Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

High Fantasy, Low Fantasy

Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Erster

Ich komme leider mit dem Rest des Kapitels noch nicht so recht voran. Ich wollte es noch verlängern, finde aber keine Zeit dazu. Um die Wartezeit zu verkürzen, hier schonmal Teil 1 :-D

Albträume

Katja fror furchtbar, als sie erwachte. Ohne genau zu wissen, was sie in der Nacht gequält hatte, wusste sie, dass sie schlecht geträumt hatte.
Müde tastete sie nach der Schlummertaste des Weckers. Einmal noch, einmal die Müdigkeit fortdösen. Aber es war schon so spät, sie konnte nicht noch einmal weiterschalten. Katja erschrak, als sie die Uhrzeit erkannte. Schon kurz vor sieben, um halb acht begann die Schule!
Obwohl Eile angesagt war, stand sie langsam auf. Mit dem rechten Bein zuerst. Das war albern, aber Katja tat es jeden Morgen. Ihre Mutter hatte immer gesagt, man müsse in Ruhe und mit dem richtigen Fuß aufstehen, dann würde es immer ein schöner Tag, denn irgendetwas schönes gab es immer. Eine Welle von Trauer preschte durch Katjas Körper, als sie sanft mit dem Zeigefinder über das schwarz gerahmte Portrait auf ihren Nachttisch strich. Dann lauschte sie. In der Wohnung war es still. Kirsty war schon zur Arbeit gegangen. Am Kühlschrank würde wieder der pinke Post-it-Zettel prangen: "Frühstücken, Katja!". Doch Katja hatte keine Lust. Eigentlich hätte sie auch keine Lust gehabt, zur Schule zu gehen, wenn Krister nicht wäre. Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte. Zu schade, dass niemand je von ihr und Krister erfahren würde. "Ausgerechnet Katja", würden sie sagen. "Was hat die schon?"
Zehn Minuten später pappte Katja die rosafarbene schwesterliche Ermahnung an den Apfel, von dem sie zweimal auf dem Weg vom Bad zum Kleiderschrank abgebissen hatte, und warf ihn in den Vorgarten des Nachbarhauses. Was musste Kirsty sie auch behandeln wie ein kleines Kind?
Es war schon fast viertel nach sieben und um diese Zeit war sie mit Krister verabredet. Und der konnte Unpünktlichkeit nicht... Katja prallte erschrocken zurück, so plötzlich war der Mann vor ihr aufgetaucht. Sicher hatte sie wieder geträumt, und das, wo sie es eilig hatte...
Der Mann war jung und sehr groß. Er trug einen flatternden Ledermantel und sein schwarzes Haar fiel seidig glänzend über seine Schultern. Und dort saß ein braun-weißes Frettchen, das erschrocken fiepte. "Ganz ruhig!", murmelte er und streichelte das Tier. Für Katja hatte er nicht mehr als ein unbeteiligtes "Entschuldigung!" übrig, dann ging er mit großen Schritten an ihr vorbei. Ein eigentümlicher Geruch wehte Katja in die Nase. Nach Kräutern und Vanille, Leder, nach Moschus und... Schwefel? Sie brauchte einen Moment bis sie sich von dem Schreck erholte und bemerkte, dass sie der wunderlichen Gestalt noch immer nachstarrte.

von Nigromantia

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Hi Nigromantia

Dann leg ich mal los^^

Nigromantia hat geschrieben:Ohne genau zu wissen, was sie in der Nacht gequält hatte, wusste sie, dass sie schlecht geträumt hatte.

Ich habe diesen Satz dreimal durchlesen müssen bevor ich ihn verstanden hatte. Mich stören hier vorallem die zwei "hätte". Ich denke du könntest das noch umschreiben. Vielleicht würde er sich auch besser anhören, wenn du ihn in zwei Sätze teilen würdest.
Nigromantia hat geschrieben:Müde tastete sie nach der Schlummertaste des Weckers. Einmal noch, einmal die Müdigkeit fortdösen. Aber es war schon so spät, sie konnte nicht noch einmal weiterschalten. Katja erschrak, als sie die Uhrzeit erkannte.

Wenn sie nach den Wecker tastet gehe ich mal davon aus, dass es noch dunkel in ihrem zimmer ist. Du sagst auch gar nicht, dass zu den Wecker schaut. Deshalb ist es etwas seltsam, dass sie die Uhrzeit auf einmal erkennt, finde ich.
Nigromantia hat geschrieben:Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte.

Den Satz habe ich nicht wirklich verstanden.
so das sind jetzt so ziehmlich alle Sachen die ich jetzt so gesehen habe. Was mit noch aufgefallen ist, du scheinst den Nuchstaben "K" sehr zu mögen^^(Katja,Kirsty,Krister)
Noch dazu ist mir aufgefallen, dass viele deiner Sätze für mich persönlich viel zu lang sind. Ich weiß nicht wie das andere Sehen, aber aus meiner Sicht solltest du besonders darauf noch mal achten. Was ich bis jetzt gelesen habe hat mir gefallen und ich hoffe, dass du bald mehr reinstellen wirst. Rechtschreibfehler habe ich jetzt nicht gefunden.(Aber in Deutsch bin ich eh nicht die beste.)

