[Liebe](noch kein Titel)

Liebe, Romantik, Sehnsucht

[Liebe](noch kein Titel)

Beitragvon Concorde » 22.04.2015, 01:26

Hallo,

einer spontanen Eingebung im Halbschlaf folgend, habe ich mich entschlossen mal ganz was neues zu schreiben, und stelle euch den Anfang zur Diskussion.
Es ist eigentlich die zweite Szene, sie ist aus der Sicht des männlichen Protas der sich zu dem Zeitpunkt in einem üblen Rauschzustand befindet (jaaa, für ne klassische Lovestory vertauschte Rollen :wink: SIE ist die begehrenswerte Heldin...)
Ich nehme mal an, das am Anfang schon klar wird, wer eventuell für wen bestimmt sein sollte :wink:
Viel Spaß beim Lesen.

------------------------------


Er träumte, dass Darth Vader ihn entführen würde. Zumindestens glaubte er, dass er das träumte, denn solche Dinge passierten ja nicht wirklich. Wobei sich der Traum eigentlich verdächtig real anfühlte, aber seit er gestern Nacht von der Party heimgekommen war, hatte sich die Realität in Illusion aufgelöst. Die Kombination von Alkohol und Koks war wohl keine sonderlich gute Idee gewesen. Und die Tabletten, was zur Hölle war in den Tabletten drin, die sein Kumpel irgendwann nach Mitternacht angeschleppt hatte? Hatte er die eigentlich noch genommen? Was genau hatte er überhaupt noch gemacht, und wie war er heimgekommen? War er überhaupt heimgekommen? Verdammt, wenn diese schrecklichen Kopfschmerzen nicht wären…
Darth Vader hatte ihn aus dem Bett gezerrt und schleifte ihn nun über ein Baugerüst oder eine Feuerleiter davon, jedenfalls fühlte es sich so an, weil seine nackten Oberarme immer wieder an kalte Metallstreben stießen. Verdammt, was sollte das? Wo brachte man ihn hin? Er wollte sich eigentlich wehren, aber seine Gliedmaßen gehorchten ihm nicht.
Er hatte den Verdacht, dass sich unter ihnen der Abgrund auftat. Zumindest hatte es so ausgesehen, als ob da winzig kleine Menschlein und Autos mit blinkenden Lichtern unter ihm wären. Ich will hier weg, dachte er, doch aus seinen Gedanken formten sich keine Worte. Ich will aufwachen. Es ging nicht. Oder war er schon wach?
Er wurde unbarmherzig weitergezerrt und kam irgendwann auf einer unbequemen Liege zu liegen. Darth Vader stand neben ihm, während andere ihn auf seiner Liege festschnallten. Sith-Krieger? Hießen die so? Er hatte sie eigentlich anders in Erinnerung. Verdammt, wie konnte man nur so abartig träumen? Wie kam sein drogenverseuchtes Gehirn auf so etwas? Es war Jahre her, seitdem er den verdammten Film gesehen hatte!
“Hey, Darth Vader”, versuchte er zu schreien, doch es hörte sich eher wie ein raues Krächzen an. Offenbar war nicht nur sein Kopf, sondern auch seine Stimme von der Party ziemlich mitgenommen. “Was macht ihr nun mit mir?”
Darth Vader nahm die Maske ab und schenkte ihm ein umwerfendes Lächeln. “Wir bringen dich erst mal zum Arzt. Und nicht Darth Vader, Junge. Brandmeister Katrina Schulz.”
Er hatte keine Ahnung, was Brandmeister war, wahrscheinlich so etwas ähnliches wie Jägermeister. Nein, bloß kein Alkohol die nächste Zeit. Aber zum Arzt klang gut, da konnte er vielleicht endlich etwas gegen seine Kopfschmerzen bekommen. Seit wann brachten die Sith eigentlich ihre Geiseln zum Arzt?

