Pitch, Exposé oder Konzept? - Definitionen

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Pitch, Exposé oder Konzept? - Definitionen

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Pitch, Exposé oder Konzept? - Definitionen

Kanntest du die Begriffe schon?
Welche dieser Dinge hast du selbst schon einmal verfasst?
Warst du mit deiner Bewerbung erfolgreich?
Was denkst du ist jeweils der beste Tipp?

von © Jacky

Re: Pitch, Exposé oder Konzept? - Definitionen

 
Da ich das Buch "3 Seiten für ein Exposé" vorher gelesen hatte, kannte ich die Begriffe natürlich schon. Auch vorher bei meiner eigenen Internetrecherche war klar gewesen, dass die Begriffe nicht ganz klar getrennt sind und man weiterhin bei jedem Verlag und jeder Agentur prüfen muss, was sie denn jetzt genau meinen.

Ich habe jetzt eine erste Erfahrung mit dem Verschicken von Exposé, Leseprobe etc. - bisher allerdings ohne Feedback - und kann daher aus erster Hand davon berichten:

Ich habe mich bei 4 Agenturen beworben und meist wollten die Exposé (2-4 Seiten), Anschreiben, Kurzvita und Leseprobe (20-50 Seiten). Mein Exposé hatte 4 Normseiten; in den Fällen, in denen die Agentur nur 3 Seiten Exposé wollte, habe ich einfach geschummelt und statt Normseiten normale Seiten genommen (stand nicht explizit da...). Die Leseprobe habe ich aber immer in Normseiten verschickt, auf jeder Seite mit Autor/Titel/Adresse/Mail und Telefon in der Kopf- und Fußzeile.

Die meisten wollten per E-Mail angeschrieben werden, noch bevor ich etwas schicken sollte. Das war also dann das erste "Anschreiben". Hier habe ich eine Kurzzusammenfassung der Geschichte (1 Absatz) geschrieben, zusammen mit Genre, Zielgruppe etc. Da meine Geschichte in Italien spielt, habe ich bei den Agenturen, die mit italienischen Agenturen zusammenarbeiten, explizit darauf hingewiesen (hauptsächlich um zu zeigen, dass ich die Verlagsseite gelesen hatte ;) ).

Eine Agentur hat sofort zurückgeschrieben, sie würden gerne Exposé und Leseprobe haben, jedoch nur exklusiv prüfen. Da wusste ich erstmal nicht, was ich machen wollte - schließlich hatte ich Exposé und Leseprobe schon an 3 andere Agenturen verschickt - also habe ich denen genau das geschrieben. Sie haben dann sofort zurückgeschrieben, dass ich trotzdem beides an sie schicken kann. Ich glaube, das wichtige ist, nicht gleichzeitig an Agenturen und Verlage zu schicken, andere Agenturen sind weniger schlimm.

Ganz wichtig finde ich, das Exposé und die Leseprobe von kompetenten Betalesern korrigieren zu lassen :) Am besten mehrmals. Man glaubt nicht, wie sehr sich beides im Laufe dieser Korrekturen noch verändern kann, und nach einer Woche Korrektur war ich entsetzt über die frühere Version und froh, dass sie noch kein Agent gesehen hatte ^^

Jetzt heißt es - warten...

von © Angioletta

Re: Pitch, Exposé oder Konzept? - Definitionen

 
Hallo Jacky,

Begriffsdefinitionen an dieser Stelle finde ich für Deine Serie sehr sinnvoll, auch wenn es zuerst anders geplant war. Wird sicher die ein oder andere zukünftige Diskussion einfacher gestalten. ;)

Die meisten Begriffe und Hinweise kannte ich schon - allerdings nicht die Sache mit dem Roman. Habe das neulich schonmal in einem Forenbeitrag gelesen, bin aber drübergegangen, ohne mir sonderlich viel dabei zu denken oder gar als Hinweis zu merken. Jetzt werde ich das.^^
Wenn Menschen aus meinem Umfeld fragen, was ich schreibe, antworte ich in der Regel: einen Roman. Das scheint für viele auch die richtige Antwort zu sein, sie interessiert meist, ob es ein Sachbuch oder Fiktion ist und wie umfangreich. Ich glaube, mit der Antwort Roman kann der Durchschnittsmensch mehr anfangen, als mit einem Manuskript. Da kämen sicher weitere Nachfragen.
Aber jetzt weiß ich, dass das zumindest in der Branche der falsche Begriff wäre und werde darauf achten, mich in entsprechenden Situationen korrekt auszudrücken. Danke dafür. :D

@Angioletta
Angioletta hat geschrieben:Eine Agentur hat sofort zurückgeschrieben, sie würden gerne Exposé und Leseprobe haben, jedoch nur exklusiv prüfen.

Mit exklusiv meinen sie in dem Fall, Du sollst es keinem sonst anbieten? Hm, okay, natürlich stecken sie in eine solche Prüfung auch Zeit und damit Geld, und es ist sicher ärgerlich, wenn man hinterher überzeugt ist und die Sache nehmen will - ein anderer einem aber zuvor gekommen ist. Andererseits frage ich mich, inwieweit man das wirklich verlangen kann. o0 Wer weiß schon wie lange Unterlagen auf diversen Schreibtischen herumliegen, bevor sich jemand ihrer annimmt? Solange keinen weiteren Versuch unternehmen, find ich schon krass. Fair fände ich eine Abmachung, die sich auf eine festgelegte (relativ kurze) Zeitspanne bezieht. Denn wer Exklusivrechte will, muss dafür auch etwas zurückgeben - und dann eben schnell mit seiner Prüfung und Interessensbekundung sein. (Das ist natürlich nur meine Meinung, und ohne Erfahrung zu haben weiß ich nicht, wie weit ich damit kommen würde. ;))

Liebe Grüße, Nion

von © Nion