Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon ArgRIB Skywalker » 05.09.2010, 17:49

Servus, ich wollte auch mal was dazu schreiben.

Ich muss sagen, ich brauche nicht wirklich viel Papier.
In der Uni schreibe während der Vorlesungen auf meinen Laptop mit. (mit ein wenig Übung geht das wirklich)
Auch andere Sachen wie Ausarbeitungen usw. mach ich am PC (nen einfaches txt Dokument)
Das einzige, was ich noch vermisse, ist eine Möglichkeit hübsche Linien und Pfeile in meinen Notizen zu malen (nein, ich habe noch so einen alten Laptop ohne Tuchscreen :P)
Auch zeichnungen oder Ideen, die mir Unterwegs (im Auto oder Zug oder Bus) kommen, kommen in einem Notizbüchlein. Allerdings hab ich inzwischen 4 oder 5 Notizbücher, wo die ersten paar Seiten benutzt sind, aber die dann rumliegen. Ich brauch so schnell keinen Nachschub.

Man kann also schon ziemlich viel am Rechner machen so das ich wenig Papier brauche. Bis ich etwas Ausdrucken immer ziemlich lange, weil der Drucker zu weit weg steht. :P Und NetzwerkDrucker ist nicht eingerichtet.
ArgRIB Skywalker
Der einzig wahre ArgRIB
Benutzeravatar
ArgRIB Skywalker
 
Beiträge: 291
Registriert: 11.08.2010, 19:10
Wohnort: Deutschland

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Tabbenoca » 02.10.2010, 11:58

Also ich schreibe meine Geschichten grundsätzlich auf Papier...

dieses kommt aber aus meiner Sammelstelle, wo ich ausgedruckes Papier sammel,
das gesammelte Papier stammt von Fehlausdrucken oder anderen unbrauchbaren Zetteln, die nur von einer Seite beschrieben oder bedruckt sind...
die Rückseiten eignen sich super für Ideen oder auch ganze Geschichten!

Wenn ich von einer Geschichte wirklich überzeugt bin,
schreib ich sie erst auf Pc, meistens überarbeite ich sie gleichzeitig und ggf. werden sie ausgedruckt.

So viel von mir dazu...

Tabbenoca
Tabbenoca
 
Beiträge: 10
Registriert: 24.06.2009, 20:00
Wohnort: eine Kleinstadt im Norden

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon katta » 27.10.2010, 18:51

Ok, hier mein Outing:
Ich schreibe meine Geschichten nur auf Papier. Und zwar in DIN A5 Spiralblöcke. Da kann man den Kuli gut einhängen und hat alles, was man zu der Story braucht beieinander. Zumindest, bis man das Heft wechseln muss. :wink:
Es geht für mich auch gar nicht anders, weil ich überall schreibe. In der U-Bahn, in der Uni, bei meinen Eltern zu Besuch, ... Wenn ich da jedesmal, wenn mir ne gute Idee kommt oder ein weiterer Satz, der unbedingt in meiner Story drin sein soll, erst den PC anschmeißen müsste, wäre derGeistesblitz längst wieder weg.
Unmengen Papier verbrauche ich dabei aber auch nicht, da ich beim Korrigieren direkt über meinem Text die Ausbesserungen vornehme und somit nicht wie Leute, die es immer neu ausdrucken für eine Passage mehrere gedruckte Versionen habe. Meine Urversion wird solange bestrichen, übermalt (manchmal brauch ich bunte Stifte, um mich noch zurechtzufinden oder Sternchen...) bis sie endlich gut ist. Deshalb habe ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ich "nur auf Papier" schreibe. Ich glaube, weniger Papier zu brauchen, als Leute, die am PC sitzen, auch wenn deren Schrift kleiner ist.
Außerdem kann ich in meinen Büchlein von Hand auch Zeichnungen reinmachen, die ich am PC niemals hinbekäme...
Und so ein Spiralblock mit ca 100 Seiten reicht auch eine Weile.
Zum Vergleich: In einem Semester Uni (Fachbereich Mathematik), wo wir wirklich ein ganzes Buch abschreiben, brauche ich genau ein Büchlein pro Fach.
Als Schmierpapier für Übungen (Fingerübungen zum Beispiel) nehme ich meistens alte einseitig bedruckte Seiten, die von meinem Vater anfallen. Der schreibt sein Buch am PC (mittler Weile ca 1000 Seiten am PC) und da fällt im Vergleich durch das dauernde Neuausdrucken bei verbesserten Auflagen wirklich viel mehr Papier an, als ich mit meinen Büchlein produziere.
Ich denke daher: Den PC benutzen ist Augenwischerei. Aber das ist meine Meinung.
katta
 
