Da ich das Buch "3 Seiten für ein Exposé" vorher gelesen hatte, kannte ich die Begriffe natürlich schon. Auch vorher bei meiner eigenen Internetrecherche war klar gewesen, dass die Begriffe nicht ganz klar getrennt sind und man weiterhin bei jedem Verlag und jeder Agentur prüfen muss, was sie denn jetzt genau meinen.
Ich habe jetzt eine erste Erfahrung mit dem Verschicken von Exposé, Leseprobe etc. - bisher allerdings ohne Feedback - und kann daher aus erster Hand davon berichten:
Ich habe mich bei 4 Agenturen beworben und meist wollten die Exposé (2-4 Seiten), Anschreiben, Kurzvita und Leseprobe (20-50 Seiten). Mein Exposé hatte 4 Normseiten; in den Fällen, in denen die Agentur nur 3 Seiten Exposé wollte, habe ich einfach geschummelt und statt Normseiten normale Seiten genommen (stand nicht explizit da...). Die Leseprobe habe ich aber immer in Normseiten verschickt, auf jeder Seite mit Autor/Titel/Adresse/Mail und Telefon in der Kopf- und Fußzeile.
Die meisten wollten per E-Mail angeschrieben werden, noch bevor ich etwas schicken sollte. Das war also dann das erste "Anschreiben". Hier habe ich eine Kurzzusammenfassung der Geschichte (1 Absatz) geschrieben, zusammen mit Genre, Zielgruppe etc. Da meine Geschichte in Italien spielt, habe ich bei den Agenturen, die mit italienischen Agenturen zusammenarbeiten, explizit darauf hingewiesen (hauptsächlich um zu zeigen, dass ich die Verlagsseite gelesen hatte

).
Eine Agentur hat sofort zurückgeschrieben, sie würden gerne Exposé und Leseprobe haben, jedoch nur exklusiv prüfen. Da wusste ich erstmal nicht, was ich machen wollte - schließlich hatte ich Exposé und Leseprobe schon an 3 andere Agenturen verschickt - also habe ich denen genau das geschrieben. Sie haben dann sofort zurückgeschrieben, dass ich trotzdem beides an sie schicken kann. Ich glaube, das wichtige ist, nicht gleichzeitig an Agenturen und Verlage zu schicken, andere Agenturen sind weniger schlimm.
Ganz wichtig finde ich, das Exposé und die Leseprobe von kompetenten Betalesern korrigieren zu lassen

Am besten mehrmals. Man glaubt nicht, wie sehr sich beides im Laufe dieser Korrekturen noch verändern kann, und nach einer Woche Korrektur war ich entsetzt über die frühere Version und froh, dass sie noch kein Agent gesehen hatte ^^
Jetzt heißt es - warten...