Lg und viel Spaß noch beim schreiben

Aldena

von Aldena

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Hallöchen Nigromantia!

Zuerst einmal das positive! Der Anfang deiner Geschichte macht schon mal Lust auf mehr. :P

Allerdings habe ich auch die eine oder andere Sache auszusetzten.
Fangen wir mir dem Anfang an. Um die Kritik von Aldena aufzugreifen, was die Sache mit der Uhrzeit angeht. Mein Vorschlag dazu:
"Nachdem sich ihr Blick endlich soweit geklärt hatte, dass sie die Uhrzeit erkennen konnte, erschrak sie heftig. Es war ja schon kurz vor sieben! Um halb acht begann die Schule."
Nigromantia hat geschrieben:Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte.

Diesen Satz habe ich auch nicht verstanden, muss ich zugeben.
Und warum würden ihre Schulkameraden nichts von ihr und Krister erfahren? Hier würde ich schon noch ein bisschen mehr ins Detail gehen.
Nigromantia hat geschrieben:Zehn Minuten später pappte Katja die rosafarbene schwesterliche Ermahnung an den Apfel, von dem sie zweimal auf dem Weg vom Bad zum Kleiderschrank abgebissen hatte, und warf ihn in den Vorgarten des Nachbarhauses.

Warum bitteschön pappt sie den Zettel an den Apfel und wirft ihn in den Gartes des Nachbarhauses? Das ergibt auch irgendwie keinen Sinn.
War sie frustriert? Dann lass sie den Zettel zerknüllen und in den Papierkorb werfen. Und wenn du sie den Apfel wirklich in den Nachbargarten werfen lassen willst, dann muss Katja schon einen triftigen Grund dafür haben. Sind die Nachbarn blöd, verreist, spießig, auf der Arbeit?; oder sonst eine Erklärung warum sie den Apfel ausgerechnet dorthin wirft.
Wenn sie keinen triftigen Grund dafür hat, dann schreib zum Beispiel: Gedankenverloren biss sie noch einmal in den Apfel, als sie das Haus verließ und warf ihn dann über den Zaun in den Vorgarten der Nachbarn, ohne wirklich zu realisieren was sie da tat.

Wie du hier sicherlich auch erkennen kannst, schließe ich mich der Kritik über deine Satzlänge nicht an. Lange Sätze erhöhen den Lesefluss, aber du musst natürlich darauf achten, dass du dich nicht verzettelst. Dies scheint bei dir mehrfach der Fall gewesen zu sein. Bedenke, dass du dem Leser so genau wie möglich beschreiben solltest, was du vor einem geistigen Auge siehst, ohne dabei den natürlichen Lauf der Dinge zu verkomplizieren.

Versuche das noch in den Griff zu bekommen, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Ich hoffe ich habe dir ein wenig helfen können.
Grüße Jingles

von Jingles

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Es geht weiter. Dann leg ich mal los.



Nigromantia hat geschrieben:
Albträume

Aber es war schon so spät, sie konnte nicht noch einmal weiterschalten.

Was weiterschalten ? Den Wecker? Oder meintest du soetwas wie weiterschlafen, weiterdösen ? Sorry, wenn ich die einzige bin, die das nicht verstanden habe. :?

Katja erschrak, als sie die Uhrzeit erkannte. Schon kurz vor sieben, um halb acht begann die Schule!
Obwohl Eile angesagt war, stand sie langsam auf. Mit dem rechten Bein zuerst. Das war albern, aber Katja tat es jeden Morgen. Ihre Mutter hatte immer gesagt, man müsse in Ruhe und mit dem richtigen Fuß aufstehen, dann würde es immer ein schöner Tag, denn irgendetwas schönes gab es immer. Eine Welle von Trauer preschte durch Katjas Körper, als sie sanft mit dem Zeigefinder über das schwarz gerahmte Portrait auf ihren Nachttisch strich.

Wieso trauert sie denn ?