Beiträge: 125
Registriert: 24.07.2010, 14:27
Wohnort: München

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Lenna » 28.10.2010, 12:31

Ich brauche auch auf jeden Fall was zum darauf herumkritzeln und habe mir deshalb letztes Jahr ein Grafiktablet gekauft. Da ich auch viel zeichne und oft am Computer sitze, ist das die perfekte Lösung für mich..
(Wikipedia: Die Spitze eines Stiftes wird auf einer Platte bewegt. Der Stift sendet Daten über Stiftdruck an das Tablett, die so gewonnenen Positionsdaten werden vom Grafiktablett an den Computer übermittelt. )
Zum Zeichen ist das auch super geeignet, aber es gibt noch keine passenden Programme, wo man z.B. ein Mindmapp erstellt und dann selber die "Verbindung" malen kann..
Aber ab und zu schreibe ich mir mit Paint Notizen, die ich dann speicher, um meinen Notizzettelhaufen auf meinem vieel zu kleine Schreibtisch und Pinnwand zu verringern..
Hilfreich finde ich auch xMind, weil ich mittlerer Weile nur noch am PC mindmappe (?)..
Früher hab ich meine Geschichten immer auf Collegeblöcke gekritzelt und die dann später abgeschrieben oder eingescannt und dann durch so ein Leseprogramm geschickt, wenn ich ordentlich geschrieben habe.
Vor zwei Jahren oder so hab ich dann man ein 10-Finger-Kurs an der VHS gemacht und schreibe auch nur noch am PC.. (Leide habe ich auch kein Notebook und muss manchmal noch auf Papier ausweichen, wenn ich z.B. unterwegs bin)
Auf jeden Fall nehme ich immer einen USB-Stick mit in den Urlaub und suche mir dann dort einen Pc..
Vor allem in der Schule wird so wahnsinnig viel Papier verbraucht.. Das ist echt heftig, was ich so an Schulmüll produziere. Auch wenn ich die Hausaufgaben am PC schreibe, was die Lehrer immer gut finden, muss ich die Blätter danach ja ausdrucken... Aber wenigstens passt mit der PC-Schrift mehr auf ein Blatt und ich bedrucke Vorder- und Rückseite.. Gibt es eigentlich umweltfreundliche Tinte für den Drucker.. Mhm.. muss ich mal googlen..
Da ich ein Fable für schön gebundene Bücher habe, deshalb auch mein Praktikum in einer Buchbinderei, habe ich eine Unmenge an Notizbüchern, aber die kann ich auch nicht aufgeben. Lieber schalte ich im Sommer die Heizung aus und nutze Energiesparlampen^^
Lenna
P.S.: Tut mir leid, dass das so viel ist.. krgg.. gerade einen Schreibfluss gehabt und ich könnte noch viel mehr schreiben..
___________

Ich hab deine Zettel am Kühlschrank aufgegessen.
Lenna
 
Beiträge: 34
Registriert: 27.10.2010, 19:02

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Zauberzunge » 17.05.2012, 00:44

:writing:

Obwohl ich mich recht gut mit dem Computer auskenne (liegt das am Alter und der Zugehörigkeit zur Net-Generation? Hm.), ist Papier unverzichtbar. Das heißt ja nicht, dass man da nicht auch sparsam sein könnte. Mein genauer „Papieraufwand“ für meine Geschichte bis jetzt:

1) 4 volle Notizbücher ca. im A6 Format, das 5. im Gebrauch – der Pappeinband ist da eigentlich der größere Faktor, auch wenn es nicht besonders aufwendig gemacht ist. Doch ein Einband für ein Notizbuch ist ja kaum zu vermeiden, wenn man kein kleines Schulheft nehmen will (aber dann im stehen notieren... :thinking: ). Selbst wenn man ein „aufwendigeres“ Notizbuch (Moleskine* (hehe :wink: ) oder große, gebundene, leere Bücher) hat, muss man sich eigentlich noch keinen so großen Vorwurf machen, oder?