*

“Wo habt ihr ihn her?”, fragte der Sanitäter, während sie den benommenen jungen Mann auf der Liege festschnallten.
“Aus seinem Bett”, sagte Katie. “Top 28, denke ich. Ich weiß leider nicht wie er heißt. Denke, er weiß es selbst grad auch nicht.”
“Rauchgasvergiftung?”
“Rauchgas, Alkohol, und wahrscheinlich noch einiges mehr. Er hat von der ganzen Action nicht viel mitbekommen, sein Bett ist angekotzt, und er hat riesige Pupillen. Und er hält mich für Darth Vader.”
Der Sanitäter grinste. “Na wenn du Darth Vader bist, was bin ich dann? Prinzessin Leia? Wir fahren dann mal. Ich wünsch euch einen ruhigen Dienst, und weniger Arbeit als ihr bisher hattet. Möge die Kraft mit dir sein.”

-----------------------------

Und bevor einer meine überbordende Kreativität lobt: Der Vergleich zwischen Feuerwehr und Star Wars ist nicht auf meinem Mist gewachsen, siehe hier
http://www.fireandfight.com/maenner/t-shirts/ich-bin-nicht-dein-vater/a-10303/
Aber ich fand den Vergleich nett und für die Szene sehr brauchbar, und ich denke nicht dass alberne Insiderwitze unter Urheberrechtsschutz stehen...

Ich freue mich auf eure Kommentare.

LG Concorde :D
Zuletzt geändert von Concorde am 22.04.2015, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: (noch kein Titel)

Beitragvon Sasskia » 22.04.2015, 07:49

Hallo Concorde!

Dein Schreibstil gefällt mir.
Die Szene liest sich flüssig und ich bin durchaus geneigt, mit deinem Prota mitzufühlen :XD:

Da du auf Rechtschreib- und Grammatikfehler verzichtet hast, bleiben nur einige winzige Anmerkungen zum Text:

Wobei sich der Traum eigentlich verdächtig real anfühlte, aber seit er gestern Nacht von der Party heimgekommen war, vermischte sich Illusion und Realität.


Ich wäre hier ein wenig direkter:

Wobei sich der Traum verdammt real anfühlte. Aber seit er gestern Nacht von der Party heimgekommen war, schien die Realität sich in Illusion aufgelöst zu haben.

Er wollte sich eigentlich wehren, aber seine Gliedmaßen gehorchten ihm nicht.


Das Füllwort ist hier überflüssig. Er will sich definitiv wehren.

Zumindest hatte es so ausgesehen, als ob da winzig kleine Menschlein und kleine rote Autos unter ihm wären.


... als ob da winzig kleine Menschlein und Fahrzeuge mit blinkenden Lichtern unter ihm wären.

Dann hast du deinen Hinweis auf die Einsatzfahrzeuge, ohne das "kleine" wiederholen zu müssen.
Ich denke, blinkende Lichter nimmt er in seinem Zustand eher wahr, als dass die Autos rot waren.

Ich will hier raus, dachte er, doch seine Gedanken fanden nicht den Weg aus seinem Mund.


Den Satz hab ich nicht verstanden. Wo will er raus? Er wird doch getragen, oder nicht?
Und meine Gedanken finden den Weg auch nicht aus meinem Mund.
Weil, die sollen im Kopf bleiben, die Gedanken. :XD:

Sith-Krieger? Mussten es wohl sein, aber er hatte vergessen wie die aussahen.


Wenn er vergessen hat, wie sie aussehen, wieso kann er sich an deren Bezeichnung erinnern?

Siff-Krieger? Hießen die so?

Verdammt, wie konnte man nur so abartig träumen?


Statt "Verdammt" kannst du deinem Prota einen größere Auswahl an Fluchworten zugestehen.

Verflucht, verflixt, zum Teufel nochmal ....

Er hatte keine Ahnung, was Brandmeister war, wahrscheinlich so etwas ähnliches wie Jägermeister.


Jaaaaa, genau, ein Jägermeister :XD:
Ganz großes Kino!

Nein, bloß kein Alkohol die nächste Zeit, die letzte Nacht würde ihm eine Lehre sein.


Den Nebensatz würde ich streichen. Nein, bloss kein Alkohol die nächste Zeit.
Niemand zieht daraus wirklich eine Lehre und es macht den Satz ... witziger!

“Na wenn du Darth Vader bist, was bin ich dann, Prinzessin Leia?


Der Satz gefällt mir so besser:

"Na, wenn du Darth Vader ist, was bin ich dann? Prinzessin Leia?"


