geste. Bleibe lieber bei "Berührung".

Er riecht männlich, hart, rau, gefährlich, umwerfend.

Probier mal, wie der Satz kling, wenn du statt des ersten Kommas einen Punkt setzt.
Unter "hart" als Geruchsattribut kann ich mir nichts vorstellen; das Wörtchen ist m.M.n. entbehrlich.

Wie soll ich jetzt noch klar denken können.(?)


... von der Oberlippe zur Unterlippe(Komma) weiter zu meinem Schlüsselbein ...


Vorsichtig tastet er sich mit seiner Zunge vor und bittet um Einlass.

Das kann ich nur auf eine Weise interpretieren. Ich würd's rauslassen, deine Leser wissen, wozu ein Vorspiel da ist. :wink:

Er küsst mich wie mich noch nie ein Mann geküsst hat und das waren ja bekanntlich nicht gerade wenig. So ein großer, starker Mann und so einfühlsam.

Den Sinn der beiden Sätze stelle ich infrage. Der Text liest sich schöner und flüssiger ohne diesen Exkurs ins Klischeehafte.

Mein Atem geht schnell und auch sein Brustkorb hebt und senkt sich in einem schnellen Rhythmus.

Ich glaube, in dieser Situation ist sie eher auf seinen Mund konzentriert und würde nicht das Heben und Senken seiner Brust beobachten, sondern seinen Atem auf ihrer Haut spüren.

Ich kann mich kaum noch zurückhalten(Komma) obwohl ich jede einzelne Sekunde so sehr genieße ...


Doch wenn ich jetzt nicht die Initiative ergreife, bin ich fertig bevor überhaupt etwas geschehen ist.

Diese rationale Überlegung inmitten der sich aufbauenden sexuellen Spannung nimmt total die Luft raus. Meine Empfehlung: weg damit!

"Wie heißt du(?)", muss ich noch wissen(Komma) bevor er mich ganz sanft aufs Bett legt. "Sam(,)" kommt es rau aus seiner Kehle.


Was jetzt folgt(Komma) ist der beste Sex(Komma) den ich je hatte.

Keine Akrobatik, sondern einen sehr geschickten, einfühlsamen Mann, der genau weiß was er tut.

Hier stimmt vom Sprachgefühl her etwas nicht, ich kann's dir aber nicht erklären. Deshalb mein Verbesserungsvorschlag unter Einbeziehung des Folgesatzes: "Sam ist ein geschickter, einfühlsamer Liebhaber, der genau weiß, wo er mich berühren muss. Hinterher bin ich nicht in der Lage ..."
Die Akrobatik muss nicht sein - wer denkt bei gutem Sex schon an unbequeme Verrenkungen?

Völlig erschöpft legt er sich neben mich. Er sieht mich bewundernd an ...

Solche Formulierungen finde ich unglücklich, weil sie nur von einem auktorialen (allwissenden) Erzähler kommen können. Eine Ich-Erzählerin kann beschreiben, wie sie angesehen wird, aber nicht, wie der Blick gemeint ist - das soll der Leser selbst interpretieren. Und ob Sam "völlig erschöpft" ist, kann nur er selbst wissen. Die Sätze könnten also lauten: "Mit schweißglänzender Haut läßt er sich schwer atmend neben mich sinken. Seine Augen wandern über jeden Quadratzentimeter meines Körpers, fangen meinen Blick ein und verschmelzen mit ihm. Da ist ein Ausdruck in ihnen, der mich tief im Inneren berührt. Wir kuscheln uns eng aneinander ..."
Das ist genau das, was du hier in der Schreibwerkstatt oft unter dem Begriff "Show, don't tell" finden wirst.

Sein Kinnbart ist etwas verstrubbelt(Komma) was ihn noch interessanter aussehen lässt.


Eigentlich hätte ich schon längst eine SMS an Mike schreiben sollen ...

Eine Überlegung zu Mike (gilt auch für Sanni), die eigentlich in einen kommentar zu Teil 1 gehörte:
Was ist das eigentlich für ein Typ, der ein ums andere Mal ohne Murren Freizeit und Nerven opfert, um seiner Schwester das Sexualleben zu ermöglichen, das sie für erstrebenswert hält? Zu jeder Tageszeit ist er bereit, aus dem Stand zu springen und womöglich eine dicke Lippe zu riskieren, wenn die Rauswurfnummer mal eskalieren sollte. Geht der nicht arbeiten? Ist er freischaffender Softwareentwickler oder bezieht er Hartz IV? Also, an seiner Stelle hätte ich meiner Schwester schon was erzählt. :mrgreen:

Erschrocken fahre ich zurück als Sam seine Augen öffnet. Er sieht mir direkt in die Augen. "Machst du das öfter?", fragt er mit belegter Stimme.(Absatz) "Männern über die Lippen streichen? Nein das mache ich nur(Komma) wenn die Lippen überaus anziehend sind“. Seine Augen werden ganz dunkel ...