Dann lauschte sie. In der Wohnung war es still. Kirsty war schon zur Arbeit gegangen. Am Kühlschrank würde wieder der pinke Post-it-Zettel prangen: "Frühstücken, Katja!". Doch Katja hatte keine Lust. Eigentlich hätte sie auch keine Lust gehabt, zur Schule zu gehen, wenn Krister nicht wäre. Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte. Zu schade, dass niemand je von ihr und Krister erfahren würde. "Ausgerechnet Katja", würden sie sagen. "Was hat die schon?"
Zehn Minuten später pappte Katja die rosafarbene schwesterliche Ermahnung an den Apfel, von dem sie zweimal auf dem Weg vom Bad zum Kleiderschrank abgebissen hatte, und warf ihn in den Vorgarten des Nachbarhauses. Was musste Kirsty sie auch behandeln wie ein kleines Kind?
Es war schon fast viertel nach sieben und um diese Zeit war sie mit Krister verabredet. Und der konnte Unpünktlichkeit nicht... Katja prallte erschrocken zurück, so plötzlich war der Mann vor ihr aufgetaucht. Sicher hatte sie wieder geträumt, und das, wo sie es eilig hatte...
Der Mann war jung und sehr groß. Er trug einen flatternden Ledermantel und sein schwarzes Haar fiel seidig glänzend über seine Schultern. Und dort saß ein braun-weißes Frettchen, das erschrocken fiepte.

Ich stell mir jetzt bildlich Staubfinger vor, von Tintenherz. Wie stellst du dir den Mann vor ?


"Ganz ruhig!", murmelte er und streichelte das Tier. Für Katja hatte er nicht mehr als ein unbeteiligtes "Entschuldigung!" übrig, dann ging er mit großen Schritten an ihr vorbei. Ein eigentümlicher Geruch wehte Katja in die Nase. Nach Kräutern und Vanille, Leder, nach Moschus und... Schwefel? Sie brauchte einen Moment bis sie sich von dem Schreck erholte und bemerkte, dass sie der wunderlichen Gestalt noch immer nachstarrte.


Bin gespannt wie es weitergeht.

LG Nanu

von Nanu

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Liebe Aldena, Liebe(r) Jingles, Liebe Nanu,

vielen Dank, dass ihr meinen Text gelesen habt. Leider komme ich erst jetzt dazu, zu antworten. (Eigentlich hab ich jetzt auch keine Zeit^^ aber Lust *g*)

Wenn sie nach den Wecker tastet gehe ich mal davon aus, dass es noch dunkel in ihrem zimmer ist. Du sagst auch gar nicht, dass zu den Wecker schaut. Deshalb ist es etwas seltsam, dass sie die Uhrzeit auf einmal erkennt, finde ich.


Nein, sie macht einfach die Augen nicht auf ;-)
Ich gucke mal, wie ich das irgendwie noch einbringe, wenn ich es überarbeite...

Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte.



Den Satz habe ich nicht wirklich verstanden.
[/quote]

:oops: :oops: :oops: Das könnte damit zusammenhängen, dass ich vergessen habe, den Prolog zu verlinken. Sollte ich vielleicht mal tun, oder? ^^ Entschuldigung!

Warum bitteschön pappt sie den Zettel an den Apfel und wirft ihn in den Gartes des Nachbarhauses? Das ergibt auch irgendwie keinen Sinn.


Weil sie sich über die schwesterliche Ermahnung ärgert. Weil sie trotzig und patzig ist, bei Eltern oder Geschwistern ist man das manchmal noch im wesentlich höheren Alter *g*
Weil sie läuft und gerade da vorbeikommt, wirft sie ihn in diesen Garten. Warum nicht? Meinst du die Leute interessieren sie?

Ich hoffe ich habe dir ein wenig helfen können.


Ja, das hast du auf jeden Fall. Danke nochmal. Aber bist du mir böse, wenn ich dir eine Kleinigkeit sage? Deine Art der Kritik - oder des Herangehens - finde ich sehr gut. Du setzt dich wirklich mit den Texten auseinander, das sieht man. Aber dürfte ich dich bitten, etwas freundlicher zu sein? Ich kenne das, man schreibt sich so rein, und zack! zack! kommt eins nach dem andern, und es dauert einen guten Kommentar zu schreiben, und man möchte fertig sein. Nur kommt es ein bißchen kommandohaft rüber. Ich hoffe, du verstehst mich jetzt nicht falsch, inhaltlich hast du mir wirklich sehr geholfen und ich bin dir auch echt dankbar. Aber das ist mir so aufgefallen... (ich weiß, ich bin auch kein Engel)

Wieso trauert sie denn ?


Um ihre Mutter? Ich habe doch geschrieben "hat immer gesagt", ich dachte, das würde es ausdrücken, ohne dass ich es extra sagen muss. hm...

Ich stell mir jetzt bildlich Staubfinger vor, von Tintenherz. Wie stellst du dir den Mann vor ?


:mrgreen:
Also, Finnsten ist sehr lang und sehr dünn. Seine schwarzenHaare glänzen ganz unnatürlich, eben wie seide, vorne rechts ist eine weiße Strähne, und er trägt immer schwarze Klamotten. Er hat dunkelblaue Augen mit einem Stich ins Violette.

Frettchen gibt es in verschiedenen Farbvarianten. Dieses ist braun, mit einem weißen Gesicht mit einer braunen "Maske". Ich glaube, "Iltis" heißt diese Farbgebung.