*übrigens: auf der Amazon Seite gibt es einen „Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle (E-Book Anzeigegerät) lesen“ – Link. In wessen Notizbuch man da wohl reinschauen darf... :rofl:

2) ca. ein liniertes Doppelschulheft, wo ich erste Szenen geschrieben habe. Da halte ich es so wie katta:
Unmengen Papier verbrauche ich dabei aber auch nicht, da ich beim Korrigieren direkt über meinem Text die Ausbesserungen vornehme und somit nicht wie Leute, die es immer neu ausdrucken für eine Passage mehrere gedruckte Versionen habe.

Da mein Heft einen Rand hat, werden neue Passagen, die noch dazwischen gehören, oft an den Rand geschrieben – auch wenn das sehr klein werden kann und Notizen für diese Nachträge fast unmöglich sind.

3) ein Ausdruck des ersten Kapitels (7 Blätter Papier). Meine allererste Probeleserin (danke Mama) wollte es nicht auf dem PC lesen. Aber per doppelseitigem Ausdrucken (leider entfällt mir immer wieder, wie man das schafft, ohne dass die andere Seite verkehrt herum ist :groggy: ) spart man immerhin die Hälfte an Papier.

4) 2 Blätter A4-Papier (eine Mind-Map, ein Szenen Überblick)

Damit kann man doch eigentlich leben, oder? :?: :?: :?:



:pc: :laptoplove:

Trotzdem spanne ich den PC fast immer ein. Nicht nur die Geschichte, v.a. meine Notizen werden abgetippt – mit einem Inhaltsverzeichnis, Unterüberschriften und Hyperlinks in Word (hört sich viel komplizierter an, als es ist) kennt man sich dann auch noch in einem knapp 70-Seiten Dokument noch gut aus und kann schnell hin und her springen. Den Charakterbogen habe ich größtenteils komplett am PC entworfen, als Orientierung brauche ich sowieso den Charakterkurs – und den gibt’s nur am Computer (ganz ausdrucken kommt nicht wirklich in Frage, oder?)
Trotzdem, selbst wenn man 10-Finger schreiben kann (seeehr parktisch): das Abtippen dauert ein Weilchen. Abhilfe können da Diktierprogramme wie Dragon Dictation schaffen, das man beim Wettbewerb für das 5-jährige Jubiläum der Schreibwerkstatt gewinnen konnte. Das war zwar „vor meiner Zeit“ hier, aber ich habe die entsprechende Version für den IPod touch. Sehr schöne Idee, wirklich. Das Programm funktioniert auch so wie es soll, aber ist noch nicht ganz auf dem Höchststand: Es dauert sehr lange, bis das Gesagte verarbeitet ist und viele Wörter sind unbekannt. Aber es gibt noch andere Alternativen:
Lenna hat geschrieben:
...durch so ein Leseprogramm geschickt, wenn ich ordentlich geschrieben habe.

Leseprogramm? Also erkennt das Programm die Handschrift und speichert das als Text? Wo gibt es sowas? Das will ich unbedingt ausprobieren !
Auf jeden Fall nehme ich immer einen USB-Stick mit in den Urlaub und suche mir dann dort einen Pc..

Das lohnt sich sicher auch. Zwar gibt es bei mir im Urlaub kaum Computer, aber wenn... Dazu passt ein Tipp von mir: Falls ihr zufällig ein Gerät (Handy, Mp3-Player, was auch immer) habt, das einen passablen Bildschirm und die entsprechende Funktion hat: Warum nicht einen Entwurf der Geschichte/Notizen/Plots/Mind-Maps/.../ darauf speichern? Unterwegs oder beim draußen sitzen (v.a. wenn man keinen Laptop hat) kann man dann das Gewünschte aufrufen und „nachschlagen“. In meinem Fall ein Programm für den IPod touch (App), das Word- (o.ä., hab ich aber noch nicht probiert) Dokumente anzeigen kann**. Leider dauert es ein wenig, bis größere Dokumente angezeigt oder durchgeblättert werden können und auch das „springen“ im Text geht nicht. Aber es ist allemal um Längen besser, als alle vollen Notizbücher überallhin mitzunehmen und raten zu müssen, wo ich genau diesen einen Punkt notiert habe – im Dokument sind alle Ideen nämlich schon geordnet, da weiß ich, wo alles steht. :blinklight:

**Das App ist umsonst und falls es jemanden interessiert, schreibe ich gern den Namen dazu. Aber wenn’s keiner will wäre es ja bloß überflüssige Schleichwerbung (Dragon Dictation gab’s ja schon hier in der Schreibwerkstatt), das extra zu erwähnen.