Eine belegte Stimme drückt Unbehagen, Schuldbewusstsein oder Scham aus. Hier passt besser eine träge oder kehlige Stimme.
Ich weiß aus dem Bauch heraus, was du mit den dunkel werdenden Augen sagen willst - aber das geht nur im übertragenen Sinne, und da assoziiere ich eher einen sich verdüsternden Blick, was gar nicht zu der Stimmung passt.

"Ich meinte eigentlich, ob du öfter Männern im Café eindeutige Angebote machst ..."

:twisted: Das könnte man als dreiste Verdrehung der Tatsachen ansehen, denn schließlich hat er den ersten Schritt gemacht, und das ziemlich forsch. Ist das so von dir beabsichtigt?

Oh, ach das. Nein das mache ich in dieser Form nicht so oft. Nun ja eigentlich schon, aber noch nie aus einem Café heraus. Irgendwie schäme ich mich gerade dafür und damit kann ich überhaupt nicht umgehen. Er ist doch auch nur ein Mann und spätestens in einer halben Stunde verschwunden und vergessen.
Ohne eine Antwort bekommen zu haben geht er ins Bad ...

Der innere Monolog ist für mich unbefriedigend und wirkt fast wie eine Erklärung an den Leser. Dass sie sich plötzlich schämen soll, überzeugt mich nicht, genauso wenig wie ihre Einschätzung, dass Sam in einer halben Stunde vergessen sein wird - sie ist an dieser Stelle emotional schon weiter vorgedrungen als sonst und ist sich dessen auch bewusst.
Mein Vorschlag wäre, den Dialog nicht einfach zu unterbrechen und die Emotionen sichtbar zu machen:
"Ich meinte eigentlich, ob du öfter Männern im Café eindeutige Angebote machst und sie in deine Höhle lockst."
Ich bin einen Moment sprachlos. Er hat mich doch mit der Eierlikörtorte in die Falle gelockt!Ich schnippe einen Finger gegen seine Wange. "Tu nicht so überrascht! Als wüsstest du nicht, welche Wirkung du auf Frauen hast!"
Er lacht und packt mein Handgelenk, bevor ich ihm einen weiteren Schnipser verpassen kann. "Ich habe keinen Schimmer. Was für eine Wirkung soll das sein?"
"Du hinterhält-" Seine Lippen pressen sich auf meine und bringen mich zum Verstummen. Dann stemmt er sich hoch, grinst mich noch einmal an und verschwindet im Bad.

So was in der Art :wink: . Statt Empörung könntest du auch einen Anfall von Bindungsangst oder, wie im Original, Beschämung schildern.

Ich nicke und seine Stimme vibriert durch meinen Körper.

:!: Reihenfolge: "Seine Stimme vibriert durch meinen Körper. Ich nicke.

Nachdem er meine Haare eingeschäumt hat(Komma) gleiten seine Hände an meinen Schultern hinab auf meine Pobacken.


Sofort durchzuckt mich ein Stromschlag. Erschrocken sehe ich ihn an, doch er grinst immer noch frech.

Hmm. Wenn sie vor dem ersten Sex geduscht hätten, wäre das eine verständliche Reaktion. So wirkt es unfreiwillig komisch, als hätte er sich einen Spaß mit einem kleinen versteckten Elektroschocker erlaubt. :lol:

Mein anfänglicher Widerstand ist nur halbherzig ...

Auch das ist nicht glaubwürdig nach den vorangegangenen Schilderungen ihrer Erregung.

Nachdem wir unsere Atmung wieder unter Kontrolle haben, stellt er mich auf meine Füße, wartet aber bis ich wieder sicher stehen kann (und)schnappt sich dann ein Handtuch von der Ablage.

:?: Wenn er sie auf die Füße stellt, wo waren die dann vorher? Hatte er sie hochgehoben? Das würde ich dann auch so schreiben.

Vielleicht sollte ich ihm regelmäßigen Sex ohne weitere Verpflichtungen vorschlagen. Aber ich verwerfe diesen Gedanken wieder. So etwas ist viel zu kompliziert für Männer.