Staubfinger ist älter als im Film, geht schon auf die vierzig zu, stoppelbärtig ein wettergegerbtes, narbiges Gesicht, mit mittelblonden, stumpfen, fransigen Haaren und immer ein bißchen staubig/ungepflegt (so männlich-ungepflegt, nicht eklig-ungepflegt). *g* Ich mag ihn wesentlich lieber als Mo, der ist mir zu glatt, ist eines der wenigen Bücher, wo mir eine Nebenfigur wirklich lieber ist als die Hauptfigur.

Gwin ist ein (gehörnter) Marder. Marder sind braun bis braunschwarz. Im Film wurde er allerdings von einem Frettchen dargestellt. Meistens spielen Fretts in Filmenweil die sehr verspielt sind und deshalb auch sehr gut trainierbar. (wie auch beim "Goldenen Kompass")

Eigentlich habe ich sogar überlegt, Finnsten auf dem Marktplatz Feuer spucken zu lassen, dann (!) aber fiel mir Staubfinger wieder ein. Da dachte ich: das schreibst du lieber nicht.
Es gibt allerdings noch die Frett-Connection. Seit TH finde ich die Viechs so cool (also marderartige allgemein). Mein Freund hat mir mal ein Ikea-Stofftier-Frettchen geschenkt. Das heißt Gwin, nach Tintenherz, aber Aussehen von diesem Frett hier habe ich vom Kuschelfrett geklaut. Soviel zu Tintenherz ;-)

von Nigromantia

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Na, dann will ich mich mal wieder einführen:

Katja fror furchtbar, als sie erwachte. Ohne genau zu wissen, was sie in der Nacht gequält hatte, wusste sie, dass sie schlecht geträumt hatte.


Müde tastete sie nach der Schlummertaste des Weckers. Einmal noch, einmal die Müdigkeit fortdösen. Aber es war schon so spät, sie konnte nicht noch einmal weiterschalten. Katja erschrak, als sie die Uhrzeit erkannte. Schon kurz vor sieben, um halb acht begann die Schule!


"Einmal noch" klingt, als hätte sie an diesem Tag bereits mehrfach die Schlummertaste betätigt. Zwischen den bösartigen Weckattacken liegt sowenig Zeit, das sie wohl kaum die oben genannten Träume hatte. Wenn sie das erste mal erwachen sollte, stellt sich mir die Frage, warum sie so spät dran ist. Eine kleine Überarbeitung an einer der beiden aussagen dürfte aber helfen, um die Logik wieder herzustellen.

Eine Welle von Trauer preschte durch Katjas Körper, als sie sanft mit dem Zeigefinder über das schwarz gerahmte Portrait auf ihren Nachttisch strich.


klingt für mich, als wäre ihre Mutter erst vor kurzem dahingeschieden. Ist dem so? ansonsten dürfte "preschen" evtl nicht ganz angebracht sein.

Zehn Minuten später pappte Katja die rosafarbene schwesterliche Ermahnung an den Apfel, von dem sie zweimal auf dem Weg vom Bad zum Kleiderschrank abgebissen hatte, und warf ihn in den Vorgarten des Nachbarhauses. Was musste Kirsty sie auch behandeln wie ein kleines Kind?
[/quote][/quote]

Kann ich mir irgenwie nicht so ganz vorstellen. Sie hat es eilig, nimmt aber extra den post-it mit, um ihn an den angebissenen Apfel zu kleben, den sie dann in den Vorgarten des Nachbarhauses wirft?

von DarkTinky

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Hallo Dark Tinky,

erstmal entschuldige bitte, dass ich mich jetzt erst melde, aber ich habe, immer wenn ich an deinen Beitrag gedacht habe, geglaubt, ich hätte ihn schon beantwortet. (in Gedanken? Im Traum? ;-) )

Vielen Dank für deine Kritik.

Ich träume oft zwischen den "Weckattacken" (schönes Wort^^). Allerdings nur, wenn der Rhytmus auf neun/zehn Minuten gestellt ist, bei fünfen funktioniert es nicht. Gerade morgens hat man ja seine "Traumphase". Meist wird man aus reiner Gewohnheit nicht richtig wach und kann dann weiterträumen. Dann wird das davor, im richtigen Schlaf geträumte undeutlicher bis vergessen.
Dass das irgendwie unklar sein könnte, hatte ich nicht bedacht. Ich werde sehen, wie ich es ändern kann.

