Obwohl ich mich recht gut mit dem Computer auskenne (liegt das am Alter und der Zugehörigkeit zur Net-Generation? Hm.), ist Papier unverzichtbar. Das heißt ja nicht, dass man da nicht auch sparsam sein könnte. Mein genauer „Papieraufwand“ für meine Geschichte bis jetzt:
1) 4 volle Notizbücher ca. im A6 Format, das 5. im Gebrauch – der Pappeinband ist da eigentlich der größere Faktor, auch wenn es nicht besonders aufwendig gemacht ist. Doch ein Einband für ein Notizbuch ist ja kaum zu vermeiden, wenn man kein kleines Schulheft nehmen will (aber dann im stehen notieren...

). Selbst wenn man ein „aufwendigeres“ Notizbuch (Moleskine* (hehe

) oder große, gebundene, leere Bücher) hat, muss man sich eigentlich noch keinen so großen Vorwurf machen, oder?
*übrigens: auf der Amazon Seite gibt es einen „Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle (E-Book Anzeigegerät) lesen“ – Link. In wessen Notizbuch man da wohl reinschauen darf...
2) ca. ein liniertes Doppelschulheft, wo ich erste Szenen geschrieben habe. Da halte ich es so wie
katta:
Unmengen Papier verbrauche ich dabei aber auch nicht, da ich beim Korrigieren direkt über meinem Text die Ausbesserungen vornehme und somit nicht wie Leute, die es immer neu ausdrucken für eine Passage mehrere gedruckte Versionen habe.
Da mein Heft einen Rand hat, werden neue Passagen, die noch dazwischen gehören, oft an den Rand geschrieben – auch wenn das sehr klein werden kann und Notizen für diese Nachträge fast unmöglich sind.
3) ein Ausdruck des ersten Kapitels (7 Blätter Papier). Meine allererste Probeleserin (danke Mama) wollte es nicht auf dem PC lesen. Aber per doppelseitigem Ausdrucken (leider entfällt mir immer wieder, wie man das schafft, ohne dass die andere Seite verkehrt herum ist

) spart man immerhin die Hälfte an Papier.
4) 2 Blätter A4-Papier (eine Mind-Map, ein Szenen Überblick)
Damit kann man doch eigentlich leben, oder?
Trotzdem spanne ich den PC fast immer ein. Nicht nur die Geschichte, v.a. meine Notizen werden abgetippt – mit einem Inhaltsverzeichnis, Unterüberschriften und Hyperlinks in Word (hört sich viel komplizierter an, als es ist) kennt man sich dann auch noch in einem knapp 70-Seiten Dokument noch gut aus und kann schnell hin und her springen. Den Charakterbogen habe ich größtenteils komplett am PC entworfen, als Orientierung brauche ich sowieso den Charakterkurs – und den gibt’s nur am Computer (ganz ausdrucken kommt nicht wirklich in Frage, oder?)
Trotzdem, selbst wenn man 10-Finger schreiben kann (seeehr parktisch): das Abtippen dauert ein Weilchen. Abhilfe können da Diktierprogramme wie Dragon Dictation schaffen, das man beim Wettbewerb für das 5-jährige Jubiläum der Schreibwerkstatt gewinnen konnte. Das war zwar „vor meiner Zeit“ hier, aber ich habe die entsprechende Version für den IPod touch. Sehr schöne Idee, wirklich. Das Programm funktioniert auch so wie es soll, aber ist noch nicht ganz auf dem Höchststand: Es dauert sehr lange, bis das Gesagte verarbeitet ist und viele Wörter sind unbekannt. Aber es gibt noch andere Alternativen:
Lenna hat geschrieben:
...durch so ein Leseprogramm geschickt, wenn ich ordentlich geschrieben habe.
Leseprogramm? Also erkennt das Programm die Handschrift und speichert das als Text? Wo gibt es sowas? Das will ich unbedingt ausprobieren !
Auf jeden Fall nehme ich immer einen USB-Stick mit in den Urlaub und suche mir dann dort einen Pc..
Das lohnt sich sicher auch. Zwar gibt es bei mir im Urlaub kaum Computer, aber wenn... Dazu passt ein Tipp von mir: Falls ihr zufällig ein Gerät (Handy, Mp3-Player, was auch immer) habt, das einen passablen Bildschirm und die entsprechende Funktion hat: Warum nicht einen Entwurf der Geschichte/Notizen/Plots/Mind-Maps/.../ darauf speichern? Unterwegs oder beim draußen sitzen (v.a. wenn man keinen Laptop hat) kann man dann das Gewünschte aufrufen und „nachschlagen“. In meinem Fall ein Programm für den IPod touch (App), das Word- (o.ä., hab ich aber noch nicht probiert) Dokumente anzeigen kann**. Leider dauert es ein wenig, bis größere Dokumente angezeigt oder durchgeblättert werden können und auch das „springen“ im Text geht nicht. Aber es ist allemal um Längen besser, als alle vollen Notizbücher überallhin mitzunehmen und raten zu müssen, wo ich genau diesen einen Punkt notiert habe – im Dokument sind alle Ideen nämlich schon geordnet, da weiß ich, wo alles steht.
**
Das App ist umsonst und falls es jemanden interessiert, schreibe ich gern den Namen dazu. Aber wenn’s keiner will wäre es ja bloß überflüssige Schleichwerbung (Dragon Dictation gab’s ja schon hier in der Schreibwerkstatt), das extra zu erwähnen.Fazit: Papier kann man schon nehmen, man muss es nur nicht übertreiben.
Lenna hat geschrieben:
Lieber schalte ich im Sommer die Heizung aus und nutze Energiesparlampen
Das ist womöglich sogar noch besser, wenn man sich das vernünftig angewöhnt. Auf Papier verzichten kann ja nicht die einzige - oder gar beste - Möglichkeit zum Umweltschutz sein, oder?
Liebe Grüße, Zauberzunge