*Schenkelklopf* Das ist nicht dein Ernst, oder? Es mag zwar sein, dass Bella tatsächlich so denkt, aber das werden dir deine Leserinnen nicht abkaufen.

Ich habe mir etwas Bequemes angezogen und gehe gerade in die Küche da bemerke ich den Kaffeeduft. Ungläubig schaue ich in meine Küche und sehe Sam dort mit meinem Kaffeeautomaten hantieren.

Erst geht sie in die Küche, dann schaut sie in die Küche. Das "und gehe gerade in die Küche" solltest du streichen.

"Ich sollte schon längst weg sein, stimmt´s?"

Das ist m.M.n. der stärkste Moment dieses Teils. :2thumbs:

Hatte ich in meinem Leben schon mal so guten Sex? Auf keinen Fall kann ich dieses Prachtmännchen einfach so gehen lassen. Leider ist er aber doch nur ein Mann und die sind nicht für mehr als eine Nacht zu gebrauchen.

Dass du diesen inneren Monolog als eigenen Absatz hervorhebst und ihn kursiv formatierst, verleiht ihm eine übersteigerte Bedeutung, wie die Stimme eines gottgleichen Erzählers, die sich manchmal erläuternd einmischt. Ich würde beides sein lassen, denn inhaltlich hebt er sich nicht vom Rest ab.
Und das "nur ein Mann" lässt tiefe seelische Abgründe erahnen. (Trinity: "Nur ein Agent.")

"Das war mit Abstand der beste Sex(Komma) den ich je hatte und es wird mir wohl schon heute Abend Leid tun(Komma) dich weggeschickt zu haben ...


Dann gibt er mir einen innigen Kuss auf den Mund und ist aus der Wohnung verschwunden. Mein Blick wandert zum Zettel.

Zwischen den beiden Sätzen vermisse ich einen Blick auf Bellas Gefühle. Leere? Erleichterung? Verwirrung?
Und nach dieser Abfuhr: Erwidert sie den Kuss? Entzieht sie sich? Lässt sie ihn einfach über sich ergehen?

Ruf mich an. 0177-67889xxxx .

Dumm von Sam, die letzten vier Ziffern zu ixen. Das wars dann wohl mit Bella. :XD:
Keine Ahnung, wie andere Autoren das handhaben. Kann man Ärger bekommen, wenn man eine existierende Handynummer in einer Geschichte verwendet?

Ich schmecke ihn noch Stunden später auf meinen Lippen und bereue sehr, dass ich so ein Beziehungskrüppel bin.

Nach "Lippen" gehört m.M.n. ein Punkt. Und gut.

* * * * * * * * * * * * *

Mein Fazit: Weiterschreiben! Die Story macht Fortschritte und hat Potential - wenn sie mehr emotionalen Tiefgang bekommt und deine Prota eine glaubwürdige Entwicklung durchmacht.
Und ich werde weiterlesen, versprochen!

Liebe Grüße,
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Re: Nie für immer Teil 3

Beitragvon LiaPetterson » 23.02.2014, 15:33

Hallo Fafharad,

da bin ich mal ein paar Tage nicht da und verpasse fast deinen tollen Kommentar.

Ich danke Dir sehr, dass du dir so viel Mühe gegeben hast.

Ich werde jeden einzelnen Punkt durchgehen und in meine Korrektur und Überarbeitung einbeziehen. Du bist mir Lichtjahre voraus und ich freue mich von dir lernen zu können.

Es wird noch drei weitere Teile geben und ganz zum Schluß werde ich alles nochmal überdenken. Natürlich kann ich jetzt noch nicht verraten, ob es ein Happy End geben wird. :mrgreen:

Zum Tiefgang habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht. Geplant war zunächst eine Geschichte, die man mal so nebenbei liest, etwas Spaß hat :lol: und und gut war´s. Mein Problem dabei ist, dass ich meine Protas wirklich ins Herz geschlossen habe und mir nun auch der Tiefgang und die Wendung fehlt.
Die Geschichte ist fertig und ich werde mir in den nächsten Tagen überlegen, ob ich noch die Erstfassung weiterführe oder schon eine überarbeitete Version hier einstelle.