Katjas Mutter ist bereits fünf Jahre vor dieser Episode verstorben. Da war sie erst dreizehn. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich es wäre, meine Mutter zu verlieren. Das ist in jedem Alter und in jeder Lebensphase sicher ein schrecklicher Verlust. Man wird wahrscheinlich oft an Phasen, wo man denkt, wäre sie jetzt da. Im positiven wie im negativen.
Ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass man verstorbene auch nach 5 Jahren nicht aus dem Kopf bekommt, außer man verdrängt es mit Gewalt. Ich habe festgestellt, dass jeden Tag ein bewußter Gedanke, oder aber auch ein unwillkürlicher, mindestens einmal auftaucht. Und ab und an, natürlich seltener als am Anfang, kommt immer noch diese Verzweiflung.
Aber wahrscheinlich ist da jeder anders. Vielleicht wäre es ein Kompomiss zwischen deiner und meiner Sicht der Dinge, etwas einzufügen wie: überraschend, unvorhergesehen?

Ja, der Post-it. Das war so eine spontane Idee, um ihren Trotz und ihre Wut darzustellen, aber irgendwie scheint das keiner zu verstehen. Ich habe gedacht, dass sie ihn in Gedanken einsteckt oder das Gefühl hat, ihn mitnehmen zu müssen, um ihrer Schwester den Eindruck zu vermitteln, sie hätte gegessen (ihn eigentlich zum Müll bringen will aber in der Eile/ in Gedanken eingesteckt hat). Ich muss noch drüber nachdenken, aber ich trenne mich so ungern von der Apfelstelle :-D

von Nigromantia

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Hallo,

nachdem mir der Prolog schon gefallen hat, hab ich nun auch mal den nächten Teil gelesen. Hier meine Kommentare:

Katja fror furchtbar, als sie erwachte.

Du scheinst ein glückliches Händchen mit Anfängen zu haben. Ich finde diesen hier genial.
- 1. Wort: Katja. Ui das war doch die vermisste Person! Das drängt einen natürlich schon weiter zu lesen. Und das schon beim 1. Wort. Klasse!
- Zeitsprung zurück. 1. lässt du dadurch den Leser mehr wissen als die Figuren, was schon mal Spannung - Suspense - erzeugt, und 2. hast dus geschafft den Zeitsprung selbsterklärend zu machen. Ohne ein "zwei Wochen früher" oder so künstlich einzufügen. Gut!

Die Frage ist jetzt: Warum friert sie? Hat sie das Fenster aufstehen? Warum? Macht sie das so (manche schlafen nur mit offenem Fenster)? Ist sie vielelicht krank? Oder hat sie im Schlaf die Bettdecke aus dem Bett geworfen? Vielleicht aufgrund eines Albtraums?

Ohne genau zu wissen, was sie in der Nacht gequält hatte, wusste sie, dass sie schlecht geträumt hatte.

Das würde ja wunderbar zur Bettdeckentheorie passen...

Müde tastete sie nach der Schlummertaste des Weckers.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt vielleicht ein bisschen zu kleinlich bin, aber der Satz hat meine Assoziationen gedreht. "Frieren" und "schlecht geträumt" erwecken in mir eher unbehagliches Gefühl. Ich stelle mir Katja in der Situation eher schlecht gelaunt vor. "Müde" und gerade die "Schlummertaste" verbinde ich hingegen eher mit dem warmen Bett, mit Trägheit und Verträumtheit. Für mich eher positiv und so erscheint mir Katja auch auf einmal eher schläfrig als schlecht gelaunt. Ich weiß nicht, wie es anderen geht. Das waren jedenfalls meine Assoziationen.

Katja erschrak, als sie die Uhrzeit erkannte. Schon kurz vor sieben, um halb acht begann die Schule!

Bei denen fängt die Schule aber früh an.

Eine Welle von Trauer preschte durch Katjas Körper, als sie sanft mit dem Zeigefinder über das schwarz gerahmte Portrait auf ihren Nachttisch strich.

- Auch mir war nicht klar, dass sie um ihre Mutter trauert. Im Gegenteil: Für mich war es ein Rätsel. Find ich also nicht unbedingt negativ, dass es nicht klar ist.
- "Welle" und "preschen" hat für mich etwas stürmisches. Das passt aber nicht ganz in die verschlafene Situation. Wie wärs mit "Ein Hauch von Trauer ergriff Katja, als...".

Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte.

Ich hab den Prolog gelesen, verstehe den Satz aber trotzdem nicht. Schon grammatikalisch hab ich ne Zeit lang gebraucht um herauszufinden, was gemeint sein könnte: Krister ist der Unterschied zwischen Katja und deren Schulkamerad(inn)en? Das ist zumindest das, was ich grammatikalisch erklären kann. Ich schlage mal vor, du formulierst das irgndwie um...

Zu schade, dass niemand je von ihr und Krister erfahren würde.

Warum? Ein Rätsel?

Zehn Minuten später pappte Katja die rosafarbene schwesterliche Ermahnung an den Apfel, von dem sie zweimal auf dem Weg vom Bad zum Kleiderschrank abgebissen hatte, und warf ihn in den Vorgarten des Nachbarhauses.

