[Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon Rutana » 04.12.2013, 23:50

Wichtig ist eine gute Begründung und ein entsprechendes Muster.
Wenn alle Charaktere englische Namen haben, ist das kaum ein Problem.
Aber wenn nur sporadisch englische Namen auftauchen, oder du Namen aus verschiedenen Sprachen mischt, brauchst du eine Begründung dafür. Seien es verschiedene Kulturen in deiner Welt (jede Kultur könnte einen anderen Sprachstamm haben), oder man hat eine "alte Sprache", von der sich die Namen ableiten (viele Worte in mehreren Sprachen leiten sich aus dem alten Latein ab - sowas ist also möglich)
Solange die Namen zueinander passen, seh ich kein Problem.
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon scribere » 05.12.2013, 00:16

Hallo Eira!

EiraNoc hat geschrieben:Also ich persönlich finde englische Namen oftmals auch viel schöner als deutsche.

Das finde ich auch ;)

EiraNoc hat geschrieben:[...]ist es dann glaubwürdig, wenn einige Charaktere englische Vor- bzw manche auch englische Nachnamen haben?

Ich würde sagen, das kommt drauf an.
Wenn die meisten Charaktere englische Namen haben, ist es in Ordnung.
Ich finde es auch in Ordnung, wenn diese Namen einen bestimmten Hintergrund haben, warum die so heißen.
Denn allgemein fände ich eine Fantasiewelt mit englischen Namen eher gewöhnungsbedürftig, wobei es auch immer drauf ankommt.
Was ich allerdings nicht in Ordnung finde, wenn manche Namen spanisch klingen und manche deutsch und manche englisch usw.. dann wirkt es zusammengewürfelt. Wie du es machst, muss es schon "passen" und stimmig sein, wenn du verstehst was ich meine.

Liebe Grüße,
scribere ;)
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon EiraNoc » 05.12.2013, 22:07

scribere hat geschrieben:Ich finde es auch in Ordnung, wenn diese Namen einen bestimmten Hintergrund haben, warum die so heißen.
Denn allgemein fände ich eine Fantasiewelt mit englischen Namen eher gewöhnungsbedürftig, wobei es auch immer drauf ankommt.
Was ich allerdings nicht in Ordnung finde, wenn manche Namen spanisch klingen und manche deutsch und manche englisch usw.. dann wirkt es zusammengewürfelt. Wie du es machst, muss es schon "passen" und stimmig sein, wenn du verstehst was ich meine.


Also, ich finde es ehrlich gesagt auch ein wenig ungewöhnlich, deswegen habe ich ja mal nachgefragt. Aber für mich passt es an dieser Stelle einfach. Und ich versuche keine völlig unterschiedlichen Sprachbereiche miteinander zu vermische, es sei denn, es geht jetzt z.B. um die Nordvölker. Da müssen schon ein paar andere Namen her, das hat auch einen bestimmten Hintergrund. :D Aber spanisch und englisch? Diese Kombination stelle ich mir auch nicht gut vor. Genauso wenig mag ich es, wenn in einem buch plötzlich japanische Namen auftauchen, obwohl es eigentlich in Europa spielt und der Prota gar keine asiatischen wurzeln hat.
LG Eira :)
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon hayalet » 07.01.2014, 10:36

Genauso wenig mag ich es, wenn in einem buch plötzlich japanische Namen auftauchen, obwohl es eigentlich in Europa spielt und der Prota gar keine asiatischen wurzeln hat.


Also hier finde ich es eigentlich nicht NO GO. Vielleicht hat die Prota keine asiatischen Wurzeln, aber sie interessiert sich einfach dafür, verbringt dort ihren Urlaub etc. Dann ist es doch nur normal wenn auch mal asiatische namen auftauchen, auch wenn ansonsten die Geschichte in Europa spielt.
Oder eine der Nebenfiguren verliebt sich in einen Asiaten, dann kann man diesem nicht gut einen deutschen Namen verpassen, ausser es waren nur seine Eltern Asiaten. Du siehst es gibt auch viele Varianten wo dann asiatische Namen auftachen können.