Ach ja: Meine Prota ist reine Fiktion und hat rein gar nichts mit mir zu tun. :oops: Ich mag nämlich keine Eierlikörtorte. :shock:

LG
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Re: Nie für immer Teil 3

Beitragvon MariaMagdalena » 10.04.2014, 00:07

Liebe Lia,

ich habe Deine drei Teile mit viel Vergnügen gelesen, und werfe jetzt einmal meine Gedanken dazu in den Ring:

Wenn er wüsste, dass diese Geste bei mir alle Zweifel vergessen lässt.


Dabei schaut er mir in die Augen und grinst. Er schiebt mich in meine Wohnung und schließt die Tür beim reingehen mit seinem Fuß. Sofort ist er bei mir und nimmt mein Gesicht in seine riesigen, wunderschönen Hände. Wenn er wüsste das diese Geste bei mir alle Zweifel vergessen lässt.

Er riecht männlich, hart, rau, gefährlich, umwerfend. Er zieht meinen Kopf etwas zu sich und haucht mir einen Kuss auf die Oberlippe. "Ist es immer noch Okay? Bist du okay?“ Er sieht mich fragend an.
Wie soll ich jetzt noch klar denken können. Ich nicke, was er sofort als Aufforderung versteht. Ganz langsam küsst er mich,von der Oberlippe zur Unterlippe weiter zu meinem Schlüsselbein und wieder zurück. Vorsichtig tastet er sich mit seiner Zunge vor und bittet um Einlass.


Na, da werde ich ja richtig neidisch auf die Protagonistin. Toll beschrieben.

Er küsst mich wie mich noch nie ein Mann geküsst hat und das waren ja bekanntlich nicht gerade wenig. So ein großer, starker Mann und so einfühlsam.


Das finde ich wiederum unnötig, ich würde als Leserin lieber noch ein wenig der Szene zusehen...

Mein Atem geht schnell und auch sein Brustkorb hebt und senkt sich in einem schnellen Rhythmus. Er drückt mich gegen die Außentür, ich spüre seine Hände überall auf meinem Körper. Ich kann mich kaum noch zurückhalten obwohl ich jede einzelne Sekunde so sehr genieße, dass ich es am liebsten stundenlang hinauszögern würde.


Jepp, ich auch, also zögere ruhig noch ein bisschen.

Doch wenn ich jetzt nicht die Initiative ergreife, bin ich fertig bevor überhaupt etwas geschehen ist.

Ach, schade.

Schnell ziehe ich ihm sein T-Shirt über den Kopf und mache mich an seiner Jeans zu schaffen. Ich schiebe ihn in mein Schlafzimmer und bin plötzlich unsicher. Mich überrennt dieser Typ einfach total. Ich weiß nicht mal seinen Namen. "Wie heißt du", muss ich noch wissen bevor er mich ganz sanft aufs Bett legt. "Sam" kommt es rau aus seiner Kehle. "Bella" gebe ich zurück.


Wieder super schön.
Was jetzt folgt ist der beste Sex den ich je hatte. Keine Akrobatik, sondern einen sehr geschickten, einfühlsamen Mann, der genau weiß was er tut. Noch nie hat mich ein Mann so berührt, hinterher bin ich nicht in der Lage etwas zu sagen oder meinen Körper auch nur einen Millimeter zu bewegen.


Das ist mir wieder zu viel der Erklärung, und reißt mich aus der Stimmung raus. Zeig mir doch lieber den besten Sex Deines Lebens. Was macht denn ein Mann, der genau weiß, was er tut?

Völlig erschöpft legt er sich neben mich. Er sieht mich bewundernd an und zieht mich in seine Arme. Irgendwie schafft er es die Decke unter uns herauszuwühlen. Fest aneinander gekuschelt schlafen wir augenblicklich ein.


Da kann ich wieder mitgehen. So macht mir das Lesen Spaß.

Oh, ach das. Nein das mache ich in dieser Form nicht so oft. Nun ja eigentlich schon, aber noch nie aus einem Café heraus. Irgendwie schäme ich mich gerade dafür und damit kann ich überhaupt nicht umgehen. Er ist doch auch nur ein Mann und spätestens in einer halben Stunde verschwunden und vergessen.


Vielleicht ist das ja nur eine Frage des Geschmacks, aber ich ganz persönlich finde Deine szenischen Beschreibungen so viel schöner als die vielen Gedanken, die sich Deine Protagonistin macht. So beschrieben nehme ich ihr ihre Erlebnisse ab, aber nicht diese seltsame Unsicherheit. Dafür schleppt sie einfach schon zu lange und zu gekonnt ab.