Auch ich bin mit dieser Szene nicht ganz glücklich. Auf mich wirkt diese Szene ganz und gar nicht so, als wäre Katja, schlecht gelaunt und patzig. Im Gegenteil: Ich finde sie hier eher ein wenig verpeilt, schusselig, ähm... so irgendwie trödelnd hektisch.
- die "schwesterliche Ermahnung" lässt mich schmunzeln
- das Zettel auf Apfel pappenlässt sie mir näckisch erscheinen
- das zweimalige Abbeißen zeigt ihre gelassene Hektik
- und das den Apfel in Nachbars Vorgarten werfen, macht sie noch etwas frech; wobei die Tatsache, dass der Apfel ihr Frühstück ist, wieder ihre "gelassene Hektik" unterstreicht.

Was davon nun beabsichtig ist, musst du wissen. Ich kann nur meine Eindrücke beschreiben. Vielelicht sehen das andere auch anders. "Trotz und Wut" kommt bei mir jedenfalls nicht rüber. Dazu müsste sie heftiger reagieren. Den Apfel fast kaputtdrücken, in nicht nur wegwerfen, sondern gegen einen Baum feuern, o.ä.

Es war schon fast viertel nach sieben und um diese Zeit war sie mit Krister verabredet. Und der konnte Unpünktlichkeit nicht...

"... ausstehen" ergänze ich. Aber warum ist hier der Satz nicht vollständig? Diese unvollständigen Gedanken kenne ich eher von Situationen, in denen einer Person etwas gerade erst bewusst wird. Wenn Katja aber gerade erst bewusst wird, dass Krister Unpünktlichkeit nicht austehen kann, dann ist sie IMHO schon übertrieben verpeilt.

Katja prallte erschrocken zurück, so plötzlich war der Mann vor ihr aufgetaucht.

Schöne Überleitung!

Sicher hatte sie wieder geträumt, und das, wo sie es eilig hatte...

Wieso "sicher"? Das würde doch bedeuten, sie vermutet das nur. Sie weiß es nicht. Aber das war doch gerade eben erst. Kann sie sich nicht an ihre eigenen Tagträume erinnern?

Der Mann war jung und sehr groß. Er trug einen flatternden Ledermantel und sein schwarzes Haar fiel seidig glänzend über seine Schultern. Und dort saß ein braun-weißes Frettchen, das erschrocken fiepte. "Ganz ruhig!", murmelte er und streichelte das Tier. Für Katja hatte er nicht mehr als ein unbeteiligtes "Entschuldigung!" übrig, dann ging er mit großen Schritten an ihr vorbei. Ein eigentümlicher Geruch wehte Katja in die Nase. Nach Kräutern und Vanille, Leder, nach Moschus und... Schwefel? Sie brauchte einen Moment bis sie sich von dem Schreck erholte und bemerkte, dass sie der wunderlichen Gestalt noch immer nachstarrte.

Schöne Szene. Hat auf mich aber einen zu frühen Zeitlupeneffekt. So ein Anrempeln passiert normalerweise ja ziemlich schnell. Mir scheint der Mann aber ne Zeit lang stehen zu bleiben, dann sein Frettchen zu berühigen. - Langsam, sodass Kaja genügend Zeit hat, sich ihn genau anzusehen. - Dann geht er weg. Zeit läuft wieder weiter. Dann wieder Zeitlupeneffekt.

Der zweite ist gut so, aber ist der erste gewollt? Wäre es nicht vielelicht besser, das Anrempeln geschieht schneller, der Fremde beruhigt sein Frettchen im Weitergehen und erst dann die ganze Zeitlupe in der Kajta die Szene Revue passieren lässt?

Ich bin gespannt auf Weiteres.

mfg

Christian

P.S.: Sag Bescheid, wenn ich zu viel Kleinkram anspreche.

von Der Hakawati

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Hi Nigromantia,

mir hat deine Geschichte gut gefallen, dein erstes Kapitel sogar mehr als den Prolog.

Die Schlummertaste und der Tod der Mutter war für mich schon klar. Allerdings bin ich auch über den Satz:
Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte.
gestolpert. Irgendwie weiß ich immer noch nicht, was ich damit anfangen soll.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind Krister und Katja sich in ihrer Art ziemlich ähnlich und damit völlig anders, als die "Partyschneckchen", oder? Durch deine Wortwahl würde ich da jetzt hineininterpretieren, dass Katja bei ihren Klassenkameradinnen nicht sonderlich beliebt ist, eben weil sie so anders ist. Du schreibst aber im nächsten Absatz:
"Ausgerechnet Katja", würden sie sagen. "Was hat die schon?"
Das gibt mir zu verstehen, dass auf die "Partyschneckchen" auf Katja eifersüchtig wären, wenn sie von der Beziehung zwischen Krister und Katja erfahren würden und daraus lässt sich schließen, dass Krister ein total beliebter Lehrer ist. Das würde aber keinen Sinn machen, denn er ist ja wie Katja, die sie ja nicht leiden können?!?! Vielleicht interpretiere ich da ja auch zu viel rein, aber das war für mich irgendwie unklar.

Ich bin beim Lesen auch ganz schon über die Namen gestolpert. Vor allem weil Krister für mich als erstes wie Kirsten ausgesehen hat und ich dann vollkommen verwirrt war.Ich kann mir beim lesen nur sehr schlecht Namen merken und schmeiße gerne alle Charaktere durcheinander. Ich denke bei drei Namen hat sich die Verwirrung nach dem ersten Kapitel gelegt ich hoffe nur der Mann mitdem Katja zusammen stößt ist nicht auch noch Karsten. ;)

Zehn Minuten später pappte Katja die rosafarbene schwesterliche Ermahnung an den Apfel, von dem sie zweimal auf dem Weg vom Bad zum Kleiderschrank abgebissen hatte, und warf ihn in den Vorgarten des Nachbarhauses.

Ich weiß zwar nicht, welche Gefühle ich für Katja als Leser aufbringen soll, aber hier hat sie sich unsymphatich gemacht. Okay, sie ist genervt und schlecht gelaunt, aber das ist noch kein Grund einfach den Garten anderer zu beschmutzen. vielleicht bin ich da auch ein bisschen konservativ, aber dadurch würde ich die nächste Zeit kein Mitleid etc. für Katja erübrigen. Wenn sie so ein bisschen zickig und in manchen Situationen unsymphatisch sein soll, dann ist die Szene okay.

Am Kühlschrank würde wieder der pinke Post-it-Zettel prangen: "Frühstücken, Katja!"
Da musste ich ja wirklich schmunzeln, hatte auch früher immer Post-Its im Kühlschrank von meiner Mama mit "Frühstück Julia" - meine waren aber gelb.

Nach Kräutern und Vanille, Leder, nach Moschus und... Schwefel?
Prima Geruchsauswahl! Man hat damit das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Nicht nur wegen des Schwefels. Welcher Mann riecht 2009 schon nach Kräutern, Vanille, Leder und Moschus!!! (das Frettchen findet man schon eher ;) ) Hier bekommt man das Gefühl hier jemanden aus einer anderen Welt vor sich zu haben. Der eine strake Bindung zu seinem Frettchen hat, da er bei dem beinahe Zusammenstoß mehr Interesse an dem Frettchen zeigt.
Super war hier auch die Andeutung, dass Katja glaubt schuld an dem "Zusammenstoß" zu sein (sie hat ja geträumt), er allerdings sich dafür entschuldigt (also auch das Gefühl von Schuld hatte)... warum hat er Katja nicht gesehen, war er abgelenkt oder ist er vielleicht einfach aus dem Nichts aufgetaucht??? *neugier*

-ich hoffe ich interpretiere hier nicht zu viel rein *g* Bin super gespannt wie es weiter geht!

von Keks

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
hey Nigromantia,

Müde tastete sie nach der Schlummertaste des Weckers. Einmal noch, einmal die Müdigkeit fortdösen. Aber es war schon so spät, sie konnte nicht noch einmal weiterschalten. Katja erschrak, als sie die Uhrzeit erkannte.


bitte, lass das unbedingt so! Ich finde man kann locker selbst kombinieren, dass sie irgendwann zum Wecker hinschaut um die Uhrzeit erkennen zu können. Jeden einzelnen Schritt zu beschreiben, macht das Ganze viel zu langatmig.

Dass Katja trauert, weil ihre Mutter tot ist, habe ich ebenfalls gleich erkannt. Manches genügt schon angedeutet zu werden, damit der Leser versteht (und ist auch schöner, als wenn alles haarklein erzählt wird). Und falls es der Leser doch nicht verstanden hat, später kommt sicher noch irgendwo ein weiterer kleiner Hinweis und dann muss dieser Leser sich eben überraschen lassen.

Deine post-it & Apfelgeschichte finde ich weder störend noch unpassend oder unnötig.
Natürlich frägt man sich kurz, weshalb sie den post-it überhaupt mitgenommen hat und ihn dann auf den Apfel klebt. Aber es gibt doch öfters Momente in denen man gewisse Kleinigkeiten einfach tut ohne weiter darüber nachzudenken.
Ich hab mir dabei richtig vorgestellt, wie sie einfach den Zettel gedankenlos eingesteckt hat und dies draußen dann bemerkt hat. Und da der Zettel schließlich irgendwo hin muss... warum nicht auf den Apfel kleben?
Natürlich könntest du bei der Zettelaktion extra noch erwähnen, dass sie das gedankenlos getan hat. Manchmal (besonders am Anfang einer Geschichte, wie ich finde) genügt es jedoch einfach bestimmte Reaktionen der Figur zu erzählen. Den Rest muss sich der Leser einfach mal selbst zusammenreimen.
Genau das kann nämlich die Neugier auf die Person wecken. Als Leser frägt man sich, warum? weshalb? wieso? beginnt zu interpretieren, Thesen aufzustellen und schwupps hast
du den Leser in deinen Fängen. Denn jetzt will man wissen wie es weiter geht. Die Figur
ergründen und herausfinden ob man Recht hatte.

so viel von mir.
hoffe es hilft =)

von Vianne

Re: Das Traumgefängnis - Kapitel 1 - Albträume Teil 1/x

 
Hallöchen :)

So, nachdem ich mich schon über den Prolog ausgelassen habe, kann ichs mir nicht verkneifen auch hierzu ein paar Worte loszuwerden.
Also wie schon im letzten Post erwähnt - die Überleitung vom Prolog auf die eigentliche Handlung ist einfach nur brillant. Dir ist es gelungen mit dem ersten kleinen Satz vom ersten Kapitel dafür zu sorgen, dass ich jetzt wissen will, warum dieses Mädchen verschwunden ist. Oder ist sie überhaupt das Mädchen von dem die Zeitung geschrieben hat? Wenn ja, spielte der Prolog in der Vergangenheit?
Du siehst, die Anzahl der Fragen die allein der erste kleine Satz hier auslöst ist beeindruckend. Gut gelungen, wirklich :)

Ohne genau zu wissen, was sie in der Nacht gequält hatte, wusste sie, dass sie schlecht geträumt hatte.


Ich kann mir das Gefühl, von dem du schreibst sehr gut vorstellen, da ich schon öfter genau so was erlebt habe. Man wacht zermatscht und gemartert auf und weiß nur, dass man irgendwas ganz mieses geträumt hat.
Aber die Satzstellung lässt das Gefühl nur so vage entstehen. Vielleicht würde es schon helfen nur den Satzanfang von "Ohne genau zu wissen" auf "Sie wusste nicht ..." umzustellen. So ist der Fokus ganz bei Katja und ihrem Traum.

Eine Welle von Trauer preschte durch Katjas Körper


Ich finde die Stelle mit ihrer Mutter sehr schön und für mich war es sofort klar, dass sie wohl tot sein musste.
Aber die Welle passt irgendwie nicht ganz so ins Bild. Wenn man einen geliebten Menschen schon länger verloren hat dann ... ist das eher sowas wie ein vertrauter Schmerz, an den man irgendwie schon gewöhnt ist, aber trotzdem leidet.

Krister war, was Katja von den Schulkameraden unterschied, den eingebildeten Partyschneckchen, für die nur Schminke zählte. Zu schade, dass niemand je von ihr und Krister erfahren würde. "Ausgerechnet Katja", würden sie sagen. "Was hat die schon?"


Ich kann dir folgen was du mit diesem Satz aussagst. Aber ganz ehrlichgesagt sind da so viele Informationen drin, dass vielleicht ein zwei Sätze mehr angebracht wären. Ich glaube ich habe jetzt allein 10 Minuten über den Satz nachgedacht. Er ist verständlich, aber extrem umständlich formuliert :D

Der Mann war jung und sehr groß. Er trug einen flatternden Ledermantel und sein schwarzes Haar fiel seidig glänzend über seine Schultern. Und dort saß ein braun-weißes Frettchen, das erschrocken fiepte. "Ganz ruhig!", murmelte er und streichelte das Tier. Für Katja hatte er nicht mehr als ein unbeteiligtes "Entschuldigung!" übrig, dann ging er mit großen Schritten an ihr vorbei. Ein eigentümlicher Geruch wehte Katja in die Nase. Nach Kräutern und Vanille, Leder, nach Moschus und... Schwefel? Sie brauchte einen Moment bis sie sich von dem Schreck erholte und bemerkte, dass sie der wunderlichen Gestalt noch immer nachstarrte.


Eine richtig schöne Charakterbeschreibung :) Mir gefiel auch sehr gut, dass du sogar an Geruchseindrücke gedacht hast, so konnte ich mir den Mann gleich noch besser vorstellen.
Das einzige was ich etwas merkwürdig fand: Der flatternde Ledermantel. Ich musste mir da gleich Wind und so vorstellen. Da Katja ihn aber in einer geschlossenen Wohnung sieht ... Naja, ich wüsste auch kein besseres Adjektiv, als flatternd für den Schnitt von Mantel den du wahrscheinlich meinst. Vielleicht ist das auch nur eine Kleinigkeit die nur mir auffällt, keine Ahnung ^^

Soooo, zum Schluss bleibt wieder nur zu sagen, dass alle Verbesserungsvorschläge subjektiver Natur sind und keinesfalls Umsetzungspflicht besteht ^^
Aber mir gefällt die Art wie du beschreibst, es wirkt alles sehr menschlich und man liest viele Emotionen in der Wahrnehmung mit.
*mehr will* ^^
Frohes Schreiben :)

von DavidMittelbach