Aber ich finde auch das namen schon eine wichtige Rolle in den Geschichten spielen und sie einfach dazu passen sollten. Warum also nicht in Phantasygeschichten Phantasienamen? Sie sollten dann aber zumindest
einleuchtend und lesbar sein und zur Geschichte passen.
Liebe Grüße eure hayalet
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon ElizaBlack » 23.01.2014, 19:04

Ja, stimmt, wenn das so typische englische Namen sind, die man überall liest, ist das auch langweilig. Aber wenn deine Geshcichte authentisch wirken soll und sie in England spielt, dann ist es sinnvoll. Und man kann sich ja auch schöne Namen überlegen wie Elijah oder Anthony, Lancelot. Mich persönlich stören Namen, von denen man nicht weiß, wie man sie aussprechen soll. Dann macht man sich immer ewig Gedanken darüber, während die Handlung weitergeht und man zerbricht sich immer den Kopf darüber, wenn der Charakter auftaucht.
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon Lysien » 26.01.2014, 05:01

Ich finde geschlechtsneutrale Namen ganz furchtbar! Habe mal ein Buch gelesen in dem Glauben die Hauptfigur sei ein Mädchen (beste Freundin, Streitereien mit der kleinen Schwester und eben der Name), um dann auf den letzten drei Seiten etwas von Bruder zu lesen. Ganz schlimm.

Mich stören auch diese altertümlichen Namen bei Jugendlichen. Mir fällt auf, dass die meisten Bücher die ich lese in England oder Amerika spielen (eher England). Für mich ist Deutschland einfach zu bekannt. Und außerdem ist die Gefahr groß, dass der eigene Name auftaucht und der Charakter obszöne Dinge tut (ja alles schon vorgekommen :evil: )
Außerdem hat man als Leser ja meistens die Wahl, wie man die Namen ausspricht. Bei Rubinrot zum Beispiel war Gwendolyn bei mir immer eine Gwendolien und keine Gwendolein (um es mal übertrieben darzustellen)

Die Namen bei Herr der Ringe fand ich eigentlich nicht so schlimm. Immerhin wimmeln die ja nicht von Akzenten.
Übel finde ich aber, wenn die Geschichte in Deutschland spielt und der Hauptcharakter Cosmo heißt. Es tut mir ehrlich leid, aber ich habe Vorurteile gegen diesen Namen. Vor allem, wenn übliche deutsche Namen wie Tom und Paul kein Problem waren. War ja klar, dass Cosmo mit so einem "außergewöhnlichen" Namen der Draufgänger wird und alles an sich reißt (meiner Erinnerung nach hat er Zigaretten geklaut und auf dem Schulhof verkauft, also ein ganz Schlimmer!)

Ich lese viel lieber englische Namen, weil ich eben ganz viele deutsche Namen Gesichter zuordnen kann. Wenn jemand über Anna, Paul und Tom schreibt, dann habe ich sofort einen Menschen im Kopf und je nachdem, wie gut oder schlecht ich denjenigen leiden kann, verdirbt mir ein Name wirklich das Buch.

ElizaBlack hat geschrieben:Und man kann sich ja auch schöne Namen überlegen wie Elijah oder Anthony, Lancelot.


Also Elijah mag ich ja wirklich. Man kann ihn mit Eli abkürzen und schon hat man zwei Namen, von denen sicher einige nicht wissen, wie man sie ausspricht. Im Ernst, ich mag die Namen wirklich. Aber ich glaube Elijah Wood wurde in Interviews gefragt, wie man seinen Namen aussprechen würde. Wenn ich statt Eli jetzt Ely schreiben würde, dann wäre manchen damit bestimmt geholfen, aber guckt euch doch mal an, wie das aussieht. Ely. Ich finde es kommt auch darauf an, ob ein Name schön aussieht um das mal ganz blöd auszudrücken.
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon lunedai » 27.01.2014, 13:03

Wenn jemand über Anna, Paul und Tom schreibt, dann habe ich sofort einen Menschen im Kopf und je nachdem, wie gut oder schlecht ich denjenigen leiden kann, verdirbt mir ein Name wirklich das Buch.