Fazit:

Möge die Kraft mit dir sein :dasheye:

Wie gesagt, dein Text gefällt mir.
Obwohl ich nicht so auf Love-Storys stehe, diese würde sofort lesen!


Liebe Grüße aus Wien

Sasskia :girl:
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Re: (noch kein Titel)

Beitragvon Concorde » 22.04.2015, 11:40

Hallo Sasskia,

vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mir erlaubt deine Anmerkungen einzubauen.
Freut mich, dass es dir gefällt. Ich lese ab und zu mal Lovestories, ich finde sie sind ne echt gute Reiselektüre, aber mir ist daran schon länger auf die Nerven gegangen, dass diese irgendwie immer dem selben Muster folgen. Also habe ich beschlossen, das ganze mal umzudrehen.

LG Concorde :D
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Re: (noch kein Titel)

Beitragvon Fiacre » 27.04.2015, 19:55

Hey Concorde,

bevor ich näher ins Detail gehe, muss ich vorab erwähnen, dass ich keinerlei Anzeichen einer wirklichen Romanze sehe - meines Erachtens nach geht es eher in Richtung Humor, da ein wesentlicher Merkmal einer Lovestory eben »Liebe« ist, wie man unschwer bereits an dem Begriff selbst sehen kann.

An sich ist dein Schreibstil in Ordnung; es finden sich keine allzu langen Sätze vor, die kompliziert verschachtelt sind, und das Ganze lässt sich flüssig lesen, obwohl mir Einschübe wie

Zumindestens glaubte er, dass er das träumte, denn solche Dinge passierten ja nicht wirklich.[...]


nicht gefallen haben. Die Einschübe sowie Gedanken, die sich eher weniger um das Geschehen bzw. den mutmaßenden Traum an sich drehen, sondern mehr um den alkoholisierten Zustand des Protagonisten nimmt einen jedwede Spannung, wobei mir unklar ist, ob du einen solchen Spannungsaufbau überhaupt beabsichtigt hast.
Meiner Meinung nach wäre der Plottwist besser gelungen, wenn das Geschehen zuvor realistisch und ohne einen solchen Verfremdungseffekt, der durch die eben besagten Einschübe ausgelöst worden war, erzählt worden wäre.

Er träumte, dass Darth Vader ihn entführen würde.


Der erste Satz, der bereits alles entscheiden kann. Schon hier nimmt er jede Spannung und Aufregung weg, weil er bereits das Wesentliche über das Kommende verrät. Jedenfalls empfinde ich persönlich den ersten Teil der Geschichte als eher überflüssig und kontraproduktiv, wenn man beabsichtigt, die Leser zunächst mitfiebern zu lassen.

Mein Vorgänger hat die wichtigsten, sprachlichen Aspekte bereits angemerkt. Was ich noch hinzufügen möchte:

“Was macht ihr nun mit mir?”


Entweder bist du informal und sagst »Was machst du nun mit mir?« oder du verwendest die höfliche Anredeform und schreibst »ihr« groß.

Ich hoffe, ich konnte dir irgendwie nahebringen, welche Gedanken mir durch den Kopf gingen, als ich deine Story gelesen habe. C:

Liebe Grüße,
Fiacre
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Re: (noch kein Titel)

Beitragvon Hark » 02.05.2015, 13:36

Hallo Cocorde,
ein paar Anmerkungen zu Deiner Einleitung.

Sie fühlt sich brechstangenartig an. Warum?

1.Weil Darth Vader mit selbiger ins Geschehen hineingewuchtet werden muss - Vorschlag :Sei subtiler! Erwähne kurz, dass das Wesen eine Maske a la Darth Vader trägt. Dass er es nicht ist, weiß der Leser ja, bzw. wird es vermuten, wenn Dein Text keine Fanfiction sein soll.

2. Weil die Drogenkombi nicht hinhaut. Das Pulver vermag die unerfreulichen Begleiterscheinungen des Alkohol interessanterweise abzuschwächen. Weder das eine noch das andere erzeugt jedoch Halus. Irgendeine geheimnisvolle Tablette?
Außerdem: Er ist ein Mann. Das bedeutet, wenn er Kopfschmerzen hat, dann hat er die. Dann denkt er gar nichts, außer: ich habe Kopfschmerzen, mir geht es seise. Keine Späßchen, keine Liebe.

