Die Suche nach der Büchse [1/2]

Die Suche nach der Büchse [1/2]

 
So, als Erstes muss ich mal sagen, dass mir noch kein perfekter Titel zu dieser Geschichte eingefallen ist, also hab ich sie (vorerst) einfach 'Die Suche nach der Büchse' genannt!
Wie immer freu ich mich auf Kritik, negativ und positiv ;)



Etwas hinter ihm raschelte. Wenn man ihn jetzt erwischte, dann war alles umsonst. Er lehnte sich an die dunkle Wand und horchte. Er hielt die Luft an, Schweißperlen entstanden auf seiner Stirn. Eine kleine Ratte flitzte den Gang entlang.
Was für ein Glück, nur eine Ratte, dachte er sich.
Leise schlich er in gebückter Haltung weiter. Er war nahezu lautlos und durch seine schwarze Kleidung in dem dunklen Gang auch beinahe nicht zu sehen. Chang hatte es sich eigentlich schwieriger vorgestellt, in das Lagerhaus einzusteigen, allerdings wusste er als ehemaliger Angestellter immerhin wie stark das Lagerhaus nachts bewacht wurde. Es gab nur einen Eingang an der Frontseite des Gebäudes. Dieser war allerdings mit zwei Kameras und einem Zahlencode gesichert. Da Chang allerdings nur als Wache angestellt gewesen war, wusste er zwar, wie das Lagerhaus äußerlich gesichert war, allerdings wusste er weder, wie das Gebäude von innen aussieht, noch den Zahlencode, um den Eingang benutzen zu können. Ihm war also nichts anderes übrig geblieben, als durch ein Fenster einzusteigen. Das Gebäude hatte fünf Fenster, die zu öffnen waren. Jeweils zwei an der Ost-, beziehungsweise der Westseite und ein Dachfenster. Beide Seiten, Ost und West, waren mit jeweils einer Kamera gesichert. Während seiner Zeit als Wache hatte er herausgefunden, dass sich beide Kameras in exakt 60 Sekunden um genau 180 Grad drehten, was bedeutete, dass man das Fenster, welches von der Kamera überwacht wurde, circa 30 Sekunden nicht auf dem überwachenden Bildschirm sehen konnte.
Diese 30 Sekunden hatten ihm allerdings nicht gereicht, um das Fenster zu knacken, einzusteigen und es wieder so verschließen zu können, dass es nicht bemerkt wurde. Jedoch hatten die 30 Sekunden für den trainierten Kampfsportler ausgereicht an der Wand zwei Schritte hochzulaufen, sich am Dachvorsprung fest zu halten und sich hoch zu ziehen. Auf dem Dach angekommen hatte er sich zu dem einzigen Dachfenster begeben und dieses mittels eines Glasschneiders geöffnet.
Er war in das Gebäude eingestiegen und keine zehn Sekunden später hatte ihn die Ratte beinahe zu Tode erschrocken. Seit er in das Lagerhaus eingestiegen war, musste Chang seinem Gefühl folgen. Er hatte keine Ahnung wohin ihn welcher Gang führen würde oder wo sich das befand, was er sehnsüchtig suchte. Also ging der langsam und so leise wie möglich den dunklen Gang entlang. Dass das Gebäude nachts durch keine einzige Lichtquelle erhellt wurde, weder durch Lampen noch durch Mondlicht, erschwerte seine Suche um Einiges. Allerdings verbarg ihn die Dunkelheit auch besser vor möglichen Kameras. Außerdem war er sich sicher, dass das, weswegen er nachts in ein Lagerhaus eingebrochen war, an einem besonderen Ort untergebracht war, und nicht einfach in irgendeinem Regal neben alten Kartonschachteln stand. Chang schlich also weiter den Gang entlang und kam schließlich zu einer Abzweigung. Er konnte dem Gang weiterhin geradeaus folgen, oder aber den neuen Gang zu seiner linken wählen. Chang entschied sich für Letzteres und er folgte dem Gang so lange, bis zu beiden Seiten je eine Tür erschien. Hier endete auch der Gang, allerdings befand sich an dessen Ende ein großes Regal mit allen möglichen Kisten und Schachteln, manche aus Pappe, manche aus Holz oder auch welche aus Plastik. Chang musterte gerade das Regal mit den Kisten, als er hinter sich Schritte hörte.
Sein Herz begann zu rasen, er blickte sich um und sah von hinten den Lichtpegel einer Taschenlampe näherkommen. Er blickte sich um und suchte verzweifelt nach einer Möglichkeit sich zu verstecken. Das Regal ging nicht, da die Kisten zu klein waren, um sich dahinter oder gar darin verstecken zu können. Er sah hoch zur Decke und erkannte zwei Rohre.

von raim_sod

Re: Die Suche nach der Büchse [1/2]

 
Hey raim, mir ist eben deine Kurzgeschichte aufgefallen und sie gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Besonders die Atmosphäre/Spannung kommt sehr gut zur Geltung. Trotzdem gab es einige Kleinigkeiten die den Lesefluss gestört haben:

raim_sod hat geschrieben: Wenn man ihn jetzt erwischte, dann war alles umsonst.