Anna, Paul und Tom sind doch super Namen! Ich mag Namen, die man deutsch und englisch aussprechen kann. Dadurch kann man "englische Namen" in seine Geschichte bringen, ohne dass sich jemand beschweren kann :D
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon Zeltan » 27.01.2014, 13:37

Ich bin der Meinung, dass es so etwas wie No-Go-Namen nicht gibt. Schließlich kann sich niemand seinen Namen aussuchen xD
ABER je leserlicher und je einfacher, desto besser kann man sie sich merken.

Ein Fall für No-Go-Namen gäbe es höchstens dann, wenn man Charaktere wie Legolas -> Herbert, Galadriel -> Josephine oder so nennen würde xD
Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Wenn du also wenig schreiben aber viel erzählen willst, dann schreibe bildhaft. ;)
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon MissWilliams » 05.02.2014, 20:59

Ich persönlich liebe englische Namen. :oops:
Keine Ahnung ob es etwas damit zu tun hat, dass ich durch meinen Onkel eine besondere beziehung zu der Englischen Sprache habe, aber ich mag den klang einfach lieber.

Ich finde deutsche Namen klingen immer so hart und stumpf, und wenn ich dann welche finde die mir gefallen, habe ich meistens schon ein Bild von einer bestimmten Person im Kopf.
Und dann fällt es mir immer schwer, diese Namen nicht mit meinem Chara zu vergleichen.
Außerdem sind deutsche Namen so "normal".

Aber es gibt auch ausgelutschte Namen, die ich ganz schrecklich finde.
Z.b. Jack, Jo u.s.w. scheinen mir einfach aus vielen Geschichten heraus anzuspringen :D
Nicht, dass ich diese Namen nicht mag, aber wenn jeder zweiter Chara so heißt, finde ich es irgendwie ermüdend.
Zuletzt geändert von MissWilliams am 02.04.2014, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
Vom 01.08. - 12.08 in einem Waldcamp/Schneehütte in Slowenien! Wenn jemand Fotos haben will oder persönliche Eindrücke, schreibt mich einfach an!
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon Kalea08 » 03.03.2014, 13:43

Mir sind englische Namen manchmal auch persönlich lieber, obwoh ich sagen muss, dass ich schon viele Bücher gelesen habe wo es ganz typisch deutsche Namen gegeben hat. Und das hat mich auch nicht gestört, da es sich in Deutschland abgespielt hat und die Geschichte in sich stimmig und schön war.

Meine Geschichte hat auch so Namen, die für manche nicht grade so tolle wären wie zum Beispiel: Heinz, Franz, Klopfer, Puschel, Flöckchen, Happy, Blume, Sikka, usw. (sind übrigens größten Teils Tiernamen ^^).

Das sieht aus wie ein Haufen gemischter Namen, da teils englische, aber auch selbst erfundene Namen mitmischen, aber das hat auch alles so seine Gründe und auch wenn Heinz und Franz nicht die schönsten Namen sind, würde ich der Geschichte wohl doch eine Chance geben, da es schlussendlich doch auf die Geschichte und die Beschreibung der Charaktere ankommt wie gut die Geschichte ist. :wink: (Und ich die beiden Charaktere mittlerweile richtig ins Herz geschlossen habe :girl: ).

So am Rande: Ich mag komische, ungewöhnliche Namen :)
So lange ich sie noch aussprechen kann ist alles oke.
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon schreiberling » 08.03.2014, 20:21

MissWilliams hat geschrieben:Außerdem sind deutsche Namen so "normal". Kevin, Anton, Anna und CO. haben doch irgendwie ihren Reiz verloren. :) .



Hä? Kevin ist so weit ich weiss ein irischer Name, Anton gibt es im englischsprachigen Raum als Anthony, Anna ist Anne.

Die Namen müssen einfach zu dem Ort passen wo die Handlung spielt und zur Nationalität der Protagonisten. Ich kann schlecht einen ethnischen Norweger Joaquin und einen einen Portugiesen Harald nennen nur weil ich die Namen toll finde.
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon Kelpie » 08.03.2014, 20:29

Ich erinnere mich an ein Buch - "Kleiner Mann, was nun?" - wo mich der Name ja wirklich zum Brüllen brachte vor Lachen. Da wird die ganze Zeit von so einem knuddeligen Säugling erzählt, den alle nur liebevoll "den Murkel" nennen und dann fragt eines Tages jemand: "Ja wie heißt er denn?" Und dann kommt die Antwort: "Horst".

Ich habe an keiner anderen Stelle im Buch so gelacht. Ist schon klar, dass jeder Horst (ich kenne selbst einige) mal Kinder, ja sogar Babys waren ... aber ernsthaft ... wer denkt denn bei so einem kleinen Gesichtchen schon an sowas? :XD: :XD: :XD:
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon ESchen » 18.03.2014, 22:26

Ich erinnere mich an ein Buch - "Kleiner Mann, was nun?" - wo mich der Name ja wirklich zum Brüllen brachte vor Lachen. Da wird die ganze Zeit von so einem knuddeligen Säugling erzählt, den alle nur liebevoll "den Murkel" nennen und dann fragt eines Tages jemand: "Ja wie heißt er denn?" Und dann kommt die Antwort: "Horst".


Der ist gut! Ich kriege mich kaum mehr ein vor lauter lachen! :XD: :XD:

Ich finde geschlechtsneutrale Namen ganz furchtbar! Habe mal ein Buch gelesen in dem Glauben die Hauptfigur sei ein Mädchen (beste Freundin, Streitereien mit der kleinen Schwester und eben der Name), um dann auf den letzten drei Seiten etwas von Bruder zu lesen. Ganz schlimm.


:shock: :XD: :XD: :XD:
Sorry, *prust* das ist einfach zu witzig!

Schlimm fand ich echt auch dieses Renesmee Gebilde bei den Twilight Büchern! Peino! Und dieser Carlisle oder wie der sich nennt ist nicht viel besser!

Alte Namen wie Anton, Horst, Uwe, Arnold, Hildegard, Elisabeth, Annegrete, etc. empfinde ich auch sehr schlimm. Ausser im Buch wird eine Oma damit benannt.
Ich vollführe auch keine Freudensprünge bei Barbara, Claudia, Daniel, Michael, Patrick, Katrin, Stefan. Wenn man mal grob überspitzt fünfe davon in einer Klasse hatte, weiss man warum.

Schwierige Namensgebilde überlese ich jeweils einfach schnell und mein Hirn macht daraus selbst ein Gebilde, welches das gesamte Buch über so bleibt. Doof ist nur, wenn das Buch verfilmt wird, die Illusion ist vorbei. :XD:
Hinfallen... Aufstehen... Krone richten... Weitergehen...
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon DraconRa » 19.03.2014, 16:49

Ich denke auch, die Namen müssen in erster Linie ins Setting passen, als No-Go würde ich höchstens Namensgebilde empfinden, die sich kein Mensch merken, geschweige denn Aussprechen kann.

Wobei ich auch da verstehe, warum man das als Autor macht. Es gibt einfach nichts, das es nicht gibt. Und das gilt leider auch für Fantasy-Namen. Für fast alles, das man aussprechen kann, wird Google etwas ausspucken. Schauderhaft, vor allem wenn man den Namen schon einige Jahre mit sich rumschleppt und eigentlich nicht ändern will, aber feststellt, das man ihn im Falle einer Veröffentlichung doch besser ändern sollte...

Für Menschliche Charaktere neige ich, wie vermutlich die meisten, zu englischen Namen. Wir wachsen einfach damit auf, dass das die coolen Namen sind, die in fast allen Fernsehserien und Filmen auftauchen. Eben weil wir das meiste aus Amerika importieren.

Da muss man dann auch überlegen, muss das sein, kann das sein, passt das überhaupt?
Meine letzte Übungsgeschichte spielt im Ruhrgebiet, da kann und will ich nicht jedem einen englischen Namen verpassen. Was aber hervorragend geht, sind Namen aus anderen Kulturkreisen, einfach weil es dort so viele Einwanderer gibt, in erster bis dritter Generation.
Also habe ich einen Dariusz aus Polen,
Enrico, mit Italienischen Wurzeln,
Murat, Türkisch stämmig...
Das bildet die Realität nach und man muss sich nicht auf Deutschsprachige Namen beschränken. Zwei Fliegen mit einer Klappe ;-)

Während ich für meinen Fantasy/Sci-Fi Mischmasch im ersten Anlauf fast nur englische Namen verwendet habe. Einfach weil ich die schön finde. Nur, 300 Jahre Globalisierung, hey, da kann man sich doch richtig austoben und Namen aus allen Kulturkreisen zusammenwerfen.
Ergo, steht schicke neue Namen finden, ganz weit oben auf der To do-Liste ;-)
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Re: [Namen] No-Go-Namen für Charaktere?

Beitragvon RocketJo » 10.08.2014, 13:31

Ich schließe mich mal dem allgemeinen Konsens an, dass es keine Namen gibt, die absolut nicht gehen. Wichtig ist, dass sie

1) Zum Setting passen (ich kann in einem Mittelalterroman in Deutschland keinen Bauern Clark nennen)
2) Zur Herkunft des Charakters passen (ich kann im gleichen Roman einen Handwerksgesellen aus dem französischen Gebiet aber sehr wohl Etienne nennen)
3) Zum Charakter passen (das ist immer etwas diffus *lach*)
4) Nicht aussehen wie "Kopf auf die Tastatur und drüberrollen" (Es sei denn natürlich, in der entsprechenden Sprache sieht das halt so aus. Wie Finnisch zum Beispiel *lach*)

Das sind Regeln, die meiner Meinung nach auch in Fantasy- und Sci-Fi-Romanen gelten sollten. Am Besten ist es da in meinen Augen, wenn man sich irgendeine hübsche Sprache aussucht (gerne auch eine seltene) und deren Worte etwas "vermurkst". Eine eigene Sprache entwickeln darf man durchaus auch (warum wird da eigenlich bei neuen Autoren so drauf rumgehackt, aber elbisch und klingonisch haben sogar Wörterbücher?), ist aber einfach grottenschwer.

Wo wir bei Tolkien sind:
Einen ganz ganz ganz schlimmen Namen finde ich Aragorn. Ich liebe den Charakter, aber sein Name gehört zu den schlimmsten, die mir je in einem Buch untergekommen sind ...

Oh, und ein Autor sollte vielleicht darauf achten, einen Namen nur einmal für einen Charakter zu nutzen. Hohlbein wurde hier ja schon als abschreckendes Beispiel genannt. Wenn man eine solche Konsistenz wahrt, kann man damit aber auch schöne Aha-Effekte erzielen. David Mitchell lässt in "Chaos", "number9dream", "Der Wolkenatlas" und "Der 13te Monat" immer wieder Charaktere aus anderen Romanen auftauchen, so dass sich aus den vier losen Werken eine kontinuirliche Geschichte basteln lässt (Ich bin gerade an "Die 100 Herbste des Jacob deZoet" und absolut gespannt, welches bekannte Gesicht ich da treffen werde. Ich tippe auf Ewing *lach*)
"Der Herzog heißt Herzog, weil er vor dem Heer herzog." - Stefan Herber
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