Vorschlag: Lass den Kerl Peyote gefuttert haben. Dann kann ihm zuvor schlecht gewesen sein und aktuell kann er stundenlang Visionen haben und auch seltsame Dinge sagen...

Das hier ist mir auch noch aufgefallen:

Wir bringen dich erst mal zum Arzt. Und nicht Darth Vader, Junge. Brandmeister Katrina Schulz.

Erst duzt sie den ihr unbekannten Mann, dann aber eine ganz förmliche Vorstellung ? Egal, jedenfalls höre ich den Knaben antworten: "Etwa die Katharina Schulz, die fünfache bayerische Meisterin im Fingerhakeln? Wow, das löscht mich jetzt echt ab!°
Außerdem würde ich den Satz umstellen:

Nicht Darth Vader, Junge, sondern Brandmeister Katharina Schulz. Wir bringen Dich erst mal zum Arzt...


So ein wenig hätte ich auch gerne über diese toughe Frau gewusst. Was hat sie mit D.V. gemeinsam außer Atemschutzmaske? Die Stimme vielleicht ? :omg:

Generell würde dieser Einleitung mehr Lockerheit und eine Prise Humor ganz gut tun. Der nachfolgende Dialog mit dem Sanitäter vom Notdienst wirkt wie das totale Vorabendserien-Klischee. Aus der Abteilung "Wir sind ja alle so locker in unserem Job"...Da geht also noch was, Concorde, ich freue mich auf die neue Version :wink: :mrgreen:

Gruß,
Hark
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Re: (noch kein Titel)

Beitragvon Nadim22 » 30.05.2015, 23:08

Hey Concorde!

Ich werd jetzt mal Deine "spontane Eingebung" kommentieren, wenn Du nichts dagegen hast ;) Nimm, was Du gebrauchen kannst, den Rest lass liegen. Und bedenke, dass vieles subjektiv ist.

Zum Text:

Concorde hat geschrieben:Er träumte, dass Darth Vader ihn entführen würde. Zumindestens glaubte er, dass er das träumte, denn solche Dinge passierten ja nicht wirklich. Wobei sich der Traum eigentlich verdächtig real anfühlte, aber seit er gestern Nacht von der Party heimgekommen war, hatte sich die Realität in Illusion aufgelöst.


Ich find das irgendwie doppelt gemoppelt. Versuch mehr zu beschreiben und weniger zu erklären. Du springst zu viel hin und her im "ist es jetzt Traum oder Wirklichkeit?". Beschreibe besser so, dass der Leser miträtseln kann/muss.

Concorde hat geschrieben:Die Kombination von Alkohol und Koks war wohl keine sonderlich gute Idee gewesen.


Koks wirkt schon halluzinogen, zwar nicht in der ersten Phase, aber im Abklang. Tun wir mal so, als hätt ich das gegoogelt :p Die Kombi kann die von Dir entsprechend beschriebenen Effekte (sprich Halluzination, Ermattung etc.) also durchaus hervorrufen. Es ist nur eine sehr klischeebehaftete Droge. Ich geh nicht davon aus, dass Du Dich da näher auskennst, aber je konkreter Du wirst, desto besser. Ich weiß beispielsweise, dass ich ähnliches mal von Magic Mushrooms erlebt hab...aber ich schweife ab haha

Weiter.

Concorde hat geschrieben:War er überhaupt heimgekommen?


Gut.

Concorde hat geschrieben:Darth Vader hatte ihn aus dem Bett gezerrt und schleifte ihn nun über ein Baugerüst oder eine Feuerleiter davon, jedenfalls fühlte es sich so an, weil seine nackten Oberarme immer wieder an kalte Metallstreben stießen.


Das Rotmarkierte könnte genauso gut Dein allererster Satz sein. Das meinte ich oben, als ich sagte, du sollest mehr beschreiben. Wenn es tatsächlich die Feuerleiter ist, dann erwähnst Du sie entweder als "Feuerleiter" oder du beschreibst sie ("kalte Metallstreben"). Es fühlt sich nur so an, als ob Du dem Leser nicht allzu viel zutrauen würdest.