Besser würde sich hier "Wenn man ihn jetzt erwischte, dann wäre alles umsonst gewesen" anhören, da du ja noch weiter in die Vergangenheit gehst.

raim_sod hat geschrieben: Eine kleine Ratte flitzte den Gang entlang. Was für ein Glück, nur eine Ratte, dachte er sich.

"Was für ein Glück, nur eine Ratte", dachte er sich.
Da sollte man am besten Anführungszeichen setzten. Außerdem kommt es mir aber auch ein wenig gedoppelt vor, vielleicht passt es so besser:
Chang fuhr zusammen, als direkt vor seinen Füßen eine Ratte auftauchte...

raim_sod hat geschrieben:Chang hatte es sich eigentlich schwieriger vorgestellt, in das Lagerhaus einzusteigen, allerdings wusste er als ehemaliger Angestellter immerhin wie stark das Lagerhaus nachts bewacht wurde. Es gab nur einen Eingang an der Frontseite des Gebäudes. Dieser war allerdings mit zwei Kameras und einem Zahlencode gesichert. Da Chang allerdings nur als Wache angestellt gewesen war, wusste er zwar, wie das Lagerhaus äußerlich gesichert war, allerdings wusste er weder, wie das Gebäude von innen aussieht, noch den Zahlencode, um den Eingang benutzen zu können.

Streich am besten einige "allerdings", häufig kann man solche Füllwörter ohne Ersatz weglassen.

raim_sod hat geschrieben:Chang schlich also weiter den Gang entlang und kam schließlich zu einer Abzweigung. Er konnte dem Gang weiterhin geradeaus folgen, oder aber den neuen Gang zu seiner linken wählen. Chang entschied sich für Letzteres und er folgte dem Gang so lange, bis zu beiden Seiten je eine Tür erschien. Hier endete auch der Gang, allerdings befand sich an dessen Ende ein großes Regal mit allen möglichen Kisten und Schachteln, manche aus Pappe, manche aus Holz oder auch welche aus Plastik.

Hier ist ein ähnlicher Fall, die ganzen Gänge müssen raus. :wink:
Vielleicht so:
Chang schlich also weiter den Gang entlang und kam schließlich zu einer Abzweigung. Nach kurzem Zögern entschied sich Chang für die Letztere und folgte ihr, bis zu beiden Seiten je eine Tür erschien. Eine Sackgasse tat sich vor ihm auf, allerdings befand sich an der Mauer ein großes Regal mit allen möglichen Kisten und Schachteln, manche aus Pappe, oder Holz, andere aus Plastik...

Noch eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen, du erzählst das Chang etwas sucht, was nicht in einem Regal neben alten Pappkartons deponiert ist. Wieso musterte er denn, als er die Schritte vernahm, dieses Regal überhaupt? Wäre es nicht wahrscheinlicher, dass er sich erstmal die Türen vornimmt?

Also insgesammt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin gespannt darauf, wie es weiter gehen könnte. Versuche nur beim nächsten Mal die ganzen Wiederholungen zu vermeiden, häufig sind diese Passagen sogar unnötig.

Grüße, McQueen

von mcQueen

Re: Die Suche nach der Büchse [1/2]

 
Hey, Danke dafür, dass du dir die Zeit genommen hast meine Geschichte zu lesen und einen Kommentar zu schreiben :D

Besser würde sich hier "Wenn man ihn jetzt erwischte, dann wäre alles umsonst gewesen" anhören, da du ja noch weiter in die Vergangenheit gehst.


das stimmt, ein Leichtsinnsfehler meinerseits ^^

Streich am besten einige "allerdings", häufig kann man solche Füllwörter ohne Ersatz weglassen.


mir fiel beim Schreiben gar nicht auf, dass da so viele 'allerdings' drin sind ^^ jetzt, wo du es sagst, muss ich dir zustimmen ^^

Hier ist ein ähnlicher Fall, die ganzen Gänge müssen raus.


Auch hier muss ich zustimmen ^^

Also insgesammt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin gespannt darauf, wie es weiter gehen könnte.


Das freut mich sehr zu hören :D
Und ich will nicht drängen, aber der zweite Teil ist hier bereits veröffentlicht ^^

Danke nochmals für deinen Kommentar, hat mich gefreut =)

MfG Raim

von raim_sod