Im Boot des Traums

Surreales, Experimentelles und alles was sonst nirgends rein passt.

Im Boot des Traums

 
Im Boot des Traums

Ich fahre im Boot des Traums,
Auf dem Fluss der Liebe,
im Licht der Hoffnung,
durch den Dunst der Sehnsucht,
hinein in die Schatten der Angst.

Das ist ein kleines, experimentelles Gedicht von mir. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich es so schlecht enden lassen soll. Vielleicht vertausche ich die Zeilen noch... Dann sähe das so aus:

Ich fahre im Boot des Traums,
auf dem Fluss der Liebe
im Schatten der Angst,
durch den Dunst der Sehnsucht,
hinein in das Licht der Hoffnung.

Welche Version gefällt euch besser? Was würdet ihr kritisieren?
Bitte kommentiert!

LG Meggie

von Meggie

Re: Im Boot des Traums

 
Welche Version mir besser gefällt? :P
Hier ist das schon ein bisschen krass gehalten, weil das erstere Ende extrem positiv und das zweitere extrem negativ ist.
Wie willst du es denn ausgehen lassen madame?
Ist wohl ne Stimmungssache. Du musst dir also klramachen welches Gefühl du ausdrücken möchtest.
Ich persöhnlich finde ja die erste Version besser, aber ich bin auch ein Pessimist^^

Du wolltest hier wohl ein kleines Metapherfeuerwerk starten, hm?
Da du es wirklich in jedem Vers konsequent durchziehst, kann man es als eigenen Charme bezeichnen, sonst wäre es tatsächlich etwas schwülstig geworden.

Du hast ja 5 abstrakte Überbegriffe:
Traum, Liebe, Hoffnung, Sehnsucht, Angst
Ich würde (natürlich alles rein subjektiv) diese Begriffe als eine Art Abfolge anordnen.
Besonders schön finde ich: Traum, Hoffnung, Sehnsucht, Liebe, Angst
Eine Art Werdegang der Gefühle also.

Ach und zum letzten Kommi:
Das Metrum (dt. Versmaß) ist der individuelle Takt.
Du hast vielleicht schomal was vom Jambus, Trochäus und den ganzen (2) anderen gehört^^
Setzt sich im deutschen aus einer speziellen Reihenfolge von betonten und unbetonten Silben zusammen. Ich hab da auch so meine Probleme beim erkennen.

Allerliebste Grüße,
Monsieur Phil

von Sturmflut

Re: Im Boot des Traums

 
Salut Monsieur.
Vielen Dank für dein Kommi.
Von Trachäus und dem andern hab ich noch nix gehört aber ich hab schon verstanden. :D Also ganz ehrlich mir gefällt das erste auch am besten. Ich versuchs jetzt mal nach deinem Werdegang der Gefühle:

Ich fahre im Boot des Traums,
Im Licht der Hoffnung,
durch den Dunst der Sehnsucht,
auf dem Fluss der Liebe,
hinein in die Schatten der Angst.

Meine Bedenken: Wenn ich dich erste Zeile gelesen hab, frage ich mich Wo fährt das Boot? Deshalb hatte ich die Liebe als zweite Zeile. Außerdem frag ich mich warum ich mir denn Hoffnungen mache? Es ist doch alles gut oder nicht? Was meinst du oder ihr?

Metapherfeuerwerk ist glaub ich ein gutes Wort für das Gedicht. :lol: Aber das hab ich öfter...
Ich hab dazu mal ein Bild gemalt, aber anstelle von "Traum" "Ich".
Links im Bild hab ich es blau gemalt, unten schwarz, rechts grün, oben rot und in der Mitte gelb und das ist dann in die anderen Bereiche "reingewuchert". Wie die Strahlen der Sonne. In die einzelnen Bereiche hab ich dann mit Feder Sehnsucht, Angst, Hoffnung, Liebe und Ich geschrieben. Das Bild hängt an der Wand. :wink:

von Meggie

Re: Im Boot des Traums

 
Hey Meggie,

obwohl die duster endende Fassung auch ihre Berechtigung hat, kann ich mich mit der Hoffnungsvollen eher anfreunden. Das auch, weil ich allen wünsche, dass mehr Hoffnung und Licht, als ungestillte Sehnscht und Finsternis in ihrem Leben ist.

Zur Geststaltun hab ich immer ein Problem wenn ein Satz oder gar ein Gedicht mit "ich" beginnt. Sicher, es ist nicht falsch, aber mir ist es lieber, anders zu beginnen. Lass dir einen Vorschlag machen, auch für die vierte Zeile:

Das Boot des Traumes schwimmt mit mir (Ich fahre im Boot des Traums,)
auf dem Fluss der Liebe,
im Schatten der Angst,
durch der Sehnsucht Dunst, (durch den Dunst der Sehnsucht,)
hinein in das Licht der Hoffnung.

Liebe Grüße vom Einsiedler

von Einsiedler

Re: Im Boot des Traums

 
Hallo Einsiedler!
Vielen Vielen Dank für dein Kommi! Also zu deiner Version muss ich sagen, dass ich mir gut gefällt. Allerding hört sie sich garnicht nach mir an. Also deshalb hier meine neue Version.

Im Boot des Traums fahrend
überquere ich den Fluss der Liebe,
hinaus aus den Schatten der Angst
und dem Dunst der Sehnsucht,
hinein in das Licht der Hoffnung.

Wie gefällt euch das? Es ist nicht mehr so eintönig wie meine erste Version...

LG Meggie

von Meggie

Re: Im Boot des Traums

 
Hallo Meggie,

so viel habe ich doch gar nicht verändert und trotzdem soll es so sein, dass es dein Gedicht bleiben soll, drum hab ich absolut kein Problem, wenn du es so schreibst, wie du es empfindest. Deine Neufassung gefällt mir durchaus, doch wenn du es nur geringfügig veränderst, dann gefällt mir einiges aus er ersten Fassung besser, drum schreib ich es einfach noch mal so her, wie ich es besser finde.
So hast du es jetzt:
Im Boot des Traums fahrend
überquere ich den Fluss der Liebe,
hinaus aus den Schatten der Angst
und dem Dunst der Sehnsucht,
hinein in das Licht der Hoffnung.


Mir war es irgendwie wichtig, dass "ich" nicht am Anfang steht, ansonsten finde ich deinen knappen Text sehr gut, darum dieser Vorschlag und du macht bitte draus, was dir zusagt.

Im Boot des Traums fahre ich
auf dem Fluss der Liebe
im Schatten der Angst,
durch den Dunst der Sehnsucht,
hinein in das Licht der Hoffnung.

Liebe Grüße vom Einsiedler

von Einsiedler

Re: Im Boot des Traums

 
Hallo Meggie

Deine neue Version finde ich wirklich sehr schön.
Schon die ersten beiden haen mir gut gefallen, wobei die negative Version ein Problem hatte: Zuvor gab es nur positive Assoziation (Traum,Liebe,Hoffnung,Sehnsucht). Angst war hier irgendwie fehl am Platz.

Den Vorschlag von Einsiedler deine jetzige Version nochmal abzuändern, finde ich nicht so gut, bzw. die Art, wie er es abändern will. Ganz einfach aus einem Grund:
im Schatten der Angst,
klingt ziemlich negativ und sticht sich, meiner Meinung nach mit
hinein in das Licht der Hoffnung
.
Deshalb mein Rat: lasse deine Version ruhig so, wie sie jetzt ist, so finde ich sie perfekt:-)

von E-M O

Re: Im Boot des Traums

 
Hallo E-M O,
vielen Dank für deinen Kommentar! Findest du, dass Sehnsucht ein schönes Gefühl ist? Für mich ist es kein besonders angenehmes Gefühl, weil ich oft drohe an sehnsucht zu ersticken. Sie nimmt mir die Luft ohne die ich nicht weiterleben kann. Mit Hoffnung ist das ähnlich. Sobald ich etwas ganz doll hoffe, setzt mein Verstand ein und die ersten Zweifel trteten auf. Mein Verstand lässt sich eben nicht einfach so abschalten. Also ist Hoffnung immer verbunden mit Zweifel und Zweifel lassen mich wanken, machen mich unsicher... Also und ANgst...keine Frage Angst ist ein schreckliches Gefühl aber genauso notwendig wie Sehnsucht, Liebe, Hoffnung und Träume, ohne die man nicht überleben könnte. Verstehst du was ich meine?
Ich hoffe es... :D

Aber ich muss dir recht geben. Meine neue Version gefällt mir auch ganz gut. Vielleicht bekomme ich ja noch einige andere Meinungen dazu.

LG Meggie

von Meggie

Re: Im Boot des Traums

 
Ja natürlich verstehe ich, was du meinst!
So ist das nunmal mit Gefühlen,

Sehnsucht ist natürlich nicht unbedingt Nummer eins auf der Liste der beliebtesten Gefühle, und doch muss ich sagen, dass ich die Sehnsucht irgendwie mag. Sehnsucht treibt an, schafft Träume, lässt hoffen und kann auch eine unbendige Vorfreude erschaffen.
Hoffnung sehe ich wirklich rein positiv. Sie ist das, was uns weitermachen lässt, was uns stark macht. Hoffnung ist der Glaube daran, dass alles gut wird, an ein Happy Ending.

Ich hatte nunmal das Gefühl, dein Gedicht wäre aufbauend und irgendwie ein bisschen wie das Lichtlein, das irgendwo blinkt, dass der Abschluss mit der Angst jede Hoffnung und auch Sehnsucht zunichte hätte machen können.

Aber wie gesagt: Ich finde das Gedicht wirklich schön!!!

Eva

von E-M O

Re: Im Boot des Traums

 
Hallo Eva!
Aber die Angst lässt doch gerade hoffen und ist doch auch ein Auslöser für Sehnsucht. Ebendeshalb macht sie ja die anderen Gefühle nicht zunichte.

LG Meggie

von Meggie

Re: Im Boot des Traums

 
Oh, ich meinte nicht, dass die anderen Gefühle zunichte gemacht werden!
Ich fand deine Verse zunächst so wunderbar aufbauend. Wie ein kleiner Rettungsanker. Und die Angst erinnerte daran, dass das Seil des Ankers auch reißen kann.

Natürlich lässt die Angst uns auch hoffen, doch in erster Linie hoffen wir dann ja, das etwas nicht geschieht.

von E-M O

Re: Im Boot des Traums

 
Achso. Nadann is ja alles klar! :D
Aber ich nehm gerne noch ein paar Vorschläge an. 8)

LG Meggie

von Meggie