Ohne eine Antwort bekommen zu haben geht er ins Bad, ich starre ihm auf seinen durchtrainierten Hintern. Vielleicht sollte ich um eine Zugabe betteln. Als hätte er meine Gedanken gelesen dreht er sich um, kommt zum Bett und zieht mich hoch. Mit einem frechen Grinsen zieht er mich mit ins Bad und unter die heiße Dusche. "Darf ich dir die Haare waschen?" Ich nicke und seine Stimme vibriert durch meinen Körper. Der Mann ist pure Lust. Nachdem er meine Haare eingeschäumt hat gleiten seine Hände an meinen Schultern hinab auf meine Pobacken. Sofort durchzuckt mich ein Stromschlag. Erschrocken sehe ich ihn an, doch er grinst immer noch frech.
Mein anfänglicher Widerstand ist nur halbherzig und schon nach den ersten, zarten Küssen auf mein Schlüsselbein gebe ich mich ihm hin.


Sehr süß beschrieben. Aber vielleicht gibt es für "gebe ich mich ihm hin" noch eine etwas - hm - weniger altbackene Formulierung?

Sex unter der Dusche hatte ich bisher vernachlässigt, was ich ab sofort ändern werde.


Der Satz ist mMn überflüssig.

Nachdem wir unsere Atmung wieder unter Kontrolle haben, stellt er mich auf meine Füße, wartet aber bis ich wieder sicher stehen kann schnappt sich dann ein Handtuch von der Ablage. Dieser Mann ist einfach unglaublich.

Gerade steige ich aus der Dusche als ich aus dem Schlafzimmer höre, wie er seine Jeans anzieht. Eigentlich schade, das er jetzt geht.


Und hier würde ich den Absatz enden lassen.

Ich habe mir etwas Bequemes angezogen und gehe gerade in die Küche da bemerke ich den Kaffeeduft. Ungläubig schaue ich in meine Küche und sehe Sam dort mit meinem Kaffeeautomaten hantieren. "Ich hoffe es macht dir nichts aus das ich dieses Wunderteil von einer Kaffeemaschine ausprobiert habe". Scheinbar hatte er sich mit der Technik schon vertraut gemacht denn er reicht mir eine Tasse frischen Kaffee.


Eigentlich schön, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Küche und zu viel Kaffee.

Nur so eine Idee einer Veränderung:

Ich habe mir gerade etwas Bequemes angezogen, da bemerke ich den Duft. Ungläubig schaue ich in meine Küche und sehe Sam dort hantieren. Er reicht mir eine Tasse frischen Kaffee.


Hatte ich in meinem Leben schon mal so guten Sex? Auf keinen Fall kann ich dieses Prachtmännchen einfach so gehen lassen. Leider ist er aber doch nur ein Mann und die sind nicht für mehr als eine Nacht zu gebrauchen.


Würde ich wiederum streichen. Aus den ersten beiden Teilen weiss der Leser ja schon, dass Deine Prota dieser Meinung ist. Und in dem folgenden Abschnitt macht sie es auch noch mal deutlich. Ich finde das ausreichend.

"Das war mit Abstand der beste Sex den ich je hatte und es wird mir wohl schon heute Abend Leid tun dich weggeschickt zu haben, aber ich bin nichts für eine ernste Beziehung", versuche ich eine Erklärung. Er sieht mich wissend an, kramt einen Zettel aus seiner Hosentasche und macht ihn mit dem kleinen Kuhmagneten, der eigentlich meinen Einkaufszettel hält, am Kühlschrank fest. Dann gibt er mir einen innigen Kuss auf den Mund und ist aus der Wohnung verschwunden. Mein Blick wandert zum Zettel.

Ruf mich an. 0177-67889xxxx . Du bist unglaublich.


Gefällt mir gut. Und hier würde ich den Teil auch wieder enden lassen.

Fazit: Eine schöne Geschichte, bei der nach meiner Meinung das Prinzip: "Zeigen statt erklären" voll zum Tragen kommt.

Freu mich auf Teil vier.

LG Maria
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Re: Nie für immer Teil 3

Beitragvon LiaPetterson » 10.04.2014, 07:58

Hallo Maria,

auch für diesen Kommentar danke ich dir.

Du hast recht, wie gut er ist :lol: , sollte ich näher beschreiben. Im Ursprungstext habe ich das auch, ich wollte hier nur die Jugendschutzbestimmungen nicht überstrapazieren. Ich denke aber darüber nach, wie ich das angemessen beschreibe.

Teil 4,5 und das Ende 6 kommen auch demnächst. Diese Teile muss ich noch überarbeiten.

LG Lia
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