Concorde hat geschrieben:kam irgendwann auf einer unbequemen Liege zu liegen.


Vllt. "Trage" als Synonym?

Concorde hat geschrieben: Sith-Krieger? Hießen die so? Er hatte sie eigentlich anders in Erinnerung.


Mmmh. Wenn er bereits auf "Sith-Krieger" kommt, dann ist die Ähnlichkeit wohl gegeben.

Concorde hat geschrieben:Verdammt, wie konnte man nur so abartig träumen? Wie kam sein drogenverseuchtes Gehirn auf so etwas? Es war Jahre her, seitdem er den verdammten Film gesehen hatte!


Besonders "abartig" find ich das jetzt nicht :D "Drogenverseucht"? Nen bissl zu hart. Den letzten Satz kannst Du streichen. Tut nichts zur Sache. Der Leser weiß, dass er sich nicht sicher ist bzw. den Grund für diesen "Traum" nicht kennt. Eine Erklärung dafür zu geben, tut nicht Not.

Concorde hat geschrieben:“Hey, Darth Vader”, versuchte er zu schreien, doch es hörte sich eher wie ein raues Krächzen an.


Echt? Er will "Hey, Darth Vader." sagen? :D Und "raues Krächzen"...ist letzteres nicht immer rau? Das Substantiv selbst ist bereits so spezifisch, dass es der eigenschaftswörtlichen Bestimmung nicht mehr bedarf. Du sagst ja auch nicht "der betrunkene Trunkenbold"...obwohl das in dem Fall als Stilmittel, iSe Tautologie, natürlich gangbar ist.

Concorde hat geschrieben:Darth Vader nahm die Maske ab und schenkte ihm ein umwerfendes Lächeln.


Guter Satz.

Concorde hat geschrieben:“Wir bringen dich erst mal zum Arzt. Und nicht Darth Vader, Junge. Brandmeister Katrina Schulz.”


Hier gebe ich der vorherigen Kommentatorin recht. Würde den auch umstellen.

Concorde hat geschrieben:Er hatte keine Ahnung, was Brandmeister war, wahrscheinlich so etwas ähnliches wie Jägermeister. Nein, bloß kein Alkohol die nächste Zeit. Aber zum Arzt klang gut, da konnte er vielleicht endlich etwas gegen seine Kopfschmerzen bekommen. Seit wann brachten die Sith eigentlich ihre Geiseln zum Arzt?


Das hier ist der beste Abschnitt des Textes. V. a. das Rotmarkierte. Der letzte Satz könnte den davor theoretisch ebenso gut ersetzen, aber das ist Geschmackssache.

Zum letzten Absatz:

Concorde hat geschrieben:Ich weiß leider nicht wie er heißt. Denke, er weiß es selbst grad auch nicht.


Sind die nicht bei ihm in der Wohnung? Oder nehm ich das nur an? :) Allein, dass ich mich das frage, heisst, dass Du es geschafft hast mich als Leser zum Nachdenken zu bringen.

Concorde hat geschrieben:von der ganzen Action


mit "k"

Concorde hat geschrieben:sein Bett ist angekotzt, und er hat riesige Pupillen. Und er hält mich für Darth Vader.”


"Angekotzt"? Reden die etwa so? Vielleicht gehört das aber auch zum Charakter, also lass ich das mal stehen wie es ist. Für das "Und" am Satzbeginn am besten sowas wie "Außerdem". Dann hast Du keine sprachliche Dopplung.

Concorde hat geschrieben: Ich wünsch euch einen ruhigen Dienst, und weniger Arbeit als ihr bisher hattet. Möge die Kraft mit dir sein.”


Hier musst Du den letzten Satz anders vorfassen. Zuerst richtet er sich an eine Mehrzahl von Personen ("Euch"), dann (im selben Atemzug) an sie ("Dir") als Einzelperson. Vielleicht sowas wie: "Oh, und Kati (keine Ahnung, ob das nen legitimer Spitzname für Deinen Charakter ist), möge die Kraft (nicht Macht?) mit Dir sein!" (ein Ausrufezeichen kommt von der Dynamik her besser).

Dein Text ist weniger romantisch, als vielmehr humoresk. Ich erkenne zumindest keine tiefergehende Beziehung zwischen den Hauptfiguren. Oberflächlich betrachtet kann ihr Lächeln vieles bedeuten und eine Erwiderung findet sich ebenfalls nicht. Aber eine Romanze als solche zu schreiben, war vermutlich auch nicht Deine primäre Intention.

Alles in allem macht Dein Text Spaß. Er ist kurzweilig und insgesamt gut geschrieben. Dafür, dass es hier wohl eher um die Idee ging, als alles fünffach durchzudenken, ist es ordentlich. Ich bitte Dich meine Ausführlichkeit zu entschuldigen haha

Und zu guter Letzt: Schreib weiter! ;)

Beste Grüße

Nadim
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Re: (noch kein Titel)

Beitragvon Flitzpiepe » 01.06.2015, 23:44

Hallo Concorde!

Danke für diesen Text, den ich mit Freude kommentiere. Es ist mein erster Beitrag hier überhaupt, ich hoffe auf Nachsicht, falls sie angebracht ist ...

Er träumte, dass Darth Vader ihn entführen würde.

Ganz ehrlich: Nach diesem ersten Satz habe ich zuerst gedacht: Och nö. Zum Glück habe ich weitergelesen, denn dein Text hat mich insgesamt sehr erfreut.

Warum wollte ich wohl nicht weiterlesen? Weil ich vermutete, dass nun irgendwas Seltsames kommt, ein wirrer Traum (den will ich persönlich nicht mit Ankündigung lesen, sondern höchstens am Ende überrascht werden) oder tatsächlich Fan-Fiction. Bezüglich des Einstiegs stimme ich Hark zu: Ein szenischer Einstieg hätte auch mir besser gefallen, der andeutet, dass ein Wesen mit Maske agiert und vermutlich nicht Darth Vader ist, aber von jemandem dafür gehalten wird.

Und die Tabletten, was zur Hölle war in den Tabletten drin gewesen, die sein Kumpel irgendwann nach Mitternacht angeschleppt hatte?


Zumindest hatte es so ausgesehen, als ob da winzig kleine Menschlein

Menschlein sind ja schon verkleinert, wie heißt das gleich, Diminutiv?

Er wurde unbarmherzig weitergezerrt und kam irgendwann auf einer unbequemen Liege zu liegen.

Nicht so schön, finde ich, Trage wäre tatsächlich besser - oder ist das ein Stilmittel?

Darth Vader nahm die Maske ab und schenkte ihm ein umwerfendes Lächeln. “Wir bringen dich erst mal zum Arzt. Und nicht Darth Vader, Junge. Brandmeister Katrina Schulz.”

Yeah, da ist er, der Beginn einer ganz großen Liebe :love: Da muss sich aber die gute Kati an den "Jungen" erinnern, der erkennt sie doch niemals wieder...

Er hatte keine Ahnung, was Brandmeister war, wahrscheinlich so etwas Ähnliches wie Jägermeister. Nein, bloß kein Alkohol die nächste Zeit.

Ach, herrlich, dieser Satz gehört zu meinen Favoriten im Text.

“Top 28, denke ich.

Nun zum Tagesordnungspunkt 28... Ist das Feuerwehrfachsprache? Sani-Sprech? Kann ich nicht einordnen und ärgere mich heimlich, weil ich mich ungebildet fühle :wink:

Und er hält mich für Darth Vader.”
Der Sanitäter grinste. “Na wenn du Darth Vader bist, was bin ich dann? Prinzessin Leia?

:lol: Hier habe ich laut gelacht. Finde den Abschluss-Dialog absolut stimmig, witzig und notwendig für die Geschichte nach dem Ausflug in die Halb-Hallu-Welt.

Fazit: Ein wirklich guter Text, der mir fast entgangen wäre: Witzig, ein bisschen ironisch, überraschend. Ich mag die Art, wie sich der junge Jedi, äh, Drogi, seiner desolaten Lage halb-bewusst ist. Und auch das Ende gefällt mir sehr, ich musste nicht an einen Vorabend-Serien-Dialog denken. Würde säähr gäärn die ganze Geschichte lesen.

Grüße, Flitzpiepe
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