Fazit: Papier kann man schon nehmen, man muss es nur nicht übertreiben.
Lenna hat geschrieben:
Lieber schalte ich im Sommer die Heizung aus und nutze Energiesparlampen
Das ist womöglich sogar noch besser, wenn man sich das vernünftig angewöhnt. Auf Papier verzichten kann ja nicht die einzige - oder gar beste - Möglichkeit zum Umweltschutz sein, oder?


Liebe Grüße, Zauberzunge
:wink:
Jung genug, um an Magie zu glauben und alt genug, um zu verstehen, wie sie funktioniert. (Artemis Fowl, Eoin Colfer)
Benutzeravatar
Zauberzunge
NaNoWriMo 2014
 
Beiträge: 283
Registriert: 09.03.2012, 21:16
Wohnort: zu Hause

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Alibabe » 17.05.2012, 17:43

Huhu,
also ganz ohne Papier geht es bei mir nicht. Ich habe in der Handtasche immer einen DIN A5 Ringblock, da schreibe ich alles rein. Insbesondere wenn ich im Zug oder so sitze kritzle ich da Ideen und ganze Textpassagen auf. Mit IPad und Ultrabooks werden die Helferlein immer kleiner, aber wenn man mal schnell weg muss nimmt man die Dinger doch auch nicht immer mit und außerdem baucht man um einen Termin oder eine Kurznotiz aufzuschreiben deutlich länger als mit Papier. Außerdem brauche ich beim Lesen einfach Papier zwischen den Fingern. Ich finde schon das lesen am Bildschirm als nicht sonderlich angenehm, auf dem Kindle oder so ist es noch schlimmer. Am Drucker zu Hause habe ich ein Ablagefach, da kommen Fehldrucke rein. Die bedruckte Seite wird mit einem Stift durchgestrichen und für Testausdrucke kommt dann die freie Seite in den Drucker, so wird zumindest das Blatt optimal genutzt.
Schreibe jeden Satz so, dass man neugierig auf den nächsten wird. (William Faulkner)
Benutzeravatar
Alibabe
 
Beiträge: 73
Registriert: 27.03.2012, 09:06

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon cheshire_kitten » 27.08.2012, 20:50

Also ich mache meine Notizen und eigentlich alles am PC - per Mail statt Brief, per .txt statt Post-It.
Außer "wichtigen" Dingen; der Brief an Mama oder die beste Freundin, Urlaubsgrüße an die Oma... solche Dinge.
Zur Zeit schreibe ich, wie ihr vllt. wisst, ja nicht - aber ich habe schon seit einer ganzen Weile am Laptop statt auf Papier geschrieben. Da ich ein energiesparendes Modell habe, das für Musik, Mail und Recherche sowieso läuft, wenn ich schreibe (bzw. wenn ich schrieb...) ist das für mich absolut okay.
Die doch etwas harsche Kritik an Jacky finde ich etwas voreilig; sie hat ja nirgends geschrieben "macht das so, um die Umwelt zu schützen", nur, dass man drüber nachdenken soll, ob man selbst so die Umwelt schützen kann.
Dass es keinen Sinn macht, den PC zu nutzen um Papier zu sparen, wenn man jede Änderung gleich ausdrucken will/muss erklärt doch wohl bitte schon der gesunde Menschenverstand.

Die Idee an sich ist super, ohne Papier geht es wohl für kaum einen von uns (spätestens zum Ende hin dann). Und wenn man dann wie ElizabethR (und auch ich z.B., wenn auch vermutlich in geringerem Umfang) auf Schmierpapier ausweicht, ist das doch super.

Ich glaube nicht, dass Jacky hier irgendwem vorschreiben wollte, wie es zu tun ist, sondern nur zum Nachdenken anregen wollte.
I'd rather laugh with the sinners than cry with the saints - the sinners are much more fun... (Billy Joel - Only The Good Die Young)
cheshire_kitten
 
Beiträge: 6
Registriert: 11.08.2012, 14:17

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Yarisha » 22.05.2013, 21:52

Ich schreibe eigentlich kaum auf Papier und den Drucker hab ich ... hm ... vor 'nem Monat (oder zwei Monaten?) das letzte Mal benutzt.
Ob das umweltfreundlicher ist? Bei mir läuft mein Notebook ständig und wenn ich ins Bett gehe, wird es zugeklappt (um Strom zu sparen). Trotzdem ist es den ganzen Tag an - das ist auch nicht gerade "umweltfreundlich".

Aber ich glaube, es gibt ganz andere Sachen, die viel umweltschädlicher sind (z.B. das Tröpfchen Öl, dass das Auto verliert und somit mehrere Hundert Liter Trinkwasser vernichtet oder Auto fahren allgemein). Ich denke, solange das Papier in Maßen eingesetzt wird, spricht nichts dagegen, seine Notizen auf Papier zu machen ... oder eben mal seinen PC länger anzulassen als nötig (jeder entwickelt hier eben seine eigene Methode, um sein Verhalten zu rechtfertigen :roll:).

So, Feierabend - Notebook zuklappen. ;)
Yarisha
 
Beiträge: 24
Registriert: 09.03.2013, 00:38

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Blitzkaiser » 23.05.2013, 12:46

Mir geht es da ganz ähnlich. Ich benötige auch kein Papier. Alleine schon, aus dem Grund, weil ich eine Sauklaue habe:D
Schreibarbeiten jeglicher Art erledige ich auf meinem Mac und für unterwegs habe ich mir ein Tablet angeschafft. Mehr benötige ich auch nicht.
Benutzeravatar
Blitzkaiser
NaNo 2013
NaNo 2013
 
Beiträge: 387
Registriert: 11.05.2013, 12:38

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 26.05.2013, 10:29

Ich habe- wenn ich mir keine Mühe gebe- eine ganz fürchterliche Handschrift- ein Grund mehr, sie nicht jeden Tag sehen zu müssen. In der Schule gebe ich mir Mühe, dass man es lesen kann, aber meine Notizen sehen oft so aus, dass ich sie oft nicht mal mehr selbst lesen kann.
Wem es so geht wie mir, dem bieten Programme wie OneNote oder einfach ein Word-Dokument für schnelle kleine Notizen eine annehmbare Aternative.
Wo wir gerade mal bei Papier sind: Was haltet ihr von E-Books?
Ich finde sie ganz praktisch, aber ich würde glaube ich niemals auf das Umknicken der Seiten, einen zerfledderten Einband oder dem Geruch neuer Bücher verzichten können. Da sage ich- solange das noch möglich ist- der Technik mannhaft adieu.
"You fail only if you stop writing." -Ray Bradbury
Benutzeravatar
EnglishBreakfast98
NaNo 2013 Gewinner
NaNo 2013 Gewinner
 
Beiträge: 1342
Registriert: 14.05.2013, 07:17
Wohnort: Mission, BC ♥
Blog: Blog ansehen (3)

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Blitzkaiser » 26.05.2013, 14:00

E-Books finde ich toll. Ich besitze selbst einen Kindle und gebe ihn nicht mehr her. Es ist einfach praktisch, mehrere Bücher oder ganze Bibliotheken auf einem kleinen Gerät zu haben. Wenn man Lust auf ein neues Buch hat, lädt man es sich mal eben aus dem Internet. Auch die Akkuleistung von mehreren Wochen spricht für ein solches Gerät.

Umgeknickte Seiten, zerfledderte Einbänder finde ich ehrlich gesagt eklig, genauso Taschenbücher mit einem billigen Einband, die nach ein paar Jahren vergilbt und nicht mehr schön anzusehen sind. Das mit dem Papiergeruch hört man sehr oft als Argument, aber daraus mache ich mir nichts.
Benutzeravatar
Blitzkaiser
NaNo 2013
NaNo 2013
 
Beiträge: 387
Registriert: 11.05.2013, 12:38

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Krümmelmonster » 26.05.2013, 17:18

Die Idee von Ebooks finde ich klasse, aber ich komme mit den Dingern ganz ehrlich nicht klar. Ich hab im Moment den Kindle von meiner Schwester bei mir und irgendwie kann ich mich da nicht richtig auf das Buch konzentrieren, egal wie spannend es auch ist. Aus irgendeinem Grund kann ich.mich bei einem Papierbuch besser konzentrieren. Schade eigentlich, ich finde eigentlich die Idee super eine Bücherei bei sich zu habe.

Zu Notizen am PC oder auf Papier bin.ich geteilter Meinung; meine Notizen, die Charaktere und die ersten ganz ganz groben Übersichten mache ichballe auf Papier. Da finde ich mich einfacher zurecht als am Computer, zumal ich da auch sehr leicht abgelenkt werde von Internet und co. Kürzere Geschichten schreibe ich ebenfalls auf Papier. Ein bestimmtes Notizbuch habe ich nicht, ich nehm das, wae ich gerade habe. Obwohl ich muss gestehen, ich habe mir ein Notizbuch für meine neue Geschichte gekauft, recht günstig für 3 Euro.

Alles was nach dem ganz groben Entwurft kommt schreibe ich am Computer ebenso wie längere spontan Geschichten, meist FanFiction. Da geht es.mir dann darum, sehr schnell sehr viel schreiben zu können ohne dass ich finde, dass es.meinem perfektionistischen Augen nicht genügt.
"Every fairy tale needs a good old-fashioned villain." - Jim Moriarty
Benutzeravatar
Krümmelmonster
 
Beiträge: 76
Registriert: 21.04.2013, 19:50
Wohnort: Aachen

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Badabumm » 26.05.2013, 19:20

Ich habe vor zig Jahren alles auf kariertem A5 handschriftlich mit Tinte geschrieben. Da waren Notebooks noch unbekannt. Heute bereue ich es, denn 1. verblasst es zusehens, 2. wurde meine Handschrift nach Jahren der Abnutzung fast unleserlich und 3. findet sich niemand (mich eingeschlossen), der 2000 Seiten dicht beschriebenes Manuskript (natürlich für lau ;-) eintippen möchte... Danach habe ich Schreibmaschine benutzt, was man eventuell mit einem OCR-Scanner noch hinkriegen würde. Und heute bin ich eigentlich froh, dass es PCs gibt. Faulheit siegt. Ich habe allerdings Rechtschreibkorrektur und Formatierung immer aus, weil mich das nervt.

Zum Korrekturlesen - und da ist man wieder beim Weltschutz - druckt man sich das meist aus (ich schreibe absichtlich nicht Umweltschutz, weil das verniedlicht ist...). Fehler angestrichen, korrigiert und nochmal ausgedruckt - ist so. Aber Papier ist ein Muss; ich finde alle Fehler nur gedruckt, nie am Bildschirm... :oops: Und die Schriftwahl und das Seitenlayout empfinde ich erst als richtig, wenn es vor mir liegt. Schriftgrößen und Lesbarkeit täuschen am Bildschirm ganz schön...

Dieses Verfahren des hundertmaligen Ausdruckens ist leider in Büros und Verlagen verbreitet. Also so gesehen ist das papierlose Büro eine Farce.
.
"Und sowieso wird man Dichter nur durch das Mädchen, das man nicht bekommt."
(Søren Kierkegaard)
Benutzeravatar
Badabumm
 
Beiträge: 676
Registriert: 06.04.2011, 00:53
Wohnort: oben
Blog: Blog ansehen (13)

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon Lykos » 04.11.2013, 22:38

Hi :D
Jacky hat geschrieben:Was tust du um dein Büro zu entmüllen?
Wie schonst du die Umwelt?
Wie kämpfst du gegen den Papierberg?


Es ist nicht übersichtlich, denn meine Notizen verschwinden irgendwann eh.
Es ist nicht umweltfreundlich, weil ich täglich bestimmt ein bis zwei Blätter "verschwende".
Es ist nicht effizient, den ich hab nur ein Exemlar.
Es ist nicht leicht, denn meine Schrift kann ich eh nur zur Hälfte lesen.
Aber ich kann nicht anders. Ich kann ohne Papier nicht denken.
Am Computer drückt man eine Taste. Dann steht das da. Unterschied zwischen I und L? Zwei Zentimeter. Egal was man schreibt, man drückt immer eine Taste. Es wechselt nur die Position.
Beim Bleisitft bewegt man zwar auch nur die Hand, aber die Bewegung unterscheidet sich nicht nur durch ihre Position, sondern auch durch ihre Art. Ich kann so vieles direkter beeinflussen als am Computer.
Auf Papier hatte ich schon hunderte geniale Einfälle (Naja, SOOOO genial waren die jetzt im Nachhinein nicht, aber ihr wisst was ich meine). Am Computer keinen einzigen.
Das liegt vielleicht auch daran, dass ich es nicht versuche. Aber das werde ich auch nicht. Wenn ich eine geniale Idee für eine Burg habe, in der eine Geschichte spielt, sie ist aber zu abstrakt um sie aufzuschreiben - dann zeichne ich sie einfach. Am Computer dauert das viermal so lang und wird nur halb so gut.
Ich kann und will nicht ohne Papier leben.
Dein Umweltbüro in Ehren, Jacky, aber meine Ideen leben im Papier.
Ich muss sie nur finden. Auch wenn es sich ignorant anhört - meine Ideen sind mir die Bäume wert. Besser gesagt den Baum. Ich hab im Netz keine seriöse Rechnung gefunden die auf einen Ertrag von unter 3000 Seiten pro Baum kommt. Das ist mein Verbrauch von acht oder neun Jahren, mindestens. In der Zeit ist das Holz wieder nachgewachsen^^

Lg,
Lykos
Zuletzt geändert von Lykos am 21.01.2014, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Hier geht es zu den Heldenreise-Tutorials
Benutzeravatar
Lykos
Super User
Super User
 
Beiträge: 970
Registriert: 01.10.2013, 21:30
Blog: Blog ansehen (5)

Re: Das papierlose Büro - Eine unbequeme Wahrheit

Beitragvon D1rect0r » 05.11.2013, 12:02

Also das komplett papierlose Büro (welches ja seit Jahrmillionen schon beschworen wird und eigentlich MORGEN schon Realität wird) wird es niemals geben. Also zumindest nicht in einem überschaubaren Zeitraum.

Und ich halte das auch prinzipiell nicht für schlimm. Ein anderes, aber ähnliches, Beispiel hat mich am Anfang der Entwicklung auch total um den Verstand gebracht.
Damals habe ich festgestellt, dass immer mehr Dinge aus Holz gefertigt wurden, die früher aus Kunststoff waren. Und vor allem Holzspielzeug war total in und modern und umweltbewusst.
In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich mich immer gefragt: wie kann das umweltbewusst sein, wenn dafür so viele Bäume gefällt werden? Ich habe eine halbe Ewigkeit gebraucht um zu verstehen, dass die Produktion von Kunststoffen viel umweltschädlicher ist, als einen Baum zu fällen - sofern die Holzproduktion planvoll verläuft, und ich frühzeitig / gleichzeitig auch wieder aufforste...

Was ich damit sagen will ist: Natürlich nutzen wir Papier und sollen es auch nutzen. Das Problem liegt viel mehr in dem verantwortungslosen Abholzen der Wälder.
Wenn wir nicht jedes DIN A4 Blatt sofort wegschmeißen wenn nur ein halber Satz schief aufgedruckt wurde, machen wir im Prinzip alles soweit richtig.
Einfach immer schön sein Gehirn einschalten, dann klappt es auch mit der Umwelt (zumindest im kleinen Rahmen für einen persönlich).

Ich selber nutze auch beides. Notizbücher und PC / Handy / Tablet... Ich habe auch viel zu viel Angst davor, dass die Technik den Geist aufgibt, und alles was ich geschrieben habe verschwunden ist. Trotz mehrerer Sicherheitskopien und Speicherung in einer Cloud etc. :shock:

Zum Thema E-Books:
Finde ich super!
Ich habe zwar in meinem Arbeitszimmer auch eine komplette Wand voll mit Büchern und bin quasi in der Bibliothek von meinem Vater groß geworden. Und ich kaufe mir auch gerne Bücher, egal ob es Taschenbücher sind oder richtig gebundene. Es geht wirklich nichts über den Anblick und/oder das Gefühl.
Aber die Möglichkeit auf einem Reader oder dem Tablet unterwegs Bücher zu lesen und auch zwischen verschiedenen zu springen (was eher bei Sachbüchern passiert, weniger bei Romanen) ist unbezahlbar!

Auch hier halte ich also eine parallele Entwicklung und Nutzung für sinnvoll - und denke, dass es sich so durchsetzen wird in Zukunft.
"Das Leben ist kurz und seine Zeit zu verlieren ist eine Sünde." - Albert Camus
"[...]Letzten Endes wird immer das Schwert von der Feder besiegt!" - Napoleon Bonaparte
D1rect0r
 
Beiträge: 73
Registriert: 10.10.2013, 10:20
Wohnort: Neuss

Vorherige

Zurück zu Schreiben-